{"id":642,"date":"2022-04-13T19:28:38","date_gmt":"2022-04-13T20:28:38","guid":{"rendered":"http:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/der-ukraine-krieg-ist-der-letzte-akt-eines-langen-sowjetischen-zusammenbruchs\/"},"modified":"2022-04-13T19:28:38","modified_gmt":"2022-04-13T20:28:38","slug":"der-ukraine-krieg-ist-der-letzte-akt-eines-langen-sowjetischen-zusammenbruchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/der-ukraine-krieg-ist-der-letzte-akt-eines-langen-sowjetischen-zusammenbruchs\/","title":{"rendered":"Der Ukraine-Krieg ist der letzte Akt eines langen sowjetischen Zusammenbruchs"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>von Andrej Kortunow<\/em><\/p>\n<p>Vor drei\u00dfig Jahren, als die Sowjetunion zu existieren aufh\u00f6rte, \u00e4u\u00dferten viele Beobachter ihre \u00dcberraschung angesichts der relativ friedlichen Natur des Zerfalls des riesigen Staates. Dem Zerfall anderer gro\u00dfer europ\u00e4ischer Imperien \u2013 des britischen, franz\u00f6sischen, spanischen und portugiesischen\u00a0\u2013 waren immer gro\u00dfe bewaffnete Konflikte gefolgt, von denen einige \u00fcber Jahrzehnte andauerten und die von Hunderttausenden, wenn nicht Millionen Opfern begleitet wurden. Nat\u00fcrlich wurde auch der postsowjetische Raum Zeuge milit\u00e4rischer Gewalt und bewaffneter Konflikte in den fr\u00fchen 1990ern (Tadschikistan, Nagorno-Karabach, Abchasien, S\u00fcdossetien, Transnistrien, Tschetschenien und Dagestan), aber die meisten waren, was Ausma\u00df und Dauer anbetrifft, bescheiden.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/62498347b480cc28de665a0d.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/62498346b480cc28de665a0c.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/62498347b480cc28de665a0d.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/62498346b480cc28de665a0c.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/62498346b480cc28de665a0c.jpg\" alt='Peskow: \"W\u00e4hrend Europa sich in die Knie schie\u00dft, scheffelt Washington Geld\"'><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/135325-peskow-wahrend-europa-sich-in-die-knie-schiesst\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Peskow: &#8220;W\u00e4hrend Europa sich in die Knie schie\u00dft, scheffelt Washington Geld&#8221;<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>Auf dem Gebiet der fr\u00fcheren UdSSR wurden milit\u00e4rische Konflikte \u00f6fter erfolgreich &#8220;eingefroren&#8221;, und nur von Zeit zu Zeit lenkten sie mit Ausbr\u00fcchen der Eskalation die Aufmerksamkeit auf sich. Die d\u00fcsteren Prophezeiungen \u00fcber die Verbreitung nuklearer Waffen, Millionen von Fl\u00fcchtlingen, die in die Nachbarl\u00e4nder fl\u00f6ssen, weitverbreitete ethnische S\u00e4uberungen und den unaufhaltsamen Aufstieg von religi\u00f6sem Fundamentalismus, internationalem Terrorismus etc., haben sich unmittelbar nach der Aufl\u00f6sung nicht realisiert. Man muss zugeben, dass die Anfangsphase der Dekonstruktion des Imperiums \u00fcberraschend friedlich und sogar igendwie geordnet verlief. Insbesondere, wenn wir in Betracht ziehen, dass niemand im Vorhinein irgendwelche Notfallpl\u00e4ne f\u00fcr einen Zerfall der Sowjetunion erarbeitet hatte.<\/p>\n<p>Analytiker bieten eine ganze Auswahl von Erkl\u00e4rungen f\u00fcr diese bemerkenswerte Tatsache. Vor allem wird auf den Zynismus und Opportunismus der sp\u00e4ten kommunistischen Nomenklatura hingewiesen, die die M\u00f6glichkeit pers\u00f6nlicher Bereicherung einem fortgesetzten Einsatz f\u00fcr die Erhaltung der gro\u00dfen sowjetischen Macht vorzog. Es wurde auch festgestellt, dass die UdSSR ein sehr ungew\u00f6hnliches Konstrukt war, bei dem das imperiale Zentrum (Russland) seine kolonialen Randgebiete weniger wirtschaftlich ausgebeutet, sondern vielmehr um den Preis eigener Entwicklungsm\u00f6glichkeiten subventioniert hat.<\/p>\n<p>Daher hatten viele in der Russischen F\u00f6deration die sowjetische imperiale Peripherie nicht als Gewinn, sondern eher als Belastung f\u00fcr den russischen Kern betrachtet. Die insgesamt f\u00f6rderliche internationale Lage zog die Aufmerksamkeit auf sich, die es erlaubte, in den 199oern scharfe Konflikte und blutige Kriege um das &#8220;sowjetische Erbe&#8221; zu vermeiden.