{"id":33096,"date":"2023-03-28T11:48:05","date_gmt":"2023-03-28T09:48:05","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/der-tatsachenkern-hinter-der-hasspropaganda-wie-ukrainische-kinder-in-russland-strandeten\/"},"modified":"2023-03-28T11:48:05","modified_gmt":"2023-03-28T09:48:05","slug":"der-tatsachenkern-hinter-der-hasspropaganda-wie-ukrainische-kinder-in-russland-strandeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/der-tatsachenkern-hinter-der-hasspropaganda-wie-ukrainische-kinder-in-russland-strandeten\/","title":{"rendered":"Der Tatsachenkern hinter der Hasspropaganda: Wie ukrainische Kinder in Russland strandeten"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Die Behauptung, Russland &#8220;deportiere&#8221; ukrainische Kinder, war bislang weitgehend substanzlos. Nun haben deutsche und ukrainische Medien mit Berichten \u00fcber inzwischen in die Ukraine zur\u00fcckgef\u00fchrte Kinder diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen versucht. Welche Beurteilung deren Geschichten zulassen, m\u00f6ge der Leser selbst entscheiden.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Anton Gentzen<\/em>\u00a0<\/p>\n<p>Die allgegenw\u00e4rtige antirussische Hasspropaganda, die deutsche Medien \u2013 auch die sogenannten \u00f6ffentlich-rechtlichen \u2013 seit l\u00e4ngerer Zeit betreiben, verlangt dem Medienkonsumenten l\u00e4ngst vergessene (im Falle der Ostdeutschen) oder nie erworbene (im Falle der Westdeutschen) F\u00e4higkeiten ab: &#8220;Zwischen den Zeilen&#8221; zu lesen und aus einem Meer an L\u00fcgen und Halbwahrheiten den Tatsachenkern herauszufiltern.<\/p>\n<p>Aktuell ist es das Thema der in Russland gestrandeten Kinder aus dem Donbass und den ukrainischen Regionen Cherson und Charkow, das den Hasspropagandisten Futter liefert. In deutschen Medien wird von &#8220;Deportationen&#8221; gesprochen und geschrieben, bei denen es sich um Kriegsverbrechen handele. Das Thema ist naturgem\u00e4\u00df emotionsgeladen, es eignet sich besonders gut, um Hass gegen das gesamte russische Volk zu s\u00e4en. Einen Hass, der Generationen andauern und Rechtfertigung f\u00fcr einen Genozid an den Russen selbst bieten k\u00f6nnte. Nicht umsonst wird in diesem Zusammenhang h\u00e4ufig von &#8220;den Russen&#8221; gesprochen (w\u00f6rtliches Zitat eines beim <em>ZDF<\/em> angestellten &#8220;Qualit\u00e4tsjournalisten&#8221;), womit gleich ein ganzes Volk, eine 150 Millionen z\u00e4hlende Ethnie, einschlie\u00dflich jener Russen, die gar nicht in Russland leben und keine Staatsb\u00fcrger Russlands sind, kollektiv in Haftung genommen wird.\u00a0<\/p>\n<p>Einem kritischen Medienkonsumenten wird sicherlich sofort auffallen, dass der Begriff &#8220;Deportation&#8221; \u2013 so einhellig verwendet, als w\u00e4re er den &#8220;Qualit\u00e4tsjournalisten&#8221; zentral vorgegeben worden \u2013 in diesem Zusammenhang gar nicht passt. Von einer Deportation spricht man gew\u00f6hnlich, wenn eine unliebsame Person oder eine Menschengruppe gewaltsam au\u00dfer Landes oder von einem Ort, an dem man sie nicht haben will, weggebracht wird. Das Entscheidende ist, dass der Ausf\u00fchrende sich dieser Person oder Menschengruppe entledigen will. So werden Straft\u00e4ter oder abgewiesene Asylantragsteller aus dem Land deportiert. Von Deportationen spricht man bei ethnischen S\u00e4uberungen. Und in Nazideutschland wurden Juden und andere Opfer nach Auschwitz deportiert.<\/p>\n<p>In den Darstellungen deutscher Medien scheint es jedoch so zu sein, als sei Russland geradezu erpicht auf diese &#8220;ukrainischen&#8221;\u00a0Kinder, als m\u00f6chte es sich diese Kinder &#8220;aneignen&#8221;. Treffender w\u00e4re es daher, von &#8220;Evakuierung&#8221; oder \u2013 wenn man dem Leser unbedingt eine negative F\u00e4rbung vorgeben will \u2013 von &#8220;Entf\u00fchrung&#8221; zu sprechen. Dann ginge aber auch die offenbar bezweckte Gleichsetzung des Vorgehens Russlands mit den Nazi-Verbrechen verloren.