{"id":37794,"date":"2023-06-09T07:45:47","date_gmt":"2023-06-09T05:45:47","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/soylent-green-gut-und-gerne-sterben-fuer-die-gruene-zukunft\/"},"modified":"2023-06-09T07:45:47","modified_gmt":"2023-06-09T05:45:47","slug":"soylent-green-gut-und-gerne-sterben-fuer-die-gruene-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/soylent-green-gut-und-gerne-sterben-fuer-die-gruene-zukunft\/","title":{"rendered":"&quot;Soylent Green&quot; \u2013 Gut und gerne sterben f\u00fcr die gr\u00fcne Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/6481c7dfb480cc36e1488d8f.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Was w\u00e4re das f\u00fcr eine Zukunft, in der der Zweck die Mittel heiligt? Ein futuristischer, &#8220;gr\u00fcner&#8221; Utilitarismus \u2013 eine vom Zweck getriebene Pseudoethik, forciert von einer oligarchischen Minderheit? Laut einem 50 Jahre alten Film scheinen wir nicht mehr weit davon entfernt.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Elem Chintsky<\/em><\/p>\n<p><strong><\/strong>Im Mai 2023 haben die Bioethikerin Amy Mullin und die Philosophie-Doktorandin Kayla Wiebe in einem gemeinsamen Forschungspapier im <em>Journal of Medical Ethics<\/em>\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/jme.bmj.com\/content\/early\/2023\/04\/25\/jme-2022-108871.abstract\">begr\u00fcndet<\/a>, weshalb die Selbstt\u00f6tung armutsgeplagter Menschen human sei.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Die beiden kanadischen Akademikerinnen bauten ihre Argumentation\u00a0mit dem R\u00fcckenwind des ohnehin seit zwei Jahren und nun seit M\u00e4rz noch radikaler liberalisierten Gesetzes MAID, &#8220;Medical Assistance in Dying&#8221; (zu Deutsch: &#8220;Medizinische Hilfe beim Sterben&#8221;) auf.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Kanada ist ein Vorreiter der angels\u00e4chsischen Eugenik, Euthanasie und staatlich organisierten Unterst\u00fctzung zur Selbstt\u00f6tung. Der kanadische Politiker Tommy Douglas \u2013 sonst eher bekannt als der Gr\u00fcndungsvater von Kanadas universellem Krankenversicherungssystem \u2013 war ein sehr motivierter Eugeniker.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Trotz einiger vehementer Proteste <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/disability-memorial.org\">kanadischer Organisationen<\/a>\u00a0schafft es die Trudeau-Regierung immer wieder aufs Neue, dieses besondere Gesetz zu versch\u00e4rfen und &#8220;inklusiver&#8221; zu machen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Eugenik ist eine auf dem Sozialdarwinismus fu\u00dfende Pseudowissenschaft, die besagt, dass eine Machtelite gewaltsam, freiheitsraubend und vom Staat gedeckt in den Gen-Pool der gemeinen Bev\u00f6lkerung eindringen darf, um einem sp\u00e4ter zu erreichenden, vermeintlich h\u00f6heren Ziel zu dienen. Dieses ist stets mit noblen Absichten verschleiert, wie der &#8220;n\u00e4chsten Generation eine bessere Gesundheit zu verschaffen&#8221;, &#8220;mehr Lebensraum zu erschlie\u00dfen&#8221;, &#8220;Krankheiten auszumerzen&#8221;, &#8220;die Immunit\u00e4t zu erh\u00f6hen&#8221;, &#8220;Leiden zu mindern&#8221; oder vage &#8220;die menschlichen Lebensbedingungen zu verbessern&#8221;.