{"id":83970,"date":"2025-05-18T07:00:50","date_gmt":"2025-05-18T05:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/der-neue-krieg-gegen-russland-ii-europa-zwischen-moral-und-machtpolitik-kalkulierte-provokation\/"},"modified":"2025-05-18T07:00:50","modified_gmt":"2025-05-18T05:00:50","slug":"der-neue-krieg-gegen-russland-ii-europa-zwischen-moral-und-machtpolitik-kalkulierte-provokation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/der-neue-krieg-gegen-russland-ii-europa-zwischen-moral-und-machtpolitik-kalkulierte-provokation\/","title":{"rendered":"Der neue Krieg gegen Russland (II): Europa zwischen Moral und Machtpolitik \u2013 Kalkulierte Provokation"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/682484f548fbef738f64b133.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Im zweiten Teil der Analyse der gef\u00e4hrlichen Risiken, die hinter der aktuellen Konfrontation mit Russland lauern, richtet sich der Blick auf die spezifische Rolle Deutschlands und Europas in diesem Spannungsfeld \u2013 mit allen Widerspr\u00fcchen, sicherheitspolitischen Dilemmata und globalen Perspektiven, die sich daraus ergeben.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Dejan Lazi\u0107<\/em><\/p>\n<p><em>Teil 1 k\u00f6nnen Sie <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/international\/244757-neue-krieg-gegen-russland-i\/\">hier nachlesen<\/a>.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Im ersten Teil &#8220;Rohstoffe statt Lebensraum \u2013 offizielle Narrative&#8221; wurden historische Parallelen und die geopolitischen Interessen hinter der westlichen Konfrontationspolitik gegen\u00fcber Russland analysiert. Im zweiten Teil wird die Situation in Europa betrachtet.<\/p>\n<p><strong>Deutschlands und Europas Rolle im Spannungsfeld<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Deutschland und die EU stellt sich die Lage besonders verzwickt dar. Deutschland war jahrzehntelang auf einen Ausgleich mit Russland bedacht \u2013 aus historischem Verantwortungsbewusstsein, strategischem Kalk\u00fcl (Ostpolitik) und nicht zuletzt aus \u00f6konomischem Interesse. Die deutsche Industrie profitierte enorm von billigem russischem Gas, das als Energiequelle ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit st\u00fctzte. Zahlreiche deutsche Firmen waren in Russland engagiert. Politisch setzte Berlin <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/spectrumlocalnews.com\/ap-online\/2021\/01\/21\/germanys-merkel-stands-by-russia-pipeline-that-us-opposes?utm_source=chatgpt.com\">bis zuletzt auf Dialog<\/a>: Noch im Jahr 2021 versicherte Kanzlerin Merkel, eine Konfrontation mit Russland sollte vermieden werden. Doch mit dem Krieg vollzog Deutschland eine 180-Grad-Wende. Die traditionell russlandfreundliche Haltung (man denke an Gerhard Schr\u00f6ders ber\u00fcchtigte N\u00e4he zum Kreml) schlug in eine f\u00fchrende Rolle bei Sanktionen und Waffenlieferungen um. Warum dieser Sinneswandel?<\/p>\n<p>Zum einen war da nat\u00fcrlich die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kasseler-friedensforum.de\/680\/vortraege\/Krieg-gegen-Ukraine-Die-zweite-Neuordnung-Europas\/\">Verletzung des V\u00f6lkerrechts<\/a> durch den russischen Einmarsch \u2013 dies machte eine &#8220;Business as usual&#8221;-Politik unm\u00f6glich. Dass der neue Kalte Krieg und der Einmarsch Russlands in die Ukraine von den <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/quincyinst.org\/events\/book-talk-provoked-how-washington-started-the-new-cold-war-with-russia-and-the-catastrophe-in-ukraine\/\">USA provoziert<\/a> wurden, macht ihn nicht rechtm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, mit welcher Vehemenz insbesondere Deutschland nun seine Position bezieht, teils