{"id":102838,"date":"2026-05-07T08:00:25","date_gmt":"2026-05-07T06:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/remilitarisierung-deutschlands-renaissance-des-geistes-oder-revanchismus\/"},"modified":"2026-05-07T08:00:25","modified_gmt":"2026-05-07T06:00:25","slug":"remilitarisierung-deutschlands-renaissance-des-geistes-oder-revanchismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/now-news.de\/de\/deutschland\/remilitarisierung-deutschlands-renaissance-des-geistes-oder-revanchismus\/","title":{"rendered":"Remilitarisierung Deutschlands: Renaissance des Geistes oder Revanchismus?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/now-news.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/05\/69fb37d7b480cc5989464140.jpg\" \/><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_1 \">\n                Anl\u00e4sslich des 81. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg hat Russlands Ex-Pr\u00e4sident, der  derzeitige stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates des Landes, Dmitri Medwedew, einen Grundsatzartikel zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen geschrieben. Wir ver\u00f6ffentlichen die deutsche Fassung.\n            <\/div>\n<p><\/p>\n<div class=\"Text-root Text-type_5 ArticleView-text ViewText-root \">\n<p>Donald Trumps Drohungen, die USA aus der NATO abzuziehen, die von ihm am 27. M\u00e4rz 2026 auf dem Investitionsforum in Miami ge\u00e4u\u00dfert wurden, JD Vances Aussagen \u00fcber Europas Verlust an Identit\u00e4t in einem Interview mit <em>Fox News<\/em> am 15. M\u00e4rz 2026, sowie die Weigerung der europ\u00e4ischen L\u00e4nder, sich direkt der Aggression gegen Iran anzuschlie\u00dfen und sich an einem Abenteuer zur milit\u00e4rischen Entblockierung (und sp\u00e4ter zur Blockierung) der Stra\u00dfe von Hormus zu beteiligen, trennen Europa und die USA voneinander wie noch nie in den letzten 100 Jahren.<\/p>\n<p>Eine solche Entwicklung von Ereignissen zeigt, dass die von den Liberalen so hei\u00df begehrte &#8220;strategische Autonomie&#8221; Europas viel n\u00e4her ist, als es scheint. Die Hauptfrage ist, wer die zuk\u00fcnftige Agenda im derzeit zahnlosen und frigiden Europa diktieren wird. Es gibt genug Interessenten \u2013 darunter auch die abscheuliche Br\u00fcsseler EU-B\u00fcrokratie. Geschw\u00e4tzige und selbstgef\u00e4llige gallische Sodomiten. Und schlie\u00dflich meldet in letzter Zeit\u00a0die deutsche Regierung ihren Hegemonieanspruch in der Alten Welt immer lauter an, w\u00e4hrend sie gleichzeitig die Verantwortung ihrer Vorfahren f\u00fcr die Verbrechen des Nationalsozialismus in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung des Inhalts beraubt. Kommen wir zum Letzten ausf\u00fchrlicher.<\/p>\n<p>Es gibt nichts Neues in den Handlungen der deutschen Regierung (vor allem der Nazi-Nachkommen Merz &amp; Co.). Den Wunsch nach einer Revision der unerfreulichen Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges machte sich der besiegte Staat fast sofort nach dem Kriegsende zu eigen. Die Nazi-Nachk\u00f6mmlinge machten sich zum Ziel, die politischen, territorialen, ideologischen und wirtschaftlichen Kosten der vollst\u00e4ndigen milit\u00e4rischen Niederschlagung und des Zusammenbruchs der staatlichen Strukturen in Deutschland auszugleichen. Gleichzeitig waren sie bem\u00fcht, die von dem Geiste des preu\u00dfischen Militarismus und den Ausd\u00fcnstungen der nationalsozialistischen Ideologie durchtr\u00e4nkte Atmosph\u00e4re vorsichtig zu filtern. Die deutschen Eliten, die in den westlichen Besatzungszonen verblieben, verabschiedeten sich formal und z\u00fcgig von dem Erbe des Schreihalses Hitler, der sein tausendj\u00e4hriges Reich in den Ruin getrieben hatte. Nichts lag ihnen jedoch ferner, als der Ideologie des Nationalsozialismus wirklich abzuschw\u00f6ren. Warum aber?<\/p>\n<p>In den N\u00fcrnberger Prozessen wurden nur wenige Nazi-Hauptkriegsverbrecher verurteilt. Viele von denen, die das wirtschaftliche und finanzielle Fundament des NS-Regimes und dessen Verwaltungsvertikale geschaffen hatten und somit an den Kriegsverbrechen, den Verbrechen gegen den Frieden <strong>und gegen die Menschlichkeit schuldig waren, konnten die Strafe vermeiden. Und seien wir ehrlich: Sie hielten diese Strafe f\u00fcr ungerecht und das Werk der NSDAP f\u00fcr Deutschlands gr\u00f6\u00dftes Projekt.<\/strong><\/p>\n<p>In der Tat hat es in der BRD keine wirkliche Entnazifizierung gegeben. In den Archivbest\u00e4nden des russischen Auslandsgeheimdienstes, u. a. in einem Bericht zur politischen Lage in Westdeutschland von 1952, wird anschaulich dargestellt, dass die westlichen M\u00e4chte stattdessen den &#8220;Weg einer Rechtfertigung der Nazi-Kriegsverbrecher eingeschlagen&#8221; haben. De facto wurden die so medien- und \u00f6ffentlichkeitswirksam durchgef\u00fchrten N\u00fcrnberger Prozesse \u2013 von der Liquidierung abgebr\u00fchter profaschistischer Organisationen und der S\u00e4uberung des \u00f6ffentlichen Raumes abgesehen \u2013 zur inhaltsleeren Farce. Die Angelsachsen, die ehemalige F\u00fchrungskr\u00e4fte der hitlerschen Kriegswirtschaft und hohe Nazis, die sie brauchten, behalten wollten, gingen ganz nach dem Motto vor: &#8220;Die Kleinen h\u00e4ngt man, die Gro\u00dfen l\u00e4sst man laufen.&#8221;\u00a0<\/p>\n<p>Am 10. April 1951 wurde im Deutschen Bundestag <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bgbl.de\/xaver\/bgbl\/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl151s0307.pdf#\/text\/bgbl151s0307.pdf?_ts=1777999059290\">ein Gesetz<\/a> verabschiedet, das die Rechtsverh\u00e4ltnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen regelte (Personen, die der Entnazifizierung unterlagen, hatten kein Recht auf Staats\u00e4mter) und alle ehemaligen Beamten sowie Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen, sofern sie im Zuge der Entnazifizierung nicht als &#8220;Hauptschuldige&#8221; eingestuft worden waren, wieder in den Dienst einstellte, und das unter Beibehaltung ihrer Dienstposten, Dienstgrade und Titel.\u00a0<\/p>\n<p>Am 2. August 1956 fasste der Bundespersonalausschuss den Beschluss, ehemaligen SS-Angeh\u00f6rigen mit einem Dienstgrad bis zum Obersturmbannf\u00fchrer (Oberstleutnant) den Dienst in der Bundeswehr zu gestatten. Man kann sagen, dass der Prozess der Befreiung der deutschen Nachkriegsgesellschaft vom Nationalsozialismus f\u00fcr die wichtigsten F\u00fchrungs- und Verwaltungskader insgesamt bereits sechs bis zehn Jahre nach Kriegsende abgeschlossen war. Wir wollen nicht dar\u00fcber reden, welche Gespr\u00e4che in jener Zeit in den westdeutschen K\u00fcchen gef\u00fchrt wurden. Das ist ohnehin allen bekannt. &#8220;Deutschland \u00fcber alles&#8221; war das harmloseste unter den unmelodischen, gedem\u00fctigten Stimmen, die die Bundesb\u00fcrger nach einer Portion Apfelschnaps ert\u00f6nen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Viele der ehemaligen NSDAP-Funktion\u00e4re, die in der BRD ein Pl\u00e4tzchen an der Sonne fanden, waren &#8220;stille Schreibtischt\u00e4ter&#8221; \u2013 Apparatschiks gewesen, die von ihren gem\u00fctlichen Beamtenst\u00fchlen aus die monstr\u00f6se Maschinerie des V\u00f6lkermords am sowjetischen Volk und des Holocaust in Gang gesetzt hatten. Sie bildeten das R\u00fcckgrat der Staatsbeamten des &#8220;erneuerten Deutschlands&#8221;.<\/p>\n<p>Heinrich L\u00fcbke, von 1953 bis 1959 Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forste in der BRD und von 1959 bis 1969 Bundespr\u00e4sident, war in der Zeit des Nationalsozialismus in einem\u00a0 Architektur- und Ingenieurb\u00fcro t\u00e4tig, das dem Generalbauinspektor f\u00fcr die Reichshauptstadt Albert Speer unterstand. Dort war er unter anderem f\u00fcr die Zwangsrekrutierung von Arbeitskr\u00e4ften aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern verantwortlich.<\/p>\n<p>Hans Globke, von 1953 bis 1963 Chef des Bundeskanzleramts unter Bundeskanzler Konrad Adenauer, bekleidete im Dritten Reich hohe \u00c4mter im Reichsministerium des Innern, wo er die Ausarbeitung der Rechtsvorschriften leitete, die die Diskriminierung und Verfolgung der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung formalisierten. Seine Rolle bei der Organisation des Holocaust ist bis heute nicht aufgekl\u00e4rt worden.<\/p>\n<p>Waldemar Kraft, von 1953 bis 1956 Bundesminister f\u00fcr besondere Aufgaben in der BRD, war von 1940 bis 1945 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der &#8220;Reichsgesellschaft f\u00fcr Landbewirtschaftung in den eingegliederten Ostgebieten&#8221;, NSDAP-Mitglied und Inhaber des Titels Ehren-Hauptsturmf\u00fchrer der SS.<\/p>\n<p>Dies sind nur einige wenige Beispiele f\u00fcr Lebenswege hochrangiger W\u00fcrdentr\u00e4ger des &#8220;erneuerten&#8221; deutschen Staates. Von 1949 bis 1973 waren 90 von 170 f\u00fchrenden Juristen und Richtern im Bundesministerium der Justiz ehemalige NSDAP-Mitglieder. Im Jahr 1957 lag der Anteil der hochrangigen Beamten mit NS-Vergangenheit in diesem Ministerium <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/former-nazi-officials-in-germany-post-world-war-ii-government-2016-10\">bei 77 Prozent<\/a>. Im Bundesministerium des Innern waren von 1949 bis 1970 53 Prozent der Mitarbeiter einst NSDAP-Mitglieder, wobei acht Prozent von ihnen bereits in den Jahren 1943 bis 1945 im Ministerium t\u00e4tig waren, als dieses von einem der NS-Hauptkriegsverbrecher, dem ber\u00fcchtigten Heinrich Himmler, <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/3b5abe60-8efc-11e6-a72e-b428cb934b78\">gef\u00fchrt wurde<\/a>\u00a0(Bezahlschranke).