{"id":25628,"date":"2022-12-17T09:32:19","date_gmt":"2022-12-17T07:32:19","guid":{"rendered":"https:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/wie-die-usa-den-deutschen-geheimdienst-unter-ihre-kontrolle-brachten\/"},"modified":"2022-12-17T09:32:19","modified_gmt":"2022-12-17T07:32:19","slug":"wie-die-usa-den-deutschen-geheimdienst-unter-ihre-kontrolle-brachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/wie-die-usa-den-deutschen-geheimdienst-unter-ihre-kontrolle-brachten\/","title":{"rendered":"Wie die USA den deutschen Geheimdienst unter ihre Kontrolle brachten"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Ehemalige Nazis im Dienste von Uncle Sam: Das ist die Geschichte des BND, seines Gr\u00fcnders Reinhard Gehlen und seines treuen Dienstes f\u00fcr Washington. Aus der Geschichte einer strategisch so wichtigen Beh\u00f6rde wie dem BND, l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass Deutschland bis heute kein vollst\u00e4ndig souver\u00e4nes Land ist.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von &#8216;R-Techno&#8217;<\/em><\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Die Vereinigten Staaten besetzen im Wesentlichen immer noch Deutschland, Japan, die Republik Korea und andere L\u00e4nder. Gleichzeitig nennt man diese L\u00e4nder zynisch gleichberechtigte Verb\u00fcndete. Aber was soll das f\u00fcr eine Zusammenarbeit sein?&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Diese Frage stellte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin am 30. September 2022, w\u00e4hrend seiner Rede im Kreml, als die Beschl\u00fcsse \u00fcber den Beitritt der neuen \u2013 ehemals ukrainischen\u00a0\u2013 Regionen\u00a0zur Russischen F\u00f6deration unterzeichnet wurden.<\/p>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident ging nicht weiter ins Detail, aber es ist schwer, gegen seine Worte zu argumentieren. Das m\u00e4chtigste Land Westeuropas, Deutschland, handelt zunehmend gegen seine eigenen nationalen Interessen. Berlin stimmt seinen au\u00dfenpolitischen Kurs mit Washington nicht nur auf regelm\u00e4\u00dfigen Gipfeln der NATO und der G7 ab, sondern auch \u00fcber diskretere Kan\u00e4le. Einer dieser Kan\u00e4le ist der deutsche Auslandsgeheimdienst, offiziell Bundesnachrichtendienst (BND) genannt.<\/p>\n<p>Diese Abteilung wurde in den Nachkriegsjahren von ehemaligen Nazis und Offizieren der SS als private Geheimdienstorganisation gegr\u00fcndet. Die Kontrolle \u00fcber den Dienst lag jedoch vollst\u00e4ndig in den H\u00e4nden der Vereinigten Staaten und gro\u00dfe Geheimdienstoperationen wurden immer im Interesse der USA durchgef\u00fchrt. Zahlreiche journalistische Recherchen lassen den Schluss zu, dass sich an der Situation bis heute nicht viel ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p><em>RT DE<\/em> erinnert an die Geschichte des deutschen Geheimdienstes als eines der loyalsten Werkzeuge in den H\u00e4nden der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p><strong>Offizier, Spion und Nazi<\/strong><\/p>\n<p>Die Geschichte des BND ist untrennbar mit seinem Gr\u00fcnder, Reinhard Gehlen, verbunden. Er wurde am 3. April 1902 in Erfurt in die Familie des Oberleutnants a.D. Walter Gehlen hineingeboren. Die Familie stammte aus der fl\u00e4mischen Aristokratie, wo die M\u00e4nner traditionell in der Armee dienten. Der junge Gehlen hatte alle Chancen, mit dieser Familientradition zu brechen \u2013 denn nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland durch den Versailler Vertrag hinsichtlich des Betriebs\u00a0milit\u00e4rischer Bildungseinrichtungen stark eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Alles \u00e4nderte sich jedoch, als Adolf Hitler an die Macht kam. Unter\u00a0Hitlers Herrschaft erneuerte Deutschland seinen Kurs in Richtung Militarisierung. Einer der ersten Schritte war die Wiederherstellung milit\u00e4rischer Bildungseinrichtungen, einschlie\u00dflich der Akademie des Generalstabs. Der sp\u00e4tere Chef des BND war einer der ersten Absolventen dieser Akademie.