{"id":83912,"date":"2025-05-17T07:00:32","date_gmt":"2025-05-17T05:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/der-neue-krieg-gegen-russland-i-rohstoffe-statt-lebensraum-offizielle-narrative\/"},"modified":"2025-05-17T07:00:32","modified_gmt":"2025-05-17T05:00:32","slug":"der-neue-krieg-gegen-russland-i-rohstoffe-statt-lebensraum-offizielle-narrative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/der-neue-krieg-gegen-russland-i-rohstoffe-statt-lebensraum-offizielle-narrative\/","title":{"rendered":"Der neue Krieg gegen Russland (I): Rohstoffe statt Lebensraum \u2013 Offizielle Narrative"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/68247e1748fbef732e3d2de8.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Seit Jahren eskaliert die Konfrontation zwischen dem Westen und Russland. Geht es tats\u00e4chlich nur um Demokratie und Sicherheit oder steckt eine langfristige Strategie dahinter, Russlands Rohstoffreichtum zu kontrollieren? Ein analytischer Blick hinter die Kulissen der Geopolitik in zwei Teilen.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Dejan Lazi\u0107 <br \/><\/em><\/p>\n<p><strong>Die Interessenlage<\/strong><\/p>\n<p>Europa hat in den letzten Jahren eine dramatische Versch\u00e4rfung der Spannungen mit Russland erlebt. Vordergr\u00fcndig geht es um Werte und Sicherheit,<strong><\/strong>tats\u00e4chlich d\u00fcrften handfeste wirtschaftliche Interessen dahinterstecken. Die These, dass der Westen (EU\/USA) strategisch ein Interesse daran haben k\u00f6nnte, Russland zu destabilisieren, um sich langfristig den Zugriff auf Russlands enorme Rohstoffvorkommen zu sichern, klingt provokant. Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich historische Kontinuit\u00e4ten und Parallelen, geopolitische Kalk\u00fcle und handfeste Widerspr\u00fcche in der westlichen Politik, die ein solches Motiv als wahrscheinlich erscheinen lassen.<\/p>\n<p>Im ersten Teil blicken wir hinter die Fassaden offizieller Narrative. Wir beleuchten, wie Russland milit\u00e4risch unter Druck gesetzt wird \u2013 von der NATO-Erweiterung \u00fcber Aufr\u00fcstung bis zu Sanktionen und dem Ukraine-Konflikt \u2013 und ziehen Vergleiche zur Strategie des Kalten Krieges gegen\u00fcber der Sowjetunion.\u00a0<\/p>\n<p>Im <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/bk-ger.iwantrt.com\/news\/edit\/68233df8b480cc508b1036ee\">zweiten Teil<\/a> &#8220;Europa zwischen Moral und Machtpolitik \u2013 Kalkulierte Provokation&#8221; stehen Deutschland und Europa im Fokus: Welche Rolle spielen deutsche und europ\u00e4ische Interessen in diesem Machtpoker? Gleichzeitig beziehen wir internationale, nicht westlich dominierte Perspektiven mit ein \u2013 von russischen und chinesischen Medien bis zu Stimmen aus dem Globalen S\u00fcden. Am Ende steht eine kritische Auswertung: Wie plausibel ist die Vermutung, dass es dem Westen weniger um Demokratie und Sicherheit und mehr um Russlands Ressourcen geht? Und welche sicherheitspolitischen Dilemmata ergeben sich daraus?<\/p>\n<p><strong>Rohstoffsicherung als milit\u00e4rische Strategie<\/strong><\/p>\n<p>Die Sicherung von Rohstoffquellen und Handelswegen ist auch nach dem Zweiten Weltkrieg tief in der sicherheitspolitischen Strategie westlicher Staaten und Milit\u00e4rallianzen verankert. Bereits im &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/WB_2006.09.28-2.pdf\">Wei\u00dfbuch der Bundeswehr 2006<\/a>&#8221; wird betont, dass Deutschland in hohem Ma\u00dfe von gesicherter Rohstoffzufuhr und sicheren globalen Transportwegen abh\u00e4ngig ist. St\u00f6rungen dieser Str\u00f6me k\u00f6nnten gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und sozialen Frieden haben. Diese Perspektive wird in den &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/resource\/blob\/13568\/28163bcaed9f30b27f7e3756d812c280\/g-03-download-die-verteidigungspolitische-richtlinien-2011-data.pdf\">Verteidigungspolitischen Richtlinien 2011<\/a>&#8221; weitergef\u00fchrt, die explizit Engp\u00e4sse bei der Versorgung mit nat\u00fcrlichen Ressourcen und Rohstoffen als sicherheitsrelevante Risiken benennen. Das &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/resource\/blob\/13708\/015be272f8c0098f1537a491676bfc31\/weissbuch2016-barrierefrei-data.pdf\">Wei\u00dfbuch 2016<\/a>&#8221; unterstreicht erneut die Bedeutung sicherer maritimer Versorgungswege f\u00fcr die exportorientierte deutsche Wirtschaft.