{"id":111146,"date":"2026-09-26T07:00:00","date_gmt":"2026-09-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/rasswet-der-westen-spricht-von-russlands-starlink-und-verfehlt-damit-den-kern-der-sache\/"},"modified":"2026-09-26T07:00:00","modified_gmt":"2026-09-26T05:00:00","slug":"rasswet-der-westen-spricht-von-russlands-starlink-und-verfehlt-damit-den-kern-der-sache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/rasswet-der-westen-spricht-von-russlands-starlink-und-verfehlt-damit-den-kern-der-sache\/","title":{"rendered":"Rasswet: Der Westen spricht von Russlands Starlink \u2013 und verfehlt damit den Kern der Sache"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Basierend auf den aus dem Ukraine-Konflikt gezogenen Lehren verspricht das russische Satellitennetzwerk Rasswet eine sichere Kommunikation auf dem Schlachtfeld, eine Abdeckung der Arktis sowie Unabh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischer Technologie. Vergleiche mit Starlink dr\u00e4ngen sich geradezu auf, greifen jedoch zu kurz.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Jewgeni Balakin<\/em><\/p>\n<p>In der Nacht zum 15. August 2026 erhellten ukrainische &#8220;Flamingo&#8221;-Langstreckenraketen die Industriegebiete am Stadtrand von Samara, als sie Fabrikgeb\u00e4ude ins Visier nahmen. Am Morgen tauchten im Internet Meldungen \u00fcber eine Rauchs\u00e4ule auf, und wenige Tage sp\u00e4ter <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/nv.ua\/world\/countries\/sputniki-zafiksirovali-posledstviya-udara-raketami-flamingo-po-zavodu-progress-v-samare-50633676.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zeigten Satellitenaufnahmen<\/a> einen gro\u00dfen Krater an der Stelle eines Geb\u00e4udes des Raketen- und Raumfahrtzentrums &#8220;Progress&#8221;.<\/p>\n<p>Dass der Krieg Tausende Kilometer weit \u00fcber die Frontlinie hinausreicht, \u00fcberrascht niemanden mehr. Das Ziel ist jedoch eher unerwartet: Es handelt sich nicht um ein Munitionsdepot, eine \u00d6lraffinerie oder ein Umspannwerk, sondern um eine Fabrik, in der Tr\u00e4gerraketen hergestellt werden.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr und Sommer 2026 wurden vom Kosmodrom Plessezk zwei Sojus-2.1b-Raketen gestartet, die jeweils 16 Satelliten in die Umlaufbahn bef\u00f6rderten. Diese Satelliten tragen den Namen &#8220;Rasswet&#8221; (Morgenr\u00f6te). Die f\u00fcr den Start dieser Satelliten verwendeten Sojus-Raketen werden in Samara montiert.<\/p>\n<\/p>\n<p>Warum hat die Ukraine diese Anlage angegriffen? Weil sie selbst \u00fcber keine Anti-Satelliten-F\u00e4higkeiten verf\u00fcgt \u2013 eine Tatsache, die Kiew offen einr\u00e4umt und dabei darauf hinweist, <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/glavred.info\/war\/udar-flamingo-po-samare-pod-ugrozoy-vse-kosmicheskie-programmy-rf-defense-express-10788632.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dass nur vier Nationen<\/a> (die USA, China, Indien und Russland) \u00fcber solche Raketen verf\u00fcgen. Die einzige verbleibende Option ist ein Schlag gegen Bodenziele, konkret gegen jene Einrichtungen, die f\u00fcr den Start der Satelliten unerl\u00e4sslich sind. Schlie\u00dflich unterscheidet sich ein Satellit, der es nie in den Weltraum schafft, nicht von einem Satelliten, der abgeschossen wurde.<\/p>\n<p>Westliche und ukrainische Medien konzentrieren sich fast ausschlie\u00dflich auf die Probleme der Rasswet-Satelliten und verweisen auf Schwierigkeiten mit der Flugh\u00f6he, dem Aufstieg und dem Zeitplan f\u00fcr die Starts. Doch niemand greift ein gescheitertes Projekt an. Die Einsch\u00e4tzung des Projekts und seiner Bedeutung durch den Gegner spricht f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Sowohl Kritiker als auch Bef\u00fcrworter der Satellitenkonstellation bezeichnen sie als das russische &#8220;Starlink&#8221;. Der Milit\u00e4rexperte Andrei Bednarski \u2013 Drohnenoperator bei der Spezialbrigade &#8220;Kaskad&#8221; und Entwickler unbemannter Flugsysteme (UAV) \u2013 r\u00e4umt zwar ein, dass dieser Vergleich eine &#8220;gewisse journalistische Verallgemeinerung&#8221; enthalte, h\u00e4lt ihn aber nicht f\u00fcr unfair.<\/p>\n<p><em>&#8220;Starlink war der Technologief\u00fchrer in dieser Nische. Ein Vergleich mit dem Pionier der Branche ist also gerechtfertigt. Doch auch wenn er gerechtfertigt ist, ist er irref\u00fchrend. Eine solche Bezeichnung suggeriert eine Kopie, die auf einem vorgegebenen Pfad zum Original aufschlie\u00dfen soll. Was wir jedoch sehen, ist eine andere Antwort auf dieselbe Frage, die der Krieg aufgeworfen hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Frage lautet in etwa so: Was geschieht mit einer Armee und einem Land, wenn Breitbandkonnektivit\u00e4t nicht mehr nur eine Dienstleistung ist, sondern zu einer kritischen Infrastruktur wird \u2013 gleichrangig mit Strom- oder Bahnnetzen? Elon Musks Antwort ist uns seit vier Jahren bekannt: Erbeutete [Starlink-]Technologie stapelt sich in Kisten auf russischen Gefechtsst\u00e4nden. Russlands Antwort wird gerade erst formuliert&#8221;<\/em>, sagt er.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15a63b480cc12be65caf9.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15a63b480cc12be65caf9.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15a63b480cc12be65caf9.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15a63b480cc12be65caf9.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15a63b480cc12be65caf9.