
In mehreren Ortsteilen im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist am frühen Samstagmorgen die Stromversorgung zusammengebrochen. Der Stromausfall betrifft unter anderem die Stadtteile Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf, Lichterfelde sowie Teile von Steglitz, alles Ortsteile im Südwesten der deutschen Hauptstadt. Betroffen sind etwa 50.000 private Haushalte und 2.200 gewerbliche Stromkunden.
Ursache für den Stromausfall sind nach Angaben des lokalen Stromnetzbetreibers ein Brand in einer Verteilerstation sowie der Brand von Kabeln auf einer Kabelbrücke über den Teltowkanal. Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Brandstiftung.
Laut Medienberichten brach das Feuer in einem Baucontainer neben der Brücke aus und griff dann auf die Stromkabel über. Ein Feuerwehrsprecher sagte dem Sender rbb, die Einsatzkräfte seien gegen 6:12 Uhr alarmiert worden. Rund 20 Einsatzkräfte hätten das Feuer an der Kabelbrücke über dem Teltowkanal rund zwei Stunden lang gelöscht. Durch das Feuer sei es zu “deutlichen Zerstörungen an der Kabeltrasse” gekommen.
Einsatzkräfte der Feuerwehr sind aktuell in den betroffenen Straßenzügen unterwegs, um Menschen aus stecken gebliebenen Aufzügen zu retten oder in Pflegeheimen die Notstromversorgung zu gewährleisten. Mindestens ein Pflegeheim ist betroffen, so ein Sprecher der Feuerwehr.
Berichten zufolge fiel der Strom gegen 6.00 Uhr aus. Ein Zeitpunkt für die Behebung der Störung wird nicht genannt, zuvor war die Rede davon, dass der Blackout mindestens bis Samstagabend andauern wird.
Nach Recherchen von RT DE betrifft der Ausfall auch das Mobilfunknetz im Südosten Berlins. Dieses funktioniert inzwischen mit Einschränkungen wieder: SMS und mobiles Internet sind zu empfangen, Telefonate können zur Stunde (11.25 Uhr Berliner Zeit) nicht geführt werden.
Die Behörden sehen Parallelen zu einem ähnlichen Vorfall im September 2025 im Südosten Berlins. Damals ergaben die Ermittlungen politisch motivierte Brandstiftung als Ursache für den Stromausfall, von dem ebenfalls rund 50.000 Haushalte betroffen waren.
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