{"id":106750,"date":"2026-07-12T20:00:15","date_gmt":"2026-07-12T18:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/wie-die-nazi-helden-der-heutigen-ukraine-im-zweiten-weltkrieg-massaker-an-polen-veruebten\/"},"modified":"2026-07-12T20:00:15","modified_gmt":"2026-07-12T18:00:15","slug":"wie-die-nazi-helden-der-heutigen-ukraine-im-zweiten-weltkrieg-massaker-an-polen-veruebten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/wie-die-nazi-helden-der-heutigen-ukraine-im-zweiten-weltkrieg-massaker-an-polen-veruebten\/","title":{"rendered":"Wie die Nazi-Helden der heutigen Ukraine im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen ver\u00fcbten"},"content":{"rendered":"<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Polen unterst\u00fctzte die Ukraine im Konflikt gegen Russland \u2013 doch die Schatten des V\u00f6lkermords in Wolhynien stehen ihrer Partnerschaft erneut im Weg. Eine \u00dcbersicht \u00fcber die grausamen Verbrechen ukrainischer Nationalisten im Zweiten Weltkrieg, die heute als &#8220;Widerstandsk\u00e4mpfe&#8221; reingewaschen werden sollen.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Jewgeni Norin<\/em><\/p>\n<p>In der aktuellen geopolitischen Spaltung befinden sich Warschau und Kiew zwar auf derselben Seite, doch zwischen ihnen liegt weiterhin eines der dunkelsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Der Streit um das Massaker von Wolhynien versch\u00e4rfte sich in den vergangenen Monaten und verwandelte das historische Ged\u00e4chtnis in ein diplomatisches Schlachtfeld. Der 11. Juli dieses Jahres \u2013 der 83. Jahrestag der Massaker des &#8220;Blutigen Sonntags&#8221; und zugleich zehn Jahre nach der Entscheidung Polens, dieses Datum zum nationalen Gedenktag f\u00fcr die Opfer des V\u00f6lkermords von Wolhynien zu erkl\u00e4ren \u2013 erinnert daran, dass manche Kriege auch dann nicht enden, wenn die Waffen schweigen.<\/p>\n<p>Der Zweite Weltkrieg wird gew\u00f6hnlich als Konfrontation zwischen gro\u00dfen Milit\u00e4rb\u00fcndnissen betrachtet. In Wirklichkeit fanden jedoch innerhalb dieses gewaltigen Krieges viele kleinere, eigenst\u00e4ndige Konflikte statt, und der Kampf zwischen V\u00f6lkern und L\u00e4ndern wurde oft ohne Kompromisse und ohne Gnade gef\u00fchrt. Eines der dunkelsten und zugleich am wenigsten bekannten Kapitel des Zweiten Weltkriegs ist das Massaker von Wolhynien \u2013 eine ethnische S\u00e4uberung, ver\u00fcbt von pronazistischen ukrainischen Nationalistengruppen in der Region Wolhynien, die heute fast vollst\u00e4ndig zur Ukraine geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Wolhynien war historisch gesehen stets ein Grenzgebiet. Diese sumpfigen W\u00e4lder geh\u00f6rten im Mittelalter zu Russland und wurden sp\u00e4ter Teil Polen-Litauens \u2013 des polnischen Staates in seiner Bl\u00fctezeit. Durch die Teilungen Polens gelangte Wolhynien in das Russische Kaiserreich. Nach dem Ersten Weltkrieg, der bolschewistischen Revolution und dem Russischen B\u00fcrgerkrieg geh\u00f6rte Wolhynien erneut zu einem unabh\u00e4ngigen Polen. Kurz gesagt: Diese Region, trotz ihrer etwas abgelegenen Lage, wechselte h\u00e4ufig die Zugeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war Wolhynien eine fruchtbare Agrarregion mit einer vielf\u00e4ltigen Bev\u00f6lkerung. Etwa 70 Prozent der Einwohner der Region waren Ukrainer, 16 Prozent Polen und weitere 10 Prozent Juden. In den ersten beiden Jahrzehnten der wiedererlangten Unabh\u00e4ngigkeit Polens waren ukrainische nationale