<\/p>\n<p>Im Jahr 1936 wurde Gehlen zum Offizier der operativen Abteilung der Gruppe S\u00fcd der deutschen Wehrmacht ernannt, unter der F\u00fchrung eines der prominentesten Gener\u00e4le des Zweiten Weltkriegs, Erich von Manstein. Dies diente Gehlen als Sprungbrett f\u00fcr seine weitere milit\u00e4rische Laufbahn. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs stieg er in den Rang eines Generalleutnants auf und wurde Chef des milit\u00e4rischen Nachrichtendienstes des Oberkommandos der Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) des Deutschen Heeres. In den Kriegsjahren sammelte diese Struktur gro\u00dfe Datenmengen w\u00e4hrend der technischen, milit\u00e4rischen, strategischen und politischen Aufkl\u00e4rung in der Sowjetunion.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c6ab148fbef0cc438c73f.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c6ab148fbef0cc438c73f.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c6ab148fbef0cc438c73f.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c6ab148fbef0cc438c73f.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c6ab148fbef0cc438c73f.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c6ab148fbef0cc438c73f.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Reinhard Gehlen<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Wikipedia<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Tats\u00e4chlich verdankte Gehlen seine gl\u00e4nzende Milit\u00e4rkarriere ausschlie\u00dflich den Nazis unter Adolf Hitler.\u00a0Im Jahr\u00a01944 war er sich jedoch der zunehmend d\u00fcsteren Perspektiven dieses Regimes bewusst geworden. Als gl\u00fchender Antikommunist beschloss er, sich einem der westlichen Alliierten anzuschlie\u00dfen, der bereit war, gutes Geld f\u00fcr seine Dienste zu zahlen. Der Geheimdienstchef ordnete an, zahlreiche Geheimdokumente zu kopieren und in wasserdichte Beh\u00e4lter zu stecken, die dann an verschiedenen Orten in den \u00f6sterreichischen Alpen vergraben wurden.<\/p>\n<p>Es dauerte nicht lange, bis sich ein Abnehmer f\u00fcr diese Dokumente fand. Im Juli 1943 gr\u00fcndete die Milit\u00e4rabteilung des US-Verteidigungsministeriums das Department of Special Projects (zu Deutsch: Abteilung f\u00fcr Spezielle Projekte). Diese Organisation begann mit der Entwicklung eines geheimen Programms zur Umerziehung deutscher Kriegsgefangener.<\/p>\n<p>Am 5. April 1945, einen Monat vor der deutschen Kapitulation, ergab sich Generalmajor Gehlen zusammen mit seinen Helfern Gerhard Wessel und Hermann Baun den amerikanischen Truppen und nahm die w\u00e4hrend des Krieges gesammelten Informationen \u00fcber die Sowjetunion und die besten pro-amerikanischen Mitarbeiter mit. Kurz zuvor\u00a0hatte sich George Catlett Marshall Jr. \u2013 damals Stabschef der US-Armee \u2013 bereit erkl\u00e4rt, die Archive der Milit\u00e4rverb\u00e4nde der Wehrmacht an der Ostfront analysieren zu lassen. Ebenfalls im April 1945 wurde eine Vereinbarung zwischen den Geheimdiensten Gro\u00dfbritanniens und der Vereinigten Staaten geschlossen, die von den Deutschen gesammelten\u00a0Erfahrungen bei der Durchf\u00fchrung von Milit\u00e4roperationen gegen die UdSSR zu untersuchen. Gehlen kam da mit seinen Daten und seinem Wissen gerade zum richtigen Zeitpunkt.<\/p>\n<p>Bei seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten erhielt er das Pseudonym Hans Holbein und eine Dienstbescheinigung, mit der die Zusammenarbeit der US-Armee mit ehemaligen Angeh\u00f6rigen der SS verschleiert werden sollte. Aufgrund der Vereinbarung, die Gehlen mit der amerikanischen Regierung getroffen hatte, begannen ab Mitte September 1945 deutsche Kriegsgefangene in einem Lager mit der Postanschrift\u00a0Postfach 1142, Fort Hunt, Virginia, USA, unter seiner Leitung mit Forschungsarbeiten. Das Projekt trug den Codenamen &#8220;B&#8221; f\u00fcr Bolero.