{"id":45095,"date":"2023-08-25T09:49:58","date_gmt":"2023-08-25T07:49:58","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/europaeische-gemeinsamkeiten-und-perspektiven-kultur-als-basis-fuer-frieden-und-prosperitaet\/"},"modified":"2023-08-25T09:49:58","modified_gmt":"2023-08-25T07:49:58","slug":"europaeische-gemeinsamkeiten-und-perspektiven-kultur-als-basis-fuer-frieden-und-prosperitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/europaeische-gemeinsamkeiten-und-perspektiven-kultur-als-basis-fuer-frieden-und-prosperitaet\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Gemeinsamkeiten und Perspektiven: Kultur als Basis f\u00fcr Frieden und Prosperit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64e64838b480cc1fca0977ee.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Angesichts des derzeitigen neuen Kalten Krieges ist es wichtig, sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, die die V\u00f6lker Europas verbinden, und zwar unabh\u00e4ngig vom Willen und der Propaganda nationalistisch gesinnter Kreise. Diese Gemeinsamkeiten finden sich in der Kultur, meint Wolfgang Bittner.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Wolfgang Bittner<\/em><\/p>\n<p>Nachdem in den deutsch-russischen Beziehungen einige Jahre lang Tauwetter eingetreten war und eine zun\u00e4chst noch blasse Sonne des Friedens und der Prosperit\u00e4t die dunklen Wolken durchdrungen hatte, herrscht aufgrund des Krieges in der Ukraine seit dem 24. Februar 2022 wieder akuter kalter Krieg, der rasch in einen hei\u00dfen Krieg \u00fcbergehen kann. Nach wie vor werden existenzgef\u00e4hrdende Aggressionen gesch\u00fcrt, Russland wird permanent provoziert, und es sieht nicht danach aus, dass diese Jahrhunderttrag\u00f6die bald ein Ende findet und sich die V\u00f6lker Europas wieder auf ihre Gemeinsamkeiten besinnen. Derzeit ist das Gegenteil der Fall: Starke zentrifugale Kr\u00e4fte und divergierende politische Vorstellungen f\u00fchren immer mehr zu Auseinandersetzungen, auch innerhalb der europ\u00e4ischen Staaten.<\/p>\n<p><strong>Ein Europa souver\u00e4ner Staaten<\/strong><\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch ist erneut ein eigenst\u00e4ndiges Europa souver\u00e4ner Staaten (das sogenannte Europa der Vaterl\u00e4nder), also eine Abwendung von der US-affinen Politik, die zu ruin\u00f6sen Verh\u00e4ltnissen gef\u00fchrt hat. Mit gigantischer Aufr\u00fcstung und einer St\u00e4rkung der NATO beginnen zu wollen, zeugt davon, wie verkorkst die Situation ist. Denn der von den USA gef\u00fchrte Nordatlantikpakt hat sich in den vergangenen Jahren von einem Verteidigungsb\u00fcndnis zu einem Aggressionsb\u00fcndnis entwickelt, das sich anma\u00dft, global im Sinne des monopolaren Anspruchs der USA zu agieren.<\/p>\n<p>Um der Selbst\u00e4ndigkeit Europas willen das Hauptaugenmerk auf das Projekt einer europ\u00e4ischen Armee zu richten, erscheint ebenso verfehlt. Im Rahmen der NATO w\u00fcrde eine solche Armee letztlich den US-Milit\u00e4rs unterstehen, die dann uneingeschr\u00e4nkten Zugriff auf europ\u00e4ische Kampfeinheiten f\u00fcr ihre Interventionskriege h\u00e4tten. Und au\u00dferhalb der NATO w\u00fcrde, nachdem die Briten aus der EU ausgeschieden sind, die Atommacht Frankreich dominieren.<\/p>\n<p>Es geht um viel Wesentlicheres, n\u00e4mlich um eine Neubesinnung und Neuordnung Europas. Und das l\u00e4sst sich nicht in der neoliberalen Diktatur, mit der es die Bev\u00f6lkerung zu tun hat, durchsetzen, nicht mit diesem Br\u00fcsseler Wasserkopf und den dort die Politik mitgestaltenden US-Netzwerken und etwa 12.000 Lobbyvertretungen, nicht in der herrschenden Aufr\u00fcstungshysterie, der wirtschaftlichen und milit\u00e4rischen Interventionspolitik und den Austerit\u00e4tsvorgaben, die \u00e4rmere L\u00e4nder in den Ruin treiben.