{"id":37343,"date":"2023-06-03T08:10:38","date_gmt":"2023-06-03T06:10:38","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/maximale-flexibilitaet-wie-gastronomen-in-russland-aus-der-not-eine-tugend-machten\/"},"modified":"2023-06-03T08:10:38","modified_gmt":"2023-06-03T06:10:38","slug":"maximale-flexibilitaet-wie-gastronomen-in-russland-aus-der-not-eine-tugend-machten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/maximale-flexibilitaet-wie-gastronomen-in-russland-aus-der-not-eine-tugend-machten\/","title":{"rendered":"Maximale Flexibilit\u00e4t: Wie Gastronomen in Russland aus der Not eine Tugend machten"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                F\u00fcr russische Gastronomen haben sich Sanktionen, mit denen der Westen Russland seit anderthalb Jahren stranguliert, als Anlass erwiesen, sich neu zu erfinden. Jetzt hat das Land nicht nur eine hochwertige Gastronomie-Szene f\u00fcr Gourmets, sondern auch Spitzenniveau beim Bierbrauen und im Weinbau erreicht.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Dora Werner<\/em><\/p>\n<p>Die zeitgen\u00f6ssische russische Gastronomie ist fast aus dem Nichts entstanden. Wer in den 1990er Jahren in Russland war, wird nicht glauben, dass dies heute Realit\u00e4t ist: Wo einst sch\u00e4bige Selbstbedienungskantinen standen, hat sich eine neue gastronomische Industrie und Vermarktung entwickelt. Eine, auf die New York und Paris durchaus neidisch sein k\u00f6nnten. &#8220;Das ist ein aufregender Wandel! Was Italien in 50 Jahren aufgebaut hat, hat Moskau in 15 Jahren geschafft. Als ich hierher kam, waren Kirschtomaten und Basilikum die leckersten Zutaten&#8221;, sagt der Patriarch der italienischen K\u00fcche, Nino Graziano, in einem Gespr\u00e4ch mit der Zeitschrift <em>Afis\u0441ha<\/em>. Und dann erz\u00e4hlt er von der erstaunlichen K\u00fcche und einer Kochschule, die es heute in dem Land gibt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Menschen in den russischen St\u00e4dten waren sie die Stars der letzten Jahre \u2013 die russischen Gastronomen. Dann kam der Februar des Jahres 2022 \u2013 und es war unklar, ob diese gute Gastronomie in Russland \u00fcberhaupt \u00fcberleben k\u00f6nnte. Zu viele Lieferungen von Waren und Zutaten kamen aus dem Ausland, zu viele ausl\u00e4ndische K\u00f6che und Unternehmer, die auf diesem Gebiet arbeiteten, gab es in Russland.<\/p>\n<p>Doch jetzt, nach vielen Monaten der andauernden und neuen Sanktionen, ist klar: Die Branche hat das Ganze nicht nur \u00fcberstanden, sondern erlebt gerade hier und jetzt einen neuen Qualit\u00e4tssprung.<\/p>\n<p>Die Sanktionen haben die russischen Gastronomen hart getroffen \u2013 aber sie haben dabei gelernt, sich selbst und ihr Metier zu ver\u00e4ndern, nach neuen Wege zu suchen \u2013 und das ist ihnen in Rekordzeit gelungen.<\/p>\n<p>&#8220;Ich denke, in dieser neuen Realit\u00e4t muss man versuchen, so flexibel wie m\u00f6glich zu sein, sich den Umst\u00e4nden anzupassen, an eine bessere Zukunft zu glauben und seine G\u00e4ste zu sch\u00e4tzen&#8221;, sagt Aleksandr Schtepa, Chefkoch des Moskauer Restaurants <em>Londri<\/em>, in einem Interview mit dem Portal <em>Bureau 247<\/em>. Sein Restaurant hat im Laufe der vergangenen Monate das Wegbleiben von Kunden erlebt, die das Land verlassen haben, den Bruch der Lieferketten mit den bisherigen westlichen Lieferanten und eine merkliche Ver\u00e4nderung im Verhalten der Stammkunden. Die haben begonnen, weniger auszugeben, sorgsamer mit ihrem Geld umzugehen \u2013 und pl\u00f6tzlich g\u00fcnstigere Weine zu trinken. Wie das Restaurant in dieser neuen Realit\u00e4t lebt, beschreibt Aleksandr so:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Wir haben viele Stammg\u00e4ste. Wir versuchen, nicht nur Essen zu servieren, sondern eine besondere Atmosph\u00e4re zu schaffen. Durch Service, Kommunikation und die Tatsache, dass wir uns pers\u00f6nliche Vorlieben merken. Ein Gast mag zum Beispiel einen bestimmten Tisch und trinkt immer warmes Wasser ohne Kohlens\u00e4ure, aber mit Limette. Und der Kellner merkt sich das. Das schafft ein Gef\u00fchl der Geborgenheit: Wenn man dich kennt, deine Gewohnheiten gemerkt hat und du die gleiche Qualit\u00e4t bekommst, die du vor ein, zwei Tagen gegessen hast. Es ist, als w\u00fcrde man dieselbe Lieblingsserie noch einmal anschauen \u2013 weil man wei\u00df, was als N\u00e4chstes passieren wird. Manchmal fehlt nun dieses Gef\u00fchl der Stabilit\u00e4t, aber wir versuchen, es zu vermitteln.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/646e4df6b480cc26c852f80d.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/646e4df6b480cc26c852f80d.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/646e4df6b480cc26c852f80d.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/646e4df6b480cc26c852f80d.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/646e4df6b480cc26c852f80d.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/646e4df6b480cc26c852f80d.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Im Bild: Stra\u00dfencaf\u00e9 mit Veranda in Moskau.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u0420\u0418\u0410 \u041d\u043e\u0432\u043e\u0441\u0442\u0438 \/ \u0412\u0438\u0442\u0430\u043b\u0438\u0439 \u0411\u0435\u043b\u043e\u0443\u0441\u043e\u0432<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>&#8220;Schnelligkeit, Flexibilit\u00e4t, Emotionen und der Drang nach Neuem&#8221; \u2013 das ist in etwa das Motto, nach dem die Gr\u00fcnderinnen der Kette <em>Eggselent<\/em>, Polina Jurowa und Swetlana Michalewa, heute leben. Im Jahr 2017 haben sie ein Konzept eines &#8220;Aufbau-Fr\u00fchst\u00fccks&#8221; entwickelt, das auf Eierspeisen basiert. Innerhalb weniger Jahre haben sie<em> Eggselent<\/em> zu einem riesigen Erfolgsprojekt gemacht \u2013 vor dem t\u00e4glichen \u00d6ffnen der Filiale in Moskau bildeten sich dort bereits lange Schlangen.<\/p>\n<p>Interessanterweise richtete sich <em>Eggselent <\/em>urspr\u00fcnglich an die so genannte &#8220;Klasse der Kreativen&#8221; \u2013 also eher junges Publikum mit kreativen Berufen wie IT-Fachleute, Werbe- und Marketingvertreter. Gerade sie waren es, die nach dem Beginn der speziellen Milit\u00e4roperation in der Ukraine \u2013 und nach der Ank\u00fcndigung der Teilmobilmachung \u2013 teils russische Gro\u00dfst\u00e4dte fluchtartig verlie\u00dfen und ins Ausland gingen. Die Restaurantgr\u00fcnder sahen sich daher mit einem Exodus von solchen Kunden konfrontiert. &#8220;Irgendwann gab es bei allen einen Kundenr\u00fcckgang&#8221;, sagen Polina Jurowa und Swetlana Michalewa und erkl\u00e4ren dazu:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Im September letzten Jahres w\u00e4hlten viele eine Sparstrategie \u2013 auch wenn die G\u00e4ste nicht abwanderten, zogen sie es vor, Geld zu sparen. In dieser Zeit optimierten wir unsere Kosten und begannen, nach neuen lokalen Anbietern zu suchen, mit denen eine Zusammenarbeit interessant w\u00e4re. Wir begannen dar\u00fcber nachzudenken, wie wir ein neues Publikum ansprechen k\u00f6nnen, wie wir diejenigen erreichen k\u00f6nnen, die noch nichts \u00fcber unsere Marke wissen.