<\/p>\n<p><strong><\/strong><strong>Der Club der Nazis<\/strong><\/p>\n<p>Nach Informationen aus Archiven der CIA, nahmen von Oktober 1945 bis April 1946 etwa 200 deutsche Offiziere an diesem Programm teil. Das Ergebnis ihrer Arbeit war ein Bericht im Umfang von 3.657 Seiten, der f\u00fcr die Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreichs, der USA und Kanadas erstellt wurde.<\/p>\n<p>Im Juli 1946 wurde die Bolero-Gruppe von Gehlen mit einer anderen Geheimdiensteinheit zusammengelegt, die sich ebenfalls aus ehemaligen Nazis zusammensetzte. Diese Gruppe wurde &#8220;Keystone&#8221; (Grundpfeiler) genannt\u00a0\u2013 ein Dienst, der die Funk\u00fcbertragungen auf dem von der UdSSR kontrollierten europ\u00e4ischen Territorium \u00fcberwachte. Geleitet wurde die Gruppe von Hermann Baun und hatte\u00a0ihren Sitz in Oberursel, Deutschland. Die gemeinsame Operation dieser beiden Gruppen trug den Codenamen &#8220;Rusty&#8221; (rostig) und ihre Hauptaufgabe bestand darin, Informationen \u00fcber den Zustand der Streitkr\u00e4fte der UdSSR zu sammeln, insbesondere jener, die sich in Ostdeutschland befanden.<\/p>\n<p>Einige Monate sp\u00e4ter einigten sich Gehlen und die US-Regierung darauf, eine vollwertige Spionageagentur namens &#8220;Organisation Gehlen&#8221; (OG) zu gr\u00fcnden. Gehlen selbst leitete die Organisation bis zu ihrer Aufl\u00f6sung. Einige der ersten Leute, die Gehlen rekrutierte, waren ehemalige Offiziere der SS und der Gestapo, die neue Namen erhielten und denen gef\u00e4lschte Dokumente ausgestellt wurden. Die freigegebenen Archive der CIA enthalten ein Dossier \u00fcber einen der Mitarbeiter der Organisation, Heina Paul Johannes, der in Einheiten der SS gedient hatte und der Organisation unter dem Namen Karl Sch\u00fctz beitrat. Zu den ersten, die hinzukamen, geh\u00f6rten auch die ehemaligen Obersturmf\u00fchrer der SS Franz G\u00f6ring und Hans Sommer sowie der Sturmf\u00fchrer der SS Herbert Stein.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c710148fbef0bf96ca176.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c710148fbef0bf96ca176.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c710148fbef0bf96ca176.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c710148fbef0bf96ca176.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c710148fbef0bf96ca176.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c710148fbef0bf96ca176.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Reinhard Gehlen (Mitte) und Mitarbeiter der Gegenspionage der Wehrmacht.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Getty Images \/ Bettmann<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Gettyimages.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Gehlen nahm auch Generalleutnant Friedrich Wilhelm von Mellenthin in die Organisation auf, den ehemaligen Kommandeur der 4. Panzerarmee, sowie Generalmajor Nichtke, der Divisionen in Polen und Russland befehligt hatte; Generalmajor Rudolf Kleinkamp, der den Personaldienst des Oberkommandos der Wehrmacht geleitet hatte; Generaloberst Heinz Guderian; den ehemaliger Milit\u00e4rattach\u00e9 in Tokyo, Oberst von Kretschmer, sowie weitere Wehrmachtssoldaten.<\/p>\n<p>Die leitenden Positionen an der Spitze der Gruppen waren mit ehemaligen Offizieren der SS besetzt, die Gehlen alle pers\u00f6nlich kannte. Oberst Heinz Heer wurde Chefanalytiker; Oberst Ulrich Noack leitete die Forschungsgruppe zur Wirtschaft der UdSSR; Hauptmann Blossfeldt leitete die Verh\u00f6re. Die Agenten, die der Organisation Informationen lieferten, bestanden ausschlie\u00dflich aus Hitlergetreuen in der Ostzone, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs auf der Seite von Nazideutschland an aktiven Feindseligkeiten gegen die Sowjetunion teilgenommen hatten.