<\/p>\n<p>Auch die NATO hat die Sicherung lebenswichtiger Ressourcen in ihrem &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/32306\/das-neue-strategische-konzept-der-nato\/\">Strategischen Konzept von 2010<\/a>&#8221; verankert. Darin wird die F\u00e4higkeit der Allianz betont, zur Energiesicherheit beizutragen, einschlie\u00dflich des Schutzes kritischer Energieinfrastruktur und der Transitwege. Die &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/publications\/ajp-01-d-allied-joint-doctrine\">Allied Joint Doctrine AJP-01<\/a>&#8221; von 2017 prognostiziert anhaltende Konflikte um Ressourcen, insbesondere um Energietr\u00e4ger wie \u00d6l und Gas, und hebt hervor, dass deren geografische Verteilung und Transportwege sicherheitspolitische Herausforderungen darstellen.<\/p>\n<p>Diese strategische Ausrichtung auf Rohstoffsicherung wirft kritische Fragen auf. W\u00e4hrend \u00f6ffentlich h\u00e4ufig humanit\u00e4re und demokratische Motive f\u00fcr Auslandseins\u00e4tze genannt werden, sprechen offizielle Dokumente unmissverst\u00e4ndlich von wirtschaftlichen Interessen. Dass NATO und Bundeswehr letztlich auch die Aufgabe haben, die Ressourcenzufuhr westlicher Industriel\u00e4nder zu gew\u00e4hrleisten, ist in der breiten \u00f6ffentlichen Debatte bislang kaum thematisiert worden. Diese fehlende Transparenz und Diskussion um die wahren Motive milit\u00e4rischer Strategien wirft ein Schlaglicht auf die Doppelb\u00f6digkeit westlicher Sicherheitspolitik und erfordert dringend eine kritischere Auseinandersetzung.<\/p>\n<p><strong>Offizielle Narrative versus versteckte Motive<\/strong><\/p>\n<p>Fragt man westliche Regierungsvertreter, geht es im Ukraine-Konflikt um Prinzipien: die Verteidigung der Souver\u00e4nit\u00e4t und der internationalen Regeln, den Schutz der Demokratie gegen autorit\u00e4re Aggression. Regierungsnarrative zeichnen ein Bild, in dem die NATO ein rein defensives B\u00fcndnis ist und Russland ohne provozierenden Anlass die europ\u00e4ische Friedensordnung untergraben habe. So <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nato.int\/nato_static_fl2014\/assets\/pdf\/pdf_2014_04\/20140523_140411-fact_sheet_Russia-ger.pdf#:~:text=Beziehungen%2520zwischen%2520der%2520NATO%2520und,des%2520Warschauer%2520Paktes%2520begann%2520die\">betont die NATO<\/a> gebetsm\u00fchlenartig, sie habe nie versucht, Russland zu marginalisieren, sondern im Gegenteil Partnerschaft angeboten. Der Einmarsch in der Ukraine wird als v\u00f6llig unprovozierter Akt eines expansiven Kreml dargestellt, gegen den man geschlossen und wertegeleitet auftreten m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Doch alternative Gegenperspektiven \u2013 sei es aus Moskau, Peking oder kritischen westlichen Stimmen \u2013 zweifeln an dieser hehren Selbstdarstellung. Ihnen zufolge k\u00f6nnten hinter der harten Linie des Westens gegen\u00fcber Russland durchaus machtpolitische und \u00f6konomische Interessen stehen. <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/meduza.io\/en\/feature\/2024\/02\/20\/the-collective-west#:~:text=When%2520he%2520announced%2520mobilization%2520in,believe%2520that%2520this%2520sounds%2520convincing\">Wladimir Putin<\/a> selbst unterstellt dem &#8220;Kollektiven Westen&#8221; offen feindselige Absichten: Man wolle Russland letztlich &#8220;in Teile aufbrechen&#8221; und zu einem schwachen, abh\u00e4ngigen Staat degradieren. In Putins Lesart ist der Westen nicht bereit, eine starke, eigenst\u00e4ndige Macht wie Russland zu tolerieren \u2013 schon gar nicht eine, die immense nat\u00fcrliche Reicht\u00fcmer kontrolliert. Solche Warnungen m\u00f6gen in westlichen Ohren nach Propaganda klingen, aber es lohnt sich ein Blick darauf, was tats\u00e4chlich in westlichen Denkfabriken und Strategiezirkeln diskutiert wird. Strategiepapiere aus den USA zeigen, dass die Idee, Russland gezielt zu schw\u00e4chen, keineswegs nur russische Paranoia ist.