{"id":38676,"date":"2023-06-22T11:04:34","date_gmt":"2023-06-22T09:04:34","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/warum-wladimir-putin-eine-politische-loesung-des-stellvertreterkriegs-immer-noch-fuer-moeglich-haelt\/"},"modified":"2023-06-22T11:04:34","modified_gmt":"2023-06-22T09:04:34","slug":"warum-wladimir-putin-eine-politische-loesung-des-stellvertreterkriegs-immer-noch-fuer-moeglich-haelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/warum-wladimir-putin-eine-politische-loesung-des-stellvertreterkriegs-immer-noch-fuer-moeglich-haelt\/","title":{"rendered":"Warum Wladimir Putin eine politische L\u00f6sung des Stellvertreterkriegs immer noch f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/64933fba48fbef5cb059661c.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Diejenigen, die sich davon \u00fcberzeugt haben, dass die milit\u00e4rische Sonderoperation Russlands nicht enden wird, bis die russischen Truppen die polnische Grenze erreicht haben, werden \u00fcber diese Einsch\u00e4tzung sicherlich ver\u00e4rgert sein. Sie basiert allerdings auf den Worten von Pr\u00e4sident Putin.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Andrew Korybko<\/em><\/p>\n<p><strong><\/strong>Pr\u00e4sident Putin hat in einer Reihe von Auftritten vergangene Woche nachdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass eine politische L\u00f6sung des Stellvertreterkriegs zwischen der NATO und Russland in der Ukraine immer noch m\u00f6glich sei. Diese Analyse st\u00fctzt sich auf die folgenden drei Auftritte Putins:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>das Treffen mit den Kriegsberichterstattern vom 13. Juni<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>die Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums von St. Petersburg vom 16. Juni<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>das Treffen mit den Delegationsleitern afrikanischer Staaten vom 17. Juni.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Was folgt, sind relevante Ausz\u00fcge aus jedem seiner Auftritte zusammen mit einer Zusammenfassung in einem Satz, was Putin jeweils vermitteln wollte. Nachdem wir alle drei Auftritte durchgegangen sind, wird diese Analyse das von Pr\u00e4sident Putin geplante Endergebnis dieses Stellvertreterkrieges zusammenfassen.<\/p>\n<p><strong>Das Treffen mit den Kriegsberichterstattern vom 13. Juni<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Russland beabsichtigt weiterhin, mit der Sonderoperation seine urspr\u00fcnglichen Ziele zu erreichen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Die Ziele und Aufgaben der milit\u00e4rischen Sonderoperation \u00e4ndern sich entsprechend der aktuellen Situation, aber insgesamt \u00e4ndern wir nat\u00fcrlich nichts. Unsere Ziele sind f\u00fcr uns von grundlegender Bedeutung.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Entmilitarisierung der Ukraine ist auf Kurs.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Wir gehen schrittweise und methodisch vor. Die ukrainische Verteidigungsindustrie wird bald aufh\u00f6ren zu existieren. Was produzieren sie derzeit noch? Die Munition wird geliefert, die Ausr\u00fcstung wird geliefert und die Waffen werden geliefert \u2013 alles wird geliefert. So wird man nicht lange \u00fcberleben, man wird nicht durchhalten. Die Frage der Entmilitarisierung wird also ganz praktisch angesprochen.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Kiews Gegenoffensive ist am Scheitern.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Wenn wir uns die unwiederbringlichen Verluste ansehen, erleidet unsere Seite eindeutig weniger Verluste, das Verh\u00e4ltnis von eins zu zehn ist zu unseren Gunsten. Unsere Verluste betragen somit ein Zehntel der Verluste der ukrainischen Streitkr\u00e4fte. Noch ernster ist die Situation bei der Ausr\u00fcstung. Nach unseren Berechnungen betragen die Verluste dort etwa 25 oder vielleicht 30 Prozent der aus dem Ausland gelieferten Ausr\u00fcstung.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Angriffe auf russisches Territorium zielen darauf ab, die russischen Streitkr\u00e4fte von der aktiven Front abzulenken.