{"id":112226,"date":"2026-10-11T19:00:00","date_gmt":"2026-10-11T17:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/unglaublich-aber-in-einem-punkt-hatte-selenskij-vollkommen-recht\/"},"modified":"2026-10-11T19:00:00","modified_gmt":"2026-10-11T17:00:00","slug":"unglaublich-aber-in-einem-punkt-hatte-selenskij-vollkommen-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/unglaublich-aber-in-einem-punkt-hatte-selenskij-vollkommen-recht\/","title":{"rendered":"Unglaublich, aber in einem Punkt hatte Selenskij vollkommen recht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/10\/6acb8825b480cc76b54d9000.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Ein \u00fcberraschendes Dieselabkommen zwischen Trump und Putin sorgt f\u00fcr Emp\u00f6rung in Kiew und Br\u00fcssel und stellt die westliche Sanktionspolitik infrage. Der US-Pr\u00e4sident demonstriert damit, dass f\u00fcr ihn amerikanische Wirtschaftsinteressen schwerer wiegen als die Forderungen Kiews nach einer Versch\u00e4rfung der Sanktionen.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Kirill Strelnikow<\/em><\/p>\n<p>In den vergangenen 24 Stunden loderten die Emotionen in den Zentralen der &#8220;Bankowa&#8221; und &#8220;Br\u00fcssels&#8221; mit solch unglaublicher Wucht, dass die Funken sogar in der stromlosen Kiewer U-Bahn zu sehen sind.<\/p>\n<p>Die Rede ist vom sogenannten Diesel-Deal zwischen Wladimir Putin und Donald Trump, in dessen Rahmen die USA umgehend und mit sofortiger Wirkung s\u00e4mtliche Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Export russischer Kraftstoffe aufheben, w\u00e4hrend Russland plant, bei den Diesellieferungen in die Vereinigten Staaten ein Volumen von rund drei Millionen Tonnen pro Monat zu erreichen. Wie der russische Vizepremier Alexander Nowak erkl\u00e4rte, &#8220;wird zugleich auch der russische Markt vollst\u00e4ndig mit Diesel versorgt&#8221;.<\/p>\n<p>Das Timing ist alles: Die Nachricht von der unausweichlichen Katastrophe erreichte die Kiewer Delegation, die sich zu Verhandlungen mit den Amerikanern in Miami aufhielt, ausgerechnet zu Beginn des zweiten Tages, als man bereits plante, einen schlagkr\u00e4ftigen gemeinsamen Plan zu finalisieren, um Putin zum Frieden zu zwingen (nat\u00fcrlich zu den Bedingungen Kiews).<\/p>\n<p>Der <em>Financial Times<\/em> zufolge habe &#8220;Trumps Erkl\u00e4rung \u00fcber die Vereinbarung mit Putin zu den Lieferungen russischen Diesels die ukrainische Delegation v\u00f6llig unvorbereitet getroffen&#8221;. Daraufhin brachen Kirill Budanow, der Leiter des ukrainischen Pr\u00e4sidialamtes (der in Russland auf der Liste der Terroristen und Extremisten steht), und seine Kumpane die Verhandlungen ab und kehrten unverrichteter Dinge nach Kiew zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sischen Zeitung <em>Le Monde<\/em> zufolge war die gesamte Kiew-Br\u00fcssel-Clique schlichtweg v\u00f6llig aus der Fassung gebracht worden: Trump und Putin h\u00e4tten die Ukraine und ihre Verb\u00fcndeten &#8220;ver\u00e4rgert&#8221;, &#8220;schockiert&#8221; und &#8220;emp\u00f6rt&#8221;. Nach dieser Reaktion zu urteilen, l\u00e4uft also alles bestens \u2013 lassen Sie uns die Angelegenheit nun in aller Ruhe und mit Bedacht analysieren.