<\/p>\n<p>Dabei ist f\u00fcr die Neuordnung Europas, in der es nicht nur um \u00d6konomie, Technologie oder Milit\u00e4r gehen kann, eine Beteiligung Russlands unabdingbar. Denn ohne Russland wird es ein friedliches, prosperierendes Europas nicht geben. Insofern m\u00fcssen sich alle Bem\u00fchungen der n\u00e4chsten Zeit auf Vertrauen schaffende Ma\u00dfnahmen, Verhandlungen und eine Auss\u00f6hnung mit Russland richten. Dazu gibt es fortschrittliche Bestrebungen in ganz Europa. Die entscheidende Frage wird sein, ob den Bekundungen Taten folgen und wie dieses zerr\u00fcttete Europa, w\u00e4re es dann unabh\u00e4ngiger, k\u00fcnftig gestaltet werden sollte.<\/p>\n<p><strong>Europ\u00e4ische Kultur<\/strong><\/p>\n<p>Umso wichtiger ist es, sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, die die V\u00f6lker Europas verbinden, und zwar unabh\u00e4ngig vom Willen und der Propaganda nationalistisch gesinnter Kreise. Diese Gemeinsamkeiten finden sich in der Kultur. Denn der geistig-kulturelle Austausch war niemals nur regional oder national beschr\u00e4nkt oder ideologisch eingeengt. Es gab Epochen in Europa, in denen die Grenzen durchl\u00e4ssiger waren als in unserer j\u00fcngsten Vergangenheit.<\/p>\n<p>Von europ\u00e4ischer Kultur ist also die Rede, und wer davon spricht, meint f\u00fcr gew\u00f6hnlich die in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gepflegte Literatur, Musik, Malerei, Bildhauerei, Architektur usw. Dazu geh\u00f6ren im weitesten Sinne auch die Achtung der Menschenrechte, das Bildungswesen, Wohnbedingungen oder Essgewohnheiten, ja sogar Verkehrswesen, Kranken- und Altenversorgung oder der Umgang mit Strafgefangenen. Das alles nennen wir Kultur, die sich \u00fcber die Jahrhunderte entwickelt hat.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Kultur gr\u00fcndet sich vor allem auf vier S\u00e4ulen. Erstens: die griechische Philosophie und Humanitas; zweitens: r\u00f6mische Zivilisation und r\u00f6misches Recht in Verbindung mit den germanisch-keltischen Einfl\u00fcssen; drittens: die christliche und j\u00fcdische Religion und viertens: in j\u00fcngerer Zeit die Franz\u00f6sische Revolution mit ihrer Forderung nach Freiheit, Gleichheit und Solidarit\u00e4t sowie die darauf beruhenden sozialen Ideen und Visionen. \u00dcbrigens hatte die franz\u00f6sische Erkl\u00e4rung der Menschen- und B\u00fcrgerrechte von 1789 bereits Vorg\u00e4nger in Korsika und in Polen, was heute kaum noch bekannt ist.<\/p>\n<p>Die Urspr\u00fcnge dessen, was wir heute allgemein als unver\u00e4u\u00dferliche und unentziehbare Menschenrechte bezeichnen, lassen sich wiederum auf die Naturrechtsgedanken der Antike wie auch auf die alten Volksrechte im europ\u00e4ischen Raum zur\u00fcckf\u00fchren. Diese Grundrechte und Grunds\u00e4tze, die sich sp\u00e4ter unter anderem in der englischen <em>Magna Charta Libertatum<\/em> von 1215 sowie in der <em>Habeas-Corpus-Akte<\/em> von 1679 manifestiert haben, wurden auch f\u00fcr die amerikanischen Freiheitsrechte \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Wie aber konnte sich eine gemeinsame europ\u00e4ische Kultur in einem so zerkl\u00fcfteten Gebilde wie dem mittelalterlichen Europa entwickeln, fragen wir uns heute. Und \u00fcbersehen dabei, dass der kulturelle Austausch in fr\u00fcheren Jahrhunderten zeitweise wenigstens so intensiv und problemlos