{"id":7840,"date":"2022-05-15T16:46:53","date_gmt":"2022-05-15T14:46:53","guid":{"rendered":"http:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/wie-ein-jahrhundert-politischer-gewalt-in-der-ukraine-mit-den-graeueltaten-von-heute-verbunden-ist\/"},"modified":"2022-05-15T16:46:53","modified_gmt":"2022-05-15T14:46:53","slug":"wie-ein-jahrhundert-politischer-gewalt-in-der-ukraine-mit-den-graeueltaten-von-heute-verbunden-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/wie-ein-jahrhundert-politischer-gewalt-in-der-ukraine-mit-den-graeueltaten-von-heute-verbunden-ist\/","title":{"rendered":"Wie ein Jahrhundert politischer Gewalt in der Ukraine mit den Gr\u00e4ueltaten von heute verbunden ist"},"content":{"rendered":"<p><em>Feature von Olga Sucharewskaja<\/em><\/p>\n<p>Gefangene russische Soldaten, denen die Beine <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/134931-beine-sind-durch-was-ukrainische\/\">durchschossen werden<\/a>, schreien vor Schmerz. Andere sterben an Blutverlust und Schock \u2013 niemand in der N\u00e4he leistet ihnen medizinische Hilfe. Ein russischer Soldat,\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/t.me\/zabar1986\/4570\">gekreuzigt<\/a>\u00a0an einer Panzersperre, an den metallenen &#8220;Tschechenigel&#8221; angekettet und dann bei lebendigem Leibe verbrannt &#8230;<\/p>\n<p>F\u00fcr viele war das <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/zen.yandex.ru\/video\/watch\/6240b5dc1449d60b4ad5d849\">Bildmaterial<\/a> von gefangenen russischen Soldaten, die von ukrainischen Streitkr\u00e4ften und Mitgliedern nationalistischer Bataillone gefoltert und ermordet wurden, ein echter Schock. Diejenigen jedoch, die mit den &#8220;Traditionen&#8221; der ukrainischen &#8220;K\u00e4mpfer f\u00fcr die nationale Freiheit&#8221; vertraut sind, waren mitnichten \u00fcberrascht\u00a0\u2013 blicken besagte Traditionen in dieser Hinsicht doch auf eine mehr als hundertj\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Die ersten Konzentrationslager in Europa \u2013 Selektion des Russenhasses<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Konzentrationslager in Europa \u2013 Theresienstadt und Thalerhof \u2013 wurden im Herbst 1914 in \u00d6sterreich-Ungarn eingerichtet, und zwar nicht f\u00fcr Kriegsgefangene, sondern f\u00fcr des Habsburger Gro\u00dfreiches eigene Untertanen. Auf diese Weise versuchte Wien, damals der &#8220;kranke Mann Europas&#8221;, seine \u00f6stlichen Grenzgebiete vor etwaiger Sabotage durch Teile seiner Bev\u00f6lkerung zu sichern, die mit dem benachbarten Russland sympathisierten. Die K\u00e4mpfe zwischen den beiden L\u00e4ndern waren bereits kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs ausgebrochen, und der letzte Kaiser \u00d6sterreich-Ungarns Karl I. gestand in seinem Edikt vom 7. Mai 1917:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Alle verhafteten Russen sind unschuldig, aber sie wurden inhaftiert, um zu verhindern, dass sie sich schuldig machen.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Menschen aus Galizien, die sich nicht als Ukrainer bezeichnen wollten, wie es die \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden verlangten, und weiterhin den Namen &#8220;Russ\u00ednen&#8221; oder &#8220;Russynen&#8221; verwendeten, wurden verhaftet und an zwei Orten interniert \u2013 in einer Garnisonsfestung in Theresienstadt und in einem Tal nahe Graz, der Hauptstadt der Steiermark. W\u00e4hrend die Gefangenen in Theresienstadt in den Gew\u00f6lben und Kerkern der Festung mit Unterst\u00fctzung der ortsans\u00e4ssigen Tschechen gehalten wurden, war das sp\u00e4ter als Thalerhof bekanntgewordene Konzentrationslager kaum mehr als ein kahles, mit Stacheldraht umz\u00e4untes Feldst\u00fcck.