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15a63b480cc12be65caf9.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ein ukrainischer Soldat der 61. Selbstst\u00e4ndigen Mechanisierten Brigade nutzt das Starlink-System w\u00e4hrend einer Milit\u00e4r\u00fcbung in der Region Tschernigow, Juni 2023.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Bednarski weist darauf hin, dass derzeit eine L\u00fccke zwischen den gegenw\u00e4rtigen und den k\u00fcnftigen F\u00e4higkeiten der russischen Technologie besteht. Aktuell befinden sich etwa 30 Rasswet-Satelliten im Orbit. Zudem gibt es Diskussionen \u00fcber die Flugh\u00f6he, und im Kampfgebiet stehen t\u00e4glich nur drei oder vier Kommunikationsfenster zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr das Jahr 2030 rechnet Russland jedoch <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8728175\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mit 292 Satelliten<\/a> im Orbit und einer l\u00fcckenlosen Abdeckung. Genau diese Diskrepanz hat das Interesse des Forschers geweckt.<\/p>\n<h4>Die Lehre von Wolnowacha<\/h4>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2022 eroberten russische Einheiten mehrere ukrainische Kommandoposten in der N\u00e4he von Wolnowacha. Der Milit\u00e4ranalyst Alexei Leonkow berichtet, dass in den ersten Monaten der Milit\u00e4roperation in den eingenommenen Kommandostellungen neben anderer Ausr\u00fcstung auch Starlink-Router gefunden wurden. In der N\u00e4he lagen Tablets, auf denen Software zur Gefechtsf\u00fchrung lief.<\/p>\n<p><em>&#8220;Das Bild wurde sehr schnell klar. Das gesamte Kommunikationssystem der ukrainischen Armee und dessen Anbindung an die NATO-Hauptquartiere st\u00fctzten sich auf eine einzige kommerzielle Satellitenkonstellation \u2013 weder staatlich noch milit\u00e4risch. Sie geh\u00f6rte einem privaten amerikanischen Unternehmer, der zu diesem Zeitpunkt faktisch zu einem Kriegsteilnehmer geworden war, ohne formell eine Kriegspartei zu sein&#8221;<\/em>, sagt Leonkow.<\/p>\n<\/p>\n<p>Dies war an sich kein Geheimnis. Russland wusste bereits in den ersten Wochen des Konflikts von der Lieferung der Starlink-Terminals an Kiew. Doch Nachrichten zu lesen ist eine Sache. Die Hardware in den H\u00e4nden zu halten und zu erkennen, dass alles dar\u00fcber abgewickelt wird \u2013 Lageberichte, Zielzuweisungen, die Abstimmung mit externen Kommandozentralen \u2013, ist etwas ganz anderes.<\/p>\n<p>Leonkow bringt die Schlussfolgerung auf den Punkt, zu der viele Experten damals gelangten: <em>&#8220;Fragen der Gefechtsf\u00fchrung, die Geschwindigkeit der Informations\u00fcbermittlung und die Koordination im Informationsraum verschaffen Vorteile sowohl bei Offensiv- als auch bei Defensivoperationen. Bei der Kommunikation geht es nicht mehr nur um Unterst\u00fctzung aus dem Hinterland. Sie ist zu einer Waffe geworden.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Diese Logik setzte sich in den folgenden Jahren fort. Ab 2023 drangen Drohnen \u00fcber die Frontlinie hinaus vor und operierten weit au\u00dferhalb der eigentlichen Kampfzone. Auch ihre Reichweite und die Koordinierung von Angriffen basierten auf Starlink. Leonkow analysiert die j\u00fcngste Angriffsserie \u2013 vom ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij als &#8220;40-t\u00e4gige Einflussoperation&#8221; bezeichnet \u2013 als eine eigenst\u00e4ndige technologische Phase. Sie wurde nicht nur \u00fcber die zivile Satellitenkonstellation und deren auf milit\u00e4rische Anwendungen ausgerichteten Zweig &#8220;Starshield&#8221; gef\u00fchrt, sondern \u2013 so Leonkow \u2013 auch mithilfe von KI, die Hochgeschwindigkeits-Datennetzwerke zur Koordinierung taktischer Man\u00f6ver nutzte. Dies erm\u00f6glichte es den Drohnen, zu man\u00f6vrieren, Gruppen und Schw\u00e4rme zu bilden sowie russische Luftabwehrsysteme zu unterdr\u00fccken und zu durchbrechen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15b4c48fbef3a4e6af5e6.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15b4c48fbef3a4e6af5e6.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15b4c48fbef3a4e6af5e6.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15b4c48fbef3a4e6af5e6.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15b4c48fbef3a4e6af5e6.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15b4c48fbef3a4e6af5e6.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ausbildungs\u00fcbungen zur Gefechtskoordination durch Soldaten des 4. Bataillons des 352. Regiments des russischen Truppenverbands &#8220;Mitte&#8221; im Raum Sumy, 18. August 2026<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Sputnik\/Sergej Bobylew<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Drohnenschwarm, der sich im Flug neu formiert, ben\u00f6tigt eine Datenverbindung. Daf\u00fcr wiederum braucht es Satelliten im Orbit. Und um diese dorthin zu bringen, sind Raketen, Fertigungsst\u00e4tten und Finanzierung erforderlich.<\/p>\n<p>Genau das l\u00e4sst sich als technologische Souver\u00e4nit\u00e4t bezeichnen: \u00fcber eine eigene Satellitenkonstellation zu verf\u00fcgen, um eine stabile Konnektivit\u00e4t im gesamten Land und dar\u00fcber hinaus zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h4><strong>Was ist Rasswet?