<\/p>\n<p><strong><\/strong>So kann das <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/science\/2023\/may\/09\/first-uk-baby-with-dna-from-three-people-born-after-new-ivf-procedure\">k\u00fcrzlich in Gro\u00dfbritannien<\/a> zur Welt gekommene Kind, welches aus dem genetischen Material von drei Menschen zusammengesetzt wurde, um Erbkrankheiten der Mutter genetisch auszusortieren, als grelle Neon-Reklame\u00a0der Eugenik verbucht werden. Welche anderen langfristigen Folgen diese Genmanipulation sp\u00e4ter f\u00fcr das Kind haben k\u00f6nnte, ist vollkommen unklar.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Zur Eugenik k\u00f6nnen auch unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig beliebige Abtreibungsgesetze geh\u00f6ren, im Rahmen derer der chirurgische Eingriff selbst als eine legitime Verh\u00fctungsmethode verstanden wird. Immer wieder wird die gesellschaftspolitische Debatte erg\u00e4nzt durch Aussagen junger Sozialdemokraten, Jusos und vieler anderer Gruppen des Dritte-Welle-Feminismus, die daf\u00fcr pl\u00e4dieren, dass bei oder kurz vor der Entbindung eine Abtreibung bald legal sein sollte.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Tats\u00e4chlich geh\u00f6rt auch der Modus Operandi, der ab 2020 mit der Entwicklung der mRNA-&#8220;Impfstoffe&#8221; gegen das Coronavirus bzw. COVID-19 in Kraft trat, zur Eugenik: Ohne Transparenz und die gesetzlich vorgeschriebenen Kontroll- und Testetappen der Impfstoffentwicklung wurden die Bev\u00f6lkerungen massenhaft gespritzt\u00a0\u2013 unter dem Einfluss von Einsch\u00fcchterung, Erpressung und Panikmache.<\/p>\n<p>Und das noch mit Stoffen, die bereits vor der Pandemie schon patentiert, aber an Menschen noch nicht getestet worden waren. Das unwiderrufliche Impfen der gemeinen Bev\u00f6lkerung war dann der lang ersehnte Test.<\/p>\n<p>Nun haben wir eine \u00dcbersterblichkeit, die h\u00f6her ist als zu den panischen Pandemiezeiten, und alle sind ruhig. Au\u00dfer vielleicht Karl Lauterbach, der verbl\u00fcffenderweise aus dem Stegreif f\u00e4hig ist, einen &#8220;gewissen&#8221; kausalen Zusammenhang m\u00fchelos auszuschlie\u00dfen \u2013 ohne vorher die Priester der Wissenschaft dar\u00fcber zumindest ein bisschen forschen zu lassen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Es kann nur immer wieder empfohlen werden, ein ersch\u00fctternd tief recherchiertes Referenzwerk von Edwin Black <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/avalonlibrary.net\/ebooks\/Edwin%20Black%20-%20War%20Against%20the%20Weak-Eugenics%20and%20America%27s%20Campaign%20to%20Create%20a%20Master%20Race.pdf\">zu lesen und zu verinnerlichen<\/a>:\u00a0&#8220;War Against the Weak \u2013 Eugenics and America&#8217;s Campaign to Create a Master Race&#8221;; zu Deutsch: &#8220;Krieg gegen die Schwachen \u2013 Eugenik und Amerikas Kampagne zur Schaffung einer Herrenrasse&#8221;. Die moderne Eugenik ist dank der Hypothesen Charles Darwins im 19. Jahrhundert im angels\u00e4chsischen Raum zu einer aggressiven, deterministischen Ideologie herangewachsen, die zu\u00a0furchtbaren Verbrechen gegen die Menschheit f\u00fchrten \u2013 noch lange vor den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Wer Lust hat, kann sich auch die neunst\u00fcndige Stellungnahme unter Eid von Stanley Plotkin <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DFTsd042M3o\">anschauen<\/a>,\u00a0wo er eingesteht, dass Impf-Experimente an S\u00e4uglingen inhaftierter M\u00fctter in Gef\u00e4ngnissen gemacht worden sind. Au\u00dferdem schlie\u00dft er die l\u00e4stige Debatte \u2013\u00a0in der\u00a0die Systemmedien immer wieder ablenkend &#8220;Desinformation&#8221; schreien \u2013, indem er zugibt, dass abgetriebenes Gewebe von menschlichen F\u00f6ten in modernen Impfstoffen und medizinischer Forschung allgemein <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC6027112\/\">verwendet wird<\/a>.