<\/p>\n<p>Heute liegt der gr\u00f6\u00dfte Teil Galiziens in der Westukraine und die gr\u00f6\u00dfte Stadt ist Lwow, wie die Sowjets und Polen es nannten, das von den \u00d6sterreichern als Lemberg bezeichnet wurde.\u00a0<\/p>\n<p>Die ersten Internierten wurden im September 1915 dorthin gebracht\u00a0\u2013 doch mit dem Bau der ersten Baracken wurde erst zu Beginn des folgenden Jahres begonnen. Zuvor waren die Menschen gezwungen, bei Regen und K\u00e4lte im Freien liegend zu n\u00e4chtigen. Laut des US-Kongressabgeordneten Joseph McCormick wurden die Internierten oft geschlagen und gefoltert. (<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/timesmachine.nytimes.com\/timesmachine\/1917\/12\/16\/102387079.pdf\">Leitartikel in der <em>New York Times<\/em>\u00a0<em>Terrorism in Bohemia; Medill McCormick Gets Details of Austrian Cruelty<\/em>. 16ter Dezember 1917<\/a>)\u00a0<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><!--[if IE 9]&gt;<video>&lt;![endif]--><!--[if IE 9]&gt;<\/video>&lt;![endif]--><!-- noscript pattern --><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/05\/627e56c548fbef62240dcdca.png\" alt=\"\"><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Die ersten Stunden nach Ankunft im \u00f6sterreichisch-ungarischen KZ f\u00fcr Rusynen &#8220;Thalerhof&#8221;.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Wassili Wawrik, das &#8220;Thalerhof-Almanach&#8221;<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach den Erinnerungen derjenigen, die die unmenschlichen Bedingungen \u00fcberlebten (etwa 20.000 Gefangene durchliefen insgesamt das Lager), wurden dort allein in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 1915 3.800 Menschen hingerichtet. Weitere 3.000 Insassen verstarben innerhalb von anderthalb Jahren an den schrecklichen Bedingungen und Krankheiten. Wassili Wawrik, ein Schriftsteller, Dichter, Literaturkritiker und Historiker, der selber die H\u00f6lle von Thalerhof durchlebte, beschreibt in seiner\u00a0Brosch\u00fcre &#8220;Theresin und Thalerhof&#8221; die Gr\u00e4ueltaten im Internierungslager wie folgt:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Der Tod war in Thalerhof selten ein nat\u00fcrlicher. Dort kam er in der Form von injizierten Seuchenkrankheiten. Von irgendwelcher Behandlung der daran Sterbenden war keine Rede. (\u2026) Um die Menschen einzusch\u00fcchtern, um ihre Macht \u00fcber uns zu beweisen, hatte die Gef\u00e4ngnisverwaltung h\u00fcben und dr\u00fcben auf dem Thalerhofplatz Pf\u00e4hle in den Boden treiben lassen, an denen die ohnehin schon \u00fcbel zugerichteten M\u00e4rtyrer oft in unausgesprochener Qual hingen. (&#8230;) Mit den Kr\u00e4ften der Thalerhofer Gefangenen lie\u00dfen [die Beh\u00f6rden \u00d6sterreich-Ungarns] ihre Stra\u00dfen verlegen und warten, Felder pfl\u00fcgen, Latrinen reinigen \u2013 unter stetigen Schl\u00e4gen mit Gewehrkolben.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Was haben die Ukrainer damit zu tun? Tatsache ist, dass f\u00fcr die Bewachung des Lagers Thalerhof absichtlich ukrainische Nationalisten rekrutiert wurden. Zahlreiche Zeugenaussagen belegen, dass die Verhafteten, zu denen fast die gesamte russische Intelligenz Galiziens und Tausende von Bauern geh\u00f6rten, ebenfalls von Ukrainern in das Lager verschleppt wurden.