{"id":98338,"date":"2026-02-04T07:00:00","date_gmt":"2026-02-04T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/naher-osten-am-abgrund-was-passiert-wenn-washington-und-teheran-tatsaechlich-einen-krieg-beginnen\/"},"modified":"2026-02-04T07:00:00","modified_gmt":"2026-02-04T05:00:00","slug":"naher-osten-am-abgrund-was-passiert-wenn-washington-und-teheran-tatsaechlich-einen-krieg-beginnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/naher-osten-am-abgrund-was-passiert-wenn-washington-und-teheran-tatsaechlich-einen-krieg-beginnen\/","title":{"rendered":"Naher Osten am Abgrund: Was passiert, wenn Washington und Teheran tats\u00e4chlich einen Krieg beginnen?"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Welche Konsequenzen h\u00e4tte ein direkter Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran f\u00fcr den Nahen Osten und dar\u00fcber hinaus? Dar\u00fcber sprach RT mit mehreren Analyten aus der Region.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p>W\u00e4hrend eine wachsende US-amerikanische Flotte im Golf von Oman in Position geht, tritt die seit Langem schwelende Konfrontation zwischen Washington und Teheran in eine ihrer gef\u00e4hrlichsten Phasen seit Jahren ein. Obwohl die Diplomatie offiziell weiterhin m\u00f6glich ist, warnen regionale Experten, dass Fehlkalkulationen, Unklarheiten und verh\u00e4rtete Positionen beider Seiten den Nahen Osten in einen Konflikt mit globalen Folgen treiben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Der US-Truppenaufmarsch im Golf von Oman schreitet voran und bringt Iran in die Reichweite der US-Streitkr\u00e4fte f\u00fcr den Fall, dass Washington beschlie\u00dft, milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen zu ergreifen. Pr\u00e4sident Donald Trump hat wiederholt betont, dass Teheran an den Verhandlungstisch zur\u00fcckkehren und weitreichende Zugest\u00e4ndnisse machen m\u00fcsse \u2013 nicht nur in Bezug auf sein Atomprogramm, sondern auch hinsichtlich seines Raketenarsenals, das die USA und Israel als direkte Bedrohung ansehen, sowie der iranischen Unterst\u00fctzung bewaffneter Gruppen wie der Huthis im Jemen und der Hisbollah im Libanon.<\/p>\n<p>Letzte Woche signalisierte der iranische Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi, dass Teheran verhandlungsbereit sei, und Berichten zufolge k\u00f6nnten Gespr\u00e4che in den kommenden Tagen stattfinden. Viele Analysten bleiben jedoch skeptisch, ob die Islamische Republik Zugest\u00e4ndnisse in Bezug auf ihre strategischen Kernprinzipien machen w\u00fcrde. Sollte die Diplomatie scheitern, droht ein Krieg.<\/p>\n<p>Um die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr Washingtons Haltung und die m\u00f6glichen Folgen eines Konflikts f\u00fcr die Region besser zu verstehen, sprach <em>RT<\/em> mit drei Experten aus Golfstaaten, die im Falle eines Krieges mit iranischen Vergeltungsma\u00dfnahmen rechnen m\u00fcssen, weil dort US-Truppen stationiert sind.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Der Aufmarsch der US-Marine inmitten zunehmender Spannungen<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>RT: Was steckt hinter Pr\u00e4sident Trumps Absicht, einen m\u00f6glichen Krieg gegen den Iran zu beginnen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Salman Al-Ansari, prominenter saudischer Geopolitikexperte:<\/strong> Aus Washingtoner Sicht gilt Iran aufgrund seiner Unterst\u00fctzung von Milizen, seines Uran-Anreicherungsprogramms und seiner ballistischen Raketenkapazit\u00e4ten seit Langem als destabilisierender regionaler Akteur. Pr\u00e4sident Trump ist pers\u00f6nlich fest von der grunds\u00e4tzlich negativen Natur des iranischen Regimes \u00fcberzeugt, best\u00e4rkt durch anhaltendes israelisches Lobbying, das ein entschiedenes Vorgehen gegen Teheran fordert.