{"id":26577,"date":"2022-12-29T19:53:35","date_gmt":"2022-12-29T17:53:35","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/trotz-horrender-verluste-warum-fuettert-kiew-weiter-den-fleischwolf-von-artjomowsk\/"},"modified":"2022-12-29T19:53:35","modified_gmt":"2022-12-29T17:53:35","slug":"trotz-horrender-verluste-warum-fuettert-kiew-weiter-den-fleischwolf-von-artjomowsk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/trotz-horrender-verluste-warum-fuettert-kiew-weiter-den-fleischwolf-von-artjomowsk\/","title":{"rendered":"Trotz horrender Verluste: Warum f\u00fcttert Kiew weiter den &quot;Fleischwolf&quot; von Artjomowsk?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/63ad8b0a48fbef62450f1d1f.png\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Woher westliche Medien den Gedanken auch haben, russische Truppen w\u00fcrden in Artjomowsk aufgerieben: In der Realit\u00e4t ist es Kiew, das dort ein Bataillon t\u00e4glich verliert und sich dennoch an der Kleinstadt festh\u00e4lt. Auch Russland will Artjomowsk unbedingt haben. Warum?\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Jewgeni Krutikow<\/em><\/p>\n<p>&#8220;Der Fleischwolf von Artjomowsk&#8221; oder auch &#8220;Der Fleischwolf von Bachmut&#8221;, wie diese Stadt in der heutigen Ukraine <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/157858-pepe-escobar-artjomowsk-nato-verordnete\/\">genannt<\/a> wird. Genau so beschreiben Medien, sogar ukrainische, immer \u00f6fter das momentane Geschehen um diese Stadt im Donbass. Kiew verliert dort jeden Tag unwiederbringlich Hunderte von Soldaten. Warum ist der Kampf um dieses St\u00e4dtchen letztlich von strategischer Bedeutung?<\/p>\n<p>Neuerdings <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.rferl.org\/a\/ukraine-bakhmut-russia-assault-invasion-analysis\/32174980.html\">behaupten<\/a> Kiews untergeordnete Milit\u00e4rexperten und <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/thecyberwire.com\/stories\/045d46162df343f59203163150485630\/ukraine-at-d291\">andere<\/a>, dass die blutigen K\u00e4mpfe, die Russland im Moment um Artjomowsk schl\u00e4gt, sinnlos seien. Ihrer Meinung nach w\u00e4re selbst die Einnahme dieser Stadt nur ein taktischer Erfolg f\u00fcr Moskau, der den Verlauf von dessen Sonderoperation als Ganzes zu beeinflussen nicht verm\u00f6chte. Der Kreml verpulvere also zu viele Ressourcen an einem lediglich sekund\u00e4ren Unterabschnitt der Front, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Aber wenn Artjomowsk so unwichtig ist, warum setzt die Ukraine ihrerseits so viel Personal und Ausr\u00fcstung f\u00fcr seine Verteidigung ein? Die t\u00e4glichen Verluste der ukrainischen bewaffneten Formierungen an diesem sehr kleinen Unterabschnitt der Front werden\u00a0nach westlichen Angaben auf 300 bis 400 Mann gesch\u00e4tzt, und das f\u00fcr die vergangenen zwei Monate. Das ist nichts anderes als eine Katastrophe mit bald zu erwartenden weitreichenden Folgen. Nicht umsonst verwenden die Medien so oft das Wort &#8220;Fleischwolf&#8221;, um das Geschehen zu beschreiben. Nun, wozu m\u00fcssen denn beide Seiten so dringend dieses Artjomowsk \u00fcberhaupt besitzen?