{"id":41216,"date":"2023-08-01T21:42:30","date_gmt":"2023-08-01T19:42:30","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/europas-schwarzes-loch-wie-viel-von-den-165-milliarden-euro-fuer-die-ukraine-wurden-gestohlen\/"},"modified":"2023-08-01T21:42:30","modified_gmt":"2023-08-01T19:42:30","slug":"europas-schwarzes-loch-wie-viel-von-den-165-milliarden-euro-fuer-die-ukraine-wurden-gestohlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/europas-schwarzes-loch-wie-viel-von-den-165-milliarden-euro-fuer-die-ukraine-wurden-gestohlen\/","title":{"rendered":"Europas schwarzes Loch: Wie viel von den 165 Milliarden Euro f\u00fcr die Ukraine wurden gestohlen?"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Das Schicksal der gigantischen Geldmengen und Hilfsleistungen, die bisher in die Ukraine geschickt wurden, ist angesichts der weitverbreiteten Korruption in diesem Land und mangelnder Rechenschaftspflicht v\u00f6llig unklar. Eine Spurensuche.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von George Trenin<\/em><\/p>\n<p>Als Ergebnis des NATO-Gipfels in Vilnius, versprach die von den USA gef\u00fchrte Milit\u00e4rallianz der Ukraine neue Tranchen finanzieller und milit\u00e4rischer Hilfe. Und das, obwohl Kiew zu Beginn des Sommers bereits insgesamt 165 Milliarden Euro von westlichen L\u00e4ndern\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/publications\/data-sets\/ukraine-support-tracker-data-17410\/\">erhalten hatte<\/a>. W\u00e4hrend die Ausgaben f\u00fcr Kiew zunehmend steigen, scheint die Zahl der US- und EU-B\u00fcrger, die bereit sind, zugunsten der Ukraine auf ihren eigenen Wohlstand und Komfort zu verzichten, stetig abzunehmen.<\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr ist die grassierende Korruption in der Ukraine, die \u2013 trotz einiger hochtrabender Versprechungen \u2013 heute genauso schlimm zu sein scheint wie vor dem vom Westen unterst\u00fctzten Maidan-Umsturz im Jahr 2014, wenn nicht gar noch schlimmer.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Finanzielle Trostpflaster<\/strong><\/p>\n<p>Der NATO-Gipfel bot der Ukraine trotz aller Hoffnungen nicht den lang erwarteten Fahrplan und den Zeitrahmen f\u00fcr eine Mitgliedschaft. Stattdessen k\u00fcndigten westliche Staats- und Regierungschefs neue milit\u00e4rische Hilfspakete an. Laut der franz\u00f6sischen Zeitung Le Monde\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/en\/international\/article\/2023\/07\/12\/russia-warns-france-delivery-of-scalp-missiles-to-ukraine-is-a-mistake_6050497_4.html\">versprach der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident<\/a>\u00a0Emmanuel Macron, der Ukraine eine &#8220;erhebliche Anzahl&#8221; von SCALP-Raketen, die Ziele in einer Entfernung von 250 Kilometern treffen k\u00f6nnen. Laut France24\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.france24.com\/en\/europe\/20230713-a-strong-gesture-french-delivery-of-scalp-missiles-to-ukraine-marks-shift-in-western-strategy\">kosten diese Raketen<\/a>\u00a0jeweils 850.000 Euro pro St\u00fcck.<\/p>\n<p>Berlin k\u00fcndigte seinerseits ein Hilfspaket in H\u00f6he von 700 Millionen Euro an. Deutschland plant, die Ukraine mit Raketenwerfern f\u00fcr das Raketenabwehrsystem Patriot, Infanterie-Kampffahrzeugen vom Typ Marder, Drohnen, Panzer vom Typ Leopard 1A5 und Artilleriegranaten zu beliefern. F\u00fcr Berlin ist dies jedoch nicht einmal ann\u00e4hernd ein Rekordwert. Am 13. Mai\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/twitter.com\/GermanyDiplo\/status\/1657382425712902144\">k\u00fcndigte das deutsche Au\u00dfenministerium<\/a>\u00a0die Bereitstellung von Milit\u00e4rhilfe an die Ukraine im Wert von 2,7 Milliarden Euro an.