{"id":28382,"date":"2023-01-22T20:35:43","date_gmt":"2023-01-22T18:35:43","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/der-russisch-ukrainische-krieg-eine-weltblutpumpe-wie-im-ersten-weltkrieg\/"},"modified":"2023-01-22T20:35:43","modified_gmt":"2023-01-22T18:35:43","slug":"der-russisch-ukrainische-krieg-eine-weltblutpumpe-wie-im-ersten-weltkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/der-russisch-ukrainische-krieg-eine-weltblutpumpe-wie-im-ersten-weltkrieg\/","title":{"rendered":"Der russisch-ukrainische Krieg: Eine Weltblutpumpe wie im Ersten Weltkrieg"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Der Ukraine-Krieg \u00e4hnelt an gewissen Frontabschnitten den Schlachten des Ersten Weltkriegs \u2013 auch wenn der Blutzoll bisher noch weit unter dem liegt, was etwa die Schlacht von Verdun gefordert hat. Dennoch: Die Aussichten f\u00fcr die ukrainische Armee sehen d\u00fcster aus und auch die Lieferung von westlichen Kampfpanzern wird daran nichts \u00e4ndern.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Eine Analyse von Big Serge<br \/><\/em><\/p>\n<p>Seit der \u00fcberraschenden Entscheidung Russlands, sich in der ersten Novemberwoche freiwillig vom Westufer des Dnjepr bei Cherson zur\u00fcckzuziehen, gab es kaum dramatische Ver\u00e4nderungen an den Frontlinien in der Ukraine. Zum Teil spiegelt dies die vorhersehbare Wetterlage in Osteuropa wider, bei der die Schlachtfelder in Schlammfelder verwandelt werden, was die Mobilit\u00e4t stark einschr\u00e4nkt. Seit Hunderten von Jahren ist der November ein schlechter Monat f\u00fcr den Versuch, gro\u00dfe Streitkr\u00e4fte \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Entfernungen zu bewegen. Und wie auf Bestellung, konnten wir in den sozialen Medien Videos von Fahrzeugen sehen, die in den Weiten der Ukraine im Schlamm feststeckten.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr zum Stellungskrieg spiegelt jedoch auch das Zusammenspiel der zunehmenden ukrainischen Ersch\u00f6pfung mit den unnachgiebigen russischen Bem\u00fchungen wider, die verbleibende Kampff\u00e4higkeit der ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu zerm\u00fcrben und zu dezimieren. Im Donbass haben die Russen daf\u00fcr den idealen Ort gefunden.<\/p>\n<p>Allm\u00e4hlich ist deutlich geworden, dass Russland in einen Zerm\u00fcrbungskrieg \u00fcbergegangen ist, durch den die Asymmetrie seines Vorteils beim Beschuss aus der Ferne maximiert wird. Es gibt eine anhaltende Verschlechterung der F\u00e4higkeit zur Kriegsf\u00fchrung aufseiten der Ukraine, was es Russland erm\u00f6glicht, das derzeitige Tempo beizubehalten, w\u00e4hrend es seine neu mobilisierten Streitkr\u00e4fte f\u00fcr Offensivaktionen organisiert und so die Voraussetzungen f\u00fcr zunehmende und untragbare ukrainische Verluste schafft.<\/p>\n<p>In Ernest Hemingways Roman &#8220;The Sun Also Rises&#8221; (Auch die Sonne geht auf \u2013 deutscher Titel: Fiesta) wird ein ehemals wohlhabender, aber vom Gl\u00fcck verlassener Charakter gefragt, wie es dazu kam, dass er bankrottging. &#8220;Auf zwei Arten&#8221;, antwortet er. &#8220;Erst allm\u00e4hlich und dann ganz pl\u00f6tzlich.&#8221; Eines Tages werden wir uns vielleicht fragen, wie die Ukraine diesen Krieg verloren hat und werden wohl zu demselben Schluss kommen.<\/p>\n<p><strong>Ein Verdun im Kleinformat<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts des Ausma\u00dfes ihrer Losl\u00f6sung von der Realit\u00e4t kann man mit Sicherheit sagen, dass die Medien des Westens \u00e4u\u00dferst niedrige Anspr\u00fcche an die Berichterstattung \u00fcber den Krieg in der Ukraine stellen. Aber selbst unter Ber\u00fccksichtigung dieses niedrigen Standards ist die Art und Weise, wie der Kampf um Bachmut dem eigenen Publikum pr\u00e4sentiert wird, absolut l\u00e4cherlich. Der Kampf um Bachmut wird als perfekte Synthese aller Metaphern eines russischen Scheiterns pr\u00e4sentiert. Kurz gesagt lautet die Essenz: Russland erleidet schreckliche Verluste, w\u00e4hrend es darum k\u00e4mpft, eine kleine Stadt mit geringf\u00fcgigem strategischem Wert zu erobern. Insbesondere britische Offizielle haben in den vergangenen Wochen darauf bestanden, dass Bachmut wenig bis gar keinen strategischen Wert hat.<\/p>\n<p>Das Gegenteil dieser Behauptung ist jedoch wahr: Bachmut nimmt eine strategisch-operativ entscheidende Schl\u00fcsselstellung in der ukrainischen Verteidigung ein. Russland hat diesen Ort in eine Grube des Todes verwandelt, was die Ukrainer dazu zwingt, eine exorbitante Anzahl von Soldaten zu opfern, um diese Stellung so lange wie m\u00f6glich zu halten. Tats\u00e4chlich ist das Beharren darauf, dass Bachmut strategisch oder operativ nicht von Bedeutung ist, eine Beleidigung f\u00fcr das westliche Publikum, weil sowohl ein kurzer Blick auf eine Landkarte die Stadt deutlich im Herzen eines regionalen Stra\u00dfennetzes zeigt, als auch weil die Ukraine eine gro\u00dfe Anzahl von Einheiten dorthin verlegt hat.