{"id":54332,"date":"2024-01-30T20:13:48","date_gmt":"2024-01-30T18:13:48","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/fast-wie-bei-goebbels-kriegspropaganda-bei-berliner-musikfestival\/"},"modified":"2024-01-30T20:13:48","modified_gmt":"2024-01-30T18:13:48","slug":"fast-wie-bei-goebbels-kriegspropaganda-bei-berliner-musikfestival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/fast-wie-bei-goebbels-kriegspropaganda-bei-berliner-musikfestival\/","title":{"rendered":"Fast wie bei Goebbels \u2013 Kriegspropaganda bei Berliner Musikfestival"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/01\/65b7f3ecb480cc7e67725e62.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Selbst im deutschen Kulturbetrieb geht es immer totalit\u00e4rer zu. Heute werden auch Musikevents ohne Vorank\u00fcndigung f\u00fcr Propaganda-L\u00fcgen missbraucht. Das kultivierte Publikum wird dabei zum p\u00f6belnden Mob. Ein Erfahrungsbericht zeigt, wie das geht.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Wladislaw Sankin\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Der ausverkaufte Saal in einem Berliner Industriedenkmal, der heutigen Event-Location &#8220;K\u00fchlhaus am Gleisdreieck&#8221; wartete gespannt auf den Auftritt des georgischen Chors Shavnabada. Der war zuvor als kr\u00f6nender Abschluss des Musikfestivals &#8220;Into the Open&#8221;, als &#8220;Nachgesang&#8221; und als Zusatzkonzert <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.intotheopen.eu\/de\/events\/nachgesang-shavnabada\">gepriesen<\/a> und auch vorab massiv in sozialen Medien beworben worden. Der Leiter des Festivals\u00a0Nikolaus Rexroth w\u00fcrdigte in seiner Ank\u00fcndigung des Auftritts auch stolz die Anwesenheit des offiziellen Botschafters\u00a0Georgiens Levan Izoria und der &#8220;Kulturministerin der Autonomen Republik Abchasien&#8221; im Auftrag der sogenannten Exil-Regierung Abchasiens in der georgischen Hauptstadt Tbilissi (deutsch auch Tiflis genannt). Rexroth erw\u00e4hnte dabei auch, das Festival-Projekt sei von der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert und sein n\u00e4chster Termin werde in Georgien stattfinden. Dann ergriff der georgische Botschafter das Wort.\u00a0<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst\u00a0bedankte er sich bei den Organisatoren und stellte kurz die Musiker vor. Dann, ohne viel Zeit mit weiteren Nettigkeiten zu verschwenden, kam\u00a0er\u00a0schnell\u00a0zum\u00a0Hauptthema seiner Er\u00f6ffnungsrede: Mit scharfen Worten warf er Russland die Okkupation von Teilen Georgiens vor. Russland habe 20 Prozent des georgischen Territoriums\u00a0besetzt und nun auch noch die Ukraine angegriffen. &#8220;Wir sind gegen russischen Terror&#8221;, sagte er in aufgebrachtem Ton.\u00a0<\/p>\n<p>Von dieser derben politischen Komponente war in der Programmank\u00fcndigung jedoch nicht die Rede. Die Rede war dort vom UNESCO-Kulturschatz polyphonen Gesanges in Georgien und dessen Wiederbelebung durch Shavnabada. &#8220;Unsere Reise f\u00fchrt uns auf Expeditionen durch verschiedene Regionen Georgiens, wo wir verborgene Musikst\u00fccke entdeckten und diese zeitlosen Lieder sowohl lokal als auch auf internationalen B\u00fchnen pr\u00e4sentierten.&#8221;<\/p>\n<p>Der Autor dieser Zeilen erhob seine Stimme aus dem Auditorium: &#8220;Wir wollen hier Kultur h\u00f6ren, aber keine Politik!