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26.07.2022 21:45 Uhr
21:45 Uhr
Boris Johnson überreicht Wladimir Selenskij den Winston-Churchill-Führungspreis
Der scheidende Premierminister Boris Johnson überreichte dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij den Winston-Churchill-Führungspreis. Die Zeremonie fand in der Downing Street statt, Selenskij nahm per Videoschalte daran teil. Die Auszeichnung sei “für unglaublichen Mut, Trotz und Würde” verliehen worden, twitterte die britische Regierung.
Selenskij schrieb auf Telegram, dass “diese Auszeichnung nicht möglich gewesen wäre, wenn sich nicht das gesamte ukrainische Volk erhoben hätte”, um seine Freiheit zu verteidigen.
Ein Twitternutzer wunderte sich in den Kommentaren, was diese Auszeichnung bedeute, da es diesbezüglich fast keine Informationen gebe. Er schrieb, eine sehr ähnliche Büste sei für rund 300 Pfund (rund 350 Euro) auf Amazon erhältlich.
Looking at this a little closer, I *think* Boris is giving Zelensky this bust, available for £295 from Amazon. pic.twitter.com/BImSAwEasK
— dan barker (@danbarker) July 26, 2022
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21:25 Uhr
IWF erkennt Wirksamkeit der russischen Antisanktionsmaßnahmen an
(Archivbild)Liu Jie / XinHua / www.globallookpress.com Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das russische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 verbessert. Nun geht der IWF von einem Rückgang von sechs Prozent aus, während er im April noch einen Rückgang von 8,5 Prozent prognostiziert hat. Als Grund für die Berichtigung nennt der IWF-Chefökonom Pierre-Olivier Gourinchas die Wirksamkeit der Maßnahmen, die die russische Regierung im monetären Bereich zur Stabilisierung des Finanzsektors und der Wirtschaft unternommen hat, und die “sehr hohen” Einkommen aus Öl- und Gasexporten.
In einem Kommentar für die Nachrichtenagentur TASS betont Gourinchas aber, dass in Russland trotzdem eine “ziemlich ernsthafte Rezession” zu erwarten sei. Die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg verhängten westlichen Sanktionen würden zu einem weiteren Rückgang der Produktion in Russland führen.
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21:00 Uhr
Erste Waggons mit Zement kommen über Litauen in Kaliningrad an
Michail Golenkow / Sputnik Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete, sind am Dienstag die ersten Waggons mit Zement über Litauen in Kaliningrad angekommen. “60 Waggons kamen in Kaliningrad an, dies ist der erste Zug mit Zement”, sagte Dmitri Lyskow, Leiter des Pressedienstes der Regionalregierung.
Anfang März war das Volumen der Zementlieferungen aus Russland in die russische Ostsee-Exklave aufgrund der litauischen Beschränkungen für den Warentransit zurückgegangen. Einwohner der Region beschwerten sich über den Mangel an Zement. Der Gouverneur des Kaliningrader Gebiets sagte damals, dass die Wiederaufnahme des Transits äußerst wichtig sei, auch weil die Bausaison gerade im Gange sei.
Mitte Juli hatte Litauen den Streit über den Transitverkehr dann für beendet erklärt. Russland darf nun wieder auf der Sanktionsliste stehende zivile Güter ohne große Einschränkungen per Bahn durch Litauen transportieren.
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20:30 Uhr
Lehrkräfte von der Krim sind bereit, in den Gebieten Cherson und Saporoschje zu arbeiten
Symbolbild: Zerstörte Turnhalle in einer Schule von Nikolajew, 27. Juni 2022Pierre Crom/Getty Images / Gettyimages.ru Wie die russische Agentur TASS berichtet, seien Lehrer von der Krim bereit, bei Bedarf in den Schulen der Gebiete Cherson und Saporoschje zu arbeiten, habe der Sprecher des Staatsrats der Krim, Wladimir Konstantinow, am Dienstag vor Reportern mitgeteilt.