<\/p>\n<p>Was aber geschah mit den betroffenen Kindern wirklich? Entbehrt die westliche Hasspropaganda jedes Tatsachenkerns? Da man mit blo\u00dfen Behauptungen nicht weit kommt, mussten deutsche und\u00a0ukrainische Medien inzwischen Lebensberichte zur Unterf\u00fctterung ihrer bis dahin pauschalen und substanzlosen Beschuldigungen pr\u00e4sentieren. Entkleidet man die Geschichten der Betroffenen der Propagandaelemente, mit denen die Medien sie &#8220;ausgeschm\u00fcckt&#8221; haben, wird man der objektiven Wahrheit sehr nahe gekommen sein. Schauen wir uns zwei Beispiele exemplarisch genauer an, eines aus der ukrainischen Presse und eines aus dem geb\u00fchrenfinanzierten deutschen Fernsehen.<\/p>\n<p><strong>Lilia: Bericht in ukrainischer Presse<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Save Ukraine&#8221; ist nach eigenen Angaben eine NGO, die Eltern im Osten des Landes dabei hilft, ihre Kinder aus Russland zur\u00fcckzuholen. Sie organisiert und finanziert die Reisen von Erziehungsberechtigten, die in Ermangelung direkter Reiseverbindungen \u00fcber Polen und Wei\u00dfrussland f\u00fchren, zu jenem Ort, wo das jeweilige Kind in einem Ferienlager oder Sanatorium untergebracht ist. Die Abholung der Kinder selbst sei, so die Organisation ausdr\u00fccklich, kein Problem: Die Kinder werden durch die russischen P\u00e4dagogen an den Erziehungsberechtigten sofort und ohne jeden Widerstand \u00fcbergeben. Es sei der Organisation bereits gelungen, Dutzende von Eltern bei der R\u00fcckholung ihrer Kinder zu begleiten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Nachrichtenplattform <em>Spektr.Press<\/em> pr\u00e4sentierte die Helferorganisation exemplarisch den Fall der 13-j\u00e4hrigen Lilia und ihrer Mutter Tatjana Wlaiko. Der Erfahrungsbericht erschien auf <em>Spektr.Press<\/em> \u2013 nat\u00fcrlich in ein antirussisches propagandistisches Narrativ eingebettet \u2013 unter dem Titel &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/spektr.press\/112-dnej-bez-mamy-kak-roditeli-v-ukraine-vozvraschayut-deportirovannyh-v-rossiyu-detej\/\">112 Tage ohne Mutter<\/a>&#8221; am 20. M\u00e4rz dieses Jahres. Wir lassen hier alles Propagandistische weg und geben nur die Geschichte von Mutter und Tochter wieder.\u00a0<\/p>\n<p>Tatjana Wlaiko lebte bis zum 24. Februar 2022 in dem Dorf Alexandrowka, 40 Kilometer von Cherson entfernt, in der S\u00fcdukraine. Sie arbeitete in einer K\u00e4serei und zog einen 19-j\u00e4hrigen, behinderten Sohn und ihre 13-j\u00e4hrige Tochter Lilia auf. W\u00e4hrend der russischen Besatzung der Region kam das Dorf unter schweren Beschuss (der <em>Spektr<\/em>-Artikel versucht es so darzustellen, als h\u00e4tte die russische Armee das Dorf beschossen, was im Widerspruch steht zu der Evakuierung der Familie durch die russische Armee in die damals russisch kontrollierte Bezirkshauptstadt Cherson). Die Mutter sagt, dass sie mit ihrem Sohn und ihrer Tochter gezwungen war, &#8220;auf einem Panzer und mit zwei S\u00e4cken voller Kleidung&#8221; nach Cherson zu fahren.<\/p>\n<p>Am 14. September sei Lilia in die Schule in Cherson eingeschult worden und habe dort ein verlockendes Angebot erhalten. Tatjana Wlaiko berichtet w\u00f6rtlich:\u00a0\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Sie geht eine Woche lang zur Schule und kommt dann nach Hause und sagt: &#8216;Mama, sie nehmen uns f\u00fcr zwei Wochen zu einem kostenlosen Gesundheitsurlaub mit&#8217;. Ich habe sofort bef\u00fcrchtet, dass es einfacher werden wird, sie wegzugeben als sie zur\u00fcckzubringen. Meine Tochter aber sagte mir: &#8216;Mama, ich will, das ist meine erste Reise.&#8217; Und der Schulleiter sagte: &#8216;Was soll sie hier in Cherson, schick sie doch hin.