{"id":18232,"date":"2022-09-02T06:45:00","date_gmt":"2022-09-02T04:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/just-now.news\/de\/deutschland\/zurueck-in-die-realitaet-habeck-und-co-koennen-die-energieluecke-nicht-schliessen\/"},"modified":"2022-09-02T06:45:00","modified_gmt":"2022-09-02T04:45:00","slug":"zurueck-in-die-realitaet-habeck-und-co-koennen-die-energieluecke-nicht-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/zurueck-in-die-realitaet-habeck-und-co-koennen-die-energieluecke-nicht-schliessen\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck in die Realit\u00e4t? \u2013 Habeck und Co. k\u00f6nnen die Energiel\u00fccke nicht schlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/just-now.news\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/09\/63109e7e48fbef70ce0af395.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Europa steht am Abgrund einer wirtschaftlichen und sozialen Krise, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. Die EU-\/NATO-Europ\u00e4er haben sich das mit ihren &#8220;Selbstmord-Sanktionen&#8221; gegen Russland selbst angetan. Aber die unverbr\u00fcchliche Solidarit\u00e4t mit den Polit-Abenteurern in Kiew beginnt zu br\u00f6ckeln.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Rainer Rupp<\/em><\/p>\n<p>Seit der russischen Spezialoperation zur Entnazifizierung und Demilitarisierung in der Ukraine und dem auf Druck Washingtons begonnenen Wirtschaftskrieg haben die Sprechk\u00f6pfe aus Politik und Medien die deutsche \u00d6ffentlichkeit mit zahllosen Varianten derselben Geschichte begl\u00fcckt, Deutschland ben\u00f6tige weder russisches Erdgas noch \u00d6l noch all die anderen wichtigen Rohstoffe aus dem Osten, die f\u00fcr eine Industrienation unabdingbar sind. Um das zu beweisen, sind die Herren und Damen der deutschen Bundesregierung rund um die Welt gereist, um nach ihrer R\u00fcckkehr mit kr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung der Medien das heimische Publikum zu bel\u00fcgen: Alles sei in Ordnung, sie h\u00e4tten die Lage im Griff, alles werde gut, solange die EU-, NATO- und G7-Staaten solidarisch am gleichen Sanktionsstrang gegen Russland ziehen.<\/p>\n<p>Aber egal, wie sehr man versucht, der Realit\u00e4t auszuweichen, sie holt einen schlie\u00dflich ein. Und die Realit\u00e4t hei\u00dft, dass kurz- und mittelfristig das Angebot an knappen Energie-Rohstoffen nicht ausreichend erh\u00f6ht werden kann. Erstens, weil viele Anbieter-L\u00e4nder bereits am Rande ihrer Kapazit\u00e4t produzieren, zweitens k\u00f6nnen wegen der fehlenden logistischen Infrastruktur die L\u00fccken nicht gestopft werden, die durch den Wegfall der bisher zuverl\u00e4ssig \u00fcber Pipelines gelieferten, gro\u00dfen Mengen von russischem \u00d6l- und Gas entstanden sind.<\/p>\n<p>Diese in Deutschland und in der EU entstandene Riesen-Gas-L\u00fccke k\u00f6nnte nur \u00fcber den Seeweg verkleinert werden. Aber dazu fehlen \u2013 wie Habecks Besuch in Katar gezeigt hat \u2013 nicht nur der politische Wille der Gr\u00fcnen, langfristige Vertr\u00e4ge einzugehen, sondern auch die notwendige Logistik, vor allem Schiffe, die \u00d6l-Tanker und die super-teuren Spezialschiffe f\u00fcr Fl\u00fcssiggas (LNG) sowie Kapazit\u00e4ten zur Verfl\u00fcssigung und Verladung von LNG. Um die im ausreichenden Ma\u00df zu bauen, ben\u00f6tigt man viel Zeit, denn \u2026 :<\/p>\n<p>a) Nicht jede Werft kann LNG-Tanker bauen und die vorhandene Werft-Kapazit\u00e4t ist begrenzt, was bedeutet, dass erst noch mehr Spezialwerften gebaut werden m\u00fcssen, bevor man mit dem Bau der Schiffe anfangen kann.