<\/strong><\/h4>\n<p>Das russische Unternehmen Bureau 1440 wurde 2020 innerhalb der Technologiegruppe ICS Holding gegr\u00fcndet. Heute besch\u00e4ftigt es <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/1440.space\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">rund 3.500 Mitarbeiter<\/a>. Etwa 80 Prozent davon sind Ingenieure, Konstrukteure und Softwareentwickler, die auf Steuerungssysteme f\u00fcr Raumfahrzeuge spezialisiert sind. Diese Struktur ist f\u00fcr die russische Raumfahrtindustrie untypisch. Es handelt sich nicht um ein Konstruktionsb\u00fcro mit einer jahrzehntelangen Geschichte, sondern um ein Unternehmen, das speziell zur Bew\u00e4ltigung einer bestimmten Aufgabe gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>Das Projekt wird im Rahmen der nationalen Initiative &#8220;Datenwirtschaft&#8221; (Data Economy) finanziert, wobei bis zum Jahr 2030 <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8533373\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">102,8 Milliarden Rubel<\/a> (etwa 1 Milliarde Euro) aus dem Bundeshaushalt und 329 Milliarden Rubel aus eigenen Unternehmensmitteln bereitgestellt werden. Dieses Verh\u00e4ltnis verdeutlicht, dass die Wirtschaft den Gro\u00dfteil der Kosten tr\u00e4gt, w\u00e4hrend der Staat erg\u00e4nzende Mittel bereitstellt und die strategische Ausrichtung vorgibt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2023 wurden die ersten drei experimentellen Satelliten (Mission Rasswet-1) in die Umlaufbahn gebracht. Es folgten drei weitere Satelliten (Rasswet-2), mit denen die sequentielle Daten\u00fcbertragung zwischen Satelliten \u00fcber Entfernungen von 30 bis 1.000 Kilometern getestet wurde. Darauf folgte eine \u2013 in der Branche unterschiedlich begr\u00fcndete \u2013 Pause, an die sich der \u00dcbergang zur Serienproduktion anschloss.<\/p>\n<p><a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8533373\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Am 23. M\u00e4rz 2026<\/a> bef\u00f6rderte eine Sojus-2.1b-Rakete mit Fregat-M-Oberstufe 16 Satelliten vom Kosmodrom Plessezk aus in eine H\u00f6he von rund 300 Kilometern. Nach der Trennung von der Tr\u00e4gerrakete wurde die Satellitenkonstellation vom unternehmenseigenen Missionskontrollzentrum \u00fcbernommen. Das Unternehmen betonte, dass der Weg von den ersten experimentellen Satelliten bis zu den Serienmodellen <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8533373\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1.000 Tage<\/a> in Anspruch nahm.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15beb48fbef355c1e0edf.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15beb48fbef355c1e0edf.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15beb48fbef355c1e0edf.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15beb48fbef355c1e0edf.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15beb48fbef355c1e0edf.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15beb48fbef355c1e0edf.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Die Tr\u00e4gerrakete Sojus-2.1 startet am 17. April 2026 vom Kosmodrom Plessezk in der russischen Oblast Archangelsk.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Sputnik\/Verteidigungsministerium der Russischen F\u00f6deration<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine zweite Charge wurde <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.vedomosti.ru\/technology\/articles\/2026\/07\/20\/1214986-byuro-1440-zapustilo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">am 19. und 20. Juli<\/a> gestartet. Das Unternehmen gab den Startplatz nicht bekannt, und die Umgebung war auf dem weit verbreiteten Foto der Sojus-2.1b auf der Startrampe nicht zu erkennen. Dieses kleine, aber wichtige Detail verdeutlicht, dass sich ein urspr\u00fcnglich als zivile Internetinitiative gestartetes Projekt bis Mitte 2026 zu einem Verteidigungsprojekt gewandelt hatte.<\/p>\n<p>Ein genauerer Blick auf die Zahlen lohnt sich. Vor dem Start im Juli meldete das Unternehmen <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.vedomosti.ru\/technology\/articles\/2026\/07\/20\/1214986-byuro-1440-zapustilo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">18 Satelliten<\/a> im Orbit, von denen drei experimenteller Natur waren. Dies l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass ein Satellit aus der ersten Charge verloren gegangen war. Nach dem zweiten Start befanden sich rund 30 einsatzbereite Satelliten im Orbit. Die angestrebte Konstellationsgr\u00f6\u00dfe liegt bei 292 Satelliten bis zum Jahr 2030, einschlie\u00dflich Reserveeinheiten. Zum Vergleich: Starlink verf\u00fcgt bereits \u00fcber Tausende Satelliten im Orbit.<\/p>\n<p>Dies erkl\u00e4rt die Zur\u00fcckhaltung, die Experten bei Vergleichen an den Tag legen. Diese Vorsicht ist berechtigt, da Starlink als Erster diese Nische besetzte und den Industriestandard setzte. Weitaus interessanter ist jedoch eine andere Beobachtung: Rasswet kopiert den Marktf\u00fchrer nicht blind, sondern versucht, die Einschr\u00e4nkungen von Starlink zu \u00fcberwinden und einen eigenen Weg einzuschlagen. Diese These l\u00e4sst sich anhand der Debatte \u00fcber die Flugh\u00f6he \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<h4><strong>Die Debatte \u00fcber die Flugh\u00f6he<\/strong><\/h4>\n<p>Die Zielumlaufbahn f\u00fcr Rasswet liegt in einer H\u00f6he von 800 Kilometern. Die Satelliten werden zun\u00e4chst in einer Zwischenh\u00f6he von 300 Kilometern ausgesetzt und steigen anschlie\u00dfend mithilfe ihrer eigenen Plasma-Triebwerke auf. Dies ist das Standardverfahren f\u00fcr Satellitenkonstellationen im niedrigen Erdorbit (LEO).