<\/p>\n<p>Im <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/disk.yandex.ru\/i\/r7I1x4E29E6VOQ\">Thalerhof-Almanach<\/a> wird <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/talergof.org.ua\/\">detailliert beschrieben<\/a>, wie ukrainische Sitschowiki im Karpatendorf Lawotschnoje versuchten, die Gefangenen, unter denen sich indes kein einziger <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dreieiniges_russisches_Volk\">Gro\u00dfrusse<\/a> befand, sondern nur ihre <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dreieiniges_russisches_Volk\">kleinrussischen<\/a> galizischen Landsleute, mit Bajonetten zusammenzustechen.<\/p>\n<p>Auch waren es die ukrainischen Nationalisten, die die grausamsten Folterer und M\u00f6rder unter den KZ-Wachen stellten, schrieb Wassili Wawrik:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Letztendlich k\u00f6nnen sich die von den Deutschen begangenen Missetaten nicht mit den Schikanen seitens der eigenen Landsleute messen. Ein seelenloser Deutscher konnte mit seinen Eisenstiefeln nicht so tief in die Seele eines Slawen, eines Rusynen eindringen wie ein rusynischer Landsmann, der aber sich selbst einen Ukrainer nannte.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Vom Massaker von Wolhynien bis zum Jahr 1954<\/strong><\/p>\n<p>Vorgespult zum Zweiten Weltkrieg: Ende Februar 1943 beschloss der &#8220;revolution\u00e4re&#8221; Fl\u00fcgel der Organisation Ukrainischer Nationalisten unter der F\u00fchrung des heutigen Idols vieler Ukrainer Stepan Bandera, offiziell die so genannte &#8220;Ukrainische Aufst\u00e4ndische Armee&#8221; (UPA) ins Leben zu rufen, um &#8220;die vorr\u00fcckende Rote Armee zu bek\u00e4mpfen&#8221;, welche ihrerseits dabei war, die Nazis aus dem Land zu vertreiben. Die ersten Trupps dieser Miliz, die im M\u00e4rz und April desselben Jahres auftauchten, k\u00e4mpften jedoch nicht gegen die Sowjets, deren Kr\u00e4fte bei Kursk immer noch auf einen Angriff der Nazis warteten, sondern gegen polnische Bauern in Gebieten des Landes, die bis zum September 1939 Warschau unterstanden. Diese Ereignisse, die mehr als sechs Monate andauerten, wurden sp\u00e4ter als das &#8220;Massaker von Wolhynien&#8221; bezeichnet. Begangen wurden sie von UPA-Z\u00fcgen und Einheiten der SS-Division Galizien, die sich aus Einheimischen aus dem gleichnamigen Gebiet (darunter neben Ukrainern auch Volksdeutsche) zusammensetzte. Zusammen ermordeten sie nach unterschiedlichen Sch\u00e4tzungen zwischen 40.000 und 200.000 Menschen. Der polnische Sejm und Senat beziffern die Zahl der Opfer auf etwa 100.000, und der elfte Juli wird in Polen als &#8220;Nationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des V\u00f6lkermords an polnischen B\u00fcrgern durch ukrainische Nationalisten&#8221; begangen.<\/p>\n<p>In Polen ist eine &#8220;Vereinigung des Gedenkens an die Opfer der Verbrechen ukrainischer Nationalisten&#8221; (Stowarzyszenie Upami\u0119tnienia Ofiar Zbrodni Ukrai\u0144skich Nacjonalist\u00f3w (SUOZUN)) aktiv. Ihr Bet\u00e4tigungsfeld ist es, den Ablauf der Ereignisse rund um das Massaker von Wolhynien zu rekonstruieren. Das von SUOZUN bislang gesammelte Material enth\u00fcllt schockierende Details \u00fcber die Grausamkeit, mit der die ukrainischen Nationalisten mit den von ihnen als Widersacher angesehenen Zivilisten umgingen \u2013 sogar mit S\u00e4uglingen und schwangeren Frauen. Die polnischen Historiker haben allein an Folter- und Mord<em>methoden<\/em> der ukrainischen Nationalisten 135 Arten erfasst. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8211; Durchbohren von Kindern mit Pf\u00e4hlen<\/p>\n<p>&#8211; Durchschneiden der Kehle eines Menschen und Herausziehen der Zunge durch die entstandene \u00d6ffnung<\/p>\n<p>&#8211; Zers\u00e4gen des Oberk\u00f6rpers einer Person mit einer Zimmermannss\u00e4ge in zwei H\u00e4lften<\/p>\n<p>&#8211; Aufschneiden des Bauches einer hochschwangeren Frau, Entfernen des F\u00f6tus und Ersetzen desselben durch eine lebende Katze, bevor der Bauch wieder zugen\u00e4ht wird.<\/p>\n<p>&#8211; Aufschneiden des Unterleibs einer schwangeren Frau und Einf\u00fcllen von Glasscherben<\/p>\n<p>&#8211; Annageln von Kleinkindern an eine T\u00fcr<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Polnischen Historikern zufolge ging dies so weit, dass sogar die \u00fcbelsten Sch\u00e4chter unter den gegen\u00fcber Zivilisten nicht gerade zimperlichen deutschen Truppen begannen, die Polen vor den ukrainischen Sokirniki (vom ukrainischen Wort sokira \u2013 &#8220;Axt&#8221;) zu <em>sch\u00fctzen<\/em> \u2013 aus lauter Schock von den Gr\u00e4ueltaten.<\/p>\n<p>All dies, einschlie\u00dflich des Einfallsreichtums bei Folterungen und Hinrichtungen, wurde auch nach der Vertreibung der Nazis aus der Ukraine fortgesetzt. Nur waren die Opfer der Nationalisten jetzt B\u00fcrger der Sowjetukraine \u2013 Spezialisten wie Landwirte, Ingenieure, \u00c4rzte und Lehrer, die aus dem \u00f6stlichen Teil der Republik herbeordert worden waren, um die Westukraine nach dem Krieg wiederaufzubauen. Obwohl die \u00fcberwiegende Mehrheit von ihnen ethnische Ukrainer war, mordeten die Nationalisten sie bedenkenlos \u2013 und nicht nur sie, sondern sogar ihre eigenen Dorfnachbarn, wenn diese mit den Sowjets kooperiert hatten.<\/p>\n<p>Diese Taten erfolgten auf <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/old.redstar.ru\/2008\/03\/22_03\/3_02.html\">Anweisung des UPA-Leiters<\/a> und ehemaligen Wehrmachtshauptmanns <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/132963-ukrainischer-vertreter-vor-uno-traenen-fuer-propaganda\/\">Roman Schuchewitsch<\/a>, der heute f\u00fcr viele Ukrainer ein weiteres Idol neben Bandera ist:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Die OUN sollte so handeln, dass alle, die die sowjetische Regierung anerkannt haben, vernichtet werden. Nicht eingesch\u00fcchtert, sondern physisch vernichtet! Habt keine Angst, dass die Menschen uns f\u00fcr unsere Grausamkeit verfluchen werden. Lasst die H\u00e4lfte der 40 Millionen ukrainischen Bev\u00f6lkerung \u00fcbrig \u2013 das ist nichts Schlimmes.&#8221; (zitiert nach <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.litmir.me\/br\/?b=240467&amp;p=2\">Tschaikowski A.<\/a>, Newidoma wijn\u00e1, K., 1994, S. 224).<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nach Angaben des KGB der UdSSR beliefen sich die unwiederbringlichen Verluste der sowjetischen Seite in den Jahren 1944-1953 auf 30.676 Personen. Darunter waren 697 Angestellte der Staatssicherheit, 1.864 Angestellte des Innenministeriums, 3.199 Milit\u00e4rangeh\u00f6rige, 2.590 K\u00e4mpfer der Vernichtungsbataillone (zum Kampf gegen Saboteure und Terroristen aufgestellte Milizen); 2.732 Vertreter der Beh\u00f6rden, 251 Parteikommunisten, 207 Komsomolzen, 314 Vorsitzende von Kolchosen, 15.355 Kolchosbauern und selbst\u00e4ndige Bauern, 676 Arbeiter, 1.931 Vertreter der Intelligenz, 860 Kinder, alte Menschen und Hausfrauen.