{"id":52846,"date":"2024-01-07T21:32:03","date_gmt":"2024-01-07T19:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/nato-und-eu-muessen-in-zukunft-mit-mehr-russland-leben-teil-i\/"},"modified":"2024-01-07T21:32:03","modified_gmt":"2024-01-07T19:32:03","slug":"nato-und-eu-muessen-in-zukunft-mit-mehr-russland-leben-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/nato-und-eu-muessen-in-zukunft-mit-mehr-russland-leben-teil-i\/","title":{"rendered":"NATO und EU m\u00fcssen in Zukunft mit mehr Russland leben (Teil I)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/01\/659ac46eb480cc02b90fd355.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Die def\u00e4tistischen Botschaften in den Mainstream-Medien des Kollektiven Westens nehmen rasant zu. Bei den Eliten der USA, NATO und EU w\u00e4chst die Einsicht, dass sie mit ihrem Krieg gegen Russland etwas angefangen haben, das sie nicht mehr kontrollieren k\u00f6nnen. Das angerichtete Chaos k\u00f6nnte sie selbst hinwegschwemmen, denn sie haben keinen Plan B.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Rainer Rupp<\/em><\/p>\n<p>Resigniert r\u00e4umte am zweiten Tag des neuen Jahres 2024 die litauische Premierministerin Ingrida \u0160imonyt\u0117 in einem Interview mit <em>LRT<\/em>,<em>\u00a0<\/em>dem ersten Fernsehkanal des Landes, ein:<\/p>\n<p>&#8220;Die Ukraine hat nicht das Ergebnis erreicht, das sich der Westen erhofft hatte. Man kann ohne Zweifel sagen, dass wir w\u00e4hrend des Krieges in der Ukraine auf einen v\u00f6llig anderen Ausgang gehofft haben als heute. Und das bedeutet leider, dass wir damit rechnen m\u00fcssen, dass sich das Szenario nicht so entwickeln wird, wie wir uns das zum Beginn [des Krieges] und vor der Offensive Kiews vorgestellt hatten.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Was ist, wenn Putin gewinnt?&#8221;, fragte besorgt das US-Portal f\u00fcr Finanznachrichten <em>Bloomberg<\/em> kurz vor Jahresende. Aber die Frage kann man nur noch rhetorisch verstehen, denn in der realen Welt hat die Faktenlage sie l\u00e4ngst beantwortet. Allerdings m\u00fcssen die westlichen Medien behutsam vorgehen, denn sie k\u00f6nnten nach all den milit\u00e4rischen Expertisen \u00e0 la &#8220;Die Ukraine wird gewinnen&#8221; ihre zahlenden Kunden urpl\u00f6tzlich mit der Alarmstufe Rot schockieren. In solch einem Fall\u00a0w\u00fcrden sie mit dem Rest ihrer Glaubw\u00fcrdigkeit auch noch ihre zahlenden Kunden und infolgedessen\u00a0ebenfalls\u00a0ihre Werbeeinnahmen verlieren.<\/p>\n<p>Deshalb muss die unerbittliche Realit\u00e4t von dem nicht mehr abzuwendenden Sieg der russischen Streitkr\u00e4fte \u00fcber die Ukraine sowie implizit \u00fcber die USA und NATO dem Volk behutsam serviert werden\u00a0\u2012 erst einmal als eine spekulative \u00dcbung. Der <em>Bloomberg<\/em>-Titel &#8220;Was ist, wenn Putin gewinnt?&#8221; ist daf\u00fcr ein Musterbeispiel. Im Text des Artikels tr\u00f6stet dann <em>Bloomberg<\/em> im Verein mit anderen Westmedien den eingefleischten Transatlantiker damit, dass, selbst wenn es der Ukraine nicht mehr gelingen sollte, Russland aus dem Donbass und der Ukraine zu vertreiben, Russland doch bereits verloren habe. Denn statt weniger NATO an seiner Westgrenze habe Russland durch den Beitritt Finnlands und bald auch Schwedens jetzt bereits mehr NATO an seinen Grenzen als vor dem Krieg.<\/p>\n<p>Zurzeit\u00a0kann man Dinge lesen wie &#8220;Wenn Putin die NATO vor der russischen Milit\u00e4roperation nicht an seinen Grenzen haben wollte, so hat er jetzt das Gegenteil von dem bekommen, was er immer wollte&#8221;. F\u00fcr die westliche Propaganda ist der Zirkus l\u00e4ngst nicht vorbei. Aber von der anf\u00e4nglichen Siegessicherheit und dem militaristischen Enthusiasmus, der sich in \u00c4u\u00dferungen widerspiegelte wie &#8220;Die NATO wird gewinnen. Wir alle k\u00f6nnen sicher sein, dass das atlantische B\u00fcndnis so stark und kraftvoll wie eh und je ist. Putin wird mit Sicherheit fallen, denn die &#8216;Sanktionen aus der H\u00f6lle&#8217; w\u00fcrde er niemals \u00fcberleben&#8221; \u2012 von all dem ist nichts mehr geblieben.