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Schnelle L\u00f6sungen und st\u00e4ndige Anpassungen \u2013 das ist nun die Strategie der jungen russischen Gastronomen. &#8220;Wir haben die M\u00f6glichkeit, flexibel zu sein, und wir versuchen, das Beste daraus zu machen&#8221;, so die Gr\u00fcnderinnen von <em>Eggselent<\/em>.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wein, Bier,\u00a0gegrillte Farne und n\u00f6rdliche Kiwi<\/strong><\/p>\n<p>W\u00fcrzige Kastaniensuppe aus der Adyge von den kaukasischen Tscherkessen, duftender Krim-Tee und getrocknetes Rotwild von irgendwoher in Sibirien: Je mehr Russland durch Sanktionen stranguliert wird, desto schneller entwickeln sich die lokalen Produzenten und mit ihnen deren K\u00fcchenk\u00fcnste. Das Verschwinden ausl\u00e4ndischer Lieferanten hat russische Landwirte und Gastronomen dazu gezwungen, die einheimische Erzeugung zu beginnen oder zu steigern.<\/p>\n<p>Nun scheint es f\u00fcr Russlandreisende zu einem besonderen Sport geworden zu sein, durch die Orte und Regionen &#8220;kulinarischer Highlights&#8221; zu schlendern. Und jeder Ort bietet seine eigenen Besonderheiten. Der Ferne Osten zum Beispiel hat eine ganz eigene Spezialit\u00e4t: Den orts\u00fcblichen Farn. Er wird gesalzen und in jeder Form serviert \u2013 in Salaten, mit W\u00fcrstchen, in Suppen und sogar in Omeletts. Richtig gekocht schmeckt der Farn so \u00e4hnlich wie Pilze, sagen diejenigen, die diese Spezialit\u00e4t probiert haben. Auf der Krim probiert man die Rosen- und Hartriegelmarmelade, in Jakutien und Burjatien Stroganina \u2013 das sind tiefgefrorene d\u00fcnne Scheiben von frisch gefangenem Fisch, die in Salz und eine spezielle So\u00dfe getunkt werden. In Primorje isst man Smaragd-Aktinidien, die &#8220;n\u00f6rdliche Kiwi&#8221;, und in Sotschi fangfrische Schwarzmeer-Muscheln.<\/p>\n<p>Hunderte von kleinen \u2013 und auch gar nicht so kleinen \u2013 Brauereien sind in den letzten Monaten im Land entstanden, einige von ihnen sind einzigartig. Die Brauerei Brewlok in Woronesch zum Beispiel braut Biere \u2013 darunter auch Buchweizenbiere \u2013, deren Sorten nach Figuren aus russischen M\u00e4rchen benannt sind. <br \/> In Krasnodar wird ein starkes Kirschbier gebraut, das zwei Jahre lang in Brandy-F\u00e4ssern reift. AntiFactory Brew aus Sankt Petersburg stellt ein dickes Imperial Stout und Exoten wie Oatmeal Stout mit Vanille und hei\u00dfer Schokolade her. Die Salden&#8217;s Brewery in Tula hat bisher mehr als 500 Biersorten erfunden. Die erfolgreichsten Kombinationen sind legend\u00e4r. Hazelnut Stout (ein dunkles, herb-s\u00fc\u00dfes, nussiges Bier) und American Bastard IPA mit einer sp\u00fcrbaren Bitterkeit sind die eindeutigen Bestseller.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/64787f0348fbef6e686afbd4.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/64787f0348fbef6e686afbd4.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/64787f0348fbef6e686afbd4.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/64787f0348fbef6e686afbd4.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/64787f0348fbef6e686afbd4.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/06\/64787f0348fbef6e686afbd4.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Im Bild: Ein Getr\u00e4nk aus wilden Beeren aus dem Norden auf dem Food-Festival &#8220;Geschmack der Arktis&#8221; in Murmansk.