{"id":33854,"date":"2023-04-09T17:55:13","date_gmt":"2023-04-09T15:55:13","guid":{"rendered":"http:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/ein-kosak-in-dschibuti-wie-ein-russischer-betrueger-in-afrika-eine-kolonie-gruendete\/"},"modified":"2023-04-09T17:55:13","modified_gmt":"2023-04-09T15:55:13","slug":"ein-kosak-in-dschibuti-wie-ein-russischer-betrueger-in-afrika-eine-kolonie-gruendete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/ein-kosak-in-dschibuti-wie-ein-russischer-betrueger-in-afrika-eine-kolonie-gruendete\/","title":{"rendered":"Ein Kosak in Dschibuti: Wie ein russischer Betr\u00fcger in Afrika eine Kolonie gr\u00fcndete"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Vor 135 Jahren segelte eine russische Expedition nach Afrika, um in Abessinien eine Siedlung zu gr\u00fcnden. Leider ist den Abenteurern bei der Standortwahl f\u00fcr ihre neue Kolonie ein fataler Fehler unterlaufen.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Jewgeni Norin<\/em><\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren hat Russland die Zusammenarbeit mit afrikanischen L\u00e4ndern sowohl im wirtschaftlichen als auch im milit\u00e4rischen Bereich verst\u00e4rkt. In diesem Jahr haben Moskau und Khartum endlich Fortschritte erzielt, bei einem Abkommen \u00fcber den Bau eines russischen Marinest\u00fctzpunkts in Port Sudan, an der K\u00fcste des Roten Meeres.<\/p>\n<p>Der Wunsch Russlands, sich aktiver auf diesem Kontinent zu engagieren, reicht jedoch \u00fcber 100 Jahre zur\u00fcck, bis hin zu einem Versuch im 19. Jahrhundert, am Horn von Afrika Fu\u00df zu fassen. Die erste und letzte &#8220;russische Kolonie&#8221; in Afrika war von kurzer Existenz und \u00e4hnelte viel mehr einer Abenteuerexpedition als einem europ\u00e4ischen Projekt der Kolonialisierung. Dies war kaum verwunderlich, da die Kolonie nicht vom russischen Staat initiiert wurde, sondern von einem der brillantesten Betr\u00fcger seiner Zeit.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Schwarzmeer-Betrug<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 1883 tauchte in St. Petersburg eine zweifelhafte Figur auf. In seiner Uniform eines Kosaken drehte er seine Runden bei Tageszeitungen, karitativen Einrichtungen und Beh\u00f6rden. \u00dcberall erz\u00e4hlte er dieselbe Geschichte: Er sei ein Vertreter der Armee der Kosaken, die jahrelang in der Wildnis Anatoliens und Kurdistans von der Jagd und von der T\u00e4tigkeit als S\u00f6ldner lebten. Der Traum seines Volkes war es, in seine verlorene Heimat zur\u00fcckzukehren. Aber um eine neue Siedlung von Kosaken im Kaukasus an der K\u00fcste des Schwarzen Meeres zu gr\u00fcnden, brauchten sie Geld. Der Mann gab sich als Held aus, der 1878 tapfer gegen die T\u00fcrken k\u00e4mpfte, aber die Details nicht preisgeben konnte, da die Angelegenheit streng geheim war.<\/p>\n<p>Der Name des Mannes war Nikolai Aschinow. Nat\u00fcrlich war er kein Kriegsheld. Aschinow wurde in Tsaritsyn geboren \u2013 einer Stadt an der Wolga, die im 20. Jahrhundert unter dem neuen Namen Stalingrad ber\u00fchmt werden sollte \u2013 und war in seiner Heimatstadt lange Zeit nur als Anf\u00fchrer einer Bande bekannt. Die Bande wurde schlie\u00dflich von der Polizei zerschlagen, aber Aschinow behielt einen Instinkt daf\u00fcr, Menschen anzuf\u00fchren. Er hatte ein H\u00e4ndchen daf\u00fcr, die Leute um sich zu scharen, und sobald er damit anfing, L\u00fcgengeschichten aufzutischen, konnte er damit einfach nicht mehr aufh\u00f6ren. Aschinow war auch kein Vertreter der Armee der Kosaken. Er erfand eine Gruppe von Kosaken in Kurdistan und schm\u00fcckte seine Geschichten mit Fantasie im gro\u00dfen Stil. Er hatte sich sogar ein ausgekl\u00fcgeltes Projekt f\u00fcr die Umsiedlung dieser fiktiven Kosaken in fruchtbare L\u00e4nder ausgedacht.