{"id":39293,"date":"2023-07-02T07:52:23","date_gmt":"2023-07-02T05:52:23","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/die-blitzkriegstrategie-der-ukraine-ist-gescheitert-was-bleibt-also-von-der-gegenoffensive\/"},"modified":"2023-07-02T07:52:23","modified_gmt":"2023-07-02T05:52:23","slug":"die-blitzkriegstrategie-der-ukraine-ist-gescheitert-was-bleibt-also-von-der-gegenoffensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/die-blitzkriegstrategie-der-ukraine-ist-gescheitert-was-bleibt-also-von-der-gegenoffensive\/","title":{"rendered":"Die Blitzkriegstrategie der Ukraine ist gescheitert \u2013 was bleibt also von der Gegenoffensive?"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Wladimir Selenskij unter Zugzwang: Sechs Monate lang hatte Kiew den Durchbruch zum Asowschen Meer vorbereitet. Der Druck des Westens f\u00fchrte dazu, dass Selenskij zu dieser Offensive gezwungen wurde, wohl wissend, dass er auf schwachen Beinen steht.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Eine Analyse von Wladislaw Ugolny<\/em><\/p>\n<p>Die Gegenoffensive der Streitkr\u00e4fte der Ukraine (AFU), die seit Anfang des Jahres von ukrainischen und westlichen Offiziellen und den Medien intensiv gehypt wurde, ist nun seit fast einem Monat im Gange. Seit dem 4. Juni versuchen die Streitkr\u00e4fte Kiews, auf dem s\u00fcdlichen Abschnitt der Front in der Region Saporoschje und im westlichen Teil der Volksrepublik Donezk (DVR) vorzusto\u00dfen und durchzubrechen.<\/p>\n<p>Die erwartete Blitzkriegstrategie war bisher nicht von Erfolg gekr\u00f6nt, worauf die ukrainische Offensive in einem Stellungskrieg stecken blieb, bei dem sie einen betr\u00e4chtlichen Teil der vom Westen bereitgestellten milit\u00e4rischen Ausr\u00fcstung und Waffen verlor. Bis Ende Juni gelang es Kiew, lediglich acht D\u00f6rfer zu besetzen, es konnte aber die wichtige erste russische Verteidigungslinie nicht erreichen. Kiew und seine westlichen G\u00f6nner zeigen sich zunehmend besorgt, da der geplante Durchbruch zum Asowschen Meer \u2013 dem strategischen Ziel der Gegenoffensive \u2013\u00a0gescheitert ist und der Landkorridor vom russischen Festland und zur Krim weiterhin unter russischer Kontrolle steht. Warum ist diese lang erwartete und viel diskutierte Gegenoffensive der Ukraine gescheitert?<\/p>\n<p><strong>Wie entstand die aktuelle Frontlinie?<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Die Frontlinie in der Region Saporoschje und jene im westlichen Teil der DVR waren im Fr\u00fchjahr 2022 entstanden. Damals hatten russische Truppen die Einheiten aus der Krim mit jenen aus dem Donbass zusammenlegen und die St\u00e4dte Tokmak und Pologi erobern und somit den &#8220;Kessel von Mariupol&#8221; formen k\u00f6nnen. Unterdessen waren die Versuche der russischen Armee, n\u00e4her an Saporoschje heranzur\u00fccken und die St\u00e4dte Guljaipole und Orechow einzunehmen \u2013 die wichtigsten Hochburgen der AFU in der Region Saporoschje \u2013, erfolglos geblieben.<\/p>\n<p>Im Osten, im Bereich der Landzunge bei Wremjewski, hatten die aktiven K\u00e4mpfe bis zum Sommer 2022 angedauert. Am 14. Juli best\u00e4tigte das Hauptquartier der Territorialverteidigung der DVR die Einnahme des Dorfes Neskutschni s\u00fcdlich von Wremjewka \u2013 der letzten von der Volksmiliz befreiten Siedlung in diesem Abschnitt der Front.