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Was die Grenzgebiete angeht, gibt es ein Problem, und es h\u00e4ngt \u2013 und ich denke, Sie verstehen das auch \u2013 vor allem mit dem Wunsch zusammen, unsere Kr\u00e4fte und Ressourcen auf diese Seite umzulenken, einen Teil der Einheiten von der aktiven Front abzuziehen, was das Wichtigste und Kritischste im Hinblick auf die Offensive der Streitkr\u00e4fte der Ukraine ist.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Schaffung von Pufferzonen zum Schutz des russischen Territoriums wird erwogen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Wenn das so weitergeht, m\u00fcssen wir uns offenbar \u2013 und das sage ich sehr vorsichtig \u2013 mit der Frage befassen, auf dem Territorium der Ukraine eine Art Pufferzone zu schaffen, die so tief ist, dass es unm\u00f6glich w\u00e4re, unser Territorium zu beschie\u00dfen. Aber das ist ein anderes Thema, ich sage nicht, dass wir morgen damit beginnen werden. Wir m\u00fcssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Der inzwischen nicht mehr g\u00fcltige Vertragsentwurf mit der Ukraine half Russland, seine \u00f6stlichen und s\u00fcdlichen Eroberungen zu festigen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Obwohl sie den Vertrag verworfen haben, konnten wir diese Zeit nutzen, um dorthin zu gelangen, wo wir jetzt sind, n\u00e4mlich praktisch ganz Noworossija und einen bedeutenden Teil der Volksrepublik Donezk mit dem Zugang zum Asowschen Meer und zur Stadt Mariupol. Und zudem fast zur gesamten Volksrepublik Lugansk.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Russland k\u00f6nnte sich mobilisieren, sollte es beschlie\u00dfen, erneut gegen Kiew vorzugehen, aber das ist derzeit nicht n\u00f6tig.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;M\u00fcssen wir nach Kiew zur\u00fcckkehren oder nicht? Warum stelle ich diese rhetorische Frage? Offensichtlich haben Sie keine Antwort darauf, das kann nur ich beantworten. Abh\u00e4ngig von unseren Zielen m\u00fcssen wir \u00fcber eine Mobilisierung nachdenken, aber daf\u00fcr besteht derzeit keine Notwendigkeit.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Einer der grundlegenden Faktoren dieses Konflikts ist, dass der Westen die Ukraine mit Waffen flutet.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Wissen Sie, das ist eine grundlegende Frage, absolut grundlegend. Wenn wir sagen, dass der Westen die Ukraine mit Waffen flutet, dann ist das eine Tatsache, das verheimlicht niemand \u2013 im Gegenteil, sie sind sogar stolz darauf.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die milit\u00e4risch-technische Produktion Russlands ist im vergangenen Jahr stark gestiegen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Im Laufe des Jahres haben wir die Produktion unserer Hauptwaffensysteme um das 2,7-Fache gesteigert. Was die Herstellung der wichtigsten Waffensysteme betrifft, so haben wir diese um das Zehnfache erh\u00f6ht. Das Zehnfache!&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Nicht jede Reaktion Russlands auf das \u00dcberschreiten seiner &#8220;roten Linien&#8221; wird von den Medien abgedeckt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;M\u00f6glicherweise wird nicht alles von den Medien abgedeckt, obwohl es nichts gibt, wof\u00fcr man sich sch\u00e4men muss. Sind Angriffe auf das Energiesystem der Ukraine nicht eine Antwort darauf, dass die Gegenseite rote Linien \u00fcberschritten hat? Und ist die Zerst\u00f6rung des Hauptquartiers der Geheimdienstdirektion der Streitkr\u00e4fte der Ukraine nicht eine Antwort? Es ist eine.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Der ukrainische Staat existiert und muss mit Respekt behandelt werden, aber es ist inakzeptabel, Russland zu bedrohen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Die Ukraine, so wie sie auch sein mag, existiert und wir m\u00fcssen sie mit Respekt behandeln. Wenn die Ukrainer in unseren historischen Territorien leben wollen, dann sollten sie ihre politische F\u00fchrung dahingehend beeinflussen, dass ordnungsgem\u00e4\u00dfe Beziehungen zu Russland hergestellt werden und niemand in diesen Gebieten eine Bedrohung f\u00fcr uns darstellt. Das ist das Problem. Darum geht es in der Sache.