{"id":104145,"date":"2026-05-30T11:45:08","date_gmt":"2026-05-30T09:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/selenskij-und-tichanowskaja-wollen-die-weissrussische-karte-ausspielen\/"},"modified":"2026-05-30T11:45:08","modified_gmt":"2026-05-30T09:45:08","slug":"selenskij-und-tichanowskaja-wollen-die-weissrussische-karte-ausspielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/selenskij-und-tichanowskaja-wollen-die-weissrussische-karte-ausspielen\/","title":{"rendered":"Selenskij und Tichanowskaja wollen die &quot;wei\u00dfrussische Karte&quot; ausspielen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/05\/6a19c682b480cc6d1a45cf75.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Spannungen zwischen Minsk und Kiew nehmen zu: Wei\u00dfrussland berichtet von ukrainischen Drohnenangriffen auf seine Grenze. Dem gingen antiwei\u00dfrussische \u00c4u\u00dferungen Selenskijs und ein Besuch Swetlana Tichanowskajas in Kiew voraus. Welches Ziel verfolgen die Gegner der Russisch-Wei\u00dfrussischen Union?\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p><em>Von Andrei Restschikow<\/em><\/p>\n<p>In den letzten Tagen wurden mehr als hundert Versuche ukrainischer Drohnen registriert, die wei\u00dfrussische Grenze zu verletzen. Wie der Staatssekret\u00e4r des Sicherheitsrats der Republik, Alexander Wolfowitsch, mitteilte, versuchen die Drohnen unter dem Deckmantel &#8220;zuf\u00e4lliger Einfl\u00fcge&#8221;, die Grenzinfrastruktur zu besch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Wie die Zeitung <em>Wsgljad<\/em> berichtete, geschieht dies vor dem Hintergrund einer deutlich versch\u00e4rften antiwei\u00dfrussischen Rhetorik aus Kiew. Wladimir Selenskij sprach von einer angeblichen Angriffsgefahr seitens Wei\u00dfrusslands und gewissen &#8220;zus\u00e4tzlichen Kontakten zwischen den Russen und Lukaschenko&#8221;, die Minsk dazu bewegen sollen, sich dem Ukraine-Konflikt oder einem Vorgehen &#8220;gegen eines der NATO-L\u00e4nder&#8221; anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Parallel dazu fand der erste Arbeitsbesuch Swetlana Tichanowskajas in Kiew statt. Sie verurteilte die milit\u00e4rische Integration Minsks mit Russland, traf sich mit den auf der Seite der Ukraine k\u00e4mpfenden wei\u00dfrussischen nationalistischen Einheiten, \u00fcberreichte ihnen Auszeichnungen und besuchte einen Soldatenfriedhof, um der f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte gefallenen S\u00f6ldner zu gedenken.<\/p>\n<p>Der wei\u00dfrussische Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko bezeichnete die \u00c4u\u00dferungen Selenskijs und seiner Verb\u00fcndeten seinerseits als &#8220;Geschw\u00e4tz&#8221;. Seinen Worten zufolge steht die ukrainische F\u00fchrung unter gro\u00dfem Druck, weshalb er Verst\u00e4ndnis f\u00fcr solche Verbalattacken habe. Dabei bekundete der wei\u00dfrussische Staatschef seine Bereitschaft, sich &#8220;an jedem beliebigen Ort&#8221; mit Selenskij zu treffen, um die angeh\u00e4uften Probleme zu besprechen\u00a0\u2013 doch Kiew lehnte dieses Angebot ab.<\/p>\n<p>Minsk habe nicht vor, pr\u00e4ventiv in Kampfhandlungen einzutreten, betonte Lukaschenko. Allerdings werde es im Falle eines gegnerischen Angriffs eine gemeinsame und harte Antwort geben\u00a0\u2013 Wei\u00dfrussland werde &#8220;ohne zu z\u00f6gern&#8221; alle verf\u00fcgbaren Waffen einsetzen. Er f\u00fcgte hinzu, dass Russland und Wei\u00dfrussland bereit seien, den gemeinsamen Unionsraum &#8220;von Brest bis Wladiwostok&#8221; zu verteidigen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gehen in Wei\u00dfrussland die milit\u00e4rischen Vorbereitungen defensiver Art weiter. So wurden am Donnerstag unter Einbeziehung eigens aus der Reserve einberufener Zivilisten Kommandostabs\u00fcbungen zur logistischen Versorgung der Streitkr\u00e4fte abgeschlossen. Und letzte Woche f\u00fchrten Russland und Wei\u00dfrussland unter der Leitung beider Staatspr\u00e4sidenten gro\u00df angelegte gemeinsame Man\u00f6ver ihrer Nuklearstreitkr\u00e4fte durch.