<\/p>\n<p>Der entscheidende Punkt ist die Aufstiegsgeschwindigkeit der Satelliten. <em>ComNews<\/em>\u00a0<a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.comnews.ru\/content\/246485\/2026-07-21\/2026-w30\/1007\/novaya-vysota-byuro-1440-veroyatno-snizilo-celevuyu-orbitu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">analysierte Daten<\/a> von NORAD sowie \u00f6ffentlichen Tracking-Diensten und stellte fest, dass die Satelliten der ersten Charge in den ersten vier Monaten von 300 auf 540 Kilometer aufstiegen \u2013 eine durchschnittliche Rate von etwa zwei Kilometern pro Tag. Danach verlangsamte sich der Aufstieg jedoch. Im Zeitraum vom 10. Juni bis zum 20. Juli betrug der H\u00f6hengewinn insgesamt lediglich 50 bis 90 Kilometer. Bei der aktuellen Geschwindigkeit w\u00fcrde es weitere viereinhalb bis sechs Monate dauern, um die angek\u00fcndigte H\u00f6he von 800 Kilometern zu erreichen. Das bedeutet, dass die Zielumlaufbahn fr\u00fchestens im November erreicht w\u00e4re. Dies f\u00fchrte zu der Vermutung, dass die Zielh\u00f6he wahrscheinlich reduziert worden sei.<\/p>\n<p>Mit Stand vom 3. August zeichnen die Daten zu den <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.comnews.ru\/content\/246700\/2026-08-04\/2026-w32\/1007\/ozhidanii-rassveta-do-konca-2026-g-u-byuro-1440-ostalos-esche-7-puskov\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">einzelnen Satelliten<\/a> ein uneinheitliches Bild. Die meisten Satelliten der ersten Charge hielten sich in einer H\u00f6he zwischen 518 und 541 Kilometern auf. Drei Satelliten lagen mit 370, 376 und 414 Kilometern deutlich dahinter zur\u00fcck. Ein Satellit vergl\u00fchte am 6. Juni in der Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15ce648fbef355c1e0ee3.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15ce648fbef355c1e0ee3.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15ce648fbef355c1e0ee3.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15ce648fbef355c1e0ee3.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15ce648fbef355c1e0ee3.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15ce648fbef355c1e0ee3.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Mitarbeiter des Flugkontrollzentrums Koroljow in der Oblast Moskau verfolgen die Live-\u00dcbertragung des Andockens des Raumschiffs Sojus MS-25 an die ISS, 23. M\u00e4rz 2024.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Sputnik\/Grigori Sysojew<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die westliche Presse griff diese Zahlen auf und versuchte, daraus Schl\u00fcsse zu ziehen. Unter Berufung <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/all-16-new-russian-starlink-rival-satellites-short-target-orbit-2026-9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">auf<em>\u00a0Business Insider<\/em><\/a>\u00a0hie\u00df es in Berichten, keiner der beim Start im Juli ins All bef\u00f6rderten Satelliten habe seine Betriebsumlaufbahn erreicht. Ohne Eingreifen drohe ihnen schlie\u00dflich das Vergl\u00fchen. Die Formulierungen, mit denen die urspr\u00fcnglichen Autoren auf die bestehende Ungewissheit hingewiesen hatten, gingen in sp\u00e4teren Darstellungen jedoch verloren.<\/p>\n<p>Bednarski weist auf zwei wichtige Details hin.<\/p>\n<p>Das erste betrifft den Ablauf. <em>&#8220;Was die zweite Satellitencharge betrifft&#8221;<\/em>, sagt der Experte, <em>&#8220;so bauschen unsere Feinde und Konkurrenten die Meldung auf, die Satelliten h\u00e4tten ihre geplante H\u00f6he nicht erreicht. Doch wir wissen schlicht nicht, wie hoch diese geplante H\u00f6he ist. Das Unternehmen hat sie nicht best\u00e4tigt. Erst im Oktober oder November \u2013 nicht fr\u00fcher \u2013 werden wir feststellen k\u00f6nnen, ob die Satellitenkonstellation ihre vorgesehene Betriebsh\u00f6he erreicht hat.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Das zweite Detail ist weitaus interessanter. Die Flugh\u00f6he von 300 bis 500 Kilometern, auf der sich die Satelliten derzeit befinden, entspricht in etwa der Betriebsh\u00f6he des regul\u00e4ren Starlink-Systems. <em>&#8220;Wird die Flugh\u00f6he gezielt verringert, so gibt es daf\u00fcr einen klaren physikalischen Grund: Je niedriger der Satellit fliegt, desto st\u00e4rker ist das Signal an der Erdoberfl\u00e4che und desto geringer die Latenzzeit. Gleichzeitig verkleinert sich nat\u00fcrlich der Abdeckungsbereich. Aus einer H\u00f6he von 700 bis 800 Kilometern deckt ein einzelner Satellit ein weitaus gr\u00f6\u00dferes Gebiet ab&#8221;<\/em>, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Bednarski weist zudem auf einen weiteren Faktor hin. Die Entscheidung zugunsten einer schnellen Reaktionszeit und zulasten einer gro\u00dffl\u00e4chigen Abdeckung &#8220;k\u00f6nnte mit den Zielen der russischen Milit\u00e4roperation zusammenh\u00e4ngen \u2013 konkret der Steuerung von Drohnen und unbemannten \u00dcberwasserschiffen&#8221;. Beides vertr\u00e4gt keine zus\u00e4tzlichen Latenz-Millisekunden. Geschwindigkeit ist ein entscheidender Faktor der modernen Kriegsf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Dies ist h\u00f6chstwahrscheinlich eine vor\u00fcbergehende technische Entscheidung, die der Tatsache geschuldet ist, dass Russland derzeit nur \u00fcber eine begrenzte Anzahl von Satelliten verf\u00fcgt. Eine kleine Konstellation kann zwar aus einer hohen Umlaufbahn keine landesweite Abdeckung gew\u00e4hrleisten, wohl aber eine funktionierende Ebene im niedrigen Erdorbit \u00fcber dem aktiven Kampfgebiet etablieren.