<\/p>\n<p><strong>Schrittweise imperiale Desintegration<\/strong><\/p>\n<p>Ohne eine detaillierte Analyse dieser und anderer Hypothesen zu liefern, die sich mit den Besonderheiten des Desintegrationsprozesses auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion befassen, k\u00f6nnte ich jedoch eine weitere Erkl\u00e4rung liefern, die den oben genannten nicht notwendigerweise widerspricht. Meiner Meinung nach brach die Sowjetunion nicht Ende 1991 zusammen, sondern begann nur einen langen, komplexen und widerspr\u00fcchlichen Weg schrittweiser Desintegration. Vor drei\u00dfig Jahren verk\u00fcndeten die F\u00fchrer der bereits ehemaligen Sowjetrepubliken nur das Ziel, unabh\u00e4ngige Staaten an Stelle der langsam implodierenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Institutionen der Sowjetunion zu schaffen. Aber der Prozess, diese neuen Staaten aufzubauen, dauerte mehrere Jahrzehnte und setzt sich fort bis zum heutigen Tag.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/62445fd448fbef27bb6cd99b.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/62445fd348fbef27bb6cd99a.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/62445fd448fbef27bb6cd99b.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/62445fd348fbef27bb6cd99a.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/62445fd448fbef27bb6cd99b.jpg\" alt=\"Nach R\u00fcckzug westlicher Firmen: Chinesische Unternehmen sehen in Russland ein Land der M\u00f6glichkeiten\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/62445fd348fbef27bb6cd99a.jpg\" alt=\"Nach R\u00fcckzug westlicher Firmen: Chinesische Unternehmen sehen in Russland ein Land der M\u00f6glichkeiten\"><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/wirtschaft\/135034-nach-ruckzug-westlicher-firmen-chinesische\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Nach R\u00fcckzug westlicher Firmen: Chinesische Unternehmen sehen in Russland ein Land der M\u00f6glichkeiten<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>F\u00fcr sehr lange Zeit blieb der gr\u00f6\u00dfere Teil des postsowjetischen Raums \u2013 mit m\u00f6glicher Ausnahme der drei baltischen Staaten\u00a0\u2013 im Kern eine einzige Einheit, bezogen auf wirtschaftliche Verbindungen, Transport- und Logistikinfrastruktur, Bildungsstandards, Wissenschaft, Kultur, und, am Wichtigsten, in Bezug auf die Mentalit\u00e4t der an der Macht befindlichen politischen und Wirtschaftseliten. Es brauchte wenigstens eine weitere Generation, bis diese Einheit in der Vergangenheit verd\u00e4mmerte. Daher findet der wirkliche Kollaps der Sowjetunion erst heute statt, im Wortsinne vor unseren Augen, und die Staaten, die im postsowjetischen Raum entstanden, haben all die Herausforderungen, Risiken und Schmerzen der imperialen Desintegration noch vor sich.<\/p>\n<p>Die oberfl\u00e4chliche Natur der sowjetischen Desintegration Ende 1991 wird besonders sichtbar, wenn man sie mit ansatzweise \u00e4hnlichen Prozessen in der modernen Geschichte vergleicht, wie dem Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union. Zwischen dem Brexit-Referendum im Juni 2016 und dem formellen Ende der Mitgliedschaft des Vereinigten K\u00f6nigreichs in der Europ\u00e4ischen Union am 1. Februar 2020 vergingen vier Jahre; diese Jahre waren gef\u00fcllt mit intensiven Verhandlungen und scharfem politischem Streit sowohl in London als auch in Br\u00fcssel, ununterbrochenen Beratungen mit Experten und einer schwierigen Suche nach Kompromissen bez\u00fcglich der Bedingungen weiterer Zusammenarbeit zwischen dem\u00a0Vereinten K\u00f6nigreich\u00a0und der EU. Binnen dieser vier Jahre wurden viele detaillierte Dokumente vorbereitet und verabschiedet, die die wechselseitigen Rechte und Pflichten zwischen Br\u00fcssel und London regeln. Mehr noch, die Kl\u00e4rung dieser Rechte und Pflichten geht bis heute weiter.<\/p>\n<p>Die Vereinbarungen von Belowesch, die das Ende der Sowjetunion und die Schaffung der Gemeinschaft unabh\u00e4ngiger Staaten erkl\u00e4rten, wurden in wenigen Tagen entworfen, abgestimmt und unterzeichnet; das Dokument mit 14 Artikeln ist nur zwei Seiten lang. Tats\u00e4chlich wurde mit den Vereinbarungen von Belowesch nur eine sehr allgemeine Absichtserkl\u00e4rung angenommen, ein kurzes und sehr vieldeutiges Memorandum des Verstehens, das alle Teilnehmer nach ihrem Gutd\u00fcnken auslegen konnten. Es ist vollkommen unm\u00f6glich, sich eine derart hastig und beil\u00e4ufig abgeschlossene \u00dcbereinkunft zum Brexit vorzustellen.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/6253f0d548fbef5e4527ba1f.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/6253f0d548fbef5e4527ba1f.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/6253f0d548fbef5e4527ba1f.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/6253f0d548fbef5e4527ba1f.