<\/p>\n<p>Ein bemerkenswertes Beispiel liefert ein <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/research_briefs\/RB10014.html#:~:text=its%2520vulnerabilities%252C%2520anxieties%252C%2520and%2520strengths%252C,promising%2520options\">Bericht der renommierten RAND-Corporation<\/a> aus dem Jahr 2019, der verschiedene Optionen skizziert, um Russland zu &#8220;\u00fcberdehnen und aus dem Gleichgewicht zu bringen&#8221;. Das Papier identifiziert Russlands gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che klar: &#8220;In jeglicher Konkurrenz mit den USA ist Russlands gr\u00f6\u00dfte Verwundbarkeit seine Wirtschaft, die vergleichsweise klein und stark von Energieexporten abh\u00e4ngig ist.&#8221; Darauf aufbauend empfehlen die Experten eine Reihe von &#8220;Kosten auferlegenden&#8221; Ma\u00dfnahmen, um Moskau unter Druck zu setzen. Darunter: die Ausweitung der US-Energieproduktion (was zu niedrigeren Weltmarktpreisen und Einnahmeverlusten f\u00fcr Russland f\u00fchrt), sch\u00e4rfere Handels- und Finanzsanktionen sowie verst\u00e4rkte milit\u00e4rische Pr\u00e4senz der NATO nahe Russlands Grenzen. Der Kern: Die wirtschaftliche Substanz Russlands soll geschw\u00e4cht werden, indem man an den wunden Punkten ansetzt \u2013 und die liegen vor allem im Energiesektor. Dieser strategische Fahrplan, lange vor der Eskalation 2022 entworfen, liest sich heute fast wie eine Blaupause dessen, was tats\u00e4chlich geschah.<\/p>\n<p>Auch f\u00fchrende Geostrategen offenbaren unverbl\u00fcmt machtpolitische Motive. <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Die-Aufrechterhaltung-eines-starken-Keils-zwischen-Deutschland-und-Russland-7286781.html?seite=all#:~:text=,George%2520Friedman\">George Friedman<\/a>, US-Analyst und Gr\u00fcnder der Denkfabrik &#8220;Stratfor&#8221;, schrieb bereits 2010,\u00a0die gr\u00f6\u00dfte potenzielle Bedrohung f\u00fcr die USA w\u00e4re eine Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland \u2013 das m\u00fcsse &#8220;im Keim erstickt&#8221; werden. Im Jahr 2015 legte Friedman in einer Rede nach: &#8220;Die Aufrechterhaltung eines starken Keils zwischen Deutschland und Russland ist f\u00fcr die Vereinigten Staaten von \u00fcberw\u00e4ltigendem Interesse.&#8221; Mit entwaffnender Offenheit erkl\u00e4rte er, dies sei seit einem Jahrhundert ein Hauptgrund f\u00fcr amerikanische Interventionen in Europa. Aus US-Sicht w\u00fcrde eine Verbindung deutscher Technologie und Kapitalmacht mit russischen Ressourcen und Rohstoffen einen Rivalen schaffen, der die Vorherrschaft der USA gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Washingtons Interesse an einer dauerhaften Trennung dieser beiden eurasischen Schwergewichte ist somit strategisch \u2013 und erkl\u00e4rt, warum etwa die enge Energiepartnerschaft zwischen Berlin und Moskau (Stichwort &#8220;Nord Stream&#8221;) US-Geostrategen stets ein Dorn im Auge war.<\/p>\n<p>Solche \u00c4u\u00dferungen legen offen, dass hinter dem moralischen Sendungsbewusstsein des Westens kalte Machtkalk\u00fcle stehen. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich argumentieren, dass eine Politik, die Russland schw\u00e4chen will, lediglich eine Reaktion auf Russlands eigenes aggressives Verhalten ist. Doch die Kausalit\u00e4t ist hier umstritten und zum Teil ein Henne-Ei-Problem. War die NATO-Erweiterung und westliche Einflussnahme im postsowjetischen Raum eine defensive Ma\u00dfnahme gegen einen latent bedrohlichen Staat? Oder sah sich Moskau erst durch diese Expansion in die Enge getrieben und reagierte aggressiv? Bereits lange vor 2022 warnten einige westliche Realpolitiker, man d\u00fcrfe Russlands Sicherheitsinteressen nicht ignorieren \u2013 <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202204\/1257438.shtml#:~:text=promulgated%2520a%2520new%2520Russian%2520distrust,the%2520intentions%2520of%2520the%2520West\">John Mearsheimer<\/a> etwa prognostizierte 2014, die Ukraine-Politik des Westens w\u00fcrde unweigerlich zu einem Konflikt f\u00fchren. Chinesische Medien wie die <em>Global Times<\/em> sekundierten, der Westen habe nach 1991 im Siegestaumel versucht, seinen Einfluss immer weiter bis an Russlands Kern heranzutragen, NATO und EU nach Osten auszudehnen und Regimewechsel im Moskauer Umfeld voranzutreiben. Aus dieser Sicht provozierte die westliche Triumphmentalit\u00e4t die Eskalation geradezu \u2013 und wom\u00f6glich bewusst.