{"id":32604,"date":"2023-03-20T07:30:04","date_gmt":"2023-03-20T05:30:04","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/was-blieb-von-der-neutralitaet-oesterreichs-nicht-viel\/"},"modified":"2023-03-20T07:30:04","modified_gmt":"2023-03-20T05:30:04","slug":"was-blieb-von-der-neutralitaet-oesterreichs-nicht-viel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/was-blieb-von-der-neutralitaet-oesterreichs-nicht-viel\/","title":{"rendered":"Was blieb von der Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs? Nicht viel!"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Neuerlich ist eine Neutralit\u00e4tsdebatte von Bern bis Wien entbrannt.  Als m\u00f6glicher Status f\u00fcr Kiew in der Nachkriegszeit geistert das Konzept einer Neutralit\u00e4t durch diverse Papiere. Karin Kneissl wirft einen Blick zur\u00fcck auf die Neutralit\u00e4t ihres Heimatlandes \u00d6sterreich.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Dr. Karin Kneissl<\/em><\/p>\n<p>Als ich im Jahr 1985 an der Universit\u00e4t Wien meine Diplompr\u00fcfung im V\u00f6lkerrecht ablegte, musste man auf die Frage &#8220;Kann \u00d6sterreich den Europ\u00e4ischen Gemeinschaften beitreten?&#8221; noch klar mit &#8220;Nein, das ist mit dem verfassungsrechtlichen Status der immerw\u00e4hrenden Neutralit\u00e4t unvereinbar&#8221; antworten. Vier Jahre sp\u00e4ter schickte Wien ein Beitrittsgesuch nach Br\u00fcssel. Kurioserweise schrieb eben jener Jurist, der an der Uni Wien vehement \u00fcber die Unvereinbarkeit von Neutralit\u00e4t und europ\u00e4ischer Integration doziert hatte, jenes Gutachten, das genau das Gegenteil behaupten sollte. Das Recht ist eben keine exakte Wissenschaft, kann man meinen.<\/p>\n<p>Zutreffender ist vielleicht der in \u00d6sterreich allgegenw\u00e4rtige Opportunismus. Die englische Sprache kennt den Spruch &#8220;You cannot have the pie and eat the pie&#8221;, man kann also nicht den Kuchen behalten und gleichzeitig verspeisen oder sich st\u00e4ndig wie ein F\u00e4hnchen im Wind drehen. Genau dies ist aber in Wien gelebte Praxis, wie sich gerade in Zeiten des Krieges und der Sanktionen ablesen l\u00e4sst. Kaum eine vergleichbare Volkswirtschaft profitierte derart von russischen Investitionen und kaum irgendwoanders brach danach eine derartige Russophobie aus, die sich vom Bundespr\u00e4sidenten Alexander Van der Bellen abw\u00e4rts durch die gesamte Gesellschaft zieht.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zur Neutralit\u00e4tspolitik. Im Jahre 1992 wurde aus den Europ\u00e4ischen Gemeinschaften auf der Basis des damals heftig umstrittenen Vertrags von Maastricht die Europ\u00e4ische Union, die EU, die mit ihrer gemeinsamen Au\u00dfen-und Sicherheitspolitik nun auch ihre damals noch 12 Mitglieder vor v\u00f6llige neue politische und rechtliche Verpflichtungen stellte. In D\u00e4nemark und in Frankreich wurde diese umfassende Volte auch umfassend \u00f6ffentlich diskutiert, und das Volk stimmte (mehrmals) ab. Die neue Union hatte ihre M\u00fche, angesichts der vielen Kriege im zerfallenden Jugoslawien eine gemeinsame Position zu formulieren. Die NATO und die USA erledigten ein Kapitel dieser Serie von Balkankriegen mit ihrer Intervention im Dezember 1995 und sind seither in der Region massiv pr\u00e4sent. Der Kosovokrieg im Jahr 1999 versch\u00e4rfte dies nochmals.<\/p>\n<p><strong>Die vielen Widerspr\u00fcche und der Ukrainekrieg<\/strong><\/p>\n<p>Am 1. Januar 1995 traten die drei &#8220;Neutralen&#8221; der indes immer politischer agierenden Europ\u00e4ischen Union bei. Es handelte sich um Schweden, Finnland und \u00d6sterreich. Die Rechtsgrundlagen f\u00fcr den jeweiligen Neutralit\u00e4tsstatus unterscheiden sich jedoch.