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Es gibt keine Garantie daf\u00fcr, dass Russland nach dem Scheitern der Kiewer Gegenoffensive in die Offensive gehen wird.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Ich bin der Meinung, dass der ukrainischen F\u00fchrung \u2013 und das sage ich aus gutem Grund \u2013 die katastrophalen Verluste bewusst sind und sie dar\u00fcber nachdenken sollte, was als N\u00e4chstes zu tun ist. Wir werden abwarten, sehen, wie sich die Lage entwickelt, und auf Basis dieses Verst\u00e4ndnisses weitere Schritte einleiten.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Abgereicherte Uranmunition wird in die Ukraine geliefert, weil dem Westen jegliche andere Munition bereits ausgegangen ist.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Der Westen hat einfach keine Granaten mehr, daf\u00fcr aber Munition mit abgereichertem Uran in den Lagerh\u00e4usern. Es scheint, dass man sich nun entschieden hat, vorerst diese Munition zu verwenden. Sie haben ihre Lagerh\u00e4user leer gefegt.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die zunehmenden wirtschaftlichen Probleme der EU werden ihre Pl\u00e4ne, mehr Waffen f\u00fcr die Ukraine zu produzieren, behindern.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Die wirtschaftlichen Probleme der EU versch\u00e4rfen sich. Daher ist es nicht so einfach, alles dort zu produzieren, und noch schwieriger ist es, die Produktion zu erweitern und neue Produktionsanlagen zu bauen. Das kommt uns zugute, denn Russland befindet sich in einer besonderen Situation. Wir m\u00fcssen unsere R\u00fcstung ausbauen. Wir werden es tun und wir werden strategische Reserven ansammeln.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die schleichende Ausweitung der Verwicklung der USA in den Konflikt birgt f\u00fcr Russland sehr ernste Risiken.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Die Vereinigten Staaten werden immer mehr in diesen Konflikt verwickelt, was zu schweren internationalen Sicherheitskrisen f\u00fchrt. Die Flugbewegungen von ukrainischen Drohnen mittels US-Satellitendaten zu korrigieren, die dann unsere Kriegsschiffe angreifen, ist eine sehr ernste Angelegenheit. Das ist sehr ernst und die USA sollten wissen, dass wir davon wissen. Wir werden dar\u00fcber nachdenken, wie wir in Zukunft damit umgehen.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Friedensgespr\u00e4che k\u00f6nnten wieder aufgenommen und der Vertragsentwurf von Istanbul wiederbelebt werden, wenn die USA die Waffenlieferungen an Kiew beenden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Wir haben uns \u2013 wie ich mehrmals gesagt habe \u2013 nie geweigert, an Gespr\u00e4chen teilzunehmen, die zu einer Friedensl\u00f6sung f\u00fchren k\u00f6nnten. Letztlich geht es um die Interessen der Vereinigten Staaten. Wir wissen, dass sie der Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung des Problems sind. Wenn die USA den heutigen Konflikt wirklich durch Verhandlungen beenden wollen, m\u00fcssen sie nur eine Entscheidung treffen, n\u00e4mlich die Waffenlieferungen an die Ukraine beenden. Das ist es. Die Ukraine selbst stellt an Waffen nichts mehr her. Irgendwann werden Washington und Kiew Gespr\u00e4che f\u00fchren wollen, die nicht formaler, sondern inhaltlicher Natur sind, und uns nicht mit Ultimaten konfrontieren, sondern zu dem zur\u00fcckzukehren, was beispielsweise in Istanbul vereinbart wurde.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Viele Amerikaner haben Angst davor, dass ihr Land den Dritten Weltkrieg beginnen k\u00f6nnte, weil sie wissen, dass man ihn nicht gewinnen wird.