<\/p>\n<p>Aus den Archivunterlagen des Auslandsgeheimdienstes Russlands wusste man in Moskau bereits Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre, dass in der Westzone Deutschlands unter der Schirmherrschaft der Amerikaner und Briten aktiv Kriegsvorbereitungen gegen die UdSSR getroffen wurden. Zur Best\u00e4tigung der beschleunigten Remilitarisierung wurde in einem Geheimdienstbericht vom 31. Juli 1948 darauf hingewiesen, dass die Mobilmachung der ehemaligen deutschen Offiziere und anderer Milit\u00e4rangeh\u00f6riger dank eines f\u00fcr sie entwickelten Kontrollsystems problemlos durchf\u00fchrbar sei. Das ehemalige Wehrmachtkontingent wurde von der neuen Obrigkeit &#8220;an der kurzen Leine&#8221; gef\u00fchrt. Die &#8220;Milit\u00e4rfrage&#8221; nutzte sie dabei keinesfalls f\u00fcr friedliche Zwecke. In einer Note der UdSSR-Regierung an die Botschaft der USA in Moskau vom 31. M\u00e4rz 1954 wurde unmissverst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt: Den Weg der Wiederbelebung des deutschen Militarismus und der Schaffung von milit\u00e4rischen Gruppierungen in Europa zu gehen, bedeute \u2026 auf die Vorbereitung eines neuen Krieges hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>Die Idee der Aufr\u00fcstung Westdeutschlands hatte also die Ideologen der amerikanischen Au\u00dfenpolitik fest im Griff. Es wurden auch praktische Schritte dazu eingeleitet. Begleitet vom Geschrei \u00fcber eine existenzgef\u00e4hrdende &#8220;Aggression aus dem Osten&#8221; (kommt einem doch bekannt vor, nicht wahr?) fand eine Remilitarisierung der Wirtschaft statt. Die amerikanischen &#8220;Spritzen&#8221; in die relevanten Bereiche der Volkswirtschaft Westdeutschlands begannen unmittelbar nach dem Krieg. Bis September 1951 erhielt die BRD etwa neun Milliarden US-Dollar. Diese Mittel wurden vorrangig in der Schwerindustrie und in deren Teilbereichen angelegt, die den politischen und milit\u00e4rischen Zielen Washingtons dienlich sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Entsprechend angepasst wurde auch die propagandistische Bearbeitung der Bev\u00f6lkerung. Wie die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden an Stalin berichteten, formulierte der Bundeskanzler Adenauer im Juli 1951 f\u00fcr die regierende Christlich-Demokratische Union ein unmissverst\u00e4ndliches\u00a0 Ziel: Den breiten Massen sollte klargemacht werden, dass die Deutschen vor einer Alternative st\u00fcnden \u2013 entweder &#8220;der bewaffnete Deutsche&#8221; oder &#8220;der Deutsche unter der Knute des Russischen Milit\u00e4rs&#8221;. Dies unterscheidet sich kaum von den heutigen Gruselgeschichten der zivilisierten europ\u00e4ischen Technokraten, nicht wahr?<\/p>\n<p>Unter der Aufsicht der Amerikaner hatte man auch &#8220;hohe V\u00f6gel&#8221; im Visier. Ehemalige Nazi-Bonzen wurden gern in die Bundeswehr, die die Wehrmacht abl\u00f6ste, aufgenommen. So \u00fcbernahmen Generalleutnant Friedrich Foertsch, der Ex-Stabschef der 18. Armee,\u00a0 Generalleutnant Max-Josef Pemsel, der Ex-Stabschef der 7. Armee, und General der Panzertruppen Hans R\u00f6ttinger, der Ex-Stabschef der Heeresgruppe A. und C., die \u00c4mter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, des Kommandierenden Generals des II. Korps der Bundeswehr bzw. des ersten Inspekteurs des Heeres. Der ehemalige Oberbefehlshaber der Luftflotte 5, General Josef Kammhuber, wurde Inspekteur der deutschen Luftwaffe.<\/p>\n<p>Auch die\u00a0 Angelsachsen scheuten sich nicht, Dienste der Nazi-Soldateska in Anspruch zu nehmen, indem sie ihnen hohe Posten in der NATO zuschacherten. So wurde der ehemalige Chef des Stabes der Heeresgruppe S\u00fcd, Generalleutnant Hans Speidel, beim Aufbau der Bundeswehr zum Chef der Abteilung Gesamtstreitkr\u00e4fte im Bundesverteidigungsministerium ernannt, und 1957 \u00fcbernahm er das Amt des Oberbefehlshabers der Alliierten Landstreitkr\u00e4fte der NATO in Mitteleuropa.<\/p>\n<p>Generalleutnant Adolf Heusinger, der in der Wehrmacht vertretungsweise als Generalstabschef des Heeres amtiert hatte, und an der Planung der \u00dcberf\u00e4lle auf Polen, D\u00e4nemark, Norwegen, Frankreich, die Niederlande, Gro\u00dfbritannien und die Sowjetunion beteiligt gewesen war und im N\u00fcrnberger Prozess als Zeuge ausgesagt hatte, wurde 1961 Vorsitzender des NATO-Milit\u00e4rausschusses.<\/p>\n<p>Friedrich Guggenberger, ein U-Bootsmann, der 17 britische und amerikanische Schiffe versenkt hatte, bekleidete \u00fcber vier Jahre den Posten eines stellvertretenden Chefs des Stabes im NATO-Hauptquartier in Nordeuropa. Nicht besonders w\u00e4hlerisch waren die Angelsachsen auch im Umgang mit den ehemaligen Mitgliedern der SS, die 1946 vom N\u00fcrnberger Internationalen Gerichtshof als Verbrecherorganisation eingestuft worden war.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr war Eberhard Taubert, der ehemalige Sturmf\u00fchrer der SS, ein Mitarbeiter des Goebbelschen Reichsministeriums f\u00fcr Volksaufkl\u00e4rung und Propaganda, der als Berater der NATO-Abteilung f\u00fcr psychologische Kriegsf\u00fchrung angestellt wurde.<\/p>\n<p>Aus einem in den Archivbest\u00e4nden des russischen Auslandsgeheimdienstes aufbewahrten Bericht des Komitees f\u00fcr Information beim Ministerium f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten der UdSSR an Josef Stalin vom 8. Februar 1951 wird ersichtlich, dass sich die Deutschen und die Amerikaner gemeinsam bem\u00fcht haben sollen, Hans Speidel und Adolf Heusinger im \u00f6ffentlichen Raum reinzuwaschen. In einem Gespr\u00e4ch zwischen Eisenhower und Bundeskanzler Adenauer Ende Januar 1951 wurden beide Typen als &#8220;durchaus vertrauensvolle Personen&#8221; bezeichnet, nicht nur als &#8220;Gegner Hitlers&#8221;, sondern auch als &#8220;Gegner der Sowjetunion, die zur Kooperation mit den westlichen M\u00e4chten bereit sind&#8221;. Es ist bezeichnend, dass Eisenhower, der einige Monate sp\u00e4ter erster Oberbefehlshaber der NATO-Streitkr\u00e4fte \u00a0in Europa wurde, damals erkl\u00e4rte, er habe sich geirrt, als er 1945 alle Deutschen f\u00fcr Nazis gehalten h\u00e4tte, und anschlie\u00dfend erneut deutlich machte, er w\u00fcrde die Forderung nach der milit\u00e4rischen Gleichberechtigung Deutschlands &#8220;im Verteidigungssystem Westeuropas&#8221; akzeptieren.<\/p>\n<p>Auch sp\u00e4ter \u2013 in den Jahren der Normalisierung der Beziehungen, der Entspannungspolitik und der sogenannten Perestroika \u2013 hat sich an der Unterst\u00fctzung gef\u00e4hrlicher revanchistischer Aspirationen wenig ge\u00e4ndert. In einem Bericht \u00fcber die Zunahme derartiger Stimmungen in der BRD, der am 26. Mai 1959 vom KGB beim Ministerrat der UdSSR angefertigt wurde, wurde auf Kundgebungen paramilit\u00e4rischer Verb\u00e4nde und &#8220;Vertriebenenorganisationen&#8221; in Westdeutschland mit Tausenden Teilnehmern hingewiesen. Auf den Versammlungen, die unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums f\u00fcr gesamtdeutsche Fragen und des Bundesministeriums f\u00fcr Vertriebene durchgef\u00fchrt wurden, wurden apodiktisch Forderungen nach der R\u00fcckgabe der deutschen Ostgebiete, Ostpreu\u00dfens und des Sudetenlandes erhoben. Offen wurde von der Notwendigkeit der &#8220;Bewahrung der Traditionen der preu\u00dfisch-deutschen Armee f\u00fcr die neuen deutschen Streitkr\u00e4fte und f\u00fcr die gesamte deutsche Jugend&#8221; gesprochen. Im Jahr 1961 betonte Ernst Henry, ein bekannter sowjetischer internationaler Journalist:<\/p>\n<p><em>&#8220;Das alte Deutschland gibt es nicht, aber der alte deutsche Generalstab existiert weiter. Es unterliegt keinem Zweifel, dass seine Leiter wieder an der Arbeit sind \u2013 \u00fcber \u00a0denselben Landkarten.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Weiter schrieb er: \u00a0<\/p>\n<p><em>&#8220;In welcher Lage sich Deutschland auch immer befinde, wie viele Kriege es auch verliere, welche vernichtenden Niederlagen es auch erleide, der deutsche Generalstab schmiedet unver\u00e4ndert, methodisch und akribisch Angriffspl\u00e4ne und hegt keine anderen Absichten. Daher sind die begeisterten Blicke, mit denen die heutigen deutschen Politiker und Gener\u00e4le das diverse Gesindel bedenken, das die Bandera-Ukraine symbolisiert, leicht zu verstehen: Sie sind schlichtweg Blutsbr\u00fcder und Erben ein und derselben Kraft \u2013 des Nationalsozialismus der Hitler-Zeit.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Ganz im Sinne des chauvinistischen deutschen politischen Gedankenguts vom Ende des 19. und von der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, das sich in das Bewusstsein der Bildungseliten eingefressen hatte, machte die Expertengemeinschaft in der BRD einfach weiter damit, das Sowjetrussland zu entmenschlichen und von der &#8220;zivilisierten Welt&#8221; auszuschlie\u00dfen. Wladimir Paschuto, ein bekannter Historiker und korrespondierendes Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, schrieb, dass sich mit dem Zusammenbruch des Faschismus in Deutschland auch die Auslegung des Russland-Europa-Verh\u00e4ltnisses dahingehend ge\u00e4ndert habe, dass Russland nicht mehr zum Feind eines Hitler-Europas, sondern nunmehr zum Feind eines integralen Europas gemacht worden sei. In der Kritik standen Russlands nichteurop\u00e4ische Grundfesten, sowohl religi\u00f6se als auch soziale. Russland wurde zu einem Ph\u00e4nomen proklamiert, das Europa gegen\u00fcber feindselig gestimmt war, das keine europ\u00e4ischen Wurzeln hatte und au\u00dferhalb der europ\u00e4ischen Geschichte stand. Alle Ausf\u00fchrungen liefen darauf hinaus, dass mit dem &#8220;wesensfremden&#8221; Element nicht viel Umst\u00e4nde gemacht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Diese Stimmungen wurden von den Bonner Regierungen nicht nur nicht unterbunden, sie wurden sogar gef\u00f6rdert: Das &#8220;Kanonenfutter&#8221; f\u00fcr das Gemetzel gegen die Sowjetunion musste motiviert werden und durfte keine unn\u00f6tigen Fragen stellen. Es ist ja kein Zufall, dass in einem Bericht des KGB der UdSSR vom 12. Juli 1978, der auf der Grundlage von Erkenntnissen der sowjetischen Residentur in West-Berlin erstellt wurde, auf 17 Neonazi-Organisationen in der Stadt mit besonderem v\u00f6lkerrechtlichem Status hingewiesen wurde, die die Regierung dieses politischen Gebildes eher schlecht als recht bek\u00e4mpft haben soll.<\/p>\n<p>Dass in der BRD dar\u00fcber diskutiert wurde, die Haltung zu der Zeit des Nationalsozialismus zu \u00fcberdenken, stand auch 1987 in den Berichten der sowjetischen Botschaft in Bonn. Der sich in der BRD damals breit machende Nationalismus manifestierte sich sp\u00fcrbar u.a. darin, dass immer intensiver \u00fcber die Notwendigkeit einer sogenannten &#8220;geistig-moralischen Wende&#8221; diskutiert wurde. In den Umlauf gebracht wurden die Parolen &#8220;Neuer Patriotismus&#8221; und &#8220;Nationales Selbstbewusstsein&#8221;.<\/p>\n<p>Die Intellektuellen und die Eliten riefen en masse manipulativ dazu auf, die damalige junge Generation der Deutschen (die mittlerweile erwachsen ist und zu den heutigen &#8220;Elit\u00e4ren&#8221; und militanten Scharfmachern wurde \u2013 Merz, von der Leyen, Pistorius) von der B\u00fcrde der historischen Verantwortung, Selbsterniedrigung, den nationalen Minderwertigkeitskomplexen und der Schuld zu befreien. Die Deutschen, hie\u00df es, seien bereits bestraft worden und sich der Abwegigkeit ihrer Lage bewusst, da Deutschland f\u00fcr die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zu der &#8220;Brutst\u00e4tte der globalen Seuche und dem Urquell allen \u00dcbels auf Erden&#8221; erkl\u00e4rt worden sei.