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u0420\u0418\u0410 \u041d\u043e\u0432\u043e\u0441\u0442\u0438 \/ \u041f\u0430\u0432\u0435\u043b \u041b\u044c\u0432\u043e\u0432<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Andere Nutznie\u00dfer der westlichen Sanktionen sind die russischen Winzer. Nach dem 24. Februar des Jahres 2022 bekam der russische Weinbau eine echte Chance. Und es begann ein Boom der russischen Weine, sowohl derjenigen, der von den gro\u00dfen Fabriken in S\u00fcdrussland \u2013 in der Region Krasnodar und auf der Krim \u2013 produziert werden, als auch der kr\u00e4ftigen Weine, die auf kleinen Weing\u00fctern erzeugt werden. Selbst Regionen, die fr\u00fcher wenig im Weinbau engagiert waren \u2013 wie etwa Dagestan \u2013 haben begonnen, ihre eigenen guten Weine zu produzieren. &#8220;Der russische Weinbau ist ein Baby&#8221;, sagt Iwan Jegorow, Sommelier des Jahres 2022 in Kasan, in einem Gespr\u00e4ch mit der Internetzeitung <em>Realnoje Wremja<\/em>, &#8220;wir werden sehen, was daraus wird&#8221;. Und er f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Viele Leute interessieren sich jetzt f\u00fcr den russischen Weinbau. Und das ist sehr erfreulich.\u00a0Probleme gibt es genug: Unsere Winzer haben es schwer, denn aus kommerzieller Sicht ist es ein sehr unrentables Gesch\u00e4ft. Es dauert Jahrzehnte, bis sich die Investitionen rentieren. Deshalb kann in unserem Land nur noch jemand investieren, der es sich leisten kann, ohne eine schnelle Rendite zu erwarten.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die &#8220;strafenden&#8221; Sanktionen haben die russischen Gastronomen also vielmehr angespornt, &#8220;lokaler&#8221; und damit zugleich besser zu werden, so schreibt die Restaurantkritikerin Swetlana Kesojan in ihrer Rubrik f\u00fcr <em>Moskvich.mag<\/em>:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;In Moskau werden jeden Tag neue Restaurants und Bars er\u00f6ffnet. In den neuen Lokalen herrscht reger Betrieb, und es gibt nicht viele freie Pl\u00e4tze. Die &#8216;\u00e4lteren&#8217; Restaurants, in denen man fr\u00fcher mindestens ein paar Tage im Voraus reservieren musste, kann man jetzt problemlos besuchen und dort essen. Sie sind nicht leer, aber sie sind freier geworden.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Den \u00dcberblick \u00fcber die Neuer\u00f6ffnungen und Schlie\u00dfungen von Moskauer Restaurants zu behalten, sei ein Sport, sagt sie. In den neuen Restaurants dominieren der Geschmack des Ostens und die russische K\u00fcche. Kesojan stellt fest, dass &#8220;die nah\u00f6stliche K\u00fcche mit ihren Fladenbroten, Mezzes, Tajines und Kebabs&#8221; der modernen Nachfrage entspricht \u2014 so etwas war noch vor ein paar Jahren unvorstellbar, da die russische Gastronomie absolut westlich orientiert war.<\/p>\n<p> Und was man au\u00dferdem nicht vergessen darf: Die ausl\u00e4ndischen K\u00f6che verlassen Russland ja auch noch nicht \u2013 sie durchleben diese Zeit gemeinsam mit ihren Kunden. &#8220;Sie alle lieben ihre Arbeit sehr&#8221;, sagt Nino Graziano \u00fcber seine italienischen Kollegen hier in Russland. Und f\u00fcgt hinzu: &#8220;Auf die gute italienische K\u00fcche wird man da sicher nicht verzichten m\u00fcssen.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema &#8211;<\/strong>\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.life\/russland\/149219-russische-gastronomen-preise-fur-einfuhrwaren\/\">Russische Gastronomen: Preise f\u00fcr Einfuhrwaren dank guter Logistik stabilisiert<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/170708-maximale-flexibilitaet-wie-russische-gastronomen\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr russische Gastronomen haben sich Sanktionen, mit denen der Westen Russland seit anderthalb Jahren stranguliert, als Anlass erwiesen, sich neu zu erfinden. Jetzt hat das Land nicht nur eine hochwertige Gastronomie-Szene f\u00fcr Gourmets, sondern auch Spitzenniveau beim Bierbrauen und im Weinbau erreicht. 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