“Heute wird vor Ort um die Lehrer [der Gebiete Cherson und Saporoschje; Anm. d. Red.] gekämpft, damit sie doch noch zum 1. September zur Verfügung stehen. (…) Wenn das Problem auftaucht und jemand ein solches Problem an die Krim delegiert – es gibt diejenigen, die dazu bereit sind. Ich bin von Leuten angesprochen worden, die gehen wollen”,
so Konstantinow.
Gleichzeitig habe er darauf hingewiesen, dass eine solche Entscheidung ernsthafte Risiken mit sich bringen könnte. “Ja, es ist riskant für das Leben, alles kann sein – Provokationen und so weiter. Aber es muss solche mutigen Unterstützer geben”, fügte der Parlamentspräsident hinzu.
Zuvor hatte ein Mitglied des Hauptrates der regionalen Militär- und Zivilverwaltung der Region Saporoschje, Wladimir Rogow, berichtet, dass die ukrainische Seite versuche, die Wiederaufnahme des Unterrichtsprozesses in den befreiten Gebieten der Region Saporoschje zu sabotieren, indem sie den Lehrern für ihr Fernbleiben von der Arbeit ein fünfmal höheres Gehalt als zuvor zahle.
Die Leiterin der militärisch-zivilen Verwaltung von Melitopol, Galina Daniltschenko, habe ihrerseits erklärt, dass die Stadtverwaltung davon ausgeht, dass bis zum 1. September 22 Schulen in der Stadt mit Lehrkräften besetzt sein werden. Der bestehende Lehrermangel in bestimmten Fächern werde durch Absolventen der örtlichen Pädagogischen Hochschule und durch die Anwerbung von Lehrern von der Krim und anderen Regionen Russlands gedeckt werden.
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20:05 Uhr
Habeck: “Nord Stream 2 zu genehmigen wäre eine Kapitulation”
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am 8. Juli 2022 in BerlinFlorian Gaertner / Gettyimages.ru Die angekündigte Drosselung der Gaslieferungen des Gaskonzerns Gazprom bezeichnete Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am Dienstag als eine Strategie des Kremls. Moskau gehe es seiner Ansicht nach um “zwei strategische Druckmomente”. Der erste sei, aufgrund der hohen Gaspreise die Solidarität in Europa aufzubrechen. Der zweite sei der Druck auf Nord Stream 2. Immer wieder höre man derzeit aus dem Kreml, es gebe ja noch eine zweite Pipeline, die nach einer Genehmigung Gas im Überfluss liefern könnte. Habeck sagte diesbezüglich:
“Nord Stream 2 zu genehmigen wäre die Abhängigkeit von russischem Gas noch einmal zu verstärken – das Gegenteil von dem, was wir das letzte halbe Jahr hier unternommen haben – und damit aber natürlich auch die Kapitulation mit allen Sanktionsmaßnahmen, die wir ergriffen haben”.
Die Einigung auf einen europäischen Notfallplan zur Drosselung des Gaskonsums bezeichnete Habeck als ein “starkes Zeichen gegen alle Spötter und gegen alle Verächter” der EU.
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19:40 Uhr
Russisches Verteidigungsministerium: Westen verbreitet Fake News über Mobilmachung
SymbolbildIlja Pitaljow / Sputnik Ausländische Medien verbreiteten unglaubwürdige Informationen über angebliche Mobilisierungsmaßnahmen in Russland, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit.
An der Sondermilitäroperation in der Ukraine sei nur jener Teil der russischen Streitkräfte beteiligt, deren Anzahl ausreiche, um alle gestellten Aufgaben zu erfüllen, hieß es in einer Erklärung. Um welche Medien es sich konkret handelt, ist unklar.
Russische Behörden hatten wiederholt betont, dass das Land keine Mobilmachung durchführen werde, und bezeichnete solche Medienberichte als Fake News.