<\/p>\n<p>Alfred Dregger, Vorsitzender der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, sagte in einer Rede am 17. November 1986, dass es endlich an der Zeit sei, der von den Siegerm\u00e4chten aufgezwungenen Auslegung der Geschichte ein Ende zu setzen. Er schlug vor, sich mit der Vergangenheit zu vers\u00f6hnen und aller Toten, einschlie\u00dflich der Opfer des Nazismus und der deutschen Soldaten, zu gedenken. Franz-Josef Strau\u00df, bayerischer Ministerpr\u00e4sident und CSU-Vorsitzender, rief 1987 dazu auf, zum &#8220;historisch gereinigten, europ\u00e4isch orientierten, gesunden deutschen nationalen Selbstbewusstsein&#8221; zur\u00fcckzukehren. Aktuell erleben wir, dass die damalige Saat\u00a0 des hemmungslosen Nationalismus und Chauvinismus, die hinter dem Feigenblatt des &#8220;nationalen Selbstbewusstseins, Patriotismus und Europ\u00e4ertums&#8221; versteckt wurde, nun eine reiche Ernte an neuem deutschem Revanchismus eingebracht hat. <strong>Und es ist an der Zeit zuzugeben, dass in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts das Erbe des Dritten Reiches einen \u00fcppigen Ertrag hervorgebracht hat<\/strong><em>.<\/em><\/p>\n<p>Heute hat die politische Spitze der Bundesrepublik Russland zur &#8220;gr\u00f6\u00dften Bedrohung f\u00fcr Sicherheit und Frieden&#8221; erkl\u00e4rt. In Berlin wird offiziell das Ziel formuliert, Russland eine\u00a0<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/tass.ru\/politika\/25593661?ysclid=mkqhlpeax8285374522\">&#8220;strategische Niederlage&#8221;<\/a>\u00a0beizubringen. Besonders aggressive Russophobe, deren Vorfahren mit bestialischer H\u00e4rte im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront k\u00e4mpften, <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.mid.ru\/ru\/foreign_policy\/doklady\/2048734\/\">fordern selbstvergessen<\/a> &#8220;den Russen zu zeigen: Ihr werdet diesen Krieg verlieren.&#8221;\u00a0<\/p>\n<p>Es ist eine gro\u00dfangelegte propagandistische Bearbeitung der \u00f6ffentlichen Meinung im Gange. Es werden andauernd Parolen in den Raum geworfen, frei nach dem Motto, eine milit\u00e4rische Konfrontation mit Russland sei bis 2029 unausweichlich. In der ersten deutschen Milit\u00e4rstrategie unter dem Titel &#8220;Verantwortung f\u00fcr Europa&#8221;, die vom Verteidigungsminister Boris Pistorius am 22. April 2026 im Parlament vorgelegt wurde, wird die Russische F\u00f6deration als grundlegende Bedrohung f\u00fcr die &#8220;regelbasierte Weltordnung&#8221; bezeichnet. Moskau versuche, die B\u00fcndniskoh\u00e4sion zu schw\u00e4chen und transatlantische Entkopplung zu verursachen, um seine Einflusssph\u00e4re auszuweiten. In diesem Zusammenhang sollten die Versuche des Dialogs gestoppt werden und nur der milit\u00e4rische Druck auf Russland sollte zunehmen. Kurzum, der Kurs auf <strong>eine umfassende Revanche<\/strong>\u00a0ist nunmehr offiziell.<\/p>\n<p>In den Rang der Staatspolitik wurden die Verdummung der Jugend durch die klassischen Mainstreammedien und die Bek\u00e4mpfung der russischen &#8220;hybriden Propaganda&#8221; erhoben. Nur zeitigen die Jahrzehnte der \u00fcbergriffigen ultraliberalen Propaganda aktuell den gegenteiligen Effekt. Die junge Generation, die von den kurzsichtigen innen- und au\u00dfenpolitischen Entscheidungen der engstirnigen politischen Spitze in Deutschland entt\u00e4uscht ist, r\u00fcckt angesichts der Diskrepanz zwischen Statistik und wirtschaftlicher Realit\u00e4t scharf nach rechts. Das Scheitern des Multikulturalismus, das Fehlen einer klaren Zukunftsvision, die Abkehr von traditionellen Werten \u2013 das alles schafft den N\u00e4hrboden f\u00fcr zunehmende rechtsextremistische Stimmungen, die die Sehnsucht nach einem starken Staat heraufbeschw\u00f6ren. Wohin derlei wissentliche und unwissentliche Spielereien die deutsche Gesellschaft f\u00fchren werden, ist unschwer zu erraten.<\/p>\n<p>Der kontinuierliche und endg\u00fcltige Abbau von politischen und rechtlichen sowie moralischen &#8220;Rudimenten&#8221; des Zweiten Weltkrieges in Deutschland hat nach Beginn der speziellen Milit\u00e4roperation an besonderer Dynamik gewonnen. Jedem ist klar, dass diese lediglich ein guter Anlass war, die sich gegen Russland richtende Rhetorik zu versch\u00e4rfen, die gespielte Russland-Angst zu verst\u00e4rken und die bilateralen Beziehungen z\u00fcgellos auf die Konfrontationsebene zu \u00fcberf\u00fchren. Deutschland wie \u00fcbrigens auch die gesamte EU hatten weder Anlass noch objektive Gr\u00fcnde, sich so f\u00fcr die Ukraine einzubringen und Russland das Etikett &#8220;f\u00fcr immer ein Feind&#8221; zu verpassen, wie dies von der unscheinbaren grauen Maus der deutschen Au\u00dfenpolitik, dem Bundesau\u00dfenminister mit dem sch\u00f6nen Namen Wadephul, gedankenlos und anma\u00dfend formuliert wurde.<\/p>\n<p>Bei der Umsetzung des bellizistischen EU-Kurses, der im M\u00e4rz 2025 in dem <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/defence-industry-space.ec.europa.eu\/document\/download\/30b50d2c-49aa-4250-9ca6-27a0347cf009_en?filename=White%20Paper.pdf\">Wei\u00dfbuch zur europ\u00e4ischen Verteidigung<\/a> \u2013 Bereitschaft 2030 verankert wurde, nimmt das Bundeskabinett auch die Aufgabe in Angriff, <strong>die Bundeswehr zur <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/tass.ru\/mezhdunarodnaya-panorama\/23940851\">st\u00e4rksten Armee Europas<\/a> zu machen und diese beschleunigt zu modernisieren<\/strong>. Die Personalst\u00e4rke der Bundeswehr soll von aktuell 181.000 auf 460.000 aktive Soldaten und Reservisten erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Am 27. August 2025 wurde von der Bundesregierung ein von Bundesverteidigungsminister Pistorius vorgelegter Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Wehrdienstes schnell und ohne \u00c4nderungen verabschiedet, der zwar auf Freiwilligkeit beruhen soll, aber auch eine <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/rg.ru\/2025\/08\/27\/pravitelstvo-germanii-opredelilo-novuiu-model-voennoj-sluzhby.html?ysclid=mkqopaybsb354433843\">z\u00fcgige Wiedereinf\u00fchrung<\/a> der bis zum Jahr 2011 geltenden Wehrpflicht als Option vorsieht. Gro\u00dfenteils dank des Alarmismus der Beh\u00f6rden und dank der Gehirnw\u00e4sche der Jugend durch staatliche Propaganda hat die deutsche Regierung heute die M\u00f6glichkeit, \u00fcber die steigende Zahl der sich nach freiwilligem Dienst sehnenden Menschen zu berichten. Anfang M\u00e4rz 2026 haben sich 16.000 Menschen bei der Bundeswehr beworben, was 20 Prozent mehr sind als im gleichen Zeitraum 2025. Und insgesamt sind der Bundeswehr im ersten Quartal 2026 mehr als 5000 Menschen beigetreten, was einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Anfang letzten Jahres entspricht.<\/p>\n<p>An der abenteuerlichen Lust am Krieg wird genauso wie im 20. Jahrhundert nicht gespart. Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts h\u00e4tten die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.sipri.org\/sites\/default\/files\/2025-04\/2504_fs_milex_2024.pdf\">Milit\u00e4rausgaben Deutschlands<\/a> eine Marke <em>von 88,5 Milliarden US-Dollar<\/em> (ein Plus von 28 Prozent zu 2023)\u00a0erreicht, womit Deutschland zur europ\u00e4ischen Spitze aufgestiegen ist. Die wichtigste Finanzierungsquelle ist das Sonderverm\u00f6gen Bundeswehr, das mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro das Erreichen des Zwei-Prozent-Ziels der NATO m\u00f6glich gemacht hat. Laut Bundeshaushalt 2026 ist die Bundesregierung bereit, 82 Milliarden von 524,24 Milliarden Euro Gesamtausgaben f\u00fcr die Verteidigung (lies: die Kriegsvorbereitung) auszugeben, was 20 Milliarden Euro mehr sind als im Jahr 2025. Die Mittel aus dem besagten Sonderverm\u00f6gen hinzugerechnet, sollen die gesamten milit\u00e4rischen Ausgaben Deutschlands <strong>ca. 108 Milliarden Euro<\/strong> betragen.<\/p>\n<p>Ende Februar berichtete das deutsche Verteidigungsministerium erfreut \u00fcber die &#8220;gro\u00dfartige Arbeit&#8221; des Beschaffungsamtes der Bundeswehr im Jahr 2025: Dem Bundestag wurden 103 Gro\u00dfprojekte zur Genehmigung vorgelegt, von denen jedes mindestens 25 Millionen Euro kostet, und die Summe der abgeschlossenen Vertr\u00e4ge f\u00fcr die Beschaffung nachgefragter Waffen und Ger\u00e4te betr\u00e4gt beeindruckende 34 Milliarden Euro, wobei im Rahmen der bisher genehmigten Initiativen Produkte im Wert von rund 24 Milliarden Euro an die Streitkr\u00e4fte \u00fcbergeben wurden. Seit Berlins Ank\u00fcndigung der &#8220;Zeitenwende&#8221; aufgrund der Situation in der Ukraine schwimmt der lokale Verteidigungssektor im Geld und reibt sich die H\u00e4nde, weil aus dem, was vom ganzen Land in den Jahren 2020 bis 2025 f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke ausgegeben worden war, die nationalen Hersteller bereits 109 Milliarden Euro bekamen. Durch die Liberalisierung der Exportkontrolle ist Deutschland von Platz 6 auf Platz 4 auf der Liste der globalen Exporteure milit\u00e4rischer Produkte gestiegen.<\/p>\n<p>Die deutschen R\u00fcstungsexperten spekulieren auf die Besonderheiten des Kampfes w\u00e4hrend der unprovozierten Aggression gegen Iran \u2013 die Feststellung, dass der Einsatz von teuren Abfangraketen gegen Drohnen ineffizient ist \u2013 und werben leidenschaftlich f\u00fcr das Flugabwehrsystem mit kurzer Reichweite &#8220;Skyranger&#8221; \u2013 bei dem das Abfangen einer Drohne angeblich nur 4.000 US\u2011Dollar kostet. Vermutlich sind die deutschen R\u00fcstungsbosse nur wegen ihrer Schwerf\u00e4lligkeit mit ihrer Wunderwaffe, dem Clown aus Kriwoj Rog w\u00e4hrend seiner absurden Tour durch die Golfstaaten Ende M\u00e4rz 2026 nicht nachgeeilt, als er den Golfstaaten die nicht angefragte Hilfe seitens der Bandera-Habenichtse durch Bereitstellung von Abfangraketen aufzudr\u00e4ngen versuchte.