{"id":21598,"date":"2022-10-23T16:27:47","date_gmt":"2022-10-23T14:27:47","guid":{"rendered":"http:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/slawen-sklaven-und-deutsche-propaganda\/"},"modified":"2022-10-23T16:27:47","modified_gmt":"2022-10-23T14:27:47","slug":"slawen-sklaven-und-deutsche-propaganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/slawen-sklaven-und-deutsche-propaganda\/","title":{"rendered":"Slawen, Sklaven und deutsche Propaganda"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/10\/63541b2348fbef6e1d7c2aa2.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Warum war es so leicht, in Deutschland Feindseligkeit den Russen gegen\u00fcber zu erzeugen? Es handelt sich um die Wiederbelebung eines Motivs, das schon zur Zeit des ersten Weltkriegs alt war und nicht zuf\u00e4llig an die Beschreibung schwarzer Sklaven erinnert.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Dagmar Henn<\/em><\/p>\n<p>Man kann es eigentlich nicht mehr verleugnen, die westliche (insbesondere die deutsche) Sicht auf Russen ist zutiefst rassistisch. Es ist \u00fcberhaupt kein Problem, wenn jemand wie Florence Gaub im deutschen Fernsehen erkl\u00e4rt, Russen seien im Grunde keine Europ\u00e4er; die Berichterstattung \u00fcberschl\u00e4gt sich geradezu mit Stereotypen, die, bezogen auf andere ethnische Gruppen, l\u00e4ngst geahndet worden w\u00e4re.<\/p>\n<p>Andrei Raewsky vom <em>Saker<\/em> hat im Januar dieses Jahres von der &#8220;Gro\u00dfen Westlichen Mauer&#8221; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/thesaker.is\/the-great-western-wall-vs-snow-niggers\/\">geschrieben<\/a>, die im westlichen Denken errichtet worden sei, und viele typische Beispiele gebracht. Eines davon: &#8220;Russen sind rassisch und kulturell minderwertig. Ja, sicher, sie sind \u00fcberwiegend wei\u00df, aber sie benehmen sich wie Mongolen (f\u00fcr den Durchschnittswestler, der nichts \u00fcber das Mongolenreich wei\u00df, etwas wirklich Schreckliches, das gilt selbst bis in britische Ministerien!!!). Sie \u00fcberschwemmen ihre Hirne mit Wodka, oder sie planen irgendwelche listigen und blutigen Angriffe gegen die friedliebenden und edlen Menschen des Westens. Der Begriff, den ich ihnen vorschlagen w\u00fcrde, ist \u2013 Russen sind Schneenigger.&#8221;<\/p>\n<p>Ist das \u00fcbertrieben? Die westliche Sicht auf Russen mit der auf versklavte Afrikaner gleichzusetzen? Nicht wirklich. Der Ursprung ist sehr \u00e4hnlich. Allerdings geht der Rassismus gegen Slawen weiter zur\u00fcck als jener gegen Afrikaner. Vor der europ\u00e4ischen Eroberung Lateinamerikas und der Kontroverse von Valladolid, die die Versklavung der Indigenen beendete und damit ein Arbeitskr\u00e4fteproblem ausl\u00f6ste, das dann durch die Versklavung von Afrikanern gel\u00f6st wurde, gab es keine abwertende Sicht auf Schwarze in Europa.<\/p>\n<p>Erst, als man sie zu Hunderttausenden zur Handelsware machte, entstand die Idee, die Menschen, die man einfangen und verkaufen k\u00f6nne, m\u00fcssten letztlich selbst schuld daran sein, folglich irgendwie minderwertig. Jede Art von Herrschaft erzeugt ihre Rechtfertigung, je gewaltsamer die Herrschaft, desto tiefer greift diese Rechtfertigung ein, und Sklaverei ist die gewaltsamste Form der Aneignung fremder Arbeit, die die Menschheit kennt.