<\/p>\n<p>Im Kern lassen sich Trumps Ziele in drei Forderungen zusammenfassen: die Abschaffung der iranischen Uran-Anreicherung, die Zerschlagung des von Teheran unterst\u00fctzten Netzwerks von Milizen im Irak, Libanon und Jemen sowie die Abschaffung seines ballistischen Raketenprogramms. Teherans Strategie hingegen ist weitaus einfacher: Zeit gewinnen. Zeit, bis Trump aus seinem Amt scheidet. Zeit, um irreversible Zugest\u00e4ndnisse zu vermeiden. Zeit, um einen politischen Wandel in Washington abzuwarten.<\/p>\n<p><strong>Ahmed Khuzaie, politischer Berater aus Bahrain:<\/strong> Pr\u00e4sident Trumps Drohungen mit milit\u00e4rischen Ma\u00dfnahmen gegen Iran scheinen von einer Kombination aus strategischem Druck, innenpolitischen Signalen und regionalen Machtverh\u00e4ltnissen getrieben zu sein.<\/p>\n<p>Seine Rhetorik betont die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die iranischen Demonstranten, die mit dem Vorgehen des Regimes konfrontiert sind, und warnt Teheran gleichzeitig, dass die USA &#8220;bereit, willens und f\u00e4hig&#8221; seien, notfalls mit \u00fcberw\u00e4ltigender Gewalt einzugreifen.<\/p>\n<p>Der Einsatz einer US-Flugzeugtr\u00e4gergruppe und die Pr\u00e4senz Zehntausender US-Soldaten in der Region dienen als sichtbare Demonstration dieser Absicht, den Iran abzuschrecken und zu Verhandlungen zu zwingen. Die Regierung hat ihr letztendliches Ziel jedoch nicht klar definiert: ob sie einen Regimewechsel, Abschreckung oder lediglich Druckmittel in Gespr\u00e4chen anstrebt. Dies macht die Situation instabil und birgt die Gefahr von Fehleinsch\u00e4tzungen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd0d48fbef3d8d4be876.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd0d48fbef3d8d4be876.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd0d48fbef3d8d4be876.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd0d48fbef3d8d4be876.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd0d48fbef3d8d4be876.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd0d48fbef3d8d4be876.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ahmed Khuzaie<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Risiken einer solchen Unklarheit sind erheblich. Iran hat Vergeltung angek\u00fcndigt, sollte es angegriffen werden, was die M\u00f6glichkeit eines umfassenderen regionalen Konflikts mit Beteiligung seiner Verb\u00fcndeten im Irak, im Libanon und im Jemen erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Eine milit\u00e4rische Konfrontation k\u00f6nnte die globalen \u00d6lm\u00e4rkte destabilisieren, den Schiffsverkehr durch die Stra\u00dfe von Hormus unterbrechen und die Beziehungen der USA zu ihren europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten belasten, die Diplomatie der Gewalt vorziehen. Ohne ein klar definiertes Endziel bergen Trumps Drohungen die Gefahr, ein Chaos \u00e4hnlich dem nach dem Sturz Saddam Husseins im Irak auszul\u00f6sen und damit sowohl die regionale Stabilit\u00e4t als auch das internationale Vertrauen zu untergraben.<\/p>\n<p>Im Kern geht es Trumps Iran-Politik weniger um einen konkreten Kriegsplan als vielmehr um Zwangsdiplomatie und politisches Theater. Die Gefahr liegt jedoch darin, wie schnell symbolische Machtdemonstrationen in einen ausgewachsenen Konflikt m\u00fcnden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Ali Al Hail, politischer Analyst aus Katar:<\/strong> Die Antwort ist einfach. Pr\u00e4sident Trump will einen Regimewechsel in Iran und glaubt, dass er das, was er in Venezuela mit Nicol\u00e1s Maduro gemacht hat, auch in Iran wiederholen kann.