<\/p>\n<p><strong>Die strategische Bedeutung des Frontabschnitts Saporoschje<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Auch wenn die russische Armee Saporoschje selbst nicht erreichen oder die Stellungen der AFU im Donbass nicht flankieren konnte, waren die milit\u00e4rischen Erfolge des vergangenen Fr\u00fchlings und Sommers f\u00fcr Russland \u00e4u\u00dferst wichtig. Erstens \u00fcbernahm die russische Armee die Kontrolle \u00fcber die Autobahn Krim \u2013 Melitopol \u2013 Berdjansk \u2013 Mariupol bis ins Gebiet Rostow, wo sich das eine Ende der Krim-Br\u00fccke befindet. Als Ergebnis dieser Bem\u00fchungen bekam die Halbinsel eine wesentlich bessere Anbindung an das russische Festland.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Zweitens schuf die Kontrolle \u00fcber diese Gebiete eine Pufferzone n\u00f6rdlich der Krim und zwang die Ukrainer zum R\u00fcckzug vom Asowschen Meer, das seither vollst\u00e4ndig als russisches Territorium gilt. Au\u00dferdem konnten die russischen Streitkr\u00e4fte eine einheitliche Front von der M\u00fcndung des Dnjepr bis zur russischen Grenze aufbauen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a021d848fbef4e411ab92f.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a021d848fbef4e411ab92f.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a021d848fbef4e411ab92f.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a021d848fbef4e411ab92f.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a021d848fbef4e411ab92f.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a021d848fbef4e411ab92f.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 RT\/RT<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese Positionierung brachte allerdings auch gewisse Schwachstellen f\u00fcr die russischen Truppen mit sich. Wenn die ukrainische Offensive erfolgreich gewesen w\u00e4re und die AFU bis zum Asowschen Meer h\u00e4tte durchbrechen k\u00f6nnen, w\u00e4re die russische Front in zwei Teile gespalten worden. So komplex es auch gewesen sein mag, f\u00fcr die AFU war es einen Versuch wert, da man dann die Einheiten aus dem Donbass h\u00e4tte blockieren k\u00f6nnen, was zu einer ernsthaften Bedrohung f\u00fcr die Krim und Sewastopol geworden w\u00e4re \u2013 den wichtigsten Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt der Schwarzmeerflotte.<\/p>\n<p><strong>Von der Offensive zur Defensive<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Russland erkannte die strategische Bedeutung dieses Gebiets und begann mit der Verlegung von Einheiten dorthin, was jedoch zu Verlusten an anderen Frontabschnitten f\u00fchrte. Beispielsweise war die 35. kombinierte Waffenarmee aus Isjum abgezogen worden, was im September 2022 zum R\u00fcckzug Russlands aus der Region Charkow beigetragen hatte.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend legten die Streitkr\u00e4fte der Russischen F\u00f6deration tief gestaffelte Verteidigungslinien an, eine Aufgabe, an der auch zivile Bauarbeiter beteiligt waren. In der N\u00e4he von Melitopol wurde eine zweistufige Verteidigungslinie mit einem Vorfeld und zwei Sicherheitszonen errichtet, w\u00e4hrend Tokmak und das Dorf Otscherewatoje auf eine reine Stellungsverteidigung vorbereitet wurden.<\/p>\n<p>Wenn man die Verteidigungsma\u00dfnahmen Russlands in diesem Bereich beurteilen will, so kann man sagen, dass selbst, wenn es der AFU gelingen w\u00fcrde, diese Verteidigungslinie zu durchbrechen, sie immer noch mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert w\u00e4re. Ausgebildete russische Reserven w\u00fcrden umgehend einen Gegenangriff starten und die Flanken der AFU aus der Region Cherson und der DVR angreifen. Das Gel\u00e4nde w\u00e4re zudem f\u00fcr die russische Armee von Vorteil \u2013 unter anderem w\u00fcrde man sich auf die h\u00f6chsten Stellen in der Region Saporoschje st\u00fctzen, die sich in der N\u00e4he von Komysch-Sorja und Rozowka befinden.