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/6253f0d548fbef5e4527ba1f.jpg\" alt=\"Knappes Rennen bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen in S\u00fcdossetien\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/6253f0d548fbef5e4527ba1f.jpg\" alt=\"Knappes Rennen bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen in S\u00fcdossetien\"><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/135926-knappes-rennen-bei-praesidentschaftswahlen-in-suedossetien\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Knappes Rennen bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen in S\u00fcdossetien<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>Dabei ging es beim Brexit nur um den R\u00fcckzug eines Landes aus einem Projekt multilateraler Integration, und im Falle der Vereinbarungen von Belowesch bestand die Aufgabe in der ordentlichen Zerlegung eines einzelnen Staates mit der Geschichte eines Zusammenlebens verschiedener nationaler, ethnischer und religi\u00f6ser Gruppen, die teils mehrere Jahrhunderte zur\u00fcckreicht.<\/p>\n<p>Vor drei\u00dfig Jahren war es ganz und gar nicht offensichtlich, dass alle nationalen Projekte der Sowjetrepubliken bestehen w\u00fcrden. Es gab ernsthafte Zweifel an der politischen und wirtschaftlichen Lebensf\u00e4higkeit, oder der Effizienz, einer ganzen Reihe dieser neuen Staaten. In Moskau blieb die allgemeine Stimmung lange Zeit arrogant und eigenn\u00fctzig. Es hie\u00df:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Sie werden nirgendwohin gehen, sie werden fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu uns zur\u00fcckkommen.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Vielleicht h\u00e4tten, unter anderen Umst\u00e4nden, die postsowjetischen Staaten tats\u00e4chlich unter russischer F\u00fchrung eine funktionsf\u00e4hige, integrative Gruppierung bilden k\u00f6nnen, nach dem Muster der EU oder zumindest der EWG, die der EU vorausging. Im Team des ehemaligen russischen Pr\u00e4sidenten Boris Jelzin waren solche Hoffnungen und Pl\u00e4ne sicher weit verbreitet, und m\u00f6glicherweise auch in der &#8220;fr\u00fchen&#8221; Amtszeit von Wladimir Putin.<\/p>\n<p><strong>Neue Integrationsstukturen<\/strong><\/p>\n<p>Es ist kein Zufall, dass in den offiziellen Dokumenten russischer Au\u00dfenpolitik den Beziehungen mit den Partnern des &#8220;nahen Auslands&#8221; unver\u00e4ndert der erste Platz auf der Liste der geografischen Priorit\u00e4ten zugeteilt wurde. Obwohl sich Russlands reale au\u00dfenpolitische Ambitionen und Hoffnungen seit 1991 in westliche Richtung bewegten. Lange Zeit wurde der Mechanismus der GUS im Kreml nicht als Instrument einer &#8220;zivilisierten Scheidung&#8221; von Russlands postsowjetischen Nachbarn gesehen, sondern als erster Spross einer neuen Integrationsstuktur. Die Konsolidierung des postsowjetischen Raums wurde als absolut notwendige Voraussetzung f\u00fcr die R\u00fcckkehr Russlands zum Status einer gro\u00dfen Macht und f\u00fcr die Sicherung seiner schnellen und nachhaltigen Entwicklung gesehen.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/62459f8db480cc53163702be.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/62459f8db480cc53163702bd.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/62459f8db480cc53163702be.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/62459f8db480cc53163702bd.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/62459f8db480cc53163702be.jpg\" alt='Georgien verurteilt S\u00fcdossetiens Pl\u00e4ne f\u00fcr Beitritt zu Russland \u2013 Kreml respektiert \"Volkswillen\"'><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/62459f8db480cc53163702bd.jpg\" alt='Georgien verurteilt S\u00fcdossetiens Pl\u00e4ne f\u00fcr Beitritt zu Russland \u2013 Kreml respektiert \"Volkswillen\"'><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/135120-georgien-verurteilt-suedossetiens-plaene-fuer-beitritt-zu-russland\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Georgien verurteilt S\u00fcdossetiens Pl\u00e4ne f\u00fcr Beitritt zu Russland \u2013 Kreml respektiert &#8220;Volkswillen&#8221;<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>In den 3 Jahren seither wurde dieses Ziel nicht erreicht. Es gibt viele Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses Scheitern. Man kann auf die extrem buntscheckige und heterogene Zusammensetzung der GUS verweisen, auf die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungslinien, die auseinander-, nicht zusammelaufen, und auf die kulturelle Entwicklung der postsowjetischen Gesellschaften. Man kann auch die Positionen des Westens erw\u00e4hnen, der selbst der hypothetischen M\u00f6glichkeit einer Wiederherstellung der Sowjetunion in irgendeiner Gestalt immer misstrauisch gegen\u00fcberstand.