{"id":83855,"date":"2025-05-16T06:00:00","date_gmt":"2025-05-16T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/gaddafi-hatte-die-eu-gewarnt-jetzt-ist-seine-duestere-prophezeiung-realitaet\/"},"modified":"2025-05-16T06:00:00","modified_gmt":"2025-05-16T04:00:00","slug":"gaddafi-hatte-die-eu-gewarnt-jetzt-ist-seine-duestere-prophezeiung-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/gaddafi-hatte-die-eu-gewarnt-jetzt-ist-seine-duestere-prophezeiung-realitaet\/","title":{"rendered":"Gaddafi hatte die EU gewarnt: Jetzt ist seine d\u00fcstere Prophezeiung Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Europa versucht, die von ihm selbst mit verursachten Migrationsprobleme zu l\u00f6sen, indem es die Last auf Afrika abw\u00e4lzt. Vor der jetzt eingetroffenen Entwicklung hatte Libyens Staatschef Gaddafi gewarnt \u2013 dann st\u00fcrzte der Westen den arabischen Machthaber und damit sich selbst in eine anhaltende Migrationskrise.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Tamara Ruschenkowa<\/em><\/p>\n<p>Die Migrationskrise an den s\u00fcdlichen Grenzen Europas schwelt schon seit Jahrzehnten. Heute hat sie eine Bruchstelle erreicht. In ihrem Bem\u00fchen, den Fl\u00fcchtlingsstrom zu stoppen, schiebt die EU die Verantwortung zunehmend auf Drittl\u00e4nder ab \u2013 vor allem auf afrikanische Staaten, die oft selbst mit Instabilit\u00e4t zu k\u00e4mpfen haben.<\/p>\n<p>Libyen ist das deutlichste Beispiel daf\u00fcr, wozu diese Politik gef\u00fchrt hat. Heute leben dort rund 4 Millionen afrikanische Migranten ohne legalen Status \u2013 mehr als die H\u00e4lfte der offiziellen Bev\u00f6lkerung des Landes von 7,5 Millionen. Das nach der westlichen Intervention im Chaos zur\u00fcckgelassene Land ist zu einem Sprungbrett f\u00fcr Millionen von Menschen geworden, die versuchen, die K\u00fcsten Europas zu erreichen.<\/p>\n<p>Und es geht nicht nur um Libyen \u2013 in den letzten Jahren hat die Europ\u00e4ische Union ein Netz von Abkommen mit L\u00e4ndern Afrikas und des Nahen Ostens geschmiedet, mit dem Ziel, Migranten durch eine Kombination aus finanziellen Anreizen und politischem Druck von ihren Grenzen fernzuhalten.<\/p>\n<p>Die kritische Situation in Libyen ist eine direkte Folge der langj\u00e4hrigen Versuche Europas, die Migration einzud\u00e4mmen. Nach Angaben der Europ\u00e4ischen Kommission belief sich die Gesamtbev\u00f6lkerung der EU im Jahr 2023 auf 448,8 Millionen Menschen, davon 27,3 Millionen Nicht-EU-B\u00fcrger und 42,4 Millionen Menschen, die au\u00dferhalb der EU geboren wurden.<\/p>\n<p>Trotz eines j\u00fcngsten R\u00fcckgangs der illegalen Grenz\u00fcbertritte bleibt das Problem akut. Frontex, die Europ\u00e4ische Agentur f\u00fcr die Grenz- und K\u00fcstenwache, berichtete, dass die Zahl der illegalen Grenz\u00fcbertritte im Januar\/Februar 2025 um 25 Prozent auf rund 25.000 zur\u00fcckgegangen ist. Die Hauptrouten verlaufen nun durch Westafrika und das zentrale Mittelmeer, wobei die Migranten vor allem aus Afghanistan, Bangladesch, Mali und anderen L\u00e4ndern stammen.<\/p>\n<p>Die Gefahr einer unkontrollierten Migration droht Europa schon seit Jahren. Es lohnt sich, an die Warnungen des verstorbenen libyschen F\u00fchrers, Oberst Muammar Gaddafi, zu erinnern, der 2010 bei einem Treffen mit dem italienischen Premierminister Silvio Berlusconi warnte:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Morgen ist Europa vielleicht nicht mehr europ\u00e4isch und sogar schwarz, denn es gibt Millionen, die hierherkommen wollen.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Im Jahr 2011, nur wenige Monate vor seinem Tod, erkl\u00e4rte Gaddafi gegen\u00fcber Tony Blair, dass seine Absetzung Libyen ins Chaos st\u00fcrzen, terroristischen Gruppen Auftrieb geben und neue Migrationswellen nach Europa ausl\u00f6sen w\u00fcrde.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/68239608b480cc51637b93d2.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/68239608b480cc51637b93d2.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/68239608b480cc51637b93d2.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/68239608b480cc51637b93d2.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/68239608b480cc51637b93d2.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/68239608b480cc51637b93d2.