<\/p>\n<p><strong>Die neuen Aufgaben der ehemaligen Nazis<\/strong><\/p>\n<p>Offizielle Daten \u00fcber die Organisation Gehlen fehlen aus offensichtlichen Gr\u00fcnden. Man wei\u00df lediglich, dass unter verschiedenen Codenamen operiert wurde: von 1949 bis 1950 unter dem Codenamen &#8220;Offspring&#8221; (Nachkomme oder Spr\u00f6ssling); von 1950 bis 1951 als &#8220;Odeum&#8221; und von 1951 bis 1956 als &#8220;Zipper&#8221; (Reissverschluss). Die Hauptt\u00e4tigkeit der Organisation bestand darin, Informationen aus den L\u00e4ndern Osteuropas und der UdSSR zu beschaffen.<\/p>\n<p>Am 1. April 1946 begann der Probeeinsatz der neuen Organisation, der anschlie\u00dfend eine positive Bewertung durch die Vertreter der US-Beh\u00f6rden erhielt. Die erste gr\u00f6\u00dfere Operation der Organisation Gehlen wurde jedoch 1947 unter dem Codenamen &#8220;Aktion Hermes&#8221; lanciert. Aufgabe war die systematische Vernehmung hunderttausender ehemaliger deutscher Kriegsgefangener, die aus sowjetischen Lagern in die Heimat zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p>Die Agenten der Organisation hatten feste Positionen in den \u00dcbergangslagern f\u00fcr die ankommenden ehemaligen Kriegsgefangenen. Fast jeder R\u00fcckkehrer \u2013 ob Soldat oder Zivilist \u2013 wurde von Agenten angesprochen und nach ihren Aufenthalts- und Arbeitsorten befragt,\u00a0wo sie eingesetzt wurden. Die Organisation war in erster Linie an m\u00f6glichen Agenten auf der anderen Seite interessiert. Hauptthemen bei den Befragungen waren die sowjetische Industrie, R\u00fcstung, Telekommunikation und die Einstellung der Bev\u00f6lkerung zur Obrigkeit.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c742048fbef0bb45b596c.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c742048fbef0bb45b596c.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c742048fbef0bb45b596c.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c742048fbef0bb45b596c.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c742048fbef0bb45b596c.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c742048fbef0bb45b596c.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Reinhard Gehlen im Range eines Generalmajors im Jahre 1945.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Wikipedia<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Dass\u00a0die Befragungen auf einen deutlichen Anstieg der Produktion von Panzern und Kampfflugzeugen in der Sowjetunion nach 1945 hinwiesen, beunruhigte das US-Milit\u00e4r. Im Mai 1949 leitete der britische Geheimdienst daher die &#8220;Operation Jungle&#8221; ein, deren Ziel es war, Abteilungen f\u00fcr Sabotage zu bilden, die unter dem Deckmantel nationaler Befreiungsbewegungen in den baltischen Sowjetrepubliken operieren sollten, und auch im sozialistischen Polen. Im Londoner Stadtteil Chelsea richtete der britische MI6 ein spezielles Zentrum ein, wo man Agenten ausbildete, die in die baltischen\u00a0Sowjetrepubliken geschickt werden sollten. Die Operation wurde von Henry Carr, dem Direktor der Abteilung f\u00fcr Nordeuropa und dem Direktor der baltischen Abteilung, Alexander McKibbin, geleitet.<\/p>\n<p>Die Organisation Gehlen war damit betraut, Agenten f\u00fcr diese Operation Jungle unter ehemaligen Mitgliedern der Wehrmacht und baltischen Nazis zu rekrutieren. Diese Agenten wurden anschlie\u00dfend auf dem Seeweg in die baltischen Sowjetrepubliken transportiert, unter dem Deckmantel eines fiktiven Unternehmens namens British Baltic Fishery Protection Service. Offiziell engagierte sich das Unternehmen daf\u00fcr, westdeutsche Fischer vor &#8220;sowjetischer Willk\u00fcr&#8221; auf See zu sch\u00fctzen. Ihre\u00a0Boote waren modifiziert und hatten ein reduziertes Gewicht, um ihre Geschwindigkeit zu erh\u00f6hen. Um die Beteiligung der britischen Regierung zu verschleiern, falls eines der Boote von der sowjetischen Marine aufgebracht werden sollte,\u00a0bemannte die Organisation Gehlen sie mit deutschen Besatzungen. Das Ministerium f\u00fcr Staatssicherheit der UdSSR (MGB) bekam \u00fcber seine eigenen Agenten in Gro\u00dfbritannien Wind von der Operation, und in der Folge wurden fast alle der 42 Agenten der Operation Jungle festgenommen.