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b77eb480cc776409a0a5.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b77eb480cc776409a0a5.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b77eb480cc776409a0a5.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b77eb480cc776409a0a5.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b77eb480cc776409a0a5.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b77eb480cc776409a0a5.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Nikolai Aschinow \u00a9  Wikipedia<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Nachdem man sich den brillanten Schurken jeweils angeh\u00f6rt hatte, wiesen ihm die staatlichen Beamten einer nach dem anderen die T\u00fcr. Aber Aschinow gab seine Pl\u00e4ne nicht auf und schaffte es schlie\u00dflich, die Slawophilen \u2013 eine Bewegung zur Unterst\u00fctzung der slawischen V\u00f6lker \u2013 dazu zu bewegen, ihm Geld zu leihen. \u00dcberraschenderweise dachte sich Aschinow jedoch etwas Besseres aus, als blo\u00df mit dem Geld zu verschwinden.<\/p>\n<p>Aschinow ging nach Poltawa, \u2013 eine Stadt in der heutigen Ukraine \u2013, um dort die \u00c4rmsten unter den Bauern zu rekrutieren. Er versprach ihnen Berge von Gold und \u00fcberredete ungef\u00e4hr hundert Familien, mit ihm mitzuziehen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Bauern zusammenpackten, schloss Aschinow einen Pakt mit den Beh\u00f6rden von Sochumi \u2013 einer Stadt an der Ostk\u00fcste des Schwarzen Meeres. Die lokalen Beh\u00f6rden entschieden, dass neue Siedler \u2013 auch wenn sie nicht aus Kurdistan stammten \u2013\u00a0mehr Steuern einbringen und positive Berichte \u00fcber die Stadt bringen w\u00fcrden. Infolgedessen erhielt Aschinow etwas Land und ein Startkapital. Er beschloss \u2013 &#8220;bescheiden&#8221;, wie er war, \u2013 das neue Dorf nach sich selbst zu benennen \u2013 Nikolajewskaja.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Viele der Bauern waren nach ihrer Ankunft entt\u00e4uscht, da die Grundst\u00fccke weit von den Beschreibungen des &#8220;Ataman&#8221; entfernt waren und das Startkapital nicht besonders hoch war. Anstatt die bereitgestellten Mittel f\u00fcr den Kauf und die Verteilung von Vieh an die Bauern zu verwenden, kaufte der Betr\u00fcger das Vieh selber und verkaufte es zu exorbitanten Preisen an die Bauern weiter. Als die Bezirksbeh\u00f6rden davon erfuhren hatten, schickten sie eine Gruppe von Finanzpr\u00fcfern nach Nikolajewskaja, aber noch bevor diese dort ankamen, war Aschinow bereits nach Moskau geflohen.<\/p>\n<p>Dort traf er auf den Dichter Iwan Aksakow und die Pers\u00f6nlichkeit des \u00f6ffentlichen Lebens Michail Katkow, die er davon \u00fcberzeugen konnte, dass der Skandal von Nikolajewskaja von der tr\u00e4gen Verwaltung des Kaukasus verursacht wurde, die nicht in der Lage gewesen w\u00e4re, die gro\u00dfen nationalen Vorteile hinter seinen Ideen zu sehen. Um seinen Ruf wiederherzustellen und nicht unt\u00e4tig herumzusitzen, entwickelte er eine neue, noch brillantere Geschichte. Und diesmal erweiterte er die Grenzen seines &#8220;Kosakenreichs&#8221; in ungeahnte Ausma\u00dfe.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7af48fbef366803c5b2.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7af48fbef366803c5b2.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7af48fbef366803c5b2.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7af48fbef366803c5b2.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7af48fbef366803c5b2.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7af48fbef366803c5b2.