<\/p>\n<p>Aber die Haltungen, die aus diesem sehr konkreten Machtverh\u00e4ltnis entspringen, verschwinden nicht notwendigerweise dann, wenn das Machtverh\u00e4ltnis nicht mehr, oder zumindest nicht mehr in dieser Form, existiert. Ich habe das in Brasilien erlebt, vor mittlerweile \u00fcber drei\u00dfig Jahren (inzwischen k\u00f6nnte sich das etwas ge\u00e4ndert haben). Das Ende der Sklaverei lag gerade hundert Jahre zur\u00fcck. Und in Salvador da Bahia, einer Stadt mit \u00fcber 80 Prozent schwarzer Bev\u00f6lkerung, in vielen kulturellen Details eigentlich eine Art Fortsetzung von Lagos oder Ibadan auf der anderen Seite des Atlantik, definierten sich die Schwarzen nach wie vor nach Begriffen, die einmal Handelsbezeichnungen waren \u2013 je hellh\u00e4utiger, je europ\u00e4ischer ein Sklave aussah, desto h\u00f6her war sein Preis.<\/p>\n<p>Es gab also Mulatos (dunkle Haut, krause Haare), Morenos (dunkle Haut, glatte Haare), Sararas (helle Haut, afrikanische Z\u00fcge) etc., und sowohl die Beschreibungen anderer als auch die Weise, wie sich eine Person selbst sah, richtete sich nach diesen Kategorien aus. In der Arbeitswelt war es immer noch ein Kriterium \u2013 ein Bewerber mit glattem Haar hatte deutlich bessere Aussichten, einen Job in einer Bank zu bekommen, und sei es als Wachmann, als einer mit krausen Haaren. Tats\u00e4chlich wirkten solche Begriffe bis in die Familien; wie es mit der Genetik nun einmal ist, k\u00f6nnen Geschwister von Eltern, die selbst das Ergebnis einer vielfachen Mischung zwischen schwarz, wei\u00df und indianisch sind, ganz unterschiedlich aussehen, und wurden oft auch unterschiedlich behandelt.<\/p>\n<p>Damals gab es ein Gerichtsverfahren in Rio de Janeiro, weil eine schwarze Anw\u00e4ltin, die einen Mandanten besuchen wollte, auf den Dienstbotenaufzug verwiesen worden war. Das klingt nach den S\u00fcdstaaten der USA, und ein wenig war es auch so, nur gegen\u00fcber einer weit gr\u00f6\u00dferen schwarzen Bev\u00f6lkerung, n\u00e4mlich der Mehrheit der inzwischen 200 Millionen Brasilianer.<\/p>\n<p>Hundert Jahre, darauf will ich damit hinaus, sind kein Zeitraum, in dem solche Einstellungen von alleine verschwinden; nicht, wenn es noch irgendeine soziale und \u00f6konomische Tatsache gibt, an der sie verankert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Historisches Ged\u00e4chtnis auf der Ebene von Erz\u00e4hlungen ist, nebenbei, weit langlebiger, als man gemeinhin annimmt. Da muss man nicht einmal auf die weitverbreiteten Geschichten von Zwergen zur\u00fcckgreifen, die, wie man mittlerweile wei\u00df, auf Begegnungen mit sehr kleinw\u00fcchsigen Menschen beruhen, die es tats\u00e4chlich an verschiedenen Orten gegeben hat. Der Oger, der Menschenfresser in italienischen M\u00e4rchen, ist eigentlich eine vage und verzerrte Erinnerung an die Ungarn, die im zehnten Jahrhundert in Italien einfielen.<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis zu den Slawen ist sogar in die deutsche Sprache eingepr\u00e4gt (in die englische \u00fcbrigens auch). Das lateinische Wort f\u00fcr Sklave war &#8220;servus&#8221;; es wurde ab dem zehnten Jahrhundert durch &#8220;sklavus&#8221; verdr\u00e4ngt, was wiederum Slawe bedeutete.