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Die USA geben vor, keine Angst davor zu haben, die Situation endlos zu eskalieren und den Einsatz zu erh\u00f6hen. Tats\u00e4chlich gibt es dort viele Menschen, die klar denken und nicht bereit sind, die Welt in einen Dritten Weltkrieg zu f\u00fchren, in dem es keine Gewinner gibt. Selbst die Vereinigten Staaten w\u00fcrden nicht als Gewinner hervorgehen.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Die Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums von St. Petersburg vom 16. Juni<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Stationierung der von der NATO gelieferten F-16 f\u00fcr die Ukraine au\u00dferhalb dieses Landes w\u00fcrde eine ernsthafte Gefahr f\u00fcr Russland darstellen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Die F-16 werden ebenfalls brennen, sollten sie in die Ukraine geliefert werden, daran besteht kein Zweifel. Aber wenn sie sich auf Luftwaffenst\u00fctzpunkten au\u00dferhalb der Ukraine befinden und bei Feindseligkeiten eingesetzt werden, m\u00fcssen wir dar\u00fcber nachdenken, wie und wo wir diese Ressourcen treffen k\u00f6nnen, die bei den Feindseligkeiten gegen uns eingesetzt werden. Es besteht die ernsthafte Gefahr einer weiteren Beteiligung der NATO an diesem bewaffneten Konflikt.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die T\u00fcr zur Diplomatie bleibt offen, sollte der Westen beschlie\u00dfen, die Gespr\u00e4che mit Russland wieder aufzunehmen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Wir haben die T\u00fcr zur Diplomatie nie geschlossen. Es war der Westen, der beschlossen hat, sie zu schlie\u00dfen. Aber dennoch sp\u00e4hen sie immer wieder durch einen Spalt zu uns her\u00fcber.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Angriffe innerhalb Russlands Territorium sollen eine harsche Reaktion provozieren.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>&#8220;Da sie wissen, dass die Aussicht auf Erfolg an der Front gering ist, provozieren sie uns durch die Angriffe auf Belgorod und den Kreml zu einer harschen Reaktion, in der Hoffnung, mit dem Finger auf uns zeigen zu k\u00f6nnen und zu sagen: &#8216;Seht sie euch an; sie sind b\u00f6sartig und grausam. Niemand sollte mit ihnen etwas zu tun haben.&#8217; Das wollen sie all jenen Partnern vermitteln, mit denen wir heute zusammenarbeiten. Nein, es besteht keine Notwendigkeit, harsche Ma\u00dfnahmen zu ergreifen.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Trotz allem bleibt eine Pufferzone immer noch eine M\u00f6glichkeit, auch wenn sich Russland davon nicht von der eigentlichen Front ablenken l\u00e4sst.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Was unsere Grenzgebiete betrifft, so ist es ein Versuch, unsere Aufmerksamkeit von den m\u00f6glichen Schl\u00fcsselbereichen der Hauptoffensive abzulenken, die sie in Betracht ziehen, ein Versuch, uns zu zwingen, die Einheiten, die wir aufgestellt haben, in andere Kampfgebiete zu verlegen. Ich habe bereits gesagt, dass wir die M\u00f6glichkeit der Schaffung einer Pufferzone auf dem ukrainischen Territorium in Betracht ziehen werden, wenn diese Angriffe auf unsere Gebiete anhalten. Die Gegenseite sollte wissen, wozu das f\u00fchren kann.&#8221;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Russland erw\u00e4gt keinen nuklearen Erstschlag und wird diese Waffen nur zur Selbstverteidigung einsetzen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Ich habe bereits mehrmals gesagt, dass der Einsatz der ultimativen Abschreckungswaffe nur im Falle einer Bedrohung des russischen Staates m\u00f6glich ist. In diesem Fall werden wir sicherlich alle Kr\u00e4fte und Mittel einsetzen, die dem russischen Staat zur Verf\u00fcgung stehen. Daran besteht kein Zweifel.