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist es eben nicht blo\u00df ein Punkt auf der Landkarte, sondern einer der gr\u00f6\u00dften Verkehrsknoten im Donbass, und von denen, die dort noch unter der Kontrolle der ukrainischen Streitkr\u00e4fte stehen, ist es sogar der letzte seines Kalibers. Gerade \u00fcber Artjomowsk verliefen bis vor kurzem alle Nachschubwege der ukrainischen bewaffneten Formierungen am Donezker Unterabschnitt der Front. Und wer hier auf Tschassow Jar als angebliche Alternative verweist, bel\u00fcgt sich selbst: Aus Tschassow Jar f\u00fchren keine Stra\u00dfen, \u00fcber die man ukrainische Einheiten weiter s\u00fcdlich am Donezker Unterabschnitt der Front versorgen k\u00f6nnte, da die Stra\u00dfe von Artjomowsk und Tschassow Jar nach S\u00fcden bereits besetzt ist.<\/p>\n<p>Es ist klar, dass ein Teil der Eisenbahninfrastruktur zerst\u00f6rt wurde, aber die Wiederherstellung ist kein allzu gro\u00dfes Problem. Von Artjomowsk aus gelangt man leicht einerseits nach Lissitschansk, Popasnaja, Swetlodarsk, Gorlowka und andererseits nach Konstantinowka, Slawjansk, Sewersk, Swjatogorsk. Sprich, wer von dort aus Pfeile auf die Karte zeichnet, sieht: Von Artjomowsk aus kann Russland eine Offensive nach Slawjansk und Kramatorsk, Swjatogorsk sowie Sewersk (\u00fcber Soledar, das die russischen Truppen in naher Zukunft ebenfalls befreien d\u00fcrften) f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt geht den ukrainischen bewaffneten Formierungen mit dem Verlust von Artjomowsk auch die M\u00f6glichkeit eines Gegenangriffs mit Sto\u00dfrichtung Lissitschansk und Swatowo ab. Auch Isjum wird dann auf der Kippe stehen, und die russische Armee wird einen neuen Br\u00fcckenkopf f\u00fcr eine Offensive gegen Kramatorsk erhalten.<\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-odysee\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/odysee.com\/%24\/embed\/%40RTDE%3Ae%2FPodoljakas-Wochen%C3%BCbersicht-In-Gefechten-um-kleine-Orte-die-Siege-gr%C3%B6%C3%9Ferer-Schlachten-schmieden%3A7\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<p>Bei all dem hat Artjomowsk selbst, abgesehen von seiner geografischen Lage und seiner Weggabelung, keinen besonderen Wert. Dort gibt es keine wichtigen Industrien oder Wasserstra\u00dfen. Es ist ein Hinterwald, die lediglich zw\u00f6lftgr\u00f6\u00dfte Ortschaft im noch von den ukrainischen Streitkr\u00e4ften kontrollierten Teil des Donbass.<\/p>\n<p>Politisch gesehen wird sich mit der Befreiung von Artjomowsk der damit einhergehend schrittweise ausgebaute Zugang zur Grenze der DVR bemerkbar machen. Der Beschuss von Gorlowka, einer Trabantenstadt von Donezk, erfolgt ebenfalls aus der Umgebung von Artjomowsk, und dieser Bedrohung wird zumindest Gorlowka somit entzogen werden.<\/p>\n<p>Eine weitere Nuance. Die ber\u00fchmten Verteidigungslinien, kilometerlange Labyrinthe aus Sch\u00fctzengr\u00e4ben und Erd-Holz-Unterst\u00e4nden \u2013 oft einbetoniert \u2013, die sogenannten Ameisenhaufen, die von den ukrainischen Streitkr\u00e4ften acht Jahre lang nach allen Regeln der milit\u00e4rischen Befestigungsbaukunst errichtet wurden, wurden bereits weitgehend zerst\u00f6rt. Die Ukrainer zogen sich nach dem Verlust von Sewerodonezk und Lissitschansk auf die ziemlich gerade von S\u00fcd nach Nord verlaufende Verteidigungslinie Artjomowsk-Soledar-Sewersk zur\u00fcck. Dies war eine neue Verteidigungslinie, die sehr stabil erschien, zumindest wenn man sie sich auf der Stabskarte ansah. Doch mit Ausnahme des befestigten Raumes Kramatorsk-Slawjansk