<\/p>\n<p>Es handelt sich um den Versuch, einen eigenen Weg zu beschreiten: Die Abdeckung der Frontlinie hat Vorrang vor dem Aufbau eines weltweiten Netzwerks. Die Debatte \u00fcber die Flugh\u00f6he ist somit eine Debatte \u00fcber Priorit\u00e4ten. Und es besteht kein Zweifel daran, dass der erfolgreiche Abschluss der Milit\u00e4roperation zu den strategischen Kernpriorit\u00e4ten Russlands z\u00e4hlt.<\/p>\n<h4><strong>Drei Kommunikationsfenster pro Tag<\/strong><\/h4>\n<p>Welchen milit\u00e4rischen Nutzen bietet Rasswet derzeit an der Front?<\/p>\n<p>Rasswet-Satelliten erm\u00f6glichen eine stabile Satellitenverbindung \u00fcber dem Gebiet der &#8220;Spezialoperation&#8221; und stellen t\u00e4glich mehrere \u2013 drei bis vier \u2013 Kommunikationsfenster von jeweils mehreren Stunden Dauer bereit. Auch wenn dies im Vergleich zur vorherigen Situation einen echten Durchbruch darstellt, reicht es f\u00fcr die Durchf\u00fchrung t\u00e4glicher Kampfeins\u00e4tze nicht aus. Eine Erweiterung der Satellitenkonstellation ist erforderlich.<\/p>\n<p>Ein Kommunikationsfenster ist nicht gleichbedeutend mit einem durchgehenden, stabilen Kommunikationskanal. Eine Einheit, die dreimal t\u00e4glich f\u00fcr einige Stunden \u00fcber eine Verbindung verf\u00fcgt, plant ihre Aktionen anders als eine Einheit mit st\u00e4ndigem Zugang. Der Unterschied zwischen einem System, das lediglich funktioniert, und einem, das einen entscheidenden strategischen Vorteil\u00a0(&#8220;Game-Changer&#8221;) bietet, bemisst sich nicht an der Signalqualit\u00e4t, sondern an der Anzahl der Satelliten im Orbit.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15e57b480cc393c4da6bd.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15e57b480cc393c4da6bd.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15e57b480cc393c4da6bd.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15e57b480cc393c4da6bd.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15e57b480cc393c4da6bd.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15e57b480cc393c4da6bd.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ein Soldat der russischen Streitkr\u00e4fte mit dem Artillerie-Feuerleitfahrzeug &#8220;Planket-M-IR&#8221;<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Rostec<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Leonkow betrachtet die Situation aus der Perspektive der Gefechtsf\u00fchrung. <em>&#8220;Der Einsatz einer Satellitenkonstellation, die moderne Daten\u00fcbertragungsformate nutzt, bietet eine naheliegende L\u00f6sung f\u00fcr drei Aufgaben: den Ausbau der zivilen Kommunikation, die Koordinierung von Armeeoperationen im Kampfgebiet und die Sicherung der Staatsgrenzen.&#8221;<\/em> Seinen Angaben zufolge hat die erste Charge von Satelliten bereits mit der Erf\u00fcllung dieser Aufgaben begonnen.<\/p>\n<p>Zudem wurde das KI-System &#8220;Swod&#8221; in die Satellitenkonstellation integriert. Es erm\u00f6glicht den Truppen den Empfang von Echtzeitdaten aus der Luft- und Raumfahrt \u2013 sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb des Kampfgebiets. Das russische Verteidigungsministerium \u00e4u\u00dferte sich <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.tadviser.ru\/index.php\/%D0%9F%D1%80%D0%BE%D0%B4%D1%83%D0%BA%D1%82:%D0%A1%D0%B2%D0%BE%D0%B4_(%D0%98%D0%98-%D1%81%D0%B8%D1%81%D1%82%D0%B5%D0%BC%D0%B0)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">im Januar 2026<\/a> zu diesem System und erkl\u00e4rte, es handele sich nicht um ein eigenst\u00e4ndiges Ger\u00e4t, sondern um eine Softwarearchitektur, die auf einem Netzwerk aus milit\u00e4rischen Computern und Tablets l\u00e4uft. Das System f\u00fchrt Satellitendaten, Luftaufnahmen, Aufkl\u00e4rungsberichte und Open-Source-Informationen in einem einheitlichen Informationsraum zusammen, modelliert Szenarien und schl\u00e4gt dem Kommandeur Handlungsoptionen vor.<\/p>\n<p>Wie Leonkow anmerkte: <em>&#8220;Die Kombination aus Satellitenkonstellation und KI hat die Effektivit\u00e4t von Luftverteidigungsoperationen um ein Vielfaches gesteigert. Wer von erbeuteten Starlink-Routern auf heimische Systeme umstieg, verschaffte sich angesichts der intensiven elektronischen Kriegsf\u00fchrung einen Vorteil bei der Sicherheit der Daten\u00fcbertragung.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Halten wir hier kurz inne: Der Wert der Konstellation bemisst sich nicht in Megabit, sondern in ihrer F\u00e4higkeit, die Kommunikationskette zu schlie\u00dfen. Der Satellit stellt den \u00dcbertragungskanal bereit, und dieser Kanal liefert ein Gesamtbild, das wiederum eine schnelle Entscheidungsfindung erm\u00f6glicht. Die drei t\u00e4glichen Einsatzfenster sind der erste Beweis daf\u00fcr, dass das System funktioniert.<\/p>\n<h4><strong>Laser statt Gateway-Station<\/strong><\/h4>\n<p>Der entscheidende Vorteil des Rasswet-Systems liegt nicht in der Geschwindigkeit oder der Umlaufbahnh\u00f6he, sondern in der Laserkommunikation zwischen den Satelliten. Laut Bednarski erreicht diese \u00dcbertragungsraten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde. Damit haben wir es mit Spitzentechnologie zu tun \u2013 m\u00f6glicherweise der weltweit besten. Diese F\u00e4higkeit wurde beim experimentellen Satelliten Rasswet-2 erprobt, wobei Daten \u00fcber Entfernungen zwischen 30 und 1.000 Kilometern direkt zwischen Satelliten \u00fcbertragen wurden.