&#8221;. Doch mit seinem &#8220;wir&#8221; war er etwas voreilig, wie sich wenig sp\u00e4ter herausstellte. Der Botschafter wandte sich energisch zur Seite und\u00a0erkl\u00e4rte, dass man Kultur und Politik nicht trennen d\u00fcrfe. Ausgerechnet jetzt, in diesen Zeiten, geh\u00f6rten sie zusammen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr erntete er die erste Applauswelle der Zuh\u00f6rer. Der Protestierer war zum Konzert nicht allein gekommen. Neben ihm sa\u00dfen\u00a0vier seiner Begleiter, die klar anderer Meinung waren und auch antirussische Propaganda an dieser Stelle nicht h\u00f6ren wollten. Er und seine Nachbarin erhoben nochmals die Stimme. Er stand aufgeregt auf und wandte sich noch einmal an den Botschafter: &#8220;Sie vertreten hier nur Ihre Meinung!&#8221;\u00a0<\/p>\n<p>Danach kam ein Ordner auf ihn zu und zwang ihn, sich zu setzen. Den Sieg \u00fcber den St\u00f6renfried haben die Zuh\u00f6rer mit einem nochmaligen Klatschen besiegelt. In diesem Moment wurde die Situation glasklar. Der Botschafter\u00a0hat versucht, die Deutschen gegen Russland aufzubringen, und hat ein kulturelles Ereignis f\u00fcr seine ideologischen Zwecke genutzt. Und die Zuh\u00f6rer fanden es toll.<\/p>\n<p>Der Eklat war jedoch schnell vergessen, als die M\u00e4nner von den h\u00f6heren R\u00e4ngen des ehemaligen Industriegeb\u00e4udes ihr erstes Lied anstimmten.\u00a0Der Zauber dieses Gesangs war jedoch von diesem Moment an f\u00fcr die Dauer des ganzen Abends verflogen \u2013 zumindest f\u00fcr eine kleine Gruppe der Besucher. Als sie nach dem letzten Lied als Erste aufstanden, um die Reihe zu verlassen, zischten ihre Sitznachbarn von allen Seiten Spott und H\u00e4me hinterher.\u00a0<\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt, der geschasste &#8220;St\u00f6renfried&#8221; war der Autor dieses Berichts. Wie seine Begleiter wollte er in der Tat den ber\u00fchmten georgischen Gesang einmal Live erleben, denn in ihrer russischen Heimat gibt es eine bestens integrierte georgische Gemeinde, und georgische Kultur genie\u00dft dort einen hohen Stellenwert. Die drei Minuten Orwellscher Hass vor einem Konzert, das eigentlich Weltmusik und V\u00f6lkerfreundschaft feiern sollte, waren f\u00fcr uns schlichtweg unertr\u00e4glich und dagegen die Stimme erhoben zu haben, war ein nat\u00fcrlicher und spontaner Protest. Dieser hatte mit Journalismus nichts zu tun, auf dem Konzert war ich vollkommen privat und auch als Privatperson habe ich protestiert. Nach dem Konzert wurde ich wieder zum Journalisten, ging auf den Festivalleiter Rexroth zu und sprach ihn an. Ich wollte wissen, wie er die Er\u00f6ffnungsrede und den gesamten Eklat bewertet. Er wollte allerdings dar\u00fcber nicht reden und entfernte sich sichtlich angewidert von mir.<\/p>\n<p>Eine deutsche Bildungsb\u00fcrgerin, die meine Frage geh\u00f6rt hat, sagte mir im Vorbeigehen, dass der Botschafter Izoria ein Diplomat sei und dass in Deutschland die Meinungsfreiheit herrsche. Ich erwiderte, dass sein Auftritt mit Diplomatie nichts zu tun gehabt habe und dass\u00a0er seinen ehrenwerten Status f\u00fcr\u00a0Propagandal\u00fcgen missbraucht habe, indem er gegen ein Drittland hetzte. Ihr Begleiter mischte sich noch in das Gespr\u00e4ch ein und sagte, dass es ja in Russland keine Meinungsfreiheit gebe und Schwule verfolgt w\u00fcrden. Damit beendeten die beiden auch diese Diskussion.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Doch nach wenigen Minuten stellte sich heraus, dass wohl doch nicht alle Zuschauer der Propaganda zugejubelt hatten. Doch das waren allesamt keine Deutschen. Eine Polin kam auf mich zu und sagte, dass sie das Problem genauso sieht \u2013 eine politische Kundgebung habe\u00a0bei einem Musikereignis nichts zu suchen, es sei denn, sie w\u00e4re vorher angek\u00fcndigt worden. Dann sprach mich noch ein Italiener an. Auch er \u00e4u\u00dferte mir seine Zustimmung. Seine Begleiterin, eine Engl\u00e4nderin, nannte die klatschenden Zuschauer kurzum eine &#8220;Schafherde&#8221;.