gibt es weiter westlich keine gr\u00f6\u00dferen Verteidigungslinien. Neue zu bauen, wird im Winter problematisch. Theoretisch w\u00e4re das m\u00f6glich, wenn sich die ukrainischen bewaffneten Formierungen einfach von Artjomowsk nach Slawjansk zur\u00fcckziehen und dort verschanzen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Denn so sind sie in der Tat auch bisher immer wieder verfahren. So r\u00e4umten sie Lissitschansk und zogen sich nach Artjomowsk zur\u00fcck. Aber jetzt wurde Artjomowsk f\u00fcr sie zu einer Verteidigungsposition von ausschlaggebender Wichtigkeit f\u00fcr den gesamten Frontabschnitt Donbass (mindestens aber f\u00fcr die Teilstrecke der Front auf der H\u00f6he des Gro\u00dfraums Donezk) und sich von dort zur\u00fcckzuziehen, w\u00fcrde f\u00fcr Kiew bedeuten, die Front zusammenbrechen zu lassen. M\u00f6glichkeiten, die Front zu stabilisieren, w\u00fcrden sich erst 50 bis 70 Kilometer landeinw\u00e4rts bieten.<\/p>\n<p>Unbest\u00e4tigten Berichten zufolge soll der Chef des ukrainischen Generalstabs Valeri Saluschny dem Pr\u00e4sidenten Selenskij vorgeschlagen haben, die Verteidigungslinie zwischen Artjomowsk, Soledar und Sewersk nach dem Vorbild von Lisitschansk bereits im Sommer aufzugeben. Dies h\u00e4tte es der Ukraine erm\u00f6glicht, hochgradig kampff\u00e4hige Kaderbrigaden zu schonen, um sie zur Verteidigung der Agglomeration Kramatorsk-Slawjansk einzusetzen.<\/p>\n<p>Die Kehrseite eines solchen Man\u00f6vers w\u00e4re der Verlust der F\u00e4higkeit, das gesamte Kontingent der Ukraine in der H\u00f6he des Gro\u00dfraums Donezk, wenn nicht gar im gesamten Donbass, effektiv zu versorgen. Dies w\u00fcrde nach einiger Zeit zum Verlust von Awdejewka, Marjinka und Ugledar f\u00fchren. Ab hier aber k\u00e4me das Domino-Prinzip zum Greifen. Und wir haben bereits dar\u00fcber gesprochen, dass jetzt im Gro\u00dfraum Donezk die Besetzung eines beliebigen besiedelten Gebiets (sogar eines Dorfes mit dem sprechenden Namen Trjochisbenka \u2013 dt. etwa: Dreilauben, Dreih\u00fctten) von strategischer Bedeutung sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>In Artjomowsk sind seitens der Ukraine aktuell die 53. und 54. separaten mechanisierten Brigaden disloziert, n\u00f6rdlich der Stadt eine weitere, die 30., zusammen mit der 10. separaten Bergj\u00e4ger-Sturmbrigade. Ebenfalls in den Gro\u00dfraum Artjomowsk verlegt wurden die 57. motorisierte Sch\u00fctzenbrigade, vom Frontabschnitt Charkow-Swatowo die 71. J\u00e4gerbrigade aus der Umgebung von Swatowo sowie die 81. separate luftbewegliche Brigade aus der Umgebung von Krasny Liman und schlie\u00dflich ein Bataillon aus der 65. mechanisierten Brigade, die sich zuvor auf eine Gegenoffensive im russischen Gebiet Saporoschje vorbereitet hatte.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten, die K\u00e4mpfe um Artjomowsk wurden gewisserma\u00dfen ein Sto\u00df zur Ablenkung, aber nicht f\u00fcr die russischen Streitkr\u00e4fte, sondern im Gegenteil: Die ukrainischen bewaffneten Formierungen waren gezwungen, ihre bis dato erfolgreiche Einheiten \u00fcberst\u00fcrzt von anderen Abschnitten und Teilabschnitten der Front abzuziehen und sie in den von ihnen so genannten &#8220;Bachmut-Fleischwolf&#8221; zu werfen. Ihre Angriffsversuche am Frontabschnitt Charkow-Swatowo in H\u00f6he Krasny Liman und Swatowo selbst mussten sie abbrechen. Und die Idee, eine Offensive im Gebiet Saporoschje zu organisieren, hat Kiew jetzt ganz und gar vergessen.