sogar bereit, eigene Interessen hintanzustellen. Kritische Stimmen im Land \u2013 etwa aus der <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/ostermarsch-2025\/zeitungsanzeige\">Friedensbewegung<\/a> oder vom <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freie-linke-zukunft.org\/\">linken<\/a> oder vom <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theamericanconservative.com\/slaves-dont-fight-afds-weidel-on-germanys-future\/\">rechten<\/a> Rand und des politischen Spektrums \u2013 monieren, Berlin handele hier vor allem als Erf\u00fcllungsgehilfe US-amerikanischer Interessen, nicht im ureigenen deutschen Interesse. Schlie\u00dflich hat Deutschland durch den Bruch mit Russland immense wirtschaftliche Sch\u00e4den erlitten, von entgangenen Exporten bis zu explodierten Energiepreisen. Wem n\u00fctzt das? \u2013 fragen etwa <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/tkp.at\/2024\/12\/29\/kalter-krieg-in-der-ostsee-um-gas-und-stromleitungen\/\">Kommentatoren in alternativen Medien<\/a>. Die Antwort dieser Gegenperspektive lautet: den USA. Amerikanisches LNG, amerikanische R\u00fcstungsexporte, eine engere transatlantische Bindung Europas an die USA \u2013 all das seien Nebeneffekte, von denen Washington profitiere. Oft h\u00f6rt man den Ausspruch: &#8220;Die USA werden bis zum letzten Europ\u00e4er gegen Russland k\u00e4mpfen.&#8221; So zynisch das klingt, zeigt es doch die Angst mancher Europ\u00e4er, in einem gro\u00dfen Machtspiel nur Bauernopfer zu sein.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich \u00e4u\u00dferte z.\u00a0B. der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron mehrfach Unbehagen dar\u00fcber, dass Europa seine <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/archive.is\/KTou0\">strategische Autonomie<\/a> verliere. Er warnte, dass die USA am Krieg (durch Energie- und Waffenverk\u00e4ufe) verdienen, w\u00e4hrend Europa zahle. Macron pl\u00e4dierte daf\u00fcr, auch die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/archive.is\/kmArT\">Sicherheitsbedenken Russlands<\/a> ernst zu nehmen, um langfristig eine stabile Friedensordnung in Europa zu finden \u2013 eine Position, f\u00fcr die er in Osteuropa viel Gegenwind bekam.<\/p>\n<p>Deutschland steht hier zwischen den St\u00fchlen: Einerseits will (und muss) man Solidarit\u00e4t mit den \u00f6stlichen EU-Partnern zeigen, die Russland als existenzielle Bedrohung wahrnehmen, andererseits wei\u00df man um die langfristige Geografie: Russland verschwindet nicht, und ohne irgendeine Form der Verst\u00e4ndigung wird Europa dauerhaft in Aufr\u00fcstung und Unsicherheit leben. Wirtschaftlich ist der Bruch mit Russland ebenfalls problematisch: Die Sicherung von Rohstoffen ist f\u00fcr die EU nun noch schwieriger, da man sich in gr\u00f6\u00dfere Abh\u00e4ngigkeit von anderen \u2013 teils ebenso problematischen \u2013 Lieferanten begibt (etwa Katar f\u00fcr Gas, China f\u00fcr Seltene Erden).<\/p>\n<p>Dass US-Interessen und europ\u00e4ische Interessen nicht immer deckungsgleich sind, zeigt der Zwist um Nord Stream sehr deutlich. Die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 kappte nicht nur die Gasverbindung, sondern auch ein symbolisches Band zwischen Berlin und Moskau. Bis heute ist unklar, wer die Sprengung ver\u00fcbte \u2013 doch viele Indizien deuten darauf, dass ein westlicher Akteur oder ein Proxy dahinterstecken k\u00f6nnte. Ein von den USA losgel\u00f6stes europ\u00e4isch-russisches Energieprojekt passte jedenfalls perfekt zu <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Die-Aufrechterhaltung-eines-starken-Keils-zwischen-Deutschland-und-Russland-7286781.html?seite=all%23:~:text=,George%2520Friedman\">Friedmans Warnung<\/a> vor