<\/p>\n<p><strong>Milit\u00e4rische Machbarkeit eines Regimewechsels<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>RT: Wie realistisch ist es aus strategischer und historischer Sicht, dass die Vereinigten Staaten durch Milit\u00e4raktion einen Regimewechsel in Iran ausl\u00f6sen k\u00f6nnten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Al-Ansari:<\/strong> Unsicherheit ist die Norm, wenn es um Regimewechsel geht. Historisch gesehen haben die Vereinigten Staaten in diesem Bereich eine \u00e4u\u00dferst kontraproduktive Bilanz vorzuweisen, insbesondere im Irak und in Afghanistan. Zwar verf\u00fcgen die USA zweifellos \u00fcber die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten, den iranischen Staatsapparat schwer zu sch\u00e4digen, doch f\u00fchrt ein milit\u00e4rischer Erfolg nicht automatisch zu politischer Stabilit\u00e4t oder einer g\u00fcnstigen Nachkriegsordnung.<\/p>\n<p>Das grundlegende Problem ist nicht, ob ein Regimewechsel milit\u00e4risch m\u00f6glich ist, sondern was danach kommt. Irans komplexe Sozialstruktur, der tief verwurzelte Nationalismus und die fest etablierten Institutionen machen jeden von au\u00dfen herbeigef\u00fchrten \u00dcbergang unvorhersehbar und potenziell destabilisierend\u00a0\u2013 sowohl f\u00fcr Iran als auch f\u00fcr die gesamte Region.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd5648fbef3d495d309d.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd5648fbef3d495d309d.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd5648fbef3d495d309d.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd5648fbef3d495d309d.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd5648fbef3d495d309d.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cd5648fbef3d495d309d.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Salman Al Ansari<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Khuzaie:<\/strong> Aus strategischer und historischer Sicht ist die Vorstellung, die USA k\u00f6nnten durch Milit\u00e4raktionen einen Regimewechsel in Iran herbeif\u00fchren, h\u00f6chst unrealistisch. Zwar ist das US-Milit\u00e4r in der Lage, die iranische Infrastruktur und F\u00fchrungspositionen anzugreifen, doch Irans geografische Lage, die gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungszahl und die starke Verteidigung machen Besetzung und Kontrolle weitaus schwieriger als fr\u00fchere Interventionen im Irak oder in Afghanistan.<\/p>\n<p>Iran hat umfangreiche asymmetrische F\u00e4higkeiten aufgebaut: ballistische Raketen, Drohnen, Cyberwaffen und Stellvertretermilizen im gesamten Nahen Osten w\u00fcrden jede Invasion kostspielig und destabilisierend machen. Zudem spielt der Nationalismus eine starke Rolle; selbst regierungskritische Iraner protestieren h\u00e4ufig gegen ausl\u00e4ndische Interventionen, was bedeutet, dass Milit\u00e4raktionen die Legitimit\u00e4t des Regimes eher st\u00e4rken als schw\u00e4chen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Hindernisse f\u00fcr eine solche Kampagne sind immens und machten diese kontraproduktiv. Ein US-Angriff k\u00f6nnte \u00fcber iranische Stellvertreter einen regionalen Konflikt entfachen, die globalen \u00d6lm\u00e4rkte durch die Bedrohung der Stra\u00dfe von Hormus destabilisieren und angesichts der iranischen Bev\u00f6lkerungszahl und ideologischen Netzwerke einen Aufstand ausl\u00f6sen, der sogar den im Irak \u00fcbertreffen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Auch die diplomatische Isolation w\u00e4re gravierend, da nur wenige Verb\u00fcndete eine solche Operation unterst\u00fctzen w\u00fcrden, w\u00e4hrend Rivalen wie Russland und China Iran wahrscheinlich beistehen w\u00fcrden. Am gef\u00e4hrlichsten w\u00e4re jedoch, dass ein Milit\u00e4rschlag Irans nukleare Ambitionen beschleunigen oder Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen US-Verb\u00fcndete provozieren k\u00f6nnte. Kurz gesagt: Die USA k\u00f6nnten zwar Schaden anrichten, doch die Geschichte zeigt, dass der Sturz eines Regimes keine Stabilit\u00e4t garantiert. Im Falle Irans w\u00fcrde er mit ziemlicher Sicherheit die Hardliner st\u00e4rken und die Region weiter destabilisieren.