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Iwan Aksakow (links) und Michail Katkow \u00a9 Wikipedia<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Vorbereitungen f\u00fcr das n\u00e4chste Unterfangen<\/strong><\/p>\n<p>Laut der L\u00fcgengeschichte von Aschinow planten die freien Kosaken, Tee in den Bergen anzubauen, und hatten daf\u00fcr bereits Abgesandte nach China geschickt. In der Zwischenzeit seien sie im Handel in Asien und Ostafrika t\u00e4tig. Russland dagegen m\u00fcsse das Horn von Afrika bev\u00f6lkern, da es dort bereits eine Kosakensiedlung namens Neu-Moskau gab. Der damalige abessinische Zar h\u00e4tte den Kosaken Land versprochen, \u2013 sie mussten nur kommen und es nehmen. Au\u00dferdem behauptete Aschinow, er sei vom Kaiser von \u00c4thiopien pers\u00f6nlich empfangen worden. Es \u00fcberrascht nicht, dass der Zeitungsartikel, in der diese erstaunliche Geschichte erz\u00e4hlt wurde, von niemand anderem als von Aschinow selbst stammt.<\/p>\n<p>Aschinow war tats\u00e4chlich nach \u00c4thiopien gereist, kam aber nicht weiter als bis zur Residenz eines Provinzgouverneurs. Aber seine Fabeln l\u00f6sten in den Zeitungen eine beispiellose Aufregung aus \u2013 Journalisten, die noch nie in Afrika waren, beschrieben Scharen von Kosaken, die heimlich im Sudan und in der Wildnis des oberen Nils lebten, w\u00e4hrend &#8220;Ataman&#8221; Aschinow aktiv an gesellschaftlichen Veranstaltungen in Russland teilnahm, bei denen er sich k\u00fchn benahm und wilde Geschichten erz\u00e4hlte. Aschinow erwies sich als f\u00e4higer Manipulator und fand einen direkten Zugang zu den Menschen. Journalisten waren leichte Beute, da sie immer auf der Suche nach einer neuen Sensation waren. Aber Aschinow ging noch weiter. Er lockte Priester mit beispiellosen Aussichten f\u00fcr die Verbreitung des orthodoxen Christentums in Afrika an; lockte Milit\u00e4rkommandanten mit Bildern zuk\u00fcnftiger H\u00e4fen f\u00fcr die Marine und bezauberte sogar den Gouverneur von Nischni Nowgorod mit der Aussicht, Herrscher einer \u00fcberseeischen Kolonie zu werden.<\/p>\n<p>Einige der G\u00f6nner von Aschinow durchschauten jedoch die Scharade. So war der Generalstaatsanwalt der Synode, Konstantin Pobedonoszew, alles andere als ein leicht zu begeisternder Jugendlicher \u2013 er war ein kluger Intellektueller und machte sich keine Illusionen \u00fcber Aschinow. Er war jedoch der Meinung, dass wenn dieser erfolgreich sein sollte, er f\u00fcr den Staat n\u00fctzlich sein k\u00f6nnte. Und wenn nicht, k\u00f6nnten die Beh\u00f6rden ihn jederzeit wieder versto\u00dfen. Zar Alexander III. nannte Aschinow &#8220;einen Schurken&#8221; und entschied, dass der selbst ernannte Ataman der afrikanischen Kosaken, wenn er eine Art Kolonie aufbauen wolle, sich auf eigene Kosten dem Spa\u00df hingeben k\u00f6nne \u2013 die Schatzkammer Russlands w\u00fcrde keinen Rubel zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7d948fbef574b1860ee.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7d948fbef574b1860ee.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7d948fbef574b1860ee.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7d948fbef574b1860ee.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7d948fbef574b1860ee.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7d948fbef574b1860ee.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Zar Alexander III. (links) Konstantin Pobedonoszew \u00a9\u00a0 Wikipedia<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Aschinow erhob keine Einw\u00e4nde dagegen. Im Fr\u00fchjahr 1888 segelte er tats\u00e4chlich nach Afrika, suchte nach einem geeigneten Ort f\u00fcr eine Kolonie, lernte die Einheimischen kennen und kehrte nach Russland zur\u00fcck. Im Dezember desselben Jahres segelte er auf einem Dampfer voller &#8220;freier Kosaken&#8221; von Odessa nach Afrika.