<strong><br \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Eine Feier auf wessen Kosten?<\/strong><\/p>\n<p>Reinhard Gehlen schrieb in seinen Memoiren:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em> &#8220;Bis 1956 hatten wir keine M\u00f6glichkeit, Mitarbeiter staatlich zu versichern, da der Arbeitgeber formell nicht existierte.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In der Anfangsphase der Organisation Gehlen nutzte Washington diese als Zelle innerhalb der eigenen Streitkr\u00e4fte. Es war Aufgabe der US-Armee, die Organisation der ehemaligen NS-Geheimdienstoffiziere mit technischen Hilfsmitteln auszustatten \u2013\u00a0von der Schreibmaschine bis zum Funkger\u00e4t. Diese neu geschaffene Zelle wurde ausschlie\u00dflich aus dem US-Haushalt finanziert. Die H\u00f6he der zugewiesenen Mittel reichte Berichten aus verschiedenen Quellen zufolge von 1,5 bis 3,4 Millionen US-Dollar pro Jahr, f\u00fcr 50 Mitarbeiter.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c767748fbef0cbf70a427.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c767748fbef0cbf70a427.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c767748fbef0cbf70a427.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c767748fbef0cbf70a427.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c767748fbef0cbf70a427.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c767748fbef0cbf70a427.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Reinhard Gehlen im Gespr\u00e4ch mit Offizieren in einem Rekrutierungslager der Russischen Befreiungsarmee.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 ullstein bild \/ ullstein bild \u00fcber Getty Images<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Gettyimages.ru<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Dar\u00fcber hinaus versorgte die US-Armee die Organisation mit Bargeld sowie Konsumg\u00fcter aus ihren Best\u00e4nden, die von der Organisation auf dem Schwarzmarkt gegen Geld, als Tauschware oder als Zahlungsmittel eingetauscht wurden. Im September 1946 erhielt die Organisation Gehlen von der US-Armee 160.000 Zigaretten, 43.300 Liter Benzin und ungef\u00e4hr 50.000 US-Dollar in bar. In der Zeit von Juli bis Oktober 1948 wurden 82.153 Tafeln Schokolade, 67.150 Zigarettenschachteln, 4.500 Rasierklingen und 1.815 Paar Wollsocken f\u00fcr die Organisation bereitgestellt.<\/p>\n<p>Die amerikanische Journalistin Mary Ellen Rees schrieb in ihrem Buch &#8220;Reinhard Gehlen: The CIA Connection&#8221;:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Die schnell expandierende Organisation von Gehlen brauchte st\u00e4ndig Geld. Was die US-Armee zur Verf\u00fcgung stellte, reichte bei Weitem nicht aus und der Schwarzmarkt wurde zu ihrer Haupteinnahmequelle. Das System war ebenso effektiv wie schamlos. Die Armee versorgte die Organisation mit Konsumg\u00fcter, die dann auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden. Die Division f\u00fcr kriminelle Angelegenheiten der US-Army beschlagnahmte dann die verkauften oder getauschten Waren, mit der Begr\u00fcndung, sie seien illegal auf den Schwarzmarkt gelangt, nahm sie erneut in den Besitz der Regierung der USA, nur um sie dann erneut an die Organisation Gehlen zu \u00fcbergeben, die sie dann wiederum auf den &#8216;Schwarzmarkt&#8217; brachte. Nach der W\u00e4hrungsreform im Juni 1948, als die D-Mark eingef\u00fchrt wurde, wurde dieser gewinnbringende Kreislauf zur \u00dcberlebensfrage. Laut Gehlen ging die Finanzkraft der Organisation um 70 Prozent zur\u00fcck.