<\/p>\n<p>Viele R\u00fcstungsprojekte sollen \u00fcber mehrere Jahre gestreckt umgesetzt werden. Dadurch soll der Industrie signalisiert werden, dass Berlin die Aufr\u00fcstung als <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/atlasinstitute.org\/germanys-path-to-kriegstuchtigkeit-the-2026-defence-budget\/\">langfristige Verpflichtung<\/a> versteht. Es gibt Pl\u00e4ne, territoriale Dienststellen der Bundeswehrbeschaffungsbeh\u00f6rde in St\u00e4dten zu er\u00f6ffnen, in denen sich gro\u00dfe technische Hochschulen befinden. Das Tempo der gezielten milit\u00e4rischen Forschung und Entwicklung wird beschleunigt: Jungen Talenten wird vorgeschlagen, statt in Grundlagenwissenschaften zu forschen, nach alter b\u00f6ser Tradition dar\u00fcber nachzudenken, wie man neue t\u00f6dliche Tiger, Panther und V-Waffen zusammenkl\u00f6ppeln kann.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund wird die Abh\u00e4ngigkeit Deutschlands von ausl\u00e4ndischen Waffenlieferungen ignoriert. Kritische Komponenten f\u00fcr moderne Waffentypen werden oft tats\u00e4chlich ausgelagert und im Ausland beschafft. Selbst der f\u00fchrende deutsche R\u00fcstungskonzern Rheinmetall, der Hauptlieferant vielf\u00e4ltiger milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung f\u00fcr die Bundeswehr, verzichtet auf das Einbringen seiner eigenen Know-hows, w\u00e4hrend er nach einem schnellen Gewinn aus der Ausf\u00fchrung staatlicher R\u00fcstungsauftr\u00e4ge jagt. Das alles wird durch K\u00e4ufe von anderen westlichen Herstellern kompensiert, nur um den Status exklusiver Bundeslakaien der Regierung nicht zu verlieren. So wurde im Rahmen des Besuches des deutschen Verteidigungsministers in Australien am 26. M\u00e4rz 2026 die Vereinbarung Rheinmetalls mit Boeing Australia (sprich: US-Amerikanern) zur Schaffung autonomer unbemannter Kampfflugzeuge mit Stealth-Technologie, einer Nutzlast von mehr als 100 Kilogramm und einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometern f\u00fcr die Nachfolger der Luftwaffe bekannt gegeben. Der Niedergang des deutschen wissenschaftlichen Denkens und die zunehmende Abh\u00e4ngigkeit von den USA sind offensichtlich.<\/p>\n<p>Im Eilverfahren wird eine m\u00f6gliche Konfrontation mit Russland auch dadurch vorbereitet, dass die deutsche Infrastruktur modernisiert wird. Die L\u00e4nder und Kommunen sowie die Wirtschaft vor Ort werden zur umfassenden Umsetzung des <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/en\/organization\/bundeswehr-joint-force-command\/missions\/operational-plan-for-germany\">Operationsplans Deutschland 2024<\/a> gedr\u00e4ngt. Dieser sieht vor,\u00a0 Deutschland zur wichtigsten logistischen Drehscheibe f\u00fcr massenhafte NATO-Truppenverlegungen an die &#8220;Ostflanke&#8221; zu machen. Der Durchmarsch von Kolonnen der Bundeswehr und verb\u00fcndeter Truppen ist bis zu den deutschen Ostseeh\u00e4fen und bis zur politischen Grenze fortan lediglich anzeigepflichtig und bedarf keiner Zustimmung der deutschen Stellen. Die Beh\u00f6rden vor Ort werden eindringlich dazu aufgefordert, die Bev\u00f6lkerung auf einen m\u00f6glichen milit\u00e4rischen Konflikt vorzubereiten. Es wird dann &#8220;detaillierte Ma\u00dfnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur, zur Abwehr von Sabotageakten und zur Einrichtung von Luftschutzr\u00e4umen entwickeln&#8221; genannt.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Von Milit\u00e4r und Politik werden auch Vertreter der Wirtschaft gezielt bearbeitet. Laut dem genannten Operationsplan Deutschland sollen die gr\u00f6\u00dften deutschen Unternehmen in ihrer Personalpolitik eine hohe Wahrscheinlichkeit dessen einkalkulieren, dass die Zahl der Arbeitskr\u00e4fte aufgrund einer Mobilmachung der Wehrdienstf\u00e4higen drastisch und fl\u00e4chendeckend einbrechen k\u00f6nnte. Die in der UdSSR beliebten Witze, die sowjetischen Nudelfabriken k\u00f6nnten notfalls schnell auf die Produktion von 7,62-Millimeter-Geschossen umgestellt werden, bewahrheiten sich gegenw\u00e4rtig in Deutschland. F\u00fcr eine operative Umstellung der zivilen Industrie auf R\u00fcstungsproduktion und den Beginn der Produktion f\u00fcr die Verteidigung n\u00f6tiger Waren werden reale Voraussetzungen geschaffen. Die Bundeswehr soll ihrerseits dazu erm\u00e4chtigt werden, bestimmte Waren, Ausr\u00fcstungen und Technik f\u00fcr den Eigenbedarf und ohne Entsch\u00e4digung einzuziehen.<\/p>\n<p>Der R\u00fcstungssektor und die Politik in Deutschland haben bereits engmaschige Lobby-Netzwerke aufgebaut, was den Anteil der R\u00fcstungsunternehmen an den wichtigsten innen- und au\u00dfenpolitischen Entscheidungen in Deutschland erh\u00f6ht. Unter dem Deckmantel der Reflexionen, die R\u00fcstungsindustrie habe &#8220;rechtzeitig\u201c auf die geopolitischen Herausforderungen reagiert und einen Beitrag zur Sicherheitsarchitektur in Europa als Antwort auf die &#8220;russische Bedrohung&#8221; geleistet, findet eine seit der Zeit zwischen 1930 und 1940 nicht mehr gesehene und unheilvolle Verflechtung der R\u00fcstungskonzerne und der Politik statt.<\/p>\n<p>Die Menschheit erinnert sich an die \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliche Verflechtung der R\u00fcstungskonzerne und der Politik in den 1930er und 1940er Jahren. Damals hatten die Allesfresser von H\u00e4ndlern des Todes, f\u00fcr die die Herkunft des Gewinns keine Rolle spielte, und ihre Sympathien f\u00fcr den Nationalsozialismus die Welt in den Abgrund des Zweiten Weltkriegs gest\u00fcrzt. Krupps, Thyssens und Boschs Erben, die dem Pazifismus als gemeinschaftlichem Wert abgeschworen haben, zu dem die Generationen vor ihnen durch eine grausame Trag\u00f6die gelangt waren, nehmen staatliche R\u00fcstungsauftr\u00e4ge an und verschm\u00e4hen es nicht, dabei Geld mit dem Blut zu machen. Auch die Banker halten mit, die s\u00e4mtliche moralischen Tabus f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige F\u00f6rderung von R\u00fcstungsprojekten abgesch\u00fcttelt haben \u2013 ab jetzt ist es vertretbar, \u00f6ffentliches Helikopter-Geld anzunehmen, das den R\u00fcstungsbetrieben zugeschoben wird. Vor diesem Hintergrund d\u00fcrfte sich mancher Banker in Deutschland schneller als man denkt so sehr von der Last der Vergangenheit &#8220;befreien&#8221; und von der Vision eines neuen Kreuzzuges gen Osten im Rahmen der &#8220;Zeitenwende&#8221; inspirieren lassen, dass er in seinem B\u00fcro Portr\u00e4ts von Schacht und Funk, den Architekten der R\u00fcstungs- und Wirtschaftspolitik des Dritten Reiches, aufh\u00e4ngen w\u00fcrde. Ganz im Sinne eines bekannten Spruchs aus der Zeit der Franz\u00f6sischen Revolution: Ils n&#8217;ont rien appris, ni rien oubli\u00e9 (Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen).<\/p>\n<p>Das politische Establishment, das der geopolitischen Fata Morgana der &#8220;F\u00fchrungsrolle&#8221; der Bundesrepublik in der EU nachsetzt, l\u00e4sst sich von dem Gesamtzustand der deutschen Volkswirtschaft \u00a0allem Anschein nach beirren. Dieses Sich-Heraushalten aus den Problemen im Inland f\u00fchrte dazu, dass das BIP in Deutschland 2025 inflationsbereinigt lediglich <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.destatis.de\/EN\/Themes\/Economy\/National-Accounts-Domestic-Product\/Tables\/gdp-bubbles.html?nn=2112\">um 0,2 Prozent gestiegen<\/a> ist.<\/p>\n<p>Die Handelsbilanz, die f\u00fcr die exportorientierte deutsche Wirtschaft von gro\u00dfer Bedeutung ist, sank auf 2,4 Prozent des BIPs, das Exportvolumen schrumpfte um 0,3 Prozent (r\u00fcckl\u00e4ufig seit drei Jahren in Folge), <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.interfax.ru\/business\/1067756\">das Haushaltsdefizit<\/a> machte im Jahr 2025 107 Milliarden Euro aus. Den Lokomotiven der deutschen Volkswirtschaft \u2013 der Automobil-, Metall\u2013 und Chemieindustrie \u2013 gelingt es nicht, die Krise zu \u00fcberwinden. Die Gewinne der Automobilkonzerne sind <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2025\/08\/26\/german-autos-sector-slashes-jobs-as-economic-woes-bite.html\">drastisch eingebrochen<\/a>. In den deutschen Bundesl\u00e4ndern schreitet die Deindustrialisierung in gro\u00dfen Schritten voran \u2013 der Stellenabbau und\u00a0 die Auslagerung der Industrieproduktion aus Deutschland in andere europ\u00e4ische L\u00e4nder sind bereits vollendete Tatsachen. Es fliehen Maschinenbaubetriebe, Chemiefabriken, Elektronikunternehmen \u2013 Bosch, Henkel, MAN, Mercedes-Benz. Wegen der hohen Stromkosten und der aufgrund der Bumerang-Sanktionen gegen Russland gestiegenen Logistikkosten und der hohen US-Z\u00f6lle k\u00f6nnen sie der Konkurrenz nicht standhalten.<\/p>\n<p>Aus einem Industrieriesen entwickelt sich Deutschland zu einer chaotisch gef\u00fchrten Werkstatt, aus der Maschinen und Anlagen geklaut werden. All das trifft die Bev\u00f6lkerung \u2013 der Konsum ist mehr als angefroren, selbst der Bierabsatz ist 2025 auf einen seit 1993 nicht mehr gesehenen Tiefpunkt gesunken. Der Sozialstaat Deutschland k\u00f6nne mit den verf\u00fcgbaren Mitteln <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/tass.ru\/mezhdunarodnaya-panorama\/24912409\">nicht finanziert werden<\/a>, so der Kanzler. Ob diese grausame Realit\u00e4t den ein bisschen arroganten Kanzler erschreckt, in dessen Adern das Blut von Nazi-Vorfahren kocht? Ist er bereit, sich mit der Tatsache konfrontiert zu sehen, dass er durch das Aufpumpen der deutschen R\u00fcstungsindustrie die deutsche Volkswirtschaft nicht retten wird und die hohen Energiepreise samt der schwerf\u00e4lligen B\u00fcrokratie Hunderte von gedruckten und nicht gedeckten Milliarden Euro schlichtweg auffressen werden? Es sieht nicht danach aus. W\u00e4hrend er die antirussische Kriegspropaganda pusht, hofft er in seinem Tiefsten, dass der Krieg das alles vergessen macht.