<\/p>\n<p>Aber machen wir doch einen Schritt zur\u00fcck und betrachten Bachmut im Kontext der Gesamtposition der Ukraine im Osten. Die Ukraine begann den aktuellen Krieg mit vier ausgebauten Verteidigungslinien im Donbass, die in den vergangenen acht Jahren angelegt wurden, sowohl als Folge des Krieges gegen die Volksrepubliken Lugansk und Donezk (LVR und DVR) als auch als Vorbereitung auf einen m\u00f6glichen Krieg gegen Russland. Diese Verteidigungslinien sind um st\u00e4dtische Ballungsr\u00e4ume herum strukturiert, die miteinander durch Stra\u00dfen- und Schienen verbunden sind und grob wie folgt dargestellt werden k\u00f6nnen:<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ca748fbef2042187934.png 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ca748fbef2042187934.png 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ca748fbef2042187934.png 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ca748fbef2042187934.png 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ca748fbef2042187934.png\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ca748fbef2042187934.png\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ukrainische Verteidigungslinien im Osten<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Big Serge<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Donbass ist ein besonders geeigneter Ort, um effiziente Verteidigungslinien zu errichten: Er ist stark urbanisiert und industriell. Donezk war vor 2014 die urbanisierteste Region in der Ukraine, mit \u00fcber 90 Prozent der Bev\u00f6lkerung, die in st\u00e4dtischen Gebieten lebten, die von robusten, typisch sowjetischen Geb\u00e4uden dominiert werden, zusammen mit gro\u00dfangelegten Industriekomplexen. Die Ukraine hat einen Gro\u00dfteil des vergangenen Jahrzehnts damit verbracht, diese Verteidigungslinien auszubauen. Die Siedlungen an der Front sind mit Sch\u00fctzengr\u00e4ben durchzogen, wie auf Satellitenbildern deutlich zu erkennen ist. Ein <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/twitter.com\/TheHumanFund5\/status\/1616271864250392580\">Video<\/a> aus Awdejewka zeigt das Ausma\u00df der ukrainischen Befestigungsanlagen.<\/p>\n<p>Wenden wir uns dem Zustand dieser Verteidigungsg\u00fcrtel zu. Der erste G\u00fcrtel, der ungef\u00e4hr von Sewerodonezk und Lissitschansk nach Popasna verlief, wurde im vergangenen Sommer von den russischen Streitkr\u00e4ften durchbrochen, nachdem diesen ein gro\u00dfer Durchbruch bei Popasna gelungen war, worauf Lissitschansk Anfang Juli eingenommen wurde. Seither verl\u00e4uft die Frontlinie direkt entlang dessen, was ich als den zweiten und dritten ukrainischen Verteidigungsg\u00fcrtel bezeichne \u2013 und beide G\u00fcrtel bluten derzeit stark.<\/p>\n<p>Die Eroberung von Soledar durch die Truppen von Wagner hat die Verbindung zwischen Bachmut und Sewersk durchtrennt. W\u00e4hrend um Donezk herum der stark befestigte Vorort Marinka fast vollst\u00e4ndig von ukrainischen Truppen ges\u00e4ubert wurde, ist die ber\u00fcchtigte ukrainische Stellung in Awdejewka \u2013 jener Ort, von dem aus die Zivilbev\u00f6lkerung der Stadt Donezk beschossen wird \u2013 jetzt an zwei Flanken durch russische Truppen bedroht.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7cc6b480cc22eb1fe64d.png 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7cc6b480cc22eb1fe64d.png 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7cc6b480cc22eb1fe64d.png 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7cc6b480cc22eb1fe64d.png 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7cc6b480cc22eb1fe64d.png\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7cc6b480cc22eb1fe64d.png\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Die Frontlinie um Awdejewka. Situationsplan mit freundlicher Genehmigung von MilitaryLand<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">MilitaryLand<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese Positionen sind f\u00fcr die Ukraine absolut entscheidend. Der Verlust von Bachmut wird den Zusammenbruch der letzten Verteidigungslinie bedeuten, die einem Vorsto\u00df auf Slawjansk und Kramatorsk im Weg steht, was bedeutet, dass die \u00f6stliche Position der Ukraine rasch auf ihren vierten \u2013 und schw\u00e4chsten \u2013 Verteidigungsg\u00fcrtel zur\u00fcckfallen wird.<\/p>\n<p>Der Ballungsraum Slawjansk ist f\u00fcr die Ukraine aus mehreren Gr\u00fcnden eine weitaus schlechtere Verteidigungsposition als an den anderen Verteidigungsg\u00fcrteln. Als jener G\u00fcrtel, der am weitesten im Westen \u2013 und damit am weitesten von den Ausgangslinien des Februar 2022 entfernt \u2013 liegt, ist er der am wenigsten ausgebaute und am wenigsten befestigte aller vier Verteidigungsg\u00fcrtel. Zweitens befinden sich viele der \u2013 sagen wir mal &#8220;n\u00fctzlichen&#8221; \u2013 Dinge rund um Slawjansk im Osten der Stadt, darunter sowohl eine dominierende Anh\u00f6he als auch die gro\u00dfen Autobahnen.