deutscher-russischer Ann\u00e4herung. Philipp Fess konstatierte hierzu spitz, die Explosionen k\u00e4men jenen zugute, die schon immer einen <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Die-Aufrechterhaltung-eines-starken-Keils-zwischen-Deutschland-und-Russland-7286781.html?seite=all%23:~:text=,George%2520Friedman\">&#8220;Keil zwischen Deutschland und Russland&#8221;<\/a> treiben wollten. Sicher ist: Nach Nord Stream blieb Europa praktisch keine Wahl mehr, als sich voll auf alternative Lieferanten einzulassen. In Washington d\u00fcrfte man das mit Wohlwollen registriert haben.<\/p>\n<p>Dennoch: Es greift zu kurz, Europas Akteure als blo\u00dfe Marionetten der USA zu sehen, eigene Motive spielen mit hinein. Die osteurop\u00e4ischen Staaten etwa \u2013 Polen, baltische L\u00e4nder \u2013 dr\u00e4ngen aus eigenem Antrieb auf einen harten Kurs gegen Russland, gespeist von historischer Erfahrung und aktueller Bedrohungswahrnehmung. Sie wollen Russland geschw\u00e4cht sehen, schlicht um sich sicher zu f\u00fchlen. So hat <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article255810644\/Nato-Schutzschild-Ost-Wo-sich-die-Nato-gegen-einen-moeglichen-Angriff-Russlands-ruestet.html\">Polen<\/a> beispielsweise seine Verteidigungsausgaben deutlich erh\u00f6ht und investiert in den Ausbau seiner milit\u00e4rischen Kapazit\u00e4ten. Und auch innerhalb Deutschlands gibt es Denkschulen (wie die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atlantiker#:~:text=Als%2520Atlantiker%2520oder%2520Transatlantiker%2520werden,Werte%2520in%2520den%2520Vordergrund%2520stellen.\">Atlantiker<\/a>), die eine enge, transatlantische Ausrichtung grunds\u00e4tzlich f\u00fcr richtig halten. Ethische \u00dcberzeugungen (Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine angegriffene Demokratie) verbinden sich hier mit strategischen: Ein Sieg der Ukraine \u00fcber Russland w\u00e4re auch ein Sieg westlicher Werte und w\u00fcrde Russlands Einfluss in Europa nachhaltig brechen \u2013 was beispielsweise den osteurop\u00e4ischen EU-Staaten langfristig wirtschaftliche und politische Vorteile verschaffen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Allerdings birgt diese Politik gef\u00e4hrliche Dilemmata f\u00fcr Europa: Man will einerseits Geschlossenheit demonstrieren und Russland maximal isolieren, andererseits braucht man global Verb\u00fcndete, um etwa Sanktionen effektiv zu machen. Doch viele L\u00e4nder im Globalen S\u00fcden spielen nicht mit. Gro\u00dfe Schwellenl\u00e4nder wie Indien, Brasilien oder S\u00fcdafrika verweigern Sanktionen, halten gute Kontakte zu Moskau und sehen den Konflikt eher <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/gppi.net\/2024\/11\/19\/brics-staaten-als-vermittler-im-ukraine-krieg\">neutral<\/a> oder als Machtkampf zwischen &#8220;Westen und Osten&#8221;. Chinas Unterst\u00fctzung h\u00e4lt die russische Wirtschaft teils \u00fcber Wasser. Europa droht also, in einen Blockkonflikt zu geraten, der es vom Rest der Welt abtrennt. F\u00fcr Deutschland als Exportnation ist das ebenso ein Risiko wie f\u00fcr die globale Stabilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Blick \u00fcber den Tellerrand: Globale Perspektiven<\/strong><\/p>\n<p>Wie wird diese Konfrontation au\u00dferhalb des Wertewestens gesehen? Ein kurzer Blick in internationale Medien jenseits des transatlantischen Mainstreams zeigt ein durchaus anderes Bild. Russische Medien wie <em>RT<\/em> zeichnen erwartungsgem\u00e4\u00df das Narrativ eines von der NATO provozierten Konflikts, in dem die Ukraine als Bauernopfer westlicher Hegemoniebestrebungen dient. Dort wird die These der <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/archive.is\/BqSiB\">Ressourcen-Gier des Westens<\/a> offen ausgesprochen: Man habe es auf Russlands Bodensch\u00e4tze abgesehen, wolle Russland zerbrechen und pl\u00fcndern wie den Irak oder Libyen. Derartige Aussagen sind nat\u00fcrlich Teil der russischen Informationsstrategie, doch sie fallen bei vielen, die dem Wertewesten Heuchelei vorwerfen, auf fruchtbaren Boden.