
Im Schweizer Kanton Wallis ist es in einem Skiort zu einer Brandkatastrophe gekommen. Mehr als hundert Menschen hatten sich in der Silvesternacht in dem Lokal „Le Constellation Bar“ in Crans-Montana zusammengefunden, um den Jahreswechsel zu feiern. Das Lokal befindet sich im Untergeschoss eines Gebäudes. Mitten während der Feier soll es zu einer Explosion gekommen sein, in deren Folge ein Feuer ausbrach. Die Ursache der Explosion ist noch unbekannt. Die ersten Brandmeldungen seien um 1.30 Uhr nachts gemeldet worden, verkündete der Polizeisprecher Gaëtan Lathion.
Polizeiangaben zufolge ist der Brand mittlerweile unter Kontrolle. Die Kantonspolizei Wallis hat bestätigt, dass der Brand mehrere Todesopfer gekostet hat. Auch von mehreren Verletzten ist die Rede. Die genaue Anzahl der Opfer ist weiterhin unklar. Polizeisprecher Lathion:
“Mehr als hundert Menschen waren in dem Gebäude, und wir sehen viele Verletzte und viele Tote.”
An der Rettungsaktion in Crans-Montana waren neben Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr auch mehrere Helikopter beteiligt. Pressevertreter berichten, Rettungswägen seien auch aus anderen Kantonen der Schweiz herbeordert worden. Bilder von der Unglücksstelle zeigen ein Großaufgebot an Rettungskräften sowie Flammen, die aus dem Erd- und dem Untergeschoss eines Gebäudes schlagen.
In den sozialen Medien ist davon die Rede, die Explosion könne durch das Abfeuern von Pyrotechnik während eines Konzerts ausgelöst worden sein. Diese Spekulationen wurden von der Kantonspolizei jedoch nicht bestätigt. Die Ermittlungen laufen noch. Die Polizei gab bekannt, dass für Familienmitglieder und Angehörige der Opfer eine Hotline unter der Telefonnummer 084 811 21 17 in Betrieb genommen wurde. Im Laufe des Vormittags will die Walliser Kantonspolizei eine Pressekonferenz abhalten.
Dem Westschweizer Sender RTS gegenüber erklärte ein Arzt der Rettungsflugwacht Rega, dass überall in den frankophonen Gebieten der Schweiz die Krankenhäuser Patienten mit schweren Verbrennungen aufgenommen hätten. Er bitte die Bevölkerung, aus Solidarität mit den Rettungskräften und Opfern an diesem Neujahrstag riskante Aktionen zu vermeiden.
Mehr zum Thema – Düsseldorf: Feuerwerk explodiert in Menschenmenge – viele Verletzte