<\/p>\n<p>Alles in allem war die Ukraine sehr darauf fokussiert, die Bachmut-Linie zu halten, da diese eine weitaus bessere Position bietet, und dementsprechend hat Kiew unz\u00e4hlige Einheiten in diesen Sektor gepumpt. Das absurde Ausma\u00df des Umfangs ukrainischer Streitkr\u00e4fte in diesem Gebiet ist zwar allgemein bekannt, aber trotzdem, als Randbemerkung: \u00d6ffentlich zug\u00e4ngliche ukrainische Quellen z\u00e4hlen mindestens 34 Brigaden oder gleichwertige Einheiten, die im Gebiet Bachmut eingesetzt wurden. Viele davon kamen bereits vor Monaten zum Einsatz und sind l\u00e4ngst aufgerieben worden. Aber \u00fcber die gesamte Zeitspanne des bisherigen Kampfes in diesem Gebiet zeigt sich hier eine erstaunlich hohe Zahl an Streitkr\u00e4ften seitens der Ukraine.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ce348fbef2042187937.png 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ce348fbef2042187937.png 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ce348fbef2042187937.png 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ce348fbef2042187937.png 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ce348fbef2042187937.png\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7ce348fbef2042187937.png\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ukrainische Einheiten um Bachmut. Situationsplan mit freundlicher Genehmigung von MilitaryLand<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">MilitaryLand<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Russische Streitkr\u00e4fte, haupts\u00e4chlich Einheiten von Wagner und aus der LVR, haben diese ukrainische Festung durch den gro\u00dfz\u00fcgigen Einsatz von Artillerie nach und nach vernichtet. Im vergangenen November gab der \u2013 mittlerweile ehemalige \u2013 Berater von Selenskij, Aleksei Arestowitsch zu, dass die russische Artillerie auf der Bachmut-Achse ungef\u00e4hr einen Artillerievorteil von neun zu eins hatte, wodurch Bachmut in eine Todesfalle verwandelt wurde.<\/p>\n<p>Im Westen wird diese Schlacht als eine dargestellt, in der die Russen \u2013 \u00fcblicherweise stereotyp als von Wagner besch\u00e4ftigte ehemalige H\u00e4ftlinge bezeichnet \u2013 Frontalangriffe auf die ukrainische Verteidigung lancieren und schreckliche Verluste erleiden bei dem Versuch, die Verteidigung mit einer \u00dcberzahl an Soldaten zu \u00fcberw\u00e4ltigen. Das Gegenteil davon ist sehr viel n\u00e4her an der Wahrheit. Die russischen Streitkr\u00e4fte bewegen sich deshalb so langsam vorw\u00e4rts, weil sie erst die ukrainische Verteidigung mit Artillerie plattmachen und anschlie\u00dfend vorsichtig in die pulverisierten \u00dcberreste vordringen.<\/p>\n<p>Die Ukraine wirft derweil weiterhin Einheit um Einheit in die Schlacht, um die Sch\u00fctzengr\u00e4ben mehr oder weniger mit frischen Kr\u00e4ften aufzuf\u00fcllen. Ein Artikel im <em>Wall Street Journal<\/em> \u00fcber diese Schlacht ver\u00f6ffentlichte bei dem Versuch, eine Geschichte \u00fcber russische Inkompetenz zu pr\u00e4sentieren, versehentlich ein Gest\u00e4ndnis eines ukrainischen Kommandanten vor Ort, der sagte: &#8220;Bisher steht der Wechselkurs, zu dem wir unsere Leben gegen ihre Leben eintauschen, zugunsten der Russen. Wenn das so weitergeht, k\u00f6nnten wir bald pleite sein.&#8221;<\/p>\n<p>Vielerorts wurden Vergleiche mit einer der ber\u00fcchtigtsten Schlachten des Ersten Weltkriegs angestellt \u2013 der blutigen Katastrophe von Verdun. W\u00e4hrend es nicht angebracht ist, den Orakeln aus der Milit\u00e4rgeschichte eine \u00fcbertriebene Beachtung zu schenken \u2013 in dem Sinne, dass eine gr\u00fcndliche Kenntnis des Ersten Weltkriegs es nicht gestattet, Ereignisse in der Ukraine vorherzusagen \u2013, bin ich auf der anderen Seite jedoch ein sehr gro\u00dfer Anh\u00e4nger geschichtlicher Analogien, und der deutsche Plan f\u00fcr die Schlacht bei Verdun ist eine passende Analogie f\u00fcr das, was derzeit in Bachmut passiert.<\/p>\n<p>Die Schlacht von Verdun wurde vom deutschen Oberkommando konzipiert, um die franz\u00f6sische Armee zu l\u00e4hmen, indem man diese in einen vorbereiteten Fleischwolf trieb. Die Idee war, entscheidende Verteidigungsh\u00f6hen anzugreifen und zu erobern \u2013 Boden, der so wichtig war, dass Frankreich sich gezwungen sah, einen Gegenangriff durchzuf\u00fchren, um ihn zur\u00fcckzuerobern. Die Deutschen hofften, dass Frankreich seine strategischen Reserven f\u00fcr diese Gegenangriffe einsetzen w\u00fcrde, die man in der Folge zerst\u00f6ren wollte. W\u00e4hrend Verdun die franz\u00f6sische Kampfkraft nicht vollst\u00e4ndig schw\u00e4chen konnte, wurde es zu einer der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte. Eine deutsche M\u00fcnze zum Gedenken an die Schlacht zeigt ein Skelett, das Blut aus der Erde pumpt \u2013 eine erschreckende, aber treffende visuelle Metapher.