<\/p>\n<p>Des Weiteren gibt Plotkin zu, dass Impfstoffe seit den 1960er Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts experimentell an geistig behinderten Kindern und an Waisenkindern getestet wurden. Wer aber ist Herr Doktor Plotkin \u00fcberhaupt? Nun, der US-amerikanische Urvater der modernen Impfung. Als Impfstoffentwickler trug er ma\u00dfgeblich zur Erfindung des R\u00f6teln-Impfstoffs bei.<\/p>\n<h4><strong><\/strong>Ein alter Film als Warnung<\/h4>\n<p>Vor einem halben Jahrhundert und zwei Monaten ist ein dystopischer Filmkrimi in die Kinos gekommen: &#8220;Soylent Green&#8221;. Die Pr\u00e4missen des Films finden immer mehr Parallelen in der heutigen, westlichen Zivilisation. Manch andere wiederum sind erst im Begriff, sich zu manifestieren.<\/p>\n<p><strong><\/strong>In einer post-christlichen Gesellschaft, in der der als s\u00e4kularer Humanismus getarnte &#8220;reduktive Materialismus&#8221; vollkommen zu Ende gedacht wurde, scheint der Mensch ein System erschaffen zu haben, in dem er sich selbst verspeist. Die \u00dcberbev\u00f6lkerung, die damit reguliert werden soll, wird sehr markant in Szene gesetzt \u2013 New York beheimatet 40 Millionen Menschen. Den meisten mangelt es an Grundnahrungsmitteln, Wasser und Lebensraum. Der Hauptcharakter hei\u00dft &#8220;Thorn&#8221; und arbeitet als polizeilicher Mordermittler. Er selbst lebt auch \u2013 zusammen mit seinem Mitbewohner Sol Roth \u2013 in Armut. Zudem ist Thorns greiser Leidensgenosse ein weiser j\u00fcdischer Gelehrte und fr\u00fcherer Professor, der sp\u00e4ter noch eine wichtige Rolle spielen wird.<\/p>\n<p><strong><\/strong>In der extrem zugespitzten Zweiklassengesellschaft existieren \u00fcberschw\u00e4nglicher Luxus und abgrundtiefe Armut nah beieinander. Durch seinen Beruf ist Thorn wie ein pendelnder Schamane (nur etwas einf\u00e4ltiger und ohne die spirituelle Demut), der mit dem dekadenten \u00dcberschuss in den h\u00f6heren Sph\u00e4ren sporadisch in staunende Ber\u00fchrung tritt. Denn Mord wird selbst in dieser Zukunft an vereinzelten Reichen begangen. Hei\u00dfes, laufendes Wasser aus dem Wasserhahn, echte Seife, frisches Rindfleisch, gr\u00fcne Salatbl\u00e4tter, Obst und Zigaretten werden allesamt als fantastisches Novum portr\u00e4tiert. Als Mordermittler und &#8220;H\u00fcter des Gesetzes&#8221; toleriert Thorn bei sich selbst kleinere Verbrechen des Diebstahls und der Erpressung von B\u00fcrgern, um einige dieser Wunderg\u00fcter zur\u00fcck in sein bescheidenes Heim zu schaffen. Nur um sie dann mit seinem ihm teuren Freund Sol teilen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der neueste Mordfall entpuppt sich aber als etwas Besonders. Der Tote scheint ein wichtiger Mann in der Machthierarchie des Herrschaftssystems gewesen zu sein. Beim Verh\u00f6r des Leibw\u00e4chters des Ermordeten fragt Thorn \u2013 mit der Absicht eine Stellungnahme zu bekommen \u2013, ob dieser schreiben k\u00f6nne. Mit nicht mal einem Hauch\u00a0der\u00a0Kr\u00e4nkung antwortet der Bodyguard &#8220;ja&#8221;. Was signalisiert, dass die Frage in dieser Zukunftswelt angebracht und g\u00e4ngig ist. Ferner hie\u00dfe das, dass die Filmemacher f\u00fcr ihre Zukunftsvision eine &#8220;Analphabetisierung&#8221; beziehungsweise eine Umkehr der Alphabetisierung von vor einem Jahrhundert beschreiben.