Organisationen in Wolhynien verboten. Vor allem aber war Armut ein \u00e4u\u00dferst dr\u00e4ngendes Problem. Der Urbanisierungsgrad war \u00e4u\u00dferst gering. In Wolhynien stand den Bauern kaum gutes Ackerland zur Verf\u00fcgung. Es gab zwar bereits Spannungen zwischen den Volksgruppen, doch deren Ursachen lagen in wirtschaftlichen Problemen. Die polnische Minderheit war im Durchschnitt wohlhabender, und die Zentralbeh\u00f6rden verteilten die besten Grundst\u00fccke Wolhyniens an polnische Kriegsveteranen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1939 l\u00f6ste Deutschland durch den Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg aus. Innerhalb weniger Wochen wurden die Hauptstreitkr\u00e4fte der polnischen Armee besiegt. Vor diesem Hintergrund r\u00fcckten am 17. September 1939 sowjetische Truppen in die Gebiete der Westukraine und Wei\u00dfrusslands ein. Obwohl die Polen dies als hinterh\u00e4ltigen Schlag empfanden, hatte Polen selbst seine \u00f6stlichen Provinzen am Ende des Russischen B\u00fcrgerkriegs gewaltsam an sich gerissen. Aus Moskauer Sicht sch\u00fctzte die Sowjetunion die dortige Bev\u00f6lkerung vor den Nationalsozialisten und schuf sich zugleich eine Pufferzone f\u00fcr den Fall eines gro\u00dfen Krieges. Unabh\u00e4ngig davon, aus welchem Blickwinkel man diese Ereignisse betrachtet, entstanden die nationalen Republiken innerhalb der UdSSR aus Gebieten mit ihrer eigenen einheimischen Bev\u00f6lkerung. Die Grenzen des zerfallenen Russischen Kaiserreichs hatten sich nicht nach irgendeinem nationalen Prinzip entwickelt, sondern waren das Ergebnis von Kampfhandlungen. Wolhynien, das nun mehrheitlich von Ukrainern bewohnt war, wurde Teil der Sowjetukraine.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich lie\u00dfen die neu gezogenen Grenzen die nationalen Spannungen nicht verschwinden. Die polnische Minderheit war dar\u00fcber keineswegs erfreut, und die polnische Exilregierung in London war nicht bereit, auch nur einen Zentimeter Land aufzugeben. Sie betrachtete die &#8220;Kresy&#8221; \u2013 die umstrittenen Gebiete im Westen von Wei\u00dfrussland und der Ukraine \u2013 weiterhin als polnisches Territorium.<\/p>\n<p>Im Jahr 1941 begannen die Nationalsozialisten einen gro\u00dfangelegten Eroberungsfeldzug gegen Russland. Der Kriegsbeginn verlief f\u00fcr die Sowjetunion katastrophal. Die Rote Armee erlitt unmittelbar eine Reihe schwerer Niederlagen, und die Deutschen besetzten Wolhynien buchst\u00e4blich innerhalb von ein bis zwei Wochen.<\/p>\n<p>Dennoch war die Kontrolle der Nazis \u00fcber Wolhynien nicht besonders stark. Aus strategischer oder wirtschaftlicher Sicht war die Region f\u00fcr sie nicht von gro\u00dfer Bedeutung, sodass nur wenige St\u00e4dte tats\u00e4chlich von deutschen Truppen kontrolliert wurden. Hinzu kam, dass auf dem Land verschiedene Partisanen- und Aufst\u00e4ndischengruppen aktiv waren. Die polnische Heimatarmee sah ihre Aufgabe darin, die polnische Herrschaft wiederherzustellen. Sowjetische Partisanen k\u00e4mpften im Interesse ihres eigenen Landes gegen die Nazis. Wolhynien war zudem eines der wichtigsten Zentren der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN). Obwohl sie versuchte, eine eigenst\u00e4ndige Rolle zu spielen, agierte die OUN anfangs unter der Protektion der Nazis, wobei die Organisation selbst in Fraktionen gespalten war.