<\/p>\n<p>Das Prinzip hinter der Lasertechnologie ist einfach: Sie verringert die Abh\u00e4ngigkeit von bodengest\u00fctzten Gateway-Stationen erheblich. Ein Satellit ohne Laserverbindungen zu anderen Satelliten fungiert lediglich als Relaisstation. Er empf\u00e4ngt ein Signal von einem Nutzer und leitet es an die n\u00e4chstgelegene Bodenstation weiter. Befindet sich keine Station in Reichweite, kommt keine Verbindung zustande.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15f2cb480cc0fa70ca6dc.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15f2cb480cc0fa70ca6dc.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15f2cb480cc0fa70ca6dc.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15f2cb480cc0fa70ca6dc.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15f2cb480cc0fa70ca6dc.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15f2cb480cc0fa70ca6dc.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Ein russischer Satellit im Weltraum (Darstellung)<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Roskosmos<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Russland erstreckt sich \u00fcber elf Zeitzonen, grenzt an mehrere Ozeane und reicht bis in die Arktis. Zudem gibt es abgelegene Gebiete, in denen die Errichtung einer Bodenstation nicht praktikabel ist. Daher stellt diese Einschr\u00e4nkung ein entscheidendes Hindernis dar. Dies wiegt umso schwerer f\u00fcr ein Land, das nicht auf befreundete Bodenstationen im Ausland zur\u00fcckgreifen kann. Eine Laserverbindung wandelt die Satellitenkonstellation jedoch in ein Netzwerk um: Die Daten werden im Orbit von Satellit zu Satellit \u00fcbertragen und dort zur Erde gesendet, wo es zweckm\u00e4\u00dfig und sicher ist.<\/p>\n<p>Auf der Nutzerseite stellt sich die Lage bescheidener dar. Die angestrebte Geschwindigkeit pro Endger\u00e4t liegt bei bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Die <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/trends.rbc.ru\/trends\/innovation\/69c3f8b99a79478e4a43c6f6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">von\u00a0<em>RBC<\/em>\u00a0gemeldeten<\/a>\u00a0tats\u00e4chlichen Messergebnisse fallen jedoch weit n\u00fcchterner aus: 12 Megabit pro Sekunde je Ger\u00e4t bei einer Latenz von 41 Millisekunden. Der erste Wert bezeichnet also das langfristige Ziel, w\u00e4hrend der zweite den aktuellen Stand widerspiegelt, da die Konstellation noch nicht vollst\u00e4ndig ist. Ein direkter Vergleich der beiden Zahlen ist zwar nicht angebracht, doch sollte man beide im Blick behalten.<\/p>\n<p>\u00dcber das Nutzerterminal sind nur wenige \u00f6ffentliche Informationen verf\u00fcgbar, und Journalisten haben keinen Zugang dazu. Soweit bekannt, wiegt das Ger\u00e4t 14 bis 15 Kilogramm. Zum Vergleich: Eine herk\u00f6mmliche Starlink-Antenne f\u00fcr Privatkunden wiegt nur wenige Kilogramm und l\u00e4sst sich mit einer Hand tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Daraus l\u00e4sst sich eine naheliegende Schlussfolgerung f\u00fcr den Markt ziehen. F\u00fcr Privatpersonen w\u00e4re diese Ausr\u00fcstung eher unpraktisch. Sie eignet sich jedoch hervorragend f\u00fcr mobile Plattformen \u2013 etwa Autos, Schiffe, Z\u00fcge und Flugzeuge.<\/p>\n<p>Werfen wir einen Blick auf einige der ersten zivilen Auftr\u00e4ge von Bureau 1440.<\/p>\n<h4><strong>Lastotschka, Sapsan und n\u00f6rdliche Breitengrade<\/strong><\/h4>\n<p>Auf der Konferenz CIPR 2026 vereinbarten Bureau 1440 und die Russische Eisenbahn (R\u017dD) die schrittweise Einf\u00fchrung einer Satellitenverbindung der n\u00e4chsten Generation f\u00fcr Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge. Die Vereinbarung <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.interfax.ru\/russia\/1090427\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">umfasst 135 Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge<\/a> der Typen Lastotschka und Sapsan, die auf Strecken wie Moskau\u2013St. Petersburg, Moskau\u2013Nischni Nowgorod, Krasnodar\u2013Sotschi und Moskau\u2013Minsk verkehren. Das f\u00fcr den Bahnverkehr entwickelte Nutzerterminal hat bereits mechanische Tests an einem Testtriebwagen durchlaufen. Alexei Schelobkow, Leiter der ICS Holding, gab den Start dieser Tests <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8672975\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bekannt<\/a>.<\/p>\n<p>Die Wahl der Russischen Eisenbahn als erstem zivilen Kunden ist durchaus logisch. Ein Zug legt Hunderte Kilometer durch Gebiete zur\u00fcck, in denen kein stabiler Mobilfunkempfang besteht. Gleichzeitig bietet das Dach eines Waggons ausreichend Platz f\u00fcr ein 15 Kilogramm schweres Terminal, und die Fahrg\u00e4ste haben ein gro\u00dfes Interesse an einer stabilen Internetverbindung.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15fd548fbef3a4e6af5e9.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15fd548fbef3a4e6af5e9.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15fd548fbef3a4e6af5e9.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15fd548fbef3a4e6af5e9.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15fd548fbef3a4e6af5e9.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab15fd548fbef3a4e6af5e9.