<\/p>\n<p>b) F\u00fcr den Bau der zus\u00e4tzlichen Werften und die LNG-Tanker sind gigantische Investitionen n\u00f6tig. Diese sind aber mit einem hohen politischen Risiko verbunden, denn jeder Investor, privat oder staatlich, wird sich fragen, was passiert, in diesem oder im n\u00e4chsten Winter in Europa und in Deutschland? Wenn etwa die Deutschen oder die Mehrzahl der europ\u00e4ischen V\u00f6lker ihre korrupten Politiker davonjagen und die neuen Regierungen in den EU-Staaten auf Russlands Forderung nach gleichberechtigter Sicherheit in Europa eingehen und zugleich Moskau bitten w\u00fcrden, Nord Stream 2 zu \u00f6ffnen. W\u00fcrde Moskau auf das Angebot eingehen, dann w\u00fcrden sich die LNG-Investitionen in neue Werften und Schiffe und Verladeanlagen als finanzieller Flop mit riesigen Verlusten erweisen. Dass dieses Szenario so unwahrscheinlich nicht ist, darauf werde ich weiter unten n\u00e4her eingehen.<\/p>\n<p>c) Fester Bestandteil der Politik der Gr\u00fcnen ist, so schnell wie irgend m\u00f6glich aus allen fossilen Energietr\u00e4gern auszusteigen, also auch aus Gas. Deshalb war der gr\u00fcne Klima-Ideologe Habeck bei seinem Bettelbesuch in Katar nicht bereit, mit der dortigen Regierung \u00fcber langfristig bindende Vertr\u00e4ge zur Abnahme bestimmter Menge von LNG-Gas zu verhandeln. Stattdessen hatte Habeck gehofft, kurzfristig Lieferersatz f\u00fcr russisches Gas zu finden.<\/p>\n<p>Allerdings hatte ein Regierungsvertreter von Katar bereits vor Habecks Reiseantritt verlauten lassen, dass sein Land an seiner Kapazit\u00e4tsgrenze ist und kurzfristig seine Produktion von LNG im besten Fall nur geringf\u00fcgig erh\u00f6hen k\u00f6nne. Zugleich gab er zu verstehen, dass sein Land feste Liefervertr\u00e4ge mit langj\u00e4hrigen, treuen Kunden hat, und diese auch weiterhin zuerst bedient w\u00fcrden. Bei seiner Ankunft in Katar musste der gr\u00fcne Russenhasser Habeck dann feststellen, dass auch seine tiefste und h\u00f6chst untert\u00e4nige Verbeugung vor dem Gas-Scheich nicht ausreicht, ihn dazu zu bewegen, sein Scheichtum zum kurzfristigen L\u00fcckenb\u00fc\u00dfer f\u00fcr russisches Gas zu machen.<\/p>\n<p>Stattdessen gab Katar Habeck und seiner Entourage von hochkar\u00e4tigen deutschen Wirtschaftsvertretern zu verstehen, dass eine signifikante Produktionserh\u00f6hung Milliarden teure Investitionen zur Erschlie\u00dfung neuer Gas-Quellen, LNG-Verfl\u00fcssigungs- und Verladeanlagen von Katar erfordern w\u00fcrde. Das war ein klarer Wink mit dem Zaunpfahl: Wir sind nur an langfristigen Vertr\u00e4gen mit fest vereinbarten Liefermengen interessiert. Dazu geh\u00f6rt nicht selten, dass die vereinbarten Mengen vom Kunden in ihrer Gesamtheit bezahlt werden m\u00fcssen, selbst wenn der Kunde nur einen Teil abnimmt. Zugleich schien Katar auch zu erwarten, dass sich Deutschland finanziell an den Investitionen in Katar beteiligt, die zur Erweiterung der LNG-Produktionskapazit\u00e4t des Landes notwendig w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Habecks gro\u00df aufgezogener Ausflug nach Katar war f\u00fcr die Ampelregierung auf der ganzen Linie ein Riesen-Flop. Der h\u00e4tte f\u00fcr jeden halbwegs aufgekl\u00e4rten Energiepolitiker von Anfang an voraussehbar sein m\u00fcssen. Aber Dilettanten umgeben sich in der Regel mit noch gr\u00f6\u00dferen Dilettanten, so kann man die eigene Unf\u00e4higkeit besser verbergen, nach dem Motto: Unter den Blinden ist der Ein\u00e4ugige K\u00f6nig. Dies ist ein Merkmal, das allen f\u00fchrenden gr\u00fcnen Politikern gemeinsam ist.