<\/p>\n<p>\u00dcber einen Zeitraum von mindestens f\u00fcnfhundert Jahren war das Verh\u00e4ltnis zu den slawischen \u00f6stlichen Nachbarn von Sklavenhandel und Eroberungen bestimmt; weit \u00fcberwiegend in West-Ost-Richtung. \u00c4hnlich verhielt es sich mit dem Reich von Byzanz, das ebenfalls Abnehmer und H\u00e4ndler menschlicher Ware war; hier fanden die Raubz\u00fcge von S\u00fcden nach Norden statt. Nat\u00fcrlich ist das eine verwickelte Geschichte, und Schuldzuweisungen f\u00fcr Ereignisse, die tausend Jahre und mehr zur\u00fcckliegen (zu Zeiten Karls des Gro\u00dfen gab es in Passau einen regen bairischen Sklavenhandel, dessen Ware bis nach Spanien ging), w\u00e4ren mehr als l\u00e4cherlich; aber der Zeitraum, in dem das Verh\u00e4ltnis ein eindeutiges Gef\u00e4lle besa\u00df, war auch historisch sehr lang.<\/p>\n<p>Dabei waren die ersten Opfer der Sklavenjagden vermutlich die Elbslawen, also die Bewohner der Gebiete hinter der Elbe. Etwa um das Jahr 1000 herum entwickelte sich, vermutlich auch als Folge der Konkurrenz mit dem Islam, die rechtliche Vorgabe, keine Angeh\u00f6rigen der eigenen Religion zu versklaven, und es wird nicht \u00fcberraschen, dass die gro\u00dfen Konversionen von \u00f6rtlichen Herrschern, sei es in Polen oder in Russland, in diesem Zeitraum liegen \u2013 das war die M\u00f6glichkeit, das eigene Gebiet und die eigenen Untertanen vor der Sklaverei zu bewahren. Dementsprechend erfolgte die Christianisierung in Polen aus Deutschland, also unter der \u00c4gide des Bischofs von Rom, und in Russland unter der des Bischofs von Byzanz; in beiden F\u00e4llen also als Schutz vor dem gef\u00e4hrlicheren Gegner.<\/p>\n<p>Welches Ausma\u00df Sklaverei im Mittelalter hatte, l\u00e4sst sich nur schwer sagen. Die Zahl der Sklaven d\u00fcrfte in Westeuropa jedenfalls deutlich geringer gewesen sein als die Zahl der Leibeigenen. Doch es gab sie, und ihre Herkunft d\u00fcrfte weit \u00fcberwiegend slawisch gewesen sein, da sonst die Bezeichnung f\u00fcr die V\u00f6lker nicht den lateinischen Begriff ersetzt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich gab es noch die Eroberungsz\u00fcge des Deutschritterordens, denen zwar in der Schlacht am Peipussee eine \u00f6stliche Grenze gesetzt wurde, die aber dennoch auf dem ganzen Gebiet bis dorthin Macht aus\u00fcbten, und die Expansion der Hanse. Es muss nicht verwundern, wenn das eine Einstellung hinterl\u00e4sst, die in etwa jener der europ\u00e4ischen US-Amerikaner den Ureinwohnern gegen\u00fcber entspricht.<\/p>\n<p>Dabei findet sich dann eine geografische Entsprechung der brasilianischen Begriffe \u2013 je n\u00e4her ein slawisches Volk am vermeintlichen Mittelpunkt der Zivilisation liegt (und da enthielt der Begriff des &#8220;Heiligen R\u00f6mischen Reiches deutscher Nation&#8221; mindestens so viel Hochmut wie der US-Ekzeptionalismus heute), desto eher wird ihm Gleichwertigkeit zugestanden. Tschechen sind also besser als Polen, die wiederum besser sind als Russen &#8230;<\/p>\n<p>Und dann gibt es noch die Kehrseite solcher konstruierter \u00dcberlegenheiten. Der brasilianische Schriftsteller Jo\u00e3o Ubaldo Ribeiro widmet in seinem Roman &#8220;Brasilien, Brasilien&#8221; das ganze erste Kapitel der Angst des Sklavenhalters vor den Sklaven. Er f\u00fcrchtet sich davor, von seiner K\u00f6chin vergiftet oder von seiner M\u00e4tresse im Schlaf erw\u00fcrgt zu werden. So funktioniert die menschliche Psyche; wer zum eigenen Nutzen Macht \u00fcber andere aus\u00fcbt, f\u00fcrchtet Rache, und weil diese Rache nur aus dem Verborgenen m\u00f6glich ist (da er selbst ja die offene Macht besitzt), muss das gef\u00fcrchtete Gegen\u00fcber hinterlistig und verschlagen sein.