{"id":55701,"date":"2024-02-20T22:59:29","date_gmt":"2024-02-20T20:59:29","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/putin-bedauert-in-der-ukraine-nicht-frueher-gehandelt-zu-haben\/"},"modified":"2024-02-20T22:59:29","modified_gmt":"2024-02-20T20:59:29","slug":"putin-bedauert-in-der-ukraine-nicht-frueher-gehandelt-zu-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/putin-bedauert-in-der-ukraine-nicht-frueher-gehandelt-zu-haben\/","title":{"rendered":"Putin bedauert, in der Ukraine nicht fr\u00fcher gehandelt zu haben"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/02\/65d4f670b480cc14d951d8ba.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Russland wird die Ukraine im von den USA gef\u00fchrten Stellvertreterkrieg des Kollektiven Westens gegen Russland besiegen. Der Sieg h\u00e4tte jedoch schneller und mit weniger Verlusten erzielt werden k\u00f6nnen, h\u00e4tte Putin fr\u00fcher gehandelt. Dies hat der russische Pr\u00e4sident nun selbst ausgesprochen.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Finian Cunningham<\/em><\/p>\n<p><strong><\/strong>Pr\u00e4sident Wladimir Putin machte k\u00fcrzlich in einem Interview mit russischen Medien ein interessantes Eingest\u00e4ndnis. Er <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.live\/russland\/196296-after-interview-interview-wladimir-putin\/\">bedauerte<\/a>, in dem ukrainischen B\u00fcrgerkrieg nicht fr\u00fcher interveniert zu haben. Insgesamt zeigte sich Russlands Pr\u00e4sident hinsichtlich der Aussichten auf einen Sieg in der Ukraine im von den USA und der NATO gef\u00fchrten Stellvertreterkrieg gegen sein Land zuversichtlich. Diese Aussage kommt kurz vor dem zweiten Jahrestag der milit\u00e4rischen Spezialoperation, die am 24. Februar 2022 begonnen hatte.<\/p>\n<p>Sogar westliche Medien geben inzwischen zu, wovon unabh\u00e4ngige Analysten bereits seit L\u00e4ngerem sprechen: dass das Kiewer Regime n\u00e4mlich vor einer Niederlage gegen die \u00fcberlegenen russischen Streitkr\u00e4fte steht. Die Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Awdejewka am vergangenen Wochenende durch russische Streitkr\u00e4fte deutet auf seinen baldigen Zusammenbruch hin.<\/p>\n<p>Russland kontrolliert inzwischen etwa 20 Prozent des Territoriums der ehemaligen Ukraine. Darin enthalten sind die Donbass-Region im Osten und die Krim samt des Taurus genannten Landstriches im S\u00fcden, die nun integrale Bestandteile der Russischen F\u00f6deration sind. Dennoch r\u00e4umte der russische Pr\u00e4sident in dem oben erw\u00e4hnten Interview ein, dass er dem russischen Milit\u00e4r fr\u00fcher h\u00e4tte befehlen sollen, sich dem ukrainischen Regime entgegenzustellen. Die russische Nachrichtenagentur TASS zitiert Putin mit den Worten:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Das Einzige, was wir bedauern k\u00f6nnen, ist, dass wir nicht fr\u00fcher mit unserem aktiven Handeln begonnen haben, weil wir glaubten, es mit anst\u00e4ndigen Menschen zu tun zu haben.