<\/p>\n<p>Zudem darf die Tatsache nicht au\u00dfer Acht gelassen werden, dass die iranische Opposition im In- und Ausland weiterhin ethnisch und politisch gespalten ist. Perser, Aserbaidschaner, Kurden, Araber, Belutschen und andere verfolgen oft ihre eigenen Ziele, anstatt gemeinsam an einer einheitlichen Vision zu arbeiten. Dieser Mangel an Zusammenhalt schw\u00e4cht die F\u00e4higkeit der Opposition, das Regime wirksam herauszufordern, da Misstrauen und konkurrierende Priorit\u00e4ten die Bildung einer breiten nationalen Bewegung verhindern.<\/p>\n<p>Abgesehen davon, dass die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr Iran nicht allein in der Aussicht auf einen Krieg liegt, sondern in den tief verwurzelten Ressentiments separatistischer Gruppen, die ihre historischen Staaten zur\u00fcckerobern oder neu gr\u00fcnden wollen. Arabische Gemeinschaften in Chuzestan, kurdische Bev\u00f6lkerungsgruppen im Nordwesten, Aserbaidschaner, die Teil eines bestehenden Staates werden m\u00f6chten, und Belutschen im S\u00fcdosten \u00e4u\u00dfern seit Langem den Wunsch nach Autonomie oder Unabh\u00e4ngigkeit. Sollten diese Bewegungen an Dynamik gewinnen, k\u00f6nnte Iran mit einer internen Zersplitterung konfrontiert werden, die seine territoriale Integrit\u00e4t bedroht und eine weitaus nachhaltigere Instabilit\u00e4t als externer milit\u00e4rischer Druck zur Folge h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>Al Hail:<\/strong> Iran hat rund 90\u00a0Millionen Einwohner. W\u00e4hrend der Demonstrationen gingen nur bis zu drei Millionen Menschen auf die Stra\u00dfe. Es gab drei Gruppen, die an den Demonstrationen teilnahmen: Die erste Gruppe bestand aus Demonstranten, die aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden auf die Stra\u00dfe gingen; ihre Forderungen waren berechtigt und f\u00fcr die iranische Regierung nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe bestand aus jenen, die die Demonstrationen ausnutzten, um Chaos zu stiften, zu zerst\u00f6ren und zu pl\u00fcndern. Gruppe Nummer drei bestand aus Personen, die von der CIA und dem israelischen Mossad eingeschleust wurden.<\/p>\n<p>Nun zu Ihrer Frage, ob die USA das Regime in Iran st\u00fcrzen k\u00f6nnen\u00a0\u2013 meiner Ansicht nach absolut nicht. Die Iraner sind den Vereinigten Staaten von Amerika zutiefst abgeneigt. Und die USA k\u00f6nnten weder das Regime st\u00fcrzen noch das Land zerst\u00f6ren, insbesondere nach den Milit\u00e4r\u00fcbungen zwischen Iran, China und Russland, die in den vergangenen drei Tagen in der Stra\u00dfe von Hormus stattfanden.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cdc048fbef3bdd444765.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cdc048fbef3bdd444765.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cdc048fbef3bdd444765.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cdc048fbef3bdd444765.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cdc048fbef3bdd444765.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cdc048fbef3bdd444765.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ali Al Hail<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Irans Stellvertreternetzwerk und regionale Eskalation<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>RT: Wie wahrscheinlich ist es, dass Irans regionales Netzwerk aus Verb\u00fcndeten und Stellvertretern wie der Hisbollah, irakischen Milizen oder den Huthis den Konflikt eskaliert, und wie gut sind die Golfstaaten auf einen solchen Mehrfrontendruck vorbereitet?