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Im Jahre 1949 wurde die Organisation Gehlen der CIA unterstellt und blieb unter ihrer Kontrolle, bis Westdeutschland im September desselben Jahres eine neue Regierung bildete, f\u00fcr welche die Organisation dann weiterarbeitete. Unter den Dokumenten, die in den Archiven der CIA gefunden wurden, befanden sich auch Gehaltsabrechnungen der Organisation. Das Gehalt pro Mitarbeiter lag damals zwischen 500 und 900 US-Dollar. Ab Anfang der 1950er Jahre finanzierte die deutsche Wirtschaft die Organisation Gehlen dann \u00fcber eine Agentur mit dem Decknamen &#8220;Industrielles Forschungsinstitut&#8221;.<\/p>\n<p>Im Jahre 1951 erhielt die Organisation 600.000 D-Mark von den Firmen Standart Elektrik AG, Rodenstock und Messerschmitt. Ab 1954 stellte Bonn eine monatliche F\u00f6rderung in H\u00f6he von 30.000 D-Mark zur Verf\u00fcgung. Das Geld stammte aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reptilienfonds\">Reptilienfonds<\/a> des Bundeskanzlers, das im weiteren Sinn eine schwarze Kasse war.<\/p>\n<p><strong>Die Geburtsstunde des westdeutschen Geheimdienstes<\/strong><\/p>\n<p>Gehlen gab im Juni 1950 gegen\u00fcber Hans Globke, dem Staatssekret\u00e4r im Bundeskanzleramt, seine Einsch\u00e4tzung f\u00fcr die Schaffung eines westdeutschen Auslandsnachrichtendienstes ab und sprach im September desselben Jahres mit Bundeskanzler Konrad Adenauer dar\u00fcber. Seine Ansichten fanden schlie\u00dflich Unterst\u00fctzung \u2013 auch auf Grund der sich ver\u00e4nderten Situation in der internationalen Politik.<\/p>\n<p>Im Juni 1950 begann der Koreakrieg, was deutlich machte, dass der Kalte Krieg jeden Moment zu einem hei\u00dfen werden k\u00f6nnte. Im geteilten Deutschland standen sich zwei gegens\u00e4tzliche Gesellschaftssysteme \u2013 Kommunismus und Kapitalismus \u2013 buchst\u00e4blich gegen\u00fcber. Der neue Krieg in Asien unterstrich die lebenswichtige Notwendigkeit, Informationen \u00fcber den Feind zu sammeln, und er bestimmte die Geheimdienstpriorit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Das Hauptaugenmerk lag\u00a0bei\u00a0der milit\u00e4rischen Spionage: Die Truppen in Ostdeutschland wurden\u00a0von der sogenannten &#8220;Nahbereichsaufkl\u00e4rung&#8221; \u00fcberwacht. In Polen, der Tschechoslowakei und anderen Ostblockstaaten (darunter Jugoslawien und Albanien)\u00a0war die\u00a0sogenannten &#8220;Tiefenaufkl\u00e4rung&#8221; t\u00e4tig. Und in der Sowjetunion selbst\u00a0die sogenannte &#8220;Langstreckenaufkl\u00e4rung&#8221;.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c7999b480cc346d25a3f4.jpg 850w,\n                http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c7999b480cc346d25a3f4.jpg 1960w,\n            \" ><source data-srcset=\" \nhttp:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c7999b480cc346d25a3f4.jpg 460w,\n              http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c7999b480cc346d25a3f4.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c7999b480cc346d25a3f4.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/12\/639c7999b480cc346d25a3f4.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Sowjetische Briefmarke aus dem Jahr 1950, auf der die Flaggen und V\u00f6lker der kommunistischen Staaten, einschlie\u00dflich derjenigen Osteuropas, darstellt ist.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Wikipedia<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die intensiven Bem\u00fchungen, die Organisation Gehlen in das Gef\u00fcge der Bundesregierung einzugliedern und damit ihre Finanzierung zu sichern, wurden f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter von Erfolg gekr\u00f6nt, als das Ministerkabinett am 11. Juli 1955 endg\u00fcltig beschloss, die Organisation zu \u00fcbernehmen und sie dem Bundeskanzleramt zu unterstellen. Weniger als ein Jahr sp\u00e4ter, am 1. April 1956, wurde die Organisation Gehlen in &#8220;BND&#8221; umbenannt, aber ihre Struktur hatte sich in keiner Weise ge\u00e4ndert. Gehlen selbst blieb f\u00fcr weitere 12 Jahre Geheimdienstchef.