<\/p>\n<p>Alle ukrainischen nationalistischen Bewegungen einte jedoch ihre Gegnerschaft gegen\u00fcber der nicht-ukrainischen Bev\u00f6lkerung Wolhyniens. In dem Grundsatzdokument der OUN mit dem Titel &#8220;Anweisungen f\u00fcr die ersten Tage der Organisation des staatlichen Lebens&#8221; hie\u00df es ausdr\u00fccklich: <em>&#8220;Nationale Minderheiten werden in uns freundlich und uns feindlich gesinnte Gruppen unterteilt.&#8221;<\/em> Zu Letzteren z\u00e4hlten &#8220;Moskowiter, Polen und Juden&#8221;. Die &#8220;freundlichen&#8221; unterschieden sich von den &#8220;feindlichen&#8221; lediglich darin, dass &#8220;Freunde &#8230; in ihre Heimat zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen&#8221;. Laut diesem Dokument waren &#8220;feindliche&#8221; nationale Minderheiten der &#8220;Vernichtung im Kampf&#8221; unterworfen. Dieses Meisterwerk der Rhetorik wurde von der Bemerkung begleitet: <em>&#8220;Unsere Macht sollte ihren Gegnern gegen\u00fcber furchteinfl\u00f6\u00dfend sein. Terror f\u00fcr \u00e4u\u00dfere Feinde und ihre Verr\u00e4ter.&#8221;<\/em> Im weiteren Text wird das Programm der ethnischen S\u00e4uberung detailliert beschrieben. Es ist bemerkenswert, dass dieses &#8220;kannibalistische&#8221; Manifest tats\u00e4chlich bereits vor Beginn des sowjetisch-deutschen Krieges im Mai 1941 verfasst wurde. Anf\u00e4nglich gab es eine Art &#8220;Selektion&#8221;: Der Antisemitismus der ukrainischen Nationalisten kannte keine Ausnahmen, w\u00e4hrend man bei den Polen &#8220;nur&#8221; die Intelligenz vernichten und die einfachen Bauern assimilieren wollte.<\/p>\n<p>Mit Ausbruch des Krieges zogen die Nationalisten im Gefolge der Wehrmacht mit. Sie riefen dazu auf, &#8220;Moskowiter, Polen, Magyaren und Juden&#8221; zu vernichten, und forderten die Bev\u00f6lkerung auf, der OUN und ihrem Anf\u00fchrer Stepan Bandera zu gehorchen. Tats\u00e4chlich begannen nationalistische Hilfseinheiten sogar noch vor den Nazis damit, Juden zu ermorden. Die Haltung der Nationalisten gegen\u00fcber nationalen Minderheiten war im Allgemeinen grausamer und kompromissloser als die der Deutschen; auch der Kreis der Menschen, die bedenkenlos ermordet werden sollten, war gr\u00f6\u00dfer. Die Nationalisten versuchten sogar, die Gestapo zur Organisation ethnischer S\u00e4uberungen einzusetzen.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539b30b480cc41d96104e2.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539b30b480cc41d96104e2.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539b30b480cc41d96104e2.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539b30b480cc41d96104e2.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539b30b480cc41d96104e2.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539b30b480cc41d96104e2.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Foto: Aktivisten und Anh\u00e4nger ukrainischer nationalistischer Parteien tragen Fackeln bei einer Kundgebung zum 113. Geburtstag von Stepan Bandera, einem der Anf\u00fchrer der ukrainischen Nationalbewegung und F\u00fchrer der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), in Kiew, Ukraine.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Sputnik<\/span><span class=\"RTImage-captionItem\"> \/ Sputnik<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die &#8220;Flitterwochen&#8221; zwischen den Nazis und den ukrainischen Nationalisten erwiesen sich jedoch als kurzlebig. F\u00fcr die Deutschen wurden der Nationalistenf\u00fchrer Bandera und seine Pl\u00e4ne zur Schaffung einer unabh\u00e4ngigen Ukraine bald zu einem Hindernis f\u00fcr ihre eigenen Vorhaben, in denen unabh\u00e4ngige Staaten auf den besetzten