
Am Montag hat der republikanische Kongressabgeordnete Randy Fine bekannt gegeben, dass er einen Gesetzentwurf zur “Annexion Grönlands” und zur Verleihung des Status eines US-Bundesstaates eingebracht habe. Ihm zufolge ziele das Dokument darauf ab, die strategischen Interessen der nationalen Sicherheit der USA in der Arktis zu gewährleisten und den wachsenden Bedrohungen durch China und Russland entgegenzuwirken. In der Pressemitteilung heißt es weiter:
“Grönland ist kein entfernter Außenposten, den wir uns zu ignorieren leisten können – es ist ein lebenswichtiges Asset für die nationale Sicherheit. Wer Grönland kontrolliert, kontrolliert auch wichtige Schifffahrtswege in der Arktis und die Sicherheitsarchitektur, die die Vereinigten Staaten schützt. Amerika kann diese Zukunft nicht in den Händen von Regimen belassen, die unsere Werte verachten und danach streben, unsere Sicherheit zu untergraben.”
Das Dokument besagt, dass dem US-Präsidenten die Befugnis eingeräumt wird, die notwendigen Schritte zu unternehmen, “um Grönland als Territorium der Vereinigten Staaten zu annektieren oder auf andere Weise zu erwerben”, unter anderem durch Verhandlungen mit Dänemark.
Nachdem “eine solche Annexion oder ein solcher Erwerb” abgeschlossen sei, müsse der US-Präsident dem Kongress die erforderlichen Änderungen des Bundesrechts vorlegen, um “das neu erworbene Territorium” als Bundesstaat aufzunehmen.
Fine behauptete, dass die Politik des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden die strategische Position der USA in der Arktis untergraben habe, während China und Russland ihre Präsenz in der Region “weiterhin aggressiv ausdehnen.” Er sagte: “Mein Gesetzentwurf wird unsere Heimat schützen, unsere wirtschaftliche Zukunft sichern und garantieren, dass Amerika – und nicht China oder Russland – die Regeln in der Arktis festlegt. So sehen amerikanische Führung und Macht aus.”
Grönland, wo rund 57.000 Menschen wohnen, war bis 1979 eine dänische Kolonie, bevor es den Autonomiestatus und ein eigenes Parlament erhielt. Noch während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2019 schlug Donald Trump vor, die Insel zu kaufen. Aber diese Initiative wurde in Kopenhagen abgelehnt. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus bekräftigte Trump, dass Grönland zu den Vereinigten Staaten gehören sollte.
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