vonstattenging wie im 21. Jahrhundert in der Epoche nach der vor\u00fcbergehenden Beendigung des Kalten Krieges, der Europa jahrzehntelang in feindliche Lager gespalten hatte. Solche Grenz\u00fcberschreitungen und ihre Bedeutung f\u00fcr die Literatur, Kunst und Wissenschaften k\u00f6nnen nicht hoch genug eingesch\u00e4tzt werden; das gilt f\u00fcr vergangene Jahrhunderte, aber auch f\u00fcr die heutige Zeit, in der wir seit der von den USA oktroyierten Sanktionspolitik und dem inszenierten Krieg in der Ukraine einen epochalen R\u00fcckschritt erleben.<\/p>\n<p><strong>Grenz\u00fcberschreitungen<\/strong><\/p>\n<p>Noch 2001 sagte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin in einer Rede vor dem Deutschen Bundestag \u2013 das war damals noch m\u00f6glich: &#8220;Kultur war immer unser gemeinsames Gut und hat die V\u00f6lker verbunden.&#8221; Russland ist das gr\u00f6\u00dfte Land Europas, das wird zurzeit systematisch verdr\u00e4ngt und ger\u00e4t allm\u00e4hlich in Vergessenheit. Zwischen den westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern und Russland gab es jahrhundertelang intensive Handelsbeziehungen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch. Was w\u00e4re die europ\u00e4ische Kultur ohne die russische Literatur, Kunst, Musik, ohne das russische Theater? Ich nenne nur die Schriftsteller und Dichter Tolstoi, Dostojewski, Tschechow, Gorki, Puschkin und Jewtuschenko, die Maler Jawlenski, Malewitsch und Repin (ich habe sofort die Wolgatreidler vor Augen), die Musiker Prokofjew, Schostakowitsch und Tschaikowski (ich h\u00f6re die Nussknacker-Suite). Puschkin las Goethe, Goethe las Puschkin, bis heute wird in Russland Heinrich Heine verehrt, und Beethoven widmete der Zarin Elisabeth seine Polonaise Op. 89, wof\u00fcr ihm zum Dank eine gro\u00dfz\u00fcgige Zuwendung gew\u00e4hrt wurde. Zar Peter I. arbeitete 1697 inkognito auf einer niederl\u00e4ndischen Werft, um die Techniken des Schiffsbaues zu erlernen, und Albert Lortzing verfasste nach dieser historischen Episode das Libretto f\u00fcr seine Oper &#8220;Zar und Zimmermann&#8221;.<\/p>\n<p>Zwischen den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und zwischen ihren Dichtern und K\u00fcnstlern hat es immer einen regen kulturellen Austausch gegeben. Es ist kein Geheimnis, dass Johann Wolfgang von Goethe seinen &#8220;ultimativen Kick&#8221; w\u00e4hrend einer Italienreise erhielt. Und sein Drama &#8220;Faust&#8221; beruht auf einer \u00dcberlieferung, die erstmals 1587 in einem deutschen Volksbuch erschien und von einem Mann berichtet, der einen Bund mit dem Teufel eingeht. Das Vorbild daf\u00fcr war augenscheinlich der Arzt und Gelehrte Paracelsus, 1493 in der Schweiz geboren, der in \u00d6sterreich und Italien lebte und praktizierte. Auch der englische Dramatiker Christopher Marlowe (1564-1593) schrieb ein St\u00fcck \u00fcber diese Thematik \u2013 den Pakt mit dem Teufel \u2013 schon lange vor Goethe.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Kulturschaffende gab es keine Grenzen. Der N\u00fcrnberger Bildhauer Veit Sto\u00df zum Beispiel schnitzte von 1477 bis 1489 den bis heute bewunderten Altar in der Marienkirche in Krakau. Nikolaus Kopernikus wurde in Toru\u0144 (Thorn) geboren, und als er sich in Italien an der Universit\u00e4t einschrieb, wusste er nicht \u2013 so wird bekundet \u2013, ob er seine Herkunft als Deutscher oder als Pole angeben sollte. Erasmus von Rotterdam pflegte einen umfangreichen Briefwechsel mit Geistesgr\u00f6\u00dfen in ganz Europa, unter anderem mit Justus Decius, Berater des polnischen K\u00f6nigs Sigismund des \u00c4lteren in Krakau. Justus Decius (eigentlich Jost Ludwig Dietz) stammte aus dem Elsass, das damals zu Deutschland geh\u00f6rte, und galt seinerzeit als eine der einflussreichsten Pers\u00f6nlichkeiten in Polen.