<\/p>\n<p>Auch in China dominiert ein kritischer Ton gegen\u00fcber der NATO. Die <em>Global Times<\/em>, ein Sprachrohr Pekings, ver\u00f6ffentlichte etwa Editorials mit \u00dcberschriften wie &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202204\/1257438.shtml#:~:text=Hungry%20for%20more%20power,%20the,determination%20of%20the%20countries%20involved\">Obsession mit NATO-Erweiterung \u2013 ein ideologisch getriebener Schritt, der zwangsl\u00e4ufig Konflikte provoziert&#8221;<\/a>. Dort argumentiert man, die USA h\u00e4tten nach 1991 an einer &#8220;offensiven Konsolidierung der neuen Weltordnung&#8221; gearbeitet und trotz Zusagen die NATO ausgedehnt. Russland sei in den 90er-Jahren schwach und kooperativ gewesen und der Westen habe dies ausgenutzt und weiter versucht, Moskau strategisch zu subjugieren.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr chinesische Beobachter ist klar: Ideologie und Macht treiben den Westen, nicht der altruistische Schutz kleiner Nationen. Gleichzeitig weist Peking auf die\u00a0Risiken hin. So fragte <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202204\/1257438.shtml#:~:text=Hungry%20for%20more%20power,%20the,determination%20of%20the%20countries%20involved\">James Smith<\/a> in der <em>Global Times<\/em>, ob die EU sich in einen &#8220;nie endenden ideologischen Kreuzzug&#8221; mit Russland man\u00f6vriert habe, der vor allem Europa schade, w\u00e4hrend die USA sich ins F\u00e4ustchen lachen. Angesichts der Energiekrise 2022 kommentierte das indische Medium <em><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.downtoearth.org.in\/energy\/the-war-in-ukraine-hasn-t-left-europe-freezing-in-the-dark-but-it-has-caused-energy-crises-in-unexpected-places-87793\">Down to Earth<\/a><\/em> provokativ, dass der Krieg in der Ukraine zwar Europa nicht vollst\u00e4ndig im Dunkeln frieren lasse, aber dennoch eine globale Energiekrise ausgel\u00f6st habe, von der die USA profitieren w\u00fcrden. Solche Au\u00dfensichten weisen auf eine Doppelmoral hin: Wenn der Wertewesten von regelbasierter Ordnung spricht, erinnern sie an den v\u00f6lkerrechtswidrigen Irakkrieg, wenn es um Menschenrechte geht, an Guant\u00e1namo, wenn es um Souver\u00e4nit\u00e4t geht, an <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.nato-tribunal.de\/\">NATO-Bomben auf Belgrad 1999<\/a>.<\/p>\n<p>In der arabischen Welt und im Globalen S\u00fcden nehmen viele eine \u00e4hnliche Haltung ein. Der libanesische Sender <em><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/english.almayadeen.net\/articles\/blog\/the-west-today:-double-standards-and-the-loss-of-world-domin\">Al Mayadeen<\/a><\/em> oder die Website <em>The Cradle<\/em> (fokussiert auf Westasien) heben hervor, dass der Wertewesten mit zweierlei Ma\u00df messe \u2013 gegen\u00fcber Russland knallhart, w\u00e4hrend z.\u00a0B. Verst\u00f6\u00dfe Israels oder Saudi-Arabiens milde behandelt w\u00fcrden. Einige Autoren spekulieren, die USA wollten es Russland \u00e4hnlich ergehen lassen wie zuvor L\u00e4ndern im Nahen Osten: durch Sanktionen, internationale Isolation und gegebenenfalls einen &#8220;Regime Change&#8221;. In einem Beitrag in <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/thecradle.co\/articles-id\/11958%23:~:text=,LNG%3B%2520EU%3B%2520West%2520Asia\"><em>The Cradle<\/em><\/a> wurde die Frage gestellt, ob Europas Hunger nach Energie nicht auch bestehende geopolitische Spannungen versch\u00e4rfen oder neue Konflikte hervorrufen k\u00f6nnte \u2013 etwa beim Wettstreit um Gasvorkommen im \u00f6stlichen Mittelmeer.