<\/p>\n<p>Dennoch werden die offensichtlichen Fehler der gr\u00fcnen Regierungspolitiker, die f\u00fcr die Zukunft unserer Wirtschaft und f\u00fcr den sozialen Zusammenhalt und den bescheidenen Wohlstand der Bev\u00f6lkerung eine echte und akute Gefahr darstellen, von den\u00a0 Regierungs- und Konzernmedien bewundert und unaufhaltsam beklatscht. So wurde Habeck nach seiner R\u00fcckkehr aus Katar vorwiegend von den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern von Regierungspropaganda mit gro\u00dfem Tamtam gefeiert.<\/p>\n<p>Nur einige wirtschaftsnahe Blogs im Internet wiesen auf die skandal\u00f6se Unf\u00e4higkeit des Wirtschaftsministers hin, ergebnislos aus Katar zur\u00fcckzukommen. Inzwischen haben die deutschen Medien und die Politiker wieder ihre Kritik an den Menschenrechtsverletzungen in Katar und ihre Debatte \u00fcber einen Boykott der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft in Katar reaktiviert. Davon war rund um den Habeck-Besuch so gut wie nichts zu h\u00f6ren. Liest man jetzt die Berichte \u00fcber Katar, dann kann der deutsche B\u00fcrger geradezu froh sein, dass Habeck ohne Gas zur\u00fcckgekommen ist.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Luftnummer, um der deutschen Bev\u00f6lkerung Sand in die Augen zu streuen und zu suggerieren, dass die Ampel-Koalition alles im Griff hat, war der gemeinsame Besuch von Kanzler Scholz und Bundeswirtschaftsminister Habeck j\u00fcngst in Kanada. Erneut feierten ARD und ZDF atemlos die gro\u00dfartigen M\u00f6glichkeiten in Zusammenarbeit mit Kanada von russischen Energieimporten unabh\u00e4ngig zu werden. Allerdings mussten deutsche Regierungskreise einr\u00e4umen, dass in den n\u00e4chsten zwei Jahren ohnehin nichts geliefert werden kann, weil es noch keine LNG-Exportterminals an der kanadischen Ostk\u00fcste gibt. Dann ist wegen des enormen Widerstands der kanadischen Bev\u00f6lkerung gegen die Umwelt vergiftende F\u00f6rderung von Fracking-Gas noch unklar, ob Kanada \u00fcberhaupt in der Lage sein wird, seine F\u00f6rderung zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>So bleibt auch die Aussicht auf LNG-Lieferungen aus Kanada eine Fata Morgana, die der deutschen Bev\u00f6lkerung \u00fcberschw\u00e4nglich als Realit\u00e4t verkauft wurde. Noch weiter in der Zukunft liegt die vereinbarte deutsch-kanadische Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Wasserstoffs. Die Technologien f\u00fcr den Einsatz von Wasserstoff als Ersatz f\u00fcr Gas oder \u00d6l stecken ebenso wie die Forschungen, inwieweit Wasserstoff \u00fcberhaupt die fossilen Energietr\u00e4ger in den unterschiedlichen privaten und industriellen Anwendungen ersetzen kann, noch in den Kinderschuhen. Eines aber ist ganz sicher: Wasserstoff aus Kanada, der in Spezialschiffen \u00fcber den Atlantik angelandet wird, wird f\u00fcr die Verbraucher hier sehr viel teurer sein als vergleichbare Mengen von russischem Pipeline-Gas.