<\/p>\n<p>Es macht auch Sinn, die objektive Asymmetrie des wirtschaftlichen und politischen Potenzials zwischen Russland und seinen Nachbarn wahrzunehmen,\u00a0welche\u00a0die Suche nach einer stabilen multilateralen Interessensbalance, die f\u00fcr alle akzeptabel ist, erschwerte. Nat\u00fcrlich muss man auch das &#8220;Big Brother&#8221;-Syndrom bedenken, das sich in der russischen Politik oft niedergeschlagen hat, Moskaus Unwillen, die spezifischen Interessen, Erwartungen, und vor allem die politischen und psychologischen Traumata der hervortretenden Eliten der neuen Staaten vollst\u00e4ndig zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>Gescheitertes Rollenmodell<\/strong><\/p>\n<p>Aber die wichtigste Wurzel des russischen Scheiterns bei der Konsolidierung des postsowjetischen Raums um Moskau war, so scheint mir, nicht einmal einer dieser Faktoren. Das Hauptproblem der postsowjetischen &#8220;eurasischen&#8221; Integration war, dass Russland \u00fcber die 30 Jahre seiner unabh\u00e4ngigen Existenz hinweg nicht im Stande war, ein effektives Modell sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung zu finden, das in den Nachbarl\u00e4ndern als Vorbild gesehen w\u00fcrde. Schon Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts wurde die Aufgabe, die soziale und politische Stabilit\u00e4t des Landes zu erhalten, der Aufgabe sozialer und wirtschaftlicher Erneuerung vorgezogen.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/624f2b98b480cc60ee5d1527.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/624f2b98b480cc60ee5d1527.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/624f2b98b480cc60ee5d1527.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/624f2b98b480cc60ee5d1527.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/624f2b98b480cc60ee5d1527.jpg\" alt=\"Russland nennt Zeitrahmen f\u00fcr Erholung der Wirtschaft von Sanktionen\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/624f2b98b480cc60ee5d1527.jpg\" alt=\"Russland nennt Zeitrahmen f\u00fcr Erholung der Wirtschaft von Sanktionen\"><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/135708-russland-nennt-zeitrahmen-fuer-erholung-der-wirtschaft-von-sanktionen\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Russland nennt Zeitrahmen f\u00fcr Erholung der Wirtschaft von Sanktionen<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>Man k\u00f6nnte dar\u00fcber streiten, ob der Konservatismus der russischen F\u00fchrung unter dem &#8220;reifen&#8221; Wladimir Putin gerechtfertigt war. Aber der Preis, der daf\u00fcr gezahlt werden musste, war der Verlust der vorhergehenden sozialen und politischen Dynamik. Es scheint, dass die Bewahrung des archaischen sozialen und wirtschaftlichen Systems der Hauptgrund war, warum Russland w\u00e4hrend der postsowjetischen Periode f\u00fcr seine GUS-Nachbarn nicht das wurde, was Deutschland (und teilweise Frankreich) in den 1960er und 1970ern f\u00fcr die Europ\u00e4ische Wirtschaftsgemeinschaft wurden.<\/p>\n<p>Demgem\u00e4\u00df erwies sich Moskau nicht als stark genug, um die Rolle der Wirtschaftslokomotive Eurasiens zu spielen. Mehr noch, Russland musste mit solch ehrgeizigen und energetischen Spielern wie der EU im Westen, China im Osten und der T\u00fcrkei im S\u00fcden um Einfluss im eurasischen Raum ringen. In diesem Kampf hat Moskau schrittweise Boden verloren, was zu dem wachsenden Gef\u00fchl von Isolation und Unsicherheit beitrug.<\/p>\n<p>Aber was sind die entscheidenden Mittel, die Moskau in den vergangenen drei Jahrzehnten eingesetzt hat, um seine Einfluss auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR zu st\u00e4rken? Zuallererst positionierte sich Russland als der Hauptgarant (sogar der einzige) f\u00fcr die nationale Sicherheit der postsowjetischen Staaten. Die Haltung Moskaus gegen\u00fcber Versuchen irgendwelcher externer Spieler, ihren milit\u00e4rischen oder politischen Einfluss in diesem Gebiet auszuweiten\u00a0\u2013 Vorschl\u00e4ge, UN-Friedenstruppe in das Gebiet eines bestimmten Konflikts zu schicken, eingeschlossen\u00a0\u2013 war immer ausdr\u00fccklich negativ. Alternative Anbieter von Sicherheit in ihrem Hinterhof missfielen der russischen F\u00fchrung deutlich.