<\/p>\n<p>Gerade Rohstoffe sind in den Analysen nichtwestlicher Medien oft ein zentrales Motiv: Sei es Russlands Gas, \u00d6l, Getreide oder auch die Agrarfl\u00e4chen der Ukraine (die zu den gr\u00f6\u00dften Weizen-Exportkapazit\u00e4ten der Welt z\u00e4hlen) \u2013 man unterstellt dem Westen, hier geopolitisches Engineering zu betreiben, um sich Vorteile zu verschaffen. Die Tatsache, dass Russlands Exportblockade ukrainischen Getreides 2022 sofort ein gro\u00dfes internationales Thema wurde, interpretiert ein Beitrag in <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/thecradle.co\/articles\/russian-grain-diplomacy-winning-hearts-minds-and-markets\"><em>The Cradle<\/em><\/a> etwa so: Der Westen instrumentalisiere das Hunger-Problem, obwohl er selbst durch Sanktionen und Lagerhaltung die Preise treibe. Gleichzeitig lobt man Russlands &#8220;Getreidediplomatie&#8221; \u2013 also Moskaus Angebot, afrikanische L\u00e4nder mit g\u00fcnstigem Getreide zu versorgen. Das mag f\u00fcr westliche Ohren einseitig klingen, doch es zeigt: Aus Sicht vieler Nichtwestler ist der Ukraine-Krieg nicht schwarz-wei\u00df, sondern ein Machtspiel, in dem der Westen auch selbsts\u00fcchtige Interessen verfolgt. Und die Kontrolle \u00fcber Ressourcen \u2013 Energie, Nahrung, Rohstoffe \u2013 wird dabei als entscheidender Preis gesehen.<\/p>\n<p>Ein bezeichnendes Beispiel liefern die asiatischen Perspektiven: In der <em><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2023\/11\/russia-breakup-would-be-a-china-nightmare-for-the-west\/%23:~:text=These%2520map%2520moves%2520come%2520amid,on%2520a%2520war%2520in%2520Ukraine\">Asia Times<\/a>\u00a0<\/em>erschien ein Beitrag, der die westlichen \u00dcberlegungen zur &#8220;Zerschlagung Russlands&#8221; analysierte und warnte, ein solches Szenario w\u00e4re vor allem ein Albtraum f\u00fcr den Westen selbst \u2013 denn es k\u00f6nnte China erm\u00f6glichen, sich die Filetst\u00fccke zu sichern. Sollte Russland zerfallen, so die \u00dcberlegung, w\u00fcrde China sicher versuchen, Einfluss in Sibirien und im Fernen Osten zu nehmen, wo es historische Anspr\u00fcche wittert. Ironischerweise k\u00f6nnte also ein allzu erfolgreiches Schw\u00e4chen Russlands die Machtbalance zugunsten Pekings verschieben, was wohl kaum in westlichem Interesse w\u00e4re. Indien wiederum, das sich neutral verh\u00e4lt und sogar russisches \u00d6l mit Rabatt kauft, genie\u00dft die Situation eines Billig-Kunden. In indischen Debatten wird die westliche Moralrhetorik oft bel\u00e4chelt \u2013 man erinnert daran, wie Indien in den 90ern unter Sanktionen litt (nach Atomtests), w\u00e4hrend Pakistan Unterst\u00fctzung erhielt. Das Vertrauen in westliche Motive ist also gering.<\/p>\n<p>Diese externen Blickwinkel dienen nicht dazu, automatisch Glaubw\u00fcrdigkeit in jede alternative Behauptung zu legen, aber sie helfen, das Eigenbild des Wertewestens zu relativieren. Der Diskurs im Wertewesten betont das Narrativ vom &#8220;Kampf der Demokratien gegen die Autokratien&#8221;, doch gro\u00dfe Teile der Welt sehen eher einen Kampf um Hegemonie und Ressourcen.<\/p>\n<p><strong>Widerspr\u00fcche, Parallelen und sicherheitspolitische Dilemmata<\/strong><\/p>\n<p><strong>Widerspruch 1<\/strong>: Verteidigung der Ordnung versus Bruch der Ordnung<\/p>\n<p>Wenn westliche Politiker betonen, Russland habe mit dem Angriff die regelbasierte Weltordnung verletzt, kontern Kritiker mit Irak 2003 oder Libyen 2011, wo der regelbasierte Wertewesten selbst seine Regeln dehnte oder brach. F\u00fcr viele im Globalen S\u00fcden wirkt es heuchlerisch, dass gerade die NATO-Staaten sich als <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/77-Experten-gegen-deutsche-Doppelmoral-im-Voelkerrecht-10327867.html%23:~:text=Namhafte%2520V%25C3%25B6lkerrechtler%2520fordern%2520die%2520Bundesregierung,und%2520deutsches%2520Recht\">H\u00fcter des V\u00f6lkerrechts<\/a> gerieren. Dieser Glaubw\u00fcrdigkeitsverlust erschwert es, echte internationale Allianzen gegen Russland zu schmieden, und treibt viele L\u00e4nder n\u00e4her an Moskau.