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Schlie\u00dflich ist selbst mit den besten Befestigungen eine wirksame Verteidigung nicht m\u00f6glich ohne motivierte und ausgebildete Soldaten, die im Zusammenspiel mit der Aufkl\u00e4rung, der Artillerie und der Luftwaffe operieren. Daher wurden in der strategisch wichtigen Richtung Melitopol, die Eliteeinheiten der 42. motorisierten Sch\u00fctzendivision der 58. Armee an die Spitze der russischen Verteidigung gestellt.<\/p>\n<p><strong>Erwartungen der \u00d6ffentlichkeit und der Medien<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Die westliche Presse war \u00e4u\u00dferst begeistert von den Aussichten der AFU in der Region Saporoschje. So schrieb beispielsweise ein US-&#8220;Milit\u00e4rexperte&#8221; namens John Deni, die Ukraine werde dank des Einsatzes westlicher Ausr\u00fcstung und Waffen Russland in seiner Gegenoffensive leicht besiegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die erwarteten K\u00e4mpfe wurden von den westlichen Medien als Wendepunkt dieses Krieges hochstilisiert. Doch dieser mediale Druck verunsicherte die ukrainische F\u00fchrung und zwang sie, den versp\u00e4teten Beginn der Operation zu rechtfertigen und fortan ein Schweigen der Medien in dieser Angelegenheit zu fordern. Diese Situation verunsicherte jedoch nur die ukrainischen Offiziellen und Milit\u00e4rs, w\u00e4hrend die ukrainische \u00d6ffentlichkeit, beeindruckt von der Flut westlicher Milit\u00e4rhilfe und den zahlreichen Versprechungen von Politikern aus dem Westen, auf einen bevorstehenden Sieg hoffte.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a0222bb480cc54924c80a9.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a0222bb480cc54924c80a9.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a0222bb480cc54924c80a9.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a0222bb480cc54924c80a9.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a0222bb480cc54924c80a9.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a0222bb480cc54924c80a9.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 RT\/RT<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>In Russland braute sich derweil eine gegenteilige Stimmung zusammen. Die russische \u00d6ffentlichkeit hatte sich immer noch nicht vollst\u00e4ndig von den R\u00fcckschl\u00e4gen in der Region Charkow und dem R\u00fcckzug aus Cherson erholt und wertete diese Ereignisse als Anzeichen daf\u00fcr, dass die Milit\u00e4roperation ihren urspr\u00fcnglichen Zielen zuwiderlief. Diese Meinung wurde von bestimmten Personen vertreten, die politisch motiviert waren, die russische Milit\u00e4rf\u00fchrung zu kritisieren. Selbst der Sieg in Artjomowsk \u2013\u00a0in der Ukraine Bachmut genannt \u2013 konnte die <strong><\/strong>\u00f6ffentliche Moral nicht vollst\u00e4ndig heben, denn viele f\u00fchrten diesen Erfolg ausschlie\u00dflich auf den Einsatz des privaten Milit\u00e4runternehmens Wagner zur\u00fcck und nicht auf die regul\u00e4re russische Armee, die jetzt f\u00fcr die Abwehr der Gegenoffensive der Ukraine verantwortlich w\u00e4re. Infolgedessen war die russische \u00d6ffentlichkeit besorgt \u00fcber den bevorstehenden Angriff der AFU, der im Erfolgsfall die Apathie unter den Russen zus\u00e4tzlich verst\u00e4rken und zu einer weiteren Demoralisierung beitragen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Die Ukraine setzt neue Brigaden ein<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Von der AFU wurde erwartet, dass sie neu formierte Einheiten in die Gegenoffensive schickt, die gr\u00f6\u00dftenteils mit westlichen Waffen ausger\u00fcstet und von westlichen Instruktoren ausgebildet worden waren. Diese Brigaden wurden lange Zeit in Reserve gehalten. Nur wenige Einheiten, wie die im Sommer gebildete 46. und 77. Brigade, wurden nach Artjomowsk verlegt, wo sie recht positive Ergebnisse erzielen konnten.