{"id":52232,"date":"2023-12-26T21:41:04","date_gmt":"2023-12-26T19:41:04","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/warum-fuehlen-sich-libyer-heute-als-ein-besetztes-land\/"},"modified":"2023-12-26T21:41:04","modified_gmt":"2023-12-26T19:41:04","slug":"warum-fuehlen-sich-libyer-heute-als-ein-besetztes-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/warum-fuehlen-sich-libyer-heute-als-ein-besetztes-land\/","title":{"rendered":"Warum f\u00fchlen sich Libyer heute als ein besetztes Land?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/12\/658b14e9b480cc658e7d7ba8.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Muammar al-Gaddafi hat sein Land mit in den Tod genommen: Der arabische Staat \u2013 oder was von ihm \u00fcbrig geblieben ist \u2013 erinnert sich noch heute an die alten Zeiten echter staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t und relativ hohem Lebensstandard, den man vor 2011 unter Muammar al-Gaddafi genossen hat.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Mustafa Fetouri<\/em><\/p>\n<p><strong><\/strong>Vor zw\u00f6lf Jahren fegte der sogenannte Arabische Fr\u00fchling \u00fcber Libyen hinweg, der die Herrschaft Muammar Gaddafis beendete, das Land ins Chaos st\u00fcrzte und es nach Stammes- und Regionalgrenzen aufspaltete. Gaddafi selbst wurde von vom Westen unterst\u00fctzten Milizen ermordet.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Die heimliche milit\u00e4rische Invasion der NATO in Libyen<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Was im Februar 2011 als kleine und \u00fcberschaubare Demonstration gegen die Regierung von Gaddafi in Ostlibyen begann, entpuppte sich als ein vom Westen unterst\u00fctztes Vorhaben zu einem Regimewechsel in Libyen, das eine milit\u00e4rische Intervention der NATO vorsah, die unter dem Deckmantel des &#8220;Schutzes der Zivilbev\u00f6lkerung&#8221; daher kam.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der UN-Sicherheitsrat wurde von den USA, Gro\u00dfbritannien und Frankreich gezwungen, die Resolution 1973 zu verabschieden, mit der das Tor f\u00fcr den Einsatz von Gewalt gegen Libyen ge\u00f6ffnet wurde. Die Absicht war, Gaddafi zu entmachten und abzusetzen, was einen eklatanten Versto\u00df gegen die Resolution selbst darstellte. Der Rest ist Geschichte.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Den perplexen Libyern wurde versichert, dass Demokratie, Wohlstand und Freiheit unmittelbar bevorst\u00fcnden. Doch nachdem das libysche Volk diesen Weg eingeschlagen hatte, musste es feststellen, dass Gaddafi zwar weg war, aber in gewisser Weise hatte er Libyen mit in den Tod genommen. Jahre sp\u00e4ter steht das Land still und es gibt kaum Fortschritte in Richtung Freiheit und Stabilit\u00e4t. Viele seiner souver\u00e4nen staatlichen Entscheidungen werden von anderen getroffen, w\u00e4hrend bewaffnete Milizen das Land dominieren und als Stellvertreter ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte agieren.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Warum die Libyer das Gef\u00fchl haben, ihr Land sei von fremden M\u00e4chten besetzt<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Die meisten Libyer haben das Gef\u00fchl, dass ihr Land seit 2011 seine Unabh\u00e4ngigkeit verloren hat und einer neuen Form einer Besatzung ausgesetzt ist. Ohne ausl\u00e4ndische Mitwirkung k\u00f6nnen libysche Politiker kaum etwas beschlie\u00dfen. Dieselben L\u00e4nder, die Libyen vor \u00fcber einem Jahrzehnt destabilisiert haben, behindern jetzt seinen Fortschritt.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Nationale Souver\u00e4nit\u00e4t und eine unabh\u00e4ngige Innen- und Au\u00dfenpolitik waren die beiden wichtigen S\u00e4ulen der Herrschaft Gaddafis. W\u00e4hrend seiner vier Jahrzehnte als Anf\u00fchrer des \u00f6lreichen nordafrikanischen Staates, gelang es ihm, diese S\u00e4ulen zu einem Teil der libyschen nationalen Identit\u00e4t zu formen. Infolgedessen wurden die Libyer misstrauisch gegen\u00fcber allen Arten ausl\u00e4ndischer Einmischung in die Angelegenheiten ihres Landes und verd\u00e4chtigten fast alles, was aus dem Westen kam \u2013 insbesondere aus Italien, den USA, Gro\u00dfbritannien und aus Frankreich. Diese vier L\u00e4nder haben in der Geschichte Libyens eine unheilvolle Rolle gespielt, die von vielen Libyern nicht vergessen wurde. All den genannten Staaten wird vorgeworfen, stets die Souver\u00e4nit\u00e4t Libyens verletzt zu haben.