<\/p>\n<p>Doch diese Menschen waren eine kleine Minderheit. Die meisten fanden diese politische Hasstirade vor einem tollen Konzert mit Volksmusik v\u00f6llig richtig und sogar wichtig. Sie waren offenbar schon zuvor hinreichend mit dem Russlandhass infiziert. Heute hat er sie zu einer Masse zusammengeknetet \u2013 und sie fanden es toll, sie haben &#8220;Haltung&#8221; gezeigt, wie es heute in Deutschland so gern genannt wird: &#8220;Russland, der Peiniger aller Freiheitsliebenden, hat 20 Prozent Georgiens okkupiert, da muss man das Opfer bemitleiden! Wir sind die Guten!&#8221; Die Organisatoren des Botschafter-Auftritts haben streng nach den beliebten\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.guetsel.de\/content\/guetersloh\/23387\/die-zehn-grundsaetze-der-kriegspropaganda-von-lord-arthur-ponsonby.html\">Ponsonby-Grunds\u00e4tzen<\/a> der Kriegspropaganda gehandelt, deren achtes Gebot da lautet: &#8220;Anerkannte Kulturtr\u00e4ger und Wissenschaftler unterst\u00fctzen unser Anliegen.&#8221; Das hat Fr\u00fcchte getragen.\u00a0<\/p>\n<p>Dabei wussten sicher nur die Wenigsten, was der Botschafter Izoria mit 20 Prozent des okkupierten Territoriums eigentlich genau meinte. Da hat er allerdings ein bisschen aufgerundet. Georgien kann in der Tat nur 18 Prozent seines vom Westen anerkannten Staatsgebiets nicht kontrollieren \u2013 12,3 Prozent entfallen auf Abchasien und 5,6 Prozent auf S\u00fcdossetien. Diese beiden ehemaligen Autonomen Republiken innerhalb der Georgischen SSR hatten im Zuge der Aufl\u00f6sung der Sowjetunion ihre Unabh\u00e4ngigkeit von Tbilissi erkl\u00e4rt. Anfang der 1990er Jahre war jene Zeit, als der georgische Nationalismus in seiner militanten Form <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/fb.ru\/article\/262543\/gruziya-ploschad-territorii-bez-abhazii-i-yujnoy-osetii\">erbl\u00fchte<\/a> (in Gestalt der paramilit\u00e4rischen Bewegung &#8221; Sakartwelos Mchedrioni&#8221;). Die ehemals gemeinsamen Wege der Abchasen, S\u00fcd-Osseten und Georgier trennten sich, das waren ethnische Konflikte, mit denen Russen gar nichts zu tun hatten. Zwei lokale Kriege flammten auf. Besonders erbittert waren die K\u00e4mpfe um Suchumi, die Hauptstadt Abchasiens. Ende September 1994 hat die abchasische Volkswehr die georgischen Truppen aus ihrer kleinen proklamierten Republik Abchasien vertrieben. Mit georgischen Truppen verlie\u00dfen auch Hunderttausende der Georgier die Zwergrepublik. Sie waren einst in dieses Gebiet unter sowjetischer F\u00fchrung \u00fcbergesiedelt. Heute z\u00e4hlt Abchasien nur noch etwa 244.000 Einwohner.\u00a0<\/p>\n<p>&#8220;Russland hat Abchasien nicht okkupiert. Auch die Abchasen nicht. Aber nach Meinung der Georgier haben wir, Abchasen, unser eigenes Land okkupiert&#8221;, erkl\u00e4rt mir die Pianistin und Komponistin <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@khiblaamichba1133\">Khibla Amichba<\/a>. Seit vielen Jahren lebt sie in Berlin, sie ist Mitglied des Deutschen Komponistenverbands. Nach dem Eklat im K\u00fchlhaus erkl\u00e4rt sie mir die Position Abchasiens: &#8220;Ja, es gibt bei uns eine russische Milit\u00e4rbasis mit etwa 3.000 Soldaten. Aber die gibt es schon seit der Sowjetzeit. Und die Russen haben vielmehr im Konflikt mit Georgien vermittelt und sp\u00e4ter ihre Friedenstruppen gem\u00e4\u00df einem g\u00fcltigen Abkommen nach Abchasien entsandt. Eine Zeit lang, in den 1990er Jahren, nahmen sie sogar gewisse progeorgische Positionen ein und schlossen sich Sanktionen gegen Abchasien an. Es war wirtschaftlich eine extrem schwere Zeit.