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Ein Absturz, der Leben rettete: Ausstellung im Russischen Haus erinnert an die Helden von Stößensee

rtnews by rtnews
02/04/2026
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Zu den Hochzeiten des Kalten Krieges, 1966, verhinderten zwei sowjetische Piloten, dass ihr Flugzeug über einem Wohngebiet Westberlins abstürzte: Sie lenkten es in einen See und bezahlten mit ihrem Leben. Heute erinnert eine Ausstellung im Russischen Haus in Berlin an ihre Heldentat.

Am 6. April 1966 startete das nagelneue sowjetische Düsenflugzeug Jak-28 seinen ersten Flug vom Luftwaffenstützpunkt in Finow rund 50 Kilometer nordöstlich von Berlin. Die beiden Piloten, der Hauptmann Boris Kapustin und sein Co-Pilot Oberleutnant Juri Janow, sollten die mit nagelneuer und geheimer Technik vollgepackte Maschine nach Köthen südwestlich von Berlin überführen. Doch der Flug verlief nicht nach Plan: Die Triebwerke der Jak waren wenige Minuten nach dem Start ausgefallen.

Was dann genau passierte, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Höchstwahrscheinlich erhielten beide den Befehl, sich mit dem Schleudersitz herauszukatapultieren. Dies hätte wohl menschliche Opfer gefordert, denn die Maschine war bereits über Berlin und auf so geringer Höhe, dass sie führungslos wahrscheinlich in ein Wohngebiet gerast wäre. Kapustin und Janow an Bord steuerten das Militärflugzeug in den zwischen Grunewald und Spandau gelegenen Stößensee im britischen Sektor Berlins.

Historiker verweisen darauf, dass damals immer wieder Düsenflugzeuge abstürzten. “Allemal kann man sagen, es ist ein glücklicher Umstand, dass ‘leider’ nur zwei zu Tode gekommen sind und nicht noch sehr viel mehr. Sie haben den Schleudersitz nicht betätigt, weil ihnen klar war, dass das Flugzeug dann ins Trudeln kommen würde und unklar gewesen wäre, wohin es stürzt”, so der Stadtteilhistoriker Karl-Heinz Bannasch.

Heute erinnert eine Austellung im Russischen Haus in Berlin an die Heldentat der Piloten Kapustin und Janow. Zur feierlichen Eröffnung am Donnersteg ist der russische Botschafter Sergei Jurjewitsch Netschajew gekommen. Es sei nicht so einfach zu verstehen, was diese Leute bewegt hat, sagte er in seiner Begrüßungsrede an die Versammelten. Er wies darauf hin, dass im Jahre 1966 der Kalte Krieg herrschte und die Atmosphäre im Grenzgebiet zwischen den Mächten sehr angespannt war.

Die sowjetischen Offiziere hätten aber eine Wahl getroffen. Sie seien wohl den besten Traditionen der Sowjetarmee im Großen Vaterländischen Krieg und denjenigen Helden gefolgt, “die auch hier in Deutschland in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges die einfachen Zivilisten, die deutschen Kinder, gerettet haben”.

Die deutsch-russische Geschichte sei “nicht immer sehr erfolgreich” gewesen. “Aber wenn wir zusammengearbeitet haben, das war wirklich Win-win-Situation, nicht nur für die Russen und die Deutschen, sondern für das ganze Europa”, so der Botschafter. Der Diplomat bedankte sich bei den Deutschen, die die Erinnerung an die Heldentat der russischen Piloten aufbewahrt und entsprechenden Dokumente, Papiere, Bilder, Fotos zusammengetragen haben.

Dieses Zusammentragen wäre beispielsweise ohne das Engagement des privat betriebeben Luftfahrtmuseums Finowfurt nicht möglich gewesen. Von dessen Gelände hatte die Jak-28 vor 60 Jahren ihren ersten und letzten Flug gestartet – damals hatte sich dort der sowjetische Luftwaffenstützpunkt Finow befunden. Heute fand der Wrack der verunglückten Maschine hier ihre letzte “Ruhestätte” als Ausstellungsstück. Dieses wurde von einem Schrottplatz in Hannover gerettet, erzählte Jörg Engel, einer der Betreiber des Museums, im Gespräch mit RT DE. Mit ihm sind zwei weitere Mitglieder seines Vereins zur Ausstellungseröffnung gekommen. Für ihn und seine Mitstreiter sei die Geschichte der ehemaligen sowjetischen Luftbasis ein Teil der Heimatpflege.