<\/p>\n<p><strong>Problematische Gebietsstreitigkeiten<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr lange Zeit erhob kein ausl\u00e4ndischer Akteur irgendeinen grunds\u00e4tzlichen Sicherheitsanspruch auf die s\u00fcdlichen Grenzkonturen der fr\u00fcheren UdSSR. Aber Moskaus Absicht, seine milit\u00e4rische und politische Hegemonie im Westen und S\u00fcdwesten des postsowjetischen Raums zu halten, wurde sp\u00e4testens seit der Mitte der 1990er unzweideutiger gesehen. Mehr noch, im Verlauf dieser 30 Jahre sammelte Russland eine bedeutende Menge von Problemen mit partiell oder vollst\u00e4ndig nicht anerkannten Gebieten (Abchasien und S\u00fcdossetien, die Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Transnistrien und Nagorny-Karabach). Sie alle erwiesen sich, mehr oder weniger, als eine Belastung f\u00fcr Russland \u2013 sowohl was seinen Umgang mit seinen Nachbarn, als auch, was seine Zusammenarbeit mit dem Westen betraf.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/624c968ab480cc1c0e0ca904.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/624c968ab480cc1c0e0ca904.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/624c968ab480cc1c0e0ca904.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/624c968ab480cc1c0e0ca904.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/624c968ab480cc1c0e0ca904.jpg\" alt=\"Erfolg der russischen High-Tech-Forschung: Komposit-Tragfl\u00e4chen f\u00fcr neuen Passagier-Jet MS-21\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/624c968ab480cc1c0e0ca904.jpg\" alt=\"Erfolg der russischen High-Tech-Forschung: Komposit-Tragfl\u00e4chen f\u00fcr neuen Passagier-Jet MS-21\"><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/wirtschaft\/135468-robust-und-sicher-fortschritt-bei-komposit-tragflaechen-der-neuen-russischen-passagiermaschine-ms21\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Erfolg der russischen High-Tech-Forschung: Komposit-Tragfl\u00e4chen f\u00fcr neuen Passagier-Jet MS-21<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>Zweitens konnte Russland seinen Nachbarn subventionierte Preise f\u00fcr Exporte an \u00d6l, Gas und anderen Rohstoffen anbieten. Dieser Mechanismus funktionierte in dem Zusammenhang eines fortgesetzten Mangels an Energie und Rohstoffen auf der Welt und dem damit einhergehenden fortgesetzten Anstieg der Weltmarktpreise f\u00fcr russische Exporte. Vergessen wir nicht, dass die Wirtschaften der meisten GUS-L\u00e4nder in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Kern sowjetisch blieben, und damit energie- und ressourcenintensiv, was den hohen Abh\u00e4ngigkeitsgrad dieser L\u00e4nder von den billigen Energie- und Rohstofflieferungen aus Russland vorherbestimmte.<\/p>\n<p>Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wurde der &#8220;Erzeugermarkt&#8221; jedoch durch einen &#8220;Verbrauchermarkt&#8221; ersetzt, wodurch die Bedeutung des russischen Energiebonus f\u00fcr die Nachbarl\u00e4nder schrittweise abnahm. Langsame, aber unvermeidbare Prozesse des wirtschaftlichen Strukturwandels in den meisten GUS-L\u00e4nder trugen ebenfalls dazu bei. Sie erhielten zus\u00e4tzlichen Schwung in Gestalt des \u00dcbergangs zu &#8220;sauberen&#8221; Energiequellen, der weltweit begonnen hat, und die russischen Energieunternehmen waren zunehmend unwillig, ihre direkten Konzerninteressen im Namen abstrakter Staatsziele zu opfern.<\/p>\n<p>Drittens versuchte Moskau, seine Nachbarn mit der Schaffung besonders g\u00fcnstiger Zugangsm\u00f6glichkeiten zu den russischen M\u00e4rkten f\u00fcr G\u00fcter und Dienstleistungen anzuziehen, wie auch zum Arbeitsmarkt. Solche Beg\u00fcnstigungen hatten im Zusammenhang mit dem schnellen Wachstum der russischen Wirtschaft im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts und der Tatsache, dass die meisten GUS-L\u00e4nder unwillig oder nicht vorbereitet darauf waren, die Waren- und Arbeitsm\u00e4rkte des &#8220;fernen Auslands&#8221; zu erkunden, besonders bedeutend.<\/p>\n<p><strong>Schwindende Dynamik<\/strong><\/p>\n<p>Aber selbst diese M\u00f6glichkeiten w\u00e4hrten nicht ewig. Seit Beginn des zweiten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts hat die russische Wirtschaft ihre vorherige Dynamik verloren und hinkt der durchschnittlichen Wachstumsrate weltweit hinterher. Die GUS-L\u00e4nder ihrerseits haben ihre Au\u00dfenwirtschaftsbeziehungen immer weiter diversifiziert, und die Kooperation mit China, der EU, S\u00fcdasien und dem Nahen Osten ausgeweitet. In diesem Prozess spielen auch die restriktiven wirtschaftlichen Ma\u00dfnahmen eine gewisse Rolle, die Moskau wiederholt gegen\u00fcber Georgien, der Ukraine, Moldawien und sogar Wei\u00dfrussland angewandt hat, und damit diese L\u00e4nder zwang, aggressiver alternative Exportm\u00e4rkte zu entwickeln. Ein weiterer Faktor, der die wirtschaftliche Parterschaft im postsowjetischen Raum seit 2014 verlangsamte, war das Z\u00f6gern der Partner Russlands, von westlichen Sekund\u00e4rsanktionen getroffen zu werden, nachdem\u00a0der Westen\u00a0seine Ma\u00dfnahmen gegen Moskau versch\u00e4rfte.