<\/p>\n<p><strong>Maidan des Hasses<\/strong><\/p>\n<p>Mit der R\u00fcckkehr der Nationalisten auf die politische B\u00fchne der Ukraine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nahm auch die Gewalt wieder zu. Es wurde \u00fcber die Existenz von Folterkammern im Kiewer Rathaus <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.interfax.ru\/world\/351478\">berichtet<\/a>, das Ende 2013 von &#8220;friedlichen Demonstranten&#8221; beschlagnahmt worden sei.<\/p>\n<p>Von der sogenannten &#8220;Revolution der W\u00fcrde&#8221; sind zahlreiche Videoaufnahmen erhalten geblieben. Diese zeigen, wie &#8220;friedlichen Demonstranten&#8221; die von ihnen gefangenen Polizisten schikanieren. Einige \u00c4rzte, die auf dem Maidan arbeiteten, mussten verwundete Polizisten, die gefangen genommen worden waren, <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ml0-5YMdJeA\">davor bewahren, massakriert zu werden<\/a>. Aufnahmen des Fernsehsenders Hromadske.tv <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/ok.ru\/video\/4465362186\">zeigen auch<\/a>, wie ein Sanit\u00e4ter auf dem Maidan es kategorisch <em>verbietet<\/em>, einen Krankenwagen f\u00fcr einen Polizisten zu rufen, der ein Auge verloren hat. Der Sanit\u00e4ter begr\u00fcndete dies damit, dass der Polizist in der Berkut-Sondereinheit gedient habe, die versuchte, den Putsch einzud\u00e4mmen.\u00a0<\/p>\n<p>Und so <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.politnavigator.net\/na-majjdane-izbili-i-pytali-reportjora-sergeya-ruljova.html\">beschreibt<\/a> der Kiewer Journalist Sergei Ruljow seine Erfahrungen in der Folterkammer:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Vier Leute schlugen mich. Bei ihnen war eine Frau mit Kopftuch, die mir in die Leistengegend trat, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Dann schleppten sie mich in das von ihnen besetzte Landwirtschaftsministerium, wo sie mich durchsuchten und mir meine Dokumente, den Presseausweis, die Akkreditierung bei der Werchowna Rada, Visitenkarten, zwei Telefone und zwei Kameras abnahmen. Als sie mich zur\u00fcck auf den Kreschtschatik (die zentrale Stra\u00dfe Kiews) geschleppt hatten, begann ich zu schreien, zu Boden zu fallen und um Hilfe zu rufen, wurde erneut mit den F\u00fc\u00dfen getreten, aber niemand reagierte. Gegen 12:00 Uhr wurde ich in das ausgebrannte Haus der Gewerkschaften geschleppt. In der Lobby begann man sofort, mich zusammenzuschlagen. Im Hof fesselten mir Unbekannte in Tarnkleidung die H\u00e4nde, zogen mich bis auf die Unterw\u00e4sche aus und schlugen weiter auf mich ein &#8230; Danach dr\u00fcckten mich die vier auf den Boden, spritzten mir wieder etwas in den Arm und sagten: &#8216;Jetzt wirst uns alles sagen, Schlampe! F\u00fcr welchen Geheimdienst arbeitest du?'&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nachdem er gefesselt war, begann eine unbekannte Frau, Sergeis N\u00e4gel mit einer Zange herauszurei\u00dfen. Sp\u00e4ter identifizierte er diese Sadistin als Amina Okujewa, eine Sanit\u00e4terin der Maidan-Selbstverteidigungseinheit &#8220;Achte Hundertschaft&#8221;, die sp\u00e4ter in der &#8220;ATO-Zone&#8221; (Anti-Terror-Operation) als Mitglied der neonazistischen Bataillone &#8220;Kiew-2&#8221; und &#8220;Dschochar Dudajew&#8221; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/espreso.tv\/article\/2017\/10\/30\/khto_taka_amina_okuyeva_y_chomu_na_neyi_ta_yiyi_cholovika_polyuvaly_specsluzhby_rosiyi\">k\u00e4mpfte<\/a>. F\u00fcr ihren Einsatz wurde sie mit dem Titel &#8220;Volksheld der Ukraine&#8221; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/hromadske.od.ua\/v-odesi-vijskovi-volonteri-ta-gromadski-diyachi-otrimali-orden-narodnij-geroj-ukrayini\/\">ausgezeichnet<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Der ukrainische Staat und die Nazis<\/strong><\/p>\n<p>Es w\u00e4re \u00fcberraschend, wenn die ukrainischen Nationalisten, die zu den Truppen der so genannten &#8220;Anti-Terror-Operation&#8221; (ATO) im Osten der Ukraine geh\u00f6rten, ihren Hang zur Gewalt aufgeben und aufh\u00f6ren w\u00fcrden, ihre Feinde zu schikanieren, zu foltern und zu ermorden \u2013 denn dies ist das Erbe der totalit\u00e4ren Ideologien, die sie aus dem letzten Jahrhundert \u00fcbernommen haben. Andrei Iljenko, Mitglied der neonazistischen Swoboda-Partei und einer der modernen Ideologen des ukrainischen Nationalismus, gibt zu:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Der italienische Faschismus, der deutsche Nationalismus, der kroatische Ustaschismus, der authentische ukrainische Nationalismus, der spanische Falangismus und andere integrale Bewegungen teilen sich zweifellos eine gemeinsame ideologische Grundlage.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>(Quelle: Patriot of Ukraine organization, Ukrainian Social Nationalism: a collection of ideological works and program documents, Charkow 2007).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Und nat\u00fcrlich ist dies nicht geschehen. Buchst\u00e4blich von den ersten Tagen der &#8220;Anti-Terror-Operation&#8221; an begannen Information \u00fcber Gr\u00e4ueltaten einzulaufen, die von nationalistischen Bataillonen im Donbass begangen wurden. Schlie\u00dflich handelte es sich bei ihnen nicht allein um radikale Nationalisten, die zum Hass auf alles Russische erzogen wurden \u2013 sondern auch um Kriminelle, die wegen Gewaltverbrechen verurteilt wurden. Der Usurpator Alexander Turtschinow, der <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.unian.net\/politics\/1518844-turchinov-rasskazal-kak-vo-vremya-revolyutsii-s-drakoy-vyiryival-iz-tolpyi-regionalov-kotoryih-hoteli-povesit-na-maydane.html\">keinen Hehl daraus macht<\/a>, dass er den Abgeordneten des ukrainischen Landesparlaments mit physischer Gewalt gedroht hat, falls sie nicht f\u00fcr seine Ernennung zum amtierenden Pr\u00e4sidenten stimmen, <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bbc.com\/ukrainian\/features-russian-39598719\">erinnert sich<\/a>:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Ich erinnere mich an ein Treffen mit Freiwilligeneinheiten an der Front, bei dem einer der Anwesenden, mit Tattoos bedeckt, fragte: &#8216;Chef, gibt\u2018s jetzt eine Amnestie oder nicht? Die Jungs dort haben ein Interesse an uns.&#8217; Ich fragte: &#8216;Weswegen wollen die denn was von euch?&#8217; &#8216;Na ja, f\u00fcr so Sachen wie &#8230; Mord, Raub &#8230;'&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die von den Mitgliedern der nationalistischen Bataillone begangenen Verbrechen blieben von den ukrainischen Beh\u00f6rden lange Zeit &#8220;unbemerkt&#8221;. Doch schlie\u00dflich gelangten einige Fakten \u00fcber ihre Gr\u00e4ueltaten schlie\u00dflich vor die Gerichte \u2013 n\u00e4mlich, als internationale Menschenrechtsorganisationen begannen, \u00fcber die ungeheuerlichsten F\u00e4lle f\u00f6rmlich zu schreien. Mehrere Anf\u00fchrer des nationalistischen &#8220;Aidar&#8221;-Bataillons wurden verurteilt. Sie hatten beispielsweise in der R\u00e4ucherkammer einer Wurstfabrik ein Gef\u00e4ngnis eingerichtet und <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.vesti.ru\/article\/2687249\">brachten<\/a> Gefangene in ungeheizten Zellen von 80\u00a0mal 150 Zentimetern\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.vesti.ru\/article\/2687249\">unter<\/a>, in denen die Menschen mehrere Monate lang kauern mussten.