<\/p>\n<p><strong>Kalter Krieg 2.0: Milit\u00e4rischer Druck auf Moskau<\/strong><\/p>\n<p>Ein zentraler Aspekt der These ist die milit\u00e4rische Einkreisung und Druckaus\u00fcbung gegen\u00fcber Russland, die an den Kalten Krieg erinnert. Tats\u00e4chlich ist die Parallele unverkennbar: Wie einst die Sowjetunion sieht sich heute Russland einer massiven \u00dcbermacht an der eigenen Peripherie gegen\u00fcber. Die NATO hat sich seit 1999 in mehreren Wellen bis an Russlands Grenzen ausgedehnt. Entgegen fr\u00fcheren Andeutungen, solche Erweiterungen seien nicht geplant (Stichwort &#8220;not one inch eastward&#8221;), traten mittlerweile alle ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten sowie die drei baltischen Republiken dem B\u00fcndnis bei.<strong><\/strong>Moskau f\u00fchlte sich davon <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202204\/1257438.shtml#:~:text=promulgated%2520a%2520new%2520Russian%2520distrust,the%2520intentions%2520of%2520the%2520West\">existenziell bedroht<\/a>, w\u00e4hrend der Westen es als souver\u00e4ne Entscheidung dieser L\u00e4nder verbuchte. Der klassische Sicherheitsdilemma-Effekt trat ein: Was der Westen als legitime Defensive ansah, wirkte auf Russland wie Offensive.<\/p>\n<p>Seit 2014 hat die NATO ihre Ostflanke noch weiter aufger\u00fcstet. Es wurden multinationale &#8220;Battlegroups&#8221; in Polen und im Baltikum stationiert, Man\u00f6ver intensiviert und j\u00fcngst Finnland in Rekordzeit als Mitglied aufgenommen. Russland ist nun entlang einer riesigen Front mit NATO-Staaten oder \u2013Partnern konfrontiert. Die Stationierung westlicher Truppen und Raketensysteme in unmittelbarer N\u00e4he weckt in Moskau Erinnerungen an die Bedrohungslage der 1980er, als Pershing-II-Raketen in Westeuropa aufgestellt wurden. Entsprechend schrill fielen die Warnungen aus: Jede weitere Waffenlieferung, etwa deutsche Marschflugk\u00f6rper vom Typ Taurus, werde man als direkte Kriegsbeteiligung werten, <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Nato-vs-Russland-Der-unsichtbare-Krieg-hat-laengst-begonnen-die-Taurus-Debatte-befeuert-ihn-10356894.html#:~:text=Auch%2520das%2520russische%2520Au%25C3%259Fenministerium%2520schaltete,allen%2520sich%2520daraus%2520ergebenden%2520Konsequenzen\">drohte das russische Au\u00dfenministerium<\/a> im Herbst 2024. Das S\u00e4belrasseln auf beiden Seiten verst\u00e4rkt die Dynamik einer Konfrontation, die keiner offen will, die aber offenbar einkalkuliert wird.<\/p>\n<p>Milit\u00e4risch ist Russland dem Westen bei konventionellen Streitkr\u00e4ften haushoch unterlegen, was dessen Gef\u00fchl der Einkreisung nur verst\u00e4rkt \u2013 und gleichzeitig den westlichen Druck umso riskanter macht, da Moskau im Ernstfall nur noch die nukleare Karte bliebe. <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/So-sieht-das-militaerische-Gleichgewicht-zwischen-Russland-und-Nato-aus-7185665.html?seite=all#:~:text=Was%2520die%2520Milit%25C3%25A4rausgaben%2520anbelangt%252C%2520sind,noch%2520nicht%2520ganz%2520klar%2520sind\">Zahlen aus dem Jahr 2021<\/a> verdeutlichen das Ungleichgewicht eindr\u00fccklich: Russland gab etwa 66\u202fMilliarden US-Dollar f\u00fcr sein Milit\u00e4r aus, die europ\u00e4ischen NATO-Staaten zusammen jedoch mehr als das Vierfache und die USA noch einmal weit mehr \u2013 insgesamt mobilisierten die Vereinigten Staaten allein \u00fcber 800\u202fMilliarden, also das Elffache des russischen Budgets. NATO-Streitkr\u00e4fte verf\u00fcgen \u00fcber ein Vielfaches an modernen Waffensystemen und globaler Projektionsf\u00e4higkeit. Schon im Kalten Krieg lag die sowjetische Wirtschaftskraft hinter der westlichen, doch heute ist der Abstand noch gravierender. Daraus erkl\u00e4rt sich die westliche Annahme, man k\u00f6nne Russland in einem R\u00fcstungswettlauf zerm\u00fcrben: Wenn Moskau versucht mitzuhalten, \u00fcberlastet es seine begrenzten Ressourcen \u2013 so wie die UdSSR