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/6246b9e5b480cc79e11ba3b2.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/6246b9e5b480cc79e11ba3b2.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/6246b9e5b480cc79e11ba3b2.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/6246b9e5b480cc79e11ba3b2.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/6246b9e5b480cc79e11ba3b2.jpg\" alt=\"Wirtschaftsexperte: Sanktionen k\u00f6nnen russischen Goldhandel nicht stoppen\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/6246b9e5b480cc79e11ba3b2.jpg\" alt=\"Wirtschaftsexperte: Sanktionen k\u00f6nnen russischen Goldhandel nicht stoppen\"><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/wirtschaft\/135194-analyst-sanktionen-koennen-russischen-goldhandel-nicht-stoppen\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Wirtschaftsexperte: Sanktionen k\u00f6nnen russischen Goldhandel nicht stoppen<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>Viertens hat Russland lange den Anspruch erhoben, der &#8220;Interessensvertreter&#8221; der GUS-Staaten in internationalen Organisationen zu sein, vom UN-Sicherheitsrat bis zu den G8 und G20. Aber diese Aufgabe wurde immer schwerer erreichbar \u2013 die Interessen Moskaus und seiner engsten Nachbarn entfernten sich immer deutlicher voneinander, eine solidarische Abstimmung in internationalen Organisationen war immer schwerer zu erreichen; in vielen multilateralen Foren wurden Interessenkollisionen immer h\u00e4ufiger. Selbst in solch exklusiven Formaten wie der Shanghaier Organisation zur Zusammenarbeit (SCO) wichen die Positionen Moskaus und anderer GUS-L\u00e4nder oft bedeutend voneinander ab.<\/p>\n<p>Der russische Werkzeugkoffer f\u00fcr den Umgang mit den L\u00e4ndern des &#8220;nahen Auslands&#8221; ist nat\u00fcrlich nicht auf die vier Instrumente beschr\u00e4nkt, die ich oben angef\u00fchrt habe. Es gibt auch Bildungsexportm\u00f6glichkeiten mit Budgetquoten f\u00fcr Studenten aus den GUS-Staaten, Programme, um die russische Kultur und Sprache zu f\u00f6rdern, bilaterale und multilaterale Technologieketten etc. Aber all diese Werkzeuge haben unter den Bedingungen einer rentenbasierten russischen Wirtschaft eine begrenzte Wirksamkeit. Diese Begrenzungen werden insbesondere deutlich, wenn viele alternative Partner anwesend sind \u2013 von China bis zur EU \u2013, die aktiv den postsowjetischen Raum entwickeln.\u00a0Aber auch\u00a0mit Blick auf die zunehmende Zahl wirtschaftlicher Sanktionen, die der Westen seit 2014 \u00fcber Russland verh\u00e4ngt hat.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich beruhte die Herausbildung neuer nationaler Identit\u00e4ten in den ehemaligen Sowjetrepubliken vor allem auf der maximal m\u00f6glichen Distanzierung von Russland \u2013 einschlie\u00dflich seiner Geschichte, Kultur und Sprache. Russland fand sich unvermeidlich in der Stellung des symbolischen &#8220;Anderen&#8221; wieder, gegen den der ethnische und kulturelle Nationalismus der ehemaligen imperialen Au\u00dfengebiete in dem Prozess der Staatsbildung ank\u00e4mpfen musste. Daher der Anstieg des anti-russischen Nationalismus in vielen GUS-L\u00e4ndern, die Schaffung alternativer &#8220;Nationalgeschichte&#8221; und die Herausbildung einer national-ethnischen politischen Mythologie, das kritische \u00dcberdenken der Erfahrung des gemeinsamen Lebens im multinationalen sowjetischen Staat \u2013 all das war beinahe unvermeidlich.<\/p>\n<p><strong>Ein ver\u00e4ndertes Herangehen an den post-sowjetischen Raum<\/strong><\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig ist es schwierig, ein vollst\u00e4ndiges und \u00fcberzeugendes Bild zu zeichnen, wie die Entwicklung der russischen Haltung gegen\u00fcber den n\u00e4chsten Nachbarn stattfand. Vielleicht werden eines Tages jetzt klassifizierte Archivinformationen es erm\u00f6glichen, eine umfassende Analyse der hitzigen Debatten zu liefern, die zweifelsohne in den &#8220;inneren Zirkeln&#8221; Jelzins wie auch Putins stattgefunden haben. Dennoch kann man annehmen, dass der Krieg in Georgien 2008 und insbesondere die darauf folgende Anerkennung von Abchasien und S\u00fcdossetien als unabh\u00e4ngige Staaten bereits das Ergebnis einer umfassenden Transformation der Strategie des Kreml seinen Partnern im postsowjetischen Raum gegen\u00fcber war.