<\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndete Bef\u00fcrchtungen oder Provokation?<\/strong><\/p>\n<p>Der ukrainische Politologe Konstantin Bondarenko sieht in den Aktivit\u00e4ten des wei\u00dfrussischen Milit\u00e4rs ausschlie\u00dflich Besorgnis \u00fcber &#8220;aggressive Handlungen seitens der Ukraine&#8221;. Er schreibt in seinem Telegram-Kanal:<\/p>\n<p><em>&#8220;Diejenigen, die wissen, was Prypjat und Polesien bedeuten, sind sich bewusst: W\u00fcrde sich Wei\u00dfrussland auf eine Invasion vorbereiten, w\u00e4re im Grenzgebiet eine riesige Anzahl von Pontons und Wasserfahrzeugen zu sehen. Andernfalls blieben nur schmale Streifen verminten Gel\u00e4ndes in den Gebieten Tschernigow, Wolhynien und Schitomir \u00fcbrig. In der Situation eines &#8216;Drohnenkrieges&#8217; w\u00e4re ein Vorsto\u00df \u00fcber diese Streifen selbstm\u00f6rderisch.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Der Politologe ging gesondert auf Tichanowskajas Besuch in Kiew ein. Als Ziel ihrer Reise bezeichnete er die Normalisierung der &#8220;Beziehungen zwischen dem politischen Zentrum im Exil (also Tichanowskaja selbst) und dem nach Kastus Kalinowski benannten Regiment (das in Wei\u00dfrussland als terroristisch eingestuft ist) \u2013 einer Kampfeinheit, die \u00fcberwiegend aus Wei\u00dfrussen besteht&#8221;. Bondarenko meint dazu:<\/p>\n<p>&#8220;Die K\u00e4mpfer des Kalinowski-Regiments standen lange Zeit im Konflikt mit dem politischen Zentrum, obwohl es mehrere Versuche gab, eine einheitliche Struktur zu schaffen. Es scheint, als habe die Ukraine in dieser Frage eine Vermittlerrolle \u00fcbernommen.&#8221;<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gibt er eine eher d\u00fcstere Prognose ab. Der Politologe h\u00e4lt es f\u00fcr wahrscheinlich, dass in naher Zukunft &#8220;Sabotagetrupps von ukrainischer Seite nach Wei\u00dfrussland eindringen&#8221;, die eine &#8220;legitime Regierung&#8221; ausrufen. Er prognostiziert: &#8220;Jeder Versuch des wei\u00dfrussischen Milit\u00e4rs, solche Aktionen zu unterbinden, wird von den westlichen Medien mit rei\u00dferischen Berichten \u00fcber die &#8216;Gr\u00e4ueltaten des Lukaschenko-Regimes&#8217; begleitet werden.&#8221;<\/p>\n<p>Bondarenko ist der Ansicht, dass das Hauptziel des Westens darin besteht, Russland dazu zu zwingen, seine Streitkr\u00e4fte zur Verteidigung Wei\u00dfrusslands\u00a0\u2013 eines Mitglieds der Organisation des Vertrags \u00fcber kollektive Sicherheit\u00a0(OVKS) und der Russisch-Wei\u00dfrussischen Union\u00a0\u2013 zu entsenden. Der Experte sagt:<\/p>\n<p>&#8220;Man rechnet damit, dass Russland entweder einen Teil seiner Streitkr\u00e4fte aus dem Kriegseinsatzgebiet im Donbass abziehen m\u00fcsste (was die Voraussetzungen f\u00fcr einen Teilerfolg der Gegenoffensive der ukrainischen Streitkr\u00e4fte schaffen w\u00fcrde) oder zu Mobilisierungsma\u00dfnahmen gezwungen w\u00e4re (was nach Ansicht von Analytikern zu Unzufriedenheit in Russland selbst f\u00fchren w\u00fcrde). Auf jeden Fall k\u00f6nnte man vor diesem Hintergrund versuchen, die Verhandlungsposition Russlands in den Gespr\u00e4chen mit der EU zu schw\u00e4chen.