in den 1980ern an der kombinierten Last von Wettr\u00fcsten und Krieg in Afghanistan wirtschaftlich zerbrach. Genau diesen Vergleich ziehen viele Analysten: Die Ukraine k\u00f6nnte f\u00fcr Russland zum &#8220;Afghanistan 2.0&#8221; werden \u2013 ein blutiges Schlamassel, in dem Moskau Jahr f\u00fcr Jahr seine Truppen und Kassen ausbluten sieht, w\u00e4hrend der Westen (dieses Mal in Form von Waffenlieferungen an Kiew) den Konflikt am K\u00f6cheln h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sprechen westliche Offizielle teils erstaunlich offen aus, dass die Schw\u00e4chung Russlands ein Ziel ist. <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2022\/apr\/25\/russia-weakedend-lloyd-austin-ukraine#:~:text=Then%2520Austin%2520added%2520a%2520second,had%2520been%2520lost%2520in%2520Ukraine\">US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erkl\u00e4rte<\/a> im April 2022 nach einem Besuch in Kiew unverbl\u00fcmt: &#8220;Wir wollen Russland in dem Ma\u00dfe geschw\u00e4cht sehen, dass es nicht mehr in der Lage ist, solche Dinge zu tun, wie es sie beim Einmarsch in die Ukraine getan hat.&#8221; Diese Aussage \u2013 Russland solle milit\u00e4risch so weit geschw\u00e4cht werden, dass es lange keine Bedrohung mehr darstellen kann \u2013 markierte einen Wandel der Rhetorik. Bis dahin hatte Washington betont, es gehe lediglich um die Unterst\u00fctzung der Ukraine; nun definierte man die eigenen Kriegsziele breiter. Die Botschaft: Der Krieg wird genutzt, um Russlands milit\u00e4risches Potenzial auf Jahre hinaus zu degradieren. In London klang es \u00e4hnlich: Der britische <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2022\/apr\/25\/russia-weakedend-lloyd-austin-ukraine#:~:text=US%2520pledges%2520extra%2520%2524713m%2520for,to%2520weaken%2520Russia%2520Read%2520more\">Verteidigungsminister Ben Wallace r\u00fchmte sich<\/a>, ein Viertel von Russlands milit\u00e4rischer Kampfkraft sei bereits vernichtet. Offizielle Dementis, man betreibe keinen Regime-Change in Moskau, wirken in diesem Licht wenig \u00fcberzeugend \u2013 zumal US-Pr\u00e4sident Biden in einer emotionalen <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/biden-call-free-world-stand-against-putin-poland-speech-2022-03-26\/#:~:text=,long%2520war%2520in%2520Ukraine\">Rede in Warschau<\/a> ausrief: &#8220;Um Gottes willen, dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben!&#8221; (Eine \u00c4u\u00dferung, die das Wei\u00dfe Haus eilends relativierte.)<\/p>\n<p>Aus Sicht des Westens mag all dies der legitimen Verteidigung gegen einen Aggressor dienen, der gerade ein Nachbarland \u00fcberfallen hat. Doch man kann die gleiche Entwicklung auch als bewusste Eskalationsstrategie interpretieren: Russland in einen kostspieligen Krieg verwickeln, es mit Sanktionen und Aufr\u00fcstung in die Knie zwingen \u2013 und so m\u00f6glicherweise politische Ver\u00e4nderungen oder gar einen Zusammenbruch herbeif\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Wirtschaftskrieg und Rohstoff-Poker<\/strong><\/p>\n<p>Neben der milit\u00e4rischen Konfrontation tobt mit zunehmender Vehemenz ein wirtschaftlicher Krieg, der ebenfalls Parallelen zur Kalten Kriegsf\u00fchrung aufweist. Sanktionen gegen Russland gibt es seit 2014, doch im Jahr 2022 haben EU und USA ihr sch\u00e4rfstes Sanktionsarsenal gez\u00fcckt: Von Finanzsanktionen (Ausschluss Russlands aus SWIFT, Einfrieren russischer Staatsreserven) \u00fcber Exportkontrollen (etwa f\u00fcr Hightech wie Halbleiter) bis zu umfassenden Embargos auf Kohle, \u00d6l und Gas. Es ist der Versuch, eine gro\u00dfe Volkswirtschaft von 140 Millionen Einwohnern vom westlich gepr\u00e4gten Weltmarkt abzuschneiden \u2013 beispiellos gegen\u00fcber einer Atommacht.