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Andere Brigaden setzten w\u00e4hrenddessen ihre Ausbildung fort und nutzten die Zeit, die sie dank des blutigen Opfers der &#8220;\u00e4lteren&#8221; Einheiten gewonnen hatten. Beispielsweise k\u00e4mpfte die 79. Brigade anderthalb Jahre lang ohne Rotation bei Marjinka, einem Vorort von Donezk. Anstatt sie durch frische Einheiten zu ersetzen, hat die ukrainische F\u00fchrung die K\u00e4mpfer bis heute im Einsatz behalten.<\/p>\n<p><strong><\/strong>All dies geschah, um die neuen Einheiten stark und bereit f\u00fcr die Gegenoffensive gegen Russland aufzustellen. Die Ukraine hatte gehofft, dass die neuen Brigaden den siegreichen Marsch zum Asowschen Meer sichern w\u00fcrden, und dies h\u00e4tte dann nicht nur einen Sieg Kiews \u00fcber Moskau, sondern auch den Triumph westlicher Waffentechnik und milit\u00e4rischer Ausbildung bedeutet. Diese Hoffnungen erf\u00fcllten sich jedoch nicht.<\/p>\n<p><strong>Die Wremjewski-Landzunge: Der verwundbarste Teil der russischen Verteidigung<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Am 4. Juni startete die Ukraine ihre Gegenoffensive mit einem Ablenkungsangriff \u2013 der sp\u00e4ter zum Hauptangriff wurde \u2013 auf die Wremjewski-Landzunge. Offenbar sollte damit die Reserven der russischen Armee in diesem Gebiet in die Schlacht gezogen werden. Diese Angriffe dauerten mehrere Tage, blieben jedoch erfolglos.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Beim zweiten Angriff am 10. Juni agierte die ukrainische Armee effektiver, und am 13. Juni zog sich Russland aus den D\u00f6rfern Nowodarowka, Neskutschnoje, Storoschewoje, Blagodatnoje und Makarowka zur\u00fcck. Am 26. Juni \u00fcbernahmen die Ukrainer die Kontrolle \u00fcber Rownopol und einige Stellungen auf den Feldern, am Weg nach Nowodonetski und Prijutnoje.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022a548fbef4e362bdc76.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022a548fbef4e362bdc76.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022a548fbef4e362bdc76.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022a548fbef4e362bdc76.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022a548fbef4e362bdc76.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022a548fbef4e362bdc76.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 RT\/RT<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Laufe der dreiw\u00f6chigen K\u00e4mpfe eroberte die AFU sechs D\u00f6rfer, die alle vorzeitig evakuiert wurden. Es ist anzumerken, dass der Wremjewski-Landzunge anfangs \u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig f\u00fcr die russische Verteidigung war \u2013 umgeben von ukrainischen Truppen an den Flanken, floss zudem noch der Fluss Mokrije Jaly Mitten durch die russische Stellung und teilte sie infolgedessen in zwei H\u00e4lften, weshalb sich die russischen Streitkr\u00e4fte nur auf einige H\u00f6hen an den Flanken abst\u00fctzen konnten.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Doch auch wenn das Gel\u00e4nde die AFU bevorteilte, konnte hier kein Durchbruch erzielt werden. Ein unbedeutender Vorsto\u00df verlangte zudem einen hohen Preis: Erhebliche Mengen an westlicher Ausr\u00fcstung wurden zerst\u00f6rt, und Berechnungen zufolge erlitt die AFU empfindliche Verluste unter den Truppen. Dennoch gehen die Versuche, an der Front durchzubrechen, weiter. Derzeit steht die AFU den russischen Verteidigungslinien in Staromajorski und Uroschajnoje gegen\u00fcber und hofft, diese \u00fcber die Flanken zu \u00fcberwinden, was sie jedoch nur noch n\u00e4her an st\u00e4rker befestigte Stellungen