<\/p>\n<p>Die US-amerikanischen Quellen konzentrieren sich nat\u00fcrlich haupts\u00e4chlich auf innenpolitische Aspekte: Trump habe vor dem Hintergrund der sprunghaft gestiegenen Dieselpreise, die seine &#8220;treuesten&#8221; W\u00e4hler \u2013 Landwirte, Fernfahrer und Gesch\u00e4ftsleute \u2013 besonders hart treffen, einen starken Schachzug gemacht. Gleichzeitig versetzte Trump damit seinen politischen Gegnern einen Schlag, der diese regelrecht ersch\u00fctterte: Wie <em>Politico <\/em>berichtet, sch\u00e4umen die US-Demokraten vor Wut und werfen dem US-Pr\u00e4sidenten vor, dass der Deal der ganzen Welt einen &#8220;R\u00fcckgang der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine&#8221; seitens der USA signalisieren k\u00f6nnte. Dar\u00fcber hinaus sind Trumps Gegner schlichtweg au\u00dfer sich angesichts der Tatsache, dass der Deal genau zu dem Zeitpunkt geschlossen wurde, als der russophobe Fl\u00fcgel des US-Establishments ungeduldig auf die ersten Ergebnisse des sogenannten &#8220;Lindsey-Graham-Gesetzes&#8221; (Lindsey Graham steht in Russland auf der Liste der Terroristen und Extremisten) mit einer ganzen Reihe von prim\u00e4ren und sekund\u00e4ren antirussischen Sanktionen wartete. Das hei\u00dft, der US-Staatschef traf \u00e4u\u00dferst geschickt gleich mehrere ihrer wunden Punkte auf einmal.<\/p>\n<p>Auch Europa blieb davon nicht verschont. Zur Erinnerung: An den gescheiterten Verhandlungen mit den Amerikanern nahmen auch die &#8220;europ\u00e4ischen Partner&#8221; teil, mit dem einzigen brennenden Ziel, &#8220;maximalen wirtschaftlichen Druck auszu\u00fcben, um der Kriegsmaschinerie des Kremls zu schaden&#8221;. Doch etwas lief schief, und nun zeigt sich die Chefin der EU-Diplomatie, Kaja Kallas, betr\u00fcbt: &#8220;Die Aussetzung der Sanktionen gegen russischen Dieselkraftstoff wird Moskau zus\u00e4tzliche Einnahmen zur Finanzierung des Krieges verschaffen.&#8221;<\/p>\n<p>F\u00fcr ein vollst\u00e4ndiges Bild m\u00fcssen noch einige weitere Umst\u00e4nde ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>So hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump Europa mehrfach aufgefordert, seine strategischen Dieselreserven freizugeben, um den Preisdruck auf dem Weltmarkt (und nat\u00fcrlich auf dem US-Markt) zu verringern. Europa widersetzte sich dem jedoch lange und hartn\u00e4ckig, bevor es Washington erst vor wenigen Tagen schlie\u00dflich entgegenkam \u2013 das hei\u00dft, es spielte Trumps Gegnern w\u00e4hrend des Wahlkampfs so weit wie nur m\u00f6glich in die H\u00e4nde. Zudem forderte Trump Selenskij mindestens sechsmal auf, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, da &#8220;die Angriffe zu den hohen Kraftstoffpreisen in Amerika beigetragen haben&#8221;. Kiew ignorierte die W\u00fcnsche aus dem Wei\u00dfen Haus \u2013 und das blieb nicht unbemerkt. Wie eine amerikanische Quelle erkl\u00e4rte: &#8220;Selenskij hat einfach kein Gesp\u00fcr f\u00fcr die Lage: Indem er weiterhin \u00d6lraffinerien angreift, zerst\u00f6rt er das Wohlwollen, das er sich in den vergangenen sechs Monaten bei Trump aufgebaut hat.&#8221; Und das ist noch eine &#8220;hochgradig diplomatische&#8221; Formulierung, durch die die Wut des US-Pr\u00e4sidenten deutlich hindurchbrach.<\/p>\n<p>Gestern Abend wurden all die Leaks und Insiderinformationen der vergangenen Tage durch den Hausherrn des Wei\u00dfen Hauses selbst erg\u00e4nzt: Donald Trump erkl\u00e4rte unverbl\u00fcmt, dass die Ukraine einen neuen Staatschef brauche, und forderte, russische \u00d6lraffinerien nicht mehr anzugreifen.<\/p>\n<p>Mit dem Abschluss des Diesel-Deals mit Russland hat Trump allen gezeigt, dass es sinnlos ist, Druck auf ihn auszu\u00fcben oder ihn zu etwas zu zwingen, und dass es unklug und gef\u00e4hrlich ist, ihn offen zu missachten und zu dem\u00fctigen. Nach den Worten des US-Pr\u00e4sidenten sei seine st\u00e4rkste Waffe die Ungewissheit, und nun richte sie sich gegen jene, die glaubten, ihn bereits in der Tasche zu haben.