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Selbst hyperinflation\u00e4re Entwicklungen der Wirtschaft werden im Film thematisiert. Ein Suppengr\u00fcn mit einigen Fr\u00fcchten wird mit 279 US-Dollar bepreist. Ein Glas Erdbeermarmelade mit 150 US-Dollar. Die Kaufkraft der &#8220;gr\u00fcnen&#8221; Weltreserve-W\u00e4hrung ist in dieser Dystopie also sehr weise und authentisch erfasst worden.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Bei einem seiner sp\u00e4teren Besuche in der Erste-Klasse-Gesellschaft nimmt Thorn einen Zug von einer fremden Zigarette und erkl\u00e4rt: Wenn er selbst jemals viel Geld haben sollte, dann w\u00fcrde er zwei oder sogar drei solche Zigaretten am Tag rauchen. Das bereits genannte Rindfleisch-Steak, das einige Male prominent den Besitzer wechselt und am Ende auch bei Thorn und Sol landet, wird zu Beginn vom H\u00e4ndler als etwas &#8220;ganz Besonderes&#8221; und &#8220;Rares&#8221; beschrieben.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Das heutige fast allgemein akzeptierte WHO-Axiom, das rotes Fleisch als krebserregend stigmatisiert und es ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Herz-Kreislaufst\u00f6rungen der Erdbewohner verantwortlich macht, l\u00e4uft kontr\u00e4r zu den verbl\u00fcffend richtigen Anma\u00dfungen des Filmes. Muss es aber auch, denn die heutige Propaganda, dass die vegane Di\u00e4t die allerbeste sei, f\u00e4hrt immer weiter auf.<\/p>\n<p>Genauso wie\u00a0die vielen geplanten Augmentationen dieser Lebensweise mit Essenspulver aus Insekten, endlos raffiniertem Zuckersirup in allen verarbeiteten Nahrungsprodukten und genmodifizierten Organismen, die allesamt von \u00fcberstaatlichen Gesundheitskomitees als harmlos eingestuft werden. So sollen massenhaft kranke Menschen hervorgebracht werden, die dann vom Pharmasystem abgeholt und behandelt werden \u2013 vorz\u00fcgliche Indizien daf\u00fcr, dass es nicht ganz\u00a0mit rechten Dingen zugeht. F\u00fcr den, der Augen hat, zu sehen.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Der nach Hinweisen und F\u00e4hrten suchende Thorn beauftragt seinen greisen Akademikerfreund mit der Analyse von Dokumenten, die dem reichen Ermordeten geh\u00f6rten. Sol st\u00f6\u00dft daraufhin bei seiner Recherche auf ein schreckliches, allumfassendes Geheimnis. Ungef\u00e4hr zu selben Zeit besucht Thorn die Kirche und den Priester, den das omin\u00f6se Mordopfer vor seinem Tod aufgesucht haben soll. Der Priester war durch die Beichte des Ermordeten mit demselben Wissen belastet worden, dem auch Sol nun ausgesetzt wurde.<\/p>\n<p>Thorn beginnt zwar etwas zu vermuten, aber das wahre Ausma\u00df ist ihm nicht bewusst.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Sol \u2013 als das christlich-j\u00fcdische Gewissen des Filmes \u2013 ist so ersch\u00fcttert von den menschenverachtenden Machenschaften, von denen er erfahren hat, dass ihn Lebensm\u00fcdigkeit und existenzielle Verzweiflung bef\u00e4llt. Er ber\u00e4t sich noch mit anderen Gelehrten und fragt entsetzt:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Warum w\u00fcrden diese Leute so etwas tun?&#8221;\u00a0<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong><\/strong>Es sei &#8220;einfacher&#8221;, &#8220;zweckdienlicher&#8221;, antwortet man ihm. Als Sol still &#8220;Mein Gott!