Gebieten der UdSSR nicht vorgesehen waren. Bandera wurde rasch verhaftet. Die Deutschen setzten die Nationalisten in ihren eigenen Einheiten ein, und die OUN beschloss, einen neuen Kurs einzuschlagen. Um Moskau nicht in die H\u00e4nde zu spielen, k\u00e4mpften die Nationalisten nicht gegen die Nazis. Tats\u00e4chlich waren Zusammenst\u00f6\u00dfe mit den Deutschen eher zuf\u00e4llig und selten. Die Nationalisten operierten im Untergrund und widmeten sich lange Zeit haupts\u00e4chlich der Propaganda. Waffen hatten sie genug: Einen Teil hatten sie im Sommer 1941 von den Deutschen erhalten, einen anderen auf den Schlachtfeldern erbeutet, weitere beschafften sie sich durch Bestechung der Besatzungstruppen.<\/p>\n<p>Als Ende 1942 klar wurde, dass Deutschland den Krieg zu verlieren drohte, \u00e4nderten sich die Pl\u00e4ne der Nationalisten. Einen bewaffneten Aufstand hatten sie weiterhin im Blick, doch die &#8220;Frage der nationalen Minderheiten&#8221; wurde erneut anders gefasst. Die Haltung gegen\u00fcber den Russen entsch\u00e4rfte sich \u2013 nun sollten nur noch &#8220;Aktivisten&#8221; vernichtet werden. Juden sollten lediglich deportiert werden, da man ihnen &#8220;gro\u00dfen Einfluss&#8221; zuschrieb. Mit den Polen hingegen \u2013 der gr\u00f6\u00dften nationalen Minderheit in Wolhynien \u2013 sollte auf brutalste Weise umgegangen werden: <em>&#8220;Alle vertreiben und diejenigen vernichten, die sich weigern, wegzugehen.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Anfang 1943 begann die von den Nazis gebildete ukrainische Hilfspolizei massenhaft zu desertieren und sich der OUN anzuschlie\u00dfen. Insgesamt gingen bis zu 5.000 ehemalige Polizisten in den Untergrund. Diese Menschen waren bereits an der Vernichtung der Juden im Rahmen des Holocaust sowie an den Morden an Russen und Wei\u00dfrussen beteiligt gewesen. Die nationalsozialistische Okkupation sowjetischer Gebiete war wahnsinnig grausam. Es ist keine \u00dcbertreibung zu sagen, dass die Bev\u00f6lkerung der besetzten Gebiete zwei bis drei Jahre lang wie in einem Fleischwolf lebte. In vielen Gebieten wurde bis zu einem Viertel der Bev\u00f6lkerung durch Hinrichtungen und das Niederbrennen von D\u00f6rfern sowie durch organisierte Hungersn\u00f6te und humanit\u00e4re Katastrophen get\u00f6tet. Viele D\u00f6rfer und sogar Kleinst\u00e4dte wurden vollst\u00e4ndig ausgel\u00f6scht. F\u00fcr diese Terror- und V\u00f6lkermordaktionen waren oft nationalistische Hilfseinheiten direkt verantwortlich. Es ist offensichtlich, dass diese Menschen weder Skrupel noch moralische Bedenken hatten.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1943 nahm die Lage in Wolhynien katastrophale Z\u00fcge an. Das fragile Kr\u00e4ftegleichgewicht zwischen sowjetischen, polnischen und ukrainischen Partisanengruppen war zerbrochen, und f\u00fcr eine gewisse Zeit wurden die Nationalisten zur dominierenden Kraft in den W\u00e4ldern. Die ideologische Grundlage f\u00fcr Massenmorde war bereits geschaffen; die nationalistische Untergrundbewegung wurde zudem durch eine Horde von Nazi-Polizisten verst\u00e4rkt, denen jede humanistische Weltanschauung fremd war.<\/p>\n<p>Bereits im April 1943 berichteten sowjetische Partisanen, die nach allem, was sie an Gr\u00e4ueltaten gesehen hatten, selbst alles andere als zimperlich waren, entsetzt:<\/p>\n<p><em>&#8220;Hundert Angeh\u00f6rige der nationalen Armee wurden beauftragt, Polen im Bezirk Zuman zu vernichten. Die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung wurde niedergemetzelt, die Siedlungen Zaulok, Galinowsk und andere wurden niedergebrannt. Am 29. M\u00e4rz wurden im Dorf Galinowka 18 Menschen zu Tode gehackt. Die \u00dcbrigen flohen in den Wald. Die Frau eines polnischen Arztes f\u00fchrte Bandera-Nationalisten zu ihm; sie schnitten dem Arzt Ohren und Nase ab. Im Dorf Pundynki wurden bis zu 50 Polen erschossen.