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Westliche Medien erkennen Unzufriedenheit der US-Amerikaner mit dem Krieg gegen Iran

rtnews by rtnews
14/03/2026
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Die Militäraktion der USA gegen Iran stoße bei den US-Wählern auf keine Zustimmung, berichten westliche Medien. Die US-Amerikaner leiden unter der Inflation, während das Pentagon riesige Summen für die Aggression gegen Iran ausgibt. Laut Reuters unterstützen nur etwa 29 Prozent der US-Bevölkerung den Krieg.

Von Jelena Schtrykowa

Ein Krieg gegen Iran kommt die Vereinigten Staaten teuer zu stehen und findet bei den US-amerikanischen Wählern keine Unterstützung, berichten westliche Medien.

In den ersten zwei Tagen der Operation “Epic Fury” hat das Pentagon Munition im Gesamtwert von 5,6 Milliarden US-Dollar verbraucht, schreibt die Washington Post unter Berufung auf Mitarbeiter der US-Regierung. Die Zeitung merkt an, dass diese Zahl “die Besorgnis des Kongresses” hinsichtlich der “Geschwindigkeit, mit der die US-Streitkräfte die knappen Vorräte an modernsten US-amerikanischen Waffen aufbrauchen”, verstärken könnte.

Der Autor des Artikels betont, dass der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte, General Dan Kane, am Vorabend des Angriffs auf Iran das Weiße Haus vor einer möglichen Erschöpfung der Bestände an Präzisionswaffen in den USA nach jahrelanger Unterstützung der Ukraine gewarnt hatte. Die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen Teherans kam hingegen Berichten zufolge überraschend. Im Artikel heißt es:

“Analysten zeigten sich überrascht von der Raffinesse der iranischen Vergeltungsschläge, darunter auch von der Fähigkeit des Landes, wichtige Elemente der Luftabwehrsysteme der USA und Israels wie Radaranlagen und Kommando- und Kontrollinfrastruktur anzugreifen und teilweise außer Gefecht zu setzen.”

Die Washington Post erinnert zudem an die drei durch Eigenbeschuss abgeschossenen US-amerikanischen F-15-Kampfflugzeuge, von denen jedes etwa 100 Millionen US-Dollar kostete.

Das Onlinemagazin Responsible Statecraft kritisiert seinerseits das Weiße Haus scharf für die enormen Ausgaben für militärische Aggressionen. Der Autor des Artikels empört sich:

“Der illegale und unprovozierte Krieg gegen Iran hat die US-amerikanischen Steuerzahler bereits mehr als fünf Milliarden US-Dollar gekostet, und diese Zahl steigt weiter.”

Laut dem Analysten Ben Freeman vom Quincy Institute sind fünf Milliarden US-Dollar eine “zu niedrige Schätzung”, die weder die Kosten für die angeblich in Katar zerstörte Radaranlage noch jene für die Abfangraketen berücksichtigt. Responsible Statecraft zitiert Freeman mit den Worten:

“Diese Raketen (für das Patriot-Luftabwehrsystem) kosten beispielsweise etwa vier Millionen US-Dollar pro Stück. Und es gibt Berichte, dass bis zu elf davon eingesetzt wurden, um eine einzige iranische Rakete abzufangen. Das sind 44 Millionen US-Dollar an Steuergeldern für nur eine einzige iranische Rakete, und wir haben bereits Hunderte von iranischen Raketen abgefangen.”

Während das Pentagon solche Summen ausgibt, leiden die US-Bürger unter steigenden Preisen für Wohnraum, Energie und medizinische Versorgung, schreibt das Magazin unter Berufung auf Experten. Dabei werden die Ausgaben laut Medienberichten noch weiter steigen. Responsible Statecraft schreibt:

“Das US-Verteidigungsministerium arbeitet Berichten zufolge an einem Antrag auf die Bereitstellung von mehr als 50 Milliarden US-Dollar als Notfallfinanzierung – um verbrauchte Munition sowie im Laufe des Konflikts verlorene Ausrüstung zu ersetzen.”