&#8221; \u00e4chzt, fragt man ihn:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Was f\u00fcr ein Gott, Herr Roth? Wo w\u00fcrden wir Ihn finden?&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Woraufhin Sol antwortet:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em> &#8220;Wom\u00f6glich zu Hause?&#8221;\u00a0<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>So macht sich der zutiefst entr\u00fcstete Geistliche \u2013 den 23. Psalm Davids teilweise erf\u00fcllend \u2013 auf in ein interaktives Euthanasie-Zentrum. Wohin Thorn zwar noch rechtzeitig kommt, um mit einem schon bet\u00e4ubten Sol ein letztes Mal zu sprechen, aber seinen alten Freund vor dem Tod nicht mehr bewahren kann.<\/p>\n<p><strong><\/strong>\u00c4hnlich einem im Jahr 1942 in den Freitod gem\u00fcndeten Stefan Zweig k\u00f6nnte man einen separaten Artikel dar\u00fcber verfassen, wie sehr die mikroskopische Gratwanderung des fiktiven Sol ontologisch eine Selbstt\u00f6tung, einen Selbstmord oder einen Freitod darstellte.<\/p>\n<p>Einerseits wuchs \u00fcber all die verstrichenen Lebensjahre Sols Sehnsucht nach seinem Sch\u00f6pfergott. Andererseits breitete sich seine M\u00fcdigkeit und Perplexit\u00e4t \u00fcber die zunehmend schroffer und liebloser werdende Welt aus. Die schiere Verzweiflung \u00fcber die absolute, systemische Grenz\u00fcberschreitung, zu der der Mensch nun f\u00e4hig geworden ist, besiegelte seine Entscheidung, wie einst Zweig sagte, &#8220;aus freiem Willen und mit klaren Sinnen&#8221;.<\/p>\n<h4><strong><\/strong>Kollektiver Kannibalismus durch die Blume<\/h4>\n<p>Fast die ganze Laufzeit des Filmes \u00fcber wird Thorn\u00a0durch die\u00a0\u00fcberstaatlichen, korporativen Strukturen von &#8220;Soylent Green&#8221; beschattet, verfolgt, bedr\u00e4ngt und angegriffen \u2013 dieselben Akteure, die den ermordeten, hochrangigen &#8220;Whistleblower&#8221; auf dem Gewissen haben.<\/p>\n<p>Zum Ende des Films hin macht\u00a0dann endlich\u00a0auch unser Protagonist die schockierende Entdeckung. Als Thorn den Abtransport des Leichnams seines Freundes Sol verfolgt, sehen auch wir, wie die toten K\u00f6rper verstorbener Menschen in eine sogenannte Abfallbeseitigungsanlage gebracht werden. Und das in einer Welt, in der es keine Beerdigungen mehr gibt \u2013 wie wir gleich zu Anbeginn des Filmes erfahren haben. Erst am Ende erfahren wir aber, warum es sie nicht mehr gibt.<\/p>\n<p>Denn es stellt sich heraus, dass die &#8220;Abfallbeseitigungsanlage&#8221; gleichzeitig eine Fabrik zur Herstellung der systemischen Wundernahrung &#8220;Soylent Green&#8221; ist. Wobei die verzweifelte Nachfrage danach unter den Menschenmassen durch k\u00fcnstlich verursachten Mangel stetig steigt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich der sich selbst verdauenden Ouroboros-Schlange wird von Thorn ein kannibalistisch-industrialisierter Nahrungskreislauf aufgedeckt, der zudem eine Kultur der Euthanasie best\u00e4rkt, aus der die n\u00f6tigen Massen an toten Menschen bezogen werden, um &#8220;Soylent Green&#8221; in st\u00e4ndiger Produktion zu halten. Anders sei die \u00dcberbev\u00f6lkerung nicht mehr zu meistern, so die unterschwellige Erkl\u00e4rung derer, die sich in Verantwortung verstehen.