<\/p>\n<p>In den \u00f6ffentlichen Diskurs in Deutschland werden zwar nicht allzu laut \u2013 quasi kaum h\u00f6rbar und aus der Ferne \u2013 jedoch mit Nachdruck Ideen eingepflanzt, wie etwa: Deutschland m\u00fcsse \u00fcber <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/en\/germany-debates-issue-of-nuclear-weapons\/a-71924424\">eigene Atomwaffen<\/a>\u00a0&#8220;nachdenken&#8221;. Die nukleare Teilhabe innerhalb der\u00a0 NATO, also die Vereinbarung zwischen den USA und Berlin \u00fcber den Einsatz der taktischen US-Atombomben durch die Bundeswehr im &#8220;Kriegsfall&#8221; (zu Friedenszeiten werden sie von den Amerikanern auf dem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt B\u00fcchel in Rheinland-Pfalz gelagert und kontrolliert), stellt Deutschland offenbar nicht mehr zufrieden. Die Argumente f\u00fcr den Beibehalt der t\u00f6dlichen Massenvernichtungswaffen sind schmerzhaft primitiv und abgedroschen \u2013 angeblich braucht man die Waffen, um Moskaus &#8220;aggressive Politik&#8221; in Europa abzuschrecken. Das sei eine Frage der staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass der Verbleib der US-Truppen in Deutschland nicht gekl\u00e4rt ist. Gem\u00e4\u00df einer noch mit der Regierung des schl\u00e4frigen Biden im Jahr 2024 getroffenen Vereinbarung m\u00f6chte Berlin m\u00f6glichst schnell auch amerikanische landgest\u00fctzte Langstreckenraketen erhalten. Die Chancen, dass in einem der im Hinblick auf Milit\u00e4rlogistik und Infrastruktur am besten vorbereiteten Bundesl\u00e4nder \u2013 zum Beispiel Rheinland-Pfalz \u2013 Standorte f\u00fcr die Stationierung mobiler SM-6-Systeme, &#8220;Tomahawk&#8221;-Marschflugk\u00f6rper und Hyperschall-Raketenkomplexe mit dem Gleitgefechtskopf Dark Eagle gefunden werden k\u00f6nnen, sind recht gro\u00df. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die Amerikaner die geopolitische Lage nutzen werden \u2013 von den Deutschen brauchen sie nur ein Territorium. Die Meinung der faktisch als Geiseln genommenen Anwohner und der vern\u00fcnftigen national orientierten Politiker, die die Linie der Berliner Eliten nicht mittragen, k\u00fcmmert die dreisten \u00dcbersee-Sheriffs nicht. Nach der Logik der heutigen Administration von Donald Trump ist die Stationierung von Raketen keine uneigenn\u00fctzige Investition in die Sicherheit der Europ\u00e4er, sondern vielmehr die Verst\u00e4rkung der eigenen Pr\u00e4senz an einem wichtigen Punkt zur potenziellen Projektion hochpr\u00e4ziser Schlagkraft auf Gegner (welche Gegner \u2013 das l\u00e4sst sich auf Anhieb erraten). Das Problem liegt allein in der Zahl der amerikanischen Raketen \u2013 ob sie symbolisch und vor\u00fcbergehend sein wird oder ob sie das strategische Gleichgewicht in Europa ersch\u00fcttern und damit zu unseren direkten Gegenma\u00dfnahmen f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Aber erst einmal brainstormen die offiziellen Vertreter Deutschlands, ob &#8220;in ferner Zukunft&#8221; ein gemeinsamer europ\u00e4ischer &#8220;Nuklearschirm&#8221; zusammen mit Gro\u00dfbritannien und Frankreich geschaffen werden kann, und denken \u00fcber ihren eigenen hypothetischen Beitrag dazu nach. Es werden Ideen zur Finanzierung dieses Unterfangens ausgelotet. Zudem wird vorgeschlagen, Rollen zu verteilen: Die B\u00fcndnispartner sollen Sprengk\u00f6pfe bereitstellen und Deutschland Tr\u00e4gerflugzeuge und Personal. Gleichzeitig wird die Bev\u00f6lkerung schrittweise an den Gedanken herangef\u00fchrt, dass auch wenn Deutschland theoretisch auf die nuklearen Arsenale von Paris und London setzen und versuchen w\u00fcrde, sich ihnen milit\u00e4risch &#8220;anzuschlie\u00dfen&#8221;, diese Ma\u00dfnahmen m\u00f6glicherweise keinen Erfolg h\u00e4tten. Das f\u00fcr Paris traditionelle b\u00fcrokratische Tauziehen sowie der Wunsch Frankreichs, auch im Falle einer gemeinsamen Kontrolle \u00fcber die Nuklearstreitkr\u00e4fte weiterhin eigenst\u00e4ndig \u00fcber deren Schicksal zu bestimmen, sind f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland kaum akzeptabel. Ebenso zweifelhaft erscheint die Haltung Londons, das wohl kaum bereit w\u00e4re, f\u00fcr die unklaren Ziele des transatlantischen Globalismus im Feuer einer nuklearen Apokalypse zu verbrennen. Dies w\u00fcrde massiv infrage stellen, ob der Ressourcenaufwand f\u00fcr die &#8220;gesamteurop\u00e4ischen strategischen Abschreckungskr\u00e4fte&#8221; \u00fcberhaupt gerechtfertigt war.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund geht die deutsche Experten- und Wissenschaftsgemeinschaft, die mit dem Gedanken an eine Mitgliedschaft im &#8220;nuklearen Klub&#8221; lieb\u00e4ugelt, davon aus, dass es dank der traditionell starken naturwissenschaftlichen Denkschule und einer Mehrzahl eigener Experten aus verwandten Fachgebieten durchaus wahrscheinlich ist, die &#8220;nicht-friedlichen&#8221; nuklearen Kompetenzen z\u00fcgig aufzuholen. Es ist bekannt, dass die Herstellung von waffenf\u00e4higem Material aus auf dem Weltmarkt erworbenem Uran theoretisch in den Kapazit\u00e4ten eines mit einer Kaskade von Gaszentrifugen ausger\u00fcsteten Betriebs in Gronau in Nordrhein-Westfalen m\u00f6glich w\u00e4re. F\u00fcr eine Modernisierung der Produktion br\u00e4uchte man blo\u00df drei Jahre. Und <em>voil\u00e0<\/em>: Siebzehn Tonnen pro Jahr w\u00e4ren verf\u00fcgbar \u2013 ausreichend f\u00fcr die Herstellung von rund 340 Sprengk\u00f6pfen. Dar\u00fcber hinaus befindet sich hochangereichertes Uran im Forschungsreaktor der Universit\u00e4t M\u00fcnchen in Garching.<\/p>\n<p>Man darf nicht vergessen, dass die Nazis in den 1940er Jahren der Entwicklung einer Atombombe recht nahekamen. Und einsetzen wollten sie diese keineswegs lediglich zur Abschreckung ihrer Gegner. Was den Opas 1945 fehlte, w\u00e4ren die Enkel bereit, im 21. Jahrhundert nachzuholen. In diesem Zusammenhang gibt es keinerlei Garantie daf\u00fcr, dass der milit\u00e4risch-politische Umgang Berlins mit dem Einsatz seines nuklearen Arsenals ausschlie\u00dflich auf die Abschreckung beschr\u00e4nkt bleiben w\u00fcrde. Klar ist eins: Ein nuklearer Sprengsatz in deutscher Hand \u2013 ob aus franz\u00f6sisch-britischer oder eigener Produktion \u2013 w\u00fcrde Deutschland nicht blo\u00df zur &#8220;wichtigsten europ\u00e4ischen Zielscheibe des Kremls&#8221; machen, wie die deutsche Presse schreibt. Dies w\u00e4re ein eklatanter Versto\u00df gegen die v\u00f6lkerrechtlichen Verpflichtungen Berlins aus Artikel II des <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.un.org\/ru\/documents\/decl_conv\/conventions\/npt.shtml?ysclid=mlup3xtbk698465135\">Vertrags von 1968<\/a> \u00fcber die Nichtverbreitung von Kernwaffen. Danach verpflichtet sich jeder Vertragsstaat \u2013 einschlie\u00dflich der Bundesrepublik Deutschland \u2013, von niemandem Kernwaffen oder sonstige Kernsprengk\u00f6rper oder die Verf\u00fcgungsgewalt dar\u00fcber weder unmittelbar noch mittelbar anzunehmen; solche Waffen oder sonstige Kernsprengk\u00f6rper weder herzustellen noch sonst wie zu erwerben; und keine Unterst\u00fctzung zur Herstellung von Kernwaffen oder sonstigen Kernsprengk\u00f6rpern zu suchen oder anzunehmen.<\/p>\n<p>Ich bin \u00fcberzeugt: Unter diesen Umst\u00e4nden kann und muss die Frage eines <strong>&#8220;Deutschen Nuklearprogramms&#8221;<\/strong><em>\u00a0<\/em>unverz\u00fcglich von der internationalen Gemeinschaft aufgegriffen werden, und das mit allen daraus resultierenden Konsequenzen: versch\u00e4rfte Kontrollen durch die Internationale Atomenergie-Organisation, eine Verurteilung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sowie die Verh\u00e4ngung legitimer internationaler Sanktionsma\u00dfnahmen, um odiose nukleare Bestrebungen bereits im Keim zu ersticken. Im \u00dcbrigen k\u00f6nnte auch dies f\u00fcr eine umfassende Revanche und die Schaffung eines mythischen &#8220;Vierten Reiches&#8221; in Kauf genommen werden. Die Frage ist freilich, wie diese Idee von der heutigen deutschen Gesellschaft aufgenommen wird. Gelinde gesagt: Nicht alle rechtschaffenen B\u00fcrger sympathisieren mit dem wahnwitzigen Modell eines Vierten Reiches. Vor dem Hintergrund der talentlosen Migrationspolitik der derzeitigen deutschen Regierung sind jedoch auch dar\u00fcber hinausgehende Entwicklungen nicht auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, dass bereits eine blo\u00dfe Ann\u00e4herung Deutschlands an Atomwaffen einen unbestrittenen <strong>casus belli<\/strong> darstellt \u2013 und damit die M\u00f6glichkeit schafft, auf s\u00e4mtliche Reaktionsma\u00dfnahmen zur\u00fcckzugreifen, die in den in Russland geltenden Leitlinien der Nuklearen Abschreckung vorgesehen sind. Mehr noch, ich wage zu behaupten, dass solche Exerzitien auch in den USA nicht weniger Besorgnis erregen d\u00fcrften, die ihrerseits gerade versuchen, die Welt von der Notwendigkeit eines auch China mit einschlie\u00dfenden neuen START-4-Vertrags zu \u00fcberzeugen. Was w\u00fcrden sie wohl von einer solchen Aussicht halten: Ein nuklear bewaffnetes Europa unter F\u00fchrung des militaristischen Deutschlands, dessen Arsenale teilweise au\u00dferhalb der NATO-Kontrolle liegen? Mich beschleicht das Gef\u00fchl, dass die Ziele, die in die neuen Codespeicher zur Aktivierung eines deutschen Nukleararsenals eingespeist werden k\u00f6nnten, keineswegs ausschlie\u00dflich auf russischem Staatsgebiet liegen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Allerdings sollten wir uns, auch wenn es keine deutschen Atomwaffen geben sollte, nicht in falscher Sicherheit in Bezug auf Deutschland wiegen. Die aberwitzig leichtsinnige Militarisierung des eigenen Landes an sich ist nicht das einzige Ziel der deutschen Politiker. Sie ist Teil eines weit komplexeren und tiefgreifenderen Prozesses, der Millionen Menschen weltweit bedroht. Der aktuelle Kurs enth\u00e4lt einen Hauch von ziemlich infernalen Sujets. Darin kann man Berlins Versuch bemerken, die dunkelsten revanchistischen Fantasien der deutschen Eliten in die Tat umzusetzen. Diese Tr\u00e4ume gehen weit \u00fcber den schlichten Wunsch hinaus, Berlins &#8220;Profil&#8221; in den europ\u00e4ischen Angelegenheiten zu sch\u00e4rfen. Man darf nicht vergessen, dass Deutschland das einzige europ\u00e4ische Land ist, das nach dem Ersten Weltkrieg gleich zweimal Nachbarl\u00e4nder vollst\u00e4ndig annektierte, ohne ihnen auch nur f\u00f6rmliche Attribute von Unabh\u00e4ngigkeit und Staatlichkeit zu belassen.