<\/p>\n<p><strong>Widerspruch 2<\/strong>: Sanktionspolitik versus Humanit\u00e4t<\/p>\n<p>Die Sanktionen sollen Russland strafen, treffen aber oft die \u00e4rmsten L\u00e4nder hart (durch hohe Energie- und Lebensmittelpreise). Westliche Regierungen betonen Humanit\u00e4t, doch ihre Ma\u00dfnahmen tragen zur <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/europe-africa-business-geneva-global-trade-f010bcbc29ae3505fbc17d4c21f65a80\">globalen Ern\u00e4hrungskrise<\/a> bei. Gleichzeitig erzielen russische Exporte in bestimmte Regionen <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.euronews.com\/my-europe\/2023\/08\/30\/eu-purchases-of-russian-lng-up-40-compared-to-pre-war-levels-new-study-finds\">Rekordeinnahmen<\/a>, w\u00e4hrend Europa leidet. Warum sollte Afrika glauben, es gehe hier nur um Gerechtigkeit, wenn Millionen Afrikaner hungern, w\u00e4hrend Europa <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/foreignpolicy.com\/2023\/08\/01\/black-sea-grain-russia-ukraine-africa-hunger\/\">Getreide-Deals politisch instrumentalisiert<\/a>?<\/p>\n<p><strong>Widerspruch 3: <\/strong>NATO als Verteidigungsb\u00fcndnis versus expansives Handeln<\/p>\n<p>Der Wertewesten behauptet, die NATO bedrohe Russland nicht \u2013 doch NATO-Truppen stehen jetzt entlang Hunderter neuer Grenz-Kilometer (Finnland, demn\u00e4chst Schweden). Aus russischer Sicht hat die Allianz seit 1999 (Bomben auf Serbien, Eins\u00e4tze in Afghanistan, Libyen) klar ihren Charakter ge\u00e4ndert. Hier prallen zwei Realit\u00e4ten aufeinander: die formale<em> \u2013 <\/em>die NATO greift niemanden an, der sie nicht angreift \u2013 und die psychologische \u2013 f\u00fcr Moskau f\u00fchlt es sich wie eine Belagerung an. Dieses Sicherheitsdilemma ist brandgef\u00e4hrlich \u2013 denn beide Seiten begreifen sich selbst als defensiv und sehen im anderen den Aggressor.<\/p>\n<p><strong>Widerspruch 4:<\/strong> Westliche Werte versus Energie-Interessen<\/p>\n<p>\u00dcber Jahrzehnte <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2022\/feb\/26\/big-oil-ukraine-russia-putin\">profitierten westliche Unternehmen<\/a> pr\u00e4chtig von Russlands Rohstoffreichtum und arrangierten sich mit Putins immer autorit\u00e4rerem Kurs. Russland avancierte mit Unterst\u00fctzung westlicher \u00d6lkonzerne wie BP und ExxonMobil zu einer f\u00fchrenden \u00d6l- und Gasnation. Noch im Jahr 2021 kamen <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.euronews.com\/my-europe\/2023\/08\/30\/eu-purchases-of-russian-lng-up-40-compared-to-pre-war-levels-new-study-finds\">rund 40 Prozent<\/a> der EU-Gasimporte aus Russland. Vier Jahre nach der Annexion der Krim durfte Russland <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/english.elpais.com\/international\/2024-03-17\/putin-the-leader-courted-by-the-west-perpetuates-the-dictatorship-of-an-increasingly-bellicose-russia.html%23:~:text=All%2520of%2520these%2520deaths%2520occurred,long%2520table\">2018 die Fu\u00dfball-WM <\/a>ausrichten und westliche Spitzenpolitiker \u2013 etwa Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron \u2013 erwiesen Putin dort die Ehre.