<\/p>\n<p>Etwas \u00c4hnliches passiert in Bachmut in dem Sinne, dass Russland auf einen der sensibelsten Punkte an der Frontlinie vordr\u00e4ngt und damit ukrainische Einheiten auf sich zieht, die dann eliminiert werden. Vor einigen Monaten, kurz nach dem R\u00fcckzug Russlands vom Westufer des Dnjepr bei Cherson, sprachen die Ukrainer begeistert davon, ihre Offensivbem\u00fchungen mit einem Vorsto\u00df nach S\u00fcden in Saporoschje fortzusetzen, um die Landbr\u00fccke zur Krim zu kappen, zusammen mit den fortgesetzten Bem\u00fchungen, im Norden von Lugansk einzudringen. Stattdessen wurden Kr\u00e4fte von diesen beiden Achsen bis zu dem Punkt nach Bachmut verlegt, an dem diese Achse die ukrainische Kampfkraft in anderen Gebieten aktiv geschw\u00e4cht hat. Ukrainische Quellen, die zuvor voller Optimismus waren, stimmen nun darin \u00fcberein, dass es in naher Zukunft keine ukrainischen Offensiven mehr geben wird. W\u00e4hrend Sie das hier lesen, <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/ukraine-reinforcements-head-bakhmut-fight-against-all-odds-1772445\">verlegt<\/a> die Ukraine weiterhin Kr\u00e4fte in die Bachmut-Achse.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig hat sich die Position der Ukraine um Bachmut massiv verschlechtert, wobei die russischen Streitkr\u00e4fte \u2013 gr\u00f6\u00dftenteils Infanterie von Wagner, unterst\u00fctzt von russischer Artillerie \u2013 erhebliche Fortschritte an beiden Flanken der Stadt machen. An der Nordflanke brachte die Eroberung von Soledar die russischen Linien bis in die N\u00e4he der Nord-S\u00fcd-Autobahnen, w\u00e4hrend die fast gleichzeitige Eroberung von Klischtschewka an der S\u00fcdflanke die Frontlinien bis an die Schwelle von Tschassow Jar vorangetrieben hat, das im operativen R\u00fccken von Bachmut liegt.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d1f48fbef395d56cc8b.png 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d1f48fbef395d56cc8b.png 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d1f48fbef395d56cc8b.png 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d1f48fbef395d56cc8b.png 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d1f48fbef395d56cc8b.png\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d1f48fbef395d56cc8b.png\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Die Frontlinie um Bachmut am 20. Januar 2023<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Big Serge<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Ukrainer sind derzeit zwar noch nicht eingekreist, aber das kontinuierliche Heranr\u00fccken der russischen Linien an die Autobahnen ist leicht zu erkennen. Gegenw\u00e4rtig halten die russischen Streitkr\u00e4fte Positionen, die alle innerhalb weniger als drei Kilometer von den Autobahnen entfernt liegen. Noch wichtiger ist, dass die russischen Streitkr\u00e4fte jetzt die Anh\u00f6hen n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich von Bachmut kontrollieren \u2013 die Stadt selbst liegt in einer von H\u00fcgeln umgebenen Senke \u2013, was ihnen die Feuerkontrolle \u00fcber einen Gro\u00dfteil des Schlachtfeldes gibt.<\/p>\n<p>Ich gehe derzeit davon aus, dass Russland die Verteidigungslinie Bachmut-Sewersk bis Ende M\u00e4rz durchbrechen wird, w\u00e4hrend die Entbl\u00f6\u00dfung der ukrainischen Streitkr\u00e4fte an anderen Verteidigungsachsen die Aussicht auf entscheidende russische Offensiven an diesen Stellen erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Derzeit besteht die Front ungef\u00e4hr aus vier Hauptachsen mit erheblichen Ansammlungen ukrainischer Truppen. Diese bestehen gem\u00e4\u00df dem Situationsplan weiter unten von S\u00fcden nach Norden aus den Achsen bei Saporoschje, Donezk, Bachmut und Swatowe. Der Versuch, den Bachmut-Sektor zu verst\u00e4rken, hat die St\u00e4rke der ukrainischen Streitkr\u00e4fte in diesen Sektoren ma\u00dfgeblich geschw\u00e4cht. An der Saporoschje-Front beispielsweise stehen derzeit m\u00f6glicherweise nur f\u00fcnf ukrainische Brigaden an der Frontlinie.<\/p>\n<p>Im Moment ist die Mehrheit der russischen Kampfkraft ungebunden, und sowohl westliche als auch ukrainische Quellen sind \u2013 wenn auch mit Verz\u00f6gerung \u2013 zunehmend beunruhigt \u00fcber die Aussicht auf eine russische Offensive in den kommenden Wochen. Gegenw\u00e4rtig ist die gesamte ukrainische Position im Osten verwundbar, weil sich hier eine enorme Landzunge gebildet hat, die anf\u00e4llig f\u00fcr Angriffe aus drei Richtungen ist.<\/p>\n<p>Insbesondere zwei operative Ziele in der Tiefe haben das Potenzial, die ukrainische Logistik nachhaltig zu st\u00f6ren. Dies sind jeweils in Isjum im Norden und in Pawlograd im S\u00fcden. Ein russischer Vorsto\u00df am Westufer des Flusses Oskol in Richtung Isjum z\u00f6ge gleichzeitig nach sich, dass die ukrainische Gruppierung auf der Swatowe-Achse \u2013 auf dem Situationsplan als &#8216;S&#8217; gekennzeichnet \u2013 abgeschnitten und zerst\u00f6rt und zugleich die lebenswichtige Autobahn M03 von Charkow abgetrennt wird. Das Erreichen von Pawlograd hingegen w\u00fcrde die ukrainischen Streitkr\u00e4fte rund um Donezk vollst\u00e4ndig isolieren und einen Gro\u00dfteil des Transits der Ukraine \u00fcber den Dnjepr unterbrechen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d3948fbef38e8377c30.png 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d3948fbef38e8377c30.png 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d3948fbef38e8377c30.png 