<\/p>\n<p>Wenn die K\u00e4mpfe im ersten Jahr der milit\u00e4rischen Sonderoperation beendet gewesen w\u00e4ren, h\u00e4tte es oberfl\u00e4chlich so ausgesehen, als ob es f\u00fcr Russland tats\u00e4chlich nicht gut gelaufen w\u00e4re. Hinzu kam der dogmatische Glaube der westlichen Eliten und Medien, dass &#8220;die Ukraine mit der NATO im R\u00fccken gar nichts anderes tun k\u00f6nnte, als den Krieg zu gewinnen&#8221;, dass die russischen Streitkr\u00e4fte barfu\u00df herumliefen, dass ihre Waffen nicht funktionierten, sie mit Spaten k\u00e4mpfen m\u00fcssten, dass sie nicht einmal Treibstoff f\u00fcr ihre veralteten Fahrzeuge h\u00e4tten und so weiter.<\/p>\n<p>Zu allem \u00dcberfluss hat Ursula von der Leyen, die Chefin der Europ\u00e4ischen Kommission \u2013 die von den USA benutzt wird, um ihre Interessen in Europa durchzusetzen \u2013, sogar argumentiert, dass &#8220;das russische Milit\u00e4r digitale Chips aus Geschirrsp\u00fclern und K\u00fchlschr\u00e4nken&#8221; nehme, um seine milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung zu reparieren, weil ihm die Halbleiter ausgegangen seien. Und die deutsche Au\u00dfenministerin Baerbock war dumm genug, dies landauf, landab zu wiederholen, um zu beweisen, dass die russische Industrie in Tr\u00fcmmern liege.<\/p>\n<p>Inzwischen hatte sich Russland aus Cherson und dem Gebiet Charkow zur\u00fcckgezogen, um seine Verteidigungslinie immer weiter zu festigen. In der Fantasiewelt der westlichen Medien wurde diese Umgruppierungsoperation als &#8220;verheerende Niederlage&#8221; der Russen angesehen, die ihnen von den heroischen Kriegern des Kiewer Regimes zugef\u00fcgt worden war. Diese Kiewer Truppen, inklusive der neonazistischen Freiwilligenbataillone, wurden im Westen als ultimatives Beispiel f\u00fcr Tapferkeit und milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten in den Himmel gehoben.<\/p>\n<p>Beobachter der Entwicklung des bewaffneten Konflikts in der Ukraine, die nicht die Propaganda-Version der West-Eliten schluckten, sondern ihre Analyse auf die konkrete Realit\u00e4t st\u00fctzten, lebten in einer erstickenden Isolation. Die Propagandisten des Regimes konnten sich nicht zur\u00fcckhalten und verunglimpften brutal jeden, der versuchte, sie in die reale Welt zur\u00fcckzubringen. Das war nicht nur in Deutschland so. Selbst im fernen Portugal forderten Unterst\u00fctzer des Regimes in Kiew in einer Sendung des <em>CNN<\/em>-Nachrichtenportals sogar die Ausweisung von Kollegen, die mit ihnen nicht einverstanden waren. Journalisten, Gener\u00e4le und Analysten, die nicht dem vorgegebenen Narrativ folgten, wurden als &#8220;Putin-Propagandisten&#8221; gebrandmarkt.<\/p>\n<p>So paradox es auch klingen mag, es sind dieselben Konzernmedien und Politiker,\u00a0die zuvor vergessen hatten, dass die Ukraine nach dem Maidan-Putsch zu einem Zufluchtsort f\u00fcr extreme Rechte, Faschisten und Neonazis aus dem Kollektiven Westen geworden war. Es sind dieselben &#8220;Qualit\u00e4tsmedien&#8221;, die noch k\u00fcrzlich \u00fcberschw\u00e4nglich Stepan Banderas faschistischen Gru\u00df &#8220;Slava Ukraini&#8221; gefeiert und Asow-Nazis auf Heldentourneen durch die USA und Europa begleitet hatten. Es sind dieselben Medien und Politiker, die heute tief besorgt verk\u00fcnden, dass es &#8220;ohne US-Hilfe&#8221; keine Hoffnung mehr f\u00fcr die Ukraine gebe, denn EU-Europa allein k\u00f6nnte die Anforderungen niemals stemmen. Solche Paradoxien k\u00f6nnen auf politischer und strategischer Ebene letztlich nur zu tragischen Fehlentscheidungen und katastrophalen Ergebnissen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nach und nach beginnt dieselbe verw\u00f6hnte, arrogante und vom gew\u00f6hnlichen Leben abgekoppelte Elite des Kollektiven Westens, uns darauf vorzubereiten, dass die Ukraine gegen Russland &#8220;sicher scheitern&#8221; wird, wenn wir alle nicht mehr Hilfe leisten und daf\u00fcr Opfer bringen.