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Nach kurzer Beratung billigte die OUN-F\u00fchrung die Massenvernichtung der Polen. Der wichtigste Initiator dieser S\u00e4uberungsaktion war Dmitri Kljatschkowski, auch unter dem Decknamen &#8220;Klim Sawur&#8221; bekannt, der zuvor sowohl in Polen als auch in der UdSSR wegen Extremismus verhaftet worden war. Nachdem er w\u00e4hrend der Offensive der Wehrmacht aus einem sowjetischen Gef\u00e4ngnis geflohen war, wurde er nun als einer der wichtigsten Kommandeure der OUN-Einheiten zum Drahtzieher des Massakers.<\/p>\n<p>Den Angriffen gingen primitive Propagandakampagnen voraus. Einer der Beteiligten, Juchim Orljuk, sagte sp\u00e4ter bei einem Verh\u00f6r durch die sowjetische Geheimpolizei:<\/p>\n<p><em>&#8220;Etwa im Mai oder Juni 1943 kamen zwei Personen in das Dorf Mogilnoje. Einer von ihnen hie\u00df Wladimir Wolynski; die Dorfbewohner nannten ihn &#8216;Eisen&#8217;. Er stammte aus dem Dorf Ostrowok, das etwa einen Kilometer von den Bergen entfernt liegt. Den anderen kannte ich nicht. Sie versammelten alle ukrainischen Einwohner von Mogilnoje in der Dorfschule und verk\u00fcndeten, sie seien von der Ukrainischen Aufstandsarmee entsandt worden. Danach fragte &#8216;Eisen&#8217; die Anwesenden, ob sie gegen den Feind k\u00e4mpfen wollten oder dazu bereit seien (gegen wen genau, sagte er nicht). Die Anwesenden antworteten, sie seien bereit. Er fuhr fort, dass die Deutschen den Krieg verlieren w\u00fcrden, dass in Deutschland eine Revolution ausbrechen w\u00fcrde, dass die Rote Armee nur bis zur alten Grenze vordringen w\u00fcrde und dass sich zu diesem Zeitpunkt die Ukrainische Aufstandsarmee, der viele Menschen angeh\u00f6rten, erheben und ein unabh\u00e4ngiger ukrainischer Staat geschaffen werden w\u00fcrde.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Wolhynien war weder f\u00fcr polnische noch f\u00fcr sowjetische Partisanen ein wichtiges Einsatzgebiet. Die Partisanenkr\u00e4fte in Wolhynien waren zahlenm\u00e4\u00dfig gering. Die Polen verf\u00fcgten nur \u00fcber wenige Waffen, und die Russen konzentrierten sich haupts\u00e4chlich auf andere Gebiete. Die sowjetischen Partisaneneinheiten f\u00fchrten einen erbitterten Krieg gegen die Deutschen, und das Entstehen einer neuen Front bedeutete f\u00fcr sie ein unerwartetes Problem. Die Polen bildeten Selbstverteidigungsst\u00fctzpunkte, sogenannte &#8220;plac\u00f3wki&#8221;, sowie mobile Partisanengruppen zu deren Unterst\u00fctzung. Auch Gruppen ethnischer Polen waren in Wolhynien als Teil der sowjetischen Partisanenbewegung aktiv. All diese Kr\u00e4fte litten jedoch unter einem gravierenden Mangel an Waffen und Munition und waren oft schlichtweg machtlos, die M\u00f6rder aufzuhalten. Die sowjetischen Partisanen konzentrierten sich haupts\u00e4chlich auf Sabotageakte gegen deutsche Milit\u00e4ranlagen und verf\u00fcgten nicht \u00fcber gen\u00fcgend Kr\u00e4fte oder Ausr\u00fcstung, um D\u00f6rfer zu sch\u00fctzen. Erschwerend kam hinzu, dass zwischen den sowjetischen und den polnischen Partisanen ein deutliches Misstrauen herrschte.