Das bestehende aktuelle Verwaltungsgebäude des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) auf der bundeseigenen Liegenschaft in Berlin-Tiergarten, der sogenannte Bendlerblock, soll großzügig erweitert werden. Das dafür geplante Bauprojekt umfasst demnach mehrere Neubauten “für Bürobereiche sowie Sonderfunktionen”. Die Bild-Redaktion erhielt die Genehmigung samt Informationen zu dem kostenintensiven Vorhaben im Ministerium von Boris Pistorius.
Die Bild durfte in ihrem Artikel verkünden, dass der “Wettbewerb um eine wichtige Geheimbaustelle in der Hauptstadt” entschieden wurde. Natürlich war und ist die Planung weiterhin “top-secret!”. Laut Bild-Informationen durften sich nämlich nur Architekturbüros mit Sitz in Deutschland beteiligen. Die eingereichten, also vorhandenen Unterlagen, dürfen demnach “während der gesamten Bauphase nicht mit ins Ausland genommen werden”, so die BMVg-Vorgabe an den Gewinner, den in Berlin ansässigen Architekten Sauerbruch Hutton.
Ausgeschlossen werden mussten zudem – zumindest temporär – für die Umsetzung des Großauftrags “Mitarbeiter mit doppelter Staatsangehörigkeit aus sicherheitskritischen Ländern”, darunter würden laut Bild-Erklärung “aktuell 26 Staaten von Afghanistan über China bis Vietnam fallen”. Eine Sicherheitsüberprüfung ist für alle Beteiligten verpflichtend, “um den Sabotageschutz sicherzustellen“.
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Berlin präsentiert dabei ebenfalls schon Details zu den Pistorius-Wünschen und dem “abgestimmten Masterplan mit den zuständigen Genehmigungsbehörden”. Hinsichtlich der Regierungs- und EU-Vorgaben lautet die Information:
“Die Gebäude sollen ressourcenschonend geplant und errichtet werden. Zum Abschluss der Baumaßnahme soll der Standard ‘Gold’ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) nachgewiesen werden. Darüber hinaus soll der energetische Standard dem Standard EffizienzgebäudeBund 40 (EGB 40) entsprechen.”
Der Bild-Artikel wurde mit weiteren Details zu den Gründen der anvisierten Kosten und erneuten immensen Steuerzahlerbelastungen ergänzt, dies bezogen auf den jüngsten Sonder-“Modulbau” für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier:
“Durch die Erweiterung um 35.000 Quadratmeter wird der Pistorius-Sitz größer als das Reichstagsgebäude (bebaute Fläche ca. 13.300 Quadratmeter).”
Der “nichtoffene, einphasige Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren” wurde im August 2024 offiziell angekündigt.

Bei den großzügigen Erweiterungsplänen ginge es nicht nur um “mehr Platz” für Büros und benötigte Tiefgaragen, sondern auch um eine geplante “Neuordnung des Areals” im Bereich des Ortsteils Tiergarten, rund um die Adresse Reichpietschufer.
So wird seitens Pistorius und seiner Mitarbeiter “ein Paradeplatz in der Mitte zwischen Staatsgästetreppe und Ehrenmal” gewünscht und neu angelegt.
Mit einer Bruttogrundfläche von rund 78.000 Quadratmetern zählt die kommende Großbaustelle “zu den größten aktuellen Bundesbauprojekten” in der Hauptstadt.
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