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Al-Ansari:<\/strong> Die von Iran unterst\u00fctzten Milizen agieren nicht unabh\u00e4ngig. Sie verf\u00fcgen \u00fcber keine strategische Autonomie, und ihre Bewegungen werden fast ausschlie\u00dflich von den Islamischen Revolutionsgarden diktiert. Jede Eskalation durch die Hisbollah, irakische Milizen oder die Huthis w\u00e4re daher eine kalkulierte iranische Entscheidung und keine spontane Aktion.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite haben die Golfstaaten ihre Verteidigungsbereitschaft in den letzten Jahren deutlich erh\u00f6ht. Luftverteidigungssysteme, die Koordination der Geheimdiensterkenntnisse und die regionale milit\u00e4rische Integration wurden verbessert, wodurch die Golfstaaten in die Lage versetzt wurden, den Druck an mehreren Fronten effektiver zu bew\u00e4ltigen und einzud\u00e4mmen als in der Vergangenheit.<\/p>\n<p><strong>Khuzaie:<\/strong> Irans regionales Netzwerk aus Verb\u00fcndeten und Stellvertretern\u00a0\u2013 die Hisbollah im Libanon, schiitische Milizen im Irak und die Huthis im Jemen\u00a0\u2013 w\u00fcrde mit ziemlicher Sicherheit jeden gr\u00f6\u00dferen Konflikt mit Beteiligung Teherans eskalieren lassen. Doch diesmal geschah dies von innen heraus (als erster Schritt), indem K\u00e4mpfer entsandt wurden, um die Demonstrationen zu unterdr\u00fccken. Diese Gruppen sind als Kraftverst\u00e4rker konzipiert und erm\u00f6glichen es Iran, seine Macht \u00fcber seine Grenzen hinaus auszudehnen, ohne es zu einer direkten Konfrontation zu kommen. Die Hisbollah k\u00f6nnte Israel mit Raketenangriffen bedrohen, irakische Milizen k\u00f6nnten US-Streitkr\u00e4fte und die Infrastruktur am Golf angreifen, und die Huthis haben bereits ihre F\u00e4higkeit demonstriert, saudische und emiratische Ziele mit Drohnen und Raketen anzugreifen.<\/p>\n<p>Dieses dezentrale Netzwerk erh\u00f6ht die Eskalationswahrscheinlichkeit erheblich, da Iran mehrere Fronten gleichzeitig aktivieren k\u00f6nnte, um Gegner zu \u00fcberw\u00e4ltigen und direkte Angriffe auf sein eigenes Territorium abzuschrecken.<\/p>\n<p>Die Golfstaaten investieren zwar zunehmend in moderne Raketenabwehrsysteme und Luftstreitkr\u00e4fte, bleiben aber anf\u00e4llig f\u00fcr einen solchen Mehrfrontendruck und eine militante, informelle Kriegsf\u00fchrung. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre F\u00e4higkeit zur Abwehr von Drohnen und Raketen verbessert, oft mit Unterst\u00fctzung der USA und des Westens, doch ihre kritische \u00d6linfrastruktur und Schifffahrtswege bleiben ungesch\u00fctzt. Die Koordinierung der Verteidigung in mehreren Einsatzgebieten\u00a0\u2013 im Libanon, im Irak, im Jemen und m\u00f6glicherweise in Syrien\u00a0\u2013 w\u00fcrde ihre Ressourcen stark belasten und ihre Widerstandsf\u00e4higkeit auf die Probe stellen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce17b480cc76671d85e9.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce17b480cc76671d85e9.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce17b480cc76671d85e9.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce17b480cc76671d85e9.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce17b480cc76671d85e9.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce17b480cc76671d85e9.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Hisbollah-K\u00e4mpfer in Beirut, Libanon<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind die Golfstaaten stark von externen Sicherheitsgarantien abh\u00e4ngig, was bedeutet, dass ihre Vorbereitung ohne anhaltendes Engagement der USA und ihrer Verb\u00fcndeten eingeschr\u00e4nkt ist. Kurz gesagt: Obwohl sich die Verteidigung der Golfstaaten verbessert hat, ist Irans Stellvertreternetzwerk darauf ausgelegt, Schwachstellen auszunutzen, was die Eind\u00e4mmung gleichzeitiger Eskalationen zu einer gewaltigen Herausforderung macht.