<\/p>\n<p>Viele Menschen kamen mit der Begr\u00fcndung, sie seien &#8220;Patrioten der Ukraine&#8221; mit schweren Straftaten unbehelligt davon. Und es wurde gezeigt, dass dies ein Ausdruck der Politik der Regierung in der Praxis war. So entging beispielsweise Sergei Sternenko, ein Nationalist des Rechten Sektors vom Maidan, einer Strafe f\u00fcr das <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/dumskaya.net\/news\/delo-letnego-teatra-teper-sternenko-inkriminiruy-080346\/\">Beihilfe zum Drogenhandel<\/a> und f\u00fcr <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.unian.net\/society\/sternenko-sud-otmenil-podozrenie-napadayushchemu-na-sternenka-kuznecovu-novosti-ukrainy-11047169.html\">Mord<\/a> unter Berufung auf seinen &#8220;Patriotismus&#8221;. Und obwohl Sternenko au\u00dferdem noch wegen der Entf\u00fchrung des prorussischen Abgeordneten Sergei Schtscherbitsch aus Odessa zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und drei Monaten <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bbc.com\/ukrainian\/news-57189020\">verurteilt worden war<\/a>, wurde seine Strafe nach nur drei Monaten auf ein Jahr auf Bew\u00e4hrung reduziert. Angesichts dieser Politik ist es nicht verwunderlich, dass keiner der Beteiligten, die am 2. Mai 2014 im Gewerkschaftshaus von Odessa 49 Menschen lebendig verbrennen lie\u00dfen, bisher vor Gericht gestellt wurde.<\/p>\n<p>Auch gegen den ukrainischen Nationalisten Nikolai Kochanowski wurde mehr als einmal ein Strafverfahren eingeleitet. Dieser ATO-Teilnehmer und OUN-Bataillonskommandeur ist auch Mitglied des &#8220;Asow&#8221;-Regiments, das vom US-Kongress als neonazistische Organisation <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/thehill.com\/policy\/defense\/380483-congress-bans-arms-to-controversial-ukrainian-militia-linked-to-neo-nazis\/\">anerkannt wurde<\/a>. Ihm wird vorgeworfen, oppositionelle Fernsehsender, Kirchen des Moskauer Patriarchats, russische diplomatische Vertretungen und russische Banken angegriffen zu haben, sowie <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/pravyysektor.info\/novyny\/sytuaciya-shchodo-perestrilky-kachmaly-i-kohanivskogo-maye-zakinchytys-pravdoyu\">gef\u00e4hrliche K\u00f6rperverletzung<\/a> an einem nationalistischen Mitstreiter ausge\u00fcbt zu haben \u2013 mit einer Waffe, daf\u00fcr aber ohne Waffenschein. Nachdem seine Anh\u00e4nger die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/ru.espreso.tv\/article\/2017\/10\/24\/razbytyy_zal_suda_shturm_y_30_zaderzhannykh_chto_za_skandal_y_kto_takoy_kokhanyvskyy\">Gerichtsr\u00e4ume verw\u00fcstet<\/a> hatten, wurde Kochanowski freigelassen.