&#8217; Also taten wir es &#8230;&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Am 7. Oktober fuhr die Sch\u00fclergruppe in das Sanatorium &#8220;Metschta&#8221; (dt.: Traum) auf die Krim. Als elf Tage sp\u00e4ter die Evakuierung der Menschen aus Cherson angek\u00fcndigt wurde, ahnte Tatjana B\u00f6ses:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Es wurde klar, dass niemand unsere Kinder zu uns zur\u00fcckbringen wird.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Tatjana fuhr dann sogar auf die Krim, wof\u00fcr sie 3.000 Griwna an einen Bootsmann zahlte, sagt sie. Wegen Beschusses (<em>Spektr.Press<\/em>\u00a0erw\u00e4hnt nicht, von welcher Seite) sei zu diesem Zeitpunkt der F\u00e4hrverkehr \u00fcber den Dnjepr eingestellt gewesen. In Genitschesk, wo der Bootsmann sie absetzte, bekam sie jedoch eigenen Angaben nach Angst, dass &#8220;die Russen sie nicht von der Halbinsel lassen w\u00fcrden&#8221;, und so brach sie die Reise unverrichteter Dinge ab, ohne \u00fcberhaupt in dem Sanatorium ihrer Tochter gewesen zu sein.\u00a0In der Zwischenzeit war Cherson unter ukrainische Kontrolle gelangt. Die Beh\u00f6rden, die Tatjana um Hilfe bat, halfen ihr jedoch nicht:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Die Polizei in Cherson sagte mir, dass sie mir nicht helfen k\u00f6nne &#8230;&#8221;<\/em>\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ende Dezember habe Tatjana von den Freiwilligen von &#8220;Save Ukraine&#8221; erfahren, die sich bereit erkl\u00e4rten, beim Abholen von Lilia zu helfen. Die Vorbereitungen f\u00fcr die Reise dauerten etwa einen Monat. Ende Januar schlie\u00dflich machte sich eine Gruppe von Eltern auf eine lange Reise. Sie mussten von Kiew erst westw\u00e4rts nach Polen und dann durch Wei\u00dfrussland und Russland reisen, um endlich auf die Krim zu gelangen. Am 27. Januar kamen sie in Jewpatoria an. Die angebliche &#8220;Befreiung&#8221; der &#8220;deportierten&#8221; Kinder selbst habe sich dann komplikationslos und unspektakul\u00e4r gestaltet. Tatiana erz\u00e4hlt:\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;In der Pension, in der Lilia untergebracht war, wurden uns keine Steine in den Weg gelegt. Ich ging zur Verwaltung und schrieb einen Antrag, dass ich meine Tochter mitnehmen will. Und \u00fcberraschenderweise haben sie sie mir sehr schnell zur\u00fcckgegeben. Als ich meine Tochter sah, fing ich sofort an zu weinen. Wir beide.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Laut Tatjana wurde ihre Tochter in allen russischen Sanatorien &#8220;normal behandelt, sie haben sie nicht geschlagen&#8221;:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Sie haben h\u00f6chstens geschrien. Wegen ihres Verhaltens, wegen des Zustands des Zimmers.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Allein w\u00e4hrend dieser einen Reise seien, so werden die Freiwilligen von &#8220;Save Ukraine&#8221; zitiert, 16 Kinder abgeholt worden. Aktuell befinden sich Tatjana und Lilia Wlaiko in Kiew.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Igor: Bericht der <em>ARD<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz brachte auch das geb\u00fchrenfinanzierte Erste Deutsche Fernsehen <em>ARD<\/em> nach einer langen Phase pauschaler Behauptungen einen Erfahrungsbericht \u00fcber ein &#8220;verschlepptes&#8221; Kind. Unter dem Titel &#8220;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/zwangsadoption-kinder-ukraine-russland-101.html\">Verschleppte ukrainische Kinder: Viele kehren gar nicht mehr zur\u00fcck<\/a>&#8221; erz\u00e4hlt der &#8220;Qualit\u00e4tsjournalist&#8221; Tobias Dammers auf <em>tagesschau.de<\/em> die Geschichte des 16-j\u00e4hrigen Igor (oder &#8220;Ihor&#8221;, wie es die aktuelle &#8220;politisch korrekte&#8221; Transliterationsregel vorgibt).