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d3948fbef38e8377c30.png 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d3948fbef38e8377c30.png\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/63cd7d3948fbef38e8377c30.png\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Big Serge<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Sowohl Isjum als auch Pawlograd sind etwa 95 Kilometer von den Ausgangslinien einer m\u00f6glichen russischen Offensive entfernt und bieten daher eine sehr verlockende Kombination \u2013 operativ bedeutsam und gleichzeitig in relativ \u00fcberschaubarer Reichweite. Seit vergangenen Donnerstag sehen wir russische Vorst\u00f6\u00dfe auf der Saporoschje-Achse. W\u00e4hrend diese im Moment haupts\u00e4chlich durch Aufkl\u00e4rungskr\u00e4fte erfolgen, die in die &#8220;graue Zone&#8221; \u2013 die Zwischenfront \u2013 vordringen, behauptete das russische Verteidigungsministerium, dass mehrere Siedlungen eingenommen wurden, was auf einen echten offensiven Vorsto\u00df in diese Richtung hindeuten k\u00f6nnte. Das Schl\u00fcsselindiz w\u00e4re ein russischer Angriff auf Orechow, eine gro\u00dfe Stadt mit einer ukrainischen Garnison. Ein russischer Angriff an dieser Stelle w\u00fcrde darauf hindeuten, dass mehr als nur ein Angriff zur Sondierung im Gange ist.<\/p>\n<p>Manchmal ist es schwierig, den Unterschied zwischen dem, was man vorhersagt, und dem, was man sich w\u00fcnscht, zu erkennen. Aber dies w\u00e4re sicherlich meine Wahl, wenn ich f\u00fcr die russische Planung verantwortlich w\u00e4re: nach S\u00fcden entlang des Westufers des Flusses Oskol auf der Achse Kupjansk-Isjum und ein gleichzeitiger Angriff nach Norden an Saporoschje vorbei auf Pawlograd. In diesem Fall glaube ich, dass ein Umgehen von Saporoschje besser w\u00e4re als sich dort in einem urbanen Nahkampf zu verzetteln.<\/p>\n<p>Ob Russland dies tats\u00e4chlich versuchen wird, wissen wir nicht. Die russische operative Geheimhaltung ist viel besser als jene der Ukraine oder jene von Wagner oder der Truppen der LVR und DVR, daher wissen wir wesentlich weniger \u00fcber die Vorhaben Russlands als \u00fcber jene der Ukraine. Ungeachtet dessen wissen wir aber, dass Russland \u00fcber eine starke \u00dcberlegenheit an Kampfkraft verf\u00fcgt, und es liegen attraktive operative Ziele in Reichweite.<\/p>\n<p><strong>Bitte mein Herr, ich will mehr<\/strong><\/p>\n<p>Die Sicht aus der Vogelperspektive auf diesen Konflikt offenbart die faszinierende Metastruktur dieses Konflikts. Im oberen Abschnitt dieser Analyse beschrieb ich die Sichtweise einer um die russischen Streitkr\u00e4fte herum strukturierten Front, die nach und nach die aufeinanderfolgenden ukrainischen Verteidigungsg\u00fcrtel durchbricht. Ich denke, dass eine \u00e4hnlich fortschreitende Struktur bei der Steigerung der Kr\u00e4fte in diesem Krieg auszumachen ist, mit der Russland eine Reihe ukrainischer Einheiten zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich etwas konkreter werden. W\u00e4hrend das ukrainische Milit\u00e4r zumindest als Institution teilweise existiert, wurde ihre Kampfkraft bis zum jetzigen Zeitpunkt mehrfach zerst\u00f6rt und durch westliche Hilfe wieder aufgebaut. Es lassen sich somit drei Phasen \u2013 Lebenszyklen, wenn man so will \u2013 identifizieren:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>In den ersten Kriegsmonaten wurde die noch vorhandene ukrainische Armee gr\u00f6\u00dftenteils ausgel\u00f6scht. Die Russen zerst\u00f6rten einen Gro\u00dfteil der urspr\u00fcnglichen Best\u00e4nde der Ukraine an schweren Waffen und t\u00f6teten viele Kader im Herzen der ukrainischen Berufsarmee.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Nach dieser anf\u00e4nglichen Ersch\u00fctterung wurde die ukrainische Kampfkraft erneut gest\u00e4rkt, indem praktisch alle Best\u00e4nde an sowjetischen Waffen aus den Depots der ehemaligen L\u00e4nder des Warschauer Pakts transferiert wurden. Dabei wurden sowjetische Fahrzeuge und Munition, die mit den bestehenden ukrainischen Waffensystemen kompatibel waren, aus L\u00e4ndern wie Polen und der Tschechischen Republik geliefert. Diese Phase war bis Ende des Fr\u00fchjahrs 2022 gr\u00f6\u00dftenteils abgeschlossen. Anfang Juni mussten die westlichen Quellen jedoch einr\u00e4umen, dass die sowjetischen Lagerbest\u00e4nde ersch\u00f6pft sind.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Nachdem nun also die Lagerbest\u00e4nde des ehemaligen Warschauer Pakts aufgebraucht waren, begann die NATO, zerst\u00f6rte ukrainische Waffen durch westliche zu ersetzen, und zwar in einem Prozess, der im vergangenen Sommer seinen Anfang nahm. Besonders hervorzuheben sind Haubitzen wie die amerikanische M-777 und die franz\u00f6sische Caesar.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Russland hat im Wesentlichen mehrere Neuauflagen der ukrainischen Armee bek\u00e4mpft. Zuerst die Zerst\u00f6rung der Vorkriegs-Streitkr\u00e4fte in den ersten Monaten des Konflikts, dann der Kampf gegen Einheiten, die mit Best\u00e4nden des ehemaligen Warschauer Paktes ausger\u00fcstet wurden. Nun dezimiert es eine Streitmacht, die sich weitgehend auf westliche Waffensysteme st\u00fctzt.