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der libysche Staatschef Muammar Gaddafi und der italienische Ministerpr\u00e4sident Silvio Berluscon bei einer Zeremonie in Rom, 30. August 2010.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Giorgio Cosulich\/Getty Images<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Gettyimages.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese Vorhersagen haben sich bewahrheitet: Nach dem B\u00fcrgerkrieg und dem Eingreifen der NATO versank Libyen in Anarchie und wurde zu einem der wichtigsten Durchgangsl\u00e4nder f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p><strong>Die Realit\u00e4t in Libyen: Lager, Sklaverei und Tod auf See<\/strong><\/p>\n<p>Nach Angaben des libyschen Innenministeriums halten sich derzeit \u00fcber 4 Millionen Ausl\u00e4nder in Libyen auf, die meisten von ihnen ohne Papiere. Viele von ihnen werden in Auffanglagern festgehalten, die inmitten von Gesetzlosigkeit, grassierendem Drogenhandel und bewaffneten Auseinandersetzungen kaum mehr als Gef\u00e4ngnisse sind.<\/p>\n<p>Internationale Organisationen haben Sklavenm\u00e4rkte und Entf\u00fchrungen von Migranten zum Zwecke der Zwangsarbeit oder L\u00f6segeldzahlungen dokumentiert. Diejenigen, die Europa nicht erreichen, haben zwei M\u00f6glichkeiten: Abschiebung oder Tod im Mittelmeer<\/p>\n<p>UNICEF berichtet, dass im Jahr 2024 mehr als 2.200 Menschen im Mittelmeer starben oder vermisst wurden, darunter etwa 1.700 entlang der zentralen Route. Etwa ein F\u00fcnftel aller Todesopfer waren Kinder und Teenager.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823970bb480cc508b10371f.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823970bb480cc508b10371f.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823970bb480cc508b10371f.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823970bb480cc508b10371f.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823970bb480cc508b10371f.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823970bb480cc508b10371f.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Fl\u00fcchtlinge in einem Auffanglager im libyschen Misrata, 17. Juli 2016.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Benno Schwinghammer\/picture alliance via Getty Images<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Gettyimages.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei einem Treffen am 17. M\u00e4rz im Innenministerium der Regierung der Nationalen Einheit (GNU) in Tripolis erkl\u00e4rte Minister Emad Al-Trabelsi, dass Libyen angesichts seiner internen Sicherheits- und Wirtschaftsprobleme nicht allein zurechtkommen k\u00f6nne. In Anwesenheit von EU-Diplomaten, Beamten der Afrikanischen Union und Vertretern der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration (IOM) und des Hohen Fl\u00fcchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) rief er die westlichen L\u00e4nder dazu auf, die s\u00fcdlichen Grenzen Libyens zu verst\u00e4rken, moderne Ausr\u00fcstung f\u00fcr die Migrationskontrolle zu liefern und das Land auf breiter Basis zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Der Mattei-Plan und das Offshoring von Migranten: Die neue Realit\u00e4t in Europa<\/strong><\/p>\n<p>Italien, eines der ersten Ziell\u00e4nder f\u00fcr viele Migranten, bem\u00fcht sich aktiv um eine \u00c4nderung der Situation. Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni schlug den Mattei-Plan vor \u2013 eine milliardenschwere Initiative f\u00fcr Investitionen in Energie, Landwirtschaft, Wasserversorgung, Gesundheitswesen und Bildung in afrikanischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der nach dem Eni-Gr\u00fcnder Enrico Mattei benannte Plan basiert auf einer einfachen Idee: die F\u00f6rderung der wirtschaftlichen Entwicklung in Afrika, um die Anreize zur Migration zu verringern.<\/p>\n<p>Gleichzeitig schreckt Italien auch vor einem anderen Mittel nicht zur\u00fcck: dem &#8220;Offshoring&#8221; von Migranten, d.\u00a0h. ihrer Verlegung in Drittl\u00e4nder. Australien hat mit diesem Modell Pionierarbeit geleistet und schickt seit 2012 Asylsuchende auf die Insel Nauru. Die europ\u00e4ischen L\u00e4nder wenden nun \u00e4hnliche Methoden an.