<\/p>\n<p>Auch Hoffnungstr\u00e4ger Norwegen ist jetzt als potenzieller Gaslieferant zur wenigstens teilweisen Schlie\u00dfung der L\u00fccke ausgefallen, die durch die selbstm\u00f6rderischen Sanktionen der Ampelkoalition gegen russische Energietr\u00e4ger gerissen wurde. Norwegen deckt normalerweise den allergr\u00f6\u00dften Teil seines Stromverbrauchs aus Wasserkraft, \u00fcber die das Land aufgrund seiner Geografie hinreichend verf\u00fcgt, aber dieses Jahr wurde auch Norwegen von der in Europa vorherrschenden Trockenheit getroffen und musste daher verst\u00e4rkt auf Gas zur Stromerzeugung zur\u00fcckgreifen. Oslo hat daher den Export von Gas nicht nur nach Deutschland, sondern auch in skandinavische L\u00e4nder vermindert.<\/p>\n<p>Politisch wurde dieser Schritt in Oslo damit gerechtfertigt, dass man die eigene Bev\u00f6lkerung vor den drastischen Energiepreiserh\u00f6hungen besch\u00fctzen m\u00f6chte, die die Menschen in den EU-L\u00e4ndern treffen. Diese Ungleichheit in der Belastung der Bev\u00f6lkerung hat wiederum zu w\u00fctenden Beschimpfungen der norwegischen Regierung in den skandinavischen Nachbarl\u00e4ndern gef\u00fchrt. Die werfen Oslo vor, sich mit diesem Schritt aus der Solidarit\u00e4tsbekundung der \u00fcbrigen NATO-L\u00e4nder mit der Ukraine verabschiedet zu haben, denn in allen anderen EU-\/NATO-L\u00e4ndern m\u00fcsse die Bev\u00f6lkerung zumindest einen Teil der hohen Kosten der Energiekrise tragen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Aufl\u00f6sungserscheinungen der EU-\/NATO-Solidarit\u00e4t, die anscheinend in Frieren und Hungern f\u00fcr die Ukraine besteht, werden auch aus Bulgarien gemeldet, das im Alleingang dem ungarischen Beispiel nacheifern will. Die Tatsache, dass es Bulgarien nicht gelungen ist, angesichts des nahenden Winters alternative Gaslieferanten zu finden, haben das Land zum Umdenken veranlasst und es will jetzt doch wieder Gas aus Russland beziehen.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Die bulgarischen Unternehmen werden den hohen Gaspreis nicht verkraften k\u00f6nnen, was in der Praxis Verhandlungen mit Gazprom Export \u00fcber die Wiederaufnahme der Gaslieferungen im Rahmen des aktuellen Abkommens unumg\u00e4nglich macht&#8221;,<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>betonte der Energieminister des Landes, Rossen Hristov, vergangene Woche anl\u00e4sslich seiner Gespr\u00e4che in Moskau.<\/p>\n<p>Erinnern Sie sich, liebe Leser, als vor etwas mehr als sechs Monaten die Eliten der EU dem b\u00f6sen Wladimir Putin zeigen wollten, wer der Boss im europ\u00e4ischen Haus ist. Ihre in Radikalit\u00e4t und Sch\u00e4rfe historisch einmaligen Strafsanktionen, um die russische Wirtschaft zu ruinieren, waren verbr\u00e4mt mit von unschuldiger Tugend tropfenden Solidarit\u00e4tsbekundungen mit den nationalistischen Gewaltextremisten und Faschisten in Kiew.<\/p>\n<p>Diese haben seit dem gewaltsamen Sturz der rechtm\u00e4\u00dfigen, demokratisch gew\u00e4hlten Regierung im Jahr 2014 auf dem Maidan einen blutigen Krieg gegen die eigene Bev\u00f6lkerung in der Ost-Ukraine gef\u00fchrt, weil die dort ans\u00e4ssigen, haupts\u00e4chlich russisch sprechenden Menschen sich weigerten, unter der Knute der von Faschisten gest\u00fctzten Putschisten-Regierung in Kiew zu leben.