<\/p>\n<p><strong>Al Hail:<\/strong> Die Golfstaaten s\u00e4hen einen regionalen Krieg zwischen Iran und den Vereinigten Staaten von Amerika nicht gern. Er w\u00fcrde die Stabilit\u00e4t und Sicherheit der Region gef\u00e4hrden. Die Golfstaaten exportieren strategische Rohstoffe wie \u00d6l und Gas in die Welt. Diese sind von entscheidender Bedeutung f\u00fcr ihre Politik und ihr gesamtes Leben, und ein Krieg k\u00f6nnte sie gef\u00e4hrden. Die Bev\u00f6lkerung der Golfstaaten lehnt insbesondere Pr\u00e4sident Trump ab, vor allem nach seiner Rede in Davos und aufgrund seiner uneingeschr\u00e4nkten Unterst\u00fctzung Israels gegen die unschuldige und arme Bev\u00f6lkerung im Gazastreifen und im Westjordanland.<\/p>\n<p><strong>Direkte Raketenangriffe: Wahrscheinlichkeit und Folgen<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>RT: Wie wahrscheinlich ist es, dass Iran Raketen auf die Golfstaaten abfeuert und damit einen regionalen Krieg ausl\u00f6st?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Al-Ansari:<\/strong> Es ist unwahrscheinlich, dass der Iran Saudi-Arabien direkt angreifen w\u00fcrde. Das von Peking vermittelte saudisch-iranische Abkommen stellt weiterhin ein wichtiges Abschreckungsmittel dar, ebenso wie die Tatsache, dass Saudi-Arabien keine US-Milit\u00e4rbasen beherbergt\u00a0\u2013 allerdings sind dort US-Truppen stationiert\u00a0\u2013 und klar erkl\u00e4rt hat, dass es nicht zulassen wird, dass sein Luftraum, sein Land oder sein Meer f\u00fcr Angriffe auf Iran genutzt werden.<\/p>\n<p>Dennoch kann das Risiko f\u00fcr andere Staaten des Golf-Kooperationsrats (GCC) nicht g\u00e4nzlich ausgeschlossen werden. Daher ist eine verst\u00e4rkte milit\u00e4rische Koordinierung und ein intensiverer Austausch von Geheimdienstinformationen innerhalb des GCC unerl\u00e4sslich, um Fehlkalkulationen zu vermeiden und schnell reagieren zu k\u00f6nnen, sollte Iran die Eskalation an anderer Stelle anstreben.<\/p>\n<p><strong>Khuzaie:<\/strong> Die Wahrscheinlichkeit, dass Iran direkt Raketen auf Golfstaaten abfeuert, ist unter normalen Umst\u00e4nden relativ gering, da Teheran im Allgemeinen bevorzugt \u00fcber sein Netzwerk von Stellvertretern operiert, um eine direkte Eskalation zu vermeiden. Die iranische F\u00fchrung ist sich bewusst, dass offene Raketenangriffe auf Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain oder andere Golfstaaten mit hoher Wahrscheinlichkeit einen gro\u00df angelegten regionalen Krieg ausl\u00f6sen und milit\u00e4rische Vergeltung der USA provozieren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Stattdessen hat sich Iran in der Vergangenheit auf Gruppen wie die Huthis im Jemen oder Milizen im Irak gest\u00fctzt, um indirekt Druck auf die Golfstaaten auszu\u00fcben und so eine plausible Abstreitbarkeit zu wahren, w\u00e4hrend es gleichzeitig seine Reichweite demonstrierte. Direkte Raketenangriffe w\u00fcrden eine massive Eskalation darstellen, die Iran wahrscheinlich nur dann einsetzen w\u00fcrde, wenn sein \u00dcberleben unmittelbar bedroht ist.<\/p>\n<p>Dennoch kann das Risiko nicht g\u00e4nzlich ausgeschlossen werden. Iran verf\u00fcgt \u00fcber ein betr\u00e4chtliches Arsenal an ballistischen Raketen und Drohnen, die in der Lage sind, Infrastruktur am Golf zu treffen, und k\u00f6nnte sich in einer Krise, wie beispielsweise einem US-amerikanischen oder israelischen Angriff auf iranisches Territorium oder Atomanlagen, zu einem offenen Gegenschlag entschlie\u00dfen. Ein solcher Angriff w\u00fcrde mit hoher Wahrscheinlichkeit einen regionalen Krieg ausl\u00f6sen, da die Golfstaaten mit US-amerikanischer Unterst\u00fctzung milit\u00e4risch reagieren und iranische Stellvertreter in mehreren Kriegsschaupl\u00e4tzen in den Kampf eingreifen w\u00fcrden.