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19:15 Uhr
Brücke zwischen Genitschesk und Arabat-Nehrung soll wiederhergestellt werden
Die Brücke über die Meerenge von Genitschesk, welche die gleichnamige Stadt auf dem ukrainischen Festland von der Spitze der Arabat-Nehrung der Halbinsel Krim trennt, soll wiederaufgebaut werden. Dies erklärte der Leiter der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebietes Cherson, Wladimir Saldo. Die Brücke war von ukrainischen Truppen bei ihrem Rückzug zerstört worden. In einer Videoaufnahme, die auf seinem Telegramkanal veröffentlicht wurde, sagte Saldo:
“Die Brücke, die von den Barbaren bei ihrem Rückzug gesprengt wurde, wird in nächster Zeit wiederaufgebaut.”
Er hob außerdem die Pläne für eine Zusammenarbeit mit der Krim hervor:
“Genitschesk, die Arabat-Nehrung und das ganze Umland sind bereit, ihre Zukunft zu so planen, dass die Entwicklung fortgesetzt wird. Die Landwirte arbeiten, alle die mit Geschäftsbeziehungen zu tun haben, arbeiten auch. Wir befinden uns ganz in der Nähe der Krim, und alles arbeitet zusammen.”
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18:45 Uhr
Ukraine beschießt Cherson zum zweiten Mal am Tag
Das stellvertretende Oberhaupt des russisch kontrollierten Gebiets Cherson, Kirill Stremousow, hat berichtet, das ukrainische Militär habe die Stadt Cherson bereits zum zweiten Mal an einem Tag unter Beschuss genommen. Die Angriffe seien durch das Luftabwehrsystem vereitelt worden. Stremousow sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:
“Das war schon der zweite Beschuss. Das Luftabwehrsystem hat einwandfrei reagiert. Alle Angriffe wurden abgewehrt.”
Stermousow fügte hinzu, dass die Stadt nicht zur Ukraine zurückkehren werde:
“Das sind vergebliche Mühen. Die ukrainischen Nationalisten sollten Cherson vergessen.”
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18:10 Uhr
Uniper bekommt nur noch ein Drittel der zugesicherten Gasmenge
SymbolbildMalte Ossowski/SVEN SIMON / www.globallookpress.com Die weiter gedrosselten Gaslieferungen aus Russland treffen auch den bereits angeschlagenen Energiekonzern Uniper. Laut einem Sprecher des Konzerns erhalte Uniper nur noch ein Drittel seiner vertraglich zugesicherten Gaslieferungen aus Russland. Am Montag hatte das Unternehmen noch 40 Prozent bezogen.
Trotz der Drosselung werde aber kein Gas aus den Speichern entnommen. Uniper schaffe Ersatz über andere Wege, teilte der Sprecher weiter mit.
Nur sechs Tage nach der Wiederaufnahme der Gasversorgung aus Russland über die Pipeline Nord Stream 1 hatte der russische Konzern Gazprom mitgeteilt, er werde die Gasmenge am Mittwoch auf 20 Prozent der maximalen Kapazität senken. Die Tagesleistung werde ab 7 Uhr Moskauer Zeit bis zu 33 Millionen Kubikmeter pro Tag betragen, hieß es.
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17:50 Uhr
LVR meldet Übernahme des Wärmekraftwerks Uglegorsk in Swetlodarsk
Witali Kisseljow, Assistent des Innenministers der Lugansker Volksrepublik, meldete am Dienstag auf Telegram die Übernahme des Wärmekraftwerks Uglegorsk in Swetlodarsk.
Demnach sei das gesamte Gelände heute Morgen von pro-russischen Kämpfern übernommen worden. Die Streitkräfte der Ukraine hätten sich wegen der Gefahr einer Einkreisung aus Swetlodarsk und den umliegenden Siedlungen zurückzogen.
RT-Korrespondent Murad Gasdijew berichtete, dass die pro-russischen Kräfte “das Gelände weiter säubern”, es gäbe dort immer noch Widerstandsnester.
Vertreter des ukrainischen und des russischen Verteidigungsministeriums haben die Lage bislang noch nicht kommentiert.
Das Wärmekraftwerk Uglegorsk liegt südöstlich von Bachmut und ist eines der größten Wärmekraftwerke Europas.