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Der Hochgeschwindigkeitszug Sapsan auf der Strecke Moskau\u2013St. Petersburg, 12. Juli 2018<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Urheberrechtlich gesch\u00fctzt<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Parallel dazu wurden f\u00fcr das Jahr 2026 Pilotprojekte in mehreren Regionen angek\u00fcndigt, darunter im Autonomen Kreis der Nenzen. Im April erkl\u00e4rte <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8728175\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Boris Glaskow<\/a>, stellvertretender Generaldirektor f\u00fcr strategische Entwicklung bei Roskosmos, dass der Satelliteninternetdienst Rasswet ab 2027 oder 2028 f\u00fcr Gesch\u00e4ftskunden verf\u00fcgbar sein werde. <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.vedomosti.ru\/technology\/articles\/2026\/07\/20\/1214986-byuro-1440-zapustilo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Georgi Koroljow<\/a>, Projektleiter bei ATK Consulting, ist sogar noch optimistischer: Er berichtet, dass bereits begrenzte Tests zu Signalqualit\u00e4t, Geschwindigkeit und Abdeckung mit ausgew\u00e4hlten Nutzern laufen, und geht davon aus, dass die ersten kommerziellen Vertr\u00e4ge bis Ende 2026 oder Anfang 2027 unterzeichnet werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Das vom Unternehmen aufgezeigte <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/1440.space\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anwendungsspektrum<\/a> bietet L\u00f6sungen f\u00fcr viele Herausforderungen in Russland \u2013 etwa in abgelegenen Regionen und n\u00f6rdlichen Gebieten sowie in den Bereichen Schifffahrt, Transportwesen, Erd\u00f6lf\u00f6rderung, Energiewirtschaft, Kommunikation in Katastrophengebieten, Fern\u00fcberwachung von Anlagen und Spezialfahrzeugen sowie Videoanalytik. All dies ist besonders wichtig f\u00fcr jene Teile des Landes, in denen die Verlegung von Glasfaserkabeln nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Damit kommen wir zu einem Detail, das Bednarski als technisches Hauptmerkmal des Projekts identifiziert: Die Bahnneigung von Rasswet betr\u00e4gt etwa 82 Grad. Eine solche Inklination ist typisch f\u00fcr Systeme, die f\u00fcr den Betrieb in hohen Breitengraden ausgelegt sind. Die Schlussfolgerung des Experten ist eindeutig: Die Hauptzielgebiete der Konstellation sind das n\u00f6rdliche Eurasien und die Arktisregion. Und nat\u00fcrlich das aktive Kampfgebiet.<\/p>\n<p>Die Nordostpassage, Bohrplattformen, Wetterstationen, Grenzposten und Kommandozentralen \u2013 sie alle sind auf dieselbe Infrastruktur angewiesen, da die Orbitalmechanik nicht zwischen den Nutzern unterscheidet. Starlink funktioniert nach genau demselben Prinzip: Zivile Einnahmen finanzieren das Satellitensystem, w\u00e4hrend milit\u00e4rische Anwendungen dessen Priorit\u00e4tsstatus rechtfertigen. Das amerikanische System schlug jedoch den umgekehrten Weg ein \u2013 es wandte sich zun\u00e4chst an zivile Nutzer und erst dann an das Pentagon \u2013, wohingegen das russische System versucht, beide Phasen gleichzeitig zu bew\u00e4ltigen, und sich dabei zudem dem Widerstand des Gegners gegen\u00fcbersieht.<\/p>\n<h4><strong>Warum die Rasswet-Satelliten ins Visier genommen werden<\/strong><\/h4>\n<p>Nun k\u00f6nnen wir den Angriff auf das Werk in Samara genauer betrachten.<\/p>\n<p>Das Progress-Raketen- und Raumfahrtzentrum produziert keine Rasswet-Satelliten. Es fertigt Tr\u00e4gerraketen. Beide Chargen wurden mit in Samara gebauten Sojus-2.1b-Raketen ins All bef\u00f6rdert, und dem Projekt steht derzeit keine andere Tr\u00e4gerrakete zur Verf\u00fcgung. Dies stellt einen Engpass in der Produktionskette dar: W\u00e4hrend Satelliten schnell gebaut werden k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen Raketen Zeit.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab1608848fbef355c1e0ee7.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab1608848fbef355c1e0ee7.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab1608848fbef355c1e0ee7.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab1608848fbef355c1e0ee7.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab1608848fbef355c1e0ee7.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/6ab1608848fbef355c1e0ee7.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Montage der Tr\u00e4gerrakete Sojus-2.1a mit dem Frachtraumschiff Progress MS-14 am Standort Nr. 31 des Kosmodroms Baikonur, Kasachstan, 25. April 2020<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">\u00a9 Sputnik\/Roskosmos<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Der ukrainischen Seite ist dies sehr wohl bewusst. Ihre Berechnungen sind durchaus erw\u00e4hnenswert, da sie \u00fcberzeugender sind als jede blo\u00dfe Bekundung der Bedeutung des Projekts. Sch\u00e4tzungen <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/defence-ua.com\/weapon_and_tech\/scho_neobhidno_dlja_zbittja_rosijskih_internet_suputnikiv_rassvet_ta_chi_bude_tse_efektivnim-23858.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">von\u00a0<em>Defense Express<\/em><\/a>\u00a0zufolge sind mindestens 288 Satelliten erforderlich, damit das System seine Einsatzbereitschaft erreicht \u2013 dies entspricht etwa 18 Starts mit jeweils 16 Satelliten an Bord. Der zeitliche Abstand zwischen den ersten beiden Starts betrug vier Monate. Die Produktionsrate der Tr\u00e4gerraketen hatte sich bereits verlangsamt: W\u00e4hrend die Sojus-2.1b ab 2022 noch sechs- bis achtmal j\u00e4hrlich zum Einsatz kam, wurden im Jahr 2026 nur noch etwa vier Starts dieses Typs durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bei diesem Tempo w\u00fcrde die Fertigstellung des Satellitensystems Jahre dauern, und der Verlust eines Monats wiegt schwerer als der Verlust eines einzelnen Satelliten.