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Ressourcen und Widerspr\u00fcche der wei\u00dfrussischen Opposition<\/strong><\/p>\n<p>Wie der wei\u00dfrussischen Experte Alexander Alessin bemerkt, sind die Beziehungen zwischen dem politischen Fl\u00fcgel (dem sogenannten &#8220;B\u00fcro von Tichanowskaja&#8221;) und den bewaffneten Formationen\u00a0\u2013 wie dem in Russland als terroristische Organisation eingestuften &#8220;Wei\u00dfrussischen Freiwilligenkorps&#8221; oder den Kalinowski-Truppen \u2013 \u00e4u\u00dferst widerspr\u00fcchlich. &#8220;Es gibt Phasen der Ann\u00e4herung und der Abk\u00fchlung&#8221;, sagt er der Zeitung <em>Wsgljad.<\/em><\/p>\n<p>Der Hauptstreitpunkt sind laut Alessin die Finanzmittel und der Status. Er f\u00fchrt aus:<\/p>\n<p><em>&#8220;K\u00e4mpfer, die sich auf dem Territorium der Ukraine oder Polens befinden und unter realen H\u00e4rten leiden, beobachten mit Neid die im Exil lebenden Politiker, die ihrer Meinung nach dank westlicher Hilfsgelder ein komfortables Leben in Vilnius und Warschau f\u00fchren. In diesen Kreisen werden Politiker als \u00fcberfl\u00fcssige Last wahrgenommen, als Ballast, der die Kampfidee f\u00fcr sich ausnutzt. Unter dem Druck westlicher Kuratoren wird jedoch beharrlich versucht, sie in eine einheitliche Struktur zusammenzuf\u00fchren, die auf ihre gro\u00dfe Stunde wartet.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Diese Stunde, so der Experte, werde in einer Phase politischer Turbulenzen in Wei\u00dfrussland eintreten\u00a0\u2013 analog zu den Ereignissen des Jahres 2020. Nur k\u00f6nnte diesmal in der ersten Phase vom Territorium der Ukraine aus ein bewaffneter Oppositionsverband eindringen und eine bestimmte Verwaltungseinheit, etwa ein Bezirkszentrum, unter seine Kontrolle bringen. Alessin f\u00fchrt weiter aus: &#8220;Anschlie\u00dfend wird die &#8216;Unabh\u00e4ngigkeit&#8217; von der Zentralregierung in Minsk verk\u00fcndet, worauf ein Appell an die &#8216;progressive Menschheit&#8217; folgen wird.&#8221;<\/p>\n<p>Der Experte sagt:<\/p>\n<p><em>&#8220;Danach wird unter dem Deckmantel &#8216;gutwilliger Menschen&#8217; das Eintreffen von Experten, Beratern und Einheiten aus NATO-Staaten erwartet, begleitet von enormer finanzieller Unterst\u00fctzung. Man rechnet damit, dass dies einen Aufstand aller versteckten oppositionellen Zellen im Land ausl\u00f6sen wird. Derzeit ist es jedoch noch nicht so weit: Innerhalb der wei\u00dfrussischen Extremisten-Clique tobt ein Streit dar\u00fcber, wer den Prozess leiten und die Gelder verteilen wird.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Alexander Nossowitsch, Chefredakteur des Portals <em>RuBaltic.Ru<\/em>, bemerkt: &#8220;Aus rein milit\u00e4rischer Sicht sind die sogenannten wei\u00dfrussischen Freiwilligenformationen in der Ukraine und in Polen nicht in der Lage, operative Aufgaben selbstst\u00e4ndig zu l\u00f6sen. Die Idee einer vollwertigen paramilit\u00e4rischen Formation, die Minsk bedrohen k\u00f6nnte, geh\u00f6rt bereits einer zur\u00fcckliegenden Phase an, deren H\u00f6hepunkt in den Jahren 2022\/23 lag. Damals waren aus Warschau tats\u00e4chlich lautstarke Erkl\u00e4rungen zu h\u00f6ren, dass das &#8216;Kalinowski-Regiment&#8217; Wei\u00dfrussland befreien werde. Nach der Stationierung russischer Atomsprengk\u00f6pfe und des Raketensystems Oreschnik auf dem Territorium der Republik ist diese Rhetorik jedoch verstummt.