&#8221;<\/p>\n<p>In den 2000er Jahren begann die Ann\u00e4herung zwischen Russland und Abchasien. Nach dem Angriff Georgiens auf S\u00fcdossetien am 8. August 2008 und dem darauf folgenden f\u00fcnft\u00e4gigen Krieg hat Russland die beiden abtr\u00fcnnigen Republiken Abchasien und S\u00fcdossetien als unabh\u00e4ngige Staaten anerkannt. Seitdem ist die russische Hilfe gewachsen, die russisch-abchasische Integration geht voran. Dann kommt sie wieder auf die Frage nach der vermeintlichen Okkupation zur\u00fcck. &#8220;Es gibt v\u00f6lkerrechtliche Kriterien f\u00fcr die Besetzung eines Landes durch ein anderes, die auch durch statistische Ausgangsdaten gest\u00fctzt werden. Nach keinem dieser Parameter passt die so genannte &#8216;Besetzung&#8217; Abchasiens hinein&#8221;.\u00a0<\/p>\n<p>Khibla spricht von einer Instrumentalisierung der abchasischen Frage seitens Georgiens: &#8220;Tbilissi erweckt auf den internationalen B\u00fchnen den Eindruck, dass Abchasien ein Teil Georgiens ist. Aber die sogenannte Autonome Republik Abchasien, die in Berlin durch &#8216;eine Ministerin&#8217; vertreten wurde, ist ein Phantom. Sie haben nichts zu regieren.&#8221;\u00a0Sie schickt mir dann noch den Link zum Telegram-Kanal des echten abchasischen Au\u00dfenministeriums. Dort ist in einem am Montag verfassten <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/t.me\/mfaapsnyinfo\/7836\">Statement<\/a> von der georgischen &#8220;Politik der Eingliederung ohne Anerkennung&#8221; die Rede. Diese Politik sei im Westen konzipiert und ziele darauf ab, durch Elemente der Soft Power, vor allem Kultur, T\u00e4tigkeit der NGOs und Vergabe der Staatsb\u00fcrgerschaft die beiden abtr\u00fcnnigen Republiken wieder in den Einflussorbit von Tiflis zu bringen.\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Abchasiens Kampf um sein \u00dcberleben wird ungerechterweise als Okkupation gebrandmarkt, es werde aber nicht gelingen, einen Keil zwischen Abchasien, Russland und all die anderen zu treiben, die die abchasische Unabh\u00e4ngigkeit anerkannt haben&#8221;<\/em>, verlautbart das Au\u00dfenministerium Abchasiens.\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Seit Jahrzehnten wird Georgien von Washington, Br\u00fcssel und Berlin mit allen Mitteln in das euroatlantische B\u00fcndnis hineingezerrt. Die Georgien-Krise h\u00e4ngt untrennbar mit der Ukraine-Krise zusammen. Im Jahre 2008 sollten die beiden L\u00e4nder im Schnellverfahren in die NATO aufgenommen werden. Der Plan scheiterte, und nun ist eine Regierung in Tbilissi an der Macht, die sich weigerte, gegen Russland Sanktionen zu verh\u00e4ngen. Dies w\u00fcrde dem Land wirtschaftlich schaden, lautet die plausible Begr\u00fcndung. Da sehen Berlin und Br\u00fcssel Handlungsbedarf und schalten nun Kultur als &#8220;Softpower&#8221; ein. Der Europarat lie\u00df noch im November 2017 Shavnabada im Plenarsaal in Stra\u00dfburg die EU-Hymne\u00a0in georgischer Interpretation\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/natelitbilisi\/videos\/1741812829164850\/\">singen<\/a>. Da fielen auch die Worte &#8220;ich bin Georgier, also bin ich ein Europ\u00e4er&#8221;. Wie kein anderes ist dieses Ensemble geeignet, diese westliche &#8220;kulturpolitische&#8221; Offensive auch heute noch fortzusetzen.