<\/p>\n<p>Aber das ist noch nicht alles! <em>Bloomberg<\/em> berichtete auch, dass &#8220;mehr und mehr Ukrainer zu territorialen Zugest\u00e4ndnissen an Russland bereit sind&#8221;. Mit anderen Worten: Die def\u00e4tistischen Botschaften in den Mainstream-Medien vervielfachen sich allm\u00e4hlich, was bedeutet, dass jemand von ganz oben im Kollektiven Westen &#8220;empfohlen&#8221; hat, die \u00d6ffentlichkeit auf das Schlimmste vorzubereiten. Der US-General Pat Ryder r\u00e4umte in einer Pressekonferenz im Pentagon ein, dass im Fall einer Fortdauer der Meinungsunterschiede im US-Kongress \u00fcber weitere finanzielle und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Ukraine &#8220;die Vereinigten Staaten letztendlich zwischen ihrer eigenen Kampfbereitschaft und der Lieferung von Waffen an die Ukraine w\u00e4hlen m\u00fcssten&#8221;, da die US-Reserven zur Unterst\u00fctzung Kiews ersch\u00f6pft seien.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit ver\u00f6ffentlichte die <em>New York Times<\/em> einen Artikel, in dem sie einr\u00e4umte, dass die Mehrheit der ausl\u00e4ndischen Unternehmen in Russland bleibt, weil sie ihre lukrativen Investitionen dort nicht verlieren wollen. Die Unternehmen, die bisher verkauft wurden, werden nun &#8220;gespiegelt&#8221;. Das hei\u00dft, sie wurden von anderen \u00fcbernommen, von Russen oder von Chinesen, Indern und anderen, die aus denselben Branchen kommen, sodass die russische Wirtschaftsstruktur und die russischen M\u00e4rkte aufgrund des R\u00fcckzugs westlicher Investoren kaum einen Unterschied gesp\u00fcrt haben. Die russische Regierung sei auf den Abzug westlicher Unternehmen vorbereitet gewesen, da die Kapitalfl\u00fcsse streng kontrolliert wurden. Russland hat die Krise \u00fcberwunden, die Wirtschaft hat sich 2022 stabilisiert und w\u00e4chst wieder stark. Westliche Unternehmen hingegen verloren durch den Austritt aus der Russischen F\u00f6deration insgesamt mehr als 103 Milliarden Dollar.<\/p>\n<p>Zu den finanziellen Verlusten der Unternehmen aus dem Kollektiven Westen durch ihren R\u00fcckzug vom russischen Territorium kommt noch die relative Schw\u00e4chung Westeuropas im Verh\u00e4ltnis zur Russischen F\u00f6deration. Die Verluste, die die europ\u00e4ische Industrie durch die Explosion von Nord Stream, die irrationalen 12 Sanktionspakete und eine ganze Reihe von internen wirtschaftlichen Aktionen der Selbstverst\u00fcmmelung erlitten hat, indem sie auf Energie, Rohstoffe und Komponenten aus Russland verzichteten oder diese zu erh\u00f6hten Preisen aus zweiter Hand \u00fcber L\u00e4nder wie Indien erwarben, sind enorm. Sie haben die europ\u00e4ischen Volkswirtschaften geschw\u00e4cht und vor allem Deutschland weniger wettbewerbsf\u00e4hig gemacht. W\u00e4hrend Russlands Wirtschaft im Jahr 2023 bereits um 3,5 Prozent gewachsen ist,\u00a0betrug das Wachstum in der EU nur 0,5 Prozent. Im dritten Quartal 2023 wuchs die russische Wirtschaft sogar real um 5,5 Prozent und die L\u00f6hne um 5,1 Prozent.<\/p>\n<p><a><\/a> Nun, man k\u00f6nnte die Frage, wer sich mit dem Ukraine-Krieg selbst ins Knie geschossen hat, mathematisch beantworten anhand einer Punktesummierung der jeweiligen Teilergebnisse. Aber die Fakten sind so offensichtlich, dass jeder mit seiner eigenen &#8220;Pi-mal-Daumen-Methode&#8221; zum richtigen Schluss kommt. Dazu sp\u00e4ter mehr in Teil II.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/191689-auch-2024-keine-aussichten-auf-waffenstillstand-in-der-ukraine\/\">Rainer Rupp: Auch 2024 keine Aussichten auf Waffenstillstand in der Ukraine<\/a><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/191961-nato-und-eu-muessen-in-mit-mehr-russland-leben-teil-eins\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die def\u00e4tistischen Botschaften in den Mainstream-Medien des Kollektiven Westens nehmen rasant zu. Bei den Eliten der USA, NATO und EU w\u00e4chst die Einsicht, dass sie mit ihrem Krieg gegen Russland etwas angefangen haben, das sie nicht mehr kontrollieren k\u00f6nnen. 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