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit Letzteren meinte Putin, wie in fr\u00fcheren Interviews ausf\u00fchrlich dargestellt, die &#8220;Vermittler&#8221; aus dem Westen, insbesondere die fr\u00fchere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den damaligen Pr\u00e4sidenten Frankreichs, Fran\u00e7ois Hollande, die fast acht Jahre lang vorgaben, sich f\u00fcr die Umsetzung der Minsker Vertr\u00e4ge einzusetzen und sp\u00e4ter freim\u00fctig einr\u00e4umten, dass dies nur eine Verz\u00f6gerungstaktik war, um die ukrainische Armee erstarken zu lassen. Und auch dieses Mal ging er explizit darauf ein:\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass wir in dieser Hinsicht get\u00e4uscht wurden, weil sowohl die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, als auch der ehemalige Pr\u00e4sident Frankreichs, Fran\u00e7ois Hollande, in aller \u00d6ffentlichkeit offen zugaben, dass sie nie vorhatten, die Vereinbarungen zu erf\u00fcllen. Stattdessen kauften sie sich damit Zeit, um dem Kiewer Regime mehr Waffen zu liefern und ihm Zeit zu geben, seine Streitkr\u00e4fte auszubilden, und genau das taten sie.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Putin machte keine Angaben dazu, um wie viel fr\u00fcher Russland seine Milit\u00e4roperation h\u00e4tte lancieren sollen, um das ethnisch russische Volk der ehemaligen Ostukraine zu verteidigen und das von der NATO unterst\u00fctzte Kiewer Regime zu entnazifizieren. Er bezog sich auf die beiden Minsker Abkommen, die 2014 und 2015 unter der Vermittlung von Deutschland, Frankreich und Russland ausgehandelt wurden.<\/p>\n<p>Anfang Mai 2014 schrieb ich einen Artikel mit der \u00dcberschrift: &#8220;Putin sollte Truppen in die Ukraine schicken&#8221;. Damals klang es wie eine leichtsinnige Forderung, doch die sp\u00e4teren Ereignisse haben meine damalige Argumentation best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Der Artikel wurde erstmals um den 4. Mai 2014 auf der Webseite des iranischen Nachrichtensenders <em>Press TV<\/em> ver\u00f6ffentlicht, f\u00fcr den ich damals regelm\u00e4\u00dfig eine Kolumne schrieb \u2013 bis Sanktionen der USA gegen Iran meine Arbeit dort zunichtemachten. Der Link zu meinem urspr\u00fcnglichen Meinungsbeitrag bei <em>Press TV<\/em> scheint gel\u00f6scht worden zu sein. Gl\u00fccklicherweise wurde er damals von anderen Blogs aufgegriffen und erneut <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.paulcraigroberts.org\/2014\/05\/04\/putin-send-troops-ukraine-finian-cunningham\/\">ver\u00f6ffentlicht<\/a>, darunter auch vom Blog von Paul Craig Roberts. Roberts ist ein hoch angesehener amerikanischer Schriftsteller und informierter Kommentator, der w\u00e4hrend der Amtszeit von US-Pr\u00e4sident Ronald Reagan als stellvertretender Finanzminister diente.<\/p>\n<p>Meine Kolumne bezog sich auf das Massaker in Odessa vom 2. Mai 2014, bei dem mehr als 40 Zivilisten ermordet wurden. Sie protestierten gegen das von der NATO unterst\u00fctzte Neonazi-Regime, das zuvor im Februar 2014 in Kiew nach einem von der CIA gef\u00f6rderten Putsch gegen einen gew\u00e4hlten prorussischen Pr\u00e4sidenten die Macht \u00fcbernommen hatte. Die antifaschistischen Demonstranten suchten im Geb\u00e4ude des Gewerkschaftshauses der Stadt Zuflucht, das anschlie\u00dfend von Anh\u00e4ngern des Kiewer Regimes in Brand gesteckt wurde.<\/p>\n<p>Mein Meinungsbeitrag hob auch hervor, dass der damalige CIA-Chef John Brennan Kiew einen Monat zuvor, im April 2014, sowie zwei Monate nach dem Putsch, der das derzeitige Neonazi-Regime an die Macht brachte, besucht hatte. Die CIA leitete nach dem Putsch die sogenannte &#8220;Anti-Terror-Operation&#8221; des Kiewer Regimes. Die von der NATO bewaffneten und ausgebildeten neonazistischen Paramilit\u00e4rs des Regimes begannen, das ethnisch russische Volk im Donbass gewaltsam anzugreifen, das sich gegen die illegale Machtergreifung in Kiew stellte. Der darauffolgende von der NATO angeheizte B\u00fcrgerkrieg kostete rund 14.000 Menschen das Leben und f\u00fchrte zu \u00fcber einer Million Vertriebenen.