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Vor dem vom Westen erzwungenen Regimewechsel 2011 und dem darauffolgenden B\u00fcrgerkrieg feierte Libyen j\u00e4hrlich vier nationale Feiertage, von denen jeder einem Wendepunkt in der stolzen Geschichte des Landes gewidmet war und die j\u00fcngeren Generationen daran erinnern sollte, wie wichtig es ist, eine unabh\u00e4ngige, souver\u00e4ne Nation zu sein. Ausl\u00e4ndische W\u00fcrdentr\u00e4ger, manchmal sogar Staatsoberh\u00e4upter, nahmen an diesen nationalen Veranstaltungen teil, was deren Bedeutung zus\u00e4tzlich hervorhob.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Das stolze alte Libyen<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Beispielsweise markiert der 28. M\u00e4rz die Vertreibung britischer Truppen, die einst einen strategischen Luftwaffenst\u00fctzpunkt in Tobruk, im Osten Libyens, besetzt hielten. Im Jahr 1970, nur sechs Monate nach seiner Macht\u00fcbernahme, befahl Gaddafi allen ausl\u00e4ndischen Truppen, das Land zu verlassen. Andernfalls drohte er mit \u00f6ffentlichem Aufruhr. Am 11. Juni desselben Jahres evakuierten US-Truppen ihren riesigen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt vor den Toren von Tripolis. Der Wheelus Luftwaffenst\u00fctzpunkt erhielt aufgrund seiner Gr\u00f6\u00dfe und der dort angebotenen Dienstleistungen f\u00fcr die US-Truppen den Spitznamen &#8220;Little America&#8221;.<\/p>\n<p>Der St\u00fctzpunkt verf\u00fcgte \u00fcber das gr\u00f6\u00dfte Milit\u00e4rkrankenhaus au\u00dferhalb der USA, es gab ein Multiplex-Kino, eine Bowlingbahn und eine weiterf\u00fchrende Schule f\u00fcr Soldaten und ihre Angeh\u00f6rigen, die einen ordentlichen schulischen Abschluss anstrebten. Auf seinem H\u00f6hepunkt erstreckte sich der St\u00fctzpunkt \u00fcber etwa 50 Quadratkilometer entlang der Mittelmeerk\u00fcste, ein Gebiet, zu dem den Libyern der Zugang verboten war. Wheelus war die Heimat von etwa 15.000 Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen und ihren Familien. Den Piloten der US Air Force standen f\u00fcnf \u00dcbungsgebiete f\u00fcr Schie\u00df\u00fcbungen in der libyschen W\u00fcste zur Verf\u00fcgung. Sp\u00e4ter wurde der Luftwaffenst\u00fctzpunkt in den zivilen Flughafen Mitiga International Airport umgewandelt.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Bis 2011 feierte Libyen den 7. Oktober als Jahrestag der Vertreibung von etwa 20.000 italienischen Siedlern im Jahr 1970. Sie waren das zivile Gesicht der italienischen Besatzung Libyens, die ab September 1911 ihren Anfang nahm. Zeitweise besa\u00dfen oder kontrollierte Italien fast das gesamte Land, sein Handel mit wichtigen Waren, so gut wie alle Reparaturwerkst\u00e4tten und die kleineren M\u00fchlen. In Ostlibyen besetzten sie das fruchtbarste Land, auf dem die Libyer lediglich als billige Arbeitskr\u00e4fte anzutreffen waren. Viele von ihnen erhielten ihren Lohn in Form von Verpflegung und Unterkunft statt in Form von Geld, w\u00e4hrend die Siedler Handwerksbetriebe besa\u00dfen, in denen sie lokale Handwerker besch\u00e4ftigten, ihnen aber nur einen Hungerlohn bezahlten.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Was mit den ausl\u00e4ndischen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten geschah, wiederholte sich sowohl im Banken- als auch im \u00d6lsektor. Vor Gaddafis Revolution im Jahr 1969 wurde der Bankensektor von Italienern und Briten dominiert. Im Dezember 1970 wurden alle ausl\u00e4ndischen Banken gem\u00e4\u00df dem in diesem Jahr verabschiedeten Gesetz Nummer 153 verstaatlicht. Das gleiche Modell wurde bei der \u00d6lindustrie angewendet. Zun\u00e4chst erhielten alle im Land t\u00e4tigen \u00d6lunternehmen arabische Namen. Anschlie\u00dfend wurde im Jahr 1973 das neue \u00d6lgesetz verabschiedet, das die meisten \u00d6lexplorationen, \u00d6lf\u00f6rderungen und Exporte verstaatlichte.