bringen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Eine &#8220;Safari&#8221; in der N\u00e4he von Orechow und die Schlappe f\u00fcr die Medien<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Am 7. Juni begann die AFU mit der Bewegung in Sto\u00dfrichtung Melitopol. Dies war zun\u00e4chst die Aufgabe der 128. Gebirgssturmbrigade, einer Einheit, die zuvor in verschiedenen K\u00e4mpfen bereits hohe Verluste erlitten hatte. In Richtung Wassilewka versuchte die Brigade, das Dorf Lobkowo zu besetzen. Am n\u00e4chsten Tag startete die AFU einen Vorsto\u00df, der angeblich von der 47. mechanisierten Brigade angef\u00fchrt wurde, die mit deutschen Leopard-Panzern ausger\u00fcstet war. Dieser Angriff endete schlecht f\u00fcr die Ukrainer \u2013 die Operation schlug fehl, zahlreiche westliche Ausr\u00fcstung wurde zerst\u00f6rt, worauf das russische Verteidigungsministerium verheerende Videoaufnahmen von Drohnen ver\u00f6ffentlichte, die sich anschlie\u00dfend im Internet rasant verbreiteten.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der ukrainische Telegram-Kanal DeepState, der einen Live-Situationsplan der Front betreibt, sah sich gezwungen, vor\u00fcbergehend den Kommentarbereich zu schlie\u00dfen. Der Kanal ver\u00f6ffentlichte sp\u00e4ter eine &#8220;unbequeme Analyse&#8221; der Ereignisse, in der ukrainische Offizielle und Politiker kritisiert wurden, die behauptet hatten, die ukrainische Armee habe noch gar keine echte Gegenoffensive lanciert. Laut ukrainischen Politbeobachtern hat das Verhalten dieser Offiziellen das Opfer der gefallenen ukrainischen Soldaten entwertet.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Am 10. Juni zwang der zunehmende mediale Druck den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Selenskij, den Beginn der Gegenoffensive und die erlittenen Verluste zu best\u00e4tigen, lange bevor er der \u00d6ffentlichkeit einen nennenswerten Erfolg vorweisen konnte. Die Ukraine folgt \u00fcblicherweise der Regel, die Aktionen der Streitkr\u00e4fte so lange geheim zu halten, bis der \u00d6ffentlichkeit und den Medien attraktive Beweise f\u00fcr ukrainische Erfolge vorgelegt werden k\u00f6nnen. Diesmal jedoch zwangen <strong><\/strong>die Videoaufnahmen abgeschossener Leo-Panzer und Bradley-Infanterie-Kampffahrzeuge die Ukraine dazu, diese Regel zu brechen.<\/p>\n<p><strong>Anhaltende K\u00e4mpfe s\u00fcdlich von Orechow<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter gelang es der ukrainischen Seite, in dieser Richtung gewisse Erfolge zu erzielen. Der zunehmende Druck an den Verteidigungslinien zwang die russische Armee zum R\u00fcckzug aus zwei D\u00f6rfern \u2013 Lobkowoje und Pjatichatka \u2013, wo langwierige K\u00e4mpfe stattfanden. Derzeit h\u00e4lt die russische Armee ihre Verteidigungsstellungen in der N\u00e4he des Dorfes Scherebjanka.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022dbb480cc549e1ab8e0.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022dbb480cc549e1ab8e0.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022dbb480cc549e1ab8e0.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022dbb480cc549e1ab8e0.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022dbb480cc549e1ab8e0.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/07\/64a022dbb480cc549e1ab8e0.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 RT\/RT<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Osten konnte die AFU \u00fcber die Felder in Richtung des Dorfes Rabotino vordringen, das an der Stra\u00dfe von Orechow nach Tokmak liegt, wobei beide Seiten Verluste erlitten. Aber die Ukraine verliert zus\u00e4tzlich noch ein weiteres wichtiges Gut \u2013 Zeit \u2013, weil die Dynamik der Gegenoffensive nachl\u00e4sst. Dar\u00fcber hinaus greift die russische Luftwaffe intensiv Munitions- und Nachschublager sowie die Aufmarschgebiete an. All dies erh\u00f6ht die Kosten der Gegenoffensive und macht den endg\u00fcltigen Erfolg der ukrainischen Armee noch unwahrscheinlicher.