<\/p>\n<p>Im Falle Finnlands pr\u00e4gt seit jeher die Geographie und damit die lange gemeinsame Grenze mit Russland die Au\u00dfenpolitik und die Interpretation der Neutralit\u00e4t,\u00a0 die 1920 beschlossen wurde, wodurch dann aber im Winterkrieg 1944\/45 die Finnen auf sich allein gestellt waren. Es ging Helsinki stets darum, sich aus dem Kalten Krieg herauszuhalten. Im M\u00e4rz 2022 jedoch stellte die sozialdemokratische Regierung ihren Antrag auf NATO-Beitritt.<\/p>\n<p>Schweden hatte seit 1814 an keinem der Kriege mehr mitgewirkt, woraus sich eine traditionelle Neutralit\u00e4t entwickelte. W\u00e4hrend der Weltkriege erkl\u00e4rte sich Stockholm mehrfach neutral, jedoch florierte der Handel mit NS-Deutschland, und die Spionage zugunsten der USA war in Schweden im Kalten Krieg Alltag. Womit wir wieder beim Opportunismus sind, der nicht nur in Mitteleuropa Tradition hat, wenngleich er dort besonders stark verbreitet ist. Schweden stellte gleichzeitig mit Finnland den Antrag auf Aufnahme in die NATO. Die T\u00fcrkei hat bislang ihr Veto dagegen eingelegt, da Schweden den Bedingungen zur Terrorismusbek\u00e4mpfung nicht nachgekommen ist.<\/p>\n<p><strong>Die Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs ist anders gelagert<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6sterreichs &#8220;immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t&#8221; ist viel j\u00fcnger als jene der Schweiz, sie basiert auf einer Serie von Verhandlungen, die nach dem Tod Stalins im Jahr 1953 begannen. Am 15. April 1955 unterzeichneten die sowjetische und die \u00f6sterreichische Regierung das &#8220;Moskauer Memorandum&#8221;, welches wesentlicher Bestandteil f\u00fcr die Wiedererlangung der \u00f6sterreichischen Souver\u00e4nit\u00e4t wurde.\u00a0 Genau einen Monat sp\u00e4ter wurde in Wien feierlich der Staatsvertrag unterzeichnet, der den Abschluss der Alliierten Besatzung \u00d6sterreichs (1945-1955)\u00a0 durch Gro\u00dfbritannien, Frankreich, die USA und die Sowjetunion bildet.\u00a0 Mit der Ratifizierung durch \u00d6sterreich und die vier Alliierten trat der Staatsvertrag am 27. Juli 1955 in Kraft. Nach dem Abzug s\u00e4mtlicher Truppen, n\u00e4mlich am 26. Oktober 1955, beschloss das \u00f6sterreichische Parlament in Form eines Verfassungsgesetzes die immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t.<\/p>\n<p>All jene Akademiker und Politiker, die lieber gestern als morgen die Neutralit\u00e4t aufgeben wollen, betonen stets, dass die Neutralit\u00e4t ausschlie\u00dflich ein innerstaatliches Gesetz sei, wenn auch im Verfassungsrang, und damit Wien jederzeit einseitig darauf verzichten k\u00f6nnte. Bei dieser Argumentation werden die komplexen Verhandlungen, das Moskauer Memorandum und letztlich der Staatsvertrag v\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen. Ohne diese v\u00f6lkerrechtlichen Vertr\u00e4ge w\u00e4re weder der Truppenabzug noch die Erkl\u00e4rung der Neutralit\u00e4t m\u00f6glich gewesen. \u00d6sterreich w\u00e4re genauso wie Deutschland im Jahre 1954 in eine Ost- und eine Westzone mit Truppenpr\u00e4senz geteilt worden.<\/p>\n<p>In der au\u00dfenpolitischen Praxis orientierte man sich in Wien in der Folgezeit am Schweizer Modell, stand dieses doch auch f\u00fcr Wohlstand und ein sch\u00f6nes, freundliches Image, welches wiederum dem Tourismus, allen Formen voran dem Konferenztourismus dank der aktiven Amtssitzpolitik unter Kanzler Bruno Kreisky zugute kam und noch kommt. Die \u00f6sterreichische Wirtschaft profitierte vom Neutralit\u00e4tsstatus massiv, ohne aber darin au\u00dfenpolitisch oder auch materiell ernsthaft zu investieren.