<\/p>\n<p>Damit ist einerseits der Anschluss \u00d6sterreichs 1938 gemeint, als das Deutsche Reich sich die Republik einverleibte, und andererseits die gewaltfreie Absorption der DDR durch die Bundesrepublik 1990. Damals wurde vor der irref\u00fchrenden Ger\u00e4uschkulisse, das deutsche Volk habe sich &#8220;wiedervereinigt&#8221;, der ostdeutsche Staat faktisch im westdeutschen aufgel\u00f6st. \u00dcbrigens kam keinem der &#8220;Triumphatoren der Wiedervereinigung&#8221; \u2013 zu denen zu unserer Schande auch die sowjetische politische Spitze geh\u00f6rte \u2013 auch nur der Gedanke, die allgemein anerkannten Rechtsverfahren einzuhalten. Eine freie Willens\u00e4u\u00dferung der B\u00fcrger in Form eines Referendums fand in dieser so wichtigen Frage nicht statt. Deshalb ist es sicher nicht am heutigen Deutschland, \u00fcber die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit territorialer Ver\u00e4nderungen in Europa zu urteilen \u2013 ebenso wenig wie \u00fcber die Ausl\u00f6sung solcher Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg. Die rechtliche Grundlage der deutschen Staatlichkeit ist sehr br\u00fcchig. Bei Bedarf kann man alles, was seit dem Beginn der Vereinigung von der BRD und der DDR geschehen ist, durch die Brille des Grundsatzes ex injuria jus non oritur (aus Unrecht kann kein Recht entstehen) betrachten, falls eine solche Notwendigkeit pl\u00f6tzlich entstehen sollte. Anders gesagt: Die heutige Bundesrepublik Deutschland hat sogar keine ausreichende Rechtsbasis f\u00fcr ihre Existenz \u2013 ganz zu schweigen von der extremen Unselbstst\u00e4ndigkeit der Bundesrepublik seit ihrer Gr\u00fcndung und ihrer ungeheuerlichen Vasall-Abh\u00e4ngigkeit von den Vereinigten Staaten. Und die heutigen deutschen Nichtigkeiten, die wieder einmal schamhaft den Lorbeer neuer &#8220;F\u00fchrer&#8221; anprobieren, sollten sich dessen bewusst sein.<\/p>\n<p>Jeglichen Selbsterhaltungsinstinkt verdr\u00e4ngt, hat das Regime von Kanzler Merz auch in den internationalen Angelegenheiten gleich nach seinem Amtsantritt einen rasanten Start hingelegt. Offenbar d\u00e4mmert es sogar den vielfarbigen Berliner Tr\u00e4umern mit der bipolaren St\u00f6rung, dass f\u00fcr Deutschland eine schwere geopolitische Niederlage in der Ukraine am Horizont schimmert. Kein einziges Ziel der von der EU gestarteten &#8220;Anti-Speziellen-Milit\u00e4rischen-Operation&#8221;, in der die Bundesrepublik <strong>de facto<\/strong> bestrebt ist, die erste Geige zu spielen, wurde erreicht. Vor diesem Hintergrund wird es f\u00fcr Deutschland kaum m\u00f6glich sein, alles im Hinterland auszusitzen, Kleinrussland als Sturmtrupp loszuschicken (Polen wohl im Hinterkopf) und sich dabei weiter zu w\u00fcnschen, Russland einen erheblichen Schaden zuzuf\u00fcgen.\u00a0<\/p>\n<p>Man muss selbst handeln \u2013 <strong>und genau das tun sie<\/strong>. Um die missgl\u00fcckten geopolitischen Investitionen wenigstens teilweise auszugleichen, strebt Berlin danach, sich eine milit\u00e4risch-politische F\u00fchrungsrolle in der EU zu sichern. Zur &#8220;Abwehr einer m\u00f6glichen russischen Invasion&#8221; wurde im Fr\u00fchjahr 2025 in Absprache mit Litauen beschlossen, bei Rudninkai, rund 30 Kilometer von unserem B\u00fcndnispartner Belarus und 160 Kilometer von der Oblast Kaliningrad entfernt, eine verst\u00e4rkte Panzerbrigade 45 der Bundeswehr zu stationieren. Die Lieblingslosung der Nazi-Bonzen \u2013 &#8220;Kanonen statt Butter&#8221; \u2013 veranschaulicht trefflich die Finanzierungsans\u00e4tze dieses Abenteuers. Obwohl Vilnius die Kosten f\u00fcr den Aufbau der f\u00fcr das deutsche Kontingent n\u00f6tigen Infrastruktur in einer f\u00fcr den baltischen Zwergstaat m\u00e4rchenhaften H\u00f6he von zwei Milliarden Euro \u00fcbernahm, wird Berlin gezwungen sein, f\u00fcr Aufstellung und Ausr\u00fcstung der Brigade rund elf Milliarden Euro aufzutreiben. Dieses Geld ist f\u00fcr die deutsche Volkswirtschaft angesichts der instabilen makro\u00f6konomischen Situation im eigenen Land lebensnotwendig.<\/p>\n<p>Im Bestand \u2013 die modernsten Kampfpanzer Leopard 2A8, Kommunikationsmittel, selbstfahrende Artillerie und so weiter. Um die Schlagkraft des Verbandes zu steigern, wird er weiterhin beispiellos mit Material und Technik vollgepumpt. Man denke nur an die Eilbilligung einer ersten Tranche von rund 540 Millionen Euro durch den Haushaltsausschuss des Bundestages vom 25. Februar 2026 an die gro\u00dfen innovativen deutschen Start-ups &#8220;Stark Defence&#8221; (an dem der hinl\u00e4nglich bekannte amerikanische Unternehmer Peter Thiel ma\u00dfgeblich beteiligt ist) und &#8220;Helsing&#8221;, die Kamikaze-Drohnen herstellen. Die modernsten unbemannten Luftfahrzeuge sind der sehnlichste Traum der Bundeswehr f\u00fcr ihre &#8220;litauische Festung&#8221;. Nachdem die seit dem Jahr 2017 in Litauen stationierte multinationale NATO-Milit\u00e4rgruppe im Februar 2026 dem Kommando der Brigade unterstellt wurde, ist die Truppenst\u00e4rke bereits auf 1700 Mann angewachsen. Ausger\u00fcstet mit den neuesten Panzern vom Typ Leopard 2 A8, Kommunikationsmitteln, Selbstfahrlafetten usw., soll die Brigade bis Ende 2027 volle Einsatzbereitschaft erreichen (4800 Soldaten und 200 zivile Besch\u00e4ftigte der Bundeswehr). Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg sollen regul\u00e4re deutsche Truppen au\u00dferhalb der Bundesrepublik stationiert werden. Damit entsteht ein regelrechter Vorposten f\u00fcr einen &#8220;Vorsto\u00df nach Osten&#8221;. Anders l\u00e4sst sich diese milit\u00e4rische Verst\u00e4rkung mit dem Aufbau entsprechender langfristiger Infrastruktur kaum interpretieren.<\/p>\n<p>Ob Deutschland einen neuen Drang nach Osten versp\u00fcrt und umsetzen will oder zun\u00e4chst die osteurop\u00e4ischen &#8220;Giganten&#8221;, angef\u00fchrt von Polen, in dortige Sch\u00fctzengr\u00e4ben vorausschickt und selbst als Sperreinheit<strong><\/strong>agieren will, macht f\u00fcr uns keinen gro\u00dfen Unterschied. Es ist die polnische F\u00fchrung \u2013 f\u00fcr den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mit dem Dritten Reich ma\u00dfgeblich mitverantwortlich \u2013, die sich einmal fragen sollte, wer, auf wessen Gehei\u00df und mit welchem Geld in der Rzeczpospolita die Kriegshysterie sch\u00fcrt. Diese Hysterie halten polnische Turbopatrioten jedoch f\u00fcr den Kampf um &#8220;nationale Interessen&#8221; und f\u00fcr eine Chance auf geopolitische Revanche in Osteuropa. Ob diese aggressive Haltung der Warschauer Eliten gegen\u00fcber Moskau vielleicht doch aus Berlin vorgegeben wird, das einen erheblichen Einfluss auf die polnische Gesellschaft, Politik und die polnischen Medien hat und die polnische Szlachta dazu dr\u00e4ngt, Russland noch mehr zu hassen \u2013 wenn so etwas \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist \u2013, was jeder Logik und den eigenen nationalen Interessen Polens zuwider ist?<\/p>\n<p>Sollte Deutschland seine Aufr\u00fcstung massiv vorantreiben und der teutonische Geist \u00fcber die Vernunft siegen, m\u00fcssten die Polen ernsthaft dar\u00fcber nachdenken, gegen wen sich die deutsche Kriegsmaschinerie letztlich richten wird. Zwischen der Bundesrepublik und Polen besteht ein tiefer, historisch gewachsener Hass, die geopolitischen Wunden bluten immer noch, und dass es Gebietsstreitigkeiten gibt \u2013 auch wenn die Politik das Gegenteil behauptet \u2013 ist auch unstrittig. Die Forderung Warschaus nach mehr als einer Billion US-Dollar Reparationen wird Berlin wohl kaum anders als mit milit\u00e4rischen Mitteln aus der Welt schaffen k\u00f6nnen. Es ist kein Zufall, dass die gro\u00dfe NATO-\u00dcbung <strong>Steadfast Dart 26<\/strong>, die im Januar 2026 zur Erprobung der schnellen Truppenverlegung an der Ostflanke unter Einsatz der Milit\u00e4rtransportflieger, Eisenbahntruppen und Milit\u00e4rfahrzeuge<strong><\/strong>begann, ohne Beteiligung der polnischen Streitkr\u00e4fte stattfindet. Der Wind in Europa dreht sich immer schnell, aber der Belvedere-Palast will das nicht wahrhaben. Bekanntlich hat Polen nur zwei historische Wege \u2013 entweder Deutschlands bettelarmer Vasall oder Russlands Partner. Amerika ist sehr weit weg, und ein Polen (wie das ganze Europa) brauchen sie auch nicht. Da sollte man sich keine Illusionen machen.<\/p>\n<p>Neben den hypothetischen Opfern, insbesondere in Gestalt von Polen (das seinen k\u00fcnftigen Status angeblich noch nicht erahnt und stolz den Titel eines Verb\u00fcndeten Berlins tr\u00e4gt), hat Deutschland echte, treue Freunde, mit denen man sich an vergangene Tage und Schlachten erinnern kann, <strong>&#8220;wie sie an der Walstatt bestanden den Tod\u201c<\/strong>. Im Zusammenspiel mit Finnland, Deutschlands &#8220;Sch\u00fctzengraben-Freundin&#8221; in der NATO, bem\u00fcht sich Deutschland aktiv und destruktiv darum, die Ostsee zu einem &#8220;Binnenmeer&#8221; des Nordatlantikb\u00fcndnisses zu machen. Berlin war Hauptideengeber f\u00fcr eine NATO-Mission zur \u00dcberwachung der Ostsee (Baltic Sentry), die im\u00a0Januar 2025\u00a0auf einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der NATO- und EU-Staaten in\u00a0Helsinki\u00a0beschlossen wurde und darauf abzielt, die freie russische Schifffahrt zu behindern. Diese \u00e4u\u00dferst riskanten Handlungen in der Situation eines totalen Vertrauensdefizits an der Ost-West-Linie k\u00f6nnten heute das schlimmste aller denkbaren Szenarien ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Im Juli 2025 unterzeichneten Deutschland und Gro\u00dfbritannien den\u00a0Kensington-Vertrag, dessen Verteidigungsartikel eine Klausel zur gegenseitigen Beistandspflicht im Falle eines Angriffs enthalten (in Erg\u00e4nzung zum ber\u00fcchtigten Artikel 5 des Washingtoner Vertrages zur Gr\u00fcndung der NATO) sowie eine gemeinsame Entwicklung von R\u00fcstungsg\u00fctern, darunter Kampfflugzeuge und Raketentechnik, vorsehen. Der Hinweis, auf wen diese Raketen gerichtet sein werden, er\u00fcbrigt sich.<\/p>\n<p>Die Berliner Spitze ist bekannterma\u00dfen von dem Wunsch besessen, alle, die man nur bekommen kann, das hei\u00dft diejenigen, die die deutsche Hysterie in Bezug auf die &#8220;russische Bedrohung&#8221; teilen, in die beschleunigte Entwicklung hochpr\u00e4ziser Waffen mit einer Reichweite von mindestens 1000 Kilometern einzubeziehen. Es ist kein Zufall, dass die deutsch-franz\u00f6sische Firma &#8220;ArianeGroup&#8221;, die \u00fcber eine gro\u00dfe Erfahrung im Raketenbau verf\u00fcgt, mit einer Reihe von europ\u00e4ischen L\u00e4ndern dar\u00fcber verhandelt. Gemeinsam mit Norwegen m\u00f6chten die Deutschen gerne einen seegest\u00fctzten \u00dcberschall-Marschflugk\u00f6rper (Super Sonic Strike Missile) entwickeln. Mit europ\u00e4ischen Mitl\u00e4ufern jeglicher Couleur \u2013 Frankreich, Italien, Polen, Schweden und Gro\u00dfbritannien \u2013 werden im Rahmen des Projektes &#8220;European Long-Range Strike Approach&#8221; Initiativen f\u00fcr die Entwicklung und die anschlie\u00dfende Produktion eines bodengest\u00fctzten Marschflugk\u00f6rpers mit einer Reichweite von mehr als 2000 Kilometern besprochen.