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten, wenn einer ganzen Volksgruppe solche Eigenschaften zugeschrieben werden, ist das die R\u00fcckseite eines historischen Machtverh\u00e4ltnisses. Wobei die Eigenschaften, die man in Deutschland den Polen zuweist, eher denen entsprechen, die gegen\u00fcber h\u00e4uslichem Dienstpersonal \u00fcblich waren, bei dem man Diebstahl oder Tr\u00e4gheit erwartete, w\u00e4hrend die Eigenschaften, die den Russen zugewiesen werden, tats\u00e4chlich dem Muster der Sklaverei entsprechen. Gaub hat mit ihrer Aussage, die Russen seien keine Europ\u00e4er, weil sie ein anderes Verh\u00e4ltnis zum Tod h\u00e4tten, ein Motiv aufgegriffen, das von den europ\u00e4ischen Besitzern schwarzer Sklaven gern als Rechtfertigung brutalster k\u00f6rperlicher Strafen vorgebracht wurde: die Schwarzen seien eben von Natur aus weniger schmerzempfindlich, deshalb m\u00fcsse man h\u00e4rter zupacken &#8230;<\/p>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich schwer zu beantworten, wie lange sich solche Denkstrukturen halten; aber sofern keine konkrete Erfahrung stattfindet, die die Verh\u00e4ltnisse umkehrt, sind sie sehr langlebig. Mir schoss beim Nachdenken \u00fcber diese Fragen durch den Kopf, ob nicht die Erz\u00e4hlungen von Elfen im keltischen Raum ein fernes Echo r\u00f6mischer Sklaverei sind, mit dem Motiv der Entf\u00fchrung, dem reichen Hof, der R\u00fcckkehr erst nach langer Zeit &#8230; das, was von den Erfahrungen \u00fcbrig bleibt, die vielleicht einige keltische Sklaven zur\u00fcckbrachten, denen es gelungen war, sich freizukaufen, wenn ihre Geschichten einige Jahrhunderte lang erz\u00e4hlt und ver\u00e4ndert wurden.<\/p>\n<p>Das, was vom historischen Verh\u00e4ltnis zu den slawischen V\u00f6lkern \u00fcbrig geblieben war, wurde jedenfalls in Deutschland wie in \u00d6sterreich im vergangenen Jahrhundert gleich zwei Mal aufgegriffen und erneuert, in jedem der beiden Weltkriege. Und wenn man sich die Frage stellt, warum die Propaganda, die beispielsweise gegen Frankreich und die Franzosen zwischen 1871 und 1918 durchaus massiv war, relativ schnell &#8220;abgebaut&#8221; wurde und es heute schwer w\u00e4re, eine Geschichte vom franz\u00f6sischen Erbfeind zu erz\u00e4hlen, es aber \u00fcberhaupt kein Problem war, die Propaganda gegen die Russen auf alte H\u00f6hen zu bringen, kommt man an dieser alten Historie nicht vorbei. Nat\u00fcrlich spielt es eine Rolle, dass die Phase zwischen dem Ende des alten Kalten Krieges und dem Beginn des jetzigen vergleichsweise kurz war, und dass es da diese gewaltige offene Rechnung der Verbrechen der Naziwehrmacht im zweiten Weltkrieg gibt, die, wenn sie in der Bundesrepublik auch nie offen angesprochen wurde, dennoch den gleichen Nachklang erzeugt wie in Ribeiros Roman; eine Angst, die sich dann in einer Projektion b\u00f6ser Absichten niederschl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Aber es ist diese \u00e4lteste Schicht, diese Verkn\u00fcpfung Slawe\/Sklave, die es besonders leicht macht, bezogen auf Russen Behauptungen zu akzeptieren oder gar zu \u00fcbernehmen, die in Bezug auf die meisten V\u00f6lker dieser Erde sofort als rassistisch erkannt w\u00fcrde. Selbst der Generalplan Ost der Nazis war schon der dritte oder vierte Aufguss, nur leider ist das Gebr\u00e4u auch heute noch nicht weniger toxisch.