<\/p>\n<p>Dieser &#8220;Qualit\u00e4tsjournalist&#8221; bringt sein Narrativ gleich auf den Punkt:\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Das Angebot, das Ihor sp\u00e4ter zum Opfer eines mutma\u00dflichen Kriegsverbrechens machte, war zu verlockend, um es abzulehnen: ein Ferienlager in der russischen Stadt Anapa, weit entfernt von der Kampfzone in seiner ukrainischen Heimat \u2013 angeboten durch die russischen Besatzungsbeh\u00f6rden. Der erste Urlaub im Leben des 16-J\u00e4hrigen sollte mehrere Wochen dauern und kostenlos sein. Aber es kam anders. Denn der Urlaub wurde zur Entf\u00fchrung und vermutlich sogar Teil eines Kriegsverbrechens. Was der schm\u00e4chtige, blasse Junge nicht ahnen konnte: Aus dem Ferienlager in Russland wird er mehr als vier Monate nicht zur\u00fcckkehren.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u00dcbersetzen wir vom Propagandistischen ins Deutsche: Der russische Staat hat Igor einen kostenlosen Urlaub an der russischen Schwarzmeerk\u00fcste spendiert. W\u00e4hrend er im Ferienlager war, \u00e4nderte sich der Frontverlauf. Und dass die russischen Erzieher einen 16-J\u00e4hrigen nicht durch das Feuer einer hart umk\u00e4mpften Frontlinie schickten, wird nun in den Augen des deutschen Propagandisten v\u00f6llig logisch zu einem &#8220;mutma\u00dflichen Kriegsverbrechen&#8221;.<\/p>\n<p>Igor und seine Mutter Natalja Lissewitsch stammen aus dem Dorf Antonowka im Gebiet Cherson. Die Urlaubsreise an die russische Schwarzmeerk\u00fcste erfolgte mit der Zustimmung der Mutter. Und wie schon im Fall von Lilia und deren Mutter Tatjana aus dem ukrainischen Presseartikel fiel in die Zeit des Urlaubaufenthaltes von Igor der R\u00fcckzug der russischen Armee vom rechtsseitigen Ufer des Dnjepr: Wie Lilia sa\u00df nun auch er fest. Die Behandlung im Feriencamp sei &#8220;gut&#8221; gewesen, berichtet Igor. Es habe keine Gewalt und keine Umerziehungsversuche gegeben. Aber eine Begleiterin habe angek\u00fcndigt, ihn und andere an russische Adoptivfamilien oder Pflegeheime weiterzuschicken. Au\u00dferdem habe es im Ferienlager Ger\u00fcchte gegeben, dass diejenigen, die in Russland bleiben m\u00f6chten, Geld erhalten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Geholfen habe in seinem Fall die Hilfsorganisation &#8220;SOS Kinderdorf&#8221;.\u00a0Auch Igors Mutter musste dazu pers\u00f6nlich nach Russland reisen, um ihn abzuholen. Die Planung und Reisekosten habe die Hilfsorganisation \u00fcbernommen. Auch Lissewitschs Strecke f\u00fchrte \u00fcber Polen nach Wei\u00dfrussland und bis \u00fcber die russische Grenze und von dort \u00fcber Moskau nach Anapa.\u00a0<\/p>\n<p>In Anapa angekommen, sei Natalia von den Betreuern gefragt worden, ob sie in Russland bleiben wolle. Auch andere M\u00fctter, die in Russland waren, best\u00e4tigen solche Angebote. Nachdem sie einige Dokumente unterschrieben hatte, habe sie Igor aber problemlos mitnehmen k\u00f6nnen, zitiert die <em>Tagesschau<\/em> Lissewitsch. Wie nicht anders zu erwarten, war auch diese Ausreise komplikationslos.\u00a0<\/p>\n<p><strong>&#8220;Verschleppt&#8221;, &#8220;deportiert&#8221; und &#8230; beim ersten Versuch freigegeben<\/strong><\/p>\n<p>Was haben wir aus diesen unabh\u00e4ngig voneinander abgegebenen Lebensberichten erfahren, was haben sie gemeinsam? In beiden F\u00e4llen wurden die Kinder nicht gewaltsam &#8220;verschleppt&#8221; oder &#8220;deportiert&#8221;, wie der Sprachduktus des propagandistischen &#8220;Schmuckwerks&#8221; in beiden Artikeln weiterhin entgegen der tats\u00e4chlichen Substanz suggeriert. Sie traten vielmehr freiwillig und mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten eine Urlaubsreise an. In beiden F\u00e4llen kam der ge\u00e4nderte Frontverlauf der geplanten organisierten R\u00fcckreise dazwischen. Und von den objektiven Schwierigkeiten einer langen Anfahrt zum Ziel abgesehen, machte der russische Staat keine Anstalten, die Kinder in seinem Gewahrsam zu behalten. In beiden F\u00e4llen betonen die Betroffenen, dass es sie \u00fcberrascht habe, wie bereitwillig die Erzieher die Kinder an die M\u00fctter herausgaben.