<\/p>\n<p>Doch schlagartig gilt Russland nun als <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/nato-leader-adopt-strategy-blueprint-branding-russia-direct-threat\/\">&#8220;gr\u00f6\u00dfte Bedrohung&#8221;<\/a> f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit, und der Kremlchef wird als Verk\u00f6rperung einer gef\u00e4hrlichen Autokratie moralisch ge\u00e4chtet. Der Krieg gegen die Ukraine wird als globaler Systemkonflikt \u2013 <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/biden-call-free-world-stand-against-putin-poland-speech-2022-03-26\/\">&#8220;Demokratie vs. Autokratie&#8221;<\/a> stilisiert. Dieser abrupte Kurswechsel zeigt, dass letztlich knallharte Geopolitik den Takt vorgibt: Solange man wirtschaftlich profitierte, lie\u00df der Wertewesten Putin seine &#8220;S\u00fcnden&#8221; durchgehen; jetzt, da er zum strategischen Gegner geworden ist, gelten sie als untragbar. Diese versp\u00e4tete moralische Emp\u00f6rung wirkt allerdings heuchlerisch \u2013 Amnesty International etwa monierte eine <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rferl.org\/a\/amnesty-international-rights-report-ukraine-russia-war-double-standards\/32337265.html\">&#8220;eklatante Heuchelei und Doppelmoral&#8221;<\/a> bei der selektiven Anwendung von Menschenrechtsprinzipien. Ein solches Doppelma\u00df &#8220;untergr\u00e4bt das gesamte Gef\u00fcge der universellen Menschenrechte&#8221; \u2013 und damit die Glaubw\u00fcrdigkeit der westlichen Motive. Mancher glaubt, dass es diese nie gegeben habe.<\/p>\n<p><strong>Historische Parallelen<\/strong><\/p>\n<p>Zugleich offenbaren sich historische Parallelen, die nachdenklich stimmen. Im Kalten Krieg hatte die Konfrontation mit der UdSSR teilweise \u00e4hnliche Z\u00fcge: Eine Rhetorik von &#8220;Freiheit vs. Totalitarismus&#8221;, gepaart mit knallhartem Machtkalk\u00fcl (Eind\u00e4mmungspolitik, Wettr\u00fcsten, Stellvertreterkriege). Damals wie heute gab es auf beiden Seiten Angst und Propaganda. Heute ist manches invertiert: Russland sieht sich \u2013 wie einst die USA \u2013 als Verfechter einer multipolaren Welt gegen einen dominanten Block. Der Wertewesten wiederum hat die Rolle der fr\u00fcheren &#8220;Eind\u00e4mmer&#8221; der Sowjetunion \u00fcbernommen. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich, scheint es.<\/p>\n<p><strong>Russisches Roulette mit ungewissem Ausgang<\/strong><\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Dilemma schlie\u00dflich ist ein sicherheitspolitisches: Wie weit wird der Wertewesten gehen, um Russland zu schw\u00e4chen, ohne eine Katastrophe auszul\u00f6sen? Wenn tats\u00e4chlich das Ziel best\u00fcnde, Russland in die Knie zu zwingen, spielt man mit dem Feuer \u2013 denn eine nukleare Supermacht wird im Zweifelsfall eher zur ultimativen Option greifen, als sich demontieren zu lassen. Jeder Schritt der Eskalation birgt das Risiko eines Missverst\u00e4ndnisses oder einer unkontrollierten Spirale. Schon jetzt ist die Lage brandgef\u00e4hrlich: Direkte Konfrontationen zwischen der NATO und Russland wurden zwar vermieden, aber Vorf\u00e4lle wie Beinahe-Zusammenst\u00f6\u00dfe von Flugzeugen, Drohnenabsch\u00fcsse und gef\u00e4hrliche Man\u00f6ver nehmen zu. Und die M\u00f6glichkeit einer absichtlichen oder versehentlichen Eskalation bis zu einem Weltkrieg ist latent vorhanden, solange in der Ukraine ein hei\u00dfer Krieg tobt, an dem eine Atommacht direkt und die andere indirekt beteiligt ist.<\/p>\n<p><strong>Werte oder Wirtschaftsinteressen?<\/strong><\/p>\n<p>Keiner der angef\u00fchrten Punkte beweist eindeutig, dass der Wertewesten haupts\u00e4chlich Russlands Rohstoffe im Visier hat. Aber in Summe ergibt sich ein Bild, das die eingangs gestellte These als zumindest plausibel erscheinen l\u00e4sst: Westliche Strategen haben mehrfach deutlich gemacht, dass sie Russland als Machtfaktor reduzieren wollen \u2013 sei es zur St\u00e4rkung der eigenen Position, zur Sicherung von Einflusszonen oder eben f\u00fcr langfristige wirtschaftliche Vorteile. Narrative wie Demokratie und Rechtsordnung werden von handfesten Interessen \u00fcberlagert. Die Widerspr\u00fcche in der westlichen Politik \u2013 z.