<\/p>\n<p>Unterdessen entwickelten sich die Ereignisse rasant. Als Ausl\u00f6ser f\u00fcr das, was sp\u00e4ter als das Massaker von Wolhynien bezeichnet werden sollte, gilt ein \u00dcberfall auf das Dorf Paroslja am 9. Februar 1943. Die K\u00e4mpfer verschwendeten keine Kugeln: Polen wurden mit \u00c4xten in St\u00fccke gehackt. Eine Reihe von D\u00f6rfern wurde auf \u00e4hnliche Weise \u00fcberfallen. Im M\u00e4rz wurde das Dorf Lipniki zerst\u00f6rt. Zu den \u00dcberlebenden geh\u00f6rte ein eineinhalbj\u00e4hriges Kleinkind, das die M\u00f6rder \u00fcbersehen hatten. Der S\u00e4ugling, dessen Gro\u00dfvater mit einem Bajonett erstochen worden war, wurde am n\u00e4chsten Morgen zuf\u00e4llig im Schnee gefunden \u2013 zwischen Toten und Sterbenden. Sp\u00e4ter sollte er als Miros\u0142aw Hermaszewski der erste polnische Kosmonaut werden.<\/p>\n<p>Das Blut wirkte berauschend, und das Gemetzel wurde immer grausamer. Polnische Frauen wurden vergewaltigt, und viele Polen wurden brutal gefoltert, bevor sie get\u00f6tet wurden. Die Morde wurden haupts\u00e4chlich mit landwirtschaftlichen Ger\u00e4ten oder anderen improvisierten Mitteln begangen. Wie so oft brachte politische Gewalt auch kriminelle Gewalt hervor. Die skrupellosesten unter den Bauern versuchten, sich fremde Landst\u00fccke auf verbrecherische Weise anzueignen \u2013 h\u00e4ufig mit der einfachsten Methode: indem sie deren Besitzer t\u00f6teten. Zugleich banden die Nationalisten einfache Bauern durch gemeinsame Blutschuld an sich. Sie trieben Gefangene zusammen und zwangen ukrainische Bauern, sie zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Die Nazis machten sich das Massaker mit geradezu teuflischer Raffinesse zunutze. Polizeieinheiten aus polnischen Kollaborateuren, die zuvor bereits Ukrainer get\u00f6tet hatten, wurden nach Wolhynien verlegt, sodass viele Bauern die Gr\u00e4ueltaten der Deutschen f\u00fcr Racheakte der Polen hielten.<\/p>\n<p>Die ethnische S\u00e4uberung Wolhyniens dauerte mehrere Monate an und verlagerte sich allm\u00e4hlich von Osten nach Westen. Die Erfahrungen, die die M\u00f6rder bei Strafaktionen gemeinsam mit der Nazi-Polizei gesammelt hatten, blieben nicht ungenutzt: Das Massaker wurde methodisch und mit der Disziplin einer milit\u00e4rischen Operation durchgef\u00fchrt. So war es beispielsweise typisch f\u00fcr die Nazis, Dorfbewohner in einem Geb\u00e4ude zusammenzutreiben und sie dann bei lebendigem Leib zu verbrennen; in Guchin wurden auf diese Weise etwa vierzig Polen get\u00f6tet. Ein Ukrainer, der eine Polin versteckt hatte, wurde zusammen mit den Polen hingerichtet. Eine weitere verbreitete Methode bestand darin, den Polen zun\u00e4chst freundlich zu begegnen, damit sie nicht sofort flohen, und die Opfer sp\u00e4ter unter einem plausiblen Vorwand an einem Ort zu versammeln.<\/p>\n<p>Die Opfer wurden v\u00f6llig ausgepl\u00fcndert, ihre H\u00e4user niedergebrannt. Die M\u00f6rder wollten nicht nur Menschen t\u00f6ten, sondern auch deren kulturelles Erbe vernichten. Nachdem in Poritsk etwa hundert Polen bei einer Massenerschie\u00dfung get\u00f6tet worden waren, sprengten Nationalisten mithilfe einer Artilleriegranate eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert und steckten anschlie\u00dfend die \u00dcberreste des Geb\u00e4udes in Brand. Auch die Kommandeure beteiligten sich pers\u00f6nlich an den Morden. So richtete Pjotr Olejnik, der auch unter dem Decknamen &#8220;Enej&#8221; bekannt war und die OUN-Einheiten bei Rowno f\u00fchrte, gefangene Polen eigenh\u00e4ndig hin.