<\/p>\n<p>Eine Sonderrolle bei der Umr\u00fcstung kommt der Ex-USSR zu. Es ist offensichtlich, dass der &#8220;Machtinhaber auf Zeit&#8221; in der Bankowa-Stra\u00dfe von Deutschland zunehmend als Reinkarnation des &#8220;Hetmans der gesamten Ukraine&#8221; Skoropadsky wahrgenommen wird, der sich im Jahr 1918 mehrere Monate mithilfe von deutschen Bajonetten an der Macht hielt. Oder als eine Kopie der nicht verwirklichten Operetteninitiative der \u00d6sterreicher, einen &#8220;ukrainischen Thron&#8221; zu schaffen und diesen durch Wilhelm Franz von Habsburg-Lothringen, auch unter dem Pseudonym &#8220;Wassil Wyschiwanyj&#8221; bekannt, besteigen zu lassen. Das hei\u00dft, durch einen gehorsamen Vertreter der Interessen externer Sponsoren, die den Bestrebungen der Bev\u00f6lkerung von Malorossija zuwiderlaufen.<\/p>\n<p>Als Best\u00e4tigung f\u00fcr die Absicht, die Zusammenarbeit mit Kiew auf ein m\u00f6glichst privilegiertes Niveau in allen Bereichen zu bringen, wurde am 14. April 2026 in Berlin w\u00e4hrend der Reise des blutigen Clowns eine Erkl\u00e4rung \u00fcber die strategische Partnerschaft beider L\u00e4nder unterzeichnet. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich bereit erkl\u00e4rt, Kiew auch weiterhin beispiellose politische, diplomatische und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung zu gew\u00e4hren sowie \u00fcber Sicherheits- und Verteidigungsfragen zu beraten. Trotz der bekannt gewordenen j\u00fcngsten Korruptionsskandale, die mit der sogenannten &#8220;Minditsch-Aff\u00e4re&#8221; verbunden sind und die die durchgreifende unversch\u00e4mte Bestechlichkeit des ganzen F\u00fchrungszirkels der Bandera-Clique hervorheben, sind die Deutschen bereit, die ukrainischen Vasallen als eine preiswerte Montagehalle f\u00fcr ihre Produktion zu benutzen. Die Ukraine in eine kleine Labormaus zu verwandeln, an der makabre Experimente durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Zu einem weiteren Element der Bandenclique wird der Mechanismus der regelm\u00e4\u00dfigen Konsultationen der Chefs des Verteidigungs- und des au\u00dfenpolitischen Amtes unter der Beteiligung von Vertretern f\u00fchrender R\u00fcstungsbetriebe. Klingt sch\u00f6n, aber in Wirklichkeit wird dies wie folgt entschl\u00fcsselt: Die Ukraine muss unter ewiger Aufsicht stehen und genau das und so viel davon produzieren, was die Kuratoren vorgeben. Eine Vereinbarung \u00fcber den Austausch von Informationen vom Schlachtfeld wurde unterzeichnet \u2013 die Streitkr\u00e4fte der Ukraine werden sich mit der Bundeswehr \u00fcber ihre Einsatzerfahrung mit der Software &#8220;Delta&#8221; austauschen, welche Lageerkenntnisse zum Verlauf der Kampfhandlungen in Echtzeit liefert. Mit einem solchen Kindergartentrick sollen die Anzahl und die F\u00e4higkeiten aktiver und ehemaliger Bundeswehrsoldaten sowie der Vertreter anderer deutscher Sicherheitskr\u00e4fte an der Kontaktlinie de facto gesteigert werden. Auf solche Weise werden \u2013 wie zu den alten Zeiten \u2013 die <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/goslitmuz.ru\/collections\/367\/?ysclid=mobmvloh1l222634574#gallery-15\">betrogenen Fritzen<\/a>\u00a0ihr Grab herbergen:<\/p>\n<p><em>&#8220;Nicht sind es Bestien mit wildem Geschrei,<\/em><\/p>\n<p><em>Die in die rei\u00dfende Flut sich st\u00fcrzen blind,<\/em><\/p>\n<p><em>Hetzt sie Hitler, Reih um Reih,<\/em><\/p>\n<p><em>Fritzen ostw\u00e4rts in Kampfeswut.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier, wo Fenster sind Schie\u00dfscharten,<\/em><\/p>\n<p><em>Hier, wo Str\u00e4ucher Tod verbergen,<\/em><\/p>\n<p><em>Hier, auf fremder Erde Harren,<\/em><\/p>\n<p><em>Die betrogenen &#8216;Fritzen&#8217; starren,<\/em><\/p>\n<p><em>Bis sie dort ihr Grab herbergen.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Bei der Unterst\u00fctzung der militaristischen Pl\u00e4ne der Verteidigungsindustrie steckt das Berliner Politikum riesige Mittel in die Bewaffnung der ukrainischen Junta, w\u00e4hrend die alarmierenden Signale aus der heimischen Wirtschaft au\u00dfer Acht bleiben. Man ist bereit, vier Milliarden Euro f\u00fcr die Vertiefung des milit\u00e4r-technischen Dialogs mit dem Land 404 auszugeben. Mit diesen Finanzmitteln m\u00fcsste die gemeinsame Produktion unbemannter Luftfahrzeuge sowie Mittel- und Langstrecken-Flugsysteme ausgebaut werden, die dann zur Lieferung von Tausenden Drohnen f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der ukrainischen Streitkr\u00e4fte f\u00fchren sollen. Die deutsche Firma &#8220;Quantum Systems&#8221; berichtete brav von der Gr\u00fcndung von zwei neuen Joint Ventures, an denen die ukrainischen Waffenhersteller von taktischen Aufkl\u00e4rungs- und Kampfflugger\u00e4ten sowie Abfangdrohnen &#8220;WIY Drones&#8221; und &#8220;Tencore&#8221; beteiligt sind, um die Erarbeitung und Serienproduktion von unbemannten Systemen zu erm\u00f6glichen. Dar\u00fcber hinaus wird die Partnerschaft in den Bereichen Information, Innovation und Forschung intensiviert.<\/p>\n<p>All diese bravour\u00f6sen und angeblich vielversprechenden &#8220;Begierdchen&#8221; werden mit Ausf\u00fchrungen \u00fcber die allgemeine und unmittelbare Bedrohung durch Russland f\u00fcr die Freiheit des ukrainischen failed state und f\u00fcr die Sicherheit, Stabilit\u00e4t und das Wohlergehen Deutschlands und Europas untermauert. Auch machen prahlerische Aussagen von Selenskij von sich reden, die ukrainischen Streitkr\u00e4fte verf\u00fcgten \u00fcber &#8220;die reichste Kampferfahrung unter allen europ\u00e4ischen Armeen&#8221;. Ich m\u00f6chte auch daran erinnern, dass Ende der 1980er zahlreiche Analytiker in \u00e4hnlichen T\u00f6nen \u00fcber die irakische Armee als die gr\u00f6\u00dfte Armee des Persischen Golfes schrieben. Alle erinnern sich gut daran, wohin die vom Westen angestachelten Ambitionen und der &#8220;Erfolgsschwindel&#8221; die irakische Staatsf\u00fchrung schon 1990 gef\u00fchrt haben. F\u00fcr die Eintagsk\u00f6nige in der Bankowa-Stra\u00dfe stehen die Chancen gut, den gleichen Weg zu wiederholen.<\/p>\n<p>Berlins au\u00dfenpolitischer Revisionismus begrenzt sich nicht allein auf die Ukraine. Bei der Umsetzung seines <strong>revanchistischen Kurses<\/strong> sabotiert Berlin demonstrativ die Erf\u00fcllung seiner wichtigsten v\u00f6lkerrechtlichen Verpflichtungen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass im Oktober 2024 auf der Basis des nationalen F\u00fchrungszentrums der Marine in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ein regionales maritimes NATO-Hauptquartier f\u00fcr die Ostsee (&#8220;CTF Baltic&#8221;) er\u00f6ffnet wurde, das <strong>de facto<\/strong> russische Schiffe ausspioniert. Zudem verst\u00f6\u00dft die Stationierung einer solchen Stelle auf dem Territorium der ehemaligen DDR eklatant gegen die Bestimmungen des Vertrages \u00fcber die abschlie\u00dfende Regelung in Bezug auf Deutschland vom 12. September 1990, der zwischen der BRD und der DDR unter Beteiligung der UdSSR, der USA, Gro\u00dfbritanniens und Frankreichs geschlossen wurde.<\/p>\n<p>Die Versuche des Bundesministeriums der Verteidigung und der deutschen Botschaft in Moskau, das Vorgehen Berlins mit dem Hinweis<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/tass.ru\/mezhdunarodnaya-panorama\/22193115?ysclid=mky2vrl38w15265573\"> zu rechtfertigen<\/a>, dass &#8220;die Entsendung einzelner Vertreter der Streitkr\u00e4fte anderer NATO-Mitgliedstaaten im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit \u2026, wenn ausl\u00e4ndische Austausch- und Verbindungsoffiziere in die Arbeit einer deutschen Einheit integriert und somit dem Kommando der Bundeswehr unterstellt sind, nicht unter den Zwei-plus-Vier-Vertrag\u00a0f\u00e4llt&#8221;, halten einer ernsthaften Kritik nicht stand. In Artikel 5 Absatz 3 des oben genannten Vertrages hei\u00dft es ausdr\u00fccklich, dass ausl\u00e4ndische Streitkr\u00e4fte sowie Atomwaffen und deren Tr\u00e4ger in diesem [\u00f6stlichen] Teil Deutschlands weder stationiert noch dorthin verlegt werden d\u00fcrfen. Auch der Abzug der sowjetischen Truppen vom Territorium der DDR war mit der unabdingbaren Verpflichtung zur Einhaltung dieser rechtlich verankerten Garantien verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Wie sehr sich das offizielle Berlin in Formulierungen auch ergehen mag, das ist zumindest eine selektive und willk\u00fcrliche Auslegung der Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrags. Mit anderen Worten: Das ist schlicht und ergreifend L\u00fcge und H\u00fctchenspielerei. Indem das offizielle Berlin die Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrags &#8220;hier und jetzt&#8221; vernachl\u00e4ssigt, kopiert es unverbl\u00fcmt das zum Himmel schreiende Handeln des &#8220;kollektiven Westens&#8221; weltweit. Und nat\u00fcrlich gibt dies den Anlass, \u00fcber das Schicksal dieses Dokuments als Ganzes nachzudenken. Ein Versto\u00df gegen den Grundsatz <strong>pacta sunt servanda<\/strong> k\u00f6nnte in einem solchen Fall dazu f\u00fchren, dass der internationale Vertrag selbst nichtig sein wird. Und das stellt die Rechtssubjektivit\u00e4t des modernen deutschen Staates infrage. Selbst eine Ahnung davon, was das f\u00fcr Deutschland bedeuten w\u00fcrde, ist erschreckend.<\/p>\n<p>Wie schnell und schamlos die westlichen Staaten in der heutigen Welt auf grundlegende internationale Dokumente und Prinzipien im Interesse der ber\u00fcchtigten politischen Opportunit\u00e4t verzichten, ist ersch\u00fctternd. Nachhaltig ist der Eindruck: Wenn die seinerzeit gegebene Zusage, die NATO werde sich &#8220;keinen Zoll nach Osten&#8221; erweitern, rechtzeitig als offizielles Dokument formalisiert worden w\u00e4re, h\u00e4tten die westlichen Staaten sie genauso leicht in den Papierkorb geworfen. Genauso hatte auch niemand ernsthaft vor, die Minsker Abkommen umzusetzen. Deren einziges Ziel bestand \u2013 wie aus den \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rungen aus Deutschland und Frankreich hervorgeht \u2013 darin, den Kiewer Marionetten eine Atempause zu verschaffen. Und was w\u00e4re dann ein vermeintliches Abkommen zur Regelung der Ukraine-Krise noch wert?