<\/p>\n<h4><strong><\/strong>Zur\u00fcck in die Zukunft<\/h4>\n<p>Laut einigen neuen wissenschaftlichen Beobachtungen soll der Prozess des demografischen Kollapses bereits in vollem Gange sein. Eine aktuelle Doku namens &#8220;Birthgap \u2013 Childless World&#8221; (zu Deutsch: &#8220;Geburtenl\u00fccke \u2013 Kinderlose Welt&#8221;) fasst demografische Daten zusammen, die f\u00fcr diesen baldigen Zusammenbruch sprechen. Demnach soll in 23 L\u00e4ndern \u2013 darunter Spanien und Japan \u2013 die Bev\u00f6lkerung bis zum Jahr 2100 um die H\u00e4lfte schrumpfen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird bald die Anzahl der 80-J\u00e4hrigen die Anzahl der Neugeborenen \u00fcberholen. Zwar soll um das Jahr 2064 der H\u00f6hepunkt an Menschen mit 9,7 Milliarden weltweit erreicht werden. Aber danach antizipieren Forscher einen Abfall auf 8,8 Milliarden bis 2100 \u2013 knapp \u00fcber 9 Prozent also. Das ist nat\u00fcrlich noch zu bescheiden f\u00fcr ungew\u00e4hlte Pseudo-Philanthropen wie den IT-Eugeniker Bill Gates, der schon 2010 (6,8 Milliarden Menschen weltweit) erkl\u00e4rte, er w\u00fcrde gerne die Weltbev\u00f6lkerung <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/youtu.be\/JaF-fq2Zn7I?t=289\">um 10 bis 15 Prozent reduziert<\/a> sehen. Und er will sicherlich auch nicht bis 2064 warten, bis es damit losgeht.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Wenn also tats\u00e4chlich eine eugenisch organisierte Bev\u00f6lkerungsminderung im Gange ist, w\u00e4ren die ersten Fr\u00fcchte dieser weltweiten M\u00fche bereits am zivilisatorischen Horizont etwas verschwommen erkennbar. Als Ziel wird von den Machteliten stets die Rettung des Klimas und des Planeten genannt und der Kohlenstoffdioxid als der zu schlachtende Drache identifiziert. Da es laut denen &#8220;zu viele Menschen&#8221; gebe, leide die Erde darunter und es werde stetig w\u00e4rmer.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Hier darf man die multidisziplin\u00e4ren Gr\u00fcnde f\u00fcr das Ph\u00e4nomen nicht ausklammern: wachsende Unfruchtbarkeit bei beiden Geschlechtern (aus welchen Gr\u00fcnden auch immer), Klimawandel, Rechtspopulismus, kognitiver Stress durch den &#8220;russischen Informationskrieg&#8221; oder vielleicht doch eher Mangel an frischer Luft und Bewegung, schlechte Ern\u00e4hrung und Impfungen.<\/p>\n<p>Mit alldem gleichrangig ist sicherlich der Faktor der Verhaltens- und Sittenmanipulation \u00fcber zentral gelenkte Kultur-Updates, die zur bewussten Entscheidung von noch fruchtbaren Frauen gegen eine potenzielle Mutterschaft f\u00fchren. Letzteres wird in den Systemmedien mittlerweile auff\u00e4llig stark <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/leben\/2023-04\/gewollte-kinderlosigkeit-frauen-studien\">propagiert<\/a>. Die kinderlose Karrierefrau als\u00a0strahlendes Ideal und der Zerfall von klassischen Familienstrukturen als Statussymbol. Manche glauben, Demografie sei Schicksal. In jedem Fall ist &#8220;keine Zukunft haben&#8221; nun die neue, gr\u00fcne Zukunft.<\/p>\n<p><strong><\/strong>Durch die Gr\u00fcndung des elit\u00e4ren &#8220;Club of Rome&#8221; gegen Ende der 1960er Jahre wurden diese Propagandalinien verst\u00e4rkt und salonf\u00e4hig gemacht. Die moderne Klimareligion \u2013 inzwischen der goldene sozialpolitische Standard und die h\u00f6chste Komponente zeitgen\u00f6ssischer Staatsr\u00e4son \u2013 gebar den perfekten Vorwand, Bev\u00f6lkerungskontrolle an allen erdenklichen Fronten und auf einer gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Skala zu betreiben.