<\/p>\n<p>Der B\u00fcrgerkrieg und die Aggression gegen die Donbass-Bev\u00f6lkerung \u00fcber den Zeitraum von acht Jahren \u2013 von 2014 bis 2022 \u2013 gaben schlie\u00dflich den Ausschlag daf\u00fcr, dass Putin vor zwei Jahren den russischen Truppen den Befehl gab einzugreifen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich verzerren die westlichen Regierungen und Medien die Geschichte, indem sie Putin und Russland verunglimpfen, weil die russischen Streitkr\u00e4fte angeblich unprovoziert in die Ukraine &#8220;einmarschiert&#8221; seien, die Souver\u00e4nit\u00e4t dieses Landes verletzt und den Rest Europas bedroht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Wie das russische Staatsoberhaupt in seinem Interview feststellte, lag der Hauptgrund f\u00fcr die Verz\u00f6gerung einer milit\u00e4rischen Intervention darin, dass Moskau von Deutschland, Frankreich und dem Rest der NATO get\u00e4uscht wurde. Die russische F\u00fchrung stand fest im Glauben, dass es die Westm\u00e4chte mit ihrem erkl\u00e4rten Engagement f\u00fcr eine diplomatische L\u00f6sung des Ukraine-Konflikts, im Rahmen der Minsker Vereinbarungen, ernst meinten.<\/p>\n<p>Hier ist ein Ausschnitt aus einem Artikel, den ich noch vor Inkrafttreten des ersten Minsker Abkommens geschrieben habe:\u00a0<\/p>\n<p><em>&#8220;Die gegenw\u00e4rtige Situation in der Ukraine, im Mai 2014, \u00e4hnelt der vorherigen verdeckten US-gef\u00fchrten Operation in S\u00fcdossetien im Jahr 2008, als von der NATO unterst\u00fctzte georgische Truppen dieses kleine Land, einen russischen Verb\u00fcndeten, in der Nacht zum 08.08.2008 ohne Vorwarnung angriffen. Russland handelte damals rasch und entschlossen, entsandte seine Truppen, vereitelte damit die Verschw\u00f6rung der NATO und Washington musste einen R\u00fcckzieher machen. Jetzt ist Washington in der Ukraine wieder am Werk: mit Subversion, L\u00fcgen, T\u00f6tungen und Bedrohungen. Aber es ist ein feiger Bluff, den Putin sofort zur\u00fcckweisen sollte. Die Realit\u00e4t ist viel zu ernst, um diese zynischen westlichen Spiele stattfinden zu lassen. Das Leben der Menschen in der Ukraine ist durch die faschistischen Paramilit\u00e4rs und Polit-Gangster, die Washington in Kiew installiert hat und die jetzt mit aller Kraft ihre Arbeit beginnen, in gro\u00dfer Gefahr. Die blutigen Ereignisse am vergangenen Wochenende in Odessa sind ein tragischer Beweis daf\u00fcr, wie gro\u00df die Bedrohung ist.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>In diesem Artikel forderte ich Pr\u00e4sident Putin auf, Truppen in die Ukraine zu entsenden, um eine gr\u00f6\u00dfere Eskalation des sich anbahnenden B\u00fcrgerkriegs zu verhindern. Zudem argumentierte ich, dass die NATO \u2013 wenn sie nicht unter Kontrolle gebracht wird \u2013 die Gewalt und Bedrohung gegen\u00fcber Russland verst\u00e4rken wird.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt des Schreibens des genannten Artikels belief sich die Zahl der durch die von der NATO unterst\u00fctzten Faschisten in der Ukraine verursachten Todesf\u00e4lle auf etwa 100. Nachdem die Aggression zwischen 2014 und 2022 immer weiter eskaliert ist, stieg die Zahl der Todesopfer auf 14.000. In den zwei Jahren der russischen Sonderoperation in der Ukraine kamen mindestens noch 500.000 ukrainische Soldaten und eine noch unbekannte Zahl russischer Soldaten hinzu. Zahlreiche russische Zivilisten wurden auch durch NATO-Raketen mit gro\u00dfer Reichweite get\u00f6tet, die das Kiewer Regime in Richtung der Grenzregion von Belgorod abfeuerte. Dar\u00fcber hinaus ist die NATO als direkter Gegner Russlands immer tiefer in den Stellvertreterkrieg verwickelt.