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce7b48fbef3d8d4be879.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce7b48fbef3d8d4be879.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce7b48fbef3d8d4be879.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce7b48fbef3d8d4be879.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce7b48fbef3d8d4be879.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981ce7b48fbef3d8d4be879.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Eine iranische Boden-Boden-Rakete vom Typ Ghasedak bei der j\u00e4hrlichen Milit\u00e4rparade zum Tag der Armee in Teheran (17. April 2008)<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>In diesem Szenario k\u00f6nnte der Konflikt schnell zu einer Konfrontation an mehreren Fronten eskalieren und \u00d6lexporte, Schifffahrtswege sowie die regionale Stabilit\u00e4t gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Obwohl direkte Raketenangriffe Irans unter normalen Umst\u00e4nden unwahrscheinlich sind, steigt die Wahrscheinlichkeit im Falle existenzieller Bedrohungen oder gr\u00f6\u00dferer Angriffe von au\u00dfen deutlich an.<\/p>\n<p><strong>Al Hail:<\/strong>\u00a0Iran k\u00f6nnte, wie man so sagt, Raketen auf bestimmte US-Milit\u00e4rbasen am Golf abfeuern, falls der Krieg ausbricht. Diese M\u00f6glichkeit besteht durchaus. Ich glaube aber nicht, dass die Vereinigten Staaten in einen Krieg verwickelt werden. Die Vereinigten Staaten k\u00f6nnen sich von Israel keinesfalls in einen strategischen und verheerenden Krieg gegen Iran hineinziehen lassen. Iran ist diesmal anders als im Juni\u00a02025. Russland, China und Nordkorea haben Iran mit strategischen und t\u00f6dlichen Waffen beliefert, und die CIA und der Mossad sind sich dessen weitgehend bewusst.<\/p>\n<p><strong>Globale Auswirkungen eines Krieges<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>RT: Welche Auswirkungen h\u00e4tte ein solcher Krieg auf die Region und die Welt?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Al-Ansari:<\/strong> Die Geschichte zeigt, dass ein umfassender Krieg ohne klare politische Perspektive selten Stabilit\u00e4t hervorbringt. Zu den Folgen w\u00fcrden wahrscheinlich regionale Destabilisierung, Schocks auf den Energiem\u00e4rkten und weitreichende globale wirtschaftliche Verwerfungen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Saudi-Arabiens Position bleibt unver\u00e4ndert und pragmatisch: Es ermutigt Washington und Teheran zu Flexibilit\u00e4t, dr\u00e4ngt auf diplomatisches Engagement und betont den Dialog als einzigen nachhaltigen Weg zur Beilegung grundlegender Meinungsverschiedenheiten. Eine milit\u00e4rische Konfrontation mag die Realit\u00e4ten vor\u00fcbergehend ver\u00e4ndern, aber nur Diplomatie kann dauerhafte Ergebnisse erzielen.<\/p>\n<p><strong>Khuzaie:<\/strong> Ein umfassender Krieg unter Beteiligung Irans und der Golfstaaten h\u00e4tte verheerende Folgen f\u00fcr den Nahen Osten, angefangen mit weit verbreiteter Instabilit\u00e4t an mehreren Fronten.<\/p>\n<p>Irans Stellvertreterorganisationen wie die Hisbollah, irakische Milizen und die Huthis w\u00fcrden ihre Angriffe auf US-Streitkr\u00e4fte, Israel und die Infrastruktur der Golfstaaten wahrscheinlich verst\u00e4rken und so einen Mehrfrontenkonflikt ausl\u00f6sen, der die regionale Verteidigung \u00fcberlastet. Kritische \u00d6l- und Gasanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar w\u00e4ren Hauptziele, und St\u00f6rungen in der Stra\u00dfe von Hormus k\u00f6nnten fast ein F\u00fcnftel der weltweiten \u00d6lversorgung unterbrechen.