<\/p>\n<p>Die EU-Mitgliedschaft hat die &#8220;immerw\u00e4hrende&#8221; Neutralit\u00e4t auf die blo\u00dfe B\u00fcndnislosigkeit reduziert. Noch ist die Neutralit\u00e4t aber ein Bundesverfassungsgesetz. Ihre Aufhebung bed\u00fcrfte einer Zweidrittelmehrheit im Parlament. Bereits Anfang der Nullerjahre setzte in \u00d6sterreich eine intensive Debatte zur Abschaffung der Neutralit\u00e4t ein. Der NATO-Einsatz in Afghanistan im Herbst 2001 sorgte dann in Wien f\u00fcr eine gewisse Ern\u00fcchterung. Gegenw\u00e4rtig startet ebenso wieder eine solche, die ein Sammelsurium von Pensionisten aus Milit\u00e4r und dem diplomatischen Dienst mit einigen j\u00fcngeren K\u00f6pfen vereint. Was sie verbindet, ist meines Erachtens ahistorisches Denken. Zudem h\u00e4tten viele der Unterzeichner der aktuellen offenen Briefe ohne die Neutralit\u00e4t ihre Karrieren in internationalen Organisationen nicht gemacht.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/64120cebb480cc06603618aa.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/64120ceab480cc06603618a9.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/64120cebb480cc06603618aa.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/64120ceab480cc06603618a9.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/64120cebb480cc06603618aa.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/64120ceab480cc06603618a9.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Frieden und Neutralit\u00e4t eingefordert: Transparent in Form einer Flagge bei einer Protestkundgebung gegen antirussische Sanktionen in Wien, 22. Oktober 2022<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u0421\u0442\u0440\u0438\u043d\u0433\u0435\u0440\/\u0420\u0418\u0410 \u041d\u043e\u0432\u043e\u0441\u0442\u0438<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Friedensfazilit\u00e4t f\u00fcr den Waffenkauf<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell befindet sich \u00d6sterreich mit seiner klaren Unterst\u00fctzung der Ukraine als eine der Konfliktparteien in einem politischen aber zunehmend auch rechtlichen Dilemma.<\/p>\n<p>Mit Hilfe eines neuen Finanzierungsinstruments, das bemerkenswerterweise &#8220;Friedensfazilit\u00e4t&#8221; hei\u00dft, versorgt Br\u00fcssel die Ukraine mit Waffen und Ausr\u00fcstung. Dazu angeregt hat vor einem Jahr der Hohe Beauftragte f\u00fcr die Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik der Europ\u00e4ische Union, Josep Borrell. Seither hat die EU im Rahmen der Friedensfazilit\u00e4t Waffen im Wert von 3,6 Milliarden Euro an Kiew gespendet. Damit hat Br\u00fcssel die Sicherheitspolitik an sich gerissen, und zwar rechtswidrig. Moskau k\u00f6nnte nun eigentlich behaupten, dass die EU mit der Lieferung von Waffen an die Ukraine zur Kriegspartei wurde. Allerdings sind Verteidigungs- und Au\u00dfenpolitik noch nationalstaatliche Kompetenz.<\/p>\n<p>Dieses Budget der Friedensfazilit\u00e4t war im M\u00e4rz 2021 f\u00fcr die Nachbarschaftspolitik mit Drittstaaten der EU, wie eben der Ukraine, geschaffen worden. Es geht um ein Volumen von 5,7 Milliarden Euro, welches die EU-Kommission nun meines Erachtens zweckwidrig und vor allem zum Schaden der Neutralen f\u00fcr Waffenlieferungen an die Ukraine einsetzt.<\/p>\n<p>Bereits von der EU-Kommission angek\u00fcndigt ist zudem der gemeinsame Einkauf von Munition, wie man auch gemeinsam Impfstoffe erwarb. Damit wird das Eis der &#8220;milit\u00e4rischen Neutralit\u00e4t&#8221;, auf dem sich die noch neutralen EU-Staaten bewegen, immer d\u00fcnner.