<\/p>\n<p>Der Konflikt h\u00e4tte m\u00f6glicherweise einged\u00e4mmt werden k\u00f6nnen, wenn Russland viel fr\u00fcher gehandelt h\u00e4tte, um seine Interessen zu verteidigen. Pr\u00e4sident Putin selbst hat nun sein Bedauern dar\u00fcber zum Ausdruck gebracht, nicht fr\u00fcher eingeschritten zu sein. Ich gehe nicht davon aus, dass Pr\u00e4sident Putin meinen vor fast zehn Jahren ver\u00f6ffentlichten Originalartikel gelesen hat. Aber wenn er die Initiative ergriffen h\u00e4tte, h\u00e4tte Putin einen Gro\u00dfteil der Zerst\u00f6rung und der Todesopfer, die darauf folgten, abwenden k\u00f6nnen, anstatt die Konfrontation mit den NATO-Streitkr\u00e4ften hinauszuz\u00f6gern, bevor diese sich als Bedrohung f\u00fcr Russland in der Ukraine h\u00e4tten festkrallen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Nachhinein betrachtet ist das Ganze eine tragische Sache. Die Warnzeichen waren bereits 2014 deutlich erkennbar. Russland h\u00e4tte fr\u00fcher eingreifen m\u00fcssen, wie Pr\u00e4sident Putin jetzt einr\u00e4umt. Russland wird die von den USA gef\u00fchrte NATO-Achse in seinem Stellvertreterkrieg in der Ukraine besiegen. Aber bis zu diesem Sieg wird es l\u00e4nger gedauert haben und er wird blutiger gewesen sein, als wenn Putin fr\u00fcher gehandelt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall kann man aus all dem zumindest eine konstruktive Lehre ziehen: Den Vereinigten Staaten und ihren NATO-Lakaien darf man niemals trauen. Niemals. Russland muss stets entschlossen handeln, um seine Interessen zu wahren, und die Beziehungen zu den Westm\u00e4chten auf der Grundlage f\u00fchren, dass diese von Natur aus verr\u00e4terisch und unzuverl\u00e4ssig sind und b\u00f6swillige Absichten hegen.<\/p>\n<p><em>Erstver\u00f6ffentlichung in <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/strategic-culture.su\/news\/2024\/02\/19\/putin-regrets-not-acting-sooner-in-ukraine-sorry-to-say-but-i-told-you-so-vlad\/\">englischer<\/a> Sprache bei Strategic Culture Foundation.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Finian Cunningham<\/strong> ist ein preisgekr\u00f6nter Journalist. Mehr als 25 Jahre arbeitete er als Redakteur und Autor unter anderem f\u00fcr Zeitungen wie Mirror, Independent, Irish Times und Irish Independent.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freeassange.rtde.life\/meinung\/184941-robert-habeck-versteht-immer-noch-nicht-warum-in-der-ukraine-krieg-ist\/\">Geisterfahrer Habeck versteht immer noch nicht, warum in der Ukraine Krieg ist<\/a><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/196880-putin-bedauert-in-ukraine-nicht\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland wird die Ukraine im von den USA gef\u00fchrten Stellvertreterkrieg des Kollektiven Westens gegen Russland besiegen. Der Sieg h\u00e4tte jedoch schneller und mit weniger Verlusten erzielt werden k\u00f6nnen, h\u00e4tte Putin fr\u00fcher gehandelt. Dies hat der russische Pr\u00e4sident nun selbst ausgesprochen. 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