<\/p>\n<p>Und es sind gerade die eifrigsten Verfechter des &#8220;Antirassismus&#8221;, die sich, als w\u00e4re es ein erforderlicher Ausgleich f\u00fcr einen unterdr\u00fcckten Trieb, im Gebrauch der plattesten Stereotype \u00fcber &#8220;die Russen&#8221; geradezu \u00fcberschlagen und jedes noch so wilde M\u00e4rchen glauben, das ihnen vorgesetzt wird. Man denke nur an die j\u00fcngst recycelte Viagra-Geschichte &#8230; (Und ja, auch da sind wir mittendrin in der Erz\u00e4hlung vom schwarzen Sklaven, dessen h\u00f6chster Wunschtraum es sein muss, eine wei\u00dfe Frau zu vergewaltigen, die \u00fcbrigens wiederum die Umkehrung der Tatsache ist, dass Millionen schwarzer Frauen von ihren wei\u00dfen Besitzern vergewaltigt wurden; Raewsky liegt durchaus richtig mit seiner Beschreibung.)<\/p>\n<p>Wie eine solche Erz\u00e4hlung verschwindet, kann man daran sehen, dass die Propaganda vom b\u00f6sen Russen im Osten der Republik nicht halb so gut funktioniert wie im Westen. Und w\u00e4hrend sich Westpropagandisten wundern, weil sie meinen, die DDR-B\u00fcrger m\u00fcssten doch den Russen gegen\u00fcber besonders nachtragend sein \u2013 eine Erz\u00e4hlung, die zur Rechtfertigung eines Gewaltverh\u00e4ltnisses entstand und von anderen, \u00e4hnlichen Gewaltverh\u00e4ltnissen erhalten wurde, verschwindet am schnellsten, wenn eine konkrete Erfahrung in Gegenrichtung gemacht wird. Anders gesagt, die Erwartung der Rache, die der abgr\u00fcndigste Teil dieses ganzen Komplexes aus Mythos, Furcht, Schuld und Projektion ist, verschwindet dann, wenn das reale Machtverh\u00e4ltnis umgekehrt wird. Weshalb die vielen im Westen lebenden Russen an diesen Vorstellungen weit weniger \u00e4ndern konnten als die sowjetische Armee in der DDR.<\/p>\n<p>Wenn aus diesem ganzen historischen Giftm\u00fcll, der gerade in Deutschland an die Oberfl\u00e4che schwappt, eine Lektion zu ziehen ist, dann nur die \u2013 nur wenn die Verh\u00e4ltnisse zwischen L\u00e4ndern und V\u00f6lkern auf Gleichheit beruhen, wird derartiges Denken endg\u00fcltig verschwinden. Jede Form konstruierter \u00dcberlegenheit, und sei es die der &#8220;Werte&#8221;, sorgt nur daf\u00fcr, dass gelegentlich das Etikett &#8220;Untermensch&#8221; neu platziert wird, aber niemals, dass es g\u00e4nzlich verschwindet. Es ist an der Zeit, dass der Westen endlich damit aufh\u00f6rt.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211;<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/meinung\/148258-russophobie-als-ideologie\/\"> Russophobie als neue (alte) Ideologie <\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/152276-slawen-sklaven-und-deutsche-propaganda\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum war es so leicht, in Deutschland Feindseligkeit den Russen gegen\u00fcber zu erzeugen? Es handelt sich um die Wiederbelebung eines Motivs, das schon zur Zeit des ersten Weltkriegs alt war und nicht zuf\u00e4llig an die Beschreibung schwarzer Sklaven erinnert. 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