<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/6242da0eb480cc2c165c4d54.png 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/6242da0eb480cc2c165c4d54.png 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/6242da0eb480cc2c165c4d54.png 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/6242da0eb480cc2c165c4d54.png 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/thumbnail\/6242da0eb480cc2c165c4d54.png\" alt=\"Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold \u2013 Putins Schachzug gegen den Westen\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.03\/article\/6242da0eb480cc2c165c4d54.png\" alt=\"Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold \u2013 Putins Schachzug gegen den Westen\"><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-label\">\n                <span class=\"Label-root Label-analyse\"><br \/>\n                    Analyse<br \/>\n                <\/span>\n            <\/div>\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/134899-neue-weltordnung-erdgas-gegen-rubel\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold \u2013 Putins Schachzug gegen den Westen<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>Schlie\u00dflich war es bereits 2008 mehr als klar, dass die Anerkennung der beiden abtr\u00fcnnigen georgischen Regionen ein fundamentales, langfristiges Problem in den Beziehungen zwischen Tiflis und Moskau schaffen w\u00fcrde, da keine georgische Regierung einen Verlust von einem F\u00fcnftel des Staatsgebiets hinnehmen k\u00f6nnte. Und ohne aktive Beteiligung von Tiflis ist selbst theoretisch kein Versuch einer umfassenden wirtschaftlichen und \u00f6konomischen regionalen Reintegration des S\u00fcdkaukasus m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war das Verhalten des Kremls w\u00e4hrend der Ukraine-Krise 2014 ein weitaus deutlicheres Zeichen der Revision vorhergehender Haltungen, so bedeutend es sich von der russischen Reaktion auf die &#8220;Orange Revolution&#8221; in Kiew ein Jahrzehnt davor unterschied. Der schnelle Einsatz auf der Krim und die starke Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Donezker und Lugansker Volksrepubliken (DVR und LVR) in der Ostukraine, die extrem scharfe offizielle Rhetorik gegen die neue ukrainische F\u00fchrung \u2013 all das wurde zu einem klaren Signal, dass der Kreml bereit war, eine langfristige Feindseligkeit der Ukraine (oder zumindest des ukrainischen Mainstreams) Russland gegen\u00fcber als historisch unvermeidlich hinzunehmen. Dementsprechend machten die Ereignisse von 2014 auch allen Pl\u00e4nen f\u00fcr die umfassende Reintegration des ehemaligen sowjetischen Raums um Russland ein Ende, soweit es sie bis dahin noch gab.<\/p>\n<p>Seit diesem Zeitpunkt wurde der Prozess der \u00dcberleitung der Beziehungen mit den post-sowjetischen Staaten auf eine &#8220;selbsterhaltende&#8221; Grundlage besonders kenntlich, einschlie\u00dflich einer schrittweisen Verringerung direkter und indirekter Wirtschaftssubventionen f\u00fcr Russlands Nachbarn, eine starke Verteidigung russischer Interessen im Bereich von Handel und Investitionen, aktive Konkurrenz mit den Nachbarn um die M\u00e4rkte von Drittl\u00e4ndern etc. Nat\u00fcrlich gingen die multilateralen Wirtschaftsprojekte weiter: 2015 begann die Arbeit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU). Die Bedeutung der EAEU f\u00fcr Russland blieb jedoch sehr begrenzt \u2013 der Anteil der Mitgliedsl\u00e4nder dieser Organisation am gesamten russischen Au\u00dfenhandel betr\u00e4gt weniger als 10 Prozent (der Anteil der EU im Au\u00dfenhandel Deutschlands liegt im Vergleich dazu beinahe bei 60 Prozent).<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias>\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">\n<div class=\"Card-picture\">\n<picture class=\"Picture-root Picture-default\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/62544f3cb480cc1b8e298fbe.jpg 850w,\n                https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/62544f3cb480cc1b8e298fbd.jpg 1960w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/62544f3cb480cc1b8e298fbe.jpg 460w,\n              https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/62544f3cb480cc1b8e298fbd.jpg 980w,\n            \" srcset=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\"><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data-sizes=\"auto\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-default lazyload\" data-src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/thumbnail\/62544f3cb480cc1b8e298fbe.jpg\" alt='Lawrow: Russlands Milit\u00e4roperation in Ukraine soll \"totaler Vorherrschaft