&#8221;<\/p>\n<p>Was die Beziehungen zwischen den bewaffneten Formationen und dem politischen Fl\u00fcgel angeht, vertreten durch das B\u00fcro Tichanowskajas, &#8220;so bestehen diese zweifellos und werden koordiniert&#8221;. Der Experte sagt:<\/p>\n<p><em>&#8220;Es handelt sich um ein recht geschlossenes Umfeld, in dem alle Aktivisten auf die eine oder andere Weise miteinander verbunden sind. Interne Streitigkeiten und Machtk\u00e4mpfe, die oft als tiefe Spaltung dargestellt werden, spielen f\u00fcr die westlichen Drahtzieher keine Rolle. Sollte eine politische Notwendigkeit entstehen, w\u00fcrde den Beteiligten einfach die Einstellung der Finanzierung in Aussicht gestellt, und all ihre Kontroversen tr\u00e4ten sofort in den Hintergrund.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Allerdings besteht derzeit kein Bedarf an einer solchen Konsolidierung. Der Experte erkl\u00e4rt: &#8220;Der Besuch Tichanowskajas bei Wladimir Selenskij in Kiew ist kein Zeichen f\u00fcr die Vorbereitung irgendeiner Offensive, sondern eine Geste der Verzweiflung. Sie muss an sich erinnern und den Mythos vom Projekt &#8216;Wei\u00dfrussland im Exil&#8217; aufrechterhalten, w\u00e4hrend Selenskij dem Westen demonstrieren will, dass er angeblich noch einen nicht ausgespielten &#8216;wei\u00dfrussischen Trumpf&#8217; im \u00c4rmel habe. Das ist eine f\u00fcr beide Seiten vorteilhafte PR-Aktion ohne jeglichen milit\u00e4rischen Hintergrund.&#8221;<\/p>\n<p>Was die Wahrnehmung des bevorstehenden Machtwechsels in Minsk durch oppositionelle Kreise als eine &#8220;Chance&#8221; angeht, so stehen die Erwartungen der Radikalen in keinem Verh\u00e4ltnis zu ihren Ressourcen.<\/p>\n<p>Nossowitsch meint:<\/p>\n<p><em>&#8220;Sie k\u00f6nnten tats\u00e4chlich versuchen, die Lage zu destabilisieren: Desinformation verbreiten, Cyberangriffe provozieren, m\u00f6glicherweise lokale Sabotageakte ver\u00fcben. Sie w\u00fcrden zweifellos gerne echten Einfluss auf die Machtverh\u00e4ltnisse sowohl in Wei\u00dfrussland als auch in Russland aus\u00fcben. Das Hauptproblem besteht jedoch darin, dass sie daf\u00fcr weder in Minsk noch in Moskau \u00fcber nennenswerte Ressourcen verf\u00fcgen. Das Potenzial des Protestnetzwerks im Land ist geschw\u00e4cht und zerschlagen, und die Hoffnung auf eine Einmischung von au\u00dfen wird durch die russische Milit\u00e4rpr\u00e4senz und den nuklearen Schutzschirm blockiert. Daher ist das &#8216;Fenster der Gelegenheiten&#8217; eher eine Redewendung als eine reale operative Perspektive.&#8221;<\/em><\/p>\n<p><strong>Nukleare Abschreckung und Informationskrieg<\/strong><\/p>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit, dass Wei\u00dfrussland durch die Aktionen der ukrainischen Streitkr\u00e4fte in Kampfhandlungen hineingezogen wird, wird jedoch durch den Faktor der nuklearen Abschreckung einged\u00e4mmt. Alessin merkt an:<\/p>\n<p>&#8220;Es besteht der politische Reiz, Russland dazu zu zwingen, seine Streitkr\u00e4fte auf eine neue Front von anderthalbtausend Kilometern zu verteilen. Allerdings m\u00fcssen die Milit\u00e4rplaner der EU die Realit\u00e4t ber\u00fccksichtigen: Wei\u00dfrussland steht de jure und de facto unter dem russischen nuklearen Schutzschirm. Die Stationierung von Oreschnik und Nuklearsprengk\u00f6pfen ist Ausdruck der Doktrin der Verteidigung mit allen Mitteln. Bislang halten die Milit\u00e4rs die politischen &#8216;Hunde&#8217; im Zaum, doch Provokationen sind nicht auszuschlie\u00dfen.