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrte zum inzwischen ber\u00fchmten <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.economist.com\/zaluzhny-transcript\">Interview<\/a> von General Saluschny mit der Zeitschrift <em>The Economist<\/em>, in dem er um viele Hundert Kampfpanzer, Infanterie-Kampffahrzeuge und Artilleriegesch\u00fctze bat. Tats\u00e4chlich bat er um eine komplette Armee, da die Russen bereits im Begriff waren, jene zu zerst\u00f6ren, die er zu diesem Zeitpunkt noch hatte.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nachfolgend auf einige besondere Bereiche hinweisen, in denen die F\u00e4higkeiten der Ukraine eindeutig \u00fcber ein akzeptables Ma\u00df hinaus herabgesetzt wurden, und erl\u00e4utern, wie dies mit den Bem\u00fchungen der NATO zusammenh\u00e4ngt, die ukrainischen Kriegsanstrengungen aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p><strong>Als Erstes: Die Artillerie<\/strong><\/p>\n<p>Russland priorisiert seit vielen Wochen den Einsatz von Gegenartillerie und scheint damit beim Aufsp\u00fcren und Zerst\u00f6ren ukrainischer Artillerie gro\u00dfen Erfolg zu haben. Es scheint, dass dies teilweise mit dem Einsatz eines neuen Systems zum Aufsp\u00fcren der gegnerischen Artillerie vom Typ &#8220;Penicillin&#8221; zusammenh\u00e4ngt. Dieses ist ein ziemlich nettes und neues Werkzeug im russischen Arsenal. Gegenartillerie-Gefechte bestehen im Allgemeinen aus einem gef\u00e4hrlichen Duett von Waffen und Radarsystemen. Das Gegenartillerie-Radar hat die Aufgabe, die Artillerie des Feindes zu erkennen und zu lokalisieren, damit sie durch die eigene Artillerie zerst\u00f6rt werden kann. Das Spiel ist ungef\u00e4hr analog zu verfeindeten Teams von Scharfsch\u00fctzen \u2013 die Artillerie \u2013 und Sp\u00e4hern \u2013\u00a0dem Radarsystem \u2013, die versuchen, sich gegenseitig umzubringen. Und nat\u00fcrlich ist es auch sinnvoll, die Radarsysteme der gegnerischen Seite zu beschie\u00dfen, um den Feind sozusagen blind zu machen.<\/p>\n<p>Das &#8220;Penicillin&#8221;-System bietet neue starke F\u00e4higkeiten f\u00fcr Russlands Gegenartillerie, da es feindliche Artilleriebatterien nicht mittels Radar, sondern durch akustische Ortung lokalisiert. Es verf\u00fcgt \u00fcber einen ausfahrbaren Horchmast, der in Koordination mit einigen Bodenkomponenten in der Lage ist, feindliche Gesch\u00fctze durch seismische und akustische Ortung zu lokalisieren. Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass es im Gegensatz zu einem Radar, das Funkwellen aussendet und damit seine Position preisgibt, passiv bleibt \u2013 es steht einfach still da und lauscht. Das bedeutet, dass es dem Feind keine leichte M\u00f6glichkeit bietet, es zu lokalisieren. Infolgedessen fehlt der Ukraine in der Gegenartillerie derzeit eine passende F\u00e4higkeit, die Russen blind zu machen \u2013 oder vielmehr taub. Au\u00dferdem wurden die F\u00e4higkeiten der russischen Gegenartillerie durch den verst\u00e4rkten Einsatz der Drohne vom Typ Lancet massiv erweitert.<\/p>\n<p>Abgesehen davon hat Russland in letzter Zeit ziemlich viel an ukrainischer Artillerie zerst\u00f6rt. Das russische Verteidigungsministerium legt Wert darauf, den Erfolg der Gegenartillerie hervorzuheben. Nun, ich wei\u00df, dass einige an diesem Punkt sagen werden: &#8220;Warum sollte man dem russischen Verteidigungsministerium Glauben schenken?&#8221; In Ordnung. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.<\/p>\n<p>Am 20. Januar berief die NATO ein Treffen auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Ramstein in Deutschland ein, und zwar vor dem Hintergrund, dass ein massives neues milit\u00e4risches Hilfspaket f\u00fcr die Ukraine geschn\u00fcrt werden soll. Dieses Hilfspaket enth\u00e4lt, siehe da, eine riesige Menge Artilleriegesch\u00fctze. Nach meiner Z\u00e4hlung umfasst die in der vergangenen Woche angek\u00fcndigte Hilfe fast 200 Artillerieeinheiten. Mehrere L\u00e4nder, darunter D\u00e4nemark und Estland, schicken der Ukraine buchst\u00e4blich alle ihre Haubitzen. Nennen Sie mich verr\u00fcckt, aber ich bezweifle ernsthaft, dass mehrere L\u00e4nder spontan und genau zur selben Zeit beschlie\u00dfen w\u00fcrden, der Ukraine ihren gesamten Bestand an Artilleriegesch\u00fctzen zu \u00fcberlassen, wenn die Ukraine nicht mit riesigen Verlusten ihrer Artillerie konfrontiert w\u00e4re.<\/p>\n<p>\u00dcberdies haben die Vereinigten Staaten neue, beispiellose Schritte unternommen, um die Ukraine mit Artilleriegranaten zu versorgen. In der vergangenen Woche haben sie ihre Lagerbest\u00e4nde in <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2023\/01\/17\/us\/politics\/ukraine-israel-weapons.html\">Israel<\/a> und <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/pentagon-asks-us-forces-south-korea-provide-equipment-ukraine-2023-01-19\/\">S\u00fcdkorea<\/a> gepl\u00fcndert, w\u00e4hrend sich <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/ukraine-crisis-ammunition-csg\/restocking-western-ammunition-after-arming-ukraine-will-take-years-producer-idINL8N32R4T9\">Berichte<\/a> h\u00e4ufen, dass die amerikanischen Vorr\u00e4te an Granaten derma\u00dfen ersch\u00f6pft sind, dass es mehr als ein Jahrzehnt dauern wird, sie wieder aufzuf\u00fcllen.