<\/p>\n<p>Es gibt keine offiziellen Zahlen oder wissenschaftlich fundierte und unabh\u00e4ngige Daten dar\u00fcber, wie sich die Zahl der Mitarbeiter des BND seit 1956 entwickelt hat. Nach allgemein akzeptierter Meinung in der ehemaligen DDR verdoppelte sich die Zahl der Mitarbeiter von 1.245 Personen im Jahr 1956 auf 2.500 im Jahr 1963. Dann noch einmal auf\u00a05.000 im Jahr 1968, und im Jahr 1977 besch\u00e4ftigte der BND 6.500 Mitarbeiter und Offiziere, die von der Bundeswehr abkommandiert wurden.<\/p>\n<p><strong>Alte Gewohnheiten in neuem Gewand<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl der BND formell zum souver\u00e4nen Geheimdienst eines formell souver\u00e4nen Staates wurde, nahm er weiterhin Aufgaben im Interesse der US-Regierung wahr. Dies wurde unter anderem durch eine Recherche der <em>Washington Post<\/em> und des\u00a0 <em>ZDF<\/em>\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/graphics\/2020\/world\/national-security\/cia-crypto-encryption-machines-espionage\/\">best\u00e4tigt<\/a>.<\/p>\n<p>Die Recherche bezieht sich auf Archivunterlagen der CIA und des BND und stellt fest, dass die CIA in Zusammenarbeit mit dem BND ein halbes Jahrhundert lang, seit den 1950er Jahren, die geheime Korrespondenz der Regierungen von 120 L\u00e4ndern mitgelesen und daraus finanzielle Gewinne in H\u00f6he von mehreren Millionen Dollar erzielt hat. Dies wurde \u00fcber die Schweizer Firma Crypto AG <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/117690-wenn-spionageabwehr-dem-spion-gehoert\/\">abgewickelt<\/a>, die Verschl\u00fcsselungsapparate herstellt.<\/p>\n<p>Vieles spricht daf\u00fcr, dass der deutsche Geheimdienst bis heute im Interesse der Vereinigten Staaten t\u00e4tig ist. So <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www\/spiegel.de\/politik\/deutschland\/bnd-affaere-angeblich-simens-im-nsa-auftrag-ausspioniert-a-1033035\">berichtete<\/a> die <em>Bild am Sonntag 2015<\/em> unter Bezugnahme auf eine schriftliche Stellungnahme des BND, dass der deutsche Geheimdienst im Auftrag der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) Informationen \u00fcber \u00d6sterreich gesammelt habe. Das Blatt hatte zuvor au\u00dferdem berichtet, dass der BND dem NSA geholfen habe, Spionage gegen Mitglieder der franz\u00f6sischen Regierung und der Europ\u00e4ischen Kommission zu betreiben.<\/p>\n<p>Der Nachrichtendienst eines jeden Landes ist ein Symbol seiner Souver\u00e4nit\u00e4t und ein Instrument zur L\u00f6sung staatlicher Probleme, die nationalen Interessen untergeordnet sind. Aus dem oben\u00a0Gesagten sowie aus der Geschichte einer strategisch\u00a0so bedeutenden Beh\u00f6rde wie dem BND, l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass Deutschland bis heute kein vollst\u00e4ndig souver\u00e4nes Land ist.<strong><br \/><\/strong><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.swentr.site\/news\/567533-ex-nazis-in-service-of-us\/\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>\u00a0<\/strong><\/em><strong><em>&#8216;R-Techno&#8217;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>ist ein privates Geheimdienstunternehmen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema &#8211;<\/strong>\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/inland\/115690-wiener-gestapochef-und-ss-general-diente-dem-bnd\/\">Wiener Gestapochef und SS-General diente zw\u00f6lf Jahre lang dem BND<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/157383-wie-usa-deutschen-geheimdienst-unter-kontrolle-brachten\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehemalige Nazis im Dienste von Uncle Sam: Das ist die Geschichte des BND, seines Gr\u00fcnders Reinhard Gehlen und seines treuen Dienstes f\u00fcr Washington. 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