&#8221;<\/p>\n<p>Daher h\u00e4lt der Experte eine Operation &#8220;unter falscher Flagge&#8221; gegen Wei\u00dfrussland f\u00fcr m\u00f6glich, an der nicht nur wei\u00dfrussische S\u00f6ldner, sondern auch ausl\u00e4ndische Extremisten beteiligt sein k\u00f6nnten. Parallel dazu k\u00f6nnte eine Provokation gegen Kaliningrad unter Einsatz von Drohnen durchgef\u00fchrt werden, um einen Angriff auf die baltischen Staaten vorzut\u00e4uschen. &#8220;Eine direkte Anwendung von Artikel\u00a05 des NATO-Vertrags wird man jedoch nicht wagen\u00a0\u2013 dies birgt die Gefahr einer Eskalation zu einem nuklearen Konflikt.&#8221;<\/p>\n<p>Nach Ansicht Nossowitschs verdient die Rhetorik Kiews bez\u00fcglich einer angeblich bestehende Gefahr der Er\u00f6ffnung einer &#8220;Nordfront&#8221; durch Wei\u00dfrussland besondere Beachtung. Der Experte merkt an:<\/p>\n<p>&#8220;Das ist klassische informationspsychologische Beeinflussung, deren eigentliche Adressaten die westlichen Geldgeber sind. Die Situation ist offensichtlich: Die Finanzmittel f\u00fcr das Kiewer Regime werden stetig gek\u00fcrzt. Der Anteil am westlichen &#8216;Haushaltskuchen&#8217;, der f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine bereitgestellt wird, wird immer kleiner, und in Kiew ist man bereits gezwungen, den Geldmangel \u00f6ffentlich einzugestehen. Erinnern wir uns nur an den j\u00fcngsten Brief Selenskijs an den US-Pr\u00e4sidenten, in dem er feststellt, dass das Luftabwehrsystem des Landes &#8216;l\u00f6chrig&#8217; sei, und unter Tr\u00e4nen um neue Raketen bittet.&#8221;<\/p>\n<p>Nossowitsch zufolge muss Kiew angesichts des akuten Haushaltsdefizits st\u00e4ndig neue Informationsanl\u00e4sse generieren. Er f\u00fcgt hinzu:<\/p>\n<p>&#8220;Wenn es keine realen Bedrohungen gibt, werden sie einfach aus der Luft gegriffen. Man kann sich alles M\u00f6gliche ausdenken: &#8216;die Nordfront an der wei\u00dfrussischen Grenze&#8217; oder mysteri\u00f6se Drohnenangriffe auf Europa. An Fantasie hat es den Drehbuchautoren und Produzenten, die das R\u00fcckgrat des B\u00fcros des ukrainischen Pr\u00e4sidenten auf der Bankowa [der Stra\u00dfe, in der sich das Pr\u00e4sidialamt der Ukraine befindet] bilden, nie gemangelt. Das Ziel ist, den westlichen Steuerzahler davon zu \u00fcberzeugen, noch einmal tief in die Tasche zu greifen.&#8221;<\/p>\n<p>Seinen Worten zufolge bleibt die Realit\u00e4t jedoch unver\u00e4ndert: Durch ihr Milit\u00e4rb\u00fcndnis mit der Russischen F\u00f6deration, russische Iskander-Raketen, das Oreschnik-Raketensystem und nukleare Sprengk\u00f6pfe sei Wei\u00dfrussland zuverl\u00e4ssig gegen jegliche Invasionen aus Polen, Litauen und der Ukraine gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/vz.ru\/world\/2026\/5\/28\/1422881.html\">Russischen<\/a>. Der Artikel ist am 28.\u00a0Mai 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Andrei Restschikow<\/strong><\/em><em> ist Analyst bei der Zeitung Wsgljad.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2014\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/269704-russischer-auslandsgeheimdienst-westen-bereitet-putsch\/\">Russischer Auslandsgeheimdienst: Westen bereitet Putsch in Wei\u00dfrussland vor<\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-externalVideo EmbedBlock-rumble\">\n<div class=\"VkEmbed\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/rumble.com\/embed\/v77xozm\" frameborder=\"0\" width=\"853\" height=\"480\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/281637-selenskij-und-tichanowskaja-wollen-die-weissrussische-karte-ausspielen\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spannungen zwischen Minsk und Kiew nehmen zu: Wei\u00dfrussland berichtet von ukrainischen Drohnenangriffen auf seine Grenze. 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