Gestaltet hat die Ausstellung der Berliner Historiker Dr. Christian Hufen. Er hielt vor ca. 40 Versammelten einen kleinen Einführungsvortrag. So wies er auf die angespannte sicherheitspolitische Situation zwischen den beiden Machtblöcken NATO und Warschauer Vertrag im Jahre 1966 hin. Dies hinderte westlichen Medien daran, über die menschliche Dimension der Katastrophe der Jak-28 zu berichten.

Dabei war dies damals das Top-Thema weltweit. Ohnehin war das durch die Mauer geteilte Berlin der prominenteste Schauplatz des Kalten Krieges. Der Westen warf den sowjetischen Luftstreitkräften vor, die Westberliner Bevölkerung mit den neuesten Düsenmaschinen zu terrorisieren. Diese hätten die Schallmauer durchbrochen und die Leute in Unruhe versetzt. Auch Wochen nach dem Absturz war in den Medien nur noch vom Streit um die schleppende Wrackübergabe die Rede, aber es wurden keine Porträts der Piloten gezeigt. Dazu Historiker Hufen:

“Während die sowjetische und entsprechend auch die Presse der DDR umgehend die Namen und Porträts der Verunglückten veröffentlichte und ihrer Heldentat lobte, berichteten westliche Zeitungen von der New York Times bis zum Spandauer Volksblatt vom Protest der drei westlichen Stadtkommandanten gegen gefährliche sowjetische Überflüge und blieben auf die Bergung des Wracks fokussiert. Keine Spur von Empathie für die verunglückten Offiziere der Gegenseite. Kein Wort über deren Verdienst und der Einsatz des eigenen Lebens, um die Katastrophe verhindert zu haben.”

Das Schweigen über die Aufopferung der Piloten hat der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin Willy Brandt gebrochen. “Wir können davon ausgehen, dass die beiden in den entscheidenden Minuten die Gefahr eines Absturzes in dichtest besiedelte Wohngebiete erkannt und deshalb in Absprache mit ihrer Bodenstation die Maschine in den Stößensee gesteuert haben. Dies bedeutete den Verzicht auf die eigene Rettung. Ich sage das in dankbarer Anerkennung des Opfers, durch das eine Katastrophe vermieden wurde”, sagte Brandt in einer Fernsehansprache im Sender Freies Berlin (SFB).

Nach Ansicht des Historikers Hufen war die Rede eines der ersten Anzeichen der späteren Annäherung zwischen BRD und Sowjetunion im Zuge der sogenannten Neuen Ostpolitik. Die Würdigung sei in Moskau mit Wohlwollen registriert worden. Brandt wurde hingegen für sein kurzes sowjetfreundliches Statement bundesweit kritisiert. Noch im selben Jahr wechselte Brandt als Außenminister nach Bonn und wurde wenige Jahre später Kanzler.

Die russlandfeindliche Haltung der heutigen Medien sorgte beim Zuhören dieser Geschichte für einen Déjà-vu-Effekt. Der Auszug aus der Ansprache Brandts ist heute auf YouTube abrufbar. Der Rechteinhaber des Mitschnitts, der öffentlich-rechtliche Sender RBB, habe die Verwendung des Materails für Zweck dieser Ausstellung verweigert, teilte Hufen mit – die in Kanzleideutsch verfasste Absage ohne Angaben von Gründen las Hufen den Versammelten vor.

Ob die deutschen Medien anlässlich dessen 60. Jahrestages an dieses schillernde Ereignis der Berliner Geschichte erinnern, ist ungewiss. In Russland wurden die Helden von Stößensee mit einem Denkmal am Geburtsort von Hauptmann Kapustin Rostow am Don geehrt. Im Russischen Haus in Berlin ist eine ihm und seinem Co-Piloten gewidmete Ausstellung mit Fotos, Zeitungsauschnitten und Informationen über die Nachwirkung der Tat ab heute für mehrere Wochen zu sehen.

Mehr zum Thema – Sowjetischer Panzerfahrer rettet Berliner Bunkerinsassen im April 1945 das Leben



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