<\/p>\n<p>Friedrich Schiller wurde von den Ideen Jean-Jacques Rousseaus beeinflusst; der franz\u00f6sische Philosoph Voltaire lebte eine Zeitlang am Hofe Friedrichs des Gro\u00dfen in Berlin; der schlesische Poet Andreas Gryphius \u2013 er lebte von 1616 bis 1664 und schrieb wunderbare schwerm\u00fctige Gedichte \u2013 traf in Amsterdam den niederl\u00e4ndischen Poeten Joost van den Vondel. Der Dichter Jakob Lenz und andere deutsche Dichter, Vorl\u00e4ufer der Romantik, gingen nach Polen und Russland. Heinrich Heine und Ludwig B\u00f6rne emigrierten nach Paris, Georg B\u00fcchner floh \u2013 verfolgt von der hessischen Geheimpolizei \u2013 nach Frankreich und in die Schweiz, wo er mit 24 Jahren starb.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe polnische Dichter Adam Mickiewicz lebte jahrelang in Russland und in Frankreich, der englische Dichter Lord Byron in der Schweiz und in Italien. Dostojewski spielte Roulette im Baden-Badener Spielkasino, in Bad Homburg und in Paris. Tolstoi besuchte Schulen in Deutschland, um sich Anregungen f\u00fcr eine Schule in seinem russischen Dorf Jasnaja Poljana zu holen. Der spanische Kulturphilosoph Ortega y Gasset studierte in Deutschland und lebte seit dem Spanischen B\u00fcrgerkrieg unter anderem in Frankreich und den Niederlanden. Die ber\u00fchmten deutschsprachigen Dichter Franz Kafka und Max Brod lebten in Prag, Franz Werfel und Karl Kraus in Wien. Der deutsche Schriftsteller Alfred D\u00f6blin reiste 1923 einige Monate durch Polen und hinterlie\u00df der Nachwelt seine hochinteressanten gesellschaftsanalytischen Aufzeichnungen &#8220;Reise in Polen&#8221;, die 1926 erschienen.<\/p>\n<p>Im &#8220;Dritten Reich&#8221; und w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs emigrierten deutsche Schriftsteller und K\u00fcnstler nach Schweden, zum Beispiel Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht und Peter Weiss, oder nach England, zum Beispiel Alfred Kerr, Kurt Schwitters oder Sebastian Haffner. Deutsche und polnische Existenzialisten und Intellektuelle flohen vor dem deutschen Faschismus zuerst in die Niederlande und schlie\u00dflich weiter nach Frankreich und Spanien. Und in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts flohen viele griechische K\u00fcnstler vor dem griechischen Faschismus nach Deutschland, Frankreich und Polen. Sp\u00e4ter kamen zahlreiche Dissidenten aus den kommunistischen L\u00e4ndern Osteuropas nach Westeuropa.<\/p>\n<p>Aber auch viele Maler wechselten ihren Wohnsitz, so Chagall, Kandinsky und Jawlensky, die von Russland nach Frankreich und nach Deutschland gingen. Gauguin heiratete eine schwedische Frau. Der Bildhauer Br\u00e2ncu\u0219i wanderte sogar zu Fu\u00df von Rum\u00e4nien nach Paris. Und auch der norwegische Maler Edvard Munch wandte sich nach Paris, ebenso wie der schwedische Dramatiker August Strindberg oder der ber\u00fchmte polnische Komponist Fr\u00e9d\u00e9ric Chopin. Sigmund Freud, Begr\u00fcnder der Psychoanalyse, emigrierte von Wien nach London.<\/p>\n<p>Und schauen wir uns die Architektur an. Ganze Stra\u00dfenz\u00fcge in Riga oder in Vilnius k\u00f6nnten ebenso in L\u00fcbeck stehen; in manchen Vierteln von Krakau oder Lemberg meint man in Wien oder in Prag zu sein; italienische Architekten wirkten in Deutschland, Frankreich, Russland oder Polen. In den Dombauh\u00fctten waren Baumeister aus vielen L\u00e4ndern Europas vereinigt.