<\/p>\n<p>Der Krieg Kiews mit Unterst\u00fctzung von EU und NATO gegen die Menschen in der Ostukraine hat laut UN-Berichten mit Stand vom Dezember letzten Jahres insgesamt 14.000 Zivilisten das Leben gekostet. Eine diplomatische L\u00f6sung des Konfliktes im Rahmen von Minsk II, ein Dokument, das die ukrainische Regierung laut Angaben des damaligen Ministerpr\u00e4sidenten Poroschenko nur als T\u00e4uschungsman\u00f6ver unterschrieben hatte, wurde von Kiew bis zuletzt systematisch verz\u00f6gert.<\/p>\n<p>Solange, bis sich Russland am 24. Februar dieses Jahres entschied, den Krieg in der Ostukraine ein f\u00fcr alle Mal mit einer milit\u00e4rischen Spezialoperation zur Entnazifizierung und Demilitarisierung der Ukraine zu beenden. Darauf reagierten dann die EU-Eliten, indem sie in v\u00f6lliger Verkennung der Realit\u00e4t und der Situation auf den Energiem\u00e4rkten mit der Verh\u00e4ngung der Sanktionen gegen die meisten russischen Energieexporte begannen. Sie hatten damit den Grundstein zum eigenen wirtschaftlichen Selbstmord gelegt, der inzwischen schon weit fortgeschritten ist.<\/p>\n<p>Nun steht Europa vor einer historischen wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe, die durch die finanzwirtschaftlichen und monet\u00e4ren Probleme der EU-L\u00e4nder nur noch versch\u00e4rft wird. Besonders schmerzhaft f\u00fcr die EU-Eliten ist die Ironie, dass ausgerechnet die von ihnen erdachten Sanktionen zur &#8220;Ruinierung der russischen Wirtschaft&#8221; (Baerbock) daf\u00fcr gesorgt haben, dass Russland sich eines neuen, goldenen Zeitalters f\u00fcr seine \u00d6l- und Gasexporte erfreuen kann. Laut <em>Wall Street Journal<\/em> vom Montag in dieser Woche <em>\u2026<\/em><\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;\u2026 pumpt Russland fast so viel \u00d6l auf den Weltmarkt wie vor seiner Invasion der Ukraine. Mit steigenden \u00d6lpreisen verdient Moskau auch mehr Geld. (\u2026) Mit den \u00d6lexporten hat Russland in diesem Jahr einen durchschnittlichen monatlichen Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar erzielt, verglichen mit einem monatlichen Durchschnitt von 14,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nachdem also erkannt wurde, wie bedeutungslos und zwecklos die Sanktionen waren, begann Europas &#8220;tugendhafte Solidarit\u00e4t&#8221; mit der Ukraine zu br\u00f6seln, nicht nur in Ungarn und Bulgarien, sondern auch in der Hauptstadt der Niederlande, die m\u00f6glichst unbemerkt das unzerbrechliche B\u00fcndnis der europ\u00e4ischen Titanic mit der Ukraine verlassen und mit einem Rettungsboot von Gazprom davon segeln will. Am vergangenen Donnerstag hat die Verwaltung der niederl\u00e4ndischen Hauptstadt Den Haag angek\u00fcndigt, eine &#8220;vor\u00fcbergehende&#8221; Befreiung von den EU-Sanktionen gegen Russland zu beantragen, da sie Schwierigkeiten hat, rechtzeitig einen Ersatz f\u00fcr ihren Vertrag mit dem russischen Gasversorger Gazprom zu finden.<\/p>\n<p>Laut der Stadtverwaltung hatte sie im Juni und Juli eine EU-weite Ausschreibung f\u00fcr die Lieferung von Gas durchgef\u00fchrt, aber keine Angebote von potenziellen Lieferanten erhalten. Das d\u00fcrfte wohl daran gelegen haben, dass die Stadt nicht bereit war \u2013 einen viel h\u00f6heren Preis als zuvor zu bezahlen. Dass es so kommen w\u00fcrde, daran hatte im Februar dieses Jahres,\u00a0als alle bereit waren, sich kollektiv von der Sanktionsklippe zu st\u00fcrzen, wohl keine der EU-Intelligenzbestien gedacht.