<\/p>\n<p>Am 8. Juli\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/twitter.com\/DeptofDefense\/status\/1677388675242500096\">sprach Colin Kahl<\/a>, stellvertretender US-Verteidigungsminister, \u00fcber ein neues Hilfspaket der USA, das zudem Streumunition umfasst \u2013 die in 120 L\u00e4ndern der Welt verboten und ge\u00e4chtet sind. Der Umfang hier bel\u00e4uft sich auf 800 Millionen Dollar und ist die 42. milit\u00e4rische Hilfslieferung, die Kiew in den vergangenen 16 Monaten von den USA erhalten hat. Seit Beginn der russischen Offensive hat der US-Kongress milit\u00e4rische und wirtschaftliche Hilfe f\u00fcr die Ukraine in H\u00f6he von \u00fcber\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/topics\/war-against-ukraine\/ukraine-support-tracker\/\">70 Milliarden US-Dollar genehmigt<\/a>\u00a0\u2013 und dabei sind nur die direkten Ausgaben ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f226b480cc360e4def5c.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f226b480cc360e4def5c.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f226b480cc360e4def5c.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f226b480cc360e4def5c.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f226b480cc360e4def5c.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f226b480cc360e4def5c.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Wladimir Selenskij mit seiner Ehefrau und First Lady Olena Selenska am 11. Juli 2023 in Vilnius, im Rahmen des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der NATO.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Mustafa Kamaci \/ Anadolu Agency \u00fcber Getty Images<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Gettyimages.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Laut\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/publications\/data-sets\/ukraine-support-tracker-data-17410\/\">den Daten<\/a>\u00a0des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft, das den Umfang der an die Ukraine zugewiesenen Hilfe erfasst, beliefen sich die gesamten direkten Subventionen und Hilfen der USA und ihrer Verb\u00fcndeten im Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis 31. Mai 2023 auf \u00fcber 165 Milliarden Euro. Die Kadenz, mit der neue Tranchen gesprochen werden, erh\u00f6ht sich von Monat zu Monat. So lag etwa die Gesamtsumme der Hilfsleistungen Ende April 15 Milliarden Euro unter der derzeitigen Summe \u2013 laut NATO-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg waren es damals 150 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Der wei\u00dfe Elefant im Raum<\/strong><\/p>\n<p>Die wachsende Hilfe f\u00fcr die Ukraine wirft in der westlichen \u00d6ffentlichkeit nat\u00fcrlich viele Fragen auf. In den USA beispielsweise hielt der\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/globalaffairs.org\/sites\/default\/files\/2023-01\/Ukraine%20Brief%20CMS%202.pdf\">im M\u00e4rz 2022 gebildete<\/a>\u00a0&#8220;\u00fcberparteiliche Konsens&#8221; nur bis November desselben Jahres. Zu diesem Zeitpunkt hatte etwa ein Drittel der republikanischen W\u00e4hler in den USA ihre Ansichten \u00fcberdacht und sind zum Schluss gekommen, dass es nicht mehr angemessen sei, Kiew wirtschaftlich zu unterst\u00fctzen und weiterhin Waffen dorthin zu liefern.<\/p>\n<p><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bruegel.org\/analysis\/european-public-opinion-remains-supportive-ukraine\">Nach den neuesten Daten<\/a>\u00a0der Denkfabrik Bruegel, ist die Unterst\u00fctzung der Ukraine unter US-B\u00fcrgern zwischen Oktober 2022 und April 2023 noch st\u00e4rker zur\u00fcckgegangen. Nur noch 60 Prozent der demokratisch w\u00e4hlenden US-Amerikaner und 34 Prozent der republikanischen W\u00e4hler waren noch bereit, die Inflation zu tolerieren, nur um Kiew weiterhin zu unterst\u00fctzen. Im vergangenen Herbst lagen diese Werte bei 74 Prozent bzw. 44 Prozent. Die Analysten bei Bruegel gehen davon aus, dass der Umfang der US-Hilfe f\u00fcr die Ukraine in der kommenden Wahlsaison zur\u00fcckgehen wird, da Pr\u00e4sident Joe Biden um jede Stimme k\u00e4mpfen muss.