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Liste der ukrainischen Einheiten, die jetzt in Artjomowsk und Umgebung im Einsatz sind oder waren, ist indes viel umfangreicher. Au\u00dfer den genannten geh\u00f6ren dazu: Die separaten mechanisierten Brigaden 24 und 62 sowie 93 &#8220;Cholodny Jar&#8221; (die ramponierten Reste dieser Brigade wurden erst vor kurzem aus dem Kampfgebiet rotiert), die 3. separate Panzerbrigade &#8220;Eisen&#8221; und schlie\u00dflich die separaten Landwehrbrigaden 109 (Gebiet Donezk), 125 (Stadt Lwow\/Lemberg), 112 und 241 (Stadt Kiew). Hinzu kommen einzelne Artillerieeinheiten der strategischen Reserve des Generalstabs der ukrainischen Streitkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Auf russischer Seite stehen all dem lediglich das Private Milit\u00e4runternehmen &#8220;Wagner&#8221; und einzelne Einheiten des 1. Armeekorps der Volksrepublik Donezk entgegen.<\/p>\n<p>Dabei betet ein gro\u00dfer Teil der westlichen und ukrainischen Experten immer wieder ihr seltsames Mantra von einem angeblichen &#8220;Aufreiben der russischen Truppen&#8221; durch die Streitkr\u00e4fte der Ukraine in und bei Artjomowsk herunter. In Wirklichkeit geschieht jedoch das genaue Gegenteil. Allein im November waren die ukrainischen Streitkr\u00e4fte zweimal gezwungen, Untereinheiten der separaten mechanisierten Brigaden 53 und 54 aufgrund schwerer Verluste von Artjomowsk nach Tschassow Jar und Kramatorsk zum Aufstocken mit Personal und Ger\u00e4t abzuziehen. Es geht hier nicht einmal darum, dass die im Rahmen der neueren Mobilmachungswellen in der Ukraine Eingezogenen nicht so kampff\u00e4hig sind wie die Veteranen der altgedienten &#8220;nummerierten&#8221; Kader-Brigaden, obwohl auch das durchaus der Fall ist. Der wichtigste Punkt ist, dass die Struktur dieser Brigaden verloren geht.<\/p>\n<p>Bis ins Jahr 2022 versuchten die ukrainischen Streitkr\u00e4fte hartn\u00e4ckig, auf die von den NATO-Ausbildern vorgegebene Struktur umzustellen. Mit spontan zusammengestellten Kampfgruppen etwa in Bataillonsgr\u00f6\u00dfe nach NATO-Muster (genauer: Battlegroup in den Commonwealth-Staaten oder Task Force in der US-Armee) als dem R\u00fcckgrat ihrer Organisation. Dabei wurde das meiste an Artillerie und gepanzerten Fahrzeugen aus der regul\u00e4ren Zusammensetzung der Bataillone innerhalb der ukrainischen Kaderbrigaden herausgenommen und in eine Art operative Reserve des Kommandos umgewandelt. Dies funktionierte w\u00e4hrend des &#8220;seltsamen Krieges&#8221; der Jahre 2016 bis 2021, der sich f\u00fcr Kiew auf die Besetzung einzelner Bereiche der Grauzone genannten Niemandslandes beschr\u00e4nkte. Darauf waren die Kampfgruppen nach NATO-Muster ausgerichtet.<\/p>\n<p>Im Jahr 2022\u00a0aber stellte sich heraus, dass\u00a0solche Einheiten in einem intensiven Konflikt nicht im Alleingang funktionieren k\u00f6nnen, sondern reichlich Unterst\u00fctzung durch Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge ben\u00f6tigen. Doch die zentralisierte Zuweisung dieser Kapazit\u00e4ten aus deren neuen separaten Einheiten der operativen Reserve erfordert wiederum andere, fortschrittlichere Methoden der Koordinierung zwischen den Einheiten und Waffengattungen, die das ukrainische Milit\u00e4r nicht\u00a0in seiner Gesamtheit beherrscht.