\u00a0<\/p>\n<p>Es muss uns bewusst sein, dass es sicherlich verschiedene Fallkonstellationen gibt. Au\u00dfer den gestrandeten &#8220;Urlaubskindern&#8221; gibt es etwa noch die Waisenkinder aus Donezk und Lugansk, die Russland weg von der Front und dem t\u00e4glichen ukrainischen Beschuss weiter ins Landesinnere in Sicherheit gebracht hat. Hier sto\u00dfen Rechtsansichten aufeinander: Nach russischer Auffassung hat der Donbass inzwischen nicht nur gen\u00fcgend &#8220;Blutzoll&#8221; gezahlt, um auch nach der strengsten v\u00f6lkerrechtlichen Auffassung auf seinem Selbstbestimmungsrecht beharren zu d\u00fcrfen. Er ist inzwischen auch ein Teil Russlands, die dort lebenden Kinder sind nach der jetzt dort herrschenden russischen Verfassungs- und Gesetzeslage Kinder russischer Staatsangeh\u00f6rigkeit. Es ist demnach nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht des russischen Staates, sie aus der Gefahrenzone herauszubringen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/642203f448fbef6742124afb.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/642203f448fbef6742124afb.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/642203f448fbef6742124afb.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/642203f448fbef6742124afb.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/642203f448fbef6742124afb.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/642203f448fbef6742124afb.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Doppelte Standards: Vietnamesische S\u00e4uglinge und Kleinkinder, die im Zuge der &#8220;Operation Babylift&#8221; (Vgl. als Einstieg: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Babylift) in die USA ausgeflogen wurden (Screenshot)<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">https:\/\/www.todayifoundout.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/operation-baby-lift.jpg<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ RT<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Dass der Westen das anders sieht, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass er (oder die Ukraine) sich aber jetzt um das Schicksal der Kinder des Donbass sorgen w\u00fcrde, wo man sich acht lange \u2013 f\u00fcr Donezk und Lugansk durch ukrainischen Artilleriebeschuss und ukrainische Wirtschaftsblockade gepr\u00e4gte \u2013 Jahre um nichts gek\u00fcmmert hatte, kann man niemandem abkaufen.\u00a0<\/p>\n<p>Doch die Mehrzahl der F\u00e4lle, die jetzt zu &#8220;russischen Kriegsverbrechen&#8221; aufgebauscht werden, sind offenkundig von der Art wie die von Lilia und Igor. Nachdem wir ihre Geschichten von propagandistischer T\u00fcnche befreit und auf den Tatsachenkern reduziert haben, sollte jeder Leser selbst urteilen, ob Lilia und Igor &#8220;Opfer von Verschleppung und Deportation&#8221; sind.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/test.rtde.life\/international\/162971-russland-entfuehrte-6000-ukrainische-kinder\/\">Russland entf\u00fchrte 6.000 ukrainische Kinder? USA liefern Propaganda und deutsche Medien danken<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/166342-tatsachenkern-hinter-hasspropaganda-wie-ukrainische-kinder-in-russland-strandeten\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Behauptung, Russland &#8220;deportiere&#8221; ukrainische Kinder, war bislang weitgehend substanzlos. Nun haben deutsche und ukrainische Medien mit Berichten \u00fcber inzwischen in die Ukraine zur\u00fcckgef\u00fchrte Kinder diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen versucht. Welche Beurteilung deren Geschichten zulassen, m\u00f6ge der Leser selbst entscheiden. 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