<\/p>\n<p>\u00d6konomisch trifft dieser Druckpunkt Russland ins Mark: Die Einnahmen aus dem Export von \u00d6l, Gas und anderen Rohstoffen sind der Lebensnerv der russischen Wirtschaft. Genau hier setzt der Westen an. Schon im Kalten Krieg hatte Washington mit Saudi-Arabien kooperiert, um durch erh\u00f6hte \u00d6lproduktion den Preis zu dr\u00fccken und Moskau die Petrodollars zu entziehen. Heute geschieht Vergleichbares: Die USA steigerten ihre eigene F\u00f6rdermenge an \u00d6l und Gas in den letzten Jahren drastisch und wurden 2019 erstmals Netto-Exporteur. Laut <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/research_briefs\/RB10014.html#:~:text=Expand%2520U,and%2520presence%2520Moderate%2520Moderate%2520Low\">RAND-Studie<\/a> z\u00e4hlt &#8220;eine Ausweitung der US-Energieproduktion&#8221; zu den vielversprechendsten Optionen, um Russland zu schaden. Gleichzeitig versucht man, Drittstaaten vom Kauf russischer Energie abzubringen. Die EU verbannte die meisten russischen \u00d6limporte und strebt an, auch ihre restlichen Gaseink\u00e4ufe zu beenden (ironischerweise stiegen daf\u00fcr die deutlich teureren LNG-Importe aus den USA sprunghaft an). Vor dem Krieg bezog die EU <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.euronews.com\/my-europe\/2023\/08\/30\/eu-purchases-of-russian-lng-up-40-compared-to-pre-war-levels-new-study-finds#:~:text=In%25202021%252C%2520the%2520EU%2520imported,less%2520than%252015%2520per%2520cent\">40 Prozent ihres Erdgases<\/a> aus Russland \u2013 eine strategische Abh\u00e4ngigkeit, die nun mit aller Macht aufgeknackt wurde. Binnen anderthalb Jahren sank dieser Anteil auf unter 15 Prozent, w\u00e4hrend amerikanisches Fl\u00fcssiggas in europ\u00e4ischen H\u00e4fen anlandete. US-Senator John McCain hatte Russland einmal h\u00f6hnisch als &#8220;eine Tankstelle, die sich als Staat ausgibt&#8221; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.politico.com\/story\/2014\/03\/john-mccain-russia-gas-station-105061#:~:text=Sen,country%25E2%2580%259D%2520on%2520the%2520Senate%2520floor\">bezeichnet<\/a>. Dahinter stand das Kalk\u00fcl, dass Europas Versorgung auch ohne Russland gesichert werden k\u00f6nne \u2013 und Moskau damit seiner gr\u00f6\u00dften Einnahmequelle beraubt w\u00fcrde. Genau das versucht man jetzt: Russland soll zum wirtschaftlichen Ausbluten gebracht werden, indem man es seiner Rohstoff-Kunden beraubt und gleichzeitig den Preis dr\u00fcckt (etwa durch Preisobergrenzen f\u00fcr russisches \u00d6l).<\/p>\n<p>Die ersten Ergebnisse dieses Sanktions- und Energiepokers sind ambivalent. Russland konnte in den Jahren 2022 und 2023 seinen \u00d6l- und Gasexport zwar teilweise nach Asien umlenken, musste aber hohe Preisnachl\u00e4sse gew\u00e4hren. Gleichzeitig stiegen weltweit die Energiepreise, was insbesondere Europa selbst schwer belastete. Hier zeigt sich ein innerer Widerspruch der westlichen Politik: Im Bestreben, Russland zu schaden, nimmt man erhebliche eigene \u00f6konomische Nachteile in Kauf \u2013 von Rekordinflation bis zu Wettbewerbsproblemen energieintensiver Industrien in Deutschland. Kritiker sprechen von einem &#8220;Eigentor&#8221;, Bef\u00fcrworter halten dagegen, Freiheit habe ihren Preis. Dennoch stellt sich die Frage: Warum verfolgen EU-Staaten Ma\u00dfnahmen, die kurzfristig vor allem ihnen selbst schaden? K\u00f6nnte die Antwort sein, dass man l\u00e4ngerfristig tats\u00e4chlich auf einen endg\u00fcltigen Zugriff auf Ressourcen spekuliert \u2013 n\u00e4mlich dann, wenn Russland geschw\u00e4cht oder destabilisiert ist?<\/p>\n<p>Ein Blick auf die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.statista.com\/themen\/9817\/russlands-rohstoffhandel\/#statisticChapter\">\u00bbRohstofflandschaft Russlands\u00ab<\/a> verdeutlicht die potenziellen Interessen: Das fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Land der Erde verf\u00fcgt \u00fcber die weltweit gr\u00f6\u00dften Gasreserven, die zweitgr\u00f6\u00dften Kohlereserven und mit die gr\u00f6\u00dften \u00d6lvorkommen. Dazu enorme Ressourcen an strategisch wichtigen Metallen (Nickel, Palladium, Platin, Aluminium) und mineralischen Rohstoffen (Phosphate, Seltene Erden). In einer Welt, in der der Wettbewerb um kritische Materialien zunimmt (f\u00fcr Batterien, Halbleiter, R\u00fcstung etc.), ist Russland eine wahre Schatzkammer. Bisher kontrolliert der russische Staat diese Reicht\u00fcmer \u00fcber Staatskonzerne wie Gazprom, Rosneft, Rusal usw. \u2013 sehr zum \u00c4rger mancher westlichen Konzerne, die in den 1990ern hofften, sich ein gro\u00dfes St\u00fcck vom Kuchen zu sichern. Damals \u2013 unter Boris Jelzin\u00a0\u2013 dr\u00e4ngten westliche Berater Russland zur <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/1990s-shock-therapy-set-stage-for-russian-authoritarianism-by-katharina-pistor-2022-02?utm_source=chatgpt.com\">Schocktherapie-Privatisierung<\/a>, was einen Ausverkauf ganzer Industrien an Oligarchen einleitete. Es entstand eine neue <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.npr.org\/sections\/money\/2022\/03\/22\/1087654279\/how-shock-therapy-created-russian-oligarchs-and-paved-the-path-for-putin?utm_source=chatgpt.com\">Klasse Superreicher<\/a>, w\u00e4hrend Millionen Russen verarmten. Doch anstatt Russland als Partner aufzubauen, setzte der Westen weiter auf strategische Dominanz, u.\u00a0a. durch die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202204\/1257438.shtml#:~:text=integrate%2520itself%2520into%2520it,expansion%2520of%2520NATO%2520combined%2520with\">NATO-Osterweiterung<\/a>. Putin stoppte schlie\u00dflich viele dieser Privatisierungen, brachte \u00d6l- und Gasexport wieder unter staatliche Kontrolle und verstaatlichte faktisch Konzerne wie Yukos. Westliche Energie-Multis, die in den 2000ern in Russland aktiv waren (BP, Shell, ExxonMobil), wurden in Joint Ventures an der kurzen Leine gehalten \u2013 und nach 2022 ganz hinausgeworfen.<\/p>\n<p>Eine Destabilisierung Russlands k\u00f6nnte diese Lage fundamental \u00e4ndern. Sollte Russland ernsthaft ins Wanken geraten \u2013 sei es durch einen verlorenen Krieg, innere Konflikte oder wirtschaftlichen Kollaps \u2013 w\u00fcrden westliche Unternehmen und Regierungen zweifellos versuchen, ihren Einfluss zur\u00fcckzugewinnen. Ein &#8220;Regimewechsel&#8221; in Moskau, sei er intern oder extern induziert, k\u00f6nnte T\u00fcren \u00f6ffnen f\u00fcr Privatisierungen und Investitionen, die derzeit undenkbar sind. Einige Hardliner gehen noch weiter: Sie denken offen \u00fcber die Aufsplitterung der Russischen F\u00f6deration nach. So argumentiert der US-Strategieexperte Janusz Bugajski in seinem Buch &#8220;Failed State: A Guide to Russia\u2019s Rupture&#8221;, dass ein Zerfall Russlands letztlich positiv f\u00fcr die Welt w\u00e4re \u2013 ein verkleinertes Russland h\u00e4tte &#8220;reduzierte F\u00e4higkeiten, Nachbarn anzugreifen&#8221;.<\/p>\n<p>In westlichen Think-Tank-Kreisen mehren sich seit Kriegsbeginn 2022 tats\u00e4chlich die Stimmen, die ein <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2023\/11\/russia-breakup-would-be-a-china-nightmare-for-the-west\/#:~:text=In%2520the%2520book%2520%25E2%2580%259CFailed%2520State%253A,to%2520attack%2520neighbors%252C%25E2%2580%259D%2520Bugajski%2520argues\">Auseinanderbrechen Russlands<\/a> zumindest diskutieren. Zwar warnen andere Analysten vor dem Chaos, das ein pl\u00f6tzlicher Zerfall \u2013 quasi ein &#8220;Libyen mit Nuklearwaffen&#8221; \u2013 ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. Doch dass solche \u00dcberlegungen \u00fcberhaupt angestellt werden, zeigt eine bemerkenswerte Radikalisierung der Denkmuster: Vom urspr\u00fcnglichen Ziel, Putin aus der Ukraine zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, hin zur Vorstellung, Russland als solches k\u00f6nne man dauerhaft schw\u00e4chen oder sogar fragmentieren.<\/p>\n<p><strong>Der &#8220;Drang nach Osten&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Hier schimmert f\u00fcr manche Kritiker eine unheimliche Parallele zur Geschichte durch: im Grunde der moderne &#8220;Drang nach Osten&#8221; \u2013 nicht territorial in Form von Eroberungen von Lebensraum, aber in Form von \u00f6konomischer und politischer Durchdringung. Russlands Rohstoffe \u2013 ob in Sibirien, der Arktis oder den Steppen Zentralrusslands \u2013 sind verlockend. \u00d6ffnet sich das Machtvakuum, w\u00e4ren westliche Konzerne und westliches Kapital sofort zur Stelle, so die Vermutung. Der Kreml spielt genau mit dieser Angst: Der Westen wolle Russland &#8220;wie einst Afrika&#8221; kolonialisieren und auspl\u00fcndern.