<\/p>\n<p>Das vielleicht grausamste Verbrechen ukrainischer Nationalisten war die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/86494-sbu-ist-terror-organ-doppelagent-belastet-ukrainischen-sicherheitsapparat-schwer\/\">Einrichtung<\/a> eines <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/iz.ru\/1303003\/video\/vasilii-prozorov-rasskazal-o-pytochnoi-tiurme-biblioteke-v-mariupole\">Gef\u00e4ngnisses im K\u00fchlhaus des Flughafens von Mariupol<\/a> im Juni 2014, das die Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter &#8220;die Bibliothek&#8221; nannten. Dort wurden Einwohner von Mariupol geschlagen, gefoltert und vergewaltigt, wenn sie auch nur den Verdacht hegten, Sympathien f\u00fcr Russland oder die nicht anerkannten Republiken im Osten der Ukraine zu hegen. Die &#8220;Bibliothek&#8221; stand unter der Leitung des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU): Dessen Chef Valentin Naliwaitschenko war ein Freund des Anf\u00fchrers des Rechten Sektors Dmitri Jarosch.<\/p>\n<p>Und Naliwaitschenkos Assistent Juri Michaltschischin, Mitglied der nationalistischen Swoboda-Partei, tritt im Internet unter dem Pseudonym &#8220;Nachtigal88&#8221; (zu Ehren des aus ukrainischen Nationalisten zusammengesetzten Sabotagebataillons Nachtigall, das der Abwehr unterstand und sich an der Vernichtung von Juden in Lwow im Jahr 1941 beteiligte, die Doppel-8 als Verweis f\u00fcr den achten Buchstaben im Alphabet H f\u00fcr den Ruf &#8220;Heil Hitler&#8221;) auf. Dieser Mann war f\u00fcr die Ideologie des ukrainischen Geheimdienstes SBU verantwortlich. Michaltschishin <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/live24.ru\/obschestvo\/kak-mogu-byt-nacistom-ya-rossiya-provodit-denacifikaciju-ukrainy.html\">erkl\u00e4rt offen<\/a>, dass Hitlers Buch &#8220;Mein Kampf&#8221; seit seinem sechzehnten Lebensjahr sein Leitbuch war. Nachdem er aus dem SBU entlassen wurde, zog er als Mitglied des &#8220;Asow&#8221;-Regiments in den Kampf.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Die Ideologie der rassischen \u00dcberlegenheit geht mit einer langen Geschichte von Verbrechen einher, die in Hass wurzeln. Immer dann, wenn die Tr\u00e4ger einer solchen Ideologie an die Macht gelangen, schl\u00e4gt der von ihnen so verstandene Nationalstolz unweigerlich in r\u00fccksichtslose Gewalt um, und die Radikalen offenbaren ihre Bereitschaft zu ihren erkl\u00e4rten Zwecken bestialische Grausamkeiten anzuwenden und &#8220;Au\u00dfenseiter&#8221; auszurotten. Die wahren Grundlagen ihrer Weltanschauung werden sich auch in Zukunft mehr als einmal zeigen \u2013 bis wir alle diese Lektion der Geschichte endlich gelernt haben.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/kurzclips\/video\/136832-asow-grunder-kundigt-massenmord-an\/\">Asow-Gr\u00fcnder k\u00fcndigt Massenmord an Zivilisten im Donbass mit Totschka-U an<\/a><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rt.com\/russia\/555285-national-torture-tradition-military-crimes\/\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Olga Sucharewskaja ist eine ehemalige ukrainische Diplomatin. Au\u00dferdem ist sie Rechtswissenschaftlerin, Publizistin, politische Beobachterin und Analytikerin, die in letzter Zeit vor allem bei der russischen patriotisch-milit\u00e4rischen Zeitschrift Swesda <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/zvezdaweekly.ru\/authors\/?q=%D0%9E%D0%BB%D1%8C%D0%B3%D0%B0+%D0%A1%D1%83%D1%85%D0%B0%D1%80%D0%B5%D0%B2%D1%81%D0%BA%D0%B0%D1%8F\">ver\u00f6ffentlicht<\/a>.<\/em><\/p>\n<\/p>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/138254-wie-jahrhundert-politischer-gewalt-ukraine-heutige-graueltaten-verbunden\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feature von Olga Sucharewskaja Gefangene russische Soldaten, denen die Beine durchschossen werden, schreien vor Schmerz. Andere sterben an Blutverlust und Schock \u2013 niemand in der N\u00e4he leistet ihnen medizinische Hilfe. 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