<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich eine Schlussfolgerung, aus der die Ukraine kein Geheimnis macht: Kiew verf\u00fcgt \u00fcber keine Anti-Satellitenraketen. Wie der Abgeordnete Sergei Kolesnik <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/glavred.info\/war\/udar-flamingo-po-samare-pod-ugrozoy-vse-kosmicheskie-programmy-rf-defense-express-10788632.html\">anmerkt<\/a>, besitzen nur vier Nationen solche Waffen. Ebenso wenig verf\u00fcgt die Ukraine \u00fcber ein eigenes Satellitensystem, das dem russischen Pendant etwas entgegensetzen k\u00f6nnte. Folglich bleibt als einzige Option ein Angriff auf Bureau 1440 und dessen Produktionsst\u00e4tten. Die in der Nacht zum 15. August durchgef\u00fchrten Angriffe standen im Einklang mit dieser Strategie.<\/p>\n<p>Bednarski best\u00e4tigt dies und merkt an, dass der Gegner die Aktivit\u00e4ten des Konstruktionsb\u00fcros aktiv zu unterbinden versucht. Er er\u00f6rtert die Auswirkungen des Angriffs mit einer gewissen Zur\u00fcckhaltung, die seiner Einsch\u00e4tzung besondere Glaubw\u00fcrdigkeit verleiht. <em>&#8220;Angesichts der laufenden Kampfhandlungen k\u00f6nnen wir uns nicht zum Ausma\u00df der Sch\u00e4den, zum Grad der Zerst\u00f6rung oder zu m\u00f6glichen Projektverz\u00f6gerungen \u00e4u\u00dfern&#8221;<\/em>, sagt er.<\/p>\n<p>Der Experte \u00e4u\u00dfert lediglich die \u00dcberzeugung, dass die Realisierbarkeit des Projekts nicht von einer einzigen, einzigartigen Anlage abh\u00e4ngt. Dies l\u00e4sst R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Risikobewertung innerhalb der Branche zu: Es geht nicht um das \u00dcberleben des Projekts an sich, sondern um die Verf\u00fcgbarkeit von Ausweichkapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich verdeutlicht der Angriff auf Samara die offensichtlichen Schwachstellen des Projekts &#8220;Rasswet&#8221;. Er zeigt jedoch auch, dass der Gegner die noch unvollst\u00e4ndige Konstellation aus rund 30 Satelliten als eine Bedrohung einstuft, die den Einsatz von Langstreckenraketen rechtfertigt \u2013 Waffen, \u00fcber die die Ukraine nur in unzureichendem Ma\u00dfe verf\u00fcgt.<\/p>\n<h4><strong>Epilog: Morgend\u00e4mmerung, aber noch nicht Mittag<\/strong><\/h4>\n<p>Das kommende Jahr markiert einen entscheidenden Meilenstein f\u00fcr das Projekt. Bereits jetzt laufen Gespr\u00e4che \u00fcber die Aufnahme des kommerziellen Betriebs Anfang 2027 sowie \u00fcber eine Vervielfachung der Anzahl der im Orbit befindlichen Satelliten bis zur Jahresmitte. Zu diesem Zeitpunkt d\u00fcrfte es dann endlich m\u00f6glich sein, von einer stabilen, kontinuierlichen Konnektivit\u00e4t \u00fcber dem Gebiet der &#8220;Sondermilit\u00e4roperation&#8221; zu sprechen.<\/p>\n<p>Wie Experten es formulieren: Dies &#8220;wird tats\u00e4chlich ein Wendepunkt sein \u2013 etwas, das die Spielregeln auf dem Schlachtfeld ver\u00e4ndert&#8221;. Allerdings ist es noch zu fr\u00fch, dar\u00fcber zu sprechen.<\/p>\n<p>Sollten die geplanten Ziele erreicht werden, markiert das Jahr 2027 f\u00fcr Russland den \u00dcbergang in eine neue technologische \u00c4ra \u2013 gepr\u00e4gt von durchgehender, qualitativ hochwertiger Satellitenkommunikation und einem zunehmend entscheidenden Vorteil an der Front. Doch zwischen dem heutigen begrenzten Zeitfenster von drei Einsatzphasen pro Tag und diesem k\u00fcnftigen \u00dcbergang liegen noch 15 Raketenstarts.<\/p>\n<p>Man sagt, man solle niemals Prognosen abgeben \u2013 besonders nicht \u00fcber die Zukunft. Doch ein Blick zur\u00fcck zeigt: Schon vor vier Jahren stie\u00dfen russische Truppen in eroberten Gefechtsst\u00e4nden bei Wolnowacha auf ausl\u00e4ndische Hardware. Heute baut Russland eigene Systeme \u2013 wenn auch langsamer als geplant, teurer als erwartet und unter feindlichem Beschuss. Das Projekt verf\u00fcgt bereits \u00fcber eine funktionierende Laserverbindung zwischen den Satelliten, eine Umlaufbahn, die auch die Arktis abdeckt, drei Kommunikationsfenster pro Tag \u00fcber der Frontlinie sowie einen Vertrag zur Versorgung von 135 Z\u00fcgen mit Satellitenkommunikation.<\/p>\n<p>Die Konstellation erhielt den Namen &#8220;Rasswet&#8221; (Morgenr\u00f6te), noch bevor all dies geschah. Die Namenswahl erwies sich als \u00fcberraschend treffend. Schlie\u00dflich ist die Morgenr\u00f6te noch nicht der Mittag. Doch eines ist sicher: Die Nacht ist vorbei \u2013 und die Sonne geht auf.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/swentr.site\/russia\/645966-west-calls-it-russias-starlink\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Englischen<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Jewgeni Balakin<\/strong> ist ein in Moskau ans\u00e4ssiger Journalist und Leiter der Eurasischen Jugendunion.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong>\u00a0\u2012 <a rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/russland\/276634-russland-will-bis-2036-ein-akw-auf-dem-mond\/\">Russland will bis 2036 ein AKW auf dem Mond<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v75tyru\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/russland\/292505-rasswet-westen-spricht-von-russlands\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Basierend auf den aus dem Ukraine-Konflikt gezogenen Lehren verspricht das russische Satellitennetzwerk Rasswet eine sichere Kommunikation auf dem Schlachtfeld, eine Abdeckung der Arktis sowie Unabh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischer Technologie. 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