<\/p>\n<p>Auf welchen n\u00e4chsten &#8220;Anschluss&#8221; sich Deutschland derzeit heimlich vorbereitet, l\u00e4sst sich kaum mit Sicherheit sagen. Offenkundig ist jedoch, dass es allm\u00e4hlich in ein politisches Modell abrutscht, das einer Milit\u00e4rdiktatur nahekommt, deren Spiegelbild das <strong>von fanatischem Revanchismus und Neokolonialismus <\/strong>besessene Regime des Kanzlers Merz ist. An Fahrt gewinnen unvertretbare und gef\u00e4hrliche revisionistische Tendenzen. Die Masken der Friedensliebe sind gefallen: Man bereitet die Menschen ideologisch auf d\u00fcstere Zeiten vor, indem man die Schwelle der nat\u00fcrlichen Angst vor dem Krieg bewusst senkt und zugleich im Voraus Nachlassbriefe f\u00fcr jegliche Verfehlungen verteilt und damit den jungen Deutschen die historischen Schulden ihrer Vorfahren erl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das Postulat einer gleichwertigen Verantwortung der &#8220;beiden totalit\u00e4ren Regime&#8221; f\u00fcr die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs ist in der deutschen Geschichtsschreibung grundlegend geworden. Zu den verbreiteten F\u00e4lschungen geh\u00f6ren das Verschweigen der heldenhaften Leistungen des sowjetischen Volkes, die Einteilung der Kriegsopfer in &#8220;nationale Kategorien&#8221; sowie die Leugnung des Sieges als Akt der Befreiung Europas unter Verweis auf eine &#8220;Abl\u00f6sung eines totalit\u00e4ren Regimes durch ein anderes&#8221;. In Zweifel gezogen wird das, wie es hei\u00dft, \u00fcberzogene Ausma\u00df der Kriegsverbrechen, die von der Wehrmacht und den SS-Truppen an der Ostfront begangen wurden. Im Namen einer vermeintlichen Objektivit\u00e4t werden nicht dokumentarisch belegte &#8220;Zeugenaussagen&#8221; \u00fcber Massenmorde in Umlauf gebracht, die angeblich von den beiden Seiten ver\u00fcbt worden sein sollen. Immer wieder wird \u00fcber eine Entsch\u00e4digung der Deutschen f\u00fcr materielle Verluste und menschliche Opfer gesprochen. Mehr Zynismus geht nicht.<\/p>\n<p>Im August 2025 wurde in Deutschland auf hoher politischer Ebene der 75. Jahrestag der &#8220;Charta der Vertriebenen&#8221; begangen \u2013 eines Dokuments, das zwangsweise umgesiedelte Deutsche als Kriegsopfer darstellt. Ausdr\u00fccklich hingewiesen wurde dabei auf &#8220;ihr schweres Schicksal&#8221;. F\u00fcr sie habe das Ende des Krieges angeblich keineswegs das Ende der Gewalt bedeutet, sondern sei mit Dem\u00fctigung, Rechtlosigkeit und dem Verlust der Heimat einhergegangen. Und dabei kein Wort \u00fcber die Schuld der Deutschen f\u00fcr die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dies ist eine offensichtliche Anspielung auf die deutschen Nachkriegsnarrative, auf die Versuche, dem &#8220;Verlust der Geschichte&#8221; entgegenzuwirken und sich von &#8220;unerw\u00fcnschten Kapiteln&#8221; loszul\u00f6sen, um die Einheit der Nation zu bewahren. Die Botschaft ist klar: Das deutsche Volk sei nach dem Zweiten Weltkrieg <strong>zu Unrecht grausam<\/strong> gedem\u00fctigt worden. Seine Leiden m\u00fcssten im Namen von &#8220;Freiheit&#8221;, &#8220;europ\u00e4ischer Solidarit\u00e4t&#8221; und &#8220;Gerechtigkeit&#8221;\u00a0<strong>ger\u00e4cht werden<\/strong>, offenbar auch mit der Schlagkraft deutscher Waffen.<\/p>\n<p>Die Reue in Deutschland \u00fcber die Verbrechen des nazistischen Regimes gilt \u00fcberwiegend dem Thema Holocaust; an die sowjetischen Opfer will man sich lieber gar nicht erinnern. Die deutschen Beh\u00f6rden weigern sich, die Blockade von Leningrad sowie andere von den Nazis an sowjetischen B\u00fcrgern begangene Verbrechen gegen die Menschlichkeit als V\u00f6lkermord an den V\u00f6lkern der UdSSR anzuerkennen.<\/p>\n<p>Im April 2025 wurde die zynische Entscheidung getroffen, die Befugnisse Russlands im Kuratorium der Stiftung &#8220;Erinnerung, Verantwortung und Zukunft&#8221; auszusetzen, einer Einrichtung, die zur Zahlung von Entsch\u00e4digungen an ehemalige Ostarbeiter geschaffen wurde, also an Zwangsarbeiter, die ins Dritte Reich verschleppt worden waren. Zugleich zahlt das offizielle Berlin auf Grundlage des Bundesversorgungsgesetzes von 1950 <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/tass.ru\/obschestvo\/22952639?ysclid=mky31pnr21551705012\">Sozialleistungen<\/a> (j\u00e4hrlich f\u00fcnf Millionen Euro) an ehemalige Angeh\u00f6rige der Wehrmacht und von SS-Verb\u00e4nden sowie an ausl\u00e4ndische Kollaborateure, darunter auch an Personen, die unmittelbar an der Blockade der Stadt an der Newa beteiligt waren.<\/p>\n<p>Besonnene Stimmen, die es in der deutschen Gesellschaft durchaus weiterhin gibt, sind leider nicht in der Lage, die gef\u00e4hrlichen Anf\u00e4lle der mit der neuen &#8220;Ethik&#8221; multiplizierten milit\u00e4rischen Schizophrenie zu d\u00e4mpfen. <strong>Das autorit\u00e4r-revanchistische Regime von Bundeskanzler Merz<\/strong> h\u00e4lt das gesamte politische System fest im Griff und l\u00e4sst konstruktive Kr\u00e4fte nicht an die Hebel der Macht.<\/p>\n<p>Mit seinen unbedachten Handlungen setzt die deutsche Regierung die Sicherheit in Mittel- und Osteuropa, ja des gesamten Kontinents aufs Spiel. Mangels eigener Kr\u00e4fte und Mittel zur wirklichen und eigenst\u00e4ndigen Umsetzung einer milit\u00e4rischen Eskalation, ohne dass der &#8220;gro\u00dfe Bruder&#8221; jenseits des Ozeans die R\u00fcckendeckung sichert, treibt sie durch Hysterie und Psychose die Eins\u00e4tze in die H\u00f6he. Ziel ist es dabei, die Verb\u00fcndeten in Washington in eine potenzielle Auseinandersetzung zwischen Europa und Russland hineinzuziehen. Wie auch immer man es drehen mag: Die Bundeswehr bleibt von der amerikanischen Milit\u00e4runterst\u00fctzung hoch abh\u00e4ngig. Bei der Operationsplanung ist Deutschland heute vollst\u00e4ndig auf die US-Satellitenaufkl\u00e4rung, strategische Lufttransportkapazit\u00e4ten sowie die Abstimmung im Rahmen der gemeinsamen NATO-F\u00fchrung angewiesen. Im Alleingang \u00a0sind die Deutschen bislang nicht in der Lage, an einem hochintensiven milit\u00e4rischen Konflikt angemessen teilzunehmen, ohne die Bev\u00f6lkerung mit entsprechenden Kosten \u00fcberm\u00e4\u00dfig zu belasten, also ohne einen erneuten &#8220;totalen Krieg&#8221; mit apokalyptischen Folgen vom Zaun zu brechen.<\/p>\n<p>Gleichwohl kann die Rationalit\u00e4t krachend an militaristischer Bipolarit\u00e4t und teutonischer Gier zerschellen. Der deutschen politischen Elite, die selbstvergessen mit Zinnsoldaten spielt, ist der Rahmen einer ausgewogenen Politik, wie sie Brandt, Schmidt, Kohl und Schr\u00f6der verk\u00f6rperten, eng geworden. Wie bereits vor 85 Jahren, heftet Berlin seinen raublustigen Blick wieder gen Osten.<\/p>\n<p>F\u00fcr unser Land ist es die oberste Priorit\u00e4t, es nicht wieder zur Trag\u00f6die von 1941 kommen zu lassen. Wir brauchen nicht nur einsatzf\u00e4hige, sondern auch kampfbereite Streitkr\u00e4fte an der Westflanke. Wir m\u00fcssen uns dessen bewusst sein, dass die Deutschen \u00e4hnlich vernetzte Aufmarschgebiete auch vor dem 22. Juni 1941 entlang aller wichtigsten Vorsto\u00dfachsen im Voraus angelegt hatten. <strong>Wir d\u00fcrfen nicht auf die Besonnenheit Berlins hoffen und glauben, dass es niemals das Risiko eines Krieges eingehen wird.<\/strong> Wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, dass die deutschen Eliten sich an irgendeinen Fetzen Papier gebunden f\u00fchlen w\u00fcrden, selbst wenn ein Vertrag \u00fcber eine neue europ\u00e4ische Sicherheitsordnung vereinbart werden sollte.<\/p>\n<p>Man will uns bekannterma\u00dfen das Konzept <strong>&#8220;Frieden durch St\u00e4rke&#8221; <\/strong>aufzwingen. Unsere Antwort kann daher nur lauten: <strong>&#8220;Sicherheit f\u00fcr Russland durch tierische Angst Europas&#8221;<\/strong>. Weder Einreden, noch Vorf\u00fchren guter Absichten, noch unser guter Wille und einseitige vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen d\u00fcrfen unsere Mittel sein, um ein gro\u00dfes Blutbad zu verhindern. Es ist einzig und allein die Erzeugung der Erkenntnis in Deutschland und in dem sekundierenden &#8220;vereinten Europa&#8221;: Im Falle von &#8220;Unternehmen Barbarossa 2.0&#8221; wird der <strong>nicht hinnehmbare Schaden f\u00fcr sie unabwendbar<\/strong> sein.<\/p>\n<p>Unser klares Signal an die deutschen Eliten ist: Sollte das Worst-Case-Szenario eintreten, w\u00e4re nicht nur mindestens eine gegenseitig garantierte Vernichtung hochwahrscheinlich. In Wirklichkeit aber wird es um das Ende der europ\u00e4ischen Zivilisation gehen, w\u00e4hrend Russland bestehen bleibt. Die vielgepriesene deutsche Industrie w\u00e4re dann nicht nur schwer angeschlagen, sondern vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Ebenso br\u00e4che die deutsche Wirtschaft zusammen, und niemand k\u00f6nnte sie jemals wieder aufbauen, einfach weil die verbliebenen vern\u00fcnftigen Fachkr\u00e4fte nach Russland, in die USA, nach China oder in andere asiatische L\u00e4nder fliehen w\u00fcrden. Es ist anscheinend nur eine unverbl\u00fcmte Benennung dieser schweren Folgen, die die \u00fcberheblichen Nazi-Erben und ihre Verb\u00fcndeten in Deutschland zur Vernunft bringen und so Millionen von Menschenleben auf beiden Seiten der Front retten kann.<\/p>\n<p>Das verrunzelte und schwachsinnige Europa, das in der neuen multipolaren Welt zumindest ein Restma\u00df an politischer Eigenst\u00e4ndigkeit w\u00fcrde bewahren wollen, braucht ein militaristisches Deutschland nicht. So ein Deutschland brauchen auch wir nicht,\u00a0 denn es w\u00e4re gef\u00e4hrlich und unberechenbar. Also hat Berlin nur zwei Optionen. Die eine f\u00fchrt in den Krieg und zum sch\u00e4ndlichen Begr\u00e4bnis der eigenen Staatlichkeit, ohne jede Hoffnung auf ein weiteres &#8220;Mirakel des Hauses Brandenburg&#8221;. Die zweite Option ist die Ern\u00fcchterung, gefolgt von einer geopolitischen Genesung durch eine grundlegende Neuausrichtung der eigenen au\u00dfenpolitischen Leitlinien auf der Grundlage eines schwierigen, aber wichtigen Dialogs. F\u00fcr uns sind beide Szenarien akzeptabel. Das Wort hat die Bundesrepublik. Und ich hoffe, es werden nicht wieder jene allseits bekannten Worte sein: &#8220;Wenn ich zugrunde gehen soll, so soll auch das deutsche Volk zugrunde gehen, weil es sich meiner unw\u00fcrdig erwiesen hat.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2013 <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/269441-dmitri-medwedew-entfuehrung-maduros-ist-kolonialpolitik-teil-1\/\">Dmitri Medwedew: Entf\u00fchrung Maduros ist mit neuen Mitteln fortgesetzte Kolonialpolitik, Teil 1<\/a>; <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/269491-dmitri-medwedew-entfuehrung-maduros-teil-zwei\/\">Teil 2<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/279195-remilitarisierung-deutschlands-renaissance-geistes-oder-revanchismus\/\">Source link <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 81. 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