<\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde nicht nur die Wirtschaft der Golfstaaten schwer sch\u00e4digen, sondern auch humanit\u00e4re Krisen, Massenvertreibungen und sektiererische Gewalt in der gesamten Region ausl\u00f6sen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cec6b480cc788d4ed97e.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cec6b480cc788d4ed97e.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cec6b480cc788d4ed97e.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cec6b480cc788d4ed97e.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cec6b480cc788d4ed97e.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/02\/6981cec6b480cc788d4ed97e.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Eine US-Flugzeugtr\u00e4gergruppe auf dem Weg in den Nahen Osten im Jahr 2024, w\u00e4hrend sich die Region auf iranische Vergeltungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die T\u00f6tung eines hochrangigen Hamas-F\u00fchrers in Teheran vorbereitete.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Weltweit w\u00e4ren die wirtschaftlichen Folgen unmittelbar und gravierend. Die Energiepreise w\u00fcrden sprunghaft ansteigen, die Inflation anheizen und das weltweite Wachstum bremsen, w\u00e4hrend Schifffahrtsst\u00f6rungen im Golf den Welthandel destabilisieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Der Krieg w\u00fcrde zudem die geopolitischen Gr\u00e4ben vertiefen. Russland und China w\u00fcrden Iran voraussichtlich diplomatisch oder materiell unterst\u00fctzen, w\u00e4hrend die USA und ihre Verb\u00fcndeten die Golfstaaten unterst\u00fctzen w\u00fcrden. Eine solche Polarisierung k\u00f6nnte internationale Institutionen schw\u00e4chen und die Spannungen in anderen Krisenherden versch\u00e4rfen. Im Wesentlichen h\u00e4tte ein von Iran ausgel\u00f6ster Regionalkrieg weit \u00fcber den Nahen Osten hinausreichende Auswirkungen und w\u00fcrde die globalen Energiem\u00e4rkte, Allianzen und Sicherheitsdynamiken nachhaltig ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Al Hail:<\/strong> Ein solcher Krieg h\u00e4tte fatale und verheerende Folgen f\u00fcr die Golfstaaten, den Nahen Osten und die Welt. Sollte es tats\u00e4chlich dazu kommen, w\u00fcrde Iran den USA und Israel einige milit\u00e4rische \u00dcberraschungen bereiten.<\/p>\n<p>Es gibt milit\u00e4rische Annahmen, dass der Iran 700 ballistische Raketen auf Israel abfeuern k\u00f6nnte. Dabei handelt es sich nicht um die Raketen vom Juni\u00a02025, sondern um die modernsten Systeme Russlands, Chinas und Nordkoreas. Es ist au\u00dferdem wichtig zu beachten, dass sich die US-amerikanische Flotte und die USS Abraham Lincoln in Reichweite dieser Raketen bef\u00e4nden.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Angesichts der zunehmenden Spannungen und milit\u00e4rischen Machtdemonstrationen bleibt die Diplomatie derzeit ein fragiles Bindeglied. Doch wie die Geschichte gezeigt hat, beginnen Kriege im Nahen Osten oft nicht aus bewusster Absicht, sondern aus Fehlkalkulationen und verh\u00e4rteten Annahmen. Ob Washington und Teheran vom Abgrund zur\u00fccktreten k\u00f6nnen, wird nicht nur die Zukunft der Region, sondern auch die Stabilit\u00e4t einer ohnehin schon br\u00fcchigen Weltordnung bestimmen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/267297-iran-hat-oel-da-ist\/\">Iran hat \u00d6l \u2013 da ist Trump nicht weit<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v730ouy\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/der-nahe-osten\/269167-naher-osten-am-abgrund-was-passiert-wenn-washington-teheran-tatsaechlich-krieg\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Konsequenzen h\u00e4tte ein direkter Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran f\u00fcr den Nahen Osten und dar\u00fcber hinaus? 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