<\/p>\n<p>In Europa k\u00f6nnte Albanien, auch dank italienischer Bem\u00fchungen, zu einem Drehkreuz f\u00fcr die Aufnahme von Migranten werden. Nach Melonis ehrgeizigem Plan sollen in Albanien, einem Nicht-EU-Mitgliedstaat, der jedoch unter der Aufsicht Roms betrieben wird, zwei Screening-Zentren f\u00fcr Migranten er\u00f6ffnet werden. Ziel ist es, Asylsuchende sowohl aus Italien als auch aus der EU fernzuhalten.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage des im November 2023 von der italienischen und der albanischen Regierung unterzeichneten Protokolls \u00fcber die Zusammenarbeit im Bereich Migration wurden bereits zwei Zentren in Shengjin und Gjader eingerichtet. Dort warten die Migranten auf Entscheidungen \u00fcber ihren Asylstatus oder ihre m\u00f6gliche Abschiebung. Das Abkommen sieht vor, dass j\u00e4hrlich bis zu 36.000 Migranten nach Albanien umgesiedelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bislang wurden jedoch alle Versuche, Menschen dorthin zu \u00fcberf\u00fchren, vor Gericht abgelehnt. Zweimal \u2013 im Oktober und November 2024 \u2013 wurde Italien angewiesen, Gruppen von Fl\u00fcchtlingen aus \u00c4gypten und Bangladesch zur\u00fcckzubringen, da die Gerichte zu dem Schluss kamen, dass eine R\u00fcckf\u00fchrung in ihre Herkunftsl\u00e4nder ihr Leben gef\u00e4hrden w\u00fcrde. Diese Feststellung ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die Gew\u00e4hrung des Asylstatus, der auf italienischem Boden entschieden werden muss.<\/p>\n<p><strong>Das Vereinigte K\u00f6nigreich und das Scheitern des Ruanda-Plans<\/strong><\/p>\n<p>Der Plan Gro\u00dfbritanniens, Migranten nach Ruanda abzuschieben, ist ein noch deutlicheres Beispiel f\u00fcr Offshoring in Aktion. Das von Boris Johnson im Jahr 2022 ins Leben gerufene Programm zielte darauf ab, diejenigen, die illegal in das Vereinigte K\u00f6nigreich gekommen waren, zwangsweise abzuschieben.<\/p>\n<p>Im April 2024 wurde der erste Migrant im Rahmen eines &#8220;freiwilligen Programms&#8221;, das den Teilnehmern bis zu 3.000 britische Pfund bot, nach Ruanda ausgeflogen. An seinem ersten Tag im Amt erkl\u00e4rte der neue Premierminister Keir Starmer den Plan jedoch f\u00fcr &#8220;tot und begraben&#8221; und begr\u00fcndete dies mit seiner Ineffizienz: \u00dcber mehrere Jahre hinweg betraf er weniger als 1 Prozent der illegalen Migranten.<\/p>\n<p>Unterdessen steigt die Zahl der Menschen, die den \u00c4rmelkanal \u00fcberqueren, weiter an: \u00fcber 5.000 seit Anfang 2025 und mehr als 120.000 seit 2018.<\/p>\n<p><strong>Europas Abkommen mit Tunesien, Mauretanien und \u00c4gypten<\/strong><\/p>\n<p>Die EU hat eine Reihe von Abkommen mit afrikanischen L\u00e4ndern unterzeichnet: mit Tunesien im Juli 2023 (1,1 Milliarden Euro), mit Mauretanien im M\u00e4rz 2024 (210 Millionen Euro) und mit \u00c4gypten zehn Tage sp\u00e4ter (bis zu 5 Milliarden Euro bis 2027). Offiziell geht es dabei um makro\u00f6konomische Stabilit\u00e4t, gr\u00fcne Energie und Handel, doch das eigentliche Ziel ist die Eind\u00e4mmung der irregul\u00e4ren Migration.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823979cb480cc528c4b84d2.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823979cb480cc528c4b84d2.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823979cb480cc528c4b84d2.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823979cb480cc528c4b84d2.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823979cb480cc528c4b84d2.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823979cb480cc528c4b84d2.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Afrikanische Migranten in einer Notunterkunft im libyschen Misurata, 9. Mai 2015.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Hazem Turkia\/Anadolu Agency\/Getty Images<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Gettyimages.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Gegenleistung f\u00fcr die Unterst\u00fctzung Europas bei der Kontrolle seiner Grenzen k\u00f6nnten die afrikanischen L\u00e4nder politische Zugest\u00e4ndnisse verlangen \u2013 etwa ein Ende der Darstellung des tunesischen Pr\u00e4sidenten Kais Saied und des \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten Abdel Fattah el-Sisi in den Medien als menschenrechtsverletzende Diktatoren und eine geringere Unterst\u00fctzung f\u00fcr in Europa lebende Oppositionelle.