<\/p>\n<p><strong>Die sezierte Neutralit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Im Vergleich zur Irakinvasion im M\u00e4rz 2003 oder dem Kosovokrieg 1999 handhabt Wien zudem seine Neutralit\u00e4t mit Blick auf \u00dcberflugrechte und Transit f\u00fcr Waffentransporte im Fall des Ukrainekriegs viel lockerer. Aus der Ferne betrachtet und bei Durchsicht von Beitr\u00e4gen in den sozialen Netzwerken gewinnt man gar den Eindruck, dass S\u00f6ldner und Waffenlieferungen \u00fcber \u00f6sterreichisches Staatsgebiet kaum ausreichend gepr\u00fcft und kontrolliert werden. Diese Tatsache wie die Handhabung der Sanktionen hat u.a. zu \u00c4u\u00dferungen von ungarischen Politikern gef\u00fchrt, welche wohl zu Recht darauf verweisen, dass Ungarn als NATO Staat neutral agiert im Vergleich zum neutralen \u00d6sterreich, denn Ungarn erlaubt keine Waffentransporte f\u00fcr die Ukraine \u00fcber sein Staatsgebiet.<\/p>\n<p>Auch der zweitwichtigste NATO-Staat, die T\u00fcrkei, verweist auf die UNO-Charter und wehrt sich gegen den wachsenden US-Druck, an den Sanktionen gegen Russland mitzuwirken.<\/p>\n<p>In vielfacher Hinsicht sezieren die neutralen Staaten ihren v\u00f6lkerrechtlichen Status, indem sie neue Attribute von &#8220;kooperativer Neutralit\u00e4t&#8221; hinzuf\u00fcgen, wie zuletzt die Schweiz, oder sich, im Falle \u00d6sterreichs, klar politisch hinter eine Kriegspartei stellen. Die Neutralit\u00e4t verkommt damit zunehmend zu einer hohlen Schale, die doch noch bis zu vor Kurzem ein F\u00fcllhorn an Wohlstand und Frieden darstellte.<\/p>\n<p><strong>Die Schweiz so unglaubw\u00fcrdig wie \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p>Fu\u0308r die Schweiz waren territoriale Integrita\u0308t und staatliche Unabha\u0308ngigkeit fru\u0308h mit Neutralita\u0308t verknu\u0308pft. 1638 weigerte sie sich als erster Staat unter Bezugnahme auf diesen Grundsatz, ein Durchmarschrecht zu gestatten, womit die Basis zur Akzeptanz der Unversehrtheit eines Neutralen Territorium geschaffen wurde. Die Schweizer Neutralita\u0308t geht auf das 16. Jahrhundert zuru\u0308ck, als die Eidgenossenschaft Gleichgewichtspolitik verfolgte und dauernde Neutralita\u0308t praktizierte. Im Westfa\u0308lischen Frieden (1648), der Europa neu ordnete, wurde diese Neutralit\u00e4t vertragsrechtlich verankert. Im Zweiten Weltkrieg respektierten auch Berlin und Rom die Neutralit\u00e4t der Schweiz, da von der Gelddrehscheibe der Schweizer Banken alle profitierten.<\/p>\n<p>Die Schweiz, obzwar mit Genf Sitz des V\u00f6lkerbundes und sp\u00e4ter UNO-Sitz, trat nach zwei zuvor gescheiterten Referenden erst im Jahr 2002 der UNO als Vollmitglied bei. Die Unvereinbarkeit zwischen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates und der Neutralit\u00e4t fiel lange ins Gewicht. Im Zuge des Ukrainekriegs und der vielen einseitigen Sanktionen beteiligte sich die Schweiz an fast allen EU-Sanktionen, darunter auch an der Beschlagnahme von russischem Eigentum. In diesen Wochen \u00fcberwirft sich aber die Schweiz u.a. mit Deutschland, wenn es um die Lieferung von Munition f\u00fcr die Leopard-Panzer geht. Die Schweizer Regierung will hier neutral bleiben.<\/p>\n<p>Doch als ein wahrhaft neutraler Vermittler und Gastgeber von Verhandlungen kommt die Schweiz aus Moskauer Sicht nicht mehr in Frage. Am Rande der UNO-Vollversammlung im September 2022 forderte der russische Au\u00dfenminister Sergei Lawrow die Schweiz auf, zur Neutralit\u00e4t zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Sowohl Bern als auch Wien haben aus russischer Sicht ihre traditionelle Rolle als Gastgeber indes verspielt. \u00d6sterreich ist indes \u00fcber die zuvor beschriebene EU-Friedensfazilit\u00e4t an den Milit\u00e4rlieferungen an eine der Kriegsparteien involviert. Zudem bezieht der \u00f6sterreichische Bundespr\u00e4sident Alexander Van der Bellen fragw\u00fcrdige Positionen, wenn er vom Neujahrempfang in Wien, dem Sitz vieler internationaler Organisationen, explizit russische Diplomaten ausl\u00e4dt. Dieser diplomatische Affront wird kaschiert, indem auch die Vertreter