<\/p>\n<p><strong>Russisches Afrika<\/strong><\/p>\n<p>An Bord des Dampfers befanden sich nur zwei echte Kosaken. Die meisten Kolonisten waren Schulabbrecher, unehrenhaft entlassene Offiziere, Gauner, S\u00e4ufer und r\u00fccksichtslose Abenteurer. Unterwegs \u00fcberfielen sie eine Spielbank in Port Said, betranken sich, sorgten f\u00fcr Unheil und nahmen Prostituierte mit auf die weitere Reise. Die \u00dcberfahrt war\u00a0gewisserma\u00dfen feuchtfr\u00f6hlich und nur blinde Optimisten h\u00e4tten auf den Erfolg der Expedition gewettet.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Im Januar 1889 landete das gesamte Unternehmen im Golf von Tadjoura im heutigen Dschibuti, wo sie als exotische Neuank\u00f6mmlinge erst mal von den Einheimischen vom Stamm der Danakil angestarrt wurden. Die Gunst des \u00f6rtlichen &#8220;Sultans&#8221; \u2013 dessen Palast eine H\u00fctte aus Zweigen war \u2013 konnte rasch gesichert werden, nachdem ihm die Siedler ein Paar Hosen geschenkt hatten.<\/p>\n<p>Um an der K\u00fcste Fu\u00df zu fassen und eine Art Au\u00dfenposten f\u00fcr den Vorsto\u00df ins Landesinnere zu schaffen, musste Aschinow einen St\u00fctzpunkt finden. Das verlassene \u00e4gyptische Fort von Sagallo erwies sich als genau richtig. Er proklamierte die Festung als russisch, nannte sie Moskowskaya und verk\u00fcndete, dass &#8220;f\u00fcnfzig Werst&#8221; \u2013 ein altes russisches L\u00e4ngenma\u00df, das etwa 1.062 Metern entspricht \u2013 &#8220;entlang der K\u00fcste und hundert Werst ins Landesinnere russisches Territorium ist und fortan Neu-Moskau hei\u00dfen wird&#8221;. Am 28. Januar wurde die russische Flagge \u00fcber Sagallo gehisst.<\/p>\n<p>Die &#8220;Kosaken&#8221; bestellten das Land und begannen mit der Jagd. Das Land war fruchtbar und in der Natur wimmelte es nur so von wilden Tieren und Fischen. Viele der ehemaligen Gauner und Nichtsnutze begannen tats\u00e4chlich ein neues Leben. Aschinow gelang es sogar, anl\u00e4sslich des Beitritts des neuen Territoriums zum Russischen Reich einen Dankesgottesdienst abzuhalten.<\/p>\n<p>Leider ist dem Abenteurer bei der Standortwahl f\u00fcr die neue Kolonie ein fataler Fehler unterlaufen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7fa48fbef5c3f1744be.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7fa48fbef5c3f1744be.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7fa48fbef5c3f1744be.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7fa48fbef5c3f1744be.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7fa48fbef5c3f1744be.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b7fa48fbef5c3f1744be.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">vk.com \/ rvio_ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Paris schl\u00e4gt zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Die russische Regierung legte zun\u00e4chst fest, dass die &#8220;Kosaken&#8221; so viel herumalbern k\u00f6nnen, wie sie wollen, solange sie nicht das Territorium anderer Staaten durchquerten. Die Umgebung von Sagallo geh\u00f6rte jedoch zum franz\u00f6sischen Kolonialreich. Da kilometerweit kein einziger Franzose zu sehen war, verstand Aschinow entweder nicht, dass er ein bereits beanspruchtes Gebiet ausgew\u00e4hlt hatte, oder er tat es einfach als irrelevant ab.<\/p>\n<p>Als die Nachricht von den Ereignissen in der N\u00e4he von Sagallo in Paris eintraf, waren die Franzosen schockiert und forderten eine offizielle Erkl\u00e4rung aus St. Petersburg. Kaiser Alexander III., der Aschinow kaum duldete, wurde w\u00fctend und erkl\u00e4rte, dieser sei ein Scharlatan, der nichts mit der Regierung des Russischen Reiches zu tun habe. Ein russisches Kriegsschiff wurde nach Sagallo geschickt, um die Kosaken zur\u00fcckzuholen.