<\/p>\n<p><strong>Mauretanien und die Atlantikroute: Die neue Grenze<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Versch\u00e4rfung der Anti-Migranten-Politik in Libyen haben die Asylsuchenden in der EU begonnen, nach neuen Routen zu suchen. Nach Angaben von Frontex hat sich Mauretanien zu einem wichtigen Transitknotenpunkt f\u00fcr Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt. Dies erkl\u00e4rt den Anstieg der Migration auf der Atlantikroute zwischen Westafrika und den Kanarischen Inseln um 18 Prozent im Jahr 2024.<\/p>\n<p>Mauretanien ist auch bestrebt, mehr von seiner Zusammenarbeit mit Europa zu profitieren. Im September 2024 forderte die mauretanische Regierung die EU auf, die Bestimmungen der Migrationserkl\u00e4rung vom M\u00e4rz zu erf\u00fcllen, einschlie\u00dflich der Erleichterung der Visaverfahren f\u00fcr Mauretanier und der Aufhebung der Visumpflicht f\u00fcr Diplomaten.<\/p>\n<p>Mauretanische Beamte betonten, dass sich das Land erst dann zur uneingeschr\u00e4nkten Zusammenarbeit bei der Bek\u00e4mpfung der illegalen Migration verpflichten wird, wenn diese Bedingungen erf\u00fcllt sind. Das Abkommen muss f\u00fcr beide Seiten vorteilhaft sein: W\u00e4hrend die EU hofft, dass Mauretanien den atlantischen Migrationsstrom \u2013 insbesondere nach Spanien \u2013 eind\u00e4mmt, ist Mauretanien an Investitionen, der Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen und einem verbesserten Visazugang zur EU interessiert.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823994fb480cc528c4b84d5.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823994fb480cc528c4b84d5.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823994fb480cc528c4b84d5.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823994fb480cc528c4b84d5.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823994fb480cc528c4b84d5.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/6823994fb480cc528c4b84d5.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Fl\u00fcchtlinge, die in einem au\u00dfer Kontrolle geratenen Holzboot im Mittelmeer vor Libyen gerettet wurden, warten darauf, von der spanischen NGO Open Arms an Bord eines Rettungsschiffs gebracht zu werden, 15. Juni 2017.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Marcus Drinkwater\/Anadolu Agency\/Getty Images<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Gettyimages.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Beispiel Libyens zeigt jedoch, dass L\u00e4nder, die sich bereit erkl\u00e4ren, Migranten aufzunehmen, trotz der potenziellen Vorteile am Ende Probleme erben, die ihre ohnehin schon prek\u00e4re wirtschaftliche und sicherheitspolitische Lage nur noch verschlimmern. Die nordafrikanischen Staaten werden zu Geiseln der Vereinbarung\u00a0\u2013 sie \u00fcbernehmen die Verantwortung f\u00fcr die Unterbringung, Registrierung und Verwaltung von Menschen, mit denen die EU nichts mehr zu tun haben will. Damit laufen sie Gefahr, zu neuen Brennpunkten f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Kriminalit\u00e4t, Menschenhandel und Menschenrechtsverletzungen zu werden.<\/p>\n<p><em><strong>Tamara Ruschenkowa<\/strong>\u00a0ist Orientalistin, Dozentin am Lehrstuhl f\u00fcr Geschichte des Nahen Ostens an der Staatlichen Universit\u00e4t St. Petersburg und Expertin f\u00fcr den Telegrammkanal &#8220;Arabisches Afrika&#8221;. \u00dcbersetzung aus\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rt.com\/africa\/616795-eu-trying-solve-migration-problems\/\">dem Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema \u2013<\/strong>\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/244410-tod-alten-europa-bruesseler-zombies\/\">Der Tod des Alten Europa: Br\u00fcsseler Zombies haben das K\u00e4mpfen verlernt<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v6r4l23\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/244855-gaddafi-hatte-eu-gewarnt-jetzt\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europa versucht, die von ihm selbst mit verursachten Migrationsprobleme zu l\u00f6sen, indem es die Last auf Afrika abw\u00e4lzt. Vor der jetzt eingetroffenen Entwicklung hatte Libyens Staatschef Gaddafi gewarnt \u2013 dann st\u00fcrzte der Westen den arabischen Machthaber und damit sich selbst in eine anhaltende Migrationskrise. 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