<\/p>\n<p>Es gibt jedoch auch eine andere Sichtweise auf die aktuellen Ereignisse \u2013 eine, die offenbar tiefgreifender ist.<\/p>\n<p>Im Juli dieses Jahres prahlte Wladimir Selenskij in einem Interview mit der <em>Financial Times<\/em>, Donald Trump sei angeblich von den Erfolgen der Ukraine bei Angriffen tief auf russischem Territorium au\u00dferordentlich beeindruckt gewesen und habe sogar eine verst\u00e4rkte Unterst\u00fctzung in Aussicht gestellt. Selenskij zufolge &#8220;will Pr\u00e4sident Trump dort sein, wo es Erfolg gibt&#8221; \u2013 und jetzt werde f\u00fcr die Ukraine alles sehr, sehr gut laufen.<\/p>\n<p>Nehmen wir einmal an, der US-Pr\u00e4sident m\u00f6chte tats\u00e4chlich dort sein, wo es Erfolg gibt. Und offen gestanden: Wer m\u00f6chte das nicht?\u00a0Aber Tatsache ist, dass dieser Erfolg offensichtlich nicht in den dunklen Gesch\u00e4ften der Ukraine zu finden ist, in denen die Menschen die Waren buchst\u00e4blich ertasten m\u00fcssen, um sie auszuw\u00e4hlen. Der Erfolg liegt offensichtlich nicht in den stillstehenden U-Bahnen und Stra\u00dfenbahnen Kiews. Er liegt weder in der \u00fcberlasteten Kanalisation noch in immer neuen Anlagen der ukrainischen Energieinfrastruktur, die zerst\u00f6rt werden, und auch nicht in ganzen Regionen, die in Dunkelheit und K\u00e4lte versinken. Der Erfolg der Ukraine liegt ganz sicher nicht in den Kesselgebieten, die von der russischen Armee ges\u00e4ubert werden, und auch nicht am rund um die Uhr brennenden Himmel, an dem unsere Drohnen und Raketen Welle um Welle fliegen und Ziele treffen, die im Interesse der ukrainischen Streitkr\u00e4fte genutzt werden.<\/p>\n<p>Und der Erfolg liegt ganz sicher auch nicht in der totalen Degradierung der ukrainischen Armee, der Gesellschaft, des Staates und der politischen Klasse, die inzwischen solche Ausma\u00dfe angenommen hat, dass gestern selbst ukrainische Oligarchen den &#8220;blutigen Clown&#8221; aufforderten, zur\u00fcckzutreten und die Macht an die Werchowna Rada zu \u00fcbergeben, um Verhandlungen \u00fcber die Beendigung des Krieges zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Es ist unbestreitbar, dass Trumps Gesp\u00fcr hervorragend funktioniert. Und irgendetwas deutet darauf hin, dass dieser Deal mit Russland nicht der letzte sein wird.<\/p>\n<p>Denn die sicherste Strategie besteht darin, auf den Sieger zu setzen \u2013 und in dieser Hinsicht hat Selenskij zu hundert Prozent recht.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/ria.ru\/20261011\/zelenskiy-2123735292.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>. Der Artikel ist am 11. Oktober 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013 <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de-rt.com\/international\/294395-ukraine-braucht-neuen-praesidenten-musk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;Ukraine braucht neuen Pr\u00e4sidenten&#8221; \u2013 Musk unterst\u00fctzt Trumps Forderung nach Selenskij-R\u00fccktritt<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7eiulg\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de-rt.com\/meinung\/294404-unglaublich-aber-in-punkt-hatte\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein \u00fcberraschendes Dieselabkommen zwischen Trump und Putin sorgt f\u00fcr Emp\u00f6rung in Kiew und Br\u00fcssel und stellt die westliche Sanktionspolitik infrage. 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