<\/p>\n<p>Zu dieser wohlwollenden &#8220;Graswurzelbewegung&#8221; geh\u00f6ren der schon erw\u00e4hnte Multimilliard\u00e4r Bill Gates und der mittlerweile 100-j\u00e4hrige Insider und US-Staatsmann Henry Kissinger. Au\u00dferdem der gro\u00dfe, 2017 verstorbene &#8220;Russland-Freund&#8221; Zbigniew Brzezi\u0144ski, der steinreiche und stets um Weltverbesserung bem\u00fchte George Soros sowie die Figur, die die UdSSR und das sp\u00e4tere Russland von 1985 bis 1991 f\u00fcr einen Appel und ein Ei an die westliche Weltfinanz verh\u00f6kerte \u2013 Michail Gorbatschow.\u00a0Kurzum, eine Gruppe &#8220;vollkommen unbekannter&#8221;, &#8220;selbstloser&#8221; und &#8220;von Armut geplagter&#8221; Figuren entschied sich, die Menschenmassen vor sich selbst zu retten.<\/p>\n<h4><strong><\/strong>Kunst imitiert Wirklichkeit \u2013 Wirklichkeit imitiert Kunst?<\/h4>\n<p>Wenn man Werke wie Bradburys &#8220;Fahrenheit 451&#8221;, Orwells &#8220;1984&#8221; oder Huxleys &#8220;Sch\u00f6ne Neue Welt&#8221; im Kontext ihrer Entstehung, ihrem spezifisch-dystopischen Themenschwerpunkt sowie im Hinblick auf ihre prophetische Kraft in unserer Gegenwart erforscht, kann man sich gerne fragen: Wer imitiert hier eigentlich wen? Oder vielleicht hat der Prediger Salomo ja recht:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em> &#8220;Was einst gewesen ist, das wird wieder sein, und was einst geschehen ist, das wird wieder geschehen. Und es gibt nichts Neues unter der Sonne.&#8221;\u00a0<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong><\/strong>Die hoch-vitale &#8220;Dienstleistung&#8221; des institutionellen Selbstmordes wird in der Welt des Filmsujets von &#8220;Soylent Green&#8221; erst \u00fcberhaupt m\u00f6glich gemacht, weil das Ma\u00df an Verzweiflung den gro\u00dfen, verarmten Menschenmassen keine andere Option l\u00e4sst. Also genau das sozialethische Schlupfloch, das die kanadischen Bioethikerinnen \u2013 und all die NGOs, Systemparteien, Eugenik-Logen, der &#8220;pharmazeutisch-industrielle Komplex&#8221; und die klassischen Oligarchien hinter ihnen \u2013 in der realen Welt mittlerweile auszunutzen begonnen haben.\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong>Die sich bereits in Ausarbeitung befindende Devise f\u00fcr den neuen Gesellschaftsvertrag im Westen, und m\u00f6glicherweise irgendwann auf der ganzen Welt, m\u00f6ge also ungef\u00e4hr so hei\u00dfen:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em> &#8220;Die W\u00fcrde und der K\u00f6rper des Menschen m\u00fcssen zu jeder Zeit &#8216;antastbar&#8217; bleiben \u2013 zum Wohle von Mutter Erde, Mutter Kultur und dem hinkenden Vater Staat.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong><\/strong><em>Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der urspr\u00fcnglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt au\u00dferdem einen eigenen <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/t.me\/elemread\">Kanal auf Telegram<\/a>, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/freeassange.rtde.live\/meinung\/171156-gefangene-verstand-im-westen-von\/\">&#8220;Der Gefangene Verstand&#8221; im Westen \u2013 von Bildung zu ideologischer Ausbildung<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/172153-soylent-green-gut-und-gerne\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was w\u00e4re das f\u00fcr eine Zukunft, in der der Zweck die Mittel heiligt? 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