<\/p>\n<p>Den Haag ist nicht die einzige niederl\u00e4ndische Gemeinde, die einen Energievertrag mit Gazprom hat. Laut Reuters gibt es viele davon. Aber Den Haag ist die erste, die eine Ausnahme von den Sanktionen beantragen will. Wenn ihr das gew\u00e4hrt wird, dann ist zu erwarten, dass jede einzelne andere europ\u00e4ische Stadt diesem Beispiel folgt, mit Ausnahme der Gr\u00fcn-versifften deutschen St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Eingangs wurde unter Punkt b) ein hohes politisches Risiko erw\u00e4hnt, das mit langfristigen Investitionen in die LNG-Produktion und dessen Verfl\u00fcssigung und Verschiffung verbunden ist. Dass das viel teurere LNG-Gas nur noch wenige Abnehmer in Europa finden und es zu einem \u00dcberangebot an LNG und zu einem Preisverfall kommen w\u00fcrde, der viele Produzenten und Logistik-Anbieter in den Ruin treiben w\u00fcrde, liegt nahe, die \u00fcberh\u00f6hten Energiekosten und den Verlust der staatlichen Investitionen, die wiederum die B\u00fcrger bezahlen, eingeschlossen.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte das Fass zum \u00dcberlaufen bringen: Schlie\u00dflich hat sogar Bundesminister Habeck wiederholt vor Unruhen im kommenden Winter gewarnt. Auch hat die Bundesregierung bereits entsprechende Vorsorge getroffen, indem sie Spezialeinheiten der Bundeswehr zur Niederschlagung von Demonstrationen und zur Bek\u00e4mpfung ziviler Unruhen ausbildet. Zugleich wurde der Posten des daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Abteilungsleiters im Innenministerium mit einem aktiven Bundeswehrgeneral besetzt. Ein Milit\u00e4rangeh\u00f6riger auf zivilem Regierungsposten, damit beweist die Ampelkoalition \u00f6ffentlich ihre Bereitschaft, das bisherige Tabu des verbotenen Einsatzes der Bundeswehr gegen die Zivilbev\u00f6lkerung zu brechen, um so ihre korrupte Herrschaft weiterhin zu sichern.<\/p>\n<p>Die vorhersehbaren, katastrophalen Folgen dieser korrupten Politik nehmen die herrschenden Eliten billigend in Kauf. Denn es ist ihnen klar, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird die Regierungspropaganda versagen, sp\u00e4testens wenn der Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung friert, teilweise hungert, und wegen Massenarbeitslosigkeit weiter verarmt, w\u00e4hrend die Inflation den L\u00f6hnen und den Unterst\u00fctzungszahlungen davon galoppiert. Sp\u00e4testen dann werden die Menschen verstehen, dass die Politiker und die Regierung nicht dem Volk, sondern nur sich selbst gedient haben, indem sie den EU-\/NATO-Eliten und den neoliberalen Globalisten des Davoser WEF den Weg bereiteten und das Volk \u00fcber Klima-Hysterie, Corona-Angst und Russen-Hass zur endg\u00fcltigen Auspl\u00fcnderung gef\u00fcgig machten.<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> &#8211; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/147396-medien-und-ihre-suche-nach\/\">Die Medien und ihre Suche nach den Schuldigen f\u00fcr die Gaskrise <\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/147668-zuruck-in-realitaet-habeck-energieluecke\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europa steht am Abgrund einer wirtschaftlichen und sozialen Krise, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. 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