<\/p>\n<p>Aber die Franzosen kamen zuerst an.<\/p>\n<p>Wenige Wochen nach Gr\u00fcndung der Kolonie n\u00e4herten sich vier franz\u00f6sische Schiffe vor der K\u00fcste von Fort Sagallo und forderten die Abreise der &#8220;Kosaken&#8221;. Aschinow verstand den Ernst der Situation nicht und entschied sich, die Warnung zu ignorieren. Somit er\u00f6ffneten die Franzosen das Feuer.<\/p>\n<p>Die erste Granate traf eine Familie von Kolonisten und t\u00f6tete f\u00fcnf Menschen, allesamt Frauen und Kinder. Die Schiffe feuerten eine weitere Viertelstunde lang, t\u00f6teten\u00a0noch eine Person und verletzten 22 Menschen. Schlie\u00dflich hisste Aschinow eine wei\u00dfe Fahne. Die Kolonisten wurden verhaftet und umgehend nach Russland zur\u00fcckgebracht, w\u00e4hrend Fort Sagallo dem Erdboden gleichgemacht wurde. Kaiser Alexander machte Aschinow f\u00fcr alles verantwortlich, aber die franz\u00f6sische \u00d6ffentlichkeit sympathisierte mit den &#8220;Kosaken&#8221; \u2013 schlie\u00dflich hatten sie nichts getan, das gerechtfertigt h\u00e4tte, sie von den Schiffen aus zu beschie\u00dfen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b81f48fbef2af970de2b.png 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b81f48fbef2af970de2b.png 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b81f48fbef2af970de2b.png 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b81f48fbef2af970de2b.png 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b81f48fbef2af970de2b.png\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/6432b81f48fbef2af970de2b.png\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">cyrillitsa.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Alexander III. war \u00e4u\u00dferst ver\u00e4rgert \u00fcber den Vorfall und wollte Aschinow zun\u00e4chst in die raue sibirische Umgebung von Jakutsk verbannen. Gl\u00fccklicherweise beruhigte sich der Kaiser schlie\u00dflich wieder und erlaubte dem &#8220;Ataman&#8221;, sich in der N\u00e4he von Tschernigow anzusiedeln, wo er sich schlie\u00dflich niederlie\u00df und seine Energie n\u00fctzlicheren Dingen widmete. Der ehemalige Betr\u00fcger legte einen gro\u00dfen Garten an, richtete ein Bienenhaus ein und fand mit dem Aufbau und der Leitung einer Freiwilligen Feuerwehr eine legitime Aufgabe. Seltsamerweise fand sich in seinem Haus ein Objekt, das eine ergreifende Erinnerung an seine abenteuerlichen Tage war \u2013 ein goldbesetzter S\u00e4bel mit der griechischen Inschrift &#8220;F\u00fcr Justinian den Gro\u00dfen&#8221;. Bis heute blieb dessen Herkunft ein R\u00e4tsel. Der Meisterillusionist blieb sich bis zum Schluss treu.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rt.com\/africa\/573616-cossack-from-djibouti\/\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Jewgeni Norin ist ein russischer Historiker mit Fokus auf Russlands Kriege und internationale Politik.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong><em> &#8211; <\/em><a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/153593-wie-russland-andere-lander-dazu-zwang-seine-neuen-grenzen-anzuerkennen\/\">Wie Russland andere L\u00e4nder dazu zwang, seine Grenzen anzuerkennen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/167355-kosak-in-dschibuti-wie-russischer\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 135 Jahren segelte eine russische Expedition nach Afrika, um in Abessinien eine Siedlung zu gr\u00fcnden. 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