<\/p>\n<p>Je nach den Ergebnissen der US-Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2024, k\u00f6nnte es f\u00fcr Kiew noch schlimmer kommen. Da auf dem Schlachtfeld keine Erfolge erzielt werden, k\u00f6nnten Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens und einflussreiche Politiker in den USA eine friedliche Beilegung des Konflikts fordern, selbst zu ung\u00fcnstigen Bedingungen f\u00fcr die Ukraine. All dies k\u00f6nnte jenen Kandidaten zugutekommen, die weniger geneigt sind, Kiew &#8220;so lange es n\u00f6tig ist&#8221; zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Europ\u00e4ische Zweifel<\/strong><\/p>\n<p>Offiziellen Kommentaren zufolge scheint die Situation in der EU sogar noch komplizierter zu sein. Bis in j\u00fcngster Vergangenheit war die Verabschiedung jedes neuen Hilfspakets von langen Verhandlungen und hartn\u00e4ckigem Widerstand einiger EU-Mitgliedstaaten begleitet. Beispielsweise sagte der tschechische Finanzminister, Zbyn\u011bk Stanjura, im Dezember vergangenen Jahres, dass sich die EU nicht vollst\u00e4ndig auf ein neues Paket makrofinanzieller Kredithilfen f\u00fcr die Ukraine bis 2023 einigen k\u00f6nne. Die Stimmung wurde zus\u00e4tzlich aufgeheizt, nachdem der polnische Ministerpr\u00e4sident Mateusz Morawiecki die EU aufgefordert hatte, der Ukraine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Hilfe zu leisten und der F\u00fchrung Deutschlands und Frankreichs eine mangelnde Hilfsbereitschaft vorgeworfen hatte. &#8220;Berlin und Paris haben keine ernsthaften internationalen Schritte der Unterst\u00fctzung gezeigt&#8221;, sagte Morawiecki. Und genau wie in den USA, nimmt auch in der EU die Zahl jener B\u00fcrger ab, die bereit sind, zugunsten der Ukraine auf ihren Wohlstand und Komfort zu verzichten.<\/p>\n<p>&#8220;Tatsache bleibt, dass die Zeit nicht auf unserer Seite ist. Je l\u00e4nger dieser Konflikt andauert, desto schwieriger wird es, finanzielle Hilfen aufzutreiben. Das ist unbestreitbar&#8221;, schrieb Maria Demertzis, leitende Forscherin bei der Denkfabrik Bruegel,\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bruegel.org\/analysis\/european-public-opinion-remains-supportive-ukraine\">in einem aktuellen Bericht<\/a>. Dies zeigt, dass mit dem Fortdauern des Konflikts in der Ukraine die direkten wirtschaftlichen Kosten f\u00fcr Westeuropa zusehends steigen. Aufgrund der beispiellos hohen und anhaltenden Inflation, die durch den Krieg verursacht wurde, sind Haushalte in der gesamten EU unter Druck geraten, was die \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine untergraben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bruegel verglich im M\u00e4rz 2022 und Februar 2023 Statistiken aus Italien, Deutschland und Frankreich. In Italien sank die Zustimmung f\u00fcr Sanktionen gegen Russland im vergangenen Jahr von 80 Prozent auf 65 Prozent und die Zustimmung f\u00fcr Milit\u00e4rhilfen f\u00fcr die Ukraine von 57 Prozent auf 49 Prozent. In Deutschland bef\u00fcrworten 62 Prozent der Befragten die Sanktionen, im Vergleich zu 80 Prozent im Vorjahr, w\u00e4hrend es in Frankreich 67 Prozent gegen\u00fcber 72 Prozent sind. Die Zahl der Deutschen, die Waffenlieferungen an die Ukraine bef\u00fcrworten, liegt nun bei 52 Prozent im Vergleich zu 66 Prozent im Vorjahr, bei den Franzosen sind es 54 Prozent im Vergleich zu 65 Prozent.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f298b480cc3608680395.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f298b480cc3608680395.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f298b480cc3608680395.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f298b480cc3608680395.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f298b480cc3608680395.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f298b480cc3608680395.