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Das Regime von Muammar al-Gaddafi machte es sich zur Aufgabe, die Libyer an ihre stolze Geschichte im Kampf gegen die Kolonialm\u00e4chte zu erinnern, die in ihr Land einmarschierten \u2013 insbesondere an die italienische Kolonisierung. Dabei wurden zwischen 1911 und 1943 fast eine halbe Million Libyer get\u00f6tet, darunter auch der Anf\u00fchrer des Widerstands, Omar Mukhtar, der 1931 gefangen genommen und geh\u00e4ngt wurde.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Nach Jahren des Drucks und der Verhandlungen ist es Libyen schlie\u00dflich gelungen, was keinem anderen Land zuvor gelungen ist: Italien zu zwingen, sich f\u00fcr seine koloniale Brutalit\u00e4t zu entschuldigen und Reparationszahlungen zu leisten. Im Jahr 2008 unterzeichneten Tripolis und Rom den Vertrag \u00fcber Freundschaft, Zusammenarbeit und Partnerschaft, um ihre Probleme aus der Kolonialzeit beizulegen und gleichzeitig der Welt ein antikoloniales Beispiel zu geben. Im Rahmen des Vertrags verpflichtete sich Rom, Tripolis \u00fcber einen Zeitraum von 25 Jahren eine halbe Milliarde Dollar in Form von Entwicklungshilfe zu \u00fcberweisen, darunter f\u00fcr den Stra\u00dfenbau, den Bau von Krankenh\u00e4usern, den Ausbau des Eisenbahnnetzes und f\u00fcr Bildungsstipendien f\u00fcr libysche Studenten. Auch eine R\u00fcckgabe gestohlener Artefakte wurde vereinbart.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Das nicht mehr so stolze neue Libyen<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Das neue Libyen ist nicht daran interessiert, sich an &#8220;seine ferne oder j\u00fcngere Geschichte&#8221; zu erinnern, geschweige denn, diese zu feiern, sagte ein in Tripolis lebender Historiker, der anonym bleiben wollte. Er f\u00fcgte hinzu, dass Geschichte &#8220;ein integraler Bestandteil einer nationalen Identit\u00e4t&#8221; sei, die im Laufe der Zeit durch die Bildung der Jungen und den Erinnerungen der Alten \u00fcber die Vergangenheit ihres Landes aufgebaut werde. Sein Kollege, der aus Angst vor Repressalien ebenfalls anonym bleiben wollte, stimmt dem zu und erg\u00e4nzt, dass &#8220;eines der gro\u00dfen Verm\u00e4chtnisse der \u00c4ra von Muammar al-Gaddafi darin bestand, die Libyer stolz auf sich selbst zu machen, indem vergangene nationale Ereignisse gew\u00fcrdigt wurden&#8221;. Seit Oktober 2011 wurde im Land kein einziges nationales Gedenken mehr begangen. Schlimmer noch: Libyens Politik, einschlie\u00dflich in Wahlfragen und Wirtschaftsangelegenheiten, wird von ausl\u00e4ndischen Staaten oder \u00fcber deren lokale Stellvertreter verwaltet.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Libyen ist heute die Heimat von mehr als 20.000 ausl\u00e4ndischen Truppen, S\u00f6ldnern und bewaffneten Gruppen, die verschiedene lokale Fraktionen unterst\u00fctzen und um Macht und Einfluss k\u00e4mpfen. F\u00fcr viele Libyer sei das &#8220;unhaltbar&#8221;, sagte Ali Mahmoud von der Universit\u00e4t Tripolis. Mahmoud fragte sich: &#8220;Wie konnte Libyen Jahrzehnte nach dem Rauswurf fremder M\u00e4chte erneut Gastgeber ausl\u00e4ndischer Truppen werden?&#8221; Die Mehrheit der Libyer ist unzufrieden mit der Pr\u00e4senz ausl\u00e4ndischer Truppen auf deren libyschen St\u00fctzpunkten in Misrata, Bengasi, al-Watya, s\u00fcdwestlich von Tripolis und an anderen Orten. Sie betrachten dies als eine Form der Besatzung.<\/p>\n<p><strong>Das Gef\u00fchl einer heimlichen Besatzung<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>In den Augen der einfachen Libyer steht ihr Land tats\u00e4chlich unter indirekter Besatzung, sowohl &#8220;milit\u00e4risch als auch politisch&#8221;, sagte Samia al-Hussain \u2013 was nicht ihr Klarname ist \u2013, eine in Bengasi t\u00e4tige Anw\u00e4ltin. Die f\u00fcr 2021 geplanten Wahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, weil die US-amerikanische und britische Botschaft keine Pr\u00e4sidentschaftswahlen mit Saif al-Islam al-Gaddafi, dem Sohn von Muammar al-Gaddafi, als Spitzenkandidaten zulassen wollen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der j\u00fcngere Gaddafi genie\u00dft immer noch breite Unterst\u00fctzung im ganzen Land und wurde 2021 von den Gerichten f\u00fcr eine Kandidatur bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen zugelassen, nachdem er zun\u00e4chst von ihnen verbannt worden war. H\u00e4tten wie geplant im Dezember 2021 Wahlen stattgefunden, w\u00e4re er der unausweichliche Sieger gewesen. Um eine solche M\u00f6glichkeit zu verhindern, sprachen sich sowohl die ehemalige britische Botschafterin Caroline Hurndall als auch ihr Amtskollege aus den USA, Richard Norland, \u00f6ffentlich gegen seine Kandidatur aus.