<\/p>\n<p>Nun f\u00f6rdert die Europ\u00e4ische Kommission das &#8220;Into the Open&#8221;, und als F\u00f6rderer sorgt sie daf\u00fcr (das ist nat\u00fcrlich nur Spekulation!), das Musikfestival in wenigen Monaten ausgerechnet in Georgien stattfinden zu lassen \u2013 ein Zufall? Im aufgedunsenen b\u00fcrokratischen EU-Apparat in Br\u00fcssel passieren keine (solchen) Zuf\u00e4lle. Wenn von dort etwas gef\u00f6rdert wird, dann steckt ganz klar auch ein politischer Zweck dahinter. Keineswegs tauchte der Botschafter, ein bekennender Transatlantiker, ehemaliger Verteidigungsminister und Geheimdienstchef\u00a0zusammen mit der sogenannten &#8220;Kulturministerin Abchasiens im Exil&#8221; zuf\u00e4llig in dem Konzert auf. Der Auftritt des georgischen Chors auf dem Festival sowie seine Propagandarede davor sind Teil der ausgekl\u00fcgelten &#8220;strategischen Kommunikation&#8221;, die in Br\u00fcssel von einer sogenannten &#8220;East StratCom Task Force&#8221; betrieben wird. W\u00fcrde Russland \u00e4hnliches tun, w\u00fcrde sofort der <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/181156-hass-in-berlin-opernhaus-belagert\/\">Aufschrei lauten<\/a>, Putin lasse wie der &#8220;M\u00f6rder Stalin damals&#8221; die russische Kultur f\u00fcr seine Staatspropaganda missbrauchen, welch purer Totalitarismus!<\/p>\n<p>Im Jahre 2019 hatte Russland in Deutschland ein gro\u00dfangelegtes Kulturprogramm &#8220;Russian Seasons&#8221; veranstaltet. Der russische Botschafter in Deutschland Sergei Netschajew hielt damals nat\u00fcrlich Er\u00f6ffnungsreden. In diesen Reden pries er die russischen K\u00fcnstler an und warb in seinem Gastland f\u00fcr noch mehr Kulturaustausch mit Russland. Heute w\u00fcrde er das immer noch tun, denn Netschajew ist ein Diplomat der alten Schule. Auch in diesen st\u00fcrmischen Zeiten l\u00e4sst das russische Au\u00dfenministerium Netschajew sein hiesiges Amt auf ebendiese diplomatische und seri\u00f6se Art aus\u00fcben. Im Deutschland geht es jetzt andersherum. Ein EU- und NATO-Kandidat Georgien\u00a0ernennt\u00a0einen\u00a0westlich ausgebildeten\u00a0Ex-Geheimdienstchef zum <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/botschaftgeorgien.de\/lebenslauf-des-botschafters\/\">Botschafter<\/a> und l\u00e4sst ihn bei Kulturevents mit Propagandareden gegen Russland hetzen. Das eigentlich kultivierte, deutsche Publikum, allesamt Musikliebhaber und regelm\u00e4\u00dfige Konzertbesucher, nimmt ihm das auch noch dankend ab.<\/p>\n<p>Deshalb wurde es f\u00fcr einen Augenblick recht gruselig bei diesem Konzert des georgischen Chors. Ich habe verstanden, wie der Massenwahnsinn w\u00e4hrend des deutschen Faschismus m\u00f6glich wurde. Das Feindbild sitzt mittlerweile in den K\u00f6pfen vieler Menschen fest verankert und wird schlie\u00dflich nicht mehr hinterfragt, Regierung und Medien stimmen beharrlich auf einen Krieg gegen diesen Feind ein. Was folgt danach?<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/189010-stardirigent-frantz-fliegt-von-allen-aemtern-wegen-russland-aktivit%C3%A4ten-raus-spiegel-tritt-nach\/\">Stardirigent Frantz fliegt aus allen \u00c4mtern: &#8220;Wegen Russland-Aktivit\u00e4ten&#8221; \u2013 Spiegel tritt nach<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-vk\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/vk.com\/video_ext.php?oid=-134310637&amp;id=456269874\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/194376-fast-wie-bei-goebbels-kriegspropaganda-kriegspropaganda-berliner-musikfestival\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbst im deutschen Kulturbetrieb geht es immer totalit\u00e4rer zu. 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