der USA ein Ende setzen\"'><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdni.russiatoday.com\/deutsch\/images\/2022.04\/article\/62544f3cb480cc1b8e298fbd.jpg\" alt='Lawrow: Russlands Milit\u00e4roperation in Ukraine soll \"totaler Vorherrschaft der USA ein Ende setzen\"'><\/noscript>    <\/div><\/div>\n<div class=\"Card-contentWrap\">\n<div class=\"Card-content\">\n<div class=\"Card-title\">\n<div class=\"HeaderNews-root HeaderNews-type_6 \">\n<p>            <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/135976-lawrow-russlands-militaeroperation-in-ukraine\/\" class=\"Link-root Link-isFullCard \" rel=\"noopener\"><br \/>\n                Lawrow: Russlands Milit\u00e4roperation in Ukraine soll &#8220;totaler Vorherrschaft der USA ein Ende setzen&#8221;<br \/>\n            <\/a><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/article>\n<\/div><\/div>\n<p>Obwohl die EAEU nat\u00fcrlich weiter ein wichtiger Mechanismus zur F\u00f6rderung der Moskauer Wirtschaftsinteressen bleibt, ist die Bewegung hin auf einen einzigen Wirtschaftsraum innerhalb dieser Struktur sehr langsam, was besonders vor dem Hintergrund aktiver Integrationsprozesse in anderen Weltregionen auff\u00e4llt. Moskaus vorsichtige Versuche, der EAEU eine politische Dimension zu verleihen, erhielt keine sichtbare Unterst\u00fctzung durch die anderen Mitglieder und erzielte keine bemerkbaren Ergebnisse.<\/p>\n<p><strong>Der letzte Akt<\/strong><\/p>\n<p>Der Beginn der &#8220;milit\u00e4rischen Sonderoperation&#8221; in der Ukraine ist eine klare Ausnahme von dem Trend hin zu einer rationaleren, risikoscheueren und pragmatischeren Herangehensweise an den post-sowjetischen Raum. Es scheint, dass in den Augen der Kremlf\u00fchrung eine westorientierte Ukraine, die eng mit der NATO zusammenarbeitet, eine ernsthafte Herausforderung nicht nur f\u00fcr Russlands Sicherheitsinteressen, sondern sogar f\u00fcr Russlands Existenz darstellte. Jede rationale Kosten-Nutzen-Analyse w\u00fcrde nahelegen, dass Moskau viel zu verlieren hat, aber nicht viel zu gewinnen, wenn es versucht, die Ukraine mit milit\u00e4rischen Mitteln umzubauen. Es w\u00e4re voreilig, das Ergebnis dieses Schachzugs des Kremls in der Ukraine zu untersuchen. Aber man kann spekulieren, dass man sich\u00a0an die aktuellen Ereignisse einmal als an den letzten Akt des 30 Jahre w\u00e4hrenden Dramas erinnern wird, in dem Russland mit seinem imperialen Erbe k\u00e4mpfte.<\/p>\n<p>Das paradoxe Ergebnis der russischen Au\u00dfenpolitik der letzten 30 Jahre ist, dass das Land es geschafft hat, eine sehr aktive globale Macht zu werden ohne eine legitime regionale F\u00fchrungsmacht zu sein. Mehr noch, der russische Globalismus der letzten Jahre kann als eine Art politische Entsch\u00e4digung f\u00fcr die vielen Fehler gesehen werden, die Moskau bei seinen Versuchen machte, konstruktive und stabile Beziehungen zu vielen seiner n\u00e4chsten Nachbarn aufzubauen. Dennoch wird die Aufgabe, solche Beziehungen zu entwickeln, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wieder an der Spitze der au\u00dfenpolitischen Priorit\u00e4tenliste Moskaus auftauchen. Das wird jetzt zwar viel schwieriger werden als damals 1991. Dennoch, wenn dieses kritische Problem nicht angegangen wird, wird jeder Erfolg russischer Au\u00dfenpolitik in einem anderen Bereich unvermeidbar entwertet.<\/p>\n<p><em>RT DE bem\u00fcht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeitr\u00e4ge und Meinungsartikel m\u00fcssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung aus dem <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/rt.com\/russia\/553663-moscow-post-soviet-space\/\" rel=\"noopener\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Andrej Kortunow<\/strong> ist promovierter Historiker und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Russischen Rates f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Beziehungen (RIAC).<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/134188-moskaus-reaktion-auf-westliche-sanktionen\/\" rel=\"noopener\">Moskaus Reaktion auf westliche Sanktionen: Schritte zur Stabilisierung der heimischen Wirtschaft<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/136056-ukraine-ist-letzte-akt-langen-sowjetischen-zusammenbruchs\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Andrej Kortunow Vor drei\u00dfig Jahren, als die Sowjetunion zu existieren aufh\u00f6rte, \u00e4u\u00dferten viele Beobachter ihre \u00dcberraschung angesichts der relativ friedlichen Natur des Zerfalls des riesigen Staates. 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