\u00a0B. moralischer Absolutheitsanspruch vs. opportunistische Realpolitik \u2013 n\u00e4hren den Verdacht, dass hinter der edlen Friedens- und Freiheitsrhetorik das Kalk\u00fcl steht, einen Konkurrenten auszuschalten und Zugang zu seinen Ressourcen zu erlangen.<\/p>\n<p>Wir sind in einem Informationskrieg gefangen, in dem Narrative Waffen sind. Der Wertewesten hat sich durch seine Politik der harten Hand gegen\u00fcber Russland in eine Lage man\u00f6vriert, die enorme Kosten und Gefahren mit sich bringt \u2013 insbesondere f\u00fcr Europa und Deutschland. Wenn das erkl\u00e4rte Ziel wirklich ein &#8220;gewaltiger Keil&#8221; zwischen Europa und Russland war, dann ist dieser Plan bislang aufgegangen. Aber zu welchem Preis? Europas Wirtschaft leidet, die Welt ist gespaltener denn je, und ein nuklear bewaffnetes Russland f\u00fchlt sich in die Enge getrieben.<\/p>\n<p>Am Ende bleibt die ern\u00fcchternde Erkenntnis: Es gibt mehr als deutliche Beweise daf\u00fcr, dass der Wertewesten strategisch auf Russlands Schw\u00e4chung hinarbeitet \u2013 und das schlie\u00dft implizit auch die Aussicht ein, sich eines Tages dessen Rohstoffe unter den Nagel rei\u00dfen zu k\u00f6nnen. Doch ebenso wahr ist: Dieses Spiel ist riskant und voller Unbekannten.\u00a0<\/p>\n<p>Die Geschichte zeigt, dass gro\u00dfe Rivalen sich manchmal gegenseitig in den Abgrund rei\u00dfen, wenn sie die Eskalation falsch kalkulieren. Es liegt nun an den verantwortlichen Politikern \u2013 in Ost und West \u2013 aus dem Schatten dieses Kalten Krieges zu treten und neue Wege zu finden, bevor aus dem kalten ein hei\u00dfer Krieg um Rohstoffe und Macht wird. Skepsis gegen\u00fcber einfachen Erkl\u00e4rungen bleibt dabei der beste Ratgeber. Die Wahrheit in diesem Konflikt ist komplex \u2013 sie liegt, wie so oft, irgendwo zwischen den Extremen der Propaganda beider Seiten. Was jedoch feststeht: Die Rohstoffe, um die hier gerungen wird, m\u00f6gen wertvoll sein \u2013 noch wertvoller aber w\u00e4re ein nachhaltiger Frieden, der es gar nicht n\u00f6tig macht, um \u00d6l, Gas und Einflusszonen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel ist zuerst auf <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/haintz.media\/artikel\/international\/rohstoffe-statt-lebensraum-der-neue-krieg-gegen-russland-kalkulierte-provokation\/\">HAINTZmedia<\/a> erschienen. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dejan Lazi\u0107<\/strong> ist Sozial\u00f6konom und Wirtschaftsjurist.Von 2002 bis 2022 war der CEO einer internationalen Rechts- und Wirtschaftsberatungsgesellschaft als Hochschuldozent f\u00fcr Staats- und Migrationsrecht t\u00e4tig.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211;\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/international\/223267-brics-gipfel-in-kasan-stellt\/\">BRICS-Gipfel in Kasan stellt westliche Vorherrschaft in Frage<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v6r56yr\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/244848-neue-krieg-gegen-russland-ii\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zweiten Teil der Analyse der gef\u00e4hrlichen Risiken, die hinter der aktuellen Konfrontation mit Russland lauern, richtet sich der Blick auf die spezifische Rolle Deutschlands und Europas in diesem Spannungsfeld \u2013 mit allen Widerspr\u00fcchen, sicherheitspolitischen Dilemmata und globalen Perspektiven, die sich daraus ergeben. 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