\u00a0<\/p>\n<p>Interessanterweise wird auch in Bezug auf <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/erden-recyclen-alternative-zum-ukraine-deal-trump-koennte-seltene-zr-93692138.html\">die Ukraine<\/a> selbst immer offener \u00fcber den Ausverkauf der Ressourcen gesprochen. Die Ukraine ist reich an Bodensch\u00e4tzen wie Eisen, Titan, Lithium und hat fruchtbare B\u00f6den \u2013 ebenfalls ein geopolitischer Faktor. Ein <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/MizzimaMyanmarNews\/videos\/ukraine-says-350bn-of-critical-resources-in-russian-held-territory\/1339924143810747\/\">gro\u00dfer Teil dieser Reicht\u00fcmer<\/a> liegt allerdings in den von Russland besetzten Gebieten (insbesondere im Donbass und in Saporoschje). Ukrainische Regierungsvertreter beziffern den Wert der in russisch kontrollierten Territorien liegenden kritischen Rohstoffe auf <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/MizzimaMyanmarNews\/videos\/ukraine-says-350bn-of-critical-resources-in-russian-held-territory\/1339924143810747\/\">rund 350 Milliarden US-Dollar<\/a>. Die USA wiederum haben bereits im Februar 2025 mit Kiew einen &#8220;Critical Minerals Deal&#8221; ausgehandelt, der Washington <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/zelenskiy-plans-travel-us-meet-trump-minerals-deal-sources-say-2025-02-25\/#:~:text=Asked%2520what%2520Ukraine%2520would%2520get,the%2520right%2520to%2520fight%2520on\">Vorzugszugang<\/a> zu ukrainischen Mineralien sichern soll \u2013 als Teil des Wiederaufbaus und quasi als Gegenleistung f\u00fcr westliche Unterst\u00fctzung. In diesem Abkommen ist vorgesehen, einen Fonds einzurichten, in den Erl\u00f6se aus ukrainischen Rohstoffverk\u00e4ufen flie\u00dfen, bis zu einer Summe von 500\u202fMilliarden Dollar, wovon die H\u00e4lfte an die USA geht. Kritiker nannten dies unverhohlen einen Akt von &#8220;Piraterie&#8221; \u2013 doch es zeigt sich: Wenn es um viel Geld und Ressourcen geht, werden auch im Westen Werte flexibel interpretiert. Zwar betrifft das direkt &#8220;nur&#8221; die Ukraine, doch es demonstriert ein Prinzip: Wirtschaftliche Verwertung folgt auf milit\u00e4rische und finanzielle Engagements.<\/p>\n<p>Es ist offensichtlich, dass sich hinter der vermeintlichen Verteidigung demokratischer Werte und der regelbasierten Weltordnung handfeste strategische und wirtschaftliche Kalk\u00fcle verbergen. W\u00e4hrend der Westen offiziell Geschlossenheit und Werteorientierung betont, zeigen kritische und nichtwestliche Perspektiven eine deutlich differenziertere Sichtweise auf den Konflikt. Im<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/bk-ger.iwantrt.com\/news\/edit\/68233df8b480cc508b1036ee\"> zweiten Teil der Analyse<\/a> widmen wir uns daher dann der Rolle Deutschlands und Europas in diesem geopolitischen Spannungsfeld, untersuchen Widerspr\u00fcche in der westlichen Politik und werfen einen Blick auf globale Perspektiven, die h\u00e4ufig von westlichen Medien ignoriert oder nur oberfl\u00e4chlich behandelt werden. Die Kernfrage bleibt: Wem n\u00fctzt dieser Konflikt wirklich?<\/p>\n<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel ist zuerst auf <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/haintz.media\/artikel\/international\/rohstoffe-statt-lebensraum-der-neue-krieg-gegen-russland-offizielle-narrative\/\">HAINTZmedia<\/a> erschienen. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dejan Lazi\u0107<\/strong> ist Sozial\u00f6konom und Wirtschaftsjurist.Von 2002 bis 2022 war der CEO einer internationalen Rechts- und Wirtschaftsberatungsgesellschaft als Hochschuldozent f\u00fcr Staats- und Migrationsrecht t\u00e4tig.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/142570-weltweit-grossten-sponsoren-eigener-imperialer\/\">Die weltweit gr\u00f6\u00dften Sponsoren eigener imperialer Macht fordern die &#8220;Dekolonisierung&#8221; Russlands<\/a><em><br \/><\/em><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-vk\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/vk.com\/video_ext.php?oid=-134310637&amp;id=456284902\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/244757-neue-krieg-gegen-russland-i\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren eskaliert die Konfrontation zwischen dem Westen und Russland. 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