<\/p>\n<p><strong>Die zerbrochenen Hoffnungen der Ukraine auf einen schnellen Kriegsverlauf<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>Die Serie an Misserfolgen hat in der ukrainischen \u00d6ffentlichkeit Entt\u00e4uschung hervorgerufen, nachdem man auf eine rasch ausgef\u00fchrte Gegenoffensive und einen Durchbruch an der Front gehofft hatte. Alle zwei Wochen befragt der ukrainische Journalist Roman Schrike seine Telegram-Abonnenten dar\u00fcber, wie lange sie die Dauer des Krieges einsch\u00e4tzen. Am 15. Juni erhielt die Option, dass der Krieg &#8220;l\u00e4nger als ein weiteres Jahr&#8221; andauern w\u00fcrde, erstmals \u00fcber 50 Prozent der Stimmen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der Propagandist Alexei Arestowitsch stellte fest, dass der Erfolg der Ukraine in der Region Charkow eine Ausnahme gewesen sei und nicht wiederholt werden k\u00f6nne. Er beschrieb die K\u00e4mpfe in der Region Saporoschje als &#8220;einen blutigen Kampf mit Verlusten auf beiden Seiten&#8221;. Damit die n\u00e4chste Offensive der Ukraine erfolgreicher wird, braucht das Land laut Arestowitsch westliche Kampfflugzeuge.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Unterdessen d\u00e4mmert es den einfachen B\u00fcrgern der Ukraine, von denen nicht wenige zu Fl\u00fcchtlingen wurden, ihre Arbeit verloren haben oder zwangsrekrutiert in der Armee dienen, dass die aktuelle Situation, in der das Land mit jedem Tag \u00e4rmer wird und die Menschen t\u00e4glich t\u00f6dlichen Gefahren ausgesetzt sind, noch einige Jahre andauern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>All dies stellt eine gro\u00dfe Belastung f\u00fcr die ukrainische Gesellschaft dar, die keinen baldigen Sieg am Horizont sehen kann. Gleichzeitig haben mehrere St\u00e4dte, darunter Kiew, eine allgemeine Mobilisierung angek\u00fcndigt. Die allgemeine Mobilisierung in der Ukraine ist bereits seit dem 24. Februar 2022 in Kraft, doch diese neue Ank\u00fcndigung offenbart eine neue Qualit\u00e4t der Verzweiflung. Besonders besorgniserregend ist die Anordnung an alle Wehrpflichtigen, in den Wehr\u00e4mtern zu erscheinen, unabh\u00e4ngig davon, ob sie eine Vorladung erhalten haben oder nicht.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der Druck des Westens f\u00fchrte dazu, dass Selenskij zu dieser Offensive gezwungen wurde, wohl wissend, dass er auf schwachen Beinen steht. Somit fand er sich in der Situation eines Schachspielers wieder, der unter Zugzwang geraten ist.<\/p>\n<p><em><strong><\/strong>Aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/swentr.site\/russia\/578910-zelenskys-zugzwang-ukraines-blitzkrieg-has-failed\/\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Wladislaw Ugolny ist ein russischer Journalist aus Donezk.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema &#8211; <\/strong><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freeassange.rtde.life\/meinung\/173985-usa-erkennen-hilflosigkeit-eigenen-wunderwaffen\/\">USA erkennen die Hilflosigkeit der eigenen &#8220;Wunderwaffen&#8221; in der Ukraine<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/174135-blitzkrieg-strategie-ukraine-ist-gescheitert\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wladimir Selenskij unter Zugzwang: Sechs Monate lang hatte Kiew den Durchbruch zum Asowschen Meer vorbereitet. 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