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Das Treffen mit den Delegationsleitern afrikanischer Staaten vom 17. Juni<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Russland wird weiterhin mit der Ukraine verhandeln, auch wenn die M\u00f6glichkeit besteht, dass sie sich auch von zuk\u00fcnftigen Abkommen zur\u00fcckziehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><\/strong>Putin: &#8220;Russland hat nie irgendwelche Gespr\u00e4che abgelehnt. Die T\u00fcrkei war Gastgeber einer ganzen Reihe von Gespr\u00e4chen zwischen Russland und der Ukraine, um vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen auszuarbeiten und den Vertragstext zu entwerfen. Aber nachdem wir wie vereinbart unsere Truppen aus Kiew abgezogen hatten, hat die ukrainische Regierung die Vereinbarung in den M\u00fclleimer der Geschichte geworfen, um es milde auszudr\u00fccken. Ich m\u00f6chte es vermeiden, Schimpfworte zu verwenden. Die Ukraine lehnte schlussendlich die Vereinbarung ab. Wo sind die Garantien, dass sie nicht auch von anderen Vereinbarungen zur\u00fccktreten wird? Aber selbst unter solchen Umst\u00e4nden haben wir uns nie geweigert, Gespr\u00e4che zu f\u00fchren.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Putins geplantes Endspiel<\/strong><\/p>\n<p>In den vorangegangenen Kapiteln wurden die wichtigsten Ausz\u00fcge aus Pr\u00e4sident Putins j\u00fcngsten Medienauftritten im Hinblick auf sein geplantes Endspiel hervorgehoben. Derzeit z\u00f6gert er eindeutig, den Konflikt durch eine zweite Mobilisierung eskalieren zu lassen, die seiner Meinung nach einem erneuten Marsch auf Kiew vorausgehen m\u00fcsste. Dies sei jedoch vorerst nicht n\u00f6tig, da die erste Mobilisierung bereits ihren milit\u00e4rischen Zweck erf\u00fcllt hat und die Eroberungen Russlands im Osten und im S\u00fcden festigt, auch wenn der politische Zweck, ein Friedensabkommen zu erzielen, bisher gescheitert ist.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Die Entmilitarisierung der Ukraine bleibt eines der wichtigsten Ziele von Pr\u00e4sident Putin, die seiner Meinung nach durch die Zerst\u00f6rung ihres milit\u00e4risch-industriellen Komplexes voranschreitet. Obwohl der Feind weiterhin Russlands Grenzgebiete angreift, glaubt Putin, dass dies darauf abzielt, die Streitkr\u00e4fte seines Landes von der eigentlichen Front abzulenken, weshalb er derzeit z\u00f6gert, dort eine Pufferzone einzurichten, auch wenn dies weiterhin eine M\u00f6glichkeit bleibt.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der &#8220;Wettlauf der Logistik&#8221; und der &#8220;Zerm\u00fcrbungskrieg&#8221; zwischen Russland und der NATO, den Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg Mitte Februar schlie\u00dflich anerkennen musste, tendiert zugunsten Russlands, was sich darin zeigt, dass die milit\u00e4risch-industrielle Produktion um das 2,7- bis 10-Fache angestiegen ist. Die Munitions- und Waffenvorr\u00e4te des Westens hingegen gehen bereits zur Neige und deshalb greift der Westen jetzt auf Munition mit abgereichertem Uran zur\u00fcck, wie Pr\u00e4sident Putin anmerkte, da er buchst\u00e4blich keine andere Munition mehr habe.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Putin glaubt, dass die oben erw\u00e4hnte milit\u00e4risch-strategische Dynamik zusammen mit den zunehmenden wirtschaftlichen Problemen der EU es f\u00fcr die NATO unm\u00f6glich machen wird, Russland im &#8220;Wettlauf der Logistik&#8221; und im &#8220;Zerm\u00fcrbungskrieg&#8221; zu besiegen. In diesem Fall k\u00f6nnten die Friedensgespr\u00e4che nach dem Ende der von der NATO unterst\u00fctzten Gegenoffensive Kiews wieder aufgenommen werden. In dieser Zeit k\u00f6nnte der inzwischen nicht mehr g\u00fcltige Vertragsentwurf mit der Ukraine als Grundlage f\u00fcr eine rasche L\u00f6sung dieses Konflikts wiederbelebt werden.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Das oben genannte Szenario ist jedoch nur m\u00f6glich, wenn die USA ihre Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen, was nach Aussage des Vorsitzenden des Ausschusses f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten des US-Repr\u00e4sentantenhauses, Michael McCaul, m\u00f6glich w\u00e4re, sollte die laufende Gegenoffensive scheitern, da der Kongress dann m\u00f6glicherweise nicht mehr in der Lage ist, ein zus\u00e4tzliches Hilfspaket zur Aufrechterhaltung der bisherigen Hilfe zu verabschieden. Dennoch k\u00f6nnte es zu einem Zwischenfall mit Russland in der Luft, auf See und\/oder bez\u00fcglich der Stationierung der versprochenen