<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcfen wir die Sachlage und sehen uns an, ob eine vern\u00fcnftige Schlussfolgerung daraus gezogen werden kann:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Ukrainische Offizielle haben einger\u00e4umt, dass die ukrainische Artillerie in kritischen Sektoren der Front mit neun zu eins unterlegen ist.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Russland setzt ein hochmodernes System als Gegenartillerie und eine gro\u00dfe Anzahl von Lancet-Drohnen ein.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium behauptet, dass es ukrainische Artilleriesysteme in gro\u00dfer Zahl aufgesp\u00fcrt und zerst\u00f6rt hat.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Die NATO hat sich beeilt, ein riesiges Paket von Artilleriesystemen f\u00fcr die Ukraine zusammenzustellen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Vereinigten Staaten pl\u00fcndern kritische, an strategische Positionen verlegte Lagerbest\u00e4nde, um die Ukraine mit Granaten zu versorgen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich pers\u00f6nlich halte es angesichts des oben Aufgef\u00fchrten f\u00fcr vern\u00fcnftig anzunehmen, dass die Artillerief\u00e4higkeiten der Ukraine weitgehend zerschmettert sind und die NATO nun versucht, sie wiederaufzubauen.<\/p>\n<p><strong>Ein K\u00f6nigreich f\u00fcr einen Panzer<\/strong><\/p>\n<p>Der Hauptstreitpunkt der letzten Wochen war, ob die NATO der Ukraine Kampfpanzer zur Verf\u00fcgung stellen soll oder nicht. General Saluschny deutete in seinem Interview mit dem <em>Economist<\/em>, in dem er Hunderte von Panzern forderte, auf einen stark ausged\u00fcnnten Vorrat an ukrainischen Panzern hin. Die NATO hat versucht, eine Notl\u00f6sung anzubieten, indem sie der Ukraine verschiedene gepanzerte Fahrzeuge wie den Bradley und den Stryker zur Verf\u00fcgung gestellt hat, die eine gewisse Mobilit\u00e4t wiederherstellen. Aber man muss unmissverst\u00e4ndlich festhalten, dass diese in keiner Weise Kampfpanzer ersetzen und weit hinterherhinken, was Panzerung und Feuerkraft betrifft. Der Versuch, den Bradley etwa als Kampfpanzer einzusetzen, wird nicht funktionieren.<\/p>\n<p>Bisher sieht es so aus, als w\u00fcrde die Ukraine eine Handvoll Panzer vom Typ Challenger aus Gro\u00dfbritannien erhalten, und es wurde auch dar\u00fcber debattiert, deutsche Panzer vom Typ Leopard, amerikanische Abrams und franz\u00f6sische Leclercs zu liefern. Wie \u00fcblich wird der Einfluss von Panzern auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld sowohl von ukrainischen Propagandisten und russischen Pessimisten stark \u00fcbertrieben als auch von russischen Triumphalisten stark untersch\u00e4tzt. Ich schlage einen Mittelweg vor.<\/p>\n<p>Die Zahl der Panzer, die der Ukraine vern\u00fcnftigerweise zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen, ist relativ gering, einfach wegen der Ausbildung der Besatzungen und der Logistik beim Unterhalt. Alle oben genannten Panzertypen verwenden unterschiedliche Munition, verf\u00fcgen \u00fcber spezielle Komponenten und erfordern eine individuelle Ausbildung. Sie geh\u00f6ren nicht zu der Art von Waffensystemen, die von einer ungeschulten Besatzung einfach von der Garage direkt in den Kampf gefahren werden k\u00f6nnen. Die ideale L\u00f6sung f\u00fcr die Ukraine w\u00e4re, nur Leopard A24 zu bekommen, da diese in vern\u00fcnftiger Anzahl \u2013 vielleicht ein paar Hundert \u2013 verf\u00fcgbar sein k\u00f6nnten und sie zumindest ein standardisierter Typ w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wir sollten nat\u00fcrlich auch anmerken, dass die westlichen Panzer wahrscheinlich keinen gro\u00dfen Einfluss auf die Entwicklungen auf dem Schlachtfeld haben werden. Die begrenzten F\u00e4higkeiten des Leopard <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-5332247\/The-4million-German-tank-embarrassed-Syria.html\">zeigten<\/a> sich bereits bei den t\u00fcrkischen Operationen in Syrien. Man beachte das folgende Zitat aus dem verlinkten Artikel von 2018:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Angesichts der Tatsache, dass dieser Panzer in gro\u00dfer Zahl bei NATO-Mitgliedern im Einsatz ist \u2013 darunter Kanada, die Niederlande, D\u00e4nemark, Griechenland und Norwegen \u2013, ist es besonders peinlich mitanzusehen, dass er so ohne Weiteres von syrischen Terroristen zerst\u00f6rt werden kann, zumal er entwickelt wurde, um es mit der russischen Armee aufzunehmen.