<\/p>\n<p>Die russische Armee hingegen hat sich in den vergangenen Monaten zu verst\u00e4rkten Bataillonen umformiert, zu denen bereits die Artillerie der jeweiligen \u00fcbergeordneten Brigade sowie Panzereinheiten als festgeschriebener Bestandteil geh\u00f6ren. Daher ben\u00f6tigen sie jetzt keine zus\u00e4tzliche Koordinierung und kein zus\u00e4tzliches Koordinierungstraining mehr. Au\u00dferdem kann diese Art von Bataillon problemlos frisch geschultes, im Rahmen der Mobilmachung eingezogenes Personal aufnehmen.<\/p>\n<p>Im Ergebnis verstrickten sich die ukrainischen Streitkr\u00e4fte in selbstzerst\u00f6rerische K\u00e4mpfe an der Linie Artjomowsk-Soledar-Sewersk. Und sie pumpen und pumpen weiterhin ungeheure personelle und technische Ressourcen in diese K\u00e4mpfe.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen auf der Hand: Das ukrainische Milit\u00e4r hat keine vorbereiteten Verteidigungslinien weiter westlich als Slawjansk und Kramatorsk. Indes bedeutet f\u00fcr sie der Verlust von Artjomowsk unter den derzeitigen Umst\u00e4nden einen Zusammenbruch der Front entlang des gesamten Abschnitts Donbass. Den Ukrainern ist es nicht mehr m\u00f6glich, ohne logistische Verluste aus der Sache herauszukommen. Kontingente an anderen Frontabschnitten werden durch ausschlachtenden Raubbau erodiert. Auch die politischen Aussichten sind, gelinde gesagt, unklar.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund er\u00fcbrigen sich jegliche Fragen, warum f\u00fcr Russland der Kampf um Artjomowsk \u00fcberhaupt notwendig war, von allein. Als eine lokale Operation (wie auf der Karte zu sehen) begonnen, entwickelte er allm\u00e4hlich durchaus strategischen Charakter. Au\u00dferdem besteht kein Zweifel mehr daran, dass Artjomowsk und Soledar in absehbarer Zeit befreit sein werden, sodass alle Pl\u00e4ne der ukrainischen F\u00fchrung, Russlands Milit\u00e4r &#8220;auszubluten&#8221; und eine an einem willk\u00fcrlich gew\u00e4hlten Ort errichtete Verteidigungslinie zu halten, bedeutungslos werden. Ja, die \u00dcberlebenden werden sich nach Kramatorsk und Slawjansk zur\u00fcckziehen, aber die Konfiguration der Front und die politische Lage werden sich danach g\u00e4nzlich \u00e4ndern. Und das keineswegs zugunsten Kiews und seiner Truppen.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2013\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/157601-politikwissenschaftlerin-leukefeld-erlebe-friedensbewegung-zersplittert\/\">Politikwissenschaftlerin Leukefeld: Erlebe Friedensbewegung zersplittert und zerstritten<\/a><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem Russischen. Zuerst <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/vz.ru\/society\/2022\/12\/13\/1190879.html\">erschienen<\/a> bei Wsgljad.<\/em><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/158445-fleischwolf-von-artjomowsk-wieso-kiew-futtert-moskau-kurbel-dreht\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woher westliche Medien den Gedanken auch haben, russische Truppen w\u00fcrden in Artjomowsk aufgerieben: In der Realit\u00e4t ist es Kiew, das dort ein Bataillon t\u00e4glich verliert und sich dennoch an der Kleinstadt festh\u00e4lt. Auch Russland will Artjomowsk unbedingt haben. Warum? 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