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der polnische Pr\u00e4sident Andrzej Duda, der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Hannibal Hanschke \/ Pool \/ Getty Images<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Schattenboxen<\/strong><\/p>\n<p>Diese ung\u00fcnstige Situation f\u00fcr Kiew wird durch das &#8220;traditionelle&#8221; Problem der Ukraine, die grassierende Korruption im Land, versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Die der NATO nahe stehende NGO German Marshall Fund of the United States \u2013 die in Russland als &#8220;unerw\u00fcnschte Organisation&#8221; eingestuft wird \u2013 ver\u00f6ffentlichte im Vorfeld der Konferenz zum Wiederaufbau der Nachkriegsukraine im vergangenen Juni\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.gmfus.org\/news\/ukraines-anti-corruption-front\">einen Bericht<\/a>. In diesem Bericht hei\u00dft es: &#8220;Die Bek\u00e4mpfung der Korruption ist heute von ebenso strategischer Bedeutung, wie die Politik zur Eind\u00e4mmung des Kommunismus im Kalten Krieg.&#8221;<\/p>\n<p>Der Bericht stellte au\u00dferdem fest, dass die Ukraine einen &#8220;Zweifrontenkrieg gegen Russland und gegen Korruption&#8221; f\u00fchre und die Errichtung eines Rechtsstaats anstrebe. Laut den Autoren des Berichts &#8220;warten die ukrainischen Oligarchen bis nach dem Ende des Krieges, um ihren Einfluss wieder zu behaupten.&#8221; \u00c4hnliche Worte \u00e4u\u00dferte ein hochrangiger Beamter im B\u00fcro des Generalinspekteurs des US-Verteidigungsministeriums\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.defenseone.com\/policy\/2023\/04\/war-two-fronts-ukraine-takes-corruption-it-fights-russia\/385068\/\">in einem Interview<\/a>\u00a0mit Defense One. Seine Informanten in der Ukraine geben unumwunden zu, dass sie &#8220;einen Zweifrontenkrieg f\u00fchren&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Sie bek\u00e4mpfen die Russen und sie bek\u00e4mpfen die interne Korruption. Und an einer Front zu k\u00e4mpfen bedeutet, der anderen Ressourcen zu entziehen&#8221;, sagte er. Seiner Ansicht nach besteht die Gefahr von Korruption nicht nur innerhalb der ukrainischen Staatsgrenzen, sondern auch bei Vertragsabschl\u00fcssen in den USA kann es zu Betrug kommen. Dar\u00fcber hinaus kann es auf dem Weg durch Europa zum Diebstahl von Waffen oder anderen Hilfsg\u00fctern kommen. Ein anderer Beamter, der an strafrechtlichen Ermittlungen im Pentagon beteiligt ist, sagte gegen\u00fcber Defense One, dass seine Abteilung &#8220;besorgt \u00fcber die m\u00f6gliche Umleitung oder den Diebstahl von Waren und Waffen&#8221; sei. Auch viele US-Unternehmen trauen den ukrainischen Beh\u00f6rden nicht und glauben, dass Hilfsg\u00fcter gestohlen werden. Laut US-Handelsministerin Gina Raimondo bezweifeln zahlreiche Privatunternehmen, dass die der Ukraine f\u00fcr den Wiederaufbau zugewiesenen Mittel vor Korruption sicher sind.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f2e848fbef527f11fa46.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f2e848fbef527f11fa46.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f2e848fbef527f11fa46.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f2e848fbef527f11fa46.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f2e848fbef527f11fa46.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f2e848fbef527f11fa46.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">US-Handelsministerin Gina Raimondo<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Win McNamee \/ Getty Images<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Interne Machenschaften<\/strong><\/p>\n<p>Auch in der Ukraine ist das Problem der Korruption anerkannt. Im vergangenen Fr\u00fchjahr behauptete der ehemalige Berater des B\u00fcros des Pr\u00e4sidenten der Ukraine, Alexei Arestowitsch, auf seinem YouTube-Kanal, dass sein ehemaliger Chef, Wladimir Selenskij, nicht in der Lage sei, mit der Korruption in der Ukraine umzugehen.