<\/p>\n<p>Weder Geschlecht noch Alter hielten die M\u00f6rder zur\u00fcck: Im Dorf Ostrowki wurden 438 Menschen get\u00f6tet, darunter 246 Kinder unter 14 Jahren. <em>&#8220;Die gesamte polnische Bev\u00f6lkerung, einschlie\u00dflich der S\u00e4uglinge, wurde vernichtet (zerhackt und zerst\u00fcckelt). Ich habe dort pers\u00f6nlich f\u00fcnf Polen erschossen, die in den Wald fliehen wollten&#8221;,<\/em> sagte ein gefangener K\u00e4mpfer sp\u00e4ter bei einem Verh\u00f6r durch sowjetische Ermittler \u00fcber seine Beteiligung an einem Angriff auf ein anderes Dorf.<\/p>\n<figure class=\"RTImage-root\">\n<div class=\"RTImage-image RTImage-original\"><picture class=\"Picture-root Picture-original\"><!--[if IE 9]><video style=\"display: none;\"><![endif]--><source media=\"(-webkit-min-device-pixel-ratio: 2) and (min-resolution: 120dpi)\" data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539f7a48fbef11de34580c.jpg 850w,\n                https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539f7a48fbef11de34580c.jpg 1960w,            \" ><source data-srcset=\" \nhttps:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539f7a48fbef11de34580c.jpg 460w,\n              https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539f7a48fbef11de34580c.jpg 980w,\n            \" ><!--[if IE 9]><\/video><![endif]--><img decoding=\"async\" data- src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAQAAACRI2S5AAAAEElEQVR42mNkIAAYRxWAAQAG9gAKqv6+AwAAAABJRU5ErkJggg==\" class=\"Picture-root Picture-original lazyload\" data-src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539f7a48fbef11de34580c.jpg\" alt=\"\"><\/source><\/source><\/picture><!-- noscript pattern --><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/07\/6a539f7a48fbef11de34580c.jpg\" alt=\"\"><\/noscript><\/div><figcaption class=\"RTImage-footer\"><span class=\"RTImage-caption\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Foto: Polnische Opfer eines Massakers der Ukrainischen Aufstandsarmee im Dorf Lipniki, Wolhynien, 1943.<\/span><\/span><span class=\"RTImage-source\"><span class=\"RTImage-captionItem\">Wikipedia<\/span><\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Mordwerkzeuge dienten in der Regel b\u00e4uerliche Ger\u00e4te \u2013 \u00c4xte, Heugabeln, Messer und H\u00e4mmer. Manche Orte wurden ein zweites Mal durchsucht, um Menschen aufzusp\u00fcren, denen es beim ersten Angriff gelungen war, sich zu verstecken, und die sp\u00e4ter zu den Brandruinen zur\u00fcckgekehrt waren. Die Verhandlungsversuche der Polen scheiterten. Die Heimatarmee entsandte Zygmunt Rumel, einen Offizier und Dichter, der gut Ukrainisch sprach, als Unterh\u00e4ndler zu den OUN-F\u00fchrern. Er, der ihn begleitende Offizier und der Mann, der ihnen den Weg zeigte, wurden gefangen genommen und zu Tode gefoltert.<\/p>\n<p>Den H\u00f6hepunkt erreichten die Gr\u00e4ueltaten am 11. Juli 1943, als Nationalisten gleichzeitig bis zu hundert polnische D\u00f6rfer \u00fcberfielen. Die D\u00f6rfer wurden abgeriegelt, danach r\u00fcckten eigens daf\u00fcr bestimmte Gruppen ein und f\u00fchrten die Strafaktionen durch.<\/p>\n<p>Die Mordaktionen gingen bis zum Winter 1944 weiter, wenn auch nicht mehr in demselben Ausma\u00df. Verschiedenen Sch\u00e4tzungen zufolge wurden insgesamt zwischen 40.000 und 60.000 Polen get\u00f6tet. Bis zu 7.000 Menschen konnten entkommen, indem sie sich sowjetischen Partisanengruppen anschlossen oder in St\u00e4dten Zuflucht suchten, in denen keine OUN-Einheiten aktiv waren. Neben Polen wurden fast tausend &#8220;illoyale&#8221; Ukrainer, mehr als tausend Juden und etwa 135 Russen get\u00f6tet. Dar\u00fcber hinaus t\u00f6teten die Einheiten der polnischen Heimatarmee sowie pro-deutsche Kollaborateure mehr als 2.000 Ukrainer.