Laut Berechnungen des Magazins Forbes koste jeder Tag der Kampfhandlungen gegen Iran “mindestens etwa eine Milliarde US-Dollar”. Es wird betont:

“Die rasant steigenden Kriegskosten könnten sich auf 100 Milliarden US-Dollar belaufen – je nachdem, wie lange dieser Krieg andauert.”

Öffentliche Meinung

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, zeigen neue Umfragen, dass 49 Prozent der US-Amerikaner, darunter ein Drittel der Republikaner und zwei Drittel der Demokraten, der Meinung sind, dass der Krieg in Iran “überwiegend negative Auswirkungen” auf ihre persönlichen Finanzen habe. Grund dafür ist der drastische Anstieg der Kraftstoffpreise infolge der Sperrung der Straße von Hormus. Im Artikel heißt es:

“Etwa 67 Prozent der Befragten, die an der viertägigen Umfrage teilnahmen, darunter 44 Prozent der Republikaner und 85 Prozent der Demokraten, gaben an, dass sie im Laufe des nächsten Jahres mit einer Verschärfung der Benzinpreissituation in den USA rechnen. Laut der Umfrage erwarten 60 Prozent der US-Amerikaner, dass die US-Militäraktionen in Iran ‘über einen längeren Zeitraum andauern werden’.”

Es wird darauf hingewiesen, dass die Mehrheit der US-Amerikaner einen Angriff der USA auf Iran nicht unterstütze. Die Agentur schreibt:

“Die jüngste Umfrage von Reuters/Ipsos ergab, dass nur 29 Prozent der US-Amerikaner die Angriffe befürworten, was sich kaum von den 27 Prozent in den ersten Stunden nach Beginn der Militäraktion unterscheidet. Die Fehlermarge beider Umfragen betrug etwa drei Prozentpunkte.”

Dabei gaben etwa 64 Prozent der Befragten, darunter jeder vierte Republikaner und neun von zehn Demokraten, an, dass das Weiße Haus “keine klare Erklärung für die Ziele der US-Militärintervention gegeben hat”, so Reuters weiter.

Die Autoren des Artikels betonen, dass die Stimmung unter den US-Wählern politische Risiken für Donald Trumps Partei bei den bevorstehenden Kongress-Zwischenwahlen birgt.

Die Nachrichtenagentur Associated Press stellt ihrerseits fest, dass die Meinungen der US-Amerikaner zu militärischen Maßnahmen der USA gegen Iran “nach Parteizugehörigkeit gespalten” seien, wobei zahlreiche Umfragen angeblich zeigten, dass es mehr Gegner als Befürworter gebe. Die Agentur präzisiert:

“Wie Meinungsumfragen zeigen, unterstützen die Republikaner den republikanischen Präsidenten zwar größtenteils, doch gibt es Anzeichen dafür, dass sie jegliche Vergeltungsmaßnahmen fürchten, die zur Stationierung US-amerikanischer Truppen auf iranischem Territorium führen würden.”

“Es ist erstaunlich, wie sie so etwas unterstützen”

Unterdessen berichtet The Hill über eine Spaltung im Lager der US-amerikanischen Medien, die sich an Trumps MAGA-Bewegung (Make America Great Again) orientieren.

Der Krieg in Iran “hat in konservativen Kreisen heftige Debatten ausgelöst”. Einige der langjährigen Trump-Anhänger in den Medien kritisieren den Konflikt als “von Israel provoziert und bei den US-Amerikanern unbeliebt”, heißt es im Artikel.

Zu den vehementesten Kriegsgegnern gehörten von Anfang an bekannte Journalisten wie Tucker Carlson und Megyn Kelly (beide ehemalige Moderatoren des TV-Senders Fox News, die eigene Medienunternehmen gegründet haben, wie The Hill anmerkt). Es wird hervorgehoben:

“Es wird berichtet, dass Carlson, ein häufiger Kritiker Israels, persönlich versucht habe, Trump davon abzubringen, Iran anzugreifen, während Kelly das Bestreben des US-Präsidenten nach einem Regimewechsel (in Iran) als einen Fehler bezeichnete, den er bereuen werde.”