<\/p>\n<p>&#8220;Die Ukraine braucht nur eines: Jemanden an der Macht, der nicht stiehlt. Jemand, der es selbst nicht tut und es auch anderen nicht erlaubt. Leider hatten wir diesbez\u00fcglich bisher kein Gl\u00fcck&#8221;, sagte er. Arestowitsch f\u00fcgte hinzu, dass das Land eine andere F\u00fchrung haben m\u00fcsse, um dies zu erreichen. &#8220;Der amtierende Pr\u00e4sident hat es nicht geschafft, mit der Korruption fertig zu werden, obwohl der Konflikt ein guter Grund h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, au\u00dferordentliche Ma\u00dfnahmen zu ergreifen und das Problem zu l\u00f6sen. Aber wie wir sehen, ist dies nicht in vollem Umfang geschehen.&#8221;<\/p>\n<p>Arestowitsch ist mit seiner Meinung nicht allein. Der amerikanische Investigative Journalist\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/seymourhersh.substack.com\/p\/trading-with-the-enemy\">Seymour Hersh erkl\u00e4rte<\/a>, dass der ukrainische Pr\u00e4sident Wladimir Selenskij und sein Gefolge illegal mindestens 400 Millionen US-Dollar aus Hilfsgeldern abgezweigt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>&#8220;Der ukrainische Pr\u00e4sident und viele in seiner Entourage haben unz\u00e4hlige Millionen an US-Dollar abgesch\u00f6pft, die f\u00fcr den Kauf von Dieselkraftstoff vorgesehen waren. Einer Sch\u00e4tzung von Analysten der CIA zufolge beliefen sich die veruntreuten Gelder im vergangenen Jahr auf mindestens 400 Millionen US-Dollar&#8221;, schrieb er. Hersh f\u00fcgte hinzu, dass die ukrainischen Ministerien buchst\u00e4blich untereinander in Konkurrenz stehen, beim Gr\u00fcnden von Tarnfirmen f\u00fcr den Export von Waffen und Munition, ein System, das &#8220;Provisionen&#8221; einbringt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus behauptet Hersh, dass CIA-Direktor William Burns w\u00fctend \u00fcber Selenskij sei, wegen des m\u00f6glichen Diebstahls westlicher Finanzhilfen und weil dieser &#8220;einen gr\u00f6\u00dferen Teil der Gelder absch\u00f6pfte als seine Gener\u00e4le&#8221;.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f321b480cc354e1bdd05.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f321b480cc354e1bdd05.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f321b480cc354e1bdd05.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f321b480cc354e1bdd05.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f321b480cc354e1bdd05.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/08\/64c8f321b480cc354e1bdd05.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Wladimir Selenskij<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 STR \/ NurPhoto via Getty Images<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Nachrichtensender al-Arabiya zitierte k\u00fcrzlich aus den &#8220;Pandora-Papieren&#8221;, wonach Selenskij und sein Team bereits vor seiner Wahl zum Pr\u00e4sidenten an Korruption beteiligt gewesen seien.<\/p>\n<p>&#8220;Den Unterlagen zufolge war Selenskij seit 2012 Beg\u00fcnstigter mehrerer ausl\u00e4ndischer Firmen, die er gemeinsam mit seinen alten Freunden leitete&#8221;, berichtete der Sender. Laut al-Arabiya geh\u00f6rten zu den damaligen korrupten Partnern von Selenskij der erste Assistent von Selenskij, Sergei Schefir, und der fr\u00fchere Chef des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU), Iwan Bakanow. Der Sender stellte zudem fest, dass ihre Unternehmen f\u00fcr den Kauf &#8220;extrem teurer Wohnungen in London&#8221; genutzt wurden.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Sinnlose Investitionen<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem der grassierenden Korruption besteht weiterhin, obwohl die USA in der Ukraine seit vielen Jahren Mittel in die Korruptionsbek\u00e4mpfung investieren. Diese Mittel wurden der Generalstaatsanwaltschaft, den lokalen Medien und anderen Organisationen zugewiesen. Dies erkl\u00e4rte die Administratorin der US-amerikanischen Agentur f\u00fcr internationale Entwicklung (USAID), Samantha Power,\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bU5mEGjZPJw\">bei einer Anh\u00f6rung im Kongress<\/a>.