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Angesichts der darauffolgenden \u00f6ffentlichen Wut sah sich das Parlament \u2013 im Gegensatz zum Au\u00dfenministerium \u2013 gezwungen, Hurndall speziell wegen ihrer \u00c4u\u00dferungen zu den Pr\u00e4sidentschaftswahlen zur Persona non grata zu erkl\u00e4ren. Ein weiteres Indiz f\u00fcr die heimliche Besatzung Libyens ist jedoch, dass Hurndall das Land bis zum Ende ihrer Dienstzeit im vergangenen Oktober nie verlie\u00df. Norland wurde vom libyschen Au\u00dfenministerium nicht einmal ger\u00fcgt, wie es bei anderen L\u00e4ndern der Fall gewesen w\u00e4re. Warum? Weil er der Botschafter der USA ist.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Obwohl sie zum Lager geh\u00f6rte, das gegen Gaddafi war, verwies Samia al-Hussain auf das k\u00fcrzlich enth\u00fcllte geheime Treffen zwischen der\u00a0mittlerweile fl\u00fcchtigen ehemaligen Au\u00dfenministerin Nadschla al-Mangusch und ihrem israelischen Amtskollegen im vergangenen August in Rom. Sie fragte sich: &#8220;Welchen libyschen Interessen w\u00fcrde eine solche Normalisierung dienen? Und warum sollte irgendein libyscher Staatsbeamter daran denken, einen Vertreter des zionistischen Staates zu treffen, wenn er nicht von au\u00dfen dazu aufgefordert worden w\u00e4re?&#8221; al-Hussain f\u00fcgte hinzu, dass Libyen &#8220;sehr stolz darauf ist&#8221;, die Pal\u00e4stinenser im Laufe ihrer Geschichte unterst\u00fctzt zu haben. Hunderte Libyer meldeten sich freiwillig, um 1948 im ersten Pal\u00e4stina-Krieg zu k\u00e4mpfen. Al-Hussain ist auch der Meinung, dass Libyens Reaktion auf den aktuellen Gaza-Krieg weniger heftig ausgefallen ist, als von einem Staat erwartet wurde, in dem Pal\u00e4stina als eine heilige Sache gilt. Die meisten Libyer sind der Meinung, dass ihr Land in Bezug auf Gaza mehr tun sollte, obwohl die Regierung bereits rund 50 Millionen Dollar an Hilfsgeldern f\u00fcr Gaza gespendet hat.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Musbah Adokali, ein Jurastudent in Bani Walid, einer der Hochburgen von Gaddafi, glaubt, dass die libyschen Staatsf\u00fchrer Befehle von au\u00dfen erhalten und gegen den Willen des libyschen Volkes handeln. Er wies darauf hin, was mit dem libyschen Staatsb\u00fcrger Abu Agila\u00a0Mohammad\u00a0Mas&#8217;ud geschehen ist, der vor 35 Jahren entf\u00fchrt und in die USA gebracht wurde, wo er wegen Beteiligung an der Bombardierung des Pan-AM-Flugs 103 angeklagt wurde. Der Student sagte: &#8220;Dies geschah auf Befehl der USA&#8221;, sonst w\u00e4re dies nicht passiert. &#8220;Wenn das keine Besatzung ist, wei\u00df ich nicht, was es sonst ist&#8221;, res\u00fcmierte Adokali.<\/p>\n<p><em>Aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rt.com\/africa\/589579-libya-gaddafi-nato-occupation\/\">Englischen<\/a>.<\/em><br \/><strong><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Mustafa Fetouri<\/strong> ist ein libyscher Akademiker und preisgekr\u00f6nter Journalist und politischer Analyst.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freedert.online\/kurzclips\/video\/177868-gaddafi-nato-will-russland-besetzen\/\">Gaddafi: &#8220;Die NATO will Russland besetzen und die Rohstoffe stehlen&#8221;<\/a><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/190936-warum-fuehlen-sich-libyer-heute-besetzt\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muammar al-Gaddafi hat sein Land mit in den Tod genommen: Der arabische Staat \u2013 oder was von ihm \u00fcbrig geblieben ist \u2013 erinnert sich noch heute an die alten Zeiten echter staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t und relativ hohem Lebensstandard, den man vor 2011 unter Muammar al-Gaddafi genossen hat. 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