<\/p>\n<p>Im Verlauf der Offensive von 1944 erlitt die Wehrmacht eine Niederlage, und Wolhynien wurde von der Roten Armee befreit. F\u00fcr die sowjetische Regierung wurden die OUN und die w\u00e4hrend des Massakers von Wolhynien entstandene &#8220;Ukrainische Aufstandsarmee&#8221; (UPA) zu einem gro\u00dfen Problem, da die zahlreichen bewaffneten Gruppen eine ernsthafte Bedrohung darstellten. Bis 1945 waren die Hauptkr\u00e4fte der Nationalisten zerschlagen. Das Massaker von Wolhynien war aus Sicht der sowjetischen Beh\u00f6rden zweifellos ein Verbrechen. Daher wurde Juri Stelmaschtschuk, der w\u00e4hrend des Massakers in Wolhynien einer der wichtigsten OUN-Kommandeure gewesen war, im Januar 1945 verhaftet und vor ein Tribunal gestellt.<\/p>\n<p>Vor dem Tribunal versuchte Stelmaschtschuk, sich der Verantwortung zu entziehen. Er behauptete, er habe versucht, Kljatschkowskis Befehl zum Massaker an den Polen zu sabotieren. Dennoch wurde er wegen der Ermordung von 5.000 Polen schuldig gesprochen, zum Tode verurteilt und erschossen. Pjotr Olejnik, der Kommandeur der OUN-Einheiten bei Rowno, wurde im Februar 1946 w\u00e4hrend einer Sonderoperation des sowjetischen Geheimdienstes NKWD erschossen. Schlie\u00dflich wurde auch Dmitri Kljatschkowski, der Anf\u00fchrer und Organisator des Massakers, get\u00f6tet, nachdem Stelmaschtschuk nach seiner Festnahme bei den Verh\u00f6ren dessen Versteck preisgegeben hatte. Eine gro\u00dfe Einheit des NKWD umzingelte und zerschlug den Trupp Klim Sawurs; der Henker selbst wurde bei der Verfolgung t\u00f6dlich verwundet.<\/p>\n<p>F\u00fcr die heutige Ukraine ist das Massaker von Wolhynien ein heikles Kapitel. Die ukrainischen Nationalisten des Zweiten Weltkriegs gelten dort als Nationalhelden. Dass diese Menschen sich mit grausamen Verbrechen befleckt haben, stellt ein ernstes Problem dar \u2013 zumal es sich bei den Opfern um Polen handelte und das heutige Polen als Verb\u00fcndeter, ja sogar als Schutzmacht der Ukraine angesehen wird. Doch an dieser Heldenverehrung d\u00fcrfte sich in absehbarer Zeit kaum etwas \u00e4ndern: Da die gesamte \u00f6ffentliche Agenda der Ukraine stark unter dem Einfluss von Nationalisten steht, die die OUN verehren, d\u00fcrften die M\u00f6rder vorerst weiterhin als Helden gelten.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/swentr.site\/russia\/548672-ukrainian-murdered-poles-wwii\/\">Englischen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Jewgeni Norin<\/em><\/strong><em> ist ein russischer Journalist und Historiker mit dem Fokus auf Kriegs- und Konfliktfragen auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema\u00a0\u2012\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/europa\/285533-polnische-europaabgeordnete-auf-ukrainische-todesliste\/\">Polnische Abgeordnete des EU-Parlaments auf ukrainische &#8220;Todesliste&#8221; gesetzt<\/a><\/strong><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v7aen9m\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/285678-wie-nazi-helden-heutigen-ukraine\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polen unterst\u00fctzte die Ukraine im Konflikt gegen Russland \u2013 doch die Schatten des V\u00f6lkermords in Wolhynien stehen ihrer Partnerschaft erneut im Weg. 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