aus Belarus und Iran erstmals nicht an dieser universalen diplomatischen Praxis eines Empfangs durch das Staatsoberhaupt teilnehmen durften. Wer immer die Sanktionen in \u00d6sterreich zu kritisieren wagt, wird vom Bundespr\u00e4sidenten als Kollaborateur und Handlanger Putins beschimpft \u2013 so geschehen anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnungsrede bei den Salzburger Festspielen im Sommer 2022. Der Applaus des dort vertretenen \u00f6sterreichischen und deutschen Publikums war laut. Der Bundespr\u00e4sident ist mit seinem nicht neutralen Auftreten in \u00d6sterreich sehr popul\u00e4r, so f\u00fchrte ihn seine erste Reise nach der Wiederwahl nach Kiew.<\/p>\n<p><strong>Ein Zukunftskonzept f\u00fcr die Ukraine in der Nachkriegszeit?<\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder wurde die Idee ventiliert, der Ukraine den Status der Neutralit\u00e4t mit internationalen Garantien zu erm\u00f6glichen, um auf diese Weise den Konflikt zwischen Moskau und Kiew zu entsch\u00e4rfen, der seit den ersten Maidan-Protesten im Herbst 2004 vor sich hin k\u00f6chelt, bevor es dann im Februar 2014 zum Sturz der ukrainischen Regierung kam.<\/p>\n<p>Das V\u00f6lkerrechtsb\u00fcro des \u00f6sterreichischen Au\u00dfenministeriums bot zu diesem Zwecke technische Assistenz an, denn seitens der ukrainischen Beh\u00f6rden bestand Interesse an der Idee, die doch stets auch die Verhei\u00dfung von Wohlstand sp\u00fcren lie\u00df. So manche Konsultation zum Thema scheiterte am Widerstand der US-Konsulenten im ukrainischen Au\u00dfenministerium.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich hatte ich stets Zweifel an diesen Vorschl\u00e4gen, da es meines Erachtens geographische Grenzen f\u00fcr Neutralit\u00e4t gibt. Dieser Status eignet sich f\u00fcr kleine Staatsgebiete, aber nicht f\u00fcr L\u00e4nder wie die Ukraine.\u00a0 Die Idee der Neutralit\u00e4t hat zudem im letzten Jahr stark an Attraktivit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Jene Staaten, die de jure neutral sein sollten, verhalten sich de facto nicht so, wie es ihre eigene Verfassung fordert. Andere wiederum wollen ihre B\u00fcndnisfreiheit aufgeben. Einen neutralen Kurs hingegen fahren die NATO-Staaten Ungarn und die T\u00fcrkei.<\/p>\n<p>Sollte es in einer Nachkriegsordnung tats\u00e4chlich zu einer neuerlichen Diskussion \u00fcber eine neutrale Ukraine kommen, so wird jedenfalls heute das passende Modell fehlen. Als sich \u00d6sterreich im Jahre 1955 mit der Idee anfreundete, neutral zu sein, half das Schweizer Modell, das eine starke Anziehungskraft hatte. Diese ist dahin.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ukraine werden v\u00f6llig neue Ideen zu entwerfen sein, denn die Welt bewegt sich in diesen Tagen auch in v\u00f6llig neue Zeiten. Der Blick zur\u00fcck hilft wenig. Und zuk\u00fcnftige Konferenzen zum Thema werden weder in Genf noch Wien abgehalten werden, eher in Istanbul oder Peking.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211;\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/gegenzensur.rtde.live\/europa\/165149-dugin-es-wird-keine-ukraine-mehr-geben\/\">Dugin: &#8220;Es wird keine Ukraine, kein Problem und keine Nazis mehr geben&#8221;<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/165385-was-blieb-von-neutralitaet-oesterreichs\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuerlich ist eine Neutralit\u00e4tsdebatte von Bern bis Wien entbrannt. Als m\u00f6glicher Status f\u00fcr Kiew in der Nachkriegszeit geistert das Konzept einer Neutralit\u00e4t durch diverse Papiere. Karin Kneissl wirft einen Blick zur\u00fcck auf die Neutralit\u00e4t ihres Heimatlandes \u00d6sterreich. 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