F-16 der Ukraine in einem NATO-Land f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Ein solcher Zwischenfall k\u00f6nnte sogar beabsichtigt sein, wenn die liberal-globalistische Elite verzweifelt genug w\u00e4re, den Konflikt eskalieren zu lassen, weil man glaubt, dass dies Russland zwingen k\u00f6nnte, seine neu integrierten\u00a0Gebiete aufzugeben, was ihnen wiederum dabei helfen w\u00fcrde, vor den US-W\u00e4hlern &#8220;das Gesicht zu wahren&#8221;, wenn sie schlie\u00dflich einem Friedensabkommen zustimmen. Sollte es infolge einer von den USA initiierten Provokation zu einer nuklearen Pattsituation wie 1962 kommen, w\u00fcrde Pr\u00e4sident Putin dies wahrscheinlich als Bluff betrachten, Atomwaffen aber weiterhin nur zur Selbstverteidigung einsetzen, anstatt einen Erstschlag durchzuf\u00fchren, wie es ein einflussreicher russischer Experte vorgeschlagen hatte.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Pr\u00e4sident Putin m\u00f6chte offensichtlich nicht, dass es so weit kommt, aber es ist letztlich der Entscheid der USA, ob es dazu kommt oder nicht. Russland ist durchaus in der Lage, im &#8220;Wettlauf der Logistik&#8221; und im &#8220;Zerm\u00fcrbungskrieg&#8221; im Spiel zu bleiben, wenn die USA sich nach dem Ende der gescheiterten Gegenoffensive aus welchen Gr\u00fcnden auch immer weigern, die Waffenlieferungen an Kiew zu beenden. Kiew kann sich auch nicht mehr auf die EU verlassen, da auch deren Munitions- und Waffenvorr\u00e4te bereits gr\u00f6\u00dftenteils aufgebraucht sind. Diese Tatsache erh\u00f6ht die Chancen auf eine sinnvolle Deeskalation, sofern die Kriegstreiber dies nicht sabotieren.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Pr\u00e4sident Putin glaubt, dass die Chancen gut stehen, dass die Kontaktlinie (LOC) zumindest durch einen Waffenstillstand eingefroren werden kann, wenn nicht sogar der Konflikt durch die Wiederbelebung des inzwischen nicht mehr g\u00fcltigen Vertragsentwurfs mit der Ukraine aus dem vergangenen Jahr beendet wird. Es besteht sogar die Chance, dass eine kreative diplomatisch-rechtliche L\u00f6sung gefunden werden kann, um die LOC zur neuen Grenze zu machen, ohne gegen das in der russischen Verfassung verankerte Verbot der Gebietsabtretung zu versto\u00dfen.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall hat Pr\u00e4sident Putin derzeit keine Pl\u00e4ne, die Beteiligung Russlands an dem Konflikt zu eskalieren, was sich daran zeigt, dass er eine zweite Mobilisierung ausschlie\u00dft und weiterhin z\u00f6gert, eine Pufferzone einzurichten. Im Moment setzt er darauf, dass Kiews scheiternde Gegenoffensive, die wirtschaftlichen Probleme der EU und die ersch\u00f6pften Vorr\u00e4te der NATO dazu f\u00fchren werden, dass der inzwischen nicht mehr g\u00fcltige Vertragsentwurf des vergangenen Jahres wiederbelebt werden kann, was eigentlich durchaus vern\u00fcnftig w\u00e4re.<\/p>\n<p><em>Aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/korybko.substack.com\/p\/putin-strongly-suggested-that-a-political\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Andrew Korybko ist ein in Moskau ans\u00e4ssiger amerikanischer Politologe, der sich auf die US-Strategie in Afrika und Eurasien, auf Chinas Belt &amp; Road-Initiative, Russlands geopolitischen Balanceakt und hybride Kriegsf\u00fchrung spezialisiert hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong><em> &#8211;\u00a0<\/em><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freeassange.rtde.live\/europa\/172981-ernuechterung-im-westen-us-medien\/\">Ern\u00fcchterung im Westen: US-Medien loben russische Verteidigung<\/a><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/173283-warum-wladimir-putin-politische-loesung\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diejenigen, die sich davon \u00fcberzeugt haben, dass die milit\u00e4rische Sonderoperation Russlands nicht enden wird, bis die russischen Truppen die polnische Grenze erreicht haben, werden \u00fcber diese Einsch\u00e4tzung sicherlich ver\u00e4rgert sein. 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