<\/p>\n<p>Trotzdem gehen die Verbrechen rund um die Korruption in der Ukraine munter weiter.\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.euronews.com\/2023\/01\/24\/ukraine-corruption-scandal-string-of-officials-resign-in-kyiv\">Vor einiger Zeit verhaftete<\/a>\u00a0die ukrainische Antikorruptionsbeh\u00f6rde den stellvertretenden Minister f\u00fcr Infrastruktur wegen des Verdachts, Bestechungsgelder in H\u00f6he von 367.000 Euro erhalten zu haben, f\u00fcr den Kauf von Generatoren zu einem \u00fcberh\u00f6hten Preis. Und erst k\u00fcrzlich wurde dem Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs der Ukraine\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2023\/may\/16\/head-of-ukraine-supreme-court-held-in-anti-corruption-investigation\">Korruption vorgeworfen<\/a>.<\/p>\n<p>Dann gab es die Untersuchung\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/zn.ua\/eng\/paper-pushers-from-the-mod-syphon-off-money-on-food-for-the-armed-forces-more-than-during-peaceful-life-.html\">einer ukrainischen Zeitung<\/a>, die berichtete, dass das ukrainische Verteidigungsministerium Vertr\u00e4ge abgeschlossen hatte, \u00fcber Lebensmittellieferungen f\u00fcr Fronttruppen, zu einem zwei- bis dreimal h\u00f6heren Preis als \u00fcblich w\u00e4re \u2013 eine Untersuchung, die einen gro\u00dfen Skandal ausl\u00f6ste. Auch die Bef\u00fcrchtungen des Pentagons, dass an die Ukraine gelieferte Waffen auf dem Schwarzmarkt landen k\u00f6nnten, haben sich best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>&#8220;Sehr fr\u00fch im Konflikt wurden Polen, Rum\u00e4nien und andere L\u00e4nder an der Grenze zur Ukraine, mit Waffen \u00fcberschwemmt, die wir, die USA und ihre Verb\u00fcndeten, f\u00fcr den Krieg in der Ukraine dort hin karrten. Mit anderen Worten: Es gab Kommandeure, ich wei\u00df nicht, auf welcher Ebene \u2013 oft waren es keine Gener\u00e4le, sondern eher Obersts und dergleichen, die Waffenlieferungen entgegennahmen und die sie anschlie\u00dfend pers\u00f6nlich auf dem Schwarzmarkt weiterverkauften&#8221;,\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/t.me\/rt_russian\/154985\">sagte Hersh<\/a>\u00a0gegen\u00fcber dem Journalisten Afshin Rattansi. Er f\u00fcgte hinzu, dass nun alle Mitglieder der ukrainischen Regierung Drittparteien einbeziehen, da dies ihre Chancen erh\u00f6ht, nebenbei Geld zu verdienen.<\/p>\n<p>&#8220;Die Korruption in der Ukraine ist unvorstellbar. Das war schon immer so. Und das wird sich nicht \u00e4ndern&#8221;, erg\u00e4nzte Hersh.<\/p>\n<p><em>Aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rt.com\/russia\/579897-europes-black-hole-ukraine\/\">Englischen<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>George Trenin ist ein russischer Journalist und Politikwissenschaftler.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema &#8211;<\/strong>\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/test.rtde.life\/international\/174046-medienbericht-weltbank-verbraucht-nahezu-alle\/\">Medienbericht: Weltbank verbraucht nahezu alle Mittel zur Unterst\u00fctzung der Ukraine<\/a><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><br \/>\n<br \/><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/176709-europas-schwarzes-loch-wie-viel\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schicksal der gigantischen Geldmengen und Hilfsleistungen, die bisher in die Ukraine geschickt wurden, ist angesichts der weitverbreiteten Korruption in diesem Land und mangelnder Rechenschaftspflicht v\u00f6llig unklar. 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