Kelly machte ihre Zuschauer auf den Tod US-amerikanischer Soldaten und iranischer Kinder aufmerksam, schreibt The Hill. Sie erklärte in ihrer Sendung:

“Für mich ist es erstaunlich zu beobachten, wie sie (die Kriegshetzer in den Medien und im US-Kongress) dies unterstützen. Ich meine, bei uns sind sieben US-amerikanische Soldaten ums Leben gekommen. Und in Iran sind in einer Mädchenschule 175 Mädchen ums Leben gekommen.”

Das Weiße Haus habe versucht, die Verantwortung für den Tod der Kinder den iranischen Behörden zuzuschieben, “trotz der wachsenden Zahl von Beweisen dafür, dass es sich um einen Raketenangriff der USA handelte”, fügt The Hill hinzu.

Was Carlson und Kelly angeht, so erklärte der US-Präsident, dass sie “nicht MAGA” seien und ihre Haltung nicht die Meinung des Volkes widerspiegele, zitiert das Blatt Trump.

Dabei merkt The Hill an, dass sich das Wall Street Journal für die US-Militäraktionen in Iran ausgesprochen habe. Die Redaktion der Zeitung forderte Trump auf, den Krieg nicht wegen “kurzfristiger wirtschaftlicher Unannehmlichkeiten” zu beenden. Auch Journalisten von Fox News zeigen eine kriegerische Haltung, insbesondere Sean Hannity, den Kelly als “Lindsey Graham unter anderem Namen” bezeichnete, wie in dem Artikel angemerkt wird. Senator Graham ist einer der bekanntesten Kriegstreiber im US-Kongress und ein enger Verbündeter der aktuellen US-Regierung.

Eine andere Ära

Bei der Auswertung von Umfragedaten weist die Zeitung The New York Times auf den Unterschied zwischen der Operation “Epic Rage” und früheren Militäraktionen der USA hin. Die Autoren des Artikels stellen fest:

“In den ersten Tagen, nachdem Präsident Trump den US-amerikanischen Streitkräften den Befehl erteilt hatte, Iran anzugreifen, ist die Zustimmung zu den Militärschlägen deutlich geringer als zu Beginn früherer internationaler Konflikte.

Bislang zeigen Meinungsumfragen, dass die Mehrheit der US-Amerikaner gegen einen Angriff auf Iran ist.”

Die Journalisten weisen darauf hin, dass sich die Zahlen je nach Durchführendem der Umfrage unterscheiden: So schätzt Fox News die Zustimmung auf 50 Prozent, während Reuters/Ipsos nur 27 Prozent angibt. Die New York Times erklärt:

“Die große Streuung deutet darauf hin, dass sich die öffentliche Meinung noch immer formt, während immer mehr US-Amerikaner Einzelheiten über die Angriffe und deren Folgen erfahren.”

Zum Vergleich: Der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg nach dem Angriff auf Pearl Harbor wurde von 97 Prozent der US-Amerikaner befürwortet, der Einmarsch in Afghanistan unter George W. Bush von 92 Prozent, wie im Artikel angemerkt wird.

Selbst der Vietnamkrieg wurde anfangs nicht als Fehler wahrgenommen, argumentiert die New York Times, doch mit steigenden Verlusten änderte sich die Lage. Die Journalisten erinnern sich:

“Bis 1969 erklärte die Mehrheit der Bevölkerung, der Krieg sei ein Fehler gewesen.”

Die Autoren des Artikels stellen fest, dass die Unterstützung für Kriege in der Regel nachlässt, wenn die Bevölkerung beginnt, “die Kosten des Krieges am eigenen Leib zu spüren”, wobei historisch gesehen der erste Impuls der US-Amerikaner darin bestand, “sich hinter der Flagge zu versammeln”. Doch die Zeiten, in denen Kriege die US-Amerikaner unabhängig von ihren politischen Überzeugungen einten, gehören der Vergangenheit an, stellt das Blatt fest.

Übersetzt aus dem Russischen.

Mehr zum Thema – Folge des Irankriegs: Meloni bricht mit Trump



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Tags: DEMdererkennengegenIrankriegMedienmitUnzufriedenheitUSAmerikanerwestliche
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