<\/p>\n<p>Alle diese K\u00fcnstler, Schriftsteller, Dichter, Architekten und Gelehrten inspirierten sich gegenseitig, und insofern k\u00f6nnen wir von einer europ\u00e4ischen Kunst und Literatur, von einer europ\u00e4ischen Kultur sprechen. Jeder brachte seinen eigenen nationalen Charakter, seine Pers\u00f6nlichkeit ein, gepr\u00e4gt durch die regionale Kultur, durch lokale Eigenheiten, gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse, Landschaft, Folklore usw. Betrachten wir Chagall und sein Werk: In seinen Bildern spiegelt sich seine russisch-j\u00fcdische Kindheit. Oder Franz Werfel, den Autor j\u00fcdischer Herkunft, der in \u00d6sterreich lebte, bevor er nach Frankreich und weiter in die USA emigrierte; er schrieb einen Bestseller \u00fcber den katholischen Wallfahrtsort Lourdes in Frankreich.<\/p>\n<p>\u00dcber die Jahrhunderte hat sich ein reger kultureller Austausch nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch zwischen Nord und S\u00fcd entwickelt, in den die L\u00e4nder eigene Impulse eingebracht und eine gemeinsame europ\u00e4ische Identit\u00e4t entwickelt haben, und zwar trotz unterschiedlicher Mentalit\u00e4ten, politischer Strategien und kriegerischer Auseinandersetzungen. Allerdings ist festzustellen, dass dieser Prozess durch gezielte Einflussnahme aus den USA gravierend gest\u00f6rt ist. Eine k\u00fcnftige koordinierte Kulturpolitik sollte in der Lage sein, hier regulierend und bewahrend einzugreifen.<\/p>\n<p><strong>Res\u00fcmee<\/strong><\/p>\n<p>Literatur, Musik, Malerei, bildende Kunst oder Architektur k\u00f6nnen Grenzen \u00fcberschreiten, die Menschen h\u00f6ren und lernen voneinander, sie \u00fcberwinden ihre Fremdheit. Da sind unendlich viele M\u00f6glichkeiten, Br\u00fccken zu bauen durch Kultur, die letztlich Grundlage f\u00fcr jede \u00f6konomische oder technische Entwicklung ist. Das ist essenziell! Schriftsteller und K\u00fcnstler \u00fcberschreiten Grenzen, von denen es immer noch viel zu viele gibt, mit Leichtigkeit, und sie haben keine Probleme miteinander. Es gibt andere Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen als die Nationalit\u00e4t.<\/p>\n<p><em><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102756#more-102756\">Erstver\u00f6ffentlichung<\/a> auf NachDenkSeiten.<\/em><\/p>\n<p><em><\/em><em>Der Schriftsteller und Publizist\u00a0<strong>Wolfgang Bittner<\/strong>\u00a0ist Autor zahlreicher B\u00fccher. Zuletzt erschien das Sachbuch &#8220;Ausnahmezustand \u2013 Geopolitische Einsichten und Analysen unter Ber\u00fccksichtigung des Ukraine-Konflikts&#8221;, Verlag zeitgeist 2023.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em><\/em><strong>Mehr zum Thema &#8211;<\/strong>\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/dokumentation\/video\/171760-rt-doku-cancel-culture-toetung\/\">RT Doku: Cancel Culture \u2013 Die T\u00f6tung der russischen Kultur<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-odysee\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/odysee.com\/%24\/embed\/%40RTDE%3Ae%2FKilling-Russian-Culture%3A5\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/178710-europaeische-gemeinsamkeiten-und-perspektiven-kultur\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts des derzeitigen neuen Kalten Krieges ist es wichtig, sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, die die V\u00f6lker Europas verbinden, und zwar unabh\u00e4ngig vom Willen und der Propaganda nationalistisch gesinnter Kreise. 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