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Letztendlich ist der Leopard ein ziemlich banaler Kampfpanzer, der in den 1970er-Jahren entworfen wurde und vom russischen T-90 \u00fcbertroffen wird. Der Leopard ist eine schreckliche Waffe, aber kaum ein Schrecken auf dem Schlachtfeld. Es wird Verluste geben und die Anzahl wird dezimiert werden, genauso wie der Fuhrpark an Panzern der Ukraine von vor dem Krieg. Das \u00e4ndert jedoch nichts an der Tatsache, dass eine ukrainische Armee mit ein paar Kompanien, die mit Leopard-Panzern ausgestattet sind, m\u00e4chtiger sein wird als eine ohne.<\/p>\n<p>Ich denke, es ist vern\u00fcnftig zu behaupten, dass die folgenden drei Aussagen zutreffen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Lieferung eines Mischmaschs an westlichen Panzern w\u00fcrde f\u00fcr die Ukraine Schwierigkeiten bei der Ausbildung der Besatzungen, der Wartung und der Instandhaltung bedeuten.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Westliche Panzer wie der Leopard haben einen begrenzten Kampfwert und k\u00f6nnen wie jeder andere Panzer zerst\u00f6rt werden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Westliche Panzer werden die Kampfkraft der ukrainischen Armee erh\u00f6hen, solange sie auf dem Schlachtfeld intakt unterwegs sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Allerdings sieht es nicht danach aus, dass die NATO der Ukraine Kampfpanzer liefern will. Zun\u00e4chst wurde vorgeschlagen, eingemottete Panzer zu entstauben und nach Kiew zu schicken; die Hersteller erkl\u00e4rten jedoch, dass diese Fahrzeuge nicht funktionst\u00fcchtig sind und erst 2024 kampfbereit sein w\u00fcrden. Damit bleibt nur noch die M\u00f6glichkeit, direkt auf NATO-eigenen Panzerbest\u00e4nde zur\u00fcckzugreifen, womit man aber bisher z\u00f6gert.<\/p>\n<p>Warum? Mein Verdacht w\u00e4re, dass die NATO nicht an einen ukrainischen Sieg glaubt. Die Ukraine kann nicht einmal im Traum daran denken, Russland ohne eine angemessene Panzertruppe von seinen derzeitigen Positionen zu verdr\u00e4ngen. Und so deutet die Zur\u00fcckhaltung bei der \u00dcbergabe von Panzern darauf hin, dass die NATO dies ebenfalls f\u00fcr einen Traum h\u00e4lt. Stattdessen priorisiert sie weiterhin Waffen, mit denen die F\u00e4higkeit der Ukraine unterst\u00fctzt wird, eine statische Verteidigung aufrechtzuerhalten \u2013 daher die Hunderte von Artilleriegesch\u00fctzen \u2013, ohne in Anf\u00e4lle von Euphorie \u00fcber einen bevorstehenden gro\u00dfen ukrainischen Panzervorsto\u00df auf die Krim zu verfallen.<\/p>\n<p>Angesichts des intensiven kriegerischen Ged\u00f6nses, das sich im Westen aufgebaut hat, ist aber denkbar, dass die politische Dynamik eine Lieferung von Panzern erzwingt. Es ist m\u00f6glich, dass der Punkt erreicht wird, an dem der Schwanz mit dem Hund wedelt, w\u00e4hrend die NATO in ihrer eigenen Rhetorik der bedingungslosen Unterst\u00fctzung der Ukraine gefangen bleibt, bis die Ukraine einen totalen Sieg erringt hat, und wir vielleicht doch noch Leopard-Panzer in der ukrainischen Steppe brennen sehen.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung: Der Tod eines Staates<\/strong><\/p>\n<p>Das Milit\u00e4r der Ukraine ist extrem dezimiert, da es sowohl exorbitante Verluste an Soldaten als auch an schweren Waffen erlitten hat. Ich vermute, dass die Zahl der ukrainischen Gefallenen sich zu diesem Zeitpunkt den 150.000 n\u00e4hert, und es ist klar, dass die Best\u00e4nde an Artilleriegesch\u00fctzen, Granaten und gepanzerten Fahrzeugen weitgehend ersch\u00f6pft sind.<\/p>\n<p>Ich gehe davon aus, dass die Bachmut-Sewersk-Verteidigungslinie vor April ger\u00e4umt wird, woraufhin Russland in Richtung des letzten \u2013 und schw\u00e4chsten \u2013 Verteidigungsg\u00fcrtels um Slawjansk vordringen wird. Inzwischen hat Russland eine betr\u00e4chtliche Kampfkraft in Reserve, die zur Wiederer\u00f6ffnung der Nordfront am Westufer des Flusses Oskol und zur Wiederaufnahme der Offensivoperationen in Saporoschje genutzt werden kann, wodurch die ukrainische Logistik einer kritischen Ausdehnung ausgesetzt wird.<\/p>\n<p>Dieser Krieg wird auf dem Schlachtfeld zu Ende gef\u00fchrt und voraussichtlich mit einem f\u00fcr Russland g\u00fcnstigen Ergebnis enden.<\/p>\n<p><em>Aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/bigserge.substack.com\/p\/russo-ukrainian-war-the-world-blood\">Englischen<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Big Serge<\/strong> ist ein amerikanischer Blogger und Milit\u00e4ranalyst. Man kann ihm auf Twitter unter <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/twitter.com\/witte_sergei\">@witte_sergei<\/a> folgen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/160633-selenskijs-berater-nach-ruecktritt-sieg\/\">Selenskij-Berater Arestowitsch nach R\u00fccktritt: &#8220;Sieg der Ukraine keineswegs sicher&#8221;<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><br \/>\n<br \/><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